Köln

Eine Zeitreise ins schaurige Mittelalter

Wie oft bin ich schon am Dom vorbeigehetzt, ohne ihn kaum eines Blickes zu würdigen? Wann bin ich das letzte Mal durch die touristengebeutelte Kölner Altstadt gelaufen? Und habe ich überhaupt mal ein Kölner Museum von innen gesehen? Ist es nicht seltsam, daß man im Urlaub jedes Touri-Highlight abgrast, sich in seiner eigenen Stadt solche Dinge aber meist nicht anschaut?

Das letzte Wochenende stand also unter dem Motto „Entdecke (mal wieder) Deine Stadt“ und so haben der Junior und ich bei strahlendem Sonnenschein an einer Stadtführung für Kinder teilgenommen, die mir mal wieder ein bisschen die Augen für das schöne Köln geöffnet hat. Denn wenn ich ehrlich bin, finde ich Köln relativ hässlich und liebe diese Stadt eigentlich mehr wegen der Menschen und deren Mentalität.Das Thema der Kinderführung von inside cologne war „schrecklich schöne Schauermärchen“ und der Junior hatte erst ein bisschen Muffen vor zu vielen Geschichten über böse Geister. Los ging es am Heinzelmännchenbrunnen und unser Guide erzählte den Kindern zum Einstieg die Geschichte der kleinen Kobolde, die ja eigentlich nur Gutes getan haben. Angst verflogen :).

Weiter ging es zum Dom, dem Touri-Highlight Deutschlands und ich war erstaunt, wieviel ich noch nicht über ihn wusste. Nämlich das vor dem Dom noch ein anderer Dom auf dem Hügel stand. Das der Fluch „des nie fertig werdens“ auf ihm liegt. Warum er ständig von Gerüsten verschandelt wird (herabfallende Steine) und daß die bösen Geister an der Fassade ihresgleichen vorm Reinkommen hindern sollen.Wir haben in der Altstadt archäologische Ausgrabungsstätten bestaunt (war mir völlig neu, das es die überhaupt gibt), das sehr römisch anmutende alte Rathaus bewundert und erfahren, daß zu alten Zeiten am Karfreitag immer eine brennende Kutsche samt Bürgermeister durch die Judengasse zur Hölle gefahren sein soll.

Ich weiß nicht wen es mehr gegruselt hat. Ich nehme an mich, denn der Junior meinte nach einer Stunde Führung:  Mama, das war ja nicht besonders spannend ;). Interessant war es aber allemal, denn danach liefen wir Zwei noch durch die Kölner Altstadt auf der Suche nach den schaurig aussehenden Grinköpfen an den Hauswänden.

Warum also immer nur in die Ferne schweifen, wenn es vor der Haustür auch soviel Spannendes zu entdecken gibt. Wenn man schon gebürtiger Kölner ist (wie die drei Herren im Hause Hibbel), sollte man sich auch mal die superspannende Geschichte seiner Stadt zu Gemüte führen. Unser Winterprogramm 2013/2014 steht. Fortsetzung folgt also….  

Disclaimer: Die Tickets für die Kinder-Stadtführung wurden mir von rent-a-guide.net zur Verfügung gestellt. Ein herzliches Dankeschön dafür. Meine Meinung zu der Führung ist meine eigene.

15 Kommentare

  1. Ach wie schön!
    Ich war doch tatsächlich noch nie in Köln (ok, ich bin mal mit dem Zug durchgefahren….aber das gilt nicht).
    GLG von der, die dich schon lange kennt 😉

  2. WOW! Tolle Fotos! Ich muss dringendST nach Köln, das steht nun schon so lange ganz ganz oben auf der Ausflugs-To-Do-Liste 😉

    liebe Grüße
    Anne

  3. Im ersten Moment dachte ich gerade, das wäre das Ulmer Münster 🙂
    das ja ganz in unserer Nähe steht.
    Ich war leider auch noch nie in Köln.
    Oder doch? Ich glaube mit dem Turnverein war ich dort mal auf den Deutschen Meisterschaften.
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

