Hamburg mit Kindern

Von Ozeanriesen, Miniaturwelten und Krabbenbrötchen

Warum ich es bisher noch nie geschafft habe nach Hamburg zu reisen, ist mir ein absolutes Rätsel. Der Hafen mit seinen gigantischen Frachtern verkörpert einfach nur die große weite Welt und Freiheit. Mich hats also voll erwischt. Hat jemand nen Job für mich in Hamburg? 😉

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Während die Hamburger es scheinbar noch nicht mal zur Kenntnis nahmen, daß da mal wieder ein 300 Meter Schiff in den Hafen einfuhr, standen Familie Hibbel Augen und Münder offen. Das ist ja in etwa so, als würde ein Jumbo Jet vor unserem Haus landen.

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Normalerweise bin ich nicht unbedingt so ein Fan von Hafenrundfahrten, aber in diesem Fall sollte man das wirklich nicht verpassen. Aufgrund des sehr quengeligen Hibbelkinds II haben wir nur die einstündige Tour durch den Frachthafen gemacht, aber die ist wahrlich beeindruckend. Die derzeit größten Frachter gehören der dänischen Reederei Maersk. Die Schiffe sind bis zu 400 Meter lang und fassen über 6000 Container. Wahre Ozeanriesen.

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Nebenbei sieht man aber auch mal eben die verpackte Megajacht „Octopus“ von Microsoft-Gründer Paul Allen die in der Blohm + Voss-Werft liegt. 126 Meter lang, beherbergt sie neben einem Hubschrauberlandeplatz auch mal eben ein Mini-U-Boot. Nöö, iss klar. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach der Hafenrundfahrt solltet Ihr unbedingt eins von diesen grandiosen Krabbenbrötchen an Pier 10 auf der Landungsbrücke essen. Wenn man nicht gerade einen kreischenden 2jährigen unterm Tisch liegen hat, kann man hier bestimmt entspannt bei einem Schluck Alsterwasser abchillen.

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Wer genug von Gigantomatismus hat, sollte sich das Miniaturwunderland in der Speicherstadt nicht entgehen lassen. Auch hier war ich etwas voreingenommen. Modelleisenbahnlandschaften haben auf mich in etwa die gleiche Anziehung wie Dackelzucht oder Bierdeckelsammlungen. Aber auch hier musste ich mich eines Besseren belehren lassen.

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Unglaublich was die Macher des Miniaturwunderlandes da auf die Beine gestellt haben. Es gibt 9 Themenwelten, Tag- und Nachtsimulationen, unzählige blinkende Lichter und Trillionen winziger Details zu entdecken. Unsere Kinder waren da kaum rauszubekommen und besonders begeistert vom Flughafen, auf dem sogar Maschinen starten und landen.

Mein Tipp: Um Warteschlangen und Menschenmassen zu meiden, unbedingt am frühen Abend hingehen. Samstags ist das Wunderland bis 21 Uhr geöffnet und bei unserem Besuch hatte es um 19 Uhr eine angenehme Besucherfülle. Wir haben vorher noch einen Happen im Miniaturwunderland-Restaurant gegessen. Da man dort spannenderweise wie im Speisesaal eines Zuges dinieren kann, haben meine Kinder mal anstandslos und lieb auf ihrem Platz gesessen, statt rumzurennen. Die Aussicht war wohl zu spannend. 😉

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Nicht so spannend für Kinder, aber für die Großen ein absolutes must-see ist natürlich die Speicherstadt. Eine architektonische Augenweide. Ich war allerdings ein bisschen erstaunt, daß es dort kaum Cafes und Restaurants gibt, dafür jedoch umso mehr Teppichhändler.

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Beim nächsten Hamburg- Besuch werde ich mir in der Speicherstadt auf jeden Fall noch die Kaffeerösterei, Dialog im Dunkeln und das Hamburg Dungeon anschauen. Außerdem möchte ich wenigstens mal ein Geschäft betreten, unbedingt St. Pauli und Blankenese sehen sowie gepflegt am Alsterstrand abchillen. Leider hatten wir wieder mal zu wenig Zeit und für manche Dinge sind meine kids dann einfach doch noch zu klein.

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Wir fanden Hamburg jedenfalls genial und die Stadt ist auf jeden Fall ein perfektes Ziel für einen kleinen Familienurlaub zwischendurch. Und da man als Familie ja meist doch immer ein bisschen aufs Geld achten muss, ist der Kauf einer Hamburg Card eine gute Investition. Man hat freie Fahrt mit Bussen, Bahnen und Hafenfähren und bis zu 50 % Ermäßigung auf verschiedene Sehenswürdigkeiten, Museen, Stadtrundfahrten und Co.

So und wo wir übernachtet haben, was das genau mit Afrika zu tun hat und was wir noch erlebt haben, werde ich Euch dann beim nächsten Mal berichten.

Disclaimer: Diese Reise wurde von Hamburg Tourismus unterstützt und ich möchte mich herzlich für die supernette Kooperation bedanken. Meine Meinung zu unserem Trip bleibt davon jedoch unangetastet. Hamburg rockt!!! 🙂

12 Kommentare

  1. Kann ich gut nachvollziehen^^ Ich habe schon immer gesagt dass wenn eine Großstadt für mich im Norden nur Hamburg in Frage käme. Ich habe diese Stadt ebenfalls lieben gelernt, und die Speicherstadt und das Mini-Wunderland…..ein Traum. War da damals mindestens ein Mal im Jahr und bin immer noch total begeistert. Mittlerweile sollen sie ja noch mehr ausgebaut haben….

