Frau Hibbel zieht sich an

Der Zwiebellook oder meine Klamottenwahl für eiskalte Tage

Der ein oder andere hat vielleicht über die sozialen Netzwerke mitbekommen, daß wir ein paar Tage in Stockholm und Helsinki waren. Vorab hatte ich mehr sehr viele Gedanken über die passende Klamottenauswahl gemacht, denn erstens sind wir überhaupt keine Wintersportler, zweitens waren wir noch nie in der kalten Jahreszeit in nördlichen Gefilden und drittens wird es im Rheinland fast nie schlimm kalt. Ergo hatten wir Vier ein kleines Kleidungsproblem. Da ich aber von nun ab des Öfteren auch mal in kalte Regionen reisen möchte, ist eine Grundausstattung unabdingbar und daher habe ich uns mal ein Wintersortiment zusammengestellt.

BergansofNorwayjacket

Das ist bei uns Großen relativ leicht, bei den Kleinen leider problematisch. Denn gerade bei Kleidungsstücken die wärmen sollen, sollte man Wert auf Qualität legen. Und die ist bekanntlich eher hochpreisig. Blöderweise wachsen die Jungs aber jährlich aus dem Kram raus oder rocken teure Schuhe mal auf die Schnelle durch.  Ich spreche mal ein ernstes Wörtchen mit den Beiden. So geht das ja nicht. Was die so getragen haben, zeige ich Euch demnächst mal.

Heute zeige ich Euch erstmal anhand eines kleinen Filmchens, wie ich mich kleidungstechnisch auf Schweden und Finnland vorbereitet habe. Wobei ich bei -35 Grad (die es gerne mal in Finnland werden) wohl auch hätte passen müssen. Da hätte ich das Zimmer schlichtweg nicht mehr verlassen. Und ja… ich weiß, der Film ist leider schief. Dabei hatte ich das Stativ doch so schön eingestellt. Aber aller Anfang ist schwer und ich hatte keinen Nerv auf eine weitere schweißtreibende Anziehaktion ;).

Der Zwiebellook ist den Meisten wohl ein Begriff und er ist besonders sinnvoll wenn man in der Stadt unterwegs ist. Rein in den Laden, raus aus dem Cafe, Kälte, Wärme, Frier, Schwitz. Da muss man sich auch mal auf die Schnelle was ausziehen können. Außerdem sind mehrere Lagen angenehmer zu tragen, als eine monströse Jacke, Pulli oder direkt ein ganzer Schneeanzug.

#1 Unverzichtbar für kalte Tage ist aus meiner Sicht ein hochwertiges Set aus Merino-Unterwäsche. Ich trug das Set Akeleie Lady von Bergans of Norway , welches ein langärmeliges Shirt, eine lange und eine halblange Unterhose beinhaltete. Ich hatte zuvor Sorge, daß Merinowolle vielleicht in irgendeiner Form kratzig sein könnte, denn da bin ich schrecklich empfindlich. Aber die ist kuschelweich. Zudem ist sie bei 40 Grad waschbar, wärmt angenehm und transportiert Feuchtigkeit nach außen. Ich habe mich zu keiner Zeit verschwitzt gefühlt.

Skansen1

#2 Da ich Strumpfhosen nicht leiden kann und mich damit immer wie ein Kindergartenkind fühle, ziehe ich warme Socken vor. Ich habe mich auf dieser Reise also für die oberschenkellange Merinounterhose und knielange Outdoor Merinosocken von CEP entschieden. Die sind ebenfalls total warm und haben bei sportlichen Aktivitäten oder längeren Wanderungen zusätzlich den Vorteil der Kompression. Quasi ein Stützstrumpf für unterwegs. Nach Städtetrips tut mir irgendwann meist der Rücken oder die Füße weh. Diesmal nix, nada, niente. Und das trotz über 22.000 gelaufenen Schritten.

CEPSocken1

#3 Da es ja nun ein Citytrip war, hatte ich keine Lust auf reine Outdoorbekleidung. Ich will ja nicht ständig so aussehen, als würde ich den Kilimanjaro besteigen wollen. Über die Merino-Unterwäsche kam also einfach nur Jeans und Pulli oder Fleecejacke.

