Wechselmodell
Mein Leben als Teilzeit-Mama

26. September 2014

Lang ist´s her, daß ich über ein ganz alltägliches und doch etwas außergewöhnliches Thema im Hause Hibbel geschrieben habe. Wahrscheinlich weil es für uns so selbstverständlich und normal geworden ist, daß es kaum noch zur Sprache kommt. Ich rede von meinem Leben als Teilzeit-Mama mit einem „Wechsel-Kind“.

hands

Mein Ex-Mann und gleichzeitig Vater meines nun 7jährigen Sohnes und ich sind dieses Jahr seit 5 Jahren getrennt. Und wie die meisten Ex-Paare, hatten wir nun wahrlich keine schöne Trennung. Sie war für uns Beide anstrengend, schmerzhaft und gehört wohl mit zu den Tiefpunkten unseres Lebens. Trotzdem ist uns etwas gelungen worauf ich fast ein bisschen stolz bin. Wir kümmern uns seitdem gemeinsam und meist recht harmonisch im (mal mehr, mal weniger)  50/50 Wechselmodell um unseren Sohn. Heisst, er wohnt eine Woche bei seinem Papa und eine Woche bei mir, seinem „Stiefpapa“ und seinem kleinen Bruder.

Als wir uns damals für diesen Lebensweg entschieden haben, gab es viele anerkennende Worte. Aber ich musste auch einiges an Kritik von anderen Müttern einstecken. Denn diese konnten sich zum Teil so gar nicht vorstellen sich von ihrem Kind zu „trennen“ und haben mir das Gefühl vermittelt eine totale Rabenmutter zu sein. Natürlich war es auch für mich superhart, mein gerade mal 2jähriges Kind für mehrere Tage nicht zu sehen und an seinem Leben teilhaben zu können. Aber da sein Vater sich von Geburt an immer sehr viel um unser Kind gekümmert hat, war ich der festen Überzeugung, daß unser Sohn seinen Papa genauso braucht wie mich. Alles Andere wäre nur reiner Egoismus gewesen. Gerade nach einer Trennung leidet man ja mitunter unter verletztem Stolz und möchte sich am Liebsten rächen. Solche negativen Gedanken muss man seinem Kind zuliebe ausschalten und seine eigenen Befindlichkeiten irgendwie komplett zurückstellen. Das ist natürlich schwer, aber ein Kind kann nun mal rein gar nichts für die Trennung seiner Eltern.

Natürlich kommt es auch auf den Charakter des Kindes an, ob so ein Wechselmodell gelebt werden kann. Unser Sohn war bei der Trennung erst 2 Jahre alt und ist von Natur aus ein sehr aufgeschlossenes, neugieriges und flexibles Kind. Daher hat es relativ schnell gut geklappt. Ein „introvertiertes Mama-Kind“ wird damit wohl eher Probleme bekommen.

Weil ich selber mal wissen wollte, ob nach 5 Jahren Wechselmodell die Vor- oder Nachteile überwiegen, habe ich einfach mal alle Pro und Contra´s zusammengefasst.

Vorteile des Wechselmodells:

1) Vater und Mutter haben zu gleichen Teilen Einfluss auf die Erziehung und verbringen gleich viel Zeit mit dem Kind.
2) Keiner hat den Sonderstatus „Freizeit-Papa oder -Mama“.
3) Das Kind muss auf kein Elternteil dauerhaft verzichten.
4) Keiner zahlt dem Anderen Unterhalt (es sei denn einer verdient sehr viel).
5) Man hat auch mal kinderlose Zeiten, die man optimal für sich nutzen kann um mal wieder Sport zu treiben, ein Buch zu lesen oder einfach auszugehen um Freunde zu treffen oder gar einen neuen Partner kennenzulernen.
6) Man ist nach der kinderlosen Zeit wieder mental gestärkt für die Zeit mit Kind und kann sich diesem mitunter auch wieder intensiver widmen.

Nachteile des Wechselmodells:

1) Die Kosten sind hoch, weil man eine entsprechend große Wohnung braucht, auch wenn das Kinderzimmer die Hälfte der Zeit leer steht.
2) Man bekommt keinen Unterhalt oder sonstige alleinerziehenden Vergünstigungen.
3) Das Wechselmodell bedarf viel Organisation und man hat dadurch zum Teil täglichen Kontakt zum Ex. Das muss man aushalten können.
4) Räumliche Nähe zum Ex, damit das Kind zum Kindergarten/ Schule gehen kann.
5) Neue Partner müssen mit der Situation klar kommen, daß der Ex-Partner oft anwesend ist.
6) Ständiges Koffer packen und umziehen.
7) Immer wieder neues Eingewöhnen nach dem Wechsel zum anderen Elternteil.
8) Das Kind vermisst am Ende doch immer Mama oder Papa.
9) Und wir vermissen unser Kind und Bruder auch jede 2. Woche.

Wie man sieht, überwiegen die Nachteile auf den ersten Blick. Zumindest für die Eltern. Aber was tut man nicht alles für sein Kind? Ich will auch nicht sagen, daß dieses Modell optimal für ein Trennungskind ist. Aber welcher Weg ist schon der Beste? Ein Kind das seinen (Bespassungs-)Papa nur alle 2 Wochen mal sieht und eine alleinerziehende, überforderte Mutter hat ist sicher auch nicht superhappy. Und dem Kind zuliebe zusammen zu bleiben und nur zu streiten, ist mit Sicherheit die allerschlechteste Lösung. Wir haben ja schließlich alle nur ein Leben und wollen glücklich sein.

