Das Lindner Hotel & Spa Binshof in Speyer
Ein kinderfreies Wellnesswochenende und warum wir uns fast im Ausland wähnten

14. Februar 2018

Happy Valentines Day, Ihr Lieben! Auch wenn dieser Tag keine besondere Bedeutung für mich hat, passt mein heutiger Post dazu eigentlich ganz gut. Es geht nämlich um Quality Time und Aufmerksamkeit, die man sich und seinem Partner mal wieder gönnen sollte.

Unser aller Alltag ist vollgespickt mit Terminen und Verpflichtungen und mit Kindern hat man nochmal einen Goodie obendrauf. Von früh bis spät wird man gefordert und hat kaum mal etwas Zeit für sich. Da meine Jungs mittlerweile schon 10 und 6 Jahre alt sind, entspannt sich die Lage zwar so langsam etwas, trotzdem gehen wir an manchen Tagen auf dem Zahnfleisch. Gerade wenn sich die Jungs mal wieder nur gekloppt und gestritten haben und ich alles 1000 mal wiederholen mußte, würde ich mich abends manchmal gerne auf eine einsame Insel beamen. Umso wichtiger ist es, dass man sich in seiner Funktion als Mama/ Papa nicht selber vergisst und hin und wieder kleine Auszeiten gönnt. Ganz frei von schlechtem Gewissen. Einfach nur mal wieder man selbst sein. Ebenfalls superwichtig: sich Zeit als Paar nehmen, um sich im Alltagswahnsinn nicht komplett aus den Augen zu verlieren.

Gerade diese Paarzeit haben wir aus Mangel an Babysittern leider auch viel zu selten. Hin und wieder gehen die Jungs mal zu Oma und Opa, aber da diese auch sehr aktiv sind, war unser letztes richtiges Pärchenwochenende sage und schreibe schlappe 4 Jahre her. Da waren wir nämlich in Brüssel. Umso größer war die Freude, als wir uns nach all der Zeit mal wieder loseisen konnten und übers Wochenende ins Lindner Hotel & Spa Binshof gefahren sind. Allein die Autoanreise war schon Wellness. Kein Hunger, Pipi, Aua, Kreisch. Nur wir Zwei, die die komplette Fahrt verquatscht haben.

Das Lindner Hotel & Spa Binshof

Das Lindner Hotel & Spa Binshof liegt etwas außerhalb von Speyer, umgeben von Feldern, Wiesen und mehreren Seen. Es ist also wirklich superruhig und man fühlt sich ein bißchen wie auf einem Landgut. Da der Empfang an der Rezeption sehr freundlich und zuvorkommend war, fühlten wir uns auch direkt wohl. Es gibt täglich kostenfrei frische Äpfel und infused Water an einer kleinen Theke. Fand ich super. Als kleinen Anstupser in Punkto Nachhaltigkeit, würde ich allerdings eine Alternative zu den Wegwerf-Plastikbechern empfehlen.

In der Woche wohnen im Lindner Hotel & Spa Binshof meist Businessgäste, die auch gerne die Tagungs- und Eventräume sowie den großzügigen Fitnessbereich nutzen. Am Wochenende ist das Hotel jedoch eher Wellness-Reisenden vorbehalten. Viele Paare, Freundinnen, aber auch vereinzelt Familien. Das Hotel hat 132 Zimmer, die entweder modern-elegant oder im Landhausstil eingerichtet sind. Diesen Mix aus verschiedenen Einrichtungsstilen, fand ich sehr ungewöhnlich, denn er macht sich auch in den Restaurants und Aufenthaltsräumen bemerkbar. Für mein Empfinden passte das nicht unbedingt immer zusammen. Das hat jedoch den entscheidenden Vorteil, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir hätten hier also auch gut mit meinen Eltern hinfahren können, die nun mal einen anderen Interior-Style haben als ich.

