Klassische Vorurteile über das Reisen mit Kindern
Erfahrungsberichte von 9 Familien-Reisebloggern

29. September 2016

Welche reisende Familie kennt das nicht? Man plant einen etwas außergewöhnlicheren Trip und schon kommen die ersten Vorbehalte von den Mitmenschen. Ich erinnere mich noch zu gut an die Kommentare, als wir vor bald 5 Jahren mit unseren damals 6 Monate und 4 Jahre alten Söhnen für zwei Monate nach Thailand reisten. „Was wollt ihr denn da mit dem Baby? Viel zu gefährlich für die Kinder. Was ist mit Krankheiten? Denkt ihr denn nur an euch? Und was ist mit dem langen Flug? etc. etc.“

Die deutsche Durchschnittsfamilie hat scheinbar in den Schulferien in den Schwarzwald zu reisen oder darf maximal für 2 Wochen pauschal nach Mallorca fliegen. Alles darüber hinaus wird Eltern mitunter als egoistisch, unverantwortlich und größenwahnsinnig vorgeworfen.

 

Vor 1 1/2 Jahren habe ich schon mal einen Beitrag über meinen absoluten „Lieblings-Anti-Spruch“ geschrieben, den wir uns ziemlich oft anhören mussten:

Mit Kindern ist das Reisen ja dann erstmal vorbei!“

Familie Hibbel in Kanada

Familie Hibbel in Kanada

Nun habe ich nach 9 Jahren des Mutter-Seins locker bewiesen, daß dem absolut nicht so ist. Eigentlich könnten mir negative Sprüche also strunzegal sein. In letzter Zeit lese und höre ich jedoch immer wieder von Sorgen, die jüngere Menschen plagen, sobald sie über ein Kind nachdenken. Prinzipiell möchte man ja schon gerne Kinder haben, aber die Angst vor der zu krassen Veränderung des Lebens und das man angeblich nicht mehr reisen kann, schreckt dann doch viele ab. Das finde ich widerum traurig und finde es bedarf hier mal dringender Aufklärung. Kann ja nicht sein, daß die Deutschen aus so einem Grund aussterben ;). Klar verändern Kinder ein Leben, aber d.h. noch lange nicht, daß man deshalb so gar nicht mehr seine eigenen Träume leben darf.

Unterstützung habe ich mir von 8 passionierten Familienreiseblogger-Kollegas geholt, die all die Vorwürfe, mit denen sie schon konfrontiert wurden, positiv widerlegen. Reisen kann man auch wunderbar mit Kindern. Allem Geunke und negativen Gerede zum Trotz.


 

Alexandra vom LevartWorld Reiseblog ist alleinerziehend und reist mit ihrem 9jährigen Sohn munter durch die Weltgeschichte. Ich finde das sehr bewundernswert. Statt Lob für soviel Mut, bekommt sie aber auch immer wieder mal Sprüche zu hören.

Alexandra_Levartworld
Alexandra und Sohn von LevartWorld

“Das kann doch nicht sein, dass Du mit dem Kind durch die Weltgeschichte reist! Wenn man ein Kind hat, muss man Verantwortung übernehmen und nicht seinen Egoismus vor das Kindeswohl stellen. Ein Kind bedeutet Einschränkungen. Du kannst nicht so leben wie bisher und mit dem Kind nach Asien reisen. Dein Kind braucht ein stabiles Umfeld und einen routinierten Tagesablauf.”

Alexandra meint dazu: Es ist immer wieder interessant zu hören, was Andere meinen, was mein Sohn braucht. Mein Kind braucht ein stabiles Umfeld, wurde mir gesagt. Doch ich sage: In den ersten Jahren braucht ein Kind seine Eltern. Glückliche Eltern. Ein wenig Egoismus seitens der Eltern tut in diesem Punkt auch den Kindern gut. Ein Kind braucht in erster Linie Eltern, die nicht gehetzt ihre täglichen ToDos wie Kochen, Putzen, Einkaufen abarbeiten, sondern gut gelaunt und entspannt sich intensiv um den Nachwuchs kümmern können. Auch wenn es nur ein paar Wochen im Jahr so ist.

Ich habe auch gehört, dass mein Kind einen routinierten Tagesablauf braucht. Und auf Reisen soll es ja unmöglich sein. Wer sagt, dass eine tägliche Kokosnuss zum Frühstück, regelmäßige Mittagsschäfchen mit Mama in der Hängematte und Spaziergänge am Strand weniger routiniert sind als der tägliche Trott Zuhause?

Ist es egoistisch, seinem Kind die Welt zu zeigen? Ist die Welt außerhalb von den vier Wänden böse und feindselig? Oder ist es nur der Neid, oder das Unwissen welches aus vielen Menschen spricht? Ist es nicht so, dass auf der ganzen Welt täglich Kinder geboren werden und aufwachsen?

Mein Sohn ist jetzt neun und gemeinsam waren wir schon in über 40 Ländern. Wir waren auf der Chinesischen Mauer spazieren, haben ein Bad im tiefsten See der Welt genommen und sind über die saftgrünen Wiesen der Mongolei geritten. Vulkane und Geysire kennt mein Sohn nicht nur aus dem Fernseher. Auch Elefanten, Meeresschildkröten, Elche und andere wilde Tiere, haben wir nicht hinter Gittern im Zoo, sondern in ihren Lebensräumen erlebt. Das Reisen hat meinem Sohn nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Sein Allgemeinwissen ist jetzt gigantisch.


 

Auch Gela von UnterwegsmitKind reist mit ihrem 6 Jahre alten Sohn alleine durch die Welt. Ist doch großartig, daß immer mehr alleinerziehende Elternteile nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern nach vorne gucken und es sich schön machen. Trotzdem kennt auch sie Vorurteile.

unterwegsmitkind und Panamahüten
Gela und Sohn von unterwegsmitkind

„Allein mit Kind nach Südamerika – das ist ja völlig unverantwortlich. Was ist denn, wenn dir was passiert?!“

Gela meint dazu: Das war die erste Reaktion meiner Mutter, als ich ihr von den Plänen für meine Langzeitreise berichtet habe. Dass die Oma so reagiert, mag ja noch verständlich sein. Sie sorgt sich um den Enkel, ist nicht mehr die Jüngste, und das Reisen war in ihrer Jugend noch wirklich abenteuerlich. Erschreckt hat mich aber, dass Freunde und Bekannte kaum anders reagiert haben. Da hieß es dann etwas zurückhaltender: „Das würde ich mich ja nie trauen!“

Ehrlich gesagt: Was ich mich nicht traue, das mache ich auch nicht. Die Erfahrung lehrt: Wenn ich Angst habe, wird’s wirklich gefährlich – oder zumindest ungemütlich. Mein sechsjähriger Sohn hat feine Antennen, und wenn er merkt, dass ich nervös werde, wird er es auch. Deshalb reise ich bis heute nicht in Hochrisiko-Malariagebiete, weil ich weiß, dass mich dort jeder Mückenstich in Alarmstimmung versetzen würde.