Keine Frage: unser Sohn findet die Trennung seiner Eltern ätzend, auch wenn er gar nicht mehr weiß wie es war, als wir zusammen waren. Und er kann es sich auch nicht mehr ohne seinen Bruder und seinen „Stiefpapa“ vorstellen. Daher versuchen wir einfach das Beste aus dem Schlechten herauszuholen. Wir werden diesen Weg vielleicht nicht für immer gehen. Aber solange unser Sohn sagt, daß er es sich nicht anders vorstellen kann, werden wir das so durchziehen.

So und nun bin ich sehr gespannt. Seid Ihr vielleicht alleinerziehend und wenn ja, wie handelt Ihr das so? Und könntet Ihr Euch vorstellen so zu leben?

You Might Also Like

108 Comments

  • Reply Heike 26. September 2014 at 20:08

    das ist ein ganz interessantes Thema. Aber vorher habe ich zwei Fragen: siehst du dich als alleinerziehend? Bzw. bist du alleinerziehend obwohl du einen neuen Mann hast und dein Sohn ja auch bei seinem Vater ist? Und wie ´so hast du eine kinderlose Zeit? Der Kleine ist doch immer da oder nicht?
    ganz liebe Grüße

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 7:47

      Hallo Heike, nein…natürlich bin ich nicht alleinerziehend und ich genieße auch keine kinderfreie Zeit mehr. Aber ich hatte diesen Zustand für ca. 1 1/2 Jahre und kenne daher auch die Vorteile. Das ist streng genommen tatsächlich nur interessant für Menschen die sich gerade getrennt haben. Für Familien, wie wir sie mittlerweile eine sind, hat das Modell in dem Sinne wenig Vorteile. Für mich ist es eher doof, wenn alle zwei Wochen die Familie auseinandergerissen wird und der kleine Bruder den Großen vermisst und keinen Spielpartner mehr hat. Muss man auch klar sagen. Aber mein Sohn sieht seinen Papa regelmäßig und ist mehr oder weniger glücklich. Und das ist dann wohl alles was zählt. GlG zurück, Nadine

  • Reply Heike 26. September 2014 at 20:08

    das ist ein ganz interessantes Thema. Aber vorher habe ich zwei Fragen: siehst du dich als alleinerziehend? Bzw. bist du alleinerziehend obwohl du einen neuen Mann hast und dein Sohn ja auch bei seinem Vater ist? Und wie ´so hast du eine kinderlose Zeit? Der Kleine ist doch immer da oder nicht?
    ganz liebe Grüße

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 7:47

      Hallo Heike, nein…natürlich bin ich nicht alleinerziehend und ich genieße auch keine kinderfreie Zeit mehr. Aber ich hatte diesen Zustand für ca. 1 1/2 Jahre und kenne daher auch die Vorteile. Das ist streng genommen tatsächlich nur interessant für Menschen die sich gerade getrennt haben. Für Familien, wie wir sie mittlerweile eine sind, hat das Modell in dem Sinne wenig Vorteile. Für mich ist es eher doof, wenn alle zwei Wochen die Familie auseinandergerissen wird und der kleine Bruder den Großen vermisst und keinen Spielpartner mehr hat. Muss man auch klar sagen. Aber mein Sohn sieht seinen Papa regelmäßig und ist mehr oder weniger glücklich. Und das ist dann wohl alles was zählt. GlG zurück, Nadine

  • Reply Maike 26. September 2014 at 20:36

    Wow! Das ist toll geschrieben – und so entwaffnend ehrlich!
    Ich bin/war eine 50:50 Teilzeit-„Stiefmutter“. Das hat null geklappt und war der reinste Horror. Ich glaube für alle Beteiligten. Von der Mutter kann ich nichts sagen, aber bei uns war es echt schwer und ich würde immer davon abraten. Allerdings waren die Bedingungen auch schwierig. Das Kind war schon 7 zu dem Zeitpunkt, die Lebensentwürfe der Elternteile komplett unterschiedlich und wir bekamen gerade eine kleine Tochter.

    Jetzt bin ich eine (meist) fröhliche Wochenende-große Freundin-Person und wir haben ziemlich viel Spaß zusammen. Das komplette Gegenteil zur 50:50 Lösung. 🙂 allerdings weiß ich nicht, wie ich für mein Kind im Falle eines Falles entscheiden würde. Wenn sie so klein sind, sind beide Eltern sooo wichtig und mir würde es schwer fallen, mich gegen die Bedürfnisse unserer Tochter zu stellen.

    Ich denke, jede Lösung hat Vor- und Nachteile.
    Übrigens hat das Kind meines Mannes hier auch ein komplettes Zimmer mit Kleiderschrank etc. Es könnte also jederzeit auch nur hier wohnen. Irgendwie hat sich das so ergeben….

    Liebe Grüße!

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:48

      Liebe Maike, wie gesagt…..es ist sicher nicht für jedes Kind geeignet. Aber was genau hat denn so gar nicht geklappt? Würde mich ja mal interessieren. Und wie ist das nun für Eure kleine Tochter, wenn der große Bruder nur ab und zu mal da ist. Hat sie überhaupt das Gefühl ein Geschwisterkind zu haben? Oder ist sie eher ein Einzelkind? GlG, Nadine

      • Reply Maike 27. September 2014 at 13:20

        Liebe Nadine,
        Das „warum“ führt leider zu weit. Nur so viel: die unterschiedlichen Lebensformen der Eltern sind hier einfach zu krass. Wir sind quasi eine stinknormale Familie mit Haus im Grünen, Hund und so weiter.
        Bei der Mutter gibt es ein komplett anderes Leben. Also keine typische Familie mit Papa oder Stiefpapa, dafür eine kleine Schwester. Das hat es ihm echt schwer gemacht, zwischen den Welten zu springen.