Das Hotel hat einen großen Parkplatz, der 80 Cent die Stunde, aber maximal 8 € am Tag kostet. Den Preis finde ich für Tagesgäste zwar angemessen ist, für Hotelgäste sollte das Parken jedoch frei sein.

Unser First Class Doppelzimmer

Wir hatten ein modernes First Class Doppelzimmer mit offenem Badezimmer, abgetrenntem Wohn- und Schlafbereich sowie einer Terrasse mit Sitzgelegenheit. Über hellorange Teppiche und Vorhänge lässt sich zwar streiten, aber ansonsten fanden wir unser Zimmer sehr gemütlich, komfortabel und ruhig. Ohne Kinder die nachts im Schlaf sprechen, sich herumwälzen oder nach mir rufen, habe ich in dem superbequemen Bett dann auch geschlafen wie Gott in Frankreich.

Die hauseigenen Restaurants

Wirklich hervorragend fanden wir das Abendessen in den beiden Restaurants Salierhof und Pfälzer Stube. Ich probiere ja auch immer gerne regionale Küche aus und habe es mir daher  nicht nehmen lassen, mal einen Pfälzer Saumagen und Handkäs mit Musik zu probieren. Nun gut, ist jetzt nicht gerade leichte Wellness-Kost, aber man muß die Feste feiern wie sie fallen ;). Lasst euch also nicht von der sehr deftigen und fleischreichen Pfälzer Küche abschrecken. Sie schmeckt. Auch wenn ich sie (zugegeben) nicht jeden Tag brauche. Dazu ein Fläschchen köstlichen Pfälzer Wein und wir waren im Himmel. Natürlich gibt es aber auch leichtere Kost. Die Fischgerichte sind z.B. sehr lecker und auch der vegane Pfälzer Teller war ein Gedicht.

Auch das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und es gibt (typisch Pfalz) viele verschiedene Wurstsorten. Ich alter Müslifresser, habe mich jedoch dann eher an die Cerealien-Bar gehalten. Ich hatte mich ja schon Abends an der Pfälzer Küche ausgetobt.

Der frisch renovierte Spa

Der 5200 große, tolle Spa wurde erst im Sommer 2017 renoviert und glänzt daher an allen Ecken und Enden. Es gibt 8 verschiedene schöne Saunen mit stündlichen Themen-Aufgüssen, verschiedene Innen- und Außenpools, Tauchbecken und Whirlpool. Auch der Spa Bereich lässt kaum einen Wunsch offen – ob Hamam, Rhassoul, klassische Massagen oder private Spa für Zwei – ich hätte am Liebsten einmal alles durchprobiert. Wir hatten den Luxus eines Private Spa mit Fußmassage, Peeling, Wohlfühlbad mit Sektchen und Obstteller sowie der einzigartigen Ganzkörpermassage-Choreographie Massaggio e Musica. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass wir dort rausgeschwebt sind.

Gerade in den Abendstunden ist der mediterrane Spa-Garten, durch die vielen kleinen Lämpchen, besonders gemütlich und hübsch. Ich fand es nur etwas schade, dass er schon um 22 Uhr schließt und ab kurz nach halb 10 schon die Saunen abgeschaltet wurden. Für uns hätte er gerne auch noch etwas länger offen sein können, denn wir waren zwischendurch ja auch noch Abendessen. Und das kann man nicht im Bademantel machen.

Der Spa kann auch von Tagesgästen genutzt werden, wirkte jedoch trotzdem nie überfüllt und es gab genug Liegeflächen und stille Ecken. Außerdem gibt es einen Handtuchservice, frisches Wasser und am Tag des Check Out´s (12 Uhr), darf man den Spa noch bis 15 Uhr nutzen.