Und für den Fall, dass mir tatsächlich mal etwas passiert, habe ich gut vorgesorgt. Ich trage immer eine laminierte Notfallkarte bei mir, auf der nicht nur meine Daten und die meines Sohnes, sondern auch zwei Kontaktpersonen in der Heimat mit Telefonnummern verzeichnet sind. Im Notfall könnte also über unsere Reisekrankenversicherung jemand nachreisen. Doch das haben wir in zusammengezählt mindestens einem Jahr Weltenbummelei noch nie gebraucht, obwohl uns auch schon mancher Mist passiert ist.


 

Stefanie von familyescapes  reist mit Mann und ihren zwei Kindern im Alter von 4 und 8 in alle Ecken der Welt, die mit Kindern machbar sind. Auch sie kennt den ein oder anderen Vorwurf, der in den Köpfen der Menschen steckt.

Familie Familyescapes_
Stefanie und Familie von familyescapes

„So eine weite Reise mit kleinen Kindern bringt doch gar nichts! Sie erinnern sich doch sowieso nicht daran später.“

Stefanie meint dazu: Hm, vielleicht ist da sogar was dran. Ich gebe allerdings zu, dass ich die Reisen vor allem mache, weil ich süchtig danach bin. Und (Fern)reisen sind für mich die absolut schönste Möglichkeit, meinen Kindern unsere bunte Welt zu zeigen. Es sind meine Reisehöhepunkte, wenn ich sehe, wie sich die Kids in der Fremde einfinden. Wie sie lernen, anderen als Gast in deren Land mit Respekt zu begegnen. Also zum Beispiel immer in der Landessprache wenigstens bitte und danke sagen. Und wie sie sehen, dass vieles von dem, was sie zuhause haben, kein bisschen selbstverständlich ist.

Ich wünsche mir sehr, dass meine Kinder lernen, dass es auch andere Lebensweisen, andere Kulturen und andere Blickwinkel aufs Leben geben kann. Und dass das gut so ist. Meine Kinder reden übrigens heute immer noch von unserer ersten Fernreise nach Thailand. Und mein achtjähriges Kiddy 1 stellt heute – zwei Jahre nach der Reise – bei einem Schulprojekt ihre Thailanderlebnisse vor.


 

Stephanie vom Blog freileben macht mit ihrem Sohn derzeit eine ganz besondere Erfahrung. Die Zwei reisen quasi seit einem Jahr ohne Geld und völlig entschleunigt um die Welt. Chapeau, Stephanie! Das würde ich mich im Leben nie trauen, daher finde ich das erst Recht richtig toll, was ihr macht. Das können aber wohl nur die Allerwenigsten nachvollziehen und daher wird sie auch immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert.

Hong Kong
Stephanie und Sohn von freileben

„Langzeitreise alleine mit Kind? Bist du denn wahnsinnig? Du kannst doch nicht alleine losziehen mit dem Kleinen und dann auch noch ohne Kohle.“

Stephanie meint dazu: Solche und ähnliche Vorurteile höre ich neben den allgemeinen Vorurteilen, dass Kinder lieber an die Ostsee fahren sollten statt ans andere Ende der Welt. Ja, ich weiß, unsere Situation ist sehr speziell. Ein Ausstieg in die Welt allein mit Kind und das auch noch mit leerem Konto klingt im ersten Moment unverantwortlich. Und vermutlich hätte ich genauso gedacht als ich noch kein Kind hatte, aber mein Sohn hat mir eins schon vom ersten Tag gelehrt und das ist VERTRAUEN. Vertrauen in das Gute und in die Welt. Ist es wirklich so unverantwortlich, ein Kind aus der Fremdbetreuung zu nehmen und mit ihm die Welt zu erkunden und dabei noch auf echte Nächstenliebe zu treffen. Ich meine auf Menschen zu treffen, die nichts haben, unsere Geschichte kennen und ihr Dach und Bett mit uns teilen? Ist es unverantwortlich, meinem Sohn zu zeigen, dass die Welt hinter all dem Konsum und der straff strukturierten Alltagsplanung eben nicht nur schwarz weiß ist, sondern ein prachtvolles Farbenspiel in feinsten Tönen zwischen all den klaren Linien, schimmernd wie ein Regenbogen? Ist es wirklich unverantwortlich, meinem Kind Vertrauen in seine Fähigkeiten zu lehren und ihm Zeit zu geben, die Dinge auf seine ganz eigene Art und Weise zu erkunden und zu verstehen? Ist es unverantwortlich, ihm Flexibiliät zu lehren? Und ist es wirklich unverantwortlich, soviel Zeit mit meinem Kind zu verbringen?

Bei all den Vorurteilen, die kommen, gelingt es nicht allen die Dinge von einer anderen Perspektive zu sehen, nämlich aus der Perspektive des Kindes. Seit einem Jahr sind wir nun unterwegs, das Konto ist leer und einen festen Plan gibt es auch nicht und trotzdem oder gerade deshalb geht es uns blendend. Wir leben und genießen jeden Tag, haben Freunde weltweit, teilen die tollsten Geschichten und erweitern jeden Tag unseren Horizont. Wir mussten nie Hunger leiden, wurden nicht ausgeraubt, wurden nie schwer krank, es gab keine Naturkatastrophen und auch sonst nie eine gefährliche Situation auf unserer Reise. Das Leben ist schön und reisen eröffnet uns Blickwinkel, die wir nicht mal erahnen konnten. Für mich zählt am Ende nur eines, GLÜCK und das definiert jeder für sich selbst.


 

Ines von Viermalfernweh reist mit Mann und ihren Kindern im Alter von 7 und 11 ebenfalls für ihr Leben gern. Ob Südafrika oder Brandenburg. Überall gibt es Schönes zu entdecken. Trotzdem kamen Sprüche, als sie das erste Mal mit Baby verreisen wollten.

Ines und Familie von viermalfernweh

„Was, Ihr wollt mit dem Kleinen in den Urlaub fliegen? Er ist doch gerade vier Monate alt.“Ines meint dazu: Das habe ich nicht nur einmal gehört, als wir von unseren ersten Reiseplänen als Familie erzählten. „Doch wollen wir“, war meine Antwort. Gerade mit einem Baby ist es total easy zu fliegen. Sie schlafen noch viel, haben keinen Bewegungsdrang und bei Start und Landung wird gestillt. Hat bei beiden Kinder super funktioniert.Ich habe mich nie beirren lassen, was unsere Reisepläne anging. Entscheidend ist doch, dass wir als Eltern ein gutes Gefühl dabei haben, wann – wie – wohin wir reisen. Das überträgt sich auch auf die Kinder. Wir reisen seit Jahren zu viert und haben vieles ausprobiert: Inselshopping in Griechenland, Roadtrip durch Südafrika und auch das klassische Familienhotel. Nichts davon möchte ich missen und die Kinder auch nicht. Die freuen sich schon auf unsere nächste Reise im Herbst.