        Für unsere Tochter wäre mehr Zeit mit dem großen Bruder toll!!!! Aber wir können das auch mit Hinblick auf Schule leider nicht leisten. Die ist knapp 25km weit weg und ist eine Ganztagsschule.

        Ich wünschte, es gäbe ein simples Miteinander mit allen. Aber ich glaube, dafür müssen das alle wollen. 😉

        Dann könnte vielleicht auch 50:50 klappen. So lange das so schwer ist, bin ich froh, dass die Wochenende-Lösung funktioniert. 🙂

        • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:15

          Liebe Maike, sorry, so genau wollte ich das natürlich auch nicht wissen. Bei uns existieren natürlich auch zwei unterschiedliche Lebensformen. Mein Sohn ist bei seinem Papa mit ihm allein und bei uns zu Viert. Das ist für ihn sicher auch oft eine große Umstellung. Aber wir versuchen natürlich schon immer an einem Erziehungsstrang zu ziehen. Manchmal gibt es natürlich auch große Diskussionen. ABer meist kriegen wir das irgendwie hin. Das wünsche ich Euch auf Dauer natürlich auch. GlG, Nadine

  • Reply Maike 26. September 2014 at 20:36

    Wow! Das ist toll geschrieben – und so entwaffnend ehrlich!
    Ich bin/war eine 50:50 Teilzeit-„Stiefmutter“. Das hat null geklappt und war der reinste Horror. Ich glaube für alle Beteiligten. Von der Mutter kann ich nichts sagen, aber bei uns war es echt schwer und ich würde immer davon abraten. Allerdings waren die Bedingungen auch schwierig. Das Kind war schon 7 zu dem Zeitpunkt, die Lebensentwürfe der Elternteile komplett unterschiedlich und wir bekamen gerade eine kleine Tochter.

    Jetzt bin ich eine (meist) fröhliche Wochenende-große Freundin-Person und wir haben ziemlich viel Spaß zusammen. Das komplette Gegenteil zur 50:50 Lösung. 🙂 allerdings weiß ich nicht, wie ich für mein Kind im Falle eines Falles entscheiden würde. Wenn sie so klein sind, sind beide Eltern sooo wichtig und mir würde es schwer fallen, mich gegen die Bedürfnisse unserer Tochter zu stellen.

    Ich denke, jede Lösung hat Vor- und Nachteile.
    Übrigens hat das Kind meines Mannes hier auch ein komplettes Zimmer mit Kleiderschrank etc. Es könnte also jederzeit auch nur hier wohnen. Irgendwie hat sich das so ergeben….

    Liebe Grüße!

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:48

      Liebe Maike, wie gesagt…..es ist sicher nicht für jedes Kind geeignet. Aber was genau hat denn so gar nicht geklappt? Würde mich ja mal interessieren. Und wie ist das nun für Eure kleine Tochter, wenn der große Bruder nur ab und zu mal da ist. Hat sie überhaupt das Gefühl ein Geschwisterkind zu haben? Oder ist sie eher ein Einzelkind? GlG, Nadine

      • Reply Maike 27. September 2014 at 13:20

        Liebe Nadine,
        Das „warum“ führt leider zu weit. Nur so viel: die unterschiedlichen Lebensformen der Eltern sind hier einfach zu krass. Wir sind quasi eine stinknormale Familie mit Haus im Grünen, Hund und so weiter.
        Bei der Mutter gibt es ein komplett anderes Leben. Also keine typische Familie mit Papa oder Stiefpapa, dafür eine kleine Schwester. Das hat es ihm echt schwer gemacht, zwischen den Welten zu springen.

        Für unsere Tochter wäre mehr Zeit mit dem großen Bruder toll!!!! Aber wir können das auch mit Hinblick auf Schule leider nicht leisten. Die ist knapp 25km weit weg und ist eine Ganztagsschule.

        Ich wünschte, es gäbe ein simples Miteinander mit allen. Aber ich glaube, dafür müssen das alle wollen. 😉

        Dann könnte vielleicht auch 50:50 klappen. So lange das so schwer ist, bin ich froh, dass die Wochenende-Lösung funktioniert. 🙂

        • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:15

          Liebe Maike, sorry, so genau wollte ich das natürlich auch nicht wissen. Bei uns existieren natürlich auch zwei unterschiedliche Lebensformen. Mein Sohn ist bei seinem Papa mit ihm allein und bei uns zu Viert. Das ist für ihn sicher auch oft eine große Umstellung. Aber wir versuchen natürlich schon immer an einem Erziehungsstrang zu ziehen. Manchmal gibt es natürlich auch große Diskussionen. ABer meist kriegen wir das irgendwie hin. Das wünsche ich Euch auf Dauer natürlich auch. GlG, Nadine

  • Reply Christina {MrsBerry} 26. September 2014 at 22:01

    Das 50/50 Wechselmodell war mir bisher gar nicht so bekannt, bis ich dich getroffen habe und es so kennengelernt habe. Ich denke es ist eine gute Lösung zum Wohle des Kindes. Einen wirklich idealen Weg wird es bei einer Trennung wohl nie geben. Irgendein Elternteil fehlt immer und wird vermisst. Aber durch dieses Modell ist kein Elternteil komplett raus aus seiner Elternrolle. Das finde ich toll.

