Startschuss für Planet Hibbel
Live what you love

27. Oktober 2011

Warum leben wir so selten so wie wir es eigentlich möchten? Warum bleiben Träume so oft einfach nur Träume? Warum trauen wir uns nicht einfach manchmal einen ganz großen Schritt zu gehen? Weil wir am Ende doch einfach nur Angst vor Veränderung haben? Oder weil wir uns einreden wir könnten ja nicht, aus was auch immer für Gründen?

Viele fragen mich, wie wir das einfach so machen können? 2 Monate mal ganz raus. Und das auch noch mit den Kindern? Wie wir uns das leisten können? Was mit unseren Jobs ist?

1) Leisten ist immer eine Sichtweise und Frage der Priorität.

Wir haben (noch und eher unfreiwillig) eine kleine Wohnung und sparen daher Miete. Wir haben nur ein kleines Auto. Wir haben 2 kleine Kinder und gehen selten aus. Spart logischerweise Geld. Uns ist es nicht wichtig ein bis zwei dicke Autos zu fahren. Wir haben nur einen steinalten, ollen Fernseher und alte, abgeschrabbelte Handys (ok, vergessen wir jetzt mal das IPhone das ich kürzlich geeerbt habe). Klamotten shoppen liebe ich zwar, aber mal ernsthaft….wozu brauche ich den neuesten todschicken Fummel? Auf´m Spielplatz würde ich in Stöckelschuhen wohl ne ziemlich lächerliche Figur abgeben. Also, all die Dinge die Anderen vielleicht superwichtig sind und die jede Menge Geld verschlingen, sind uns eher unwichtig. Dafür lieben wir das Reisen. Und geben dafür auch gerne unser Geld aus. Denn die Erinnerungen an Erlebnisse und Abenteuer bleiben und machen dauerhaft glücklich. Der neue PC wohl nur kurzfristig. Und nein….wir haben nicht Geld wie Heu…..aber wir leisten uns halt diesen Luxus. Und verzichten auf Anderen.

2) Wir sind (mehr oder weniger) ungebunden.

Wir haben kein großes Haus oder ne Eigentumswohnung und sind daher finanziell ungebunden. Ok, ich gebe zu, ich hätte das natürlich auch gerne. Ein schönes Zuhause, das MEIN ist. Aber bis jetzt hat es sich nicht ergeben oder es hat nicht gepasst. Aber wer weiß….vielleicht wenn wir mal groß sind ;). Ich bin in Elternzeit und meinem AG ist es wurscht was ich mache. Herr Hibbel ist Freiberufler und braucht zum Arbeiten nur einen anständigen PC. Und mit dem könnte er rein theoretisch von jedem Ort der Welt aus arbeiten. J. ist noch im Kindergarten. Daher ergreifen wir die Chance, bevor er in die Schule kommt. Und M. ist ein Baby.

3) Man muss sich einfach trauen.

Ist eigentlich ganz einfach. Ok, man macht sich vorher immer 3 Trillionen Gedanken. Was ist mit meiner Wohnung? Den Möbeln? Meinem Auto? Meinem Job? etc. etc. Völlig normal. Aber…..ne neue Wohnung findet man immer wieder. Ein neues Auto auch. Möbel kann man unterstellen. Den Job evtl. für ne Zeit auf Eis legen (Sabbatical?). Ok, das mit dem Job wird zugegebenermaßen nicht einfacher je älter man wird.
Ich habe zweimal alles für jeweils 1 Jahr aufgegeben. Und verückterweise sogar meinen verdammt guten Job bei RTL dafür gekündigt. Jedes Mal habe ich danach neu angefangen. Bin aber nie unter der Brücke gelandet. Ich gebe zu…..da war ich allein und ungebunden und musste für niemanden außer mich selbst verantwortlich sein. Ob ich das jetzt wieder machen würde, stelle ich jetzt auch mal in Frage. Aber dafür fahren wir halt auch nur 2 Monate und nicht 12. Weil wir lieber nur „kurz“ gehen, als gar nicht. Weil die Vorbereitung und finanziellen Mittel dann doch eher überschaubar sind. Und weil wir eine Patchworkfamilie sind und J. nicht solange auf seinen Papa verzichten kann, soll, muss. Aber das ist ein anderes Thema und dazu ein anderes Mal mehr.

