Elterndasein

20 #mamafacts und was ich als Mutter so über mich gelernt habe

Vor ein paar Wochen hat mich eine Userin auf Instagram getaggt und gefragt, wie ich denn eigentlich so als Mama sei? Meine Antworten dazu fielen offen und ehrlich aus, denn dieses reine Gesäusel wie wunderschön ein Leben als Mutter ist, liegt mir wohl nicht. Die liebe Christina von der Reisemeisterei beschrieb meinen Schreibstil vor ein paar Jahren mal recht treffend als „liebevoll sarkastisch“. Daher sollte man bei mir manches unbedingt mit einem Augenzwinkern lesen. Nichtsdestotrotz meine ich aber das, was ich schreibe.

Die Kommentare auf meinen IG-Post überraschten bis irritierten mich ein wenig, denn einige Frauen fanden es mutig, dass ich so ehrlich über das Thema „Mutter sein“ spreche. Und ich dachte nur: Was ist denn daran bitte schön mutig? Komme ich jetzt vors Mütter-Gericht, weil ich offen ausspreche, dass mich meine Kinder manchmal zu Tode nerven, ich nicht jeden Tag vor Glückseligkeit über mein Mama-Dasein juchze und mich ab und an selber nicht mehr wiedererkenne?

Und weil mich das Thema dann doch etwas länger beschäftigt hat, gibt´s heute nochmal ne Runde #mamafacts über mich auf dem Blog.

#1 Ich liebe meine Kinder wirklich sehr, aber an manchen Tagen würde ich die Jungs am Liebsten einfach zum Mond schießen. Eigentlich kaum zu glauben, das so kleine Gestalten es schaffen einen mitunter zu Tode zu nerven. Seit ich Mutter bin, habe ich Seiten an mir entdeckt, die ich vorher nicht kannte. Positive wie auch negative. Nach nächtelangem Schlafentzug, tagelanger Krankenpflege oder wochenlang anhaltenden Kriegsschauplätzen im Kinderzimmer, erkenne ich mich manchmal selber kaum wieder. Ich habe schon Sachen gesagt oder gemacht, die ich vorher nie für möglich gehalten hätte und auf die ich auch nicht immer stolz bin. Aber Mütter sind halt auch nur Menschen. Dafür bin ich auch oft über mich hinausgewachsen und habe krasse Sachen geschafft, wie z.B. zwei Schwangerschaften und Geburten ;).

#2 Es gibt Frauen, die würde ich ohne zu zögern als die geborenen Mütter beschreiben. Genauso gut gibt es aber auch Frauen, die überhaupt nicht als Mutter taugen. Ich gehöre weder der ersten noch zweiten Gattung an. Ich kam nicht als Mama zur Welt und hatte ergo auch null Plan, als ich selber eine wurde. Als mein erster Sohn nach 20 Stunden Wehen zur Welt kam und ich kaum noch geradeaus gucken geschweige denn denken konnte, war ich erstmal nur ein Wrack. Aber sicher keine Mutter. Ich empfand zwar sofort eine zarte Liebe für dieses merkwürdige kleine Alien, dass da in meinem Bauch herangewachsen war. Aber in den Mama-Schuh musste ich erstmal reinwachsen. Und wenn ich ehrlich bin, tue ich es nach 10 Jahren immer noch.

#3 Ich finde Kindererziehung ist ein ganz krasser Job. Immerhin liegt es zum größten Teil in meiner (und natürlich auch des Vaters) Verantwortung, ob aus den Jungs vernünftige Menschen werden. Blöderweise habe ich jedoch null Ahnung von Erziehung und frage mich mich daher oft, ob meine/ unsere Entscheidung nun richtig war. Meist tue ich einfach nur das, was ich für halbwegs sinnvoll erachte. Ich habe ein paar Vorstellungen und Ideen im Kopf, bin aber ansonsten relativ planlos und entscheide manches auch einfach aus dem Bauch heraus. Wie gerne würde ich also manchmal einen echten „Erziehungsexperten“ fragen, wie ich es am Besten machen soll.

#4 Andererseits denke ich, dass das wahrscheinlich so genau richtig ist. Intuitiv handeln. Daher lese ich eigentlich auch nie Erziehungsratgeber. Außer sie kommen von Jesper Juul, der ist irgendwie ne coole Socke.

#5 Gemeinerweise tricksen mich meine Kinder ständig aus. Jedesmal wenn ich denke, ich hab den Bogen raus und bin jetzt voll die Erziehungsgranate, kommt schon wieder die nächste Phase und ich stehe erneut mit einem Fragezeichen im Gesicht vor ihnen.