 

Andreas und Jenny von Travelisto sind ebenfalls passionierte Reisende und auch ihre zwei Söhne im Alter von 4 und 7 halten sie nicht davon ab. Warum auch? Ob Japan oder Luxemburg. Geht auch prima mit Kindern. Oder doch nicht?

travelisto-family-bild
Jenny, Andreas und ihre zwei Jungs von den Travelistos

“ Fliegen mit kleinen Kindern ist eine Zumutung für alle. Und man kann auch nicht mit Kindern durch eine asiatische Metropole laufen, das ist eine außerordentliche Anstrengung für sie.“

Jenny und Andreas meinen dazu: Wir reisen mit unseren Kindern. Gerne und gerne auch mal weiter weg. Bisher haben wir kaum negatives Feedback dazu erhalten, eher Erstaunen von Menschen, die seitdem sie Kinder haben kaum noch verreisen und ihre bisherigen Reisegewohnheiten komplett über Bord werfen.

Wir sind jedoch vor ein paar Jahren mal urplötzlich von einem unbekannten britischen Herren mittleren Alters an einer Ampel verbal angegangen worden, nur weil wir mit unserem damals zwei Jahre alten Sohn durch Kuala Lumpur spaziert sind. Es sei unverantwortlich, ein kleines Kind den Strapazen einer asiatischen Millionenstadt bei dem Klima, zuzumuten.

Auch an Bord eines Antalya-Köln Fluges ist es uns einmal passiert, dass eine Dame, die hinter uns saß, schon beim bloßen Anblick unserer Kinder anfing zu meckern (die Kinder hatten noch gar keine Gelegenheit zu nerven gehabt!). In den Köpfen vieler Zeitgenossen hat sich ja die interessante Meinung festgesetzt, dass die Kombination Kind und Flugzeug unweigerlich zu totalem Chaos und vollkommenem Kontrollverlust sowie Erziehungsversagen seitens der Eltern führt. Auf meine Frage, wo denn das Problem sei, versteckte Sie sich hinter dem Bordmagazin und ignorierte meine fürsorgliche Art. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich unsere Jungs bei dem Flug absolut vorbildlich verhalten und keinen Mucks von sich gegeben haben. Sie schliefen nämlich den kompletten Flug über.

Wie sagen wir Kölner? Jede Jeck ist anders! Und so halten wir es auch. Der eine sammelt gerne Briefmarken, der andere züchtet Dackel – und wir reisen gerne. Warum sollte man über andere urteilen, vor allem, wenn man sie gar nicht kennt? Letztendlich müssen Eltern selber entscheiden, was ihnen und ihren Kindern Spaß macht und was sie gemeinsam unternehmen wollen. Jeder kennt sich und seine Kinder am besten. Dass man beim Reisen den eigenen Rhythmus dem der Kinder immer anpassen und einige Dinge beim gemeinsamen Reisen beachten sollte, versteht sich dabei von selbst.


Hartmut von 4aufeinenstreich ist schon vor Jahren mit Frau und seinen beiden Kindern im Alter von 9 und 11 nach Schweden ausgewandert. Zwischen Skandinavien und der alten Heimat hin- und herzupendeln, ist für sie also völlig normal. Und wer das schafft, reist natürlich auch direkt noch ein bisschen weiter durch die Welt.  Aber macht das mit Kindern Sinn?

4aufeinenstreich@NorthRIm

Hartmut und Familie von 4aufeinenstreich

„Kleine Kinder haben doch vom Reisen nichts, sie können sich doch später sowieso an nichts mehr erinnern…“

Hartmut meint dazu: So oder so ähnlichen Argumenten sind wir ab und zu begegnet, als unsere Kinder noch kleiner waren und wir mit ihnen auf Reisen gingen. Insgesamt haben wir allerdings nur sehr selten negative Reaktionen erlebt, meist waren die Menschen, denen wir auf Reisen begegnet sind, davon begeistert, dass wir zusammen mit unseren Kindern die Welt bereisen. Und auch zuhause und bei unseren Verwandten sind wir von allzu großer Kritik verschont geblieben. Mag sein, dass unsere Urlaubsziele nicht exotisch und gefährlich genug waren oder wir den „Auswandererbonus“ genossen.  Wir mussten ja schon sehr früh mit unseren Kindern reisen, um zum Beispiel die Großeltern in Deutschland besuchen zu können.

Klar, spielt es für einen Säugling keine Rolle, ob er zuhause oder irgendwo fern ab von zuhause gestillt und von seinen Eltern umsorgt wird. Und natürlich wird sich das Kind später daran auch nicht mehr erinnern können. Na und? Da es zwar für das Kind keine Rolle spielt, aber für uns Erwachsene schon, ist das doch keine Argument gegen das Reisen, sondern dafür! Da sind wir dann auch schon mal egoistisch, und irgendwie auch nicht, denn wenn es uns Eltern gut geht, dann fühlen sich auch unsere Kinder wohl. Und erfahrungsgemäß stecken unsere Kinder lange Flugreisen und Jetlag sogar besser weg als wir Eltern.


Tina und Daniel von lifeforfive planen mit ihren drei Kindern im Alter von 5, 3 und nicht mal 1 Jahr, derzeit einen einjährigen Trip durch Südamerika in ihrem Campervan. Verrückt oder total mutig? Auch hier scheiden sich die Geister und es kommen viele Vorbehalte.

LIFEforFIVE-Elternzeit-05

Tina, Daniel und ihre 3 Kinder von lifeforfive

„Mit drei kleinen Kindern ein Jahr lang im Campervan durch Südamerika? Völlig unverantwortlich.“

Tina meint dazu: Seit über einem Jahr steht unser Entschluss fest: Wir wollen 1 Jahr lang reisen. 1 Jahr lang eine Auszeit vom Alltagsleben und Berufsstress. Mit dabei, unsere 3 Kindern (6 Monate, 3 Jahre, 5 Jahre) und unser VW Bus. Unser Zuhause unterwegs.

