Mein Leben als Reisebloggerin
Ich räume mal auf: 9 Vorurteile und Tatsachen

18. Juni 2018

Als Reisebloggerin habe ich ein schönes und anstrengendes Leben zugleich. Schön, weil ich das machen kann, was ich am meisten liebe: Reisen und darüber schreiben!! Anstrengend, weil ich damit ein Stück weit in der Öffentlichkeit (und somit manchmal auch am Pranger) stehe und mich dazu noch mit Social Media beschäftigen muß. Beides liegt mir nicht unbedingt so sehr, weil ich nämlich im wahren Leben keine Rampensau bin. Es kommt daher auch immer wieder mal vor, dass ich mich am Liebsten komplett aus dieser „oberflächlichen Internetwelt“ verabschieden und einfach wieder wie früher, analog um die Welt reisen würde. Dieser Zustand hält aber meist nicht lange an, denn erstens liebe ich das Bloggen, zweitens ist das mittlerweile mein Job und drittens bin ich dafür einfach zu hibbelig, aufgeschlossen und neugierig.

Hier haue ich für Euch in die Tasten: mein Homeoffice

Diesen Post hier habe ich eigentlich schon seit einiger Zeit auf Halde liegen, aber nachdem sich mir am Wochenende mal wieder die Haare gesträubt haben, was da besonders auf Instagram für Vorurteile über reisende Influencer herrschen, würde ich gerne mal ein paar Dinge klarstellen.

#1 Ihr bekommt doch eh alles für lau.

Tatsache: Nöö. Nix, Nada, Niente!

Warum sollte mir ernsthaft irgendwer eine Reise schenken? Nur weil ich immer wieder mal zu Pressereisen eingeladen werde oder Blogkooperationen habe, bekomme ich die doch nicht umsonst hinterhergeschmissen. Ich arbeite dafür!! Auch wenn es Menschen gibt, die der Meinung sind, dass das keine anständige Arbeit ist und man dafür ja nichts können muß.  Scheinbar erkennen manche Leute Arbeit nur als solche an, wenn man malochen geht und am Fließband steht. Meine Tätigkeit beschränkt sich halt aufs Recherchieren, Fotografieren, Schreiben und das Marketing rund um meinen Blog und meine Kooperationspartner bekommen im Gegenzug authentische Reiseberichte von mir geliefert.  Tatsache ist, dass das nicht jeder kann und man dafür sehr viel Disziplin braucht und fleißig sein muß. Letzten Endes mache ich wahrscheinlich nicht so viel anderes als ein Journalist, der ebenfalls auf Pressereisen geht, um überhaupt die Artikel schreiben zu können. Die müssen sich wahrscheinlich nur selten bis nie anhören, das sie ja alles für lau bekommen und Schmarotzer sind.

#2 Ihr chillt ständig an den schönsten Orten der Welt herum.

Tatsache: Ja, aber ich chille nicht, ich arbeite!

Wir sind viel und oft unterwegs und das macht natürlich Spaß, denn wir sehen tolle Orte und erleben großartige Sachen. Das ist jedoch gerade auf Pressereisen kein Urlaub!! Unsere Tage sind dann in der Regel von früh bis spät durchgetaktet mit Gesprächsterminen, Besichtigungen, Führungen etc. Gerade mit den Kindern ist das oft sehr anstrengend, daher machen wir das auch nicht allzu oft oder nur mal ein Wochenende. Kinder haben nämlich wenig Bock morgens um 8 Uhr schon irgendwo aufschlagen zu müssen und wenig Verständnis, wenn sie nicht in den tollen Pool gehen dürfen und stattdessen durch irgendwelche Ruinen laufen sollen. Man bekommt mitunter wenig Schlaf, hat den Strand nur aus der Ferne (bzw. fürs Foto) gesehen und ist eigentlich immerzu beschäftigt. Für Euch sieht das aber natürlich einfach nur nach Sommer, Palmen, Sonnenschein aus.

Wenn normale Touristen mit Buch in der Sonne liegen, renne ich jedoch mit der Kamera durchs Hotel, unterhalte mich mit dem Manager oder mache Social Media, um die Leser (also Euch) schon während des Trips auf dem Laufenden zu halten. Die kids müssen des Öfteren mal für Fotos Model stehen, auch wenn sie gerade null Bock haben und total nörgelig drauf sind. Es gab schon Reisen, von denen wir so erschossen nach Hause gekommen sind, dass wir glatt erstmal Urlaub benötigt hätten. Fakt ist: richtig Urlaub, so mit nix tun, haben wir nur selten! Und wenn dann zahlen wir den komplett selber. So wie alle anderen Menschen auch. Nur mit dem Unterschied, das ich trotzdem auch darüber schreibe. Viele unserer Reisen sind jedoch nun mal neben dem Spaß auch viel Arbeit. Es ist allerdings eine Tätigkeit, die ich liebe, die sehr luxuriös ist und von denen auch meine Familie profitiert. Ich mecker darüber also nicht, ich kläre nur auf.

