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13 Ideen, wie Du im Alltag etwas für die Umwelt tun kannst

Seit Monaten dümpelt dieser Post nun schon in meinen Entwürfen herum und ich kann mich nicht so recht aufraffen ihn zu veröffentlichen. Warum? Vielleicht weil ich das Gefühl habe, als Reisebloggerin, die ja nun mal viel reist und ergo oft fliegt, zu dem Thema nichts sagen zu dürfen. Was bringt es, wenn ich mit dem Jutebeutel einkaufen gehe und den Müll trenne, aber mit jedem Flug dem Klimaschutz gepflegt in den Hintern trete?

Fakt ist jedoch, mein schlechtes Gewissen fliegt und fährt immer mit. Auf der anderen Seite, dürften wir dann aber auch nicht mehr heizen oder Fleisch essen, denn beides ist verantwortlich für das klimazerstörende CO2. Das Leben ist ein Hamsterrad und ausbrechen ist schwer. Es sei denn, man zieht sich komplett aus dem weltlichen Leben zurück und lebt wie in der Steinzeit. Aber wer kann das schon?

Nichtsdestotrotz mache ich mir sehr viele Gedanken darüber, wie rücksichtslos und gedankenlos wir Menschen doch täglich mit unserer Heimat Erde und ihren Ressourcen umgehen. Die Liste ist endlos und fängt beim Abholzen der Regenwälder oder der Verschmutzung der Weltmeere an und hört bei der Massentierhaltung auf. Wir scheißen uns (pardon!) im wahrsten Sinne des Wortes in unser eigenes Wohnzimmer. Jahrelang haben wir gehört, daß es fünf vor Zwölf sei und den Gedanken an zwölf Uhr verdrängt. Nun, ich denke mittlerweile ist es sogar schon fünf nach zwölf.

Wenn ich mir die Berge an Verpackungsmüll anschaue, die wir täglich produzieren und das in 30 Jahren mehr Plastik im Meer herumschwimmt als Fische, wird mir schlecht. Dann sind meine Kinder noch nicht mal so alt wie ich jetzt. Wenn ich lese, wieviele Mikroteilchen an Plastik durch unser menschliches Blut schwimmen, wird mir Angst und Bange. Wenn ich im Fernsehen sehe, wie grauenvoll mit Tieren umgegangen wird, könnte ich schreien. Und wenn ich daran denke, daß der Meeresspiegel ansteigt und Holländer demnächst vielleicht die ersten Klimaflüchtlinge sind, kommt mir das alles vor wie ein schlechter Hollywood Sciene Fiction-Movie. Meist steht man hilflos da und fragt sich: Und wie soll ich einzelner kleiner Mensch nun etwas daran ändern?

Jeder kann etwas verändern!

Diese Diskussion führe ich des Öfteren mit meinem 9jährigen Sohn, denn ich bin fest davon überzeugt, daß JEDER etwas verändern kann. Und wenn wir alle ein bisschen achtsamer und mit offenen Augen durchs Leben laufen würden, könnten wir gemeinsam sogar sehr viel verändern. Denn wenn z.B. bestimmte Produkte einfach in den Regalen liegen bleiben, werden sich die Unternehmen umstellen müssen.

Machen wir uns nichts vor. Wir sind alle Opfer unserer Bequemlichkeit. Wenn ich beim Einkaufen in 5 verschiedene Läden gehen und von Pontius nach Pilates fahren muß, nur damit ich weniger Verpackung mitkaufe, dann ist das schon sehr lästig. Denn Zeit haben wir ja bekanntlich alle nicht. Meine Oma hatte dagegen früher kaum Verpackungsmüll und musste sich meist mit dem behelfen, was es gab. Noch in den 80er Jahren lebten meine Großeltern viel von ihrem Obst und Gemüse aus dem Garten. Sie kochten und weckten ein, backten Brot und Kuchen selber oder holten die Milch beim Bauern. Und jedes noch so kleine Tütchen wurde sorgfältig zusammengefaltet und wiederverwertet. Daher ist meine Devise: Back to the Roots. Zumindest ein kleines Stückchen. 