Bis dahin, fanden das viele toll, wobei schon Worte wie: „Oh, das ist aber mutig“ oder „Respekt“ von Aussenstehenden dabei waren. Aber die Anzahl der Kopfschüttler und der eher negativen Kommentare stieg rapide an, als wir unser Reiseziel nannten. Südamerika. Von Kolumbien über Patagonien bis Montevideo. „Wieso das denn?“ „Das ist doch total gefährlich!“ „Verantwortungslos!“ „Drogenmafia“ „Malaria“ „Purer Egoismus“ „Mit so kleinen Kinder. Die haben doch gar nichts davon!“…

Vieles haben wir uns angehört. Anfangs liessen wir uns noch verunsichern. Diskutierten viel darüber, ob das unseren Kindern gegenüber tatsächlich so egoistisch, gefährlich und verantwortungslos ist. Wir haben für uns eine eindeutige Antwort gefunden:

Wir sind Abenteurer. Wir sind chaotisch. Wir sind nicht perfekt. Aber wir lieben uns und unsere Kinder. Wir wollen möglichst viel Zeit mit Ihnen verbringen. Mit ihnen gemeinsam die Welt entdecken. Mit ihnen durch Höhen und Tiefen gehen. Wir fühlen uns mit einem 9to5 Job und einer 100% Fremdbetreuung der Kinder nicht wohl. Das finden wir eher egoistisch. Wofür bekommt man Kinder? Um sein Leben genau so weiter zu leben? Viel Geld zu verdienen. Sein Glück und seine Erfüllung in der Arbeit zu suchen? Für manche mag das passen. Für uns nicht.

Eigentlich müssen wir den Kopfschüttlern dankbar sein. Sie haben uns dazu bewegt viel über unser Leben als Familie nachzudenken. Viel mit uns auseinander zu setzen. Und es fühlt sich gut an. Wir stehen voll und ganz dazu, mit unseren Kindern unterwegs zu sein. Mit ihnen Zeit zu verbringen. Das tut ihnen und uns gut. Das macht uns glücklich! Nur komisch, dass viele dieser Kopfschüttler überrascht und erfreut über unsere entspannten Kinder sind.

Jenny von den Weltwunderern hat sogar ein ganzes Bullshit-Bingo an Sprüchen auf ihrem Blog zusammengefasst.

So und nun bin ich gespannt? Was meint ihr dazu? Ist das alles verrückt und unverantwortlich, was wir mit unseren Kindern machen? Ist es wirklich besser mit Kindern nur noch an die Nordsee zu reisen, weil sie von einem Maledivenstrand eh nichts haben? Ist es Quatsch seine Kinder über den Tellerrand schauen zu lassen? Und ist die Welt außerhalb Deutschlands wirklich so gefährlich, daß wir alle besser daheim bleiben?

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44 Comments

  • Reply Kerstin Siegel 29. September 2016 at 11:25

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Mitmenschen etwas außerhalb des mainstreams tolerieren möchten/können. Wir sind auch gerne viel unterwegs (12 Wochen Ferien sei Dank) und unser geistig schwer behindertes Kind kommt immer mit. Obwohl uns auch jeder sagt, das geht mit dem nicht, könnt ihr nicht machen. Klar, wir planen nochmal anders, aber ich wüsste nicht warum ich mit ihm zu Hause hocken sollte, weil Nachbarn etc. sich das nicht vorstellen können?!

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 19:55

      Liebe Kerstin, Hut ab. Ich finde es wirklich ganz großartig, das ihr das macht. Das Leben mit einem geistig behinderten Kind ist sicher nicht gerade einfach und nur noch zuhause hocken, macht die Situation ja noch frustrierender für alle. Euer Kind wird es euch sicher danken, denn ob es glückliche Eltern hat, spürt es sicher auch. Macht weiter so und alles Liebe für Euch, Nadine

  • Reply Kerstin Siegel 29. September 2016 at 11:25

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Mitmenschen etwas außerhalb des mainstreams tolerieren möchten/können. Wir sind auch gerne viel unterwegs (12 Wochen Ferien sei Dank) und unser geistig schwer behindertes Kind kommt immer mit. Obwohl uns auch jeder sagt, das geht mit dem nicht, könnt ihr nicht machen. Klar, wir planen nochmal anders, aber ich wüsste nicht warum ich mit ihm zu Hause hocken sollte, weil Nachbarn etc. sich das nicht vorstellen können?!

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 19:55

      Liebe Kerstin, Hut ab. Ich finde es wirklich ganz großartig, das ihr das macht. Das Leben mit einem geistig behinderten Kind ist sicher nicht gerade einfach und nur noch zuhause hocken, macht die Situation ja noch frustrierender für alle. Euer Kind wird es euch sicher danken, denn ob es glückliche Eltern hat, spürt es sicher auch. Macht weiter so und alles Liebe für Euch, Nadine

  • Reply Chris 29. September 2016 at 12:52

    Super Artikel. Und irgendwie begegnen wir allen den selben Kommentaren. Im Kern geht es ja oft auch darum, dass man ja schlecht etwas gutheißen kann, was man sich selbst nicht traut. 😉 da ist es viel einfacher, die anderen zu verurteilen 🙂

    Wir haben da vor kurzem auch etwas dazu geschrieben 🙂
    https://www.nestingnomads.de/kinder-sind-kein-grund-um-mit-dem-reisen-aufzuhoeren-ganz-im-gegenteil/

    Viele Grüße,

    Chris

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 19:58

      Ja, das ist wahrscheinlich so, Chris. Auch wenn es mir immer ein Rätsel ist, warum man es sich nicht zutraut mit seinen Kindern zu reisen. Und ich habe weiß Gott keine Engelchen zuhause, sondern ganz normale rabaukige Jungs. Dein Artikel ist jedenfalls auch ganz toll und ich kann Dir nur zustimmen. LG/ Nadine

  • Reply Chris 29. September 2016 at 12:52

    Super Artikel. Und irgendwie begegnen wir allen den selben Kommentaren. Im Kern geht es ja oft auch darum, dass man ja schlecht etwas gutheißen kann, was man sich selbst nicht traut. 😉 da ist es viel einfacher, die anderen zu verurteilen 🙂

    Wir haben da vor kurzem auch etwas dazu geschrieben 🙂
    https://www.nestingnomads.de/kinder-sind-kein-grund-um-mit-dem-reisen-aufzuhoeren-ganz-im-gegenteil/

    Viele Grüße,

    Chris

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 19:58

      Ja, das ist wahrscheinlich so, Chris. Auch wenn es mir immer ein Rätsel ist, warum man es sich nicht zutraut mit seinen Kindern zu reisen. Und ich habe weiß Gott keine Engelchen zuhause, sondern ganz normale rabaukige Jungs. Dein Artikel ist jedenfalls auch ganz toll und ich kann Dir nur zustimmen. LG/ Nadine

  • Reply Anne 29. September 2016 at 14:06

    Diese Vorurteile machen misch VERRRÜÜÜCCCKKKKT! Was für bescheuerte Sätze du da rausgekramt hast! Ich hab sie auch schon alle und jeden einzeln gehört. Aber mit jemandem der so eine Meinung hat, kann man i.d.R. auch nicht diskutieren. Fürchterlich. Äh und Steffi von Freileben……die ist ja mal der Hammer! Ich kannte sie noch gar nicht und bin echt beeindruckt! Smak, Anne