    Bin dann mal gespannt was ihr noch alles erlebt habt. Freue mich schon darauf und danke dir für die klassen Fotos und Erinnerungen^^

    Liebe Grüssle

    Nova

  2. Ohhh ich war auch erst einmal in Hamburg und das bei Freunden, mit denen wir nicht so wahnsinnig viel draußen waren. Dachten die etwa, uns nervt sightseeing???? Ich weiß es nicht. Deine Fotos sind ja toll und ich würd sooo gerne noch mal hin und mir all das anschauen. Und ein Krabbenbrötchen essen ;-)! Die Speicherstadt ist ja auch unendlich cool. Erinnert mich fast ein wenig an Venedig, hihi! Achja….und die kreischenden 2jährigen……jajaja…..herzliches Beileid ;-)……so süß die auch sind, manchmal ist man froh, wenn se größer werden……und dann heult man rum, weil se nicht mehr so knutschig sind und man keinen mehr zum muckeln hat…..jajaja……;-)! Nen eleganten Heckenwink……Ola!…..;-)…..Anne

  3. Ach ja, Hamburg … und schon kriege ich Heimweh nach den Landungsbrücken und dem Hafen … wie gut, das wir bald wieder meine Familie in Norden besuchen. Beim letzten Mal standen wir an den Landungsbrücken ziemlich genau da, wo Du diese tollen (!) Fotos gemacht hast. Und dann noch einen Abstecher ins HardRock Cafe … tja, Hamburg ist einfach sensationell! Bester Tipp für ein Konzert: Lotto King Karl – wenn hunderte von Hamburgern ihrer Stadt ein Liebeslied singen. Hach, ich krieg‘ jetzt noch Gänsehaut … => http://soulsistermeetsfriends.com/2014/01/28/hamburg-meine-perle-live/ herz-lichst soulsister

  4. Flögi sagt

    Ich will auch schon seit Jahren hin, zwischendurch hat es mein Mann schon zweimal geschafft (wegen einer Fortbildung) ohne mich da hin zu reisen. Aber er hat trotzdem noch immer wieder Lust darauf.
    Das Krabbenbrötchen ist unglaublich. So viele Krabben in einem Brötchen??? Würde ich gleich essen! 🙂
    Liebe Grüße

  5. Hamburg ist einfach toll! Und du hast superschöne Bilder mitgebracht. Die aus der Speicherstadt gefallen mir besonders gut.
    Liebe Grüße
    Christiane

  6. Liebes Hibbelchen,
    Für einen Ausflug mit Kindern eignet sich übrigens auch Bremerhaven sehr schön: Dort gibt es das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus zu bestaunen!
    Hamburg ist eine tolle Stadt und große Schiffe bringen mich auch immer wieder zum Staunen. Mein Vater macht regelmäßig auf einem Containerfrachter eine Fahrt als Gast. Er war schon dreimal in Sankt Petersburg und einmal ist er von Antwerpen nach Dublin und wieder zurück! Wenn dir die Kinder mal allzu arg auf den Geist gehen….!
    Das geht vorbei, ich versprech’s dir!
    Gros bisou
    Sandra

    • frau hibbel sagt

      Oh, das hört sich spannend an. Muss ich mir merken. Warum immer nur in die Ferne schweifen? Und was Dein Paps da so getrieben hat, hört sich ja auch ziemlich spannend an. Hach ja…die lieben Kleinen. Den einen Tag könnte man sie zur Adoption freigeben und am nächsten Tag wieder zu Tode knutschen. Eltern sind schon ein bisschen irre ;). Liebste Grüße nach Brüssel!

  7. Ja, beim Reisen mit Kindern ticken die Uhren einfach anders. Aber oft ist es dann doch cool, die Welt mal wieder durch Kinderaugen zu betrachten, stimmt’s? Das Restaurant Pier 10 sieht übrigens schön (Vintage-) schick aus: Hab ich mir gleich mal notiert! Sonnige Grüße,
    Jutta

  8. Faszinierend wie begeistert die Hibbel-Kinder von der „Zugfahrt“ mit Ausblick auf die „vorbeiziehende“ Landschaft sind.
    Hamburg scheint eine Menge zu bieten, mehr als Musicals und Reeperbahn. Das ist zumindest, was ich vom Hören-Sagen kenne. Selber war ich leider noch nicht in Hamburg.

    Lg, Christina

  9. Herrlich. Ich weiß gerade gar nicht, wie lange mein letzer Besuch in Hamburg schon zurückliegt.
    Viel zu lange!
    Danke für’s mitnehmen 🙂

    Liebe Grüße
    Manuela

  10. Jonathan sagt

    Städtetrips mit Kindern sind immer etwas Besonderes: Besonders anstrengend, aber auch richtig schön (wenn alle passt). Toller Artikel dazu.

    Als wir vor ca. 2 Wochen eine Städtereise mit unseren beiden Mädchen nach Hamburg gemacht haben, hatten wir eine großartige Zeit. Wir haben allerdings versucht, alles an den 3 Tagen mitzunehmen: Hafenrundfahrt im Hamburger Hafen, Stadtrundfahrt durch Hamburg, Alsterrundfahrt, ein Besuch im Hamburg Dungeon. Dabei muss man aufpassen, dass man sich nicht übernimmt, sonst hat man nichts von der Stadt.
    Zum Glück haben wir unsere Eintrittskarten vorab online gebucht, so dass wir mit den Tickets ohne Anstehen an den Schlangen vorbei reinkamen. Mit den Kids wäre das sonst kaum gegangen.
    LG, Jonathan

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