  4. Das klingt toll! Beim Thema Kölner Dom kann ich immer nicht an mich halten und muss damit herausplatzen: Die Türme sind aus Obernkirchener Sandstein, und auch die Renovierungsarbeiten werden heute alle mit Obernkirchener Sandstein ausgeführt, weil der eine exzellente Qualität hat, wie ich als Obernkirchener Lokalpatriotin nur immer wieder betonen kann. 🙂 (Wir Obernkirchener haben nicht so ganz viel, auf das wir stolz sein können. Außer natürlich die Dinospuren, die im Sandstein gefunden wurden. Aber ich bin mal nicht so frech und setze den Link zu meinem entsprechenden Blogpost drunter. 😉 ) Jedenfalls fühlen wir Obernkirchener uns gern unheimlich mit Köln verbunden, obwohl wahrscheinlich selbst der Stadtführer keine Ahnung davon gehabt hätte, dass den Dom irgendwas mit einer winzigen Stadt in Norddeutschland verbindet. 🙂

    Viele Grüße,
    Lena

    • Haha…danke für die Aufklärung, Lena. Ich gestehe: von Obernkirchen hab ich noch nie gehört und wahrscheinlich kennt das wirklich kein Stadtführer. Eigentlich sollte Obernkirchen ja fast Partnerstadt von Köln sein, oder? GlG, Nadine

    • Dann musst du unbedingt mal vorbeikommen, damit du anschließend das Wort verbreiten kannst in Köln! 🙂 Ich geb euch liebend gern eine Privatführung durch die Dinospuren.

      LG,
      Lena

  5. Mich hat die Geschichte und alles rund um den Dom schon immer fasziniert. Schon in der Schule viel über meine Geburtsstadt gelernt, haben wir auch viele Ausflüge zu den Ausgrabungsstädten, ins Römisch-Gemanische Museum und in und auf den Dom gemacht. So kann ich mit Stolz sagen dass ich sogar schon zwei Mal oben gewesen bin^^

    Ich weiß zwar nicht wie die Stadt selber heute noch ist, aber all die Geschichte drumherum werde ich wohl immer faszinierende finden.

    Du hast aber vollkommen Recht: man sollte immer die Augen aufmachen und die Sachen vor der Haustüre nie vergessen. Finde es toll dass ihr es Köln nun so entdecken konntet.

    Liebe Grüssle

    Nova

    Ach…übrigens verbindet mich hier auch immer noch etwas mit Köln. Musste gerade wieder lachen, denn ohne was gemacht zu haben steht auf meinem Kennzeichen 4711 *rofl*

    • Chrchr…das wusste das spanische KFZ-Amt sicher, das Du ne verkappte Kölnerin bist ;). Und stimmt…mit der Schule war ich tatsächlich auch mal im Römisch-Germanischen Museum. So anno 18hundert…hihi. LG, Nadine

  6. UAH – spooky!!! Stimmt mich richtig schon ein bisschen auf Halloween ein… :)) Du hast absolut Recht – in den Stadtgeschichten gibt es viel Spannendes zu entdecken. Neulich hatte jemand aus unserer Dorf-Gegend über eine Schlacht auf einem nahen Feld berichtet. Wie es dazu kam und was dann passierte, war richtig spannend zu lesen. Geschichte – so nah und anschaulich…Liebste Grüße, Anette

    • So ein Feld gibt es bei uns auch. Da fand die Schlacht von Worringen statt. Find ich auch immer ein bisschen spooky wenn wir da mal spazieren gehen. Da haben die sich dann früher mit Äxten und Schwertern die Rübe eingehaun. Grusel….

  7. Ja wieso hat denn DERDIEDASBLOGGER deinen Post verschluckt???? Hää???? Ich hab ihn jetzt erst gesehen?!?! Köln find ich auf jeden Fall spannend…..bestimmt spannender als Düsseldorf ;-DDD…..ne im Ernst. Mein Vater war ja Bauingenieur und hat eigentlich auf jeder Baustelle in Köln römischen Kram ausgebuddelt, die dollsten Sachen…..das hat mich schon als Kind gethrillt, auf was für Schätzen man da so unwissend rumläuft. Deshalb fand ich schon früh auch das Römisch germanische Museum spannend, weil das da dann ja alles gelandet ist und ichs mir anschauen konnte. Bleib weiter auf der Fährte 😉 Anne

    • Ach echt….dann hätte Dein Vater auch sicher mal ein paar Mammutstoßzähne beim Bau der Kölner U-Bahn gefunden. Wie in D´dorf. ;))) Ich frag mich ja auch immer, ob wir hier in unserem alten Bauernhäuschen nicht noch auf alten Schätzen sitzen. Das wärs… Ach echt, ich wurde verschluckt? Unverschämtheit. Passiert mir bei anderen Blogs aber auch manchmal. Winke Winke!

  8. Pingback: Schaurig, schöne Kinder – Spunktour in Köln. “Planet Hibbel” hat sie getestet! | rent-a-guide Reisemagazin

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