Tongeren in Belgien

Von einem perfekten Mädelswochenende und grosser Flohmarktliebe

Ich liebe die Reisen mit meinen 3 Jungs, aber hin und wieder brauch ich auch einfach nur mal ein richtiges Mädelswochenende. So mit ganz viel quatschen, kichern, Käffchen und Prosecco schlürfen und natürlich SHOPPING. Also hab ich mir vor ein paar Wochen das werte Frollein Ü aka Anne geschnappt und bin mit ihr ins schöne Flandern bzw. nach Tongeren gereist. Gereist ist vielleicht zuviel gesagt, denn praktischerweise fängt Belgien gleich hinter der kölschen Haustür an ;). Da stolpert man ja quasi fast über die Grenze.

Powershopping in Hasselt…

Jedenfalls sind wir samstags gemütlich mit dem Auto bis nach Hasselt gefahren. Denn dort soll man super shoppen können und das war erstmal unser Hauptanliegen.

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Hasselt bietet in der Tat auch eine recht ansehliche Einkaufsmeile, wobei die meisten Geschäfte die üblichen Ketten sind, die man heutzutage ja leider auch in New York, Rio, Tokyo findet. Nur der Flying Tiger (den ich bis dato nur aus Kopenhagen kannte) löste kleine Kreischanfälle bei uns aus. Denn hier findet man wirklich allen erdenklichen coolen Schnick-Schnack für kleines Geld. Im Szene-Cafe King Kong Coffee hätten wir gerne mal ein Käffchen geschlürft, aber das platzte vor lauter Beliebtheit wahrlich aus allen Nähten. Wer war schon mal da und weiß ob wir wirklich was verpasst habe?

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Must eat… Belgische Waffeln

Dafür habe ich dann am Wegesrand die erste Lütticher Waffel meines Lebens verdrückt und musste mich von der werten Food-Bloggerin Frollein Ü erstmal aufklären lassen, daß es einen riesigen Unterschied zwischen den Lütticher und Brüsseler Waffeln gibt. Hefeteig mit Zuckerstückchen sind auf jeden Fall mal eine Sünde.

LütticherWaffeln

Stylish schlafen hinter Klostermauern…

Weiter ging es dann zu unserem eigentlichen Ziel, nach Tongeren. Dort findet nämlich jeden Sonntag der größte Antik-Flohmarkt in Belgien statt. Und wie es sich für ein ordentliches Mädelswochenende gehört, musste natürlich auch ein passendes, stylishes Hotel her. Dafür hatten wir das super zentral gelegene Eburon Hotel auserwählt. Eine zum Designhotel umgebaute ehemalige Klosteranlage.

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Unser stylishes Zimmer löste erstmal diverse Lachanfälle bei uns aus. Dank der riesigen begehbaren Regendusche und der Badewanne mitten im Zimmer kamen wir uns vor wie zwei Honeymooner.

Kultur in Tongeren…

Danach ging es weiter auf Entdeckungsreise durch Tongeren, die sich damit rühmt die älteste Stadt Flanderns zu sein. In der Tat bietet die Stadt auch ein paar kulturelle Highlights wie z.B. die Beginenhöfe. Zum Shoppen fährt man aber dann doch besser nach Hasselt. Wir wandelten also entlang der alten Stadtmauer, liefen durch die zahlreichen alten Gässchen, tranken zwischendurch mal eine heisse Chocomel oder kauften ein paar belgische Pralinchen.

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Geheimtipp fürs Megadinner…

Abends gingen wir dann im absolut hammermäßigen Restaurant BistroBis essen. Wenn Ihr mal richtig lecker und schick aber trotzdem auch lässig essen gehen wollt, dann ist das BistroBis die Top-Adresse. Dort zaubern ein paar coole bärtige Jungs exzellente Menüs aus den hochgekrempelten Hemdsärmeln.

Die Karte ändert sich des Öfteren, daher ist eine Empfehlung schwer. Aber das Roc Duroc zergeht wahrlich auf der Zunge. Btw…ich Teilzeit-Vegetarierin wusste bis dahin nicht, das dies das Fleisch eines iberischen Schweines ist, welches berühmt für seine Fleischqualität ist. Müsst Ihr essen. Auch ohne Foto, da das arme Schweinchen leider direkt in meinem Bauch gelandet ist. Das Foto zeigt meine Vorspeise…Lachs mit Wasabi-Gurken.