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 20:02

      Ich hab die ja gar nicht rausgekramt, sondern die Anderen ;). Aber ja…mich macht das auch immer ganz verrückt, diese seltsamen Meinungen. Ich würde ja echt gerne mal mit jemandem diskutieren, der so ne ganz andere Meinung hat als ich. Auch wenn das online immer etwas schwierig ist. Ich denk da nur an Spiegel Online ;). Und ja, die Stephanie…dagegen sind wir reisetechnisch ja Waisenkinder. Knutsch, Nadine

  • Reply Anne 29. September 2016 at 14:06

    Diese Vorurteile machen misch VERRRÜÜÜCCCKKKKT! Was für bescheuerte Sätze du da rausgekramt hast! Ich hab sie auch schon alle und jeden einzeln gehört. Aber mit jemandem der so eine Meinung hat, kann man i.d.R. auch nicht diskutieren. Fürchterlich. Äh und Steffi von Freileben……die ist ja mal der Hammer! Ich kannte sie noch gar nicht und bin echt beeindruckt! Smak, Anne

    • Reply Nadine 29. September 2016 at 20:02

      Ich hab die ja gar nicht rausgekramt, sondern die Anderen ;). Aber ja…mich macht das auch immer ganz verrückt, diese seltsamen Meinungen. Ich würde ja echt gerne mal mit jemandem diskutieren, der so ne ganz andere Meinung hat als ich. Auch wenn das online immer etwas schwierig ist. Ich denk da nur an Spiegel Online ;). Und ja, die Stephanie…dagegen sind wir reisetechnisch ja Waisenkinder. Knutsch, Nadine

  • Reply Ines 30. September 2016 at 7:11

    Herrlich traurig, diese ganzen Kommentare. Ich wurde mal in einem online-Forum so schräg angemacht. Wir haben damals ein paar Jahre in China gelebt und sind mit unserer Tochter auch entsprechend viel gereist. Im Forum fragte ich nach einem ’stadttauglichen Buggy‘ für eine 4jährige. Ich glaub, ich hab damals nicht eine Antwort auf meine Frage bekommen, sondern ausschließlich Kommentare, wie unverantwortlich und völlig unnötig und überflüssig es wäre, mit einem Kind in diesem Alter durch Großstädte zu ziehen, es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu zerren, ihm anderen Klima und fremden Essen auszusetzen etc. Kinder gehörten in eine ruhige Umgebung, mit viel Natur drumherum, Langstreckenflüge, ach, Flüge allgemein seien schädlich und so weiter und so fort.

    Wir haben dann ohne Empfehlung einen neuen Buggy gekauft, mit dem wir stundenlang durch asiatische Großstädte gelaufen sind – mit einem sehr zufriedenen Kind darin. Ich sehe nicht, dass unsere inzwischen 9jährige Tochter Schaden genommen hätte 😉

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:02

      Oha, ich kann es mir lebhaft vorstellen, Ines. Ich bin über Umwege auch mal in einem Forum für Malediven-Reisen gelandet, weil ich wissen wollte, was mit Kindern am Besten ist. Frag nicht….das Grauen. Die Person die nach ner Malediven-Reise mit Kind gefragt hat, tat mir echt leid. Hätte mich interessiert, ob sie es danach noch gemacht hat. LG/ Nadine

  • Reply Ines 30. September 2016 at 7:11

    Herrlich traurig, diese ganzen Kommentare. Ich wurde mal in einem online-Forum so schräg angemacht. Wir haben damals ein paar Jahre in China gelebt und sind mit unserer Tochter auch entsprechend viel gereist. Im Forum fragte ich nach einem ’stadttauglichen Buggy‘ für eine 4jährige. Ich glaub, ich hab damals nicht eine Antwort auf meine Frage bekommen, sondern ausschließlich Kommentare, wie unverantwortlich und völlig unnötig und überflüssig es wäre, mit einem Kind in diesem Alter durch Großstädte zu ziehen, es von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu zerren, ihm anderen Klima und fremden Essen auszusetzen etc. Kinder gehörten in eine ruhige Umgebung, mit viel Natur drumherum, Langstreckenflüge, ach, Flüge allgemein seien schädlich und so weiter und so fort.

    Wir haben dann ohne Empfehlung einen neuen Buggy gekauft, mit dem wir stundenlang durch asiatische Großstädte gelaufen sind – mit einem sehr zufriedenen Kind darin. Ich sehe nicht, dass unsere inzwischen 9jährige Tochter Schaden genommen hätte 😉

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:02

      Oha, ich kann es mir lebhaft vorstellen, Ines. Ich bin über Umwege auch mal in einem Forum für Malediven-Reisen gelandet, weil ich wissen wollte, was mit Kindern am Besten ist. Frag nicht….das Grauen. Die Person die nach ner Malediven-Reise mit Kind gefragt hat, tat mir echt leid. Hätte mich interessiert, ob sie es danach noch gemacht hat. LG/ Nadine

  • Reply Sabine 30. September 2016 at 11:59

    Liebe Nadine,
    dieser Beitrag gefällt mir seeehr gut :-)!
    Räumt er doch mit vielen Vorurteilen auf. Auch wir stießen oft auf Unverständnis, mit Kindern so oft und weit auf Reisen zu gehen. Für uns alle jedoch, waren es unglaublich tolle Erfahrungen. Keine davon möchte ich missen!
    Wir stehen jetzt allerdings bereits vor der gegensätzlichen Frage: „Wie könnt ihr nur ohne euren Teenager verreisen und ihn einfach zu Hause lassen?“ Unser Großer hat sich geweigert mit auf Reisen zu gehen, so nach dem Motto „Null Bock“. Wir sind dann aber trotzdem (nur zu dritt) verreist und das konnten viele gar nicht verstehen. In meinem neuen Beitrag habe ich jetzt endlich mal aufgeschrieben, wie es denn für uns so war als „unvollständige“ Familie auf Reisen.
    Meine Empfehlung: Leute, lasst euch nicht davon abbringen, mit euren Kindern die Welt zu erkunden. Es gibt nichts Schöneres und die Zeit mit den Kids ist begrenzt!

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:06

      Oh, das kann ich mir sehr gut vorstellen, Sabine. Ich zähle auch schon die letzten Jährchen bis zur letzten Reise mit dem großen Sohnemann und es bricht mir schon halb das Herz. Und dabei steuert ihr ja sogar spannende Ziele an und fahrt nicht nur Ommi-Oppi-mäßig in den Schwarzwald. Ich erinnere mich aber auch noch zu gut daran, daß ich mit 15 nun echt keine Lust mehr auf Nordsee mit meinen Eltern hatte.