    Super, dass ihr die Situation so gut meistert und es allen Beteiligten damit offenbar gut geht. Das ist doch letztendlich die Hauptsache 🙂

    Liebe Grüße
    Christina

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:50

      Danke schön, liebe Christina! Nein, eine 100 %ige Lösung gibt es wohl nicht. Aber man muss halt versuchen den besten Weg für alle Beteiligten zu finden. Wobei das Kind natürlich immer Vorrang hat und Erwachsene sich erstmal zurücknehmen müssen. GlG, Nadine

  • Reply Christina {MrsBerry} 26. September 2014 at 22:01

    Das 50/50 Wechselmodell war mir bisher gar nicht so bekannt, bis ich dich getroffen habe und es so kennengelernt habe. Ich denke es ist eine gute Lösung zum Wohle des Kindes. Einen wirklich idealen Weg wird es bei einer Trennung wohl nie geben. Irgendein Elternteil fehlt immer und wird vermisst. Aber durch dieses Modell ist kein Elternteil komplett raus aus seiner Elternrolle. Das finde ich toll.

    Super, dass ihr die Situation so gut meistert und es allen Beteiligten damit offenbar gut geht. Das ist doch letztendlich die Hauptsache 🙂

    Liebe Grüße
    Christina

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:50

      Danke schön, liebe Christina! Nein, eine 100 %ige Lösung gibt es wohl nicht. Aber man muss halt versuchen den besten Weg für alle Beteiligten zu finden. Wobei das Kind natürlich immer Vorrang hat und Erwachsene sich erstmal zurücknehmen müssen. GlG, Nadine

  • Reply Ute 27. September 2014 at 5:47

    Ein sehr interessanter Beitrag! Vielleicht ist die Angst vor solch einer heutzutage nicht ganz unwahrscheinlichen Trennung der Grund, warum ich bis heute kein Kind bekommen habe… Großen Respekt, dass du das so durchziehst, kann mir vorstellen, dass das nicht einfach ist, und doch hört es sich nach einem sinnvollen Kompromiss an.
    Liebe Grüße!

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:54

      Liebe Ute, die Wahrscheinlichkeit das sich ein Paar mit Kindern trennt, ist sogar sehr hoch. Deswegen aber nun gar keine Kinder mehr in die Welt setzen?? Ich habe mal einen interessanten Bericht über Island gelesen. Dort liegt die Scheidungsrate bei 67 % und eine große Anzahl der Kinder kommt unehelich zur Welt und wächst in Patchworkfamilien auf. Klappt auch irgendwie. Es gibt immer einen Weg. Auch wenn das Ziel natürlich sein sollte zusammen zu bleiben und gemeinsam sein Kind großzuziehen. GlG, Nadine

  • Reply Ute 27. September 2014 at 5:47

    Ein sehr interessanter Beitrag! Vielleicht ist die Angst vor solch einer heutzutage nicht ganz unwahrscheinlichen Trennung der Grund, warum ich bis heute kein Kind bekommen habe… Großen Respekt, dass du das so durchziehst, kann mir vorstellen, dass das nicht einfach ist, und doch hört es sich nach einem sinnvollen Kompromiss an.
    Liebe Grüße!

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 10:54

      Liebe Ute, die Wahrscheinlichkeit das sich ein Paar mit Kindern trennt, ist sogar sehr hoch. Deswegen aber nun gar keine Kinder mehr in die Welt setzen?? Ich habe mal einen interessanten Bericht über Island gelesen. Dort liegt die Scheidungsrate bei 67 % und eine große Anzahl der Kinder kommt unehelich zur Welt und wächst in Patchworkfamilien auf. Klappt auch irgendwie. Es gibt immer einen Weg. Auch wenn das Ziel natürlich sein sollte zusammen zu bleiben und gemeinsam sein Kind großzuziehen. GlG, Nadine

  • Reply Hanna 27. September 2014 at 6:40

    Hallo liebe Frau Hibbel, meine Eltern haben sich vor ein paar Jahren getrennt, jetzt bin ich 17 und kann mich noch ziemlich gut an die Zeit ‚davor‘ erinnern, in der für lange Zeit nur noch Zank und Streit zu Hause herrschte. Ich wohne jetzt mit meiner Schwester (13) und meinem Papa zusammen, unsere Mama sehen wir selten und nicht regelmäßig. Wie vorher auch arbeitet sie vier Tage/Woche Vollzeit. Und es mag traurig klingen, aber uns fehlt sie in dem Sinne nicht.
    Ich denke für deinen Sohn ist es ein großes Glück, dass ihr einvernehmlich diese Lösung gefunden habt. Er wird es Euch sicherlich irgendwann sehr danken, bisher kennt er ja keine andere Variante und DIE optimale Lösung für die Zeitaufteilung von Trennungskindern gibt es meiner Meinung nach sowieso nicht 😉
    Alles Liebe für Euch!
    Hanna

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 11:03

      Liebe Hanna, vielen Dank für Deinen Kommentar. Deine Meinung dazu finde ich besonders interessant. Das hört sich in der Tat traurig an, daß Ihr Eure Mama nicht vermisst. Ich nehme an, da ist einiges zwischen Deinen Eltern und Euch schief gelaufen. Und ja, ich hoffe auch das unser Sohn irgendwann froh darüber ist, daß wir versucht haben den besten Weg für ihn zu finden und möglichst wenig zu streiten. Das ist für Eltern allerdings immer ein Drahtseilakt. Ich hoffe natürlich nicht, daß Du jemals in die gleiche Situation kommst, aber wenn dann wirst Du vielleicht aus den Fehlern Deiner Eltern lernen. By the way….ich bin auch ein Scheidungskind und meine Eltern haben das ganz anders geregelt als ich. Auch nicht gerade zu meiner Zufriedenheit. 😉 GlG, Nadine