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Weltbester Flohmarkt…

Mit dick gefutterten Bäuchen fielen wir dann abends nur noch in die Federn unserer äußerst bequemen Betten im Hotel Eburon. Um dann am nächsten Morgen gegen 7 Uhr vom ersten Klappern auf der Straße geweckt zu werden. Da hatten sich nämlich bereits die ersten Flohmarkt-Händler direkt unter unserem Fenster positioniert. Der Flohmarkt geht wahrlich fast durch die ganze Stadt.

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Kaum standen wir vor dem ersten Stand war das Gequietsche groß. Alte Holzleitern! In allen Größen. Braucht man als Frau doch unbedingt, oder?? 😉  Und überhaupt….so ne alte verschrabbelte grüne Holztür als Betthaupt wär mal cool. Und ich könnte auch mal wieder nen alten Globus gebrauchen. Hab ja nur 5.

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Frollein Ü war kaum zu halten, wühlte z.T. gefühlte Stunden in irgendwelchen Kisten nach alten Zahlen und Buchstaben rum und brauchte natürlich auch unbedingt noch ne alte hölzerne Brotwanne.

Ihr ahnt sicher, daß das kein gutes Ende genommen hätten, wenn wir einen LKW dabei gehabt hätten. Leider leider war es nur ein Kombi. Den brauchten wir aber auch, damit ich die ergatterte alte Militärtruhe mitnehmen konnte. Schade das uns keiner dabei fotografiert hat, wie wir Zwei das Ding durch die Gegend geschleppt haben. Zum Glück war das Hotel Eburon so nett unsere Vintage-Schätze noch ein Weilchen für uns zu verstauen. So mit alten Metallkisten unterm Arm lässt es sich eher schlecht durch die Gegend laufen.

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Am Ende unseres Flohmarkt-Vormittages gingen wir dann nochmal nett im Infirmerie ein Häppchen essen und schlenderten durch das alte Beginenviertel, was wirklich einen Besuch lohnt. Beginen waren Frauen, die ihr Leben (wie Nonnen) Gott weihten, sich aber nicht aus dem normalen Leben zurückzogen. Ihre hübschen, alten Häuschen von 1660 kann man z.T. besichtigen und man fühlt sich direkt ein paar Jahrhunderte zurückkatapultiert.

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Erschöpft aber glücklich ging es danach für uns die 140 km zurück nach Hause. Tongeren ist für Mädels „the place to be“ und ich kann Euch diesen Trip nur wärmstens zum Nachmachen ans Herz legen.

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Die Trödel-Queens Frollein Ü und Frau Hibbel!

Fakten zum Flohmarkt:

Jeden Sonntag (auch bei Regen oder Schnee) von 6 bis 13 Uhr. Seit 30 Jahren der beliebteste und größte Antik- und Trödelmarkt in Benelux. Ca. 350 Budenbesitzer und ca. 40 Antiquitätengeschäfte. Wo: Leopoldwal, Veemarkt, Maastrichterstraat, de Schiervelstraat, Clarissenstraat, Eburonenhal und im ersten Stock des Julianus Parkgarage.

Offenlegung: Ein herzliches Dankeschön an VisitFlanders  für die Einladung zu dieser Reise. Mit diesem Post nehme ich zudem am Flandern Blogaward 2015 teil und freue mich (zu gegebener Zeit) über jedes Stimmchen von Euch. 1000 Dank natürlich auch an meine zauberhafte Shoppingbegleiterin Frollein Ü für dieses charmante Wochenende. Immer und jederzeit gerne wieder.