Ich habe also einfach mal aufgelistet, worauf ich im Alltag so achte. Das ist mit Sicherheit noch sehr sehr ausbaufähig, aber ich bin ja lernfähig und freu mich über Tipps.

Plastik weitestgehend vermeiden

#1 Heutzutage scheint alles in Plastik eingeschweißt zu sein. Von der Salatgurke bis zum Schulfüller. Solche Produkte versuche ich zu meiden und kaufe sie nur, wenn ich wirklich gar keine Alternative finde. Das ist zugegebenermaßen nicht gerade leicht. Und vor allen Dingen auch teuer. Auf manches kann man aber auch gut verzichten oder sich einfach mit etwas Anderem behelfen. Überhaupt versuche ich auch auf Gebrauchsgegenstände aus Plastik zu verzichten und suche nach einer Alternative aus Holz, Bambus, Glas oder Porzellan. Denn Plastik ist nicht nur Müll der 500 Jahre lang verrottet, sondern verschwendet auch Erdöl-Ressourcen und sondert Giftstoffe ab, die uns krank machen. Mit Kindern ist das nicht immer einfach, denn die stehen bekanntlich auf buntes Plastik. Wir haben allein gefühlte 10 Tonnen Legosteine zuhause. Aber die überdauern ja wenigstens Generationen. Wenn es um billiges Plastikspielzeug made in china geht, streike ich aber und führe Diskussionen mit ihnen. Meist haben sie dann auch ein Einsehen.

Obst und Gemüse regional, saisonal und lose kaufen

#2 Besonders beim Discounter bekommt man gefühlt gar nichts mehr ohne Plastikummantelung zu kaufen. Selbst Bananen oder Kiwis sind in Plastik eingeschweisst. Da kräuseln sich mir die Fußnägel. Obst und Gemüse versuche ich daher meist lose zu kaufen und nutze dann Stoffbeutel, die ich mitbringe. Wir haben bei uns in der Gegend mehrere Hofläden, wo das zum Glück ganz gut geht. Überhaupt versuche ich soviel wie möglich regional und saisonal zu kaufen. Erdbeeren im Winter brauche ich nicht und wenn, kann man sie zur Not ja auch mal tiefgekühlt kaufen. Und so alte Gemüsesorten wie Steckrübe, Kohl und Co. sind ziemlich lecker und gesund.

Nie ohne Stoffbeutel aus dem Haus

#3 Ich habe es mir angewöhnt immer einen Stoffbeutel in meiner Tasche zu haben, damit ich gar nicht erst in die Verlegenheit komme eine Plastiktüte kaufen zu müssen. Und wenn es doch mal passiert, nutze ich diese dann zigfach weiter. Bis das Ding quasi auseinanderfällt. Blöderweise nutze ich aber Plastikbeutel für die Mülltonne. Wie ich das in den Griff bekommen soll, weiß ich noch nicht. Aber nur Zeitungspapier ist irgendwie keine Alternative.

Nur selten Fleisch und Fisch

#4 Ich würde mich als Flexitarier bezeichnen, denn ich esse gerne mal ein Stück Fleisch oder Fisch. Die Betonung liegt hier auf mal und ich kaufe es auch echt nur, wenn ich weiß, woher es kommt. Wenn unser Bauer um die Ecke also einmal im Jahr eins seiner Rinder schlachtet, die ich täglich auf der Wiese rumstehen sehe oder ein Huhn, das bis dato glücklich durch die Gegend gelaufen ist, kaufe ich es. Für das Huhn zahle ich gerne 15 €, statt der 4,99 € im Supermarkt. Immerhin war das ein fühlendes Lebewesen und wir essen davon 2-3 Tage (z.B. erst Hühnersuppe dann Hühnerfrikassee dann Sandwich mit Huhn). In Plastik verpacktes Fleisch für 1,99 € aus dem Discounter finde ich ekelhaft. Ich stelle mir dann immer die armen Tiere vor, die zerschunden in ihrem eigenen Unrat standen, Antibiotika fressen und leiden mussten. Nein danke! Wir müssen nicht alle fleischlos leben um die Welt zu verbessern. Aber niemand braucht täglich ein Schnitzel auf dem Teller. Fleisch sollte keine Allerweltsessen sein, sondern wie früher, zu Zeiten des Sonntagsbraten, etwas Besonderes.