#4 Wichtig ist natürlich auch eine hochwertige warme Jacke. Und da ich bei Winter automatisch an Schnee denke, hatte ich mal Lust auf eine farbenfrohe Jacke als Kontrast. Üblicherweise bin ich der schwarz-weiß-grau-blau-Typ (und als Ausnahme mal gelb) und wenig experimentierfreudig. Daher ist die kermitgrüne Cecilie Down Lt Daunenjacke von Bergans of Norway ein echter Farbflash in meinem Kleiderschrank. Die ist wirklich megawarm und trotzdem leicht und angenehm zu tragen. Zu gerne hätte ich mal ihre Maximalleistung in Sachen Minustemperaturen getestet. Aber Stockholm und Helsinki hatten nur schwankende Temperaturen von -3 bis + 8 Grad drauf. Für Temperaturen um die 0 Grad war sie optimal, bei 8 Grad natürlich fast schon zu warm.

BergansofNorway3

#5 Superwichtig sind natürlich auch gute Schuhe. Nachdem meine kleinen Jungs schon immer mit Winterschuhen von Keen rumlaufen und wir sehr zufrieden damit sind, wollte ich auch gerne welche haben. Ich habe mich für die Keen Durand Polar Boots entschieden und das war eine ziemlich gute Wahl. Ich hatte noch nie so hochwertige Winterboots. Die Schuhe sind supergemütlich, wasserdicht, warm und trotzen allen Wetterverhältnissen. Von innen sind sie mit einem warmen Futter und einer herausnehmbaren Thermo-Einlegesohle gefüttert und der Kunstfelleinsatz hält zusätzlich Kälte ab. Bei 8 Grad in Stockholm waren sie schon fast wieder zu warm. Trotzdem hatte ich durch die hohe Atmungsaktivität keine Schwitzfüße.

Glücklicherweise kamen sie am Ende dann aber auch noch im Schnee zum Einsatz und haben ihre Polartauglichkeit bewiesen. Die griffige Zweizonenlaufsohle verhindert das Rutschen auf Schnee und man hat einen sicheren Gang. Noch ein Tipp: Schuhe von Keen fallen grundsätzlich relativ klein aus, daher am Besten immer mindestens eine halbe bis ganze Nummer größer kaufen. Ich habe üblicherweise Schuhgröße 37. Bei Keen-Schuhen brauche ich 37 1/2.

KeenWinterboots

#6 Früher habe ich Mützen gehasst und nie eine getragen. Wer will schon mit Struwelpeter-Frise oder elektrisch aufgeladenen Haaren durch die Gegend laufen? Mittlerweile bin ich älter und weiser geworden und froh, wenn ich warme Ohren habe. Gleiches gilt für warme Nieren ;). Zum Glück sind die Mützen im Jahr 2016 aber nicht mehr wie 1986. Meine Bommelmütze von Buff ist kuschelig weich und von innen mit Fleece gefüttert. Und weil die so toll sind, ist direkt die ganze Familie damit ausgestattet.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid wie Frau Hibbel sich anzieht. Wie Speedy Gonzales ;).

Unser winterlicher Trip wurde von Bergans of Norway, Buff, CEP und Keen gesponsert.

 

 

 

2 Kommentare

  1. Stützstrümpfe ;-DDDD……hahahaha……weiß ich Bescheid. Ich find die grüne Jacke super! Da hast du jetzt keine Ausrede mehr für Samstags so von wegen kalt oder so. Smak. Anne

  2. Sehr nett, dich mal rumhibbeln zu sehen!
    Bei mir ist ab ca. 8°C schon Zwiebellook angesagt – und zwar mit Strumpfhose! Ich liebe Strumpfhosen. Meine Mum sponsort mich jedes Jahr zu Nikolaus mit einer Woolfort Strumpfhose, die ich hüte wie meinen Augapfel und auch stopfe wenn Löcher drin sind. Leider habe ich absolut keinen Mützenkopf. Ich sehe echt bekloppt aus mit so nem Ding auf dem Schädel. Ich wünschte es wäre anders….!
    Die grüne Jacke ist wirklich schön und passt super zu deinem blonden Haar!
    Gros bisou
    Sandra

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