  • Reply Hanna 27. September 2014 at 6:40

    Hallo liebe Frau Hibbel, meine Eltern haben sich vor ein paar Jahren getrennt, jetzt bin ich 17 und kann mich noch ziemlich gut an die Zeit ‚davor‘ erinnern, in der für lange Zeit nur noch Zank und Streit zu Hause herrschte. Ich wohne jetzt mit meiner Schwester (13) und meinem Papa zusammen, unsere Mama sehen wir selten und nicht regelmäßig. Wie vorher auch arbeitet sie vier Tage/Woche Vollzeit. Und es mag traurig klingen, aber uns fehlt sie in dem Sinne nicht.
    Ich denke für deinen Sohn ist es ein großes Glück, dass ihr einvernehmlich diese Lösung gefunden habt. Er wird es Euch sicherlich irgendwann sehr danken, bisher kennt er ja keine andere Variante und DIE optimale Lösung für die Zeitaufteilung von Trennungskindern gibt es meiner Meinung nach sowieso nicht 😉
    Alles Liebe für Euch!
    Hanna

    • Reply frau hibbel 27. September 2014 at 11:03

      Liebe Hanna, vielen Dank für Deinen Kommentar. Deine Meinung dazu finde ich besonders interessant. Das hört sich in der Tat traurig an, daß Ihr Eure Mama nicht vermisst. Ich nehme an, da ist einiges zwischen Deinen Eltern und Euch schief gelaufen. Und ja, ich hoffe auch das unser Sohn irgendwann froh darüber ist, daß wir versucht haben den besten Weg für ihn zu finden und möglichst wenig zu streiten. Das ist für Eltern allerdings immer ein Drahtseilakt. Ich hoffe natürlich nicht, daß Du jemals in die gleiche Situation kommst, aber wenn dann wirst Du vielleicht aus den Fehlern Deiner Eltern lernen. By the way….ich bin auch ein Scheidungskind und meine Eltern haben das ganz anders geregelt als ich. Auch nicht gerade zu meiner Zufriedenheit. 😉 GlG, Nadine

  • Reply Nova 27. September 2014 at 6:47

    Ich finde es toll wie ihr es geschafft habt und macht. Solch eine Situation schaffen bestimmt die wenigsten Eltern, auch wenn immer zuerst gesagt wird: Zum Wohle des Kindes. Auch von deinem Exmann finde ich es klasse, denn bei einem Mann denke ich dann an eine Freundin die damit „zurechtkommen“ muss, und ich kenne so einige Beziehungen wo der Mann sich dann mit der Zeit immer weniger um das Kind gekümmert hat…..

    Vor allem finde ich es gut das es nicht zu diesen „Übervorteilungen“ kommt wenn das Kind vielleicht nur am Wochenende oder in den Ferien beim anderen Elternteil ist; so von wegen Verwöhnen ohne Ende, denn das führt meist zu Missgunst.

    Wie gesagt, finde es klasse von euch und sowas ist in meinen Augen echt der Idealfall.

    Schönes Wochenende und liebe Grüssle

    N☼va

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:20

      Danke, liebe Nova. Wobei Herr Hibbel ja auch mit der Situation klar kommen musste, das quasi immer mein Ex-Mann um ihn herumschwirrt. So ist das halt. Ich finde da muss man sich als neuer Partner anpassen. Man weiß ja quasi von Anfang an woran man ist. Auch wenn man sich das Konstrukt natürlich nicht direkt so vorstellen kann und erst im Laufe der Zeit mehr Einblick bekommt.

      Ich kann im Übrigen nicht mehr bei Dir kommentieren, weil ich nicht mehr (warum auch immer) in meinen blogger-Account reinkomme. Kannst Du Deinen Blog nicht irgendwie auf Name/URL in den Kommentaren einstellen? GlG, Nadine

  • Reply Nova 27. September 2014 at 6:47

    Ich finde es toll wie ihr es geschafft habt und macht. Solch eine Situation schaffen bestimmt die wenigsten Eltern, auch wenn immer zuerst gesagt wird: Zum Wohle des Kindes. Auch von deinem Exmann finde ich es klasse, denn bei einem Mann denke ich dann an eine Freundin die damit „zurechtkommen“ muss, und ich kenne so einige Beziehungen wo der Mann sich dann mit der Zeit immer weniger um das Kind gekümmert hat…..

    Vor allem finde ich es gut das es nicht zu diesen „Übervorteilungen“ kommt wenn das Kind vielleicht nur am Wochenende oder in den Ferien beim anderen Elternteil ist; so von wegen Verwöhnen ohne Ende, denn das führt meist zu Missgunst.

    Wie gesagt, finde es klasse von euch und sowas ist in meinen Augen echt der Idealfall.

    Schönes Wochenende und liebe Grüssle

    N☼va

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:20

      Danke, liebe Nova. Wobei Herr Hibbel ja auch mit der Situation klar kommen musste, das quasi immer mein Ex-Mann um ihn herumschwirrt. So ist das halt. Ich finde da muss man sich als neuer Partner anpassen. Man weiß ja quasi von Anfang an woran man ist. Auch wenn man sich das Konstrukt natürlich nicht direkt so vorstellen kann und erst im Laufe der Zeit mehr Einblick bekommt.