 

 

 

15 Kommentare

  1. Toll! Und bunt! Das Bild mit dem Spiegel ist auch sehr lustig.
    Ich habe es schon Anne geschrieben, daß mir so was auch fehlt.
    Und ich finde die Badewanne im Zimmer der Knaller! 🙂
    Liebe Grüße

    • Nadine sagt

      Ja, bunt war es in der Tat. Wenn wir mal nach München kommen sollten, machen wir da ein grosses Mädels-Happening und Du zeigst uns alles, ok? LG, Nadine

  2. Was lese ich da…..“……wühlte gefühlte Stunden in irgendwelchen Kisten mit Zahlen und Buchstaben“????? ;-D Hach……es war einfach zu schön. Ich könnt schon wieder hin. ;-D GlG Anne

    • Nadine sagt

      Ich aaaauuuuch. Das machen wir demnächst nochmal, ja? Ich brauch noch ein neues Bett für M. ;))). Knutscha, Nadine

  3. Liebe Nadine,
    Du machst mir grade Lust eine Freundin anzurufen und ein Mädelswochenende zu planen!
    Hast aber auch wieder tolle Eindrücke und Fotos mitgebracht!
    Liebe Grüsse,
    Ellen

    • Nadine sagt

      Danke schön, liebe Ellen! Den Trip kann ich auch wirklich wärmstens empfehlen. Wobei das von der Schweiz aus ja schon mal ne echte Reise wäre. LG, Nadine

  4. Du meine Güte, ich wäre auch schwach geworden. Vor allem die Holzschalen … Sag mal, kann man eigentlich bei dem Award auch mitmachen, wenn man noch nie in Flandern war?

    • Nadine sagt

      Das sind diese alten Brotbackschalen, von der Anne eine gekauft hat. Hmmm und nee…Du musst schon in Flandern gewesen sein und darüber berichten, sonst geht das nicht. LG, Nadine

  5. Oh man, jetzt muss ich auch noch nach Belgien, ein fast weißer Fleck auf meiner Reiselandkarte. Tolle Fotos, die richtig Lust machen. Aber zu so einem Flohmarkt muss man wohl mit einem Kleintransporter fahren ;-). Liebe Grüsse, Ines

  6. Oh ja, da war ich auch schon mal!
    Vor zwanzig Jahren, hochschwanger! Im tiefsten Winter um 4 Uhr aufgestanden, mit Mann, Schwager und Schwägerin hingefahren. Totgefroren, nix gekauft und abends wieder heimgefahren. Nix stimmt natürlich nicht – Christbaumschmuck. Vier kleine altmodische Anhänger.
    Gesucht hatten wir eigentlich eine Gartenbank! Haha!
    Toller Bericht und viel Glück für den Award liebstes Hibbelchen!
    Gros bisou
    Sandra

  7. Ich sag doch, Hasselt und Tongeren sind echt hübsche Städtchen und der Trödelmarkt ist der Knaller. Und ich welch zentraler Lage wie ihr genächtigt habt, klasse.
    Nächstes mal dann zu dritt und mit den Kleintransporter 😉

    Ganz liebe Grüße
    Christina

  8. Heidy sagt

    Hallo,
    ja wahnsinn! Genauso mache ich das nächstes Jahr mit meinen Mädels. Danke für die Tipps.
    Wie überaus erfrischend, mal ein hammermäßiges Plädoyer für Flandernurlaub zu lesen – jenseits von Brügge und Gent … (wobei ich es dort auch immer wieder ganz bezaubernd finde).
    Und dein Blog ist ja sehr charmant. Ich komme bald mal wieder vorbei…
    Gruß
    Heidy

    • Nadine sagt

      Vielen Dank, liebe Heidy. Das freut mich. Und ja…ist in der Tat mal was Anderes. Brüssel und Brügge machen ja alle. Kann ich nur empfehlen. LG, Nadine

  9. Sabine Warnke sagt

    Hartelijk bedankt!
    Genauso bewege ich mich äußerst gerne durch Hasselt & Tongeren.
    Mein Auto ist auch immer größentechnisch ungeeignet.
    Das Klosterhotel werde ich für Juli buchen, für das Konigijnfest.
    Tot ziens
    Sabine aus NRW

    • Nadine sagt

      Vielen lieben Dank, Sabine! Ja, mit einem Mini-Cooper reist man in der Tat besser nicht nach Tongeren. 😉 LG, Nadine

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