Immer auf der Suche nach dem schönsten Spot: auf Pressereise in der Bretagne

Im Übrigen sind viele unserer Reisen auch nur anteilig gesponsort und den Rest zahlen wir komplett aus eigener Tasche. Wie z.B. unsere Reise durch Südnorwegen, die aus einer  vollgepackten Woche Pressetrip und 10 weiteren Tagen privaten Urlaub bestand.

#3 Du schreibst doch sicher gerne kostenlos einen Beitrag auf Deinem Blog.

Tatsache: Natürlich nicht. Wer arbeitet denn gerne umsonst?

In den 6 1/2 Jahren in denen ich auf Planet Hibbel blogge habe ich schon so viele abstruse, unverschämte Anfragen bekommen, dass ich ein Buch darüber schreiben könnte. Daher ärgere ich mich hin und wieder darüber, wenn Influencer grundsätzlich als fordernde, nichtskönnende Schnorrer hingestellt werden. Tatsache ist, dass ich auch ständig gefragt werde, ob ich bitte gratis arbeiten könnte. Da möchte man einen schönen Beitrag auf meinem Blog haben, aber bezahlt werden kann der leider nicht, weil kein Budget. Da soll ich für ein bis zwei Nächte in ein Hotel in die Schweiz reisen, um über dieses  zu berichten – Anreise, Verpflegungskosten oder gar eine Aufwandspauschale können aber nicht getragen werden. Man möchte bitte meine ach, so schönen Bilder nutzen, die habe ich ja eh schon gemacht. Aber zahlen? Ach nee, wir dachten die bekommen wir gratis. Toll sind auch immer die 77.000 Infografiken und Statistiken über jeden erdenklichen Quatsch, die ich freundlicherweise umsonst auf meinem Blog nutzen darf. Natürlich mit do-follow-Link. Und so geht das endlos weiter. Klar, schreibe ich auch mal was kostenlos. Dann aber nur, wenn ich etwas besonders toll finde und einfach Bock darauf habe. Mal ganz davon abgesehen, ziehen sich super viele Leute Reiseinspirationen aus meinem Blog oder schreiben mich gar per Mail an und fragen nach persönlichen Reisetipps. Warum sollte ich das alles gratis machen? Da kümmer ich mich dann doch lieber um meine Kinder.

#4 Bloggen ist doch keine Arbeit.

Tatsache: Bloggen bedeutet, 7 Jobs gleichzeitig zu haben.

Wer das behauptet, hat noch nie gebloggt und keine Ahnung, was er da sagt. Mal ganz davon abgesehen, haben die meisten Menschen eh keinen Plan davon, was ich als Bloggerin überhaupt so mache. Nicht mal meine eigenen Eltern. Natürlich ist Bloggen keine harte körperliche Arbeit, denn ich muß weder unter Tage arbeiten noch Steine kloppen. Aber zum Bloggen braucht man viel Kreativität, Ausdauer und Geduld und muß es als Freiberufler ertragen können, dass am Ende des Monats kein festes Gehalt auf dem Bankkonto eingeht. Außerdem muß man schreiben und fotografieren können, extrem viel recherchieren, Fotos bearbeiten, seinen Kopf anstrengen und auch mal auf Knopfdruck Content abliefern können. An einem Beitrag sitze ich manchmal mehrere Tage. Ich bin Bloggerin, Fotografin, Social Media Managerin, Stylistin, Projektmanagerin, Sekretärin, Buchhalterin und Marketing Managerin gleichzeitig. Und das neben meinen Tätigkeiten als Mutter und Hausfrau.  Ich arbeite viel, auch an den Wochenenden und auf Reisen. Wirklich frei habe ich nur selten. Ich möchte mich darüber nicht beschweren, denn ich habe mir das genau so ausgesucht und mir macht dieser Job auch megaviel Spaß. Aber hin und wieder wäre es schon mal schön, wenn mir jemand auf die Schulter klopft und sagt: gut gemacht!

Einer der vielen Reiseblogger Tätigkeiten: Emergency Training bei der Condor

#5 Du teilst doch Dein ganzes Privatleben mit Gott und der Welt.

Tatsache: Wer ist denn bitte so verrückt?