Putz- und Waschmittel selber herstellen

#5 Putzmittel kaufe ich fast gar nicht mehr und habe dank dieser und dieser Bloggerinnen, viele hilfreiche Tipps sammeln können. All die chemischen Keulen, die unser Wasser verpesten, brauchen wir gar nicht, auch wenn es uns durch die Werbung suggeriert wird. Ich putze fast nur noch mit Zitronensäure, Essig, Kernseife und Soda und siehe da…. das geht wunderbar. Sogar die Toilette wird damit sauber. Das ist viel leichter und unkomplizierter als man denkt. Mittlerweile mache ich sogar mein Waschmittel selber.  Das ist so easy und günstig, daß man sich eigentlich nur an den Kopf fassen kann, daß man jahrzehntelang das teure, parfümierte Waschmmittel mit den Plastikteilchen gekauft hat. Als Weichspüler eignet sich im Übrigen auch super ganz normaler Essig. Es riecht null und die Wäsche wird total weich.

Alternative Kosmetikprodukte suchen

#7 Peelings, Duschgele und Co. enthalten bekanntlich Mikropartikel an Plastik, die wieder im Meer landen. Selbst die, wo Meersand draufsteht, beinhalten Plastik, sind schlecht für die Umwelt und unseren Körper. Eine Liste darüber findet ihr hier. Ich bin also zum Peelen auf einen Luffa-Handschuh umgestiegen und habe für das Gesicht einen kleinen Schwamm. Leider weiß ich nicht mehr, wie er heisst, da ich ihn in Amerika gekauft habe. Aber er ist 1A und macht die Haut samtig weich. Tolle Rezepte für selbstgemachte Peelings findet ihr auch bei meiner Bloggerfreundin Christina aka MrsBerry.

Beim Duschen und Hände waschen bin wieder auf das gute alte Stück Seife umgestiegen. Die gibt es in 77.000 tollen Düften und für jeden Hauttyp und kommen nicht in einer fetten Plastikverpackung. Nach dem Duschen nutze ich Öle in Glasflaschen zum Eincremen. Ich habe sogar schon Bio-Kokosöl, das man auch zum Braten nimmt, verwendet. Wer braucht schon Bodylotion in ner fetten Plastikverpackung? Öl ist genauso effektiv, schmiert nicht und zieht sofort in die Haut ein. Derzeit suche ich nach Alternativen für Zahnpasta, Shampoo und  Wattestäbchen. Letztes nutze ich gerne zum Schminken, weil ich gerne mal irgendwo Mascara hängen habe, wo es nicht hingehört. Aber auch die Plastikstäbchen sind natürlich totaler Mist. Ansonsten nutze ich ich ein Mikrofasertuch zum Abschminken, auch wenn es da sicher bessere Alternativen gibt.

Joghurt, Brot und Marmelade – selber machen ist die Devise

#8 Wir kochen täglich und fast immer frisch. Fertiggerichte gibt es bei uns nur alle Jubeljahre mal. Ich koche Marmelade ein, mache unseren Naturjoghurt selber und seitdem ich vor 1 1/2 Jahren bei meiner Familie in Norwegen bewundernd feststellen musste, dass die alle ihr Brot selber backen, mache ich das auch. Ein superleichtes Rezept habe ich vor einigen Monaten mal bei Vanessa aka Frollein Pfau gefunden. So ein Brot kann echt jeder backen und es ist auch noch leckerer und günstiger als Gekauftes. Außerdem lernen eure Kinder dann direkt, wie richtiges Essen ohne künstliche Zusatzstoffe schmeckt.

