Dänemark

Mit airbnb in Kopenhagen

Normalerweise lande ich auf Städtetrips immer in Hotels oder Hostels. Diesmal habe(n) ich bzw. wir etwas Neues gewagt und haben uns in Kopenhagen über airbnb eine Privatwohnung im angesagten Stadtteil Vesterbro angemietet. Ich war völlig unvoreingenommen und einfach nur neugierig, was uns erwarten würde. Wann schläft man schon mal in den 4 Wänden fremder Menschen?

 

Bei unserer Ankunft wurden wir schon auf der Straße von einem jungen Mann angesprochen, der offensichtlich auf uns gewartet hatte. Der eigentliche Bewohner der Wohnung war an diesem Wochenende nicht da. Er schloss uns auf, übergab die Schlüssel und verschwand nach einer kurzen Einweisung wieder. Und dann folgte erstmal ein vierstimmiges Oooooh und Aaaaaah und wir lugten neugierig aber doch zurückhaltend in alle Räume. Eine tolle, stylishe Wohnung die genauso aussah wie auf den Fotos. Zwei gemachte Doppelbetten für uns Vier. Frische Handtücher. Eine Willkommens-Flasche Wein. Und alles superaufgeräumt und sauber. Einfach nur perfekt! Ich habe mich direkt wie als Gast bei Freunden gefühlt.

 

Perfekt war auch der Preis. In der Regel kostet eine Wohnung ca. 100 € die Nacht. Da wir zu Viert waren, kamen wir also auf einen Übernachtungspreis von 25 € pro Person. So günstig bekommt man in der Regel noch nicht mal ein Bett in einem Dormitory.

 

airbnb bietet zum Teil außergewöhnlich schöne Unterkünfte auf der ganzen Welt an. Das Buchungssystem ist einfach und praktisch, man benötigt jedoch einen persönlichen Account. Darüber fragt man dann die gewünschten Unterkünfte an und bekommt meist nach kurzer Zeit eine Antwort vom Vermieter, ob die Wohnung bzw. das Zimmer zu dem Zeitpunkt zu haben ist. Die Zahlung wird per Kreditkarte über airbnb abgewickelt. Nach der Abreise bekommen sowohl der Vermieter als auch der Mieter eine Bewertung vom Anderen. Wir haben uns scheinbar vorbildlich verhalten. 🙂

Könntet Ihr Euch vorstellen Euer Zuhause an fremde Menschen zu vermieten? Ich denke ja immer wieder mal drüber nach. Es wäre relativ leicht verdientes Geld, das man prima in neue Reisen stecken könnte und zudem lernt man u.U. noch nette Menschen aus aller Welt kennen. Andererseits finde ich die Vorstellung das Fremde in meinen Sachen rumstöbern etwas uncool. Wir waren da ja sehr zurückhaltend und haben höchstens mal einen Blick ins Bücherregal geworfen. Aber ob sich Andere auch so verhalten?

 

13 Kommentare

  1. Die Wohnung sieht wirklich klasse aus, bisher habe ich es noch nie gewagt 😉
    Aber sollte man sich vormerken für einen nächsten Städtetrip!

    LG
    Manuela

  2. Das ist ja genial! Das merk ich mir aber! Eine superschöne Wohnung und erst die Bilder hinter dem Esstisch!!! Wahnsinn. Das das eigentlich der bessere Weg für eine Übernachtung ist, wird mir jetzt so langsam klar. Wie coooool. Mannomannn……..das ist jetzt auf prio 1 abgespeichert für die nächste Übernachtungssuche! LG Anne

  3. hab schon davon gehört, bevor Du mir davon berichtet hast. Finde es cool und würde es auch mal austesten wollen….frage mich aber, ob ich meine Bude auch hergeben würde…keine Ahnung….schwierig. Aber Du hast Recht. Leicht verdientes Geld, was man wieder reinholt, während man woanders welches ausgibt! 🙂 Ich denke darüber nach…bin ja bald 2 Wochen weg und hätt dann auch wen zum Blumengießen! ;-))

  4. Wir haben unsere Wohnung schon zweimal zwischenvermietet (so heißt das nämlich). Bisher immer über private Anzeigen auf WG-Portalen, jetzt auch per Inserat bei Airbnb, Wimdu und HouseTrip (großer Langzeit-Test :-)). Wobei ich den Eindruck habe, dass hier zunehmend professionelle Anbieter inserieren – die Bilder von den „Privatwohnungen“ sehen oft derartig schnieke aus, da können doch keine echten Menschen drin leben!?

    Unsere Zwischenmieter waren jedes Mal supernett und begeistert von unserer bescheidenen Wohnung und dem (Szene-) Viertel, in dem wir leben. Bonus: Sie haben sich sogar um unsere Katze gekümmert, die hätten wir sonst für über einen Monat bei Freunden unterbringen müssen. Für uns ist es toll, weil wir so einen Riesenbatzen Geld sparen und uns einige Reisen erst leisten können.