Mit meiner guten Bloggerfreundin Anne von Überallundnirgendwo (die leider im Sommer letzten Jahres verstorben ist…. snief!), habe ich früher oft darüber gelacht, dass viele Menschen sicher denken, man hätte ein Geltungsbedürnis und müsse sich immer Gott und der ganzen Welt mitteilen. Ich kann da natürlich nur für mich sprechen, kann euch aber sagen: dem ist nicht so!! Ich gebe mit Sicherheit etwas mehr von mir preis als manch anderer Reiseblogger. Einfach weil ich reine Reiseberichte ein bißchen öde finde und mein Blog halt auch immer noch ein klitzekleines bißchen mein öffentliches Diary ist. Aber unser Privatleben ist mir heilig und ich überlege mir daher ganz genau, was ich im Internet mitteilen möchte und was nicht.  Auch wenn der ein oder andere Leser vielleicht meint, mich zu kennen. Das liegt dann wahrscheinlich an meiner lockeren Schreibweise, die mit Sicherheit der echten Nadine recht nahe kommt.  Anfragen von Fernsehsendern habe ich aber z.B. bisher konsequent abgelehnt, weil mir schon bei der Vorstellung im TV zu sein, schlecht wird.

#6 Ihr seid doch immer happy peppy drauf.

Tatsache: Natürlich nicht. Wir sind ja auch nur Menschen.

Perfekte Kinder, perfekter Lover, perfekte Klamotten, perfekte Haushalte, perfekte Reisen, blablabla….. Manchmal bekommt man das Gefühl, dass in der Internetwelt jeder den Anderen mit seinem ach so perfekten Leben auf Teufel komm raus übertrumpfen will. Und obwohl wir wissen, das niemand ein perfektes Leben hat, glaubt man den Bildern auf Blogs und Instagram halt an manchen Tagen doch. Mich stresst sowas hin und wieder, denn mein Leben ist zwar schön, aber weiß Gott nicht perfekt. Mir ist es daher auch wichtig meinen Lesern zu vermitteln, dass ich nur ein normaler Mensch mit ganz normalen Sorgen und Problemen bin. Ich mag meine Kinder nicht ständig voll gestylt vor die Kamera zerren, meine Bude nicht ständig instatauglich herausputzen, mir nicht 77.000 neue Klamotten zulegen um mich dann täglich mit nem neuen Outfit ablichten zu lassen….. all das bin ich nicht und ich glaube daher, dass ich euch ein relativ realistisches Bild von mir zeige. Ich bin ein offener und (in der Regel) freundlicher Mensch, aber ich habe auch mal Scheißtage und lasse das ggfs. auch mal durchblicken.

Immer busy und multitasking

#7 Dein Blog und Instagram-Account sind doch bestimmt aufgepimpt.

Tatsache: Wenn ich das tun würde, könnte ich mir selber nicht mehr in die Augen schauen.

Da wären wir wieder bei meinem Lieblingsaufregerthema „Höher, Schneller, Weiter“. Wann hat der Scheiß bitte angefangen? Mir ist klar, das Ehrlichkeit heutzutage nicht mehr viel zählt und viele Kooperationspartner einfach nur auf nackte Zahlen fliegen. Gerade auf Instagram ist das ganz krass. Da bekomme ich dann trotz einer recht guten Blog-Reichweite auch schon mal zu hören: „Für die Übernachtung in unserer Unterkunft hätten wir gerne mind. 20.000 IG Follower!“ Ich habe jedoch nur ehrlich „erarbeitete“ 6500 Follower. Das man diese und auch die Likes dazu aber ganz easy peasy im Internet kaufen kann, scheint vielen egal zu sein. Vielleicht sollte ich einfach mal 200 € in die Hand nehmen, dann liegt mir die Welt zu Füßen. *Ironiemodusoff* Ja, das könnte ich machen, tue ich aber nicht, weil ich dann nicht mehr in den Spiegel schauen könnte und mir total albern vorkäme. Hier ist also nix gepimpt oder gefaked und alles ehrlich erarbeitet. Aber ich würde mich echt freuen, wenn der ein oder andere Kooperationspartner auch mal realisiert, das Qualität vielleicht mehr Wert ist als eine erkaufte Quantität. Und bevor sich hier der ein oder andere ans Bein gepieselt fühlt….. es gibt natürlich auch Influencer die total hohe, natürlich gewachsene Zahlen haben…. denen sei der Erfolg von Herzen gegönnt, denn sowas ist wahnsinnig viel Arbeit und davor ziehe ich meinen Hut.

#8 Ihr lebt in einer Bloggerblase.

Tatsache: In mancher Hinsicht stimmt das bestimmt. Aber ich weiß das sehr zu schätzen.