      Ich kann im Übrigen nicht mehr bei Dir kommentieren, weil ich nicht mehr (warum auch immer) in meinen blogger-Account reinkomme. Kannst Du Deinen Blog nicht irgendwie auf Name/URL in den Kommentaren einstellen? GlG, Nadine

  • Reply stefanie 27. September 2014 at 19:01

    hallo nadine,
    ich kenne die situation (etwas anders, als mama von einer schwester mit zwei brüdern) und finde das thema auch ziemlich kompliziert.

    das wichtigste ist, wie du auch schreibst, dass alle erwachsenen mit blick auf das wohl der kinder eine lösung finden (die sich mit der zeit auch immer mal ändern kann), notfalls auch eigene bedürfnisse zurück stellen und respektvoll miteinander umgehen. ich bin sehr froh, dass das bei uns auch funtioniert, aber leicht ist es natürlich auch nicht immer.

    das zeitmodell hat bei uns schon gewechselt, regelmäßig kontakt zu papa und mama zu haben halte ich auch für sehr wichtig, gemeinsamer alltag eben nicht nur wochenend/freizeit elternteil.

    die kinder bei der frage des „wie“ wollen & können wir leben, je nach alter, auch mit einzubeziehen, halte ich für sinnvoll. abwägen und entscheiden müssen dann die eltern.

    sonnigen gruß!
    stefanie

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:22

      Hallo Stefanie, jetzt musste ich aber erstmal überlegen. 😉 Schwester mit zwei Brüdern? Also Du hast eine Tochter und sie hat zwei Halbbrüder aus einer anderen Beziehung Deines Mannes?? Hört sich auf jeden Fall auch nach sehr viel Orga bei Euch an. Spannend. Ich glaub wir müssen uns in Dortmund mal auf ein Käffchen treffen. 🙂 GlG, Nadine

  • Reply stefanie 27. September 2014 at 19:01

    hallo nadine,
    ich kenne die situation (etwas anders, als mama von einer schwester mit zwei brüdern) und finde das thema auch ziemlich kompliziert.

    das wichtigste ist, wie du auch schreibst, dass alle erwachsenen mit blick auf das wohl der kinder eine lösung finden (die sich mit der zeit auch immer mal ändern kann), notfalls auch eigene bedürfnisse zurück stellen und respektvoll miteinander umgehen. ich bin sehr froh, dass das bei uns auch funtioniert, aber leicht ist es natürlich auch nicht immer.

    das zeitmodell hat bei uns schon gewechselt, regelmäßig kontakt zu papa und mama zu haben halte ich auch für sehr wichtig, gemeinsamer alltag eben nicht nur wochenend/freizeit elternteil.

    die kinder bei der frage des „wie“ wollen & können wir leben, je nach alter, auch mit einzubeziehen, halte ich für sinnvoll. abwägen und entscheiden müssen dann die eltern.

    sonnigen gruß!
    stefanie

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:22

      Hallo Stefanie, jetzt musste ich aber erstmal überlegen. 😉 Schwester mit zwei Brüdern? Also Du hast eine Tochter und sie hat zwei Halbbrüder aus einer anderen Beziehung Deines Mannes?? Hört sich auf jeden Fall auch nach sehr viel Orga bei Euch an. Spannend. Ich glaub wir müssen uns in Dortmund mal auf ein Käffchen treffen. 🙂 GlG, Nadine

  • Reply Leah 27. September 2014 at 20:54

    Das hört sich jetzt bestimmt komisch an, aber ich habe bis jetzt tatsächlich noch niemanden „kennengelernt“, der als Mutter sein Kind mit dem Vater nach dem „eine Woche bei Mama – eine Woche bei Papa – Prinzip“ teilt. Wahrscheinlich ja auch, weil die Kinder dort meist schon älter waren und sich von sich aus für ein Elternteil entschieden haben.
    Ich muss sagen (auch wenn ich doch heil froh bin, kein Scheidungskind zu sein), dass ich diese Lösung doch für das Kind sehr cool finde. So hat man beide Elternteile gleichermaßen und sozusagen auch gleich noch zwei Familien inklusive.
    Ich glaube, wenn ich in dieser Situation wäre, könnte ich mir gar nichts anderes vorstellen, als diese Lösung, da ich mich wirklich nicht für Mama oder Papa entscheiden wollen würde.
    Echt interessant, sowas mal von dir zu lesen.
    Liebste Grüße
    Leah

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:25

      Hallo liebe Leah, ich nehme an Du kennst so Einige in Deinem Alter deren Eltern getrennt sind und es anders handhaben? Ja, da kannst Du wirklich froh sein, daß Deine Eltern noch zusammen sind. Das ist heute leider nicht mehr so selbstverständlich. Danke jedenfalls für Dein Feedback! ♥ GlG, Nadine

  • Reply Leah 27. September 2014 at 20:54

    Das hört sich jetzt bestimmt komisch an, aber ich habe bis jetzt tatsächlich noch niemanden „kennengelernt“, der als Mutter sein Kind mit dem Vater nach dem „eine Woche bei Mama – eine Woche bei Papa – Prinzip“ teilt. Wahrscheinlich ja auch, weil die Kinder dort meist schon älter waren und sich von sich aus für ein Elternteil entschieden haben.
    Ich muss sagen (auch wenn ich doch heil froh bin, kein Scheidungskind zu sein), dass ich diese Lösung doch für das Kind sehr cool finde. So hat man beide Elternteile gleichermaßen und sozusagen auch gleich noch zwei Familien inklusive.
    Ich glaube, wenn ich in dieser Situation wäre, könnte ich mir gar nichts anderes vorstellen, als diese Lösung, da ich mich wirklich nicht für Mama oder Papa entscheiden wollen würde.
    Echt interessant, sowas mal von dir zu lesen.
    Liebste Grüße
    Leah

    • Reply frau hibbel 30. September 2014 at 9:25

      Hallo liebe Leah, ich nehme an Du kennst so Einige in Deinem Alter deren Eltern getrennt sind und es anders handhaben? Ja, da kannst Du wirklich froh sein, daß Deine Eltern noch zusammen sind. Das ist heute leider nicht mehr so selbstverständlich. Danke jedenfalls für Dein Feedback! ♥ GlG, Nadine

  • Reply Katja 29. September 2014 at 20:52

    Wahrlich keine einfach Situation, die man auch nicht leicht mit gut oder schlecht bewerten kann. Vermutlich wirst Du keine eindeutige Antwort bekommen und es bleibt nur, aus dem Jetzt das beste zu machen bis ein neuer Morgen kommt.
    Aber Chapeau für Euren Umgang miteinander, das ist das erste Mal, dass ich so positiv etwas darüber mitbekomme.

