Berlin mit Kindern

Vom Hinterhofcharme, take off´s und kunstvollen Mauern

Was passiert wenn eine gebürtige Berlinerin im Rheinland aufwächst? Richtig…es wird eine Frau Hibbel ;). Mein Heimat-Herz schlägt also sowohl für das Rheinland als auch Berlin.

Als Scheidungs- und Patchworkkind bin ich mein ganzes Leben lang zwischen Düsseldorf und Berlin gependelt. Da sollte man also meinen, das ich Berlin ein bisschen kenne. Aber weit gefehlt. In 12 Monaten tut sich in dieser Stadt so viel, das ich jedes Mal wieder einen Reiseführer brauche.

 

Diesmal waren wir jedoch das erste Mal zu Viert in Berlin. Und mussten wieder mal feststellen, das wir (nach Bangkok und New York) auch diese Stadt mit zwei Kindern locker hinkriegen. Das nächste Mal geht es dann nach Tokio ;).

Gewohnt haben wir dieses Mal nicht bei meiner Familie, sondern bei der zauberhaften Inka von blickgewinkelt, die uns ihr charmantes Urberliner Appartment zur Verfügung gestellt hat*.

 

Wir fühlten uns in der kleinen Hinterhofwohnung wahrlich wie ins Berlin der 50er Jahre katapultiert. Wobei Inkas Wohnstil wohl eher als kunterbunter 50-70s inspired + ethnologischer Hippiemix zu beschreiben wäre 😉 und sich überall Ihre Liebe zum Reisen widerspiegelt.

 

Nach einem anstrengenden Entdeckungstag durch die Stadt kann man dann auf ihrem Balköng`sche entspannt den Tag mit einer Berliner Weisse ausklingen lassen und Fledermäuse auf ihrem Rundflug beobachten. Während die kids ihr Sofa rocken und daraus die coolste Bude aller Zeiten bauen. 😉

 

Für uns entdeckt haben wir diesmal den Tempelhofer Flughafen, auf dem an diesem Wochenende das Ärzte-Konzert stattfand. Tagsüber kann man dort gemütlich picknicken oder mit dem Fahrrad über das Vorfeld düsen. Man kann sich aber auch elektrobetriebene Gefährte jeglicher Art ausmieten um einmal quer um den Flughafen zu cruisen. Kam für uns wegen der kids leider noch nicht in Frage, wäre aber auf jeden Fall spannend gewesen. So, haben wir nur ein bisschen take off gespielt.

 

Toll fanden wir auch die East Side Gallery. Wahrlich keine Neuentdeckung, aber ich kannte sie in der Tat noch nicht. Hatte man als West-Berliner die hässliche Mauer früher doch jahrelang vor der Nase und sie kaum eines Blickes gewürdigt.

 

Mittlerweile ist die Mauer zu einem kunterbunten Mahnmal mutiert und sollte aus meiner Sicht auch so erhalten bleiben und keinem Bauprojekt weichen müssen. Die Mauer ist immerhin Teil unserer deutschen Geschichte.

 

Ein Bummel durch Kreuzberg, über buntbemalte Türen stauen und dabei ein Eis schlecken hat auch immer wieder was. Stellenweise erinnert mich Berlin doch auch immer wieder an New York.

Hach Berlin…ick lieb Dir. Immer wieder aufs Neue.

* Inka vermietet Ihre Wohnung auch gerne mal übers Wochenende. Falls Ihr Interesse habt, bitte direkt bei Ihr melden. Gerade für uns als Familie fand ich es wieder mal sehr praktisch in Berlin in einer normalen Wohnung nächtigen zu können. Die Lage ist ebenfalls super, mitten im Friedenauer Kiez. Restaurants, Supermärkte und große Shoppingallee direkt umme Ecke. Daher ist Ihr Zuhause mein Berliner familyroom-Tipp.

 

11 Kommentare

  1. Also, ich muss mich jetzt wohl mal als „Nicht-Berlin-Fan“ outen. Bisher konnte mich die Stadt nie packen ,wenn ic hda war. Aber ich gebe nicht auf.
    Und deine Bilder geben ja Hoffnung…
    Liebe Ninjassiebengrüße

    • Ich gebe zu….Berlin ist nicht unbedingt ne hübsche Stadt und sicher oft nicht Liebe auf den ersten Blick. Genausowenig wie Köln. Meine Liebe ist auch eher im Laufe der letzten 40 Jahre gewachsen ;). So geht es mir aber im Übrigen mit München. Eine schöne Stadt, ja….aber bei mir kommt da einfach kein Feeling an. Wahrscheinlich muss man einfach ein Typ für dieses leicht Verlotterte sein ;).