Als Reiseblogger hat man in der Regel ein schönes Leben, denn man bekommt nun mal tolle Möglichkeiten geboten, die „normale“ Menschen in der Regel nicht so haben. Ich weiß das jedoch wirklich sehr zu schätzen und versuche daher auch immer wieder meinen Kindern zu vermitteln, dass unser Leben nicht alltäglich und selbstverständlich ist. In der Regel kann die Durchschnittsfamilie vielleicht 1-2 Urlaube (wenn überhaupt) pro Jahr machen. Da fallen wir mit unseren 8-12 Trips pro Jahr extrem aus dem Raster. Naturgemäß verbringen wir daher auch Zeit mit Menschen, die ähnlich ticken und leben wie wir und ich kenne z.B. viele Familien die Fernreisen oder gar Weltreisen machen. Mir ist aber natürlich völlig klar, dass die Mehrheit der Familien wenig bis gar nicht reist. Sei es aus Geldmangel, weil ihnen der Mut fehlt oder sie schlichtweg kein Interesse haben. Daher bewegen wir uns definitiv in einer Blase. Das machen aber sicher alle Menschen in irgendeiner Form, denn am Liebsten umgibt man sich ja nun mal mit Gleichgesinnten. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal betonen, das wir nicht reich sind und uns viele Reisen einfach ersparen. Vor ca. 3 Jahren habe ich dazu mal einen Beitrag geschrieben: Frau Hibbel, wie könnt Ihr als Familie eigentlich so viel reisen? Es ist de fakto eine Frage der Priorität, wofür man sein Geld ausgibt.

Und ihr immer live dabei: auf Pressereise in Südnorwegen via Stories

#9 Wenn Du in der Öffentlichkeit stehst, mußt Du Dir halt auch mal was sagen lassen.

Tatsache: Kommt immer darauf an wie und warum.

Influencer-Bashing! Das scheint so ein neuer Trend zu sein. Egal, worum es geht und worüber man schreibt, man ist immer der Doofe. Maße ich es mir als Reisebloggerin z.B. an, zusätzlich über das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu schreiben, habe ich sowieso schon mal gar kein Recht dazu. Und überhaupt, alle Influencer (sei es Blogger, Instagrammer, YouTuber oder weiß der Geier) sind Schnorrer und können eh nix. Mir ist natürlich bewusst, dass man evtl. auch Trolle anzieht, sobald man in dieser Internetwelt so vor sich hinschreibt. Aber warum müssen die Menschen nur immer so garstig, fies und gemein werden, sobald jemand ein Stück weit in der Öffentlichkeit steht? Die Anonymität des Internets ist kein Freischein um seinen Frust an Menschen auszulassen, die man gar nicht kennt. Ich hatte in den letzten 6 1/2 Jahren meist Glück und wurde nur selten belästigt. Aber es kommt vor. Niemand muß meiner Meinung sein und niemand muß meinen Blog lesen. Ich bin offen für konstruktive Kritik, Anmerkungen und andere Meinungen. Aber bitte respektvoll und höflich. Danke!

So, das brannte mir schon lange auf der Seele und musste mal raus. Einfach nur still halten und Reiseposts raushauen, kann ich scheinbar einfach nicht ;). Sicher habe ich noch das ein oder andere Vorurteil vergessen, aber vielleicht fällt euch ja noch spontan was ein. Und genau so sieht es btw tatsächlich auch bei mir aus…. Frau Hibbel in der Joggingbux vorm PC. In der Regel türmen sich jedoch noch rechts und links Papierberge, to-do-Listen, Reiseführer und Co.

PS: Einen wichtigen Punkt habe ich tatsächlich noch vergessen. Nämlich, das man als Blogger immer mit einem halben Bein „im Knast steht“. Dank der europäischen DSGVO, die uns eh schon alle den letzten Nerv geraubt hat und diversen anderen rechtlichen Baustellen wie z.B. zum Thema „Werbung kennzeichnen“, sind wir ständig irgendwelchen abmahnungswütigen Anwälten ausgeliefert. Da macht das Schreiben und Fotos einstellen, gelinde gesagt immer weniger Spaß und man fragt sich mitunter, warum man all die Arbeit überhaupt noch auf sich nimmt. Also wundert Euch nicht, warum ich hier mittlerweile auch selber bezahlte Reisen und Produkte mit Werbung kennzeiche. Ich habe schlichtweg keine Lust auf eine Abmahnung, die mitunter Tausende von Euro kostet.

You Might Also Like

39 Comments

  • Reply Jessi 18. Juni 2018 at 10:32

    Super, das kann ich guten Gewissens alles so unterschreiben! Danke für deine Ehrlichkeit und deine Meinung zu den vielen Vorurteilen, die sicherlich jeder Reiseblogger so oder so ähnlich schon mal gehört hat.