#6 Ich bin leider schrecklich ungeduldig und wenn meine Jungs früher an jedem Butterblümchen stehen blieben oder heutzutage morgens Ewigkeiten brauchen, nur um sich anzuziehen, macht mich das verrückt. Ich mache nämlich meist alles Ratzfatz. Frau Hibbel eben. Ich wünschte, ich wäre da viel gelassener.

#7 Punkt 6 hat leider zur Folge, dass ich auch des Öfteren mal laut werden. Spätestens nach der 5ten freundlichen Ansage a la „Putz Dir jetzt bitte die Zähne“, ist es vorbei mit meiner Geduld. Ich schimpfe. Ich beneide dann alle Mütter, die eine Engelsgeduld und immer noch ein Lächeln auf den Lippen haben. Ich kann das nicht und fühle mich von Ihnen schlichtweg vergackeiert.

#8 Ich hasse Beiträge a la „Wie Du Deinem Kind schadest, wenn Du mit Ihnen schimpfst“. Ich finde das selber doof, dass das so ist und arbeite wirklich auch immer an mir. Aber 1. ist nicht jeder Mensch Buddha in Person und 2. verschlimmern solche Posts, das eh schon dauerschlechte Gewissen das wir Frauen (oder zumindest ich), in der Regel so haben.

#9 Ich bin streng, wenn es um Tischmanieren geht. Einfach aufstehen, rummatschen oder mit Fingern essen (außer mal bei Pizza oder Pommes)  finde ich nicht in Ordnung. Mein täglicher Kampf am Tisch, denn meine Kinder finden Messer werden überbewertet.

#10 Ich bin außerdem streng, wenn es um das Thema Handy, Playstation, Internet und Co. geht. Augerechnet ich, die ständig in den Weiten des www herumhängt? Ja, ausgerechnet ich. Natürlich müssen Kinder im Jahr 2017 lernen, mit diesen Medien verantwortungsvoll umzugehen und daher spreche ich auch viel mit ihnen über solche Themen. Ich denke aber auch, dass das Internet nur bedingt ein Ort für Kinder ist, da sie es überhaupt nicht überblicken können. Das können ja z.T. noch nicht mal Erwachsene. Die Medienzeit meiner Kinder ist daher recht begrenzt und da achte ich auch wie Klein Adlerauge drauf. Aus meiner Sicht sollten Kinder nämlich bis zu einem gewissen Alter so viel wie möglich spielen, draußen sein und mit anderen kids rumhängen. Mein Sohn hat mit 10 im Übrigen gerade sein erstes Handy bekommen. Ein abgenudeltes altes Teil von mir, mit dem er nur zuhause ins Internet kann. Und da muss er mich dann voher fragen.

#11 Ich bin dafür bisher recht locker, wenn es um das Thema Schule geht. Aus irgendeinem Grund denke ich, dass sie ihren Weg gehen werden und es nicht leichter werden würde, wenn ich zuviel Druck und Stress mache. Schule schmeißen ohne Abschluß wäre jedoch ein no-go und ich finde es sehr wichtig, sie zu unterstützen, wenn es irgendwann um die Berufswahl geht. Kennt man ja von sich selber… nach dem Abi hatte ich irgendwie keinen rechten Plan wohin die Reise gehen soll.

#12 Ich rede offen mit meinen Kindern über schwierige Themen wie z.B. Krieg in Syrien, Flüchtlinge, Armut, Terror, Umweltschutz etc. Ich verschweige ihnen Dinge, die ich für zu grausam und schlimm halte, spreche aber mit Ihnen kindgerecht über die vielen Dinge, die auf unserer Welt passieren. Dafür wissen sie mit 5 und 10 Jahren aber auch schon Bescheid über Trump, den Brexit oder das Plastikproblem auf unserer Welt.

#13 Ich kann absolut nicht spielen und finde die üblichen Kinderaktivitäten ehrlich gesagt megaöde. Mich interessieren weder Lego Ninjago, Pokemon noch Star Wars und es fällt mir schwer interessiert zuzuhören, wenn mir meine Jungs darüber begeistert etwas erzählen wollen. Ich bin immer total dankbar, wenn mir Herr Hibbel solche Aktivitäten abnimmt. Der ist nämlich der beste Kinder-Entertainer auf Erden und daher kleben immer alle kids wie die Fliegen an ihm dran. Blöderweise ändert das aber nichts daran, das ich ständig ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nicht gerne mit ihnen spiele.