Speyer – Dom- und Kulturstadt am Rhein

Speyer ist eine 2000 Jahre alte Dom- und Kulturstadt direkt am Rhein und ist ca. 6 km vom Binshof entfernt. Da das Wetter wirklich gräuslich und eher wellnessmäßig war und wir sowieso viel zu wenig Zeit hatten, waren wir nur kurz dort. Ein Besuch der hübschen Altstadt und dem beeindruckenden Dom, der Unesco Weltkulturerbe ist, lohnt sich jedoch auf jeden Fall.

Wirklich witzig fand ich, dass wir zwar nur 200 km rheinaufwärts von unserer Heimat entfernt waren, wir uns jedoch fast im Ausland wähnten. Die Pfälzer haben eine sehr eigenständige Kultur, die sich gerade in der Sprache und im kulinarischen Bereich sehr vom Rheinland unterscheidet. Ich habe quasi nichts verstanden und wusste nicht, was ich da überhaupt esse ;). Unsere Reise nach Speyer war daher fast wie ein kleiner Wochenendtrip ins Ausland.

Was´n das? Na, Handkäs mit Musik ;).

Über Instagram und Stories bekam ich während unseres Trips im Übrigen superviel Rückmeldung von Pfälzern, über die mich sehr gefreut habe. Vielen Dank an dieser Stelle für Euer zahlreiches Feedback, das dazu geführt hat, dass ich mich überhaupt an einen Saumagen (Helmut Kohls Leibgericht) gewagt habe. Sagen wir mal so: es war eine Erfahrung ;).

Offenlegung: Wir wurden vom Lindner Hotel & Spa Binshof eingeladen. Ein herzliches Dankeschön dafür. Meine Meinung bleibt davon wie immer unangetastet.

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12 Comments

  • Reply Flögi 14. Februar 2018 at 17:27

    Schaut sehr gut aus!
    So was habe ich noch nie gehabt, wo das Bad mitten im Zimmer offen ist und wäre nicht unbedingt meins, nicht wegen irgendweelcher Schamgefühle (die habe ich nicht), sonder der Gemütlichkeit, die Wärme von kleinem Raum fehlt mir irgendwie.
    Habe sofort nach dem Preis geschaut, da ich Speyer auch sehr gerne anschauen würde, aber mehr als doppelt so viel, als unsere im Bayerischen Wald vor zwei Wochen war, und dabei war es auch sehr teuer. Schade, daß man solche tolle Hotels als low-budget-Reiseinde nicht erreichen kann.
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 20. Februar 2018 at 11:02

      Immer wieder interessant wie unterschiedlich Geschmäcker sind, liebe Flögi. Ich finde diese offenen Badezimmer ja toll. Ich hatte mal mit Anne in Belgien ein gemeinsames Doppelzimmer mit freistehender Wanne im Raum und total offener Dusche. Das war, haha, wirklich nicht so girlfriendstauglich. Auch wenn das Zimmer echt schnieke war. Und ich habe leider keinen Preisvergleich was Wellness-Wochenenden angeht, weil wir das ja quasi nur alle 77 Jahre mal machen. Günstig sind die aber wohl nie, aber es kann natürlich sein, daß der Bayerische Wald günstiger ist als die Pfalz. Obwohl ich die jetzt auch nicht gerade als Luxusregion erlebt habe. LG, Nadine

      • Reply Flögi 26. Februar 2018 at 14:32

        Hallo Nadine,
        die Preise vergleiche ich auch nicht mit anderen, sondern, wir selber haben unser Limit, und was darüber ist, geht halt und…und nicht immer, weil der Geldbeutel es nicht erlaubt, sondern eher, weil es schon innerlich weh tut, wenn ich weiß, was ich alles anderes von dem Geld machen kann. Es meinte ich aber nicht negativ, das Hotel scheint schon seinen Wert zu haben, nur für uns ist es scchon über unser Limit. 😉
        Liebe Grüße

        • Reply Nadine 27. Februar 2018 at 10:59

          Das kann ich sehr gut verstehen, Flögi und ist ja auch total normal. Jeder hat sein Limit und selbst wenn ich die Kohle hätte, würde ich nicht alles damit machen. Ich glaube einen Ferrari würde ich mir z.B. noch nicht mal kaufen, wenn ich 5 Millionen im Lotto gewinnen würde ;).