    Viele Grüße aus Aachen
    Jessi

    • Reply Nadine 18. Juni 2018 at 15:55

      Liebe Jessi, vielen Dank. Ich schätze, all diese Sprüche kennen tatsächlich die meisten Reiseblogger. Prinzipiell finde ich diese Unwissenheit auch nicht schlimm. Ich habe ja auch keine Ahnung, was andere Berufssparten alles so zu leisten haben. Schlimm finde ich allerdings, wenn es in Bashing ausartet. Das betrifft mich zwar nicht wirklich, habe ich aber von Anderen mitbekommen und fand das echt schlimm. LG, Nadine

  • Reply Christina Burkhardt 18. Juni 2018 at 10:54

    Hallo Nadine, so ehrlich und geraderaus. Danke. Ich kenne das so gut, während einer schönen Reise nicht „im Urlaub“ zu sein. Wenn ich dann doch eine Reise ganz ohne Social Media unternehme, merke ich, wie gut das tut und wie viel besser ich im hier und jetzt sein kann.
    Lass es Dir gut gehen und „da rein – da raus“, ok?

    Herzlichst Christina

    • Reply Nadine 18. Juni 2018 at 15:57

      Danke, liebe Christina. Ja, da rein – da raus. Aber wenn es zu arg wird, muß man auch mal was sagen, finde ich. Und ich habe da ein paar Sprüche auf Instagram gelesen, die ich echt befremdlich fand, auch wenn sie nicht mich persönlich betroffen haben. Aber da frage ich mich schon, woher immer all diese Wut der Leute kommt? GlG, Nadine

  • Reply Minza will Sommer 18. Juni 2018 at 11:03

    Nadine, gedanklich klopfe ich Dir auf die Schulter und sage fromthebottomofmyheart, Du machst das großartig, ganau so, mit all den Facetten die Du zeigst! Ich ahne, wie viel Arbeit hinter dem Reisebloggerdasein steckt, habe hier und da leise reinschnuppern dürfen und ich ziehe nicht erst seitdem meinen Hut! Die Informationen die Du/Ihr dank Kooperationen und viel Arbeit kostenlos den Lesern zur Verfügung stellt, die Vorfreude die Du/Ihr damit für wertvolle Auszeiten entfacht, das ist gold wert!

    ♥ Maren

    • Reply Nadine 18. Juni 2018 at 16:01

      Vielen Dank, liebe Maren! Da Du ja selber gar nicht mal so gerne reist, weiß ich es umso mehr zu schätzen, dass Du das so siehst. ♥ Ja, es ist eine Menge Arbeit. Natürlich Luxusarbeit, aber halt auch kein Urlaub. Ich habe Freunde, die mir schon gesagt haben, daß sie den Job nicht machen könnten und auch keine Lust hätten, ständig unterwegs zu sein. Dafür muß man wohl einfach ein bestimmter Typ Mensch sein. GlG, Nadine

  • Reply Svenja 18. Juni 2018 at 11:17

    Das würde ich 1 zu 1 so unterschreiben. Denn jeder, der sich über Blogger/Influencer oder wie auch immer man es nennen mag, so aufregt und sie als faule Schnorrer bezeichnet, sollte mal versuchen den Job für einen Monat zu machen. Dann merkt man nämlich schnell, wie viel Arbeit das eigentlich ist – Fotos, schreiben, Social Media, PR, so viele Aufgaben.

    Klar, die faulen Schmarotzer gibt es auch, keine Frage, aber ein bisschen differenzierter sollte man den Job des Bloggers schon sehen und nicht alle über einen Kamm scheren.

    Also: Danke für den Beitrag 🙂

    • Reply Nadine 18. Juni 2018 at 16:02

      Liebe Svenja, so sehe ich das auch. Es gibt immer schwarze Schafe, aber auch die, die sich voll reinhängen und einen guten Job machen. Man sollte Menschen daher niemals über einen Kamm scheren. Egal, worum es geht. LG, Nadine

  • Reply Lena 18. Juni 2018 at 11:43

    Hahaha, genau an so einem Beitrag habe ich diesen Morgen erst geschrieben. Wird wahrscheinlich nicht viel ändern an den Vorurteilen (dass Lehrer nachmittags frei haben und in den Ferien immer Urlaub, hält sich ja auch hartnäckig seit Jahrzehnten). Aber schön gesagt, liebe Frau Hibbel!