  • Reply Katja 29. September 2014 at 20:52

    Wahrlich keine einfach Situation, die man auch nicht leicht mit gut oder schlecht bewerten kann. Vermutlich wirst Du keine eindeutige Antwort bekommen und es bleibt nur, aus dem Jetzt das beste zu machen bis ein neuer Morgen kommt.
    Aber Chapeau für Euren Umgang miteinander, das ist das erste Mal, dass ich so positiv etwas darüber mitbekomme.

  • Reply Sabine 25. November 2014 at 21:20

    Ihr habt da eine tolle Lösung für alle gefunden. Und das ist letztendlich das einzig Wichtige. Leider geben häufig Leute ihren Senf hinzu, die nicht in der Situation stecken und dann ist es schnell passiert, dass man plötzlich ein schlechtes Gewissen hat, obwohl man nur sein Bestes gibt. Welches Modell nun besser ist, keine Ahnung. Im Endeffekt wählt man ja doch das, was am besten zur Familie oder Ex-Familie passt und wenn das Kind damit klarkommt ist doch alles super. Besonders schwierig stelle ich mir den stetigen Kontakt mit dem Ex vor. Aber wahrscheinlich ist das auch garnicht so schlimm, wenn die Trennung erstmal vernünftig verarbeitet ist…

  • Reply Sabine 25. November 2014 at 21:20

    Ihr habt da eine tolle Lösung für alle gefunden. Und das ist letztendlich das einzig Wichtige. Leider geben häufig Leute ihren Senf hinzu, die nicht in der Situation stecken und dann ist es schnell passiert, dass man plötzlich ein schlechtes Gewissen hat, obwohl man nur sein Bestes gibt. Welches Modell nun besser ist, keine Ahnung. Im Endeffekt wählt man ja doch das, was am besten zur Familie oder Ex-Familie passt und wenn das Kind damit klarkommt ist doch alles super. Besonders schwierig stelle ich mir den stetigen Kontakt mit dem Ex vor. Aber wahrscheinlich ist das auch garnicht so schlimm, wenn die Trennung erstmal vernünftig verarbeitet ist…

  • Reply Martin Hess 28. Juni 2015 at 8:13

    Hallo,

    ich und meine Fraau haben uns vor zwei Wochen wirklich einvernehmlich getrennt und für das gleiche Modell für unsere beiden Kinder (3 und 5) entschieden. Jetzt hat sie seit dem jedoch (Sie sagte mir das auch) die Liebe Ihres Lebens kennengelernt und will mit Ihm in absehbarer Zeit zusammenziehen(so kommendes Jahr). Sie will ihn aber bereits jetzt den Kindern als guten bekannten vorstellen, um zu sehen ob das klappt. Ich habe hiermit, zumahl es aus meiner Sicht deutlich Anzeichen bei den Kindern gibt, dass Sie die jetztige Situation belastet,ein großes Problem mit dem timing und dem Gefühl einfach so ausgetauscht zu werden.

    Wie seit ihr mit der Einführung eines neuen Partners umgegangen.

    • Reply Reisebloggerin Nadine 28. Juni 2015 at 20:22

      Hallo Martin, Ihr habt Euch erst vor zwei Wochen getrennt?? Dann ist das ja alles noch brandfrisch und es kann demzufolge noch keine Rede davon sein, daß sich Eure Kinder an das Wechselmodell gewöhnt haben, oder? Nichtsdestotrotz…bei uns war es ähnlich. Zwar nicht einvernehmlich getrennt, aber ich war recht schnell mit meinem jetzigen Partner zusammen. Zusammengezogen sind wir jedoch erst 1 1/2 Jahre später. Erst hat mein Sohn ihn als guten Freund kennengelernt und im Laufe der Zeit halt als Partner. Mein Kind war aber auch erst 2 1/2 bei der Trennung. Je jünger, desto einfacher. Ich kann aus Erfahrung nur sagen: Eure Kinder spüren ob Ihr Euch einig seid und hinter dem steht was Ihr sagt. Haltet zusammen. Als Ex-Partner und Eltern Eurer Kinder. So schwer das vielleicht anfangs fallen mag. Wenn Deine Ex-Frau einen Neuen hat…so what…dann ist das halt so. Du bist der Vater und sie ist die Mutter. Daran wird sich für Eure Kinder niemals etwas ändern. Eure Rollen sind unantastbar. Mach Dir da also keine Sorgen um die Kinder. Die kommen meist mir mehr klar, als man ihnen zutraut. Wenn Ihr friedlich bleibt und sie nicht in irgendwelche Konflikte reinzieht. Ein Tipp noch: uns hat Pro Familia damals sehr geholfen das Wechselmodell so gut wie möglich organisiert zu bekommen. VIelleicht versucht Ihr das mal? Alles Gute Euch und Euren Kindern. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply Martin Hess 28. Juni 2015 at 8:13

    Hallo,

    ich und meine Fraau haben uns vor zwei Wochen wirklich einvernehmlich getrennt und für das gleiche Modell für unsere beiden Kinder (3 und 5) entschieden. Jetzt hat sie seit dem jedoch (Sie sagte mir das auch) die Liebe Ihres Lebens kennengelernt und will mit Ihm in absehbarer Zeit zusammenziehen(so kommendes Jahr). Sie will ihn aber bereits jetzt den Kindern als guten bekannten vorstellen, um zu sehen ob das klappt. Ich habe hiermit, zumahl es aus meiner Sicht deutlich Anzeichen bei den Kindern gibt, dass Sie die jetztige Situation belastet,ein großes Problem mit dem timing und dem Gefühl einfach so ausgetauscht zu werden.