      Die haben mich dann trotzdem mitgeschleift, aber ob das für die so erholsam war, bezweifle ich. Vielleicht lässt man die kids dann echt besser daheim oder lässt sie mit einer Jugendgruppe verreisen. Sonst hat ja keiner was davon. Ich verfolge das mal gespannt bei Dir. Und ja….die Zeit ist leider echt so begrenzt. Was sind schon 14-15 Jahre? Snief.

  • Reply Sabine 30. September 2016 at 11:59

    Liebe Nadine,
    dieser Beitrag gefällt mir seeehr gut :-)!
    Räumt er doch mit vielen Vorurteilen auf. Auch wir stießen oft auf Unverständnis, mit Kindern so oft und weit auf Reisen zu gehen. Für uns alle jedoch, waren es unglaublich tolle Erfahrungen. Keine davon möchte ich missen!
    Wir stehen jetzt allerdings bereits vor der gegensätzlichen Frage: „Wie könnt ihr nur ohne euren Teenager verreisen und ihn einfach zu Hause lassen?“ Unser Großer hat sich geweigert mit auf Reisen zu gehen, so nach dem Motto „Null Bock“. Wir sind dann aber trotzdem (nur zu dritt) verreist und das konnten viele gar nicht verstehen. In meinem neuen Beitrag habe ich jetzt endlich mal aufgeschrieben, wie es denn für uns so war als „unvollständige“ Familie auf Reisen.
    Meine Empfehlung: Leute, lasst euch nicht davon abbringen, mit euren Kindern die Welt zu erkunden. Es gibt nichts Schöneres und die Zeit mit den Kids ist begrenzt!

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:06

      Oh, das kann ich mir sehr gut vorstellen, Sabine. Ich zähle auch schon die letzten Jährchen bis zur letzten Reise mit dem großen Sohnemann und es bricht mir schon halb das Herz. Und dabei steuert ihr ja sogar spannende Ziele an und fahrt nicht nur Ommi-Oppi-mäßig in den Schwarzwald. Ich erinnere mich aber auch noch zu gut daran, daß ich mit 15 nun echt keine Lust mehr auf Nordsee mit meinen Eltern hatte.

      Die haben mich dann trotzdem mitgeschleift, aber ob das für die so erholsam war, bezweifle ich. Vielleicht lässt man die kids dann echt besser daheim oder lässt sie mit einer Jugendgruppe verreisen. Sonst hat ja keiner was davon. Ich verfolge das mal gespannt bei Dir. Und ja….die Zeit ist leider echt so begrenzt. Was sind schon 14-15 Jahre? Snief.

  • Reply flögi 30. September 2016 at 13:49

    Alles Blödsinn! 🙂
    Hallo Nadine,
    ich selber habe ja kein Kind (eben weil man damit nicht reisen kann 🙂 Quatsch, aus anderem Grund natürlich), aber wenn ich welche hätte, würde ich mit denen genauso reisen.
    Eine Freundin von mir, hat mit ihrem dreimonatigem Baby nach Griechenland auf Urlaub gereist, und sogar gezeltet, da hat sie in ihrem Blog auch viel negatives bekommen. Ich finde, wir leben nicht mehr in den Steinzeiten, je man offener ist, desto mehr trainiert man sein Kind, und sichert ihm mehr Abwehr etc. Kinder, die nur in der Wohnung sitzen, und von alles geschont werden, sind schließlich ständig krank…
    Also, ich bin absolut auf deiner Seite.
    Deine Gastposten habe ich jetzt nicht gelesen, da es zu lang ist und habe keine Zeit, aber später lese ich noch evtl.
    Einziges muß ich aber doch dazu sagen, daß das Kind das Reisen kaputt machen kann, stimmt schon ein bißchen, meiner Meinung nach, wenn die Schule anfängt, da kann man nur noch in den sündhaft teueren Ferienzeiten weggehen, wo auch alle anderen Kollegen wollen, die Kinder haben, dadurch, bei uns z.B. dürfen gleichzeitg max. zwei Kollegen weg und auch max. für zwei Wochen am Stück. Es würde mir schrecklich, da wir auch mal gerne einen ganzen Monat lang weg sind und wir reisen immer in Schulzeiten, auch sehr gerne im Winter, wo die Reisen viel billiger sind.
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:09

      Danke schön, Flögi. Ja, mit den Ferienzeiten muß ich Dir leider Recht geben. Das ist echt ne Katastrophe. Das liegt aber meiner Meinung nach an den steinzeitlichen Schulregeln. Ich hab letztens von einer Schule in Holland gelesen, wo es keine offiziellen Ferienzeiten mehr gibt und jeder weg kann, wann er will, da die Kinder alle am IPad total individuell lernen. Ich war völlig geflasht von dem System. Jetzt muß ich wohl nach Holland ziehen :). GlG, Nadine

  • Reply flögi 30. September 2016 at 13:49

    Alles Blödsinn! 🙂
    Hallo Nadine,
    ich selber habe ja kein Kind (eben weil man damit nicht reisen kann 🙂 Quatsch, aus anderem Grund natürlich), aber wenn ich welche hätte, würde ich mit denen genauso reisen.
    Eine Freundin von mir, hat mit ihrem dreimonatigem Baby nach Griechenland auf Urlaub gereist, und sogar gezeltet, da hat sie in ihrem Blog auch viel negatives bekommen. Ich finde, wir leben nicht mehr in den Steinzeiten, je man offener ist, desto mehr trainiert man sein Kind, und sichert ihm mehr Abwehr etc. Kinder, die nur in der Wohnung sitzen, und von alles geschont werden, sind schließlich ständig krank…
    Also, ich bin absolut auf deiner Seite.
    Deine Gastposten habe ich jetzt nicht gelesen, da es zu lang ist und habe keine Zeit, aber später lese ich noch evtl.
    Einziges muß ich aber doch dazu sagen, daß das Kind das Reisen kaputt machen kann, stimmt schon ein bißchen, meiner Meinung nach, wenn die Schule anfängt, da kann man nur noch in den sündhaft teueren Ferienzeiten weggehen, wo auch alle anderen Kollegen wollen, die Kinder haben, dadurch, bei uns z.B. dürfen gleichzeitg max. zwei Kollegen weg und auch max. für zwei Wochen am Stück. Es würde mir schrecklich, da wir auch mal gerne einen ganzen Monat lang weg sind und wir reisen immer in Schulzeiten, auch sehr gerne im Winter, wo die Reisen viel billiger sind.
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 2. Oktober 2016 at 20:09