    Liebe Grüße,
    Lena

    • Reply Nadine 18. Juni 2018 at 16:03

      Na dann hau mal raus, liebe Lena. Ich bin gespannt, was Dir so zu dem Thema einfällt. LG, Nadine

  • Reply Julia 18. Juni 2018 at 13:19

    Sogar meine liebsten, engsten Freude wünschen mir immer noch „einen schönen Urlaub“, wenn ich zu einem Recherchetrip aufbreche. Bis auf die eine Freundin, die mich mal als 2. Protagonistin meiner Story begleiten durfte und u.a. zwei Stunden lang auf der London Bridge mit mir posieren musste, bis der Fotograf sein Aufmacherfoto im Kasten hatte….
    Ist halt für Außenstehende nicht so einfach zu verstehen (aber unwissende Neidkommentare nerven trotzdem).

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:32

      Liebe Julia, stimmt…. Freunde und Bekannte die mich auf solchen Reisen mal begleitet haben, haben mir danach auch keinen schönen Urlaub mehr gewünscht. Haha. Allein das an jeder Ecke stehen bleiben und zig Fotos machen, fanden die schon anstrengend ;). LG, Nadine

  • Reply Doreen 18. Juni 2018 at 13:40

    Ein Condor Emergency Training! Meine Jungs wuerden ausflippen!!

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:34

      Ja, das war schon spannend, hat mein Jüngster aber nicht in guter Erinnerung zurückbehalten. Diese Emergency-Rutsche ist total rauh und er hat sich beim runterspringen, die ganze Haut am Arm verbrannt. Das war echt ne langwierige Verletzung, die er da hatte. :/ LG, Nadine

  • Reply Tina 18. Juni 2018 at 17:15

    Wo darf ich meine Unterschrift darunter setzten? Das deckt perfekt alle ab was man auch ich mir immer öfters anhören darf.

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:35

      Danke für Dein Feedback, Tina! Das ist halt der Sideeffect mit dem wir leben müssen. LG, Nadine

  • Reply Anna 18. Juni 2018 at 17:27

    Liebe Nadine,

    vielen, vielen Dank! Genau das brannte nach dem Wochenenden sicher vielen, die hart und ehrlich und unermüdlich für den Blog arbeiten auf der Seele.
    Grundsätzlich ist es ja nicht schlimm, wenn man keine Ahnung hat was ein Blogger tatsächlich tut – man sollte dann bloß nicht vorschnell urteilen!
    Nun muss ich meinen Artikel dazu ja nicht mehr veröffentlichen, sondern kann gepflegt auf deinen hinweisen, Denn Du bringst es wie immer ehrlich und treffend auf den Punkt ohne zu Beleidigen!!
    Liebe Grüße, Anna

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:42

      Danke schön, liebe Anna! Der ein oder andere fühlt sich vielleicht jetzt schon angesprochen und ist beleidigt. Aber ich hatte das Bedürfnis mal aufzuklären und klarzustellen, das nicht nur die „Influencer“ sich daneben benehmen. Mal ganz davon abgesehen, ärgern mich aber am meisten diese ganzen Thesen, as man ja nichts leisten und können muß und alles in den Hintern geschoben bekommt. Auch wenn sich das in dem Beitrag, den wir beide meinen, eher auf die Instagrammer bezogen hat. Ich wünsche Dir megaviel Erfolg bei Deiner Aktion. Finde ich ganz großartig. LG, Nadine

  • Reply Christin 18. Juni 2018 at 17:31

    Liebe Nadine,
    ich finde deinen Beitrag mal wieder ehrlich und erfrischend. Ich finde es super, dass du uns neben den ‚üblichen‘ Themen, auch an anderen wichtigen Themen, die dir unter dem Nagel brennen, teilhaben lässt.
    Dieses Internetmobbing oder bashing wie du es nennst, finde ich persönlich ganz schlimm. Die Hemmschwelle ist einfach so niedrig sich zu beschimpfen, denn es gibt ja eh keine Konsequenzen.
    Mach weiter so und ganz ehrlich, du machst das toll und hast einen wunderbaren Blog.
    LG,
    Christin

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:47

      Vielen lieben Dank, Christin! Ja, dieses Bashing auf den sozialen Netzwerken finde ich wirklich ganz ganz schlimm. Facebook habe ich deswegen bereits von meinem Handy gelöscht, weil ich das einfach nicht mehr ertragen kann. Ich habe noch nie jemanden (zumindest nicht wissentlich) irgendwo öffentlich angegriffen. Aber der Mob der sich da in den Sozialen Netzwerken formiert, kennt scheinbar keine Grenzen. Da werden selbst aus harmlosen Müttern plötzlich totale Fieslinge. Scheinbar vergessen die Leute, das sie nicht nur mit ihrer Freundin allein beim Kaffee sitzen und ablästern, sondern das Gott und die Welt mitlesen kann. LG, Nadine

  • Reply Uli 18. Juni 2018 at 18:35

    Ich klopf dir auf die Schulter *gut gemacht* – Blogger, Influenzer, „normaler“ Selbständiger… ich verstehe einfach nicht, warum man sich überhaupt rechtfertigen muss, warum man was tut… Selbst WENN du jede Reise umsonst (also ohne Arbeit für dich) bekommen würdest, toll – ich kann mich für dich freuen.