    Jetzt steht der nächste Sommerurlaub an und wir drücken die Daumen, dass wieder jemand vier Wochen Urlaub im schönen Dresden machen will – habt ihr vielleicht Lust? 🙂

    • Jenny, bei airbnb kommen die auch vorbei und machen schicke Fotos von Deiner Wohnung. Und dann fotografieren die natürlich auch nur die netten, ordentlichen Ecken und nicht die rumpelige Besenkammer ;). Ich werd mal ernsthaft drüber nachdenken. So ne Art Housesharing wär ja auch nicht schlecht. Gerade wo für uns bald das Thema Schulferien ansteht. Kann man sich ja sonst kaum noch leisten. Ähm, Dresden…tolle Stadt, aber 4 Wochen? 😉 Außerdem streben wir auch immer lieber die Fernziele an. Drücke Euch aber fest die Daumen für nette Zwischenmieter.

    • He, du wärest überrascht! Letztes Jahr haben zwei Studenten vier Wochen bei uns Urlaub gemacht. Man kann doch auch Abstecher in die verschiedenen Gebirge machen und nach Prag, in die Lausitz… und muss nicht immer alles Gepäck mitschleppen.

      Ich find es lustig, wie viele Deutsche so an ihren Besitztümern hängen, dass sie Angst davor haben, fremde Gäste könnten sie „entweihen“ (okay, meine Eltern gehen direkt davon aus, dass sie alles stehlen würden). Wir sind grad probeweise bei einem Haustauschportal angemeldet und dort gibt es wenige Deutsche – dafür massig Franzosen!

  5. Toll…da habt ihr aber wirklich eine super Wohnung erwischt!!! Also in den eigenen vier Wänden habe ich es noch nicht gemacht d.h. da wo persönliche Dinge sind. Kann ich mir schwer vorstellen damit umzugehen, so finde ich es doch sehr privat.

    Habe davon aber auch schon einmal einen Bericht gesehen, und dort kam es auch sehr positiv rüber.

    Schönen Tag und liebe Grüssle
    Nova

  6. Arrrrghhhhh…. die haben „meine“ Lampen von Lightyears. Überm Esstisch. Schon seit ewig meine Traumlampen, ich konnte nur nicht entscheiden, ob weiß oder schwarz schicker ist und hab sie vor ein paar Tagen in weiß bestellt. Wenn ich das so sehe, frage ich mich, ob schwarz nicht doch cooler gewesen wäre….

    Tolle Wohnung und Wohnungstausch finde ich supi und würde sofort mitmachen. Aber seit ich nicht mehr in NY wohne, weiß ich nicht, ob sich jemand finden würde, der in unser Käffchen reist…..

    Übrigens: Allzu Privates kann man doch in einen Schrank einschließen oder so….Danke für den guten Tipp, den merke ich mir!!!

    • Ach das sind Deine Lampen. Hätt ich das gewusst hätt ich sie direkt eingepackt. 😉 Fand die auch so cool. Wir brauchen noch eine Esszimmerlampe. Jetzt weiß ich ja wie sie heisst. Danke :). Und ich glaub Häuschen in H. ist gar nicht so uninteressant. Die schicke Stadt ist doch ganz nah. Versuchs mal und berichte. Wär sehr gespannt.

  7. Wir wollten so eine Unterkunft in Barcelona buchen,aber später wurde es mir erst klar, daß dort überall die Besitzer selber Wohnen und wir nur ein getrenntes Zimmer bekommen würden, mit gemeinsamen Bad und Küche. Es wäre unglaublich billig gewesen, aber schließlich haben wir uns nicht getraut, weil man ein Teil oder sogar das ganzes Geld in Voraus überweisen müsste. Liebe Grüße

  8. Ahh, ja, auf deine Frage wollte ich auch noch antworten: neine, eindeutig nein, Ich gehöre zu denen Typen, die krankhaft Ordnung haben wollen, und alles muß auf die mm auf der selben Stelle stehen. Ich kriege schon innerlichen hysterischen Anfall, wenn Gäste kommen und Sachen von dem regal wegheben und falsch zurücktun. Ich habe eine sehr feste Beziehung zu meinen Gegenstände und konnte nie mit dem Gedanken leben, daß jemand in meiner Wohnung ist, ohne mein Aufpassen! 😉

  9. Wir haben für unsere Städtereise auch Wohnungen per Wimdu gemietet, teilweise auch nur ein Zimmer in der Wohnung, des Vermieters. Wir sind schon sehr gespannt und hoffen auch solche positiven Erfahrungen machen zu können. 🙂 ist auf jeden fall eine sehr günstige Variante, die trotzdem sehr komfortabel ist (hoffentlich).

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