Palmöl meiden

#9 Versucht mal Palmöl zu vermeiden. Das Zeug ist gefühlt in fast allem drin. Von der Margarine über die Kosmetik, den Biosprit bis zur Schoko-Creme. Das Problem ist, daß Palmöl der Regenwaldkiller schlechthin ist. Ich studiere beim Einkaufen mittlerweile jede Verpackung und bekomme regelmäßig die Krise. Ob Bio-Palmöl besser ist, sei mal dahingestellt. Ich weiß es nicht. Kennt Ihr Produkte ohne Palmöl? Dann bitte her damit.

Kaffeekapseln boykottieren

#10 Ich gebe zu, daß ich vor Jahren eine Nespresso-Maschine geschenkt bekommen habe und sie viel genutzt habe. Der Kaffee schmeckte einfach, es war leicht und praktisch. Das ökologisch schlechte Gewissen saß aber immer im Nacken. Aber nun hatte ich das Ding und wollte es auch nicht wegschmeißen. Und dann ging die Maschine kaputt und ich war fast schon froh. Die Müllberge die Aluminiumkapseln produzieren sind schrecklich und die Preise fast schon grotesk. Seitdem habe ich mir nie wieder eine elektrische Kaffeemaschine angeschafft. Entweder gibt es den guten alten Filterkaffee wie bei meiner Oma, ich nutze die Stempelkanne oder den Espressokocher. Schmeckt super und es ist mittlerweile mein morgentliches Ritual geworden, mir den Kaffee in Ruhe zu machen.

Aufs Fahrrad umsteigen

#11 Oha… ein Punkt, den ich mir regelmäßig vornehme, der aber auf dem Land echt schwer fällt. Besonders zur Winterzeit und mit zwei Kindern im Schlepptau. Und den Großeinkauf tätigt man auch nicht gerade mit dem Rad. Aber ich bin dran. Immer und immer wieder. Und der Frühling steht ja nun auch vor der Tür, da gibt es keine Ausflüchte mehr.

Hochwertige Produkte kaufen

#12 Mein Motto ist hier mittlerweile: weniger statt mehr. Ich kaufe lieber ein hochwertiges Teil, das lange genutzt wird, als mehrere Billig-Produkte, deren Haltbarkeit begrenzt ist. Das ist als Familie nicht einfach, denn 4 Bambus-Zahnbürsten kann sich wahrlich nicht jeder leisten. Wir btw auch nicht. Gerade mit Kindern tut das oft weh, denn man kann davon ausgehen, daß die Brut die teure Edelstahlbrotdose verliert und nicht die Billig-Plastikdose. Daher behalten wir die ollen Tupperdinger auch immer noch, bis sie größer sind. Das Gute ist aber, daß man an anderer Stelle mitunter Geld spart, denn 1. kauft man nicht mehr jeden Quatsch und 2. sind selbsthergestellte Reinigungsmittel, Waschmittel und Co., viel günstiger als gekaufte.

Kinder sensibilisieren

#13 Mag sein, daß ich meinen Kindern mit meinem Gelaber über Umwelt und Co. auf den Keks gehe, aber so what? Es geht hier immerhin um ihre Zukunft. Ich erzähle ihnen, was in ihrem Essen an künstlichen Inhaltsstoffen drin ist und warum ich es lieber selber mache. Ich frage sie ganz direkt, ob sie den Plastikschrott jetzt wirklich brauchen, der bald eh nur noch kaputt in der Ecke rumfliegen wird. Ich spreche mit ihnen über Plastikmüllberge, Palmöl im Nutella-Glas und das wir den Orang Utans ihren Lebensraum rauben. Ich will ihnen natürlich mit düsteren Zukunftsvisionen auch keine Angst machen, aber Fakt ist: ich sorge mich ernsthaft um ihre Zukunft.