#14 Ich finde basteln und sämtliche Handarbeitsaktivitäten gruselig. Und ehrlich gesagt finde ich die gebastelten Sachen meiner Kinder meist auch nur naja und entsorge sie meist irgendwann dezent. Aber pssst. Nur die allerschönsten Sachen bewahre ich auf. Die werden dann aber auch wie ein Schatz gehütet.

#15 Statt zu spielen und zu basteln, lese ich dafür stundenlang vor, backe oder koche mit ihnen, mache klassische Gesellschaftsspiele oder Ausflüge und Outdoor-Aktivitäten. Ob an den Rhein zum Steinchen ins Wasser schmeißen, ins Museum gehen, Freunde besuchen oder Weltreisen ;).

#16 Ich weiß nicht was meine Kinder über unsere Reisen sagen werden, wenn sie mal groß sind. Vielleicht sind sie davon so angenervt, dass sie danach für den Rest ihres Lebens nur noch Pauschalurlaube machen wollen. Aber ich bin absolut überzeugt davon, das jede einzelne Reise eine geistige Bereicherung für meine Kinder war.

#17 Ich liebe Instagram, aber dieser Hype, das sich manche Mütter mit ihren Kindern immer perfekt inszenieren müssen, finde ich absolut schrecklich. Leben mit Kindern ist nun mal chaotisch. Da sieht die Bude einfach nicht geleckt aus. Zeigt mir die Kinder, die sich für Designerklamotten interessieren und immer faltenfrei, artig und sauber auf ihren Eames-Chairs sitzen. Und Muttersein ist definitiv nicht nur Love, Peace, Happiness and Joy. Da wird der Menschheit ein komplett falsches Bild vermittelt.

#18 Meine Jungs sind beides Wunschkinder, auch wenn ich sehr gerne zumindest eine Tochter gehabt hätte. Im Alltag fehlt mir oft weibliche Unterstützung, denn Männer sehen die Welt einfach mit anderen Augen. Da kann man noch so viel an ihnen rumerziehen. Manches ist einfach genetisch bedingt und wird in die Wiege gelegt.

#19 Nur Hausfrau und Mutter zu sein reicht mir nicht. Ich muss mich auch in irgendeiner Form selber verwirklichen können und eine Sache machen, die mich wirklich von ganzen Herzen begeistert. Außerdem finde ich es wichtig, als Frau finanziell halbwegs unabhängig zu bleiben, denn man weiß nie wie das Leben so spielt. Ich war schon mal alleinerziehend und das ist kein Zuckerschlecken.

#20 Mein 10jähriger Sohn lebt seit bald 8 Jahren im Wechselmodell bei mir und seinem Vater. Ihn immer wieder gehen zu lassen, fällt mir nicht immer leicht, aber ich tue das aus Liebe zu ihm. Mehr dazu könnt ihr hier lesen.

Und was habe ich nach 10 Jahren Muttersein nun so über mich gelernt?

Meine Kinder sind eine riesige Bereicherung für mein Leben und ich möchte sie um nichts auf der Welt missen. Sie sind aber nicht mein einziger Lebensinhalt und ich hätte sicher auch ohne Nachwuchs ein schönes Leben. Nur völlig anders. Ich kann Menschen verstehen die keine Kinder haben möchten, glaube aber, das sie etwas einzigartig Schönes im Leben verpassen. Eine Liebe, die es in der Form nicht zwischen Mann und Frau geben kann. Wenn man Kinder bekommt, ändert sich die Sicht auf die Welt und das Leben. Man nimmt sich selbst z.B. einfach nicht mehr so wichtig. Ich finde es ganz großartig ihre Entwicklung erleben zu dürfen, finde mich ganz oft selber in Situationen wieder und habe Déjà-vus aus meiner Kindheit.

Ich verstehe meine eigenen Eltern nun viel besser und erkenne, was sie alles für uns Kinder getan haben. Dinge, die ich vorher vielleicht für selbstverständlich gehalten habe. Ich kann nun nachvollziehen, dass man Geschwister nicht immer gleich behandeln kann, da sie einfach grundverschiedene Menschen sind. Ich kann fremde Kinder absolut nicht weinen sehen und möchte sie am Liebsten direkt auf den Arm nehmen und trösten. Schlimme Kinderschicksale ertrage ich fast nicht und könnte sofort heulen. Und ich hasse es „Mutti“ genannt zu werden, auch wenn ich weiß, dass das ein relativ normaler Begriff im Osten Deutschlands ist ;).

Und wie ist das bei Euch so? Ich bin neugierig. Erzählt mal.