    Wenn man das für sich selbst will, kann man ja auch seinen A…. in Bewegung setzen und (Reise)Blogger werden – steht ja jedem frei. Dieses Bashing nervt so – Neid und Missgunst kann ich halt überhaupt nicht haben. Im Grunde sind das aber auch nur Menschen, die mit sich selber nicht im Reinen sind und andere schlechter hin stellen müssen, um selber ein klitzekleines bisschen besser da zu stehen…

    Ich mag deine Beiträge total gerne, lass dich nicht unterkriegen und lg aus Tirol, Uli

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 7:56

      Vielen lieben Dank, Uli! So sehe ich das auch. Ein bißchen Neid kennt wohl jeder und das ist halt auch menschlich. Aber Andere deswegen anzufeinden, finde ich schon befremdlich. Zumal man in der Regel ja gar nicht die Hintergründe im Leben dieses Influencers kennt. Diese Mär von „der kann nix, muß dafür nix machen und bekommt alles in den Hintern geschoben“ ist halt auch meist totaler Quatsch. Nichtsdestotrotz sollten manche Kooperationspartner jedoch auch genauer hinschauen und halt nicht nur auf die Accounts mit den Riesenzahlen spinxen. Die kann man sich auf Instagram in der Tat ganz easy ermogeln und erschleichen. LG nach Tirol, Nadine

  • Reply Oli 18. Juni 2018 at 19:51

    Ich glaube ja, dass all diese Leute, die über Blogger schimpfen, genau die Leser sind, die es gar nicht merken, wenn sie auf einem Blog sind…

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 8:06

      Haha. Naja, soviel Ahnung gestehe ich den Leuten jetzt doch mal zu und tatsächlich kenne ich jetzt auch nicht viele, die ganz konkret über Blogger schimpfen. Es sei denn, es geht darum, daß sich Blogger mal wieder auf irgendwelchen Pressereisen daneben benommen oder krasse Anforderungen gestellt haben. Das Bashing trifft oft mehr die Instagrammer. Die Mär das Reiseblogger aber alles umsonst bekommen und ja immer nur Urlaub haben, hält sich jedoch hartnäckig. LG, Nadine

  • Reply Flögi 18. Juni 2018 at 20:33

    Liebe Nadine,
    ich habe es mit großem Interesse gelesen.
    Echt sehr komplext ist es alles und für mich wäre es kein Leben, auch wenn ich nur von Reisen träume, und reisen mag, ich würde es nicht so machen wollen, mir scheint es sauschwer und kompliziert zu sein. Lieber bleie ich „Privatreisende“ 🙂
    Das Wort Influencer habe ich noch nie gehört und kann damit gar nichts anfangen, erst dachte ich fast, du schreibst von Influenza 🙂 🙂
    20. Tausend Follower haben!?!?!? Hallelujah! Wozu ändert sich noch diese Welt, echt furchtbar, woran der Menschenswert gemessen wird.
    Ich bin nicht neidisch, das alles wäre nichts für mich.
    Danke, daß ich darüber mehr erfahren durfte.
    Liebe Grüße

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 9:29

      Liebe Flögi, na dann habe ich ja zur Aufklärung beigetragen und Du weißt nun, das ich nicht immer nur die Gratis-Luxusurlaube mache, sondern hintern den Kulissen ständig arbeite. 😉 Das ist mit Sicherheit nicht für jeden etwas, aber das ist ja auch gut so. Will ja auch nicht jeder Arzt, Modedesigner oder Formel 1 Rennfahrer werden. Und ich finde den Begriff Influencer auch total dämlich. Wer sich den wohl ausgedacht hat? GlG, Nadine

  • Reply Sabine 18. Juni 2018 at 21:58

    Das trifft es sehr gut. Vor allem das Thema Geduld- bei Kooperationen, Zahlen, Anerkennung und dem ewigen predigen müssen, dass Qualität mehr wert ist als Quantität.
    Danke für diesen Text

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 9:32

      Ja, da braucht man wirklich einen langen Atem. Besonders, wenn man vielleicht jetzt erst anfängt zu bloggen. Der Markt ist halt schon total übersättigt und da muß man sich echt was einfallen lassen, um noch aus der Masse hervorzustechen. LG, Nadine

  • Reply Tanja 18. Juni 2018 at 22:06

    Ganz toll geschrieben und ich habe mich in vielem so sehr wiedergefunden.