So und nun bin ich gespannt, ob ich Schimpfe bekomme, weil ich fliegendes Ökoschweinchen es mir anmaße so einen Post zu schreiben. Wie seht ihr das? Und was macht ihr? Habt ihr Tipps für den Alltag?

Weitere tolle Tipps zu dem Thema findet Ihr im Übrigen auch bei Luzia Pimpinella und Blickgewinkelt.

24 Kommentare

  1. Oh damit kriegst du mich. Ich bin zwar bestimmt kein super Öko Fuzzi und lebe mega bewusst, aber ich finde auch, dass man ein paar Kleinigkeiten beachten / ändern sollte und damit ein Stück weit was Gutes tut. So ein Post-Entwurf schlummert hier auch vor sich hin.

    Gerade bei der Kosmetik – siehe Peelings – bin ich fast gänzlich auf Selbermachen umgestiegen. Funktioniert prima, ist nicht aufwändiger und das Beste … es ist günstiger! Ich spare 50-100 € im Monat die ich vorher bei Douglas und Co gelassen habe.

    Danke dir für’s verlinken :* Bussi Christina

    • Nadine sagt

      Du sparst 50 bis 100 € im Monat??? Jetzt bin ich aber platt, Christina. Oder meinst Du im Jahr? Hast Du Dich zuvor mit Kaviar gepeelt ;))? Wie dem auch sei…. Deine homemade Naturkosmetik finde ich immer ganz klasse. Und bitte unbedingt her mit Deinen Öko-Tipps. Bin sehr gespannt. Gruss und Kuss, Nadine

  2. Liebe Grüße von einem weiteren fliegenden Ökoschwein! 😉

    Ich werde ebenfalls niemals eine Ökoheilige sein – da mache ich mir gar nichts vor. Aber ich halte auch nichts von der ewigen ganz-oder-gar-nicht Platittüde und von Moralpredigten in der Art schon gar nicht. Jeder kann irgendwas tun und jeder Schritt zählt.

    Deswegen finde ich Artikel wie diesen wichtig! Denn wir alle können nur etwas verändern, wenn wir zu aller erst einmal das Bewusstsein der Gesellschaft nachhaltig verändert. Und daran arbeitet in meinen Augen jeder mit, der dieses irgendwie zum Thema in macht.

    Liebe Grüße
    Nic

    P.S. Danke fürs verlinken meines Posts! <3

    • Nadine sagt

      So sehe ich das auch. Ich glaube, vielen Menschen ist gar nicht bewusst mit welchen Kleinigkeiten sie schon etwas nachhaltiger leben könnten. Und Öko ist heute ja nun auch echt nicht mehr so wie vor 10 Jahren. Da gibt es mittlerweile schon so tolle, stylishe Produkte. Viele verbinden das vielleicht auch immer noch mit lila selbstgestrickten Wollpullis, Achselhaaren und schnödem Dinkelbrei. LG, Nadine

  3. Wie heisst es so schön?

    „Auch Kleinvieh macht Mist“….

    ….und wenn jeder Mensch bei sich mit kleinen Dingen anfängt dann werden sie gesammelt zu großen Dingen und helfen.

    Alles vermeiden lässt sich in meinen Augen nämlich auch nicht, aber man sollte das Bewusstsein bekommen und versuchen „mitzuarbeiten“ damit unsere Erde noch lang erhalten bleibt.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    • Nadine sagt

      Liebe Nova! Nein, denn dann müssten wir uns alle zurück in die Steinzeit beamen und ich glaube das klappt in unseren Breitengraden nicht mehr wirklich. Aber dicke Protzautos die 20 Liter verbrauchen müssen z.B. auch nicht sein. Daher finde ich es sooo cool, daß die Norweger im Kampf gegen den Klimawandel ab 2025 gar keine Diesel und Benziner mehr zulassen. Das mag drastisch sein, ist aber der einzige Weg. Nur blöd, daß das kleine Norwegen nicht reicht, um die Erderwärmung aufzuhalten. LG, Nadine

      • Sorry, die Antwort verstehe ich nicht ganz. Warum müssten wir uns dann zurück in die Steinzeit beamen ,also meinen Kommentar betreffend? Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen was da bei dir eventuell falsch rübergekommen ist….