  • Reply Flögi 14. Februar 2018 at 17:27

    Schaut sehr gut aus!
    So was habe ich noch nie gehabt, wo das Bad mitten im Zimmer offen ist und wäre nicht unbedingt meins, nicht wegen irgendweelcher Schamgefühle (die habe ich nicht), sonder der Gemütlichkeit, die Wärme von kleinem Raum fehlt mir irgendwie.
    Habe sofort nach dem Preis geschaut, da ich Speyer auch sehr gerne anschauen würde, aber mehr als doppelt so viel, als unsere im Bayerischen Wald vor zwei Wochen war, und dabei war es auch sehr teuer. Schade, daß man solche tolle Hotels als low-budget-Reiseinde nicht erreichen kann.
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 20. Februar 2018 at 11:02

      Immer wieder interessant wie unterschiedlich Geschmäcker sind, liebe Flögi. Ich finde diese offenen Badezimmer ja toll. Ich hatte mal mit Anne in Belgien ein gemeinsames Doppelzimmer mit freistehender Wanne im Raum und total offener Dusche. Das war, haha, wirklich nicht so girlfriendstauglich. Auch wenn das Zimmer echt schnieke war. Und ich habe leider keinen Preisvergleich was Wellness-Wochenenden angeht, weil wir das ja quasi nur alle 77 Jahre mal machen. Günstig sind die aber wohl nie, aber es kann natürlich sein, daß der Bayerische Wald günstiger ist als die Pfalz. Obwohl ich die jetzt auch nicht gerade als Luxusregion erlebt habe. LG, Nadine

      • Reply Flögi 26. Februar 2018 at 14:32

        Hallo Nadine,
        die Preise vergleiche ich auch nicht mit anderen, sondern, wir selber haben unser Limit, und was darüber ist, geht halt und…und nicht immer, weil der Geldbeutel es nicht erlaubt, sondern eher, weil es schon innerlich weh tut, wenn ich weiß, was ich alles anderes von dem Geld machen kann. Es meinte ich aber nicht negativ, das Hotel scheint schon seinen Wert zu haben, nur für uns ist es scchon über unser Limit. 😉
        Liebe Grüße

        • Reply Nadine 27. Februar 2018 at 10:59

          Das kann ich sehr gut verstehen, Flögi und ist ja auch total normal. Jeder hat sein Limit und selbst wenn ich die Kohle hätte, würde ich nicht alles damit machen. Ich glaube einen Ferrari würde ich mir z.B. noch nicht mal kaufen, wenn ich 5 Millionen im Lotto gewinnen würde ;).

  • Reply Viermal Fernweh 15. Februar 2018 at 23:07

    So eine Auszeit ist wirklich Goldstaub für Eltern, ich muss gleich mal den Kalender wälzen, ob wir uns auch mal wieder ein freies Wochenende gönnen können.
    Wie immer schön geschrieben Nadine, ich fühle mich schon beim Lesen entspannt. Liebe Grüße, Ines

    • Reply Nadine 20. Februar 2018 at 10:58

      Danke schön, liebe Ines. Sich schon beim Lesen entspannt zu fühlen, ist ja schon mal 1A. :))

  • Reply Viermal Fernweh 15. Februar 2018 at 23:07

    So eine Auszeit ist wirklich Goldstaub für Eltern, ich muss gleich mal den Kalender wälzen, ob wir uns auch mal wieder ein freies Wochenende gönnen können.
    Wie immer schön geschrieben Nadine, ich fühle mich schon beim Lesen entspannt. Liebe Grüße, Ines

    • Reply Nadine 20. Februar 2018 at 10:58

      Danke schön, liebe Ines. Sich schon beim Lesen entspannt zu fühlen, ist ja schon mal 1A. :))

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