      Danke schön, Flögi. Ja, mit den Ferienzeiten muß ich Dir leider Recht geben. Das ist echt ne Katastrophe. Das liegt aber meiner Meinung nach an den steinzeitlichen Schulregeln. Ich hab letztens von einer Schule in Holland gelesen, wo es keine offiziellen Ferienzeiten mehr gibt und jeder weg kann, wann er will, da die Kinder alle am IPad total individuell lernen. Ich war völlig geflasht von dem System. Jetzt muß ich wohl nach Holland ziehen :). GlG, Nadine

  • Reply flögi 30. September 2016 at 18:12

    Jetzt alles gelesen. Tolle Geschichten und sie habe dabei so viel Recht. Alles was denen vorgeworfen wird ist einfach total dumm. LG

  • Reply flögi 30. September 2016 at 18:12

    Jetzt alles gelesen. Tolle Geschichten und sie habe dabei so viel Recht. Alles was denen vorgeworfen wird ist einfach total dumm. LG

  • Reply Stephie 3. Oktober 2016 at 17:07

    Liebe Nadine,
    das ist eine wirklich tolle Zusammenfassung geworden. Habe sie gleich viermal gelesen 😉 Vermutlich könntest du eine wöchentliche Serie machen aus der Liste an Vorurteilen. Ich finde, jeder sollte auf seinen Bauch hören. Die einen fühlen sich an der Ostsee wohl und die anderen eben am anderen Ende der Welt. Jeder zerrt doch von seinem Erfahrungsschatz und kein Elternteil würde doch sein Kind bewusst Gefahren aussetzen, denen man selber nicht gewachsen ist. Am Ende beeinflusst unser Erfahrungsschatz unser Tun und Handeln und so gehen wir Reisen auch mit der nötigen Souveränität an, die eben auch eine Fernreise bedarf oder auch der Urlaub an der Ostsee.

    • Reply Nadine 4. Oktober 2016 at 8:44

      Haha. Nee, das muß dann doch nicht sein, Stephie. Wir wollen am Ende doch nur Positives über das Reisen mit Kindern vermitteln und dem Geunke und Gemecker nicht zuviel Bedeutung beimessen. Aber es freut mich, daß Dir der Artikel gefallen hat und bei allem Anderen gebe ich Dir völlig Recht. Es ist wurscht, ob wir den Südpazifik oder die Ostsee mit unseren Kindern entdecken. Hauptsache wir tun es überhaupt. GlG, Nadine

  • Reply Stephie 3. Oktober 2016 at 17:07

    Liebe Nadine,
    das ist eine wirklich tolle Zusammenfassung geworden. Habe sie gleich viermal gelesen 😉 Vermutlich könntest du eine wöchentliche Serie machen aus der Liste an Vorurteilen. Ich finde, jeder sollte auf seinen Bauch hören. Die einen fühlen sich an der Ostsee wohl und die anderen eben am anderen Ende der Welt. Jeder zerrt doch von seinem Erfahrungsschatz und kein Elternteil würde doch sein Kind bewusst Gefahren aussetzen, denen man selber nicht gewachsen ist. Am Ende beeinflusst unser Erfahrungsschatz unser Tun und Handeln und so gehen wir Reisen auch mit der nötigen Souveränität an, die eben auch eine Fernreise bedarf oder auch der Urlaub an der Ostsee.

    • Reply Nadine 4. Oktober 2016 at 8:44

      Haha. Nee, das muß dann doch nicht sein, Stephie. Wir wollen am Ende doch nur Positives über das Reisen mit Kindern vermitteln und dem Geunke und Gemecker nicht zuviel Bedeutung beimessen. Aber es freut mich, daß Dir der Artikel gefallen hat und bei allem Anderen gebe ich Dir völlig Recht. Es ist wurscht, ob wir den Südpazifik oder die Ostsee mit unseren Kindern entdecken. Hauptsache wir tun es überhaupt. GlG, Nadine

  • Reply Julia 5. Oktober 2016 at 13:03

    Wir haben fast jeden der oben zitierten Kommentare schon mal gehört … zum Glück passiert uns das nicht sooo häufig und wenn dann kommen solche Bemerkungen eher von (entfernten) Bekannten oder Leuten, mit denen man sich auf einer Party unterhält. Das kann ich dann ganz gut an mir abprallen lassen. Umso mehr freue ich mich über Situationen wie wir sie zuletzt diesen Sommer erlebt haben, als wir im Bulli mit unserer Dreijährigen bis nach Montenegro gefahren sind. Auf dem Campingplatz im Durmitor Nationalpark saßen wir mit einigen anderen Reisenden zusammen und plauderten und ein junges Pärchen aus den Niederlanden sagte irgendwann zu mir: Wenn wir mal Kinder haben, wollen wir das genau so wie ihr machen!

    • Reply Nadine 6. Oktober 2016 at 20:06

      Nein, zum Glück haben wir das auch nicht soooo oft gehört, Julia. Nur hin und wieder mal und auch das fand ich schon nervig. Aber es prallt insofern an mir ab, als das wir trotzdem alles machen :). Ich bin aber immer wieder erschrocken darüber, welche Angst-Diskussionen es z.T. auf anderen Blogs gibt, wenn es um das Thema Kinder bekommen „Ja oder Nein“ geht. Viele haben halt Sorge eben nicht mehr reisen zu können. Und das ist ja nun echt totaler Quatsch!

  • Reply Julia 5. Oktober 2016 at 13:03

    Wir haben fast jeden der oben zitierten Kommentare schon mal gehört … zum Glück passiert uns das nicht sooo häufig und wenn dann kommen solche Bemerkungen eher von (entfernten) Bekannten oder Leuten, mit denen man sich auf einer Party unterhält. Das kann ich dann ganz gut an mir abprallen lassen. Umso mehr freue ich mich über Situationen wie wir sie zuletzt diesen Sommer erlebt haben, als wir im Bulli mit unserer Dreijährigen bis nach Montenegro gefahren sind. Auf dem Campingplatz im Durmitor Nationalpark saßen wir mit einigen anderen Reisenden zusammen und plauderten und ein junges Pärchen aus den Niederlanden sagte irgendwann zu mir: Wenn wir mal Kinder haben, wollen wir das genau so wie ihr machen!

    • Reply Nadine 6. Oktober 2016 at 20:06

      Nein, zum Glück haben wir das auch nicht soooo oft gehört, Julia. Nur hin und wieder mal und auch das fand ich schon nervig. Aber es prallt insofern an mir ab, als das wir trotzdem alles machen :). Ich bin aber immer wieder erschrocken darüber, welche Angst-Diskussionen es z.T. auf anderen Blogs gibt, wenn es um das Thema Kinder bekommen „Ja oder Nein“ geht. Viele haben halt Sorge eben nicht mehr reisen zu können. Und das ist ja nun echt totaler Quatsch!