        • Nadine sagt

          Das war in Bezug auf „alles vermeiden lässt sich nicht“ gemeint, Nova. Wenn wir alles vermeiden würden, müssten wir wieder wie in der Steinzeit leben. Alles gut. Bei mir ist nichts falsch angekommen, aber ich war wohl gerade im Flow und hatte 77.000 Informationen zu dem Thema im Kopf. :)) LG, Nadine

          • Ok…habe dein nein jetzt anders betont und nun liest es sich anders bzw. schliesst sich der Kreis. Da kann ich auch nur ja sagen, wobei manchmal wäre es mal gar nicht so schlecht wirklich ohne alles auszukommen. Zumindest sollte die Kids in den Schulen es mal eine Woche machen. Denke mal dann würden sie schon auch staunen was man alles machen kann.

            Schönes Wochenende noch und liebe Grüssle

            N☼va

  4. Oha! Mein schlechtes Gewissen hast du mit dem Beitrag angekurbelt. Ich bemühe mich auch, überflüssigen Quatsch zu vermeiden, aber so weit wie du bin ich noch lange nicht. Auch ich gehe kaum noch ohne Jutebeutel aus dem Haus und klatsche Beifall, dass Plastiktüten nun überall etwas kosten. Ich mecker meinen Mann für ewig lange, voll aufgedrehte Wasserhähne an. Und ich bin ein Fan, Kinderspielzeug (außer das Schnuffeltier) gebraucht zu kaufen, wozu ich auch die Großelern versuche anzuhalten. Der Standardspruch „war ja nicht so teuer“ zieht immer endlose Diskussionen mit meiner Ma nach sich 😀 Sicherlich kann man immer mehr tun, da gebe ich mir auch Mühe, aber du hast auch Recht, wenn du sagst, dass wir alle Opfer unserer Bequemlichkeit sind. Daher mag ich solche Posts, solche kleinen Tritte in den Hintern.
    Ganz liebe Grüße,
    Nicole

  5. Fliegendes Ökoschweinchen *kicher* Also, ich sehe es auch so, dass wir nunmal nicht in die Steinzeit zurück können und wollen. Also macht jeder das, was er/sie irgendwie hinbekommt. Und all diese Maßnahmen machen sich natürlich bemerkbar. Der eine spart viel Strom und setzt sich eine Solaranlage aufs Dach, der nächste verzichtet auf Flüge, weil ihm das nicht so weh tut usw. Ich mache viele Dinge, die Du auch machst, wenig Fleisch essen und wenn, dann gutes, auf bestimmte Kosmetikprodukte verzichten und mit dem Waschmittel-selber-machen hast Du mich jetzt auf eine Idee gebracht. Ich verzichte jetzt auf Shampoo, eigentlich, weil ich damit meinen Haaren und der Kopfhaut was gutes tun will, aber damit brauche ich dann auch keine Shampoo-Flaschen mehr und unterstütze nicht die Industrie, die Micro-Plastik benutzt, die die Flüssigkeit schön cremig macht. (Solche Sachen ärgern mich besonders, braucht kein Mensch und zerstören unsere Umwelt für Jahrhunderte – von einem Flug in ein tolles Land oder einem leckeren Biosteak hat man ja wenigstens was, aber ob ein Shampoo jetzt etwas flüssiger ist und klar statt undurchsichtig, das ist doch komplett egal!)
    Naja, jedenfalls finde ich solche Artikel gut und wichtig und die wenigsten können in allen Bereichen die Umwelt schonen, aber jeder in irgendeinem Bereich! 🙂