    Viele Grüße, Tanja

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 9:36

      Vielen lieben Dank, Tanja!

  • Reply vielweib 18. Juni 2018 at 22:17

    Danke für den guten Artikel, den ich fast an jeder Stelle unterschreiben kann. Fast nur, weil ich mit meinem Blog meine Brötchen nicht verdiene. Aber ansonsten musste ich viel Nicken 😉

    Geschockt bin ich, was ich über Frollein Ü lesen musste. Ich kannte sie nicht gut, war mit ihr nur 2 x auf Pressereisen. Hatte mich dann schon gewundert, dass sie sich nicht mehr gemeldet hatte… Dachte dann, dass sie vielleicht das Hobby aufgegeben hat und erfahre erst jetzt, dass sie nicht mehr lebt. Wie traurig und schrecklich…

  • Reply Nova 19. Juni 2018 at 3:52

    Also wie kannst du es denn wagen so zu schimpfen, du die doch förmlich alles in den Pobbes gesteckt bekommt *lautlacht*…..war ein Scherz, das weisste wohl, gell 😉

    Ne, hast du wirklich klasse geschrieben, mal richtig Luft gemacht und musste wohl auch mal sein. Ich schliesse mich allen Vorschreibern an und unterschreiben deine Worte ebenfalls. War ja bevor ich nach hier gekommen bin im Büro tätig, und was meinste wie oft ich schon da auch zu hören bekommen habe das man den ganzen Tag auf dem Hintern sitzen würde. Wie anstrengend auch geistige Arbeit ist können sich wohl immer noch einige Menschen nicht vorstellen. So ja auch beim Bloggen und wie bei dir wenn du dich mental schon vorbereitetst, überlegst welche Motive wie in Frage kommen usw. ff.

    Bei meinen drei Wochen „Urlaub“ in Deutschland habe ich mal wieder gemerkt wieviel Zeit mir bleibt wenn ich mich damit nicht beschäftige. Dennoch, auch mir machte es sofort wieder Spaß als ich zurück war.

    All die Menschen die meinen es wäre keine Arbeit die haben nicht über ihren Tellerrand hinausgeschaut und haben in meinen Augen einen kleinen IQ. Lass dich darurch nicht ärgern und versuche es zu belächeln, denn du weiß ja: „Neid muss man sich verdienen und ist die Höchste Form der Anerkennung“ ;-))

    Liebe Grüsse

    N☼va

    • Reply Nadine 19. Juni 2018 at 19:46

      Liebe Nova! Ja, so Reisen ohne Bloggerei und Social Media haben auf jeden Fall was Rückblickend war das früher echt total befreiend. Ich muß gestehen, daß ich das aber glaub ich erst wieder lernen müsste. Hört sich verrückt an, ist aber so. Denn in der Regel schreibe ich ja auch über meine Reisen, die ich komplett selber bezahlt habe. Wie dem auch sei. Vielen lieben Dank für Dein Feedback. LG, Nadine

  • Reply Kajo Zander 20. Juni 2018 at 20:45

    Dem ist nichts hinzu zufügen.

  • Reply Aylin 23. Juni 2018 at 15:27

    Vollste Zustimmung meinerseits. Wenn ich keine Lust habe, die Tätigkeit Blogger zu erklären, laufen die Gespräch so ab:

    Neidischer Mitmensch als Reaktion auf eine Pressereise: „ach, so nen Blog müsste ich auch mal machen“

    Meine Antwort: „Ja, tu das“ 🙂

    • Reply Nadine 25. Juni 2018 at 12:38

      Genau…. als ob man sich so ein Ding, mal so eben aus den Rippen leiert. 😉

  • Reply family4travel und die Finanzen - family4travel 8. Juli 2018 at 9:40

    […] Vollzeit-Backpacker von 22places und jüngst auch meine Familienreiseblogger-Kollegin Frau Hibbel. Der Riesenhype um Lifestyle-Bloggerin Vreni Frost und Kolleginnen in Sachen Werbekennzeichnung und […]

  • Reply Nina 9. Juli 2018 at 22:55

    Hey Nadine,

    ein super Artikel, wiedermal, der es gut auf den Punkt bringt. Mach weiter so 🙂

    VG, Nina

  • Leave a Reply

    Wichtiger Hinweis, bevor Du einen Kommentar abschicken kannst:

    Wenn Du einen Kommentar abschickst, erklärst Du Dich mit der Speicherung des oben angegebenen Namens und der E-Mailadresse durch diese Website einverstanden. In meiner Datenschutzerklärung erfährst Du mehr dazu.