  • Reply Katrin 6. Oktober 2016 at 12:38

    Hi,
    ein sehr interessanter und ermutigender Blogeintrag. Wir haben von Anfang an versucht, unseren jetzt 3 (bald 3,5) jährigen Sohn in unsere Reise- und Ausflugsbegeisterung miteinzubeziehen. Sehr lustig, wenn er darüber erzählt wo er schon war und was Danke auf der jeweiligen Landessprache heisst. Konkrete Reiseziele fürs nächste Jahr hat er schon 🙂

    Das führt mich zu einer Frage: Was haltet ihr von Südafrika (Kapstadt und the Garden Route) mit kleinen Kindern? Mich schreckt im Prinzip nur der lange Flug ab. Der längste Flug für ihn ging nach Fuerteventura vom Rheinland aus.

    Ganz liebe Grüße und noch viele spannende Reisen!

    • Reply Nadine 6. Oktober 2016 at 20:03

      Hallo Katrin, über Kapstadt und die Garden Route kann ich Dir erst im Frühjahr mehr erzählen, denn wir werden im Februar dorthin fliegen. Und ja, der Flug ist doof lang, aber der geht bei uns hin und zurück über Nacht. Da pennen die Kurzen ja dann auch fast immer. Also machen! 🙂 Immerhin hast Du dann dort keine Zeitverschiebung. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply Katrin 6. Oktober 2016 at 12:38

    Hi,
    ein sehr interessanter und ermutigender Blogeintrag. Wir haben von Anfang an versucht, unseren jetzt 3 (bald 3,5) jährigen Sohn in unsere Reise- und Ausflugsbegeisterung miteinzubeziehen. Sehr lustig, wenn er darüber erzählt wo er schon war und was Danke auf der jeweiligen Landessprache heisst. Konkrete Reiseziele fürs nächste Jahr hat er schon 🙂

    Das führt mich zu einer Frage: Was haltet ihr von Südafrika (Kapstadt und the Garden Route) mit kleinen Kindern? Mich schreckt im Prinzip nur der lange Flug ab. Der längste Flug für ihn ging nach Fuerteventura vom Rheinland aus.

    Ganz liebe Grüße und noch viele spannende Reisen!

    • Reply Nadine 6. Oktober 2016 at 20:03

      Hallo Katrin, über Kapstadt und die Garden Route kann ich Dir erst im Frühjahr mehr erzählen, denn wir werden im Februar dorthin fliegen. Und ja, der Flug ist doof lang, aber der geht bei uns hin und zurück über Nacht. Da pennen die Kurzen ja dann auch fast immer. Also machen! 🙂 Immerhin hast Du dann dort keine Zeitverschiebung. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply Christian (fourtravelers) 19. Oktober 2016 at 15:58

    Interessanter Beitrag. Wenn ich bedenke das unser ältester von 6 Jahren sich bereits an seinen Urlaub mit gerade 2 Jahren an Details erinnert finde ich es schon erstaunlich. Ich finde es immer witzig zu erraten welchen Urlaub er wohl meint, wenn so Sprüche oder Fragen kommen, wann wir wieder zu dem großen Regen, zu dem blauen Haus, zu dem kleinen Urlaub etc. fahren 🙂 Sehr berührend fand ich die letzte Reise nach Kreta im Alter von 6 Jahren wo er außerhalb der heilen Welt der Hotelanlage gesehen hat, dass nicht jedes Land so Reich ist wie Deutschland und er ganz traurig war über die vielen Straßenkatzten die abgemagert auf der Suche nach Essen waren. Aber genau das sind wichtige Eindrücke für Kinder, die sie auch in der Schule anderen Kindern im Vorraus sind mit denen die Eltern jedes Jahr den gleichen Urlaub machen. Letztendlich sollte doch jeder so Reisen wie er meint. Und die Leute die sagen, mir reicht es hier ich habe kein Verlangen nach fremden Ländern, dann ist das für die auch gut. Da sagen wir ja auch nicht, wie kannst du bloß nicht verreisen wollen.

  • Reply Christian (fourtravelers) 19. Oktober 2016 at 15:58

    Interessanter Beitrag. Wenn ich bedenke das unser ältester von 6 Jahren sich bereits an seinen Urlaub mit gerade 2 Jahren an Details erinnert finde ich es schon erstaunlich. Ich finde es immer witzig zu erraten welchen Urlaub er wohl meint, wenn so Sprüche oder Fragen kommen, wann wir wieder zu dem großen Regen, zu dem blauen Haus, zu dem kleinen Urlaub etc. fahren 🙂 Sehr berührend fand ich die letzte Reise nach Kreta im Alter von 6 Jahren wo er außerhalb der heilen Welt der Hotelanlage gesehen hat, dass nicht jedes Land so Reich ist wie Deutschland und er ganz traurig war über die vielen Straßenkatzten die abgemagert auf der Suche nach Essen waren. Aber genau das sind wichtige Eindrücke für Kinder, die sie auch in der Schule anderen Kindern im Vorraus sind mit denen die Eltern jedes Jahr den gleichen Urlaub machen. Letztendlich sollte doch jeder so Reisen wie er meint. Und die Leute die sagen, mir reicht es hier ich habe kein Verlangen nach fremden Ländern, dann ist das für die auch gut. Da sagen wir ja auch nicht, wie kannst du bloß nicht verreisen wollen.

  • Reply Franz 5. Dezember 2016 at 1:13

    Wir reisen auch viel und gerne mit drei Kindern. Was mich an den Blogs aber stört, dass es meist um Fernreisen/Flugreisen geht und die sind aus ökologischen Gründen einfach echt Mit. Das ist für mich der wahre Egoismus dahinter. Warum nicht mit der Bahn die Welt entdecken. Das ist sauberer und für die Kinder eine großartige Erfahrung.

  • Reply Franz 5. Dezember 2016 at 1:13

    Wir reisen auch viel und gerne mit drei Kindern. Was mich an den Blogs aber stört, dass es meist um Fernreisen/Flugreisen geht und die sind aus ökologischen Gründen einfach echt Mit. Das ist für mich der wahre Egoismus dahinter. Warum nicht mit der Bahn die Welt entdecken. Das ist sauberer und für die Kinder eine großartige Erfahrung.

  • Reply Maach et joot altes Leben • Zeit Abschied zu nehmen › Takly on tour • Der Reise - und Camping - Blog 22. März 2018 at 0:34

    […] • Nadine von Planet Hibbel: „Mit Kindern ist das Reisen erstmal (nicht) vorbei“ und „Erfahrungsberichte von 9 Familien-Reisebloggern“ […]

  • Reply Maach et joot altes Leben • Zeit Abschied zu nehmen › Takly on tour • Der Reise - und Camping - Blog 22. März 2018 at 0:34

    […] • Nadine von Planet Hibbel: „Mit Kindern ist das Reisen erstmal (nicht) vorbei“ und „Erfahrungsberichte von 9 Familien-Reisebloggern“ […]

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