    • Nadine sagt

      Vielen Dank, liebe Petra! Ja, genauso sehe ich das auch. Jeder tut was er kann. Aber man sollte halt überhaupt irgendwas tun und nicht nur klotzen und nach-mir-die-Sintflut denken. Jetzt bin ich aber ein bisschen neugierig geworden? Was heisst Du verzichtest auf Shampoo? Hast Du eine Alternative oder wäschst Du Deine Haare gar nicht mehr? Sowas soll es ja auch geben, auch wenn ich mir das so gar nicht vorstellen könnte. LG, Nadine

      • Petra S. sagt

        Hallo Nadine!
        Tatsächlich ist „no poo“ (kurz für no shampoo) eine richtige Bewegung geworden. Ich hab das irgendwo mal aufgeschnappt, dann so ein bisschen rumgelesen und dann für mich etwas interessantes ausprobiert.
        Es gibt verschiedenste Methoden: Sebum only (Sebum ist dieser Talg, den die Kopfhaut selbst absondert), die waschen sich die Haare gar nicht, sondern bürsten nur viel, um das Sebum gleichmäßig zu verteilen, es gibt Water only, da wäscht man nur mit Wasser und macht vielleicht eine saure Spülung hinterher (Wasser mit Apfelessig oder einem Zitronenspriter o. ä.), und es gibt Leute, die waschen mit Haarseife, Lavaerde oder einer Roggenmehl-Wasser-Mischung. Bestimmt habe ich noch das eine oder andere vergessen.
        Auf jeden Fall soll man viel bürsten, damit sich das Sebum im ganzen Haar gut verteilen kann (mit Wildschweinborsten- oder Sisalbürsten). Den meisten gemeinsam ist, dass man die Chemie im Shampoo nicht mehr haben will, weil man sie doof findet oder nicht verträgt und dass man davon ausgeht, dass sich die Kopfhaut selbst reguliert, wenn man in ihren Haushalt nicht immer eingreift und dass das Sebum das beste Haarpflegemittel ist. Eine Theorie ist, dass fettige Haare z. B. deswegen entstehen, weil die Kopfhaut durch das ständige Waschen zu trocken ist und deswegen immer mehr Sebum produziert.
        Ich mache Water only, und das klappt super. Ich weiß nicht, ob ich mich das getraut hätte, wenn meine Haare nicht sowieso, seit ich in den Wechseljahren bin, etwas trockener geworden wären. Drei Monate oder länger mit fettigen Haaren herumzulaufen, bis sich alles reguliert hätte, wäre nicht so meins.
        Liebe Grüße, Petra

        • Nadine sagt

          No poo. Haha. Da musste ich erstmal an was Anderes denken. Nun gut, ich glaube so ganz ohne wär nicht meins. Aber wahrscheinlich schafft die Kopfhaut das echt irgendwie zu regulieren. Die Natur hat Shampoo ja nicht wirklich vorgesehen und Affen shampoonieren sich ja auch nicht. Danke für die Info. LG, Nadine

  6. Da triffst du auch bei mir voll den Punkt. Ich finde es so schrecklich, wie überhaupt kein Bewusstsein für unsere Erde in der breiten Masse vorhanden ist. Jetzt bin ich natürlich auch kein Heiliger, aber was man sich manchmal bei den Leuten anschauen und -hören muss, wie verantwortungslos sie agieren. Unsere armen Kinder. Die müssen das alles ausbaden. zum Glück bekommt man in den Geschäften inzwischen keine Plasiktüten mehr für das kleinste Fizzelchen. Ich hab das immer schon ohne gemacht, hatte meine eigene Tasche dabei und fand es immer voll verstörend, wenn ich mir an der Kasse einen Spruch reinziehen mussten, warum ich denn nicht Plastik will. Tssss. Bussi Anne

  7. Auch fliegende Ökoschweinchen können etwas für die Umwelt tun – indem sie z.B. bei Atmosfair die Kohlendioxidbilanz ihres Fluges durch eine Spende ausgleichen.