14 Kommentare

  1. Sooo schön geschrieben Mutti ;-D….mit soviel Herz! Ich versteh gar nicht, wie jemand deine Ehrlichkeit verwirrend finden kann? Mit Kinderspielzeugs tu ich mich komischerweise auch sehr schwer und bin echt schlecht im klassischen Spielen. Schon als Kind fand ich dieses fertige Zeugs doof. Ich habs maximal hübsch aufgebaut alles und dann fand ichs schon wieder langweilig….also volle Übereinstimmung mit dir. Ach und wie sag ich immer zu meinen Jungs, wenn ich auch nicht so recht weiß wie ich mit ner Situation umgehen soll: Letztlich ist man ja selber auch nur ein groß gewordenes Kind und es gibt ja keinen magic change of mind bloß weil man schwanger wird. Man lernt wohl ein Leben lang aneinander. Auch wenn dieser Seitenwechsel von Kind zu Mutter echt schräg ist. Aber man wächst daran. Bussi Anne

    • Nadine sagt

      Nee, meine Ehrlichkeit findet glaub ich niemand verwirrend, Anne. Nur mutig. Und das finde ich wieder verrückt, denn ich mach ja gar nix Mutiges. Oder müssen Mütter ernsthaft Angst haben, auch mal was Negatives über das heilige Mutter-Dasein sagen zu dürfen?

      Oh ja und Du beschreibst es ganz genau. Dieser „plötzliche Wechsel“ (also nach 9 Monaten 😉 ) von der einen auf die anderen Seite, ist total irre. Nur weil da was aus einem rausgeploppt ist, ist man auf einmal die Mutter. Ne heilige Kuh, die genau wissen soll wie es geht und wo der Hammer hängt. Haha. Mit der Situation bin ich wahrlich manchmal überfordert. Aber schön das ich damit nicht alleine bin. Knutscher, Nadine

  2. Sag mal, hab ich den Text geschrieben oder du? Echt jetzt, bis auf wenige Kleinigkeiten unterschreib ich dir den komplett. Besonders #7. Und #9. Und #18. Aber eigentlich alle. 😀

    Liebe Grüße,
    Lena

    • Nadine sagt

      Liebe Lena, Punkt 18 dachte ich mir doch jetzt sofort ;). So Männerhaushalte sind doch immer sehr faszinierend, oder? Da ist man als Mama echt die Dompteuse, Organisatorin, Sachensucherin, Streitschlichterin und hat mind. noch 99 andere Aufgaben. Ich bilde mir ja immer ein, dass das mit mehr Frauen im Haus irgendwie anders wäre. Aber wer weiß. GlG, Nadine

  3. Du sprichst mir aus der Seele. Sehr sehr viele Gemeinsamkeiten. Ich bin genauso ungeduldig, mag nicht spielen, bin froh wenn er im Bett liegt und dann auch wieder traurig, dass ich nicht mit ihm spielen mag. Lieber bin ich draußen unterwegs, Radfahren etc.

    Ich bin sicher, deine Jungs ziehen wahnsinnig viel aus den Reisen. Ich wünschte ich könnte das meinem auch bieten.

    • Nadine sagt

      Liebe Sina, ich finde beim Reisen geht es gar nicht immer um die großen, teuren Trips. Man kann auch soviele tolle Sachen in der näheren Umgebung erkunden. Diesen Sommer wollen wir z.B. auch mal wieder in Deutschland verbringen und die ein oder andere Ecke entdecken, in der wir noch nie waren. Ich bin mir sicher, dass meine Kinder auch von solchen Reisen viel mitnehmen, auch wenn sich Kanada natürlich immer erstmal viel spannender anhört als der Schwarzwald. Und wenn Du mit Deinem Sohn ansonsten viele tolle Sachen draußen machst, ist das doch auch soviel Wert. Wir Mütter müssen nicht immer ALLES abdecken. Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, das es so ist :/. GlG, Nadine

  4. Deine Mamafacts sind einfach herrlich und ehrlich. Ich könnte wohl von #1 bis #20 alles unterschreiben 😉
    Liebe Grüße von einer ebenfalls unperfekten, ungeduldigen Mutti, äh Mama

    • Nadine sagt

      Vielen Dank, liebe Ines! Ist doch schön zu wissen, dass wir am Ende alle im selben Boot sitzen. LG, Nadine