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8 Comments

  • Reply RALV 31. Oktober 2011 at 22:42

    Ist doch die absolut ideale Zeit dafür! Wäre Elternzeit für Herrn V. auch nur ansatzweise in Frage gekommen, hätten wir 100% auch so was gemacht. Ich find´s supertoll.

  • Reply RALV 31. Oktober 2011 at 22:42

    Ist doch die absolut ideale Zeit dafür! Wäre Elternzeit für Herrn V. auch nur ansatzweise in Frage gekommen, hätten wir 100% auch so was gemacht. Ich find´s supertoll.

  • Reply einfachundschoen 4. November 2011 at 10:44

    Ich finds soooooooooo genial!!! Und ich werds euch auf jeden Fall nach machen 😉
    Und du hast Recht, es ist eine Frage der Prioritäten. Und ich kann soooo gut verstehen warum ihr eure so gesetzt habt. Ich kann den den Gestank und die Hitze Bangkoks einfach nicht vergessen… es ist wie verliebt sein und das sogar in den wirklich unangenehmsten Teil (den man aber denoch liebt) eines Landes…
    Ich wünsch euch einfach eine sehr, sehr gute Zeit und viel Spaß

  • Reply einfachundschoen 4. November 2011 at 10:44

    Ich finds soooooooooo genial!!! Und ich werds euch auf jeden Fall nach machen 😉
    Und du hast Recht, es ist eine Frage der Prioritäten. Und ich kann soooo gut verstehen warum ihr eure so gesetzt habt. Ich kann den den Gestank und die Hitze Bangkoks einfach nicht vergessen… es ist wie verliebt sein und das sogar in den wirklich unangenehmsten Teil (den man aber denoch liebt) eines Landes…
    Ich wünsch euch einfach eine sehr, sehr gute Zeit und viel Spaß

  • Reply soul and sense 4. November 2011 at 14:04

    Hallo,
    hab gerade Dein Blog gefunden und finde es hier superspannend!!! Komme gerne wieder um mehr zu lesen.
    Lieben Gruß
    Sandra

  • Reply soul and sense 4. November 2011 at 14:04

    Hallo,
    hab gerade Dein Blog gefunden und finde es hier superspannend!!! Komme gerne wieder um mehr zu lesen.
    Lieben Gruß
    Sandra

  • Reply Nina 15. Februar 2014 at 17:30

    Ja, ich denke auch, dass es viel mit Prioritäten setzen zu tun hat; das man für sich das definiert, was wichtig ist… und auf „Unwichtiges verzichtet“ (auch wenn dieses „Unwichtige“ vielleicht für andere ganz wichtig ist).
    Wir haben auf unserer Reise so viele inspirierende Menschen (und auch einige Familien) kennengelernt, die vielleicht viel gewagt, aber auch viel gewonnen haben. Und als grosses Beispiel sehe ich immer meine Mama, die mit mir als Baby angefangen hat, Medizin zu studieren… weil es immer ihr Traum war, Ärztin zu sein (was aber fast unerreichbar war als eines von sieben Kindern im ländlichen Österreich). Also: toll, dass ihr eure Auszeit nehmt. Egal wie lange – Hauptsache, es macht glücklich 🙂

  • Reply Nina 15. Februar 2014 at 17:30

    Ja, ich denke auch, dass es viel mit Prioritäten setzen zu tun hat; das man für sich das definiert, was wichtig ist… und auf „Unwichtiges verzichtet“ (auch wenn dieses „Unwichtige“ vielleicht für andere ganz wichtig ist).
    Wir haben auf unserer Reise so viele inspirierende Menschen (und auch einige Familien) kennengelernt, die vielleicht viel gewagt, aber auch viel gewonnen haben. Und als grosses Beispiel sehe ich immer meine Mama, die mit mir als Baby angefangen hat, Medizin zu studieren… weil es immer ihr Traum war, Ärztin zu sein (was aber fast unerreichbar war als eines von sieben Kindern im ländlichen Österreich). Also: toll, dass ihr eure Auszeit nehmt. Egal wie lange – Hauptsache, es macht glücklich 🙂

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