    Danke für die vielen Anregungen! Einiges machen wir auch schon (oft nach langen Diskussionen mit meinem Mann :-/), anderes wie z.B. Waschmittel und Spültabs selbst machen habe ich probiert, klappte aber nicht so gut.
    Wichtig ist ja wohl vor allem, an dem Thema dranzubleiben und es nicht bequem zu ignorieren. Denn unsere Kinder werden das irgendwann einfach nicht mehr können :-/

    LG
    Jenny

  8. Hallo nochmal – ich habe dir soeben im vorigem Post schon einen Kommentar hinterlassen und dich auf unseren Reiseblog hinterlassen. Ich hatte übrigens dein Blog gerade erst entdeckt und die letzte halbe Stunde mit Schmökern verbracht! Dieser Eintrag hat mich jetzt aber nochmal so richtig vom Hocker gehauen, weil wir da als Familie richtig ähnlich ticken! Auf die täglichen Dinge im Alltag kommt es doch an, auch wenn wir alle keine perfekten Erdenbürger sind: try your best. Und was die Sache mit dem Fahrrad angeht: wir wohnen auch auf dem Land und zwar ohne Auto. Nur Mut! Hier unser Porträt: https://www.fahrradfamilie.de/familien/

  9. Ich denke, jeder darf und sollte sogar darüber reden und schreiben, was er tut, um die Umwelt weniger zu belasten. Man kann nicht überall perfekt sein, aber wichtig ist doch, dass man mal irgendwo anfängt. Deshalb: Klar solltest Du das schreiben, auch wenn Du ab und zu mit dem Flugzeug fliegst.

    Verboten ist es dagegen zu sagen: ‚Ich bin ein kleines Licht und kann eh nix ändern. Es macht keinen Unterschied, ob ich nun die Biomilch oder die konventionelle kaufe. Das interessiert doch sowieso niemanden.‘ Denn DAS ist eine Lüge. Vom Verbraucher geht die Macht aus. (Klar, die Milch ist jetzt vielleicht ein blödes Beispiel wegen der ganzen undurchschaubaren Subventionierungen…) Vom Verbraucher kommt das Geld, er bestimmt, was gekauft wird und damit eben auch, was produziert wird.

    Und nur so kann es funktionieren. Indem man darüber redet und andere Menschen in seiner Umgebung dazu bringt, die eigenen Kaufentscheidungen zu überdenken. So ändert sich etwas. Stück für Stück. Jeder hat jeden Tag die Wahl, wo er sein Geld investiert. Ganz einfach.

    Deshalb: Weiter so! 🙂

  10. Ich versuche auch im kleinen meinen Beitrag zu leisten! Das ist nicht immer leicht, aber ich werde besser….
    Eine Neuerung, die ich super finde und an die ich mich erst gewöhnen musste sind die Tüten beim Einkaufen. Supermarkt meine ich nicht, da habe ich immer einen großen Korb dabei oder eine Tasche oder so. Ich meine in Klamottengeschäften und so. Ich glaube, die Tüten kosten jetzt 20 Cent oder so, von mir aus könnten die auch 1 Euro kosten, denn dann erst würden weniger Leute diese Tüten nehmen. Ich habe diese faltbaren Mini-Beutel in jeder Handtasche, damit ich da die gekauften Klamotten rein tun kann. Anfangs stand ich aber verärgert über mich and er Kasse und musste notgedrungen eine Plastiktüte kaufen…
    Im Supermarkt ertappe ich mich oft dabei, mich über andere zu ärgern, die die Tüten kaufen und keinen Stoffbeutel oder so dabei haben, traue mich aber nicht, sie darauf anzusprechen. Diese Tüten sollten einfach auch etwas teurer werden!
    LG
    Martina

  11. Susann sagt

    Hallo Nadine,

    ich weiß nicht, ob es oben schon stand. Es gibt auch Wattstäbchen komplett aus Watte und Papier – ich glaube auch bei DM z.B.

    LG Susann

    • Nadine sagt

      Liebe Susann, danke für die Info. Beim DM habe ich sie noch nicht gefunden, aber man kann sie im Internet bestellen. Kosten nur leider 5 €. LG, Nadine

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