  2. „Das nächste Mal geht es dann nach Tokio ;)“ – Bei dem Spruch musste ich echt grinsen!
    Deine Berlinbilder sind klasse, die East Side Gallery kenn ich jetzt schon von so vielen Bildern und will sie unbedingt auch mal von ganz nah sehen!
    LG
    Christiane

  3. Danke für deinen Kommentar zum Australien-Post! Bei meiner Gastblogger-Fahrradweltreise radelt ja auch nicht jeder Teilnehmer selbst – viele der Beiträge werfen einfach einen Blick auf die jeweilige Fahrradsituation oder zeigen irgendwas Typisches. Vielleicht fällt dir ja auch mal irgendwo irgendwas passendes auf… Würd mich freuen.
    LG

    • Ach so…das hatte ich noch gar nicht so Recht verstanden. Ok, beim nächsten Mal pass ich auf. Denn eigentlich finde ich Drahtesel ganz klasse.

  4. Haaa, das ist vielleicht ein skurriles Gefühl, Bilder der eigenen Wohnung im Internet zu sehen!! Vielen Dank für die Werbung! 😉
    Ansonsten war es toll, Euch zu treffen, und schön, dass Ihr eine schöne wenn auch kurze Zeit in Berlin hattet, immer gerne wieder!

    Und ja, der Flughafen ist toll, nicht? Die East Side Gallery wurde übrigens vor wenigen Jahren von den – soweit noch vorhandenen – ursprünglichen Künstlern neu bemalt, weil die doch schon sehr übergemalt war. Was mich an der ein bisschen stört ist, dass nirgendwo richtig erklärt wird, dass die Bemalungen gar nicht aus DDR-Zeiten stammen, wovon die meisten Touristen ausgehen, und dass jetzt anscheinend noch Werbung drauf gepackt wird, wie auf einem Bild von Dir zu sehen, hat mich dann doch ziemlich schockiert. Also ich sage mal: Da ein Stückl abzureißen für irgendein Bauprojekt… mein Herz hängt da nicht dran.
    Ganz verschwinden sollte es allerdings tatsächlich nicht.
    Und wtf isn das mit Tokio?!? Nur ein Spruch, oder nicht? Ich würds Euch zutrauen. 🙂
    LG /inka

    • Harhar…mit Tokio hab ich Euch gekriecht, ne? 😉 Hach….iss nur so´n Traum. Würde ich mir nach unseren Städtereisen mit den kids mittlerweile aber durchaus zutrauen.
      Das die Mauer erst später bemalt wurde, wusste ich. Das war doch immer nur so ein grauer trauriger Klotz. Daher sollte sie als Mahnmal stehen bleiben und darf von mir aus nun ruhig ein bisschen mehr Heiterkeit versprühen. Wenn sie nen Meter abreissen geht die Welt sicher nicht unter. Aber nicht ganz.

    • haha… tokio steht ja auch noch auf unserer liste. ganz großer traum!

      berlin ist aber mittlerweile auch immer wieder gern genommen… ich finde das „schrammelige“ schön. auch in HH zieht es mich ja immer mehr in die schrammeligen neighborhoods, als in die piekfeinen gegenden.

      tolle fotos frau hibbel!!! <3 ich habe meine heute auch sortiert...

      inka, das ist ja cool mit der wohnung! bestimmt fragen wir da auch mal an… 😉

      liebe grüße
      nic

    • Nic, ja Tokio ist in der Tat schon lange ein ganz großer Traum. Bin aber echt etwas unsicher wegen der nuklearen Lage vor Ort.
      Und schrammelig lieb ich auch . Daher entdecke ich auch gerade das Ruhrgebiet für mich :).
      Inka, ICH ein Touri???? Wo kommst Du hin?? ;))

  5. Hallo Nadine, ich habe deine Berichte schon vermisst. In Berlin war ich noch nie, und wenn ich einmal da hin fahre, werde ich an Inka denken, und evtl. bei ihr wohnen wollen. LG

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