  5. Genau so ist es. Machen wir uns nix vor, in deinen 20 #mamafacts findet sich jede Mama (mehrmals) wieder. Mich eingeschlossen.
    Das viele diese Ehrlichkeit als mutig empfinden, liegt bestimmt daran, dass einem von Anfang an vorgehalten wird, wie man als deutsche Mutter sein muss. Das geht los bei Stillen ist das Beste für Mutter & Kind über bloß keinen Zucker im ersten Jahr (geht beim zweiten Kind eh nicht mehr so gut ;)) bis hin zum Klavier-/Englisch-/Tanzunterricht für 3-jährige. Ich habe oft das Gefühl in anderen Ländern tun sich die Mamas damit nicht so ab. Da werden die Kinder eben Mal vorm TV „geparkt“ und das dann aber auch offen kommuniziert.
    Das ist wohl auch einer meiner größten #mamafacts: Ich lasse mir von anderen Müttern sehr schnell ein schlechtes Gewissen machen, wenn ich etwas anders mache, als es die „Regelerziehung“ vorgibt -und sei es nur ein, von mir als vorwurfsvoll interpretierter, Blick. Aber ich arbeite dran und mit dem zweiten Kind sehe ich vieles schon gelassener und hab alle ungelesenen Ratgeber an Neu-Mamas verschenkt. Vielleicht finden sie darin Verwertbares. Denn jede Mutter ist anders und doch tut es gut zu wissen, dass es dir und den anderen Kommentatorinnen hier in vielen Punkten ähnlich geht wie mir.

    • Nadine sagt

      Liebe Lena, da magst Du Recht haben. Ob das nun sehr deutsch ist, weiß ich nicht, denn gerade in Amerika gibt es ultraviele von diesen „perfect-mom“-Accounts. Aber mit spanischer Familie im Background, weiß ich aus Erfahrung, dass dort vieles ganz anders gehandelt wird als bei uns. Zuckerkonsum und TV wird da in der Tat sehr viel lockerer gehandhabt. Ist jetzt auch nicht so meins, aber ist ja auch wurscht……soll jeder so machen wie er es für richtig hält. Tatsächlich wird man mit dem zweiten Kind aber sehr viel lockerer, einfach weil man schon Erfahrung hat. Beim Ersten war ich auch oft noch unsicher und habe mir eher mal reinreden lassen. GlG, Nadine

  6. Liebe Nadine,
    bei so viel Mamapower traut man sich ja kaum hier seinen Senf dazu zu geben… aber ich mache das halt trotzdem.
    Musste echt laut lachen als diese Zeilen las… vor Begeisterung und Zustimmung. Selbst als Vater erkennt man sich in den meisten Punkten wieder (ok, dass mit ’schwanger sein‘ und ‚Kind auf die Welt‘ bringen bleibt natürlich euch Müttern vorbehalten, und auch mit der ‚aktiven Stillerfahrung‘ hapert’s ein wenig 😉 ).
    Ich spiele auch nicht so viel mit meinen Kindern, habe ich noch nie gern gemacht. Und ich dachte vor der Geburt der Kinder immer, dass ich sicher der coolste und entspannteste Vater der Welt sein würde…. ha, weit gefehlt… mich bringen die Kurzen je nach Situation ganz schön schnell auf die Palme. Zum Glück hat mein Frau ein viel ruhigeres Wesen als ich und gleicht das dann aus.
    Und ich baue schon seit Tag 1 auf Intuition. Von irgendwelchen Ratgebern halte ich im großen und ganzen GAR NIX und lasse mir da auch von niemandem ein schlechtes Gewissen machen – darin unterscheiden wir Väter uns vielleicht ein wenig von den Müttern (und vielleicht auch Deutschland von anderen Ländern… bin mir doch da nicht 100%ig sicher). Das soll jedoch nicht heißen, dass ich nicht auch für gut gemeinte Ratschläge ein offenes Ohr haben kann. Muss halt passen.

    Insgesamt sollte man einfach dem Leben (mit oder ohne Kinder) mit ein wenig mehr Gelassenheit begegnen. Dann klappt das alles schon denke ich.
    In diesem Sinne viele liebe Grüße aus dem lockeren (?) Norden,
    Hartmut

    • Nadine sagt

      Hihi, Hartmut…da bin ich ja froh, das sich auch Männer in meinen Fakten wiederfinden. Bei uns ist mein Mann der wesentlich Entspanntere. Ich bin im Alltag eher für die „Strenge und Ordnung“ zuständig. Wenn ich mit den Kerlen alleine bin, würden die mir ansonsten die Bude auseinanderrocken. Vielleicht muss man sich da als Frau gegen Jungs aber auch eher behaupten als ein Mann? Ich habe oft den Eindruck, ich muss mir da so ne Führungsposition erarbeiten, sonst nehmen die mich gar nicht ernst ;)). Nichtsdestotrotz schadet ne Runde Gelassenheit sicher im allgemeinen nicht. Das Leben ist schon ernst genug, ne? 😉 LG nach Schweden, Nadine

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