    Wie seit ihr mit der Einführung eines neuen Partners umgegangen.

    • Reply Reisebloggerin Nadine 28. Juni 2015 at 20:22

      Hallo Martin, Ihr habt Euch erst vor zwei Wochen getrennt?? Dann ist das ja alles noch brandfrisch und es kann demzufolge noch keine Rede davon sein, daß sich Eure Kinder an das Wechselmodell gewöhnt haben, oder? Nichtsdestotrotz…bei uns war es ähnlich. Zwar nicht einvernehmlich getrennt, aber ich war recht schnell mit meinem jetzigen Partner zusammen. Zusammengezogen sind wir jedoch erst 1 1/2 Jahre später. Erst hat mein Sohn ihn als guten Freund kennengelernt und im Laufe der Zeit halt als Partner. Mein Kind war aber auch erst 2 1/2 bei der Trennung. Je jünger, desto einfacher. Ich kann aus Erfahrung nur sagen: Eure Kinder spüren ob Ihr Euch einig seid und hinter dem steht was Ihr sagt. Haltet zusammen. Als Ex-Partner und Eltern Eurer Kinder. So schwer das vielleicht anfangs fallen mag. Wenn Deine Ex-Frau einen Neuen hat…so what…dann ist das halt so. Du bist der Vater und sie ist die Mutter. Daran wird sich für Eure Kinder niemals etwas ändern. Eure Rollen sind unantastbar. Mach Dir da also keine Sorgen um die Kinder. Die kommen meist mir mehr klar, als man ihnen zutraut. Wenn Ihr friedlich bleibt und sie nicht in irgendwelche Konflikte reinzieht. Ein Tipp noch: uns hat Pro Familia damals sehr geholfen das Wechselmodell so gut wie möglich organisiert zu bekommen. VIelleicht versucht Ihr das mal? Alles Gute Euch und Euren Kindern. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply Anna 16. November 2015 at 14:18

    Hallo,
    es ist zwar ein älterer Artikel, aber über die google-Suche bin ich darauf gestoßen. Mein Mann und ich leben mit unseren Kindern (4 und 6) seit 1,5 Jahren das Wechselmodell (im Wochenwechsel). Wir wohnen knapp 3 km auseinander, die Kinder können also weiterhin die gleichen Sportvereine besuchen, ihre Freunde treffen etc egal ob sie bei mir oder ihrem Vater sind. Die Kinder scheinen auch gut mit dieser Situation zurecht zu kommen – wir nicht immer. Aber das wird nicht (jedenfalls nicht bewusst) über die Kinder ausgelebt. Letztens sagte eine Mutter aus dem Kindergarten, dass wenn man sich uns so anschaut man das Gefühl hat, es wäre das beste Familienmodell.
    Und trotzdem suche ich nach Gleichgesinnten (deshalb stieß ich auf deinen Artikel) und frage mich, welche Gefühle in dieser Situation „normal“ sind, welche vergehen oder mit welchen man lernt zu leben. Es ist heute definitiv einfacher, als am Anfang, aber irgendwie nicht das, was man sich vorgestellt hat…

    • Reply Nadine 16. November 2015 at 18:37

      Liebe Anna, was hast Du Dir denn vorgestellt? Ich persönlich glaube, daß es eigentlich überhaupt nicht den besten Weg gibt. Man muss ganz klar sagen, daß eine Trennung für Kinder immer scheisse ist. Und dann muss man halt als Eltern schauen wie man das Beste aus der miesen Situation rausholt. Für unseren Sohn was das die beste Lösung. Für mich (meinen Partner und seinen kleinen Bruder) sicher nicht. Da wäre es das Beste wenn er immer bei uns wäre. Klar gewöhnt man sich irgendwann ein Stück weit dran. Aber normal und alltäglich wird es eigentlich nie. Auch wenn mein Ex und ich uns relativ gut verstehen, führen wir zwischendurch immer wieder auch noch Kämpfe. Da ist es dann schon ätzend wenn man ständig Kontakt halten muss.Und je älter mein Sohn wird, desto mehr habe ich das Gefühl, daß mir die Zeit mit ihm davonläuft. Trennungen fallen mir also schwerer, je älter er wird. GlG, Nadine

      • Reply Anna 17. November 2015 at 10:38

        Liebe Nadine,
        ehrlich gesagt habe ich mir kurz vor der Trennung Gedanken darüber gemacht, ob ich ohne meinen Mann leben kann, Es war nicht „geplant“, dass ich auch jede zweite Woche auf meine Kinder verzichten muss. Ich habe auch nicht erwartet, dass mein Mann so viel Engagement an den Tag legt und es ihm wichtig ist, so intensiven Kontakt zu halten. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte mich nicht beschweren, denn ich sehe wie gut es den Kindern tun. Und würde jedem, dem es möglich ist, das Wechselmodell empfehlen. Den Kindern zuliebe!
        Ich schrieb Dir, um zu fragen, ob dieses „schlechte“ Gefühl bei der Trennung irgendwann weniger wird und ob man sich als Mutter daran gewöhnt, nicht die Mutter zu sein, die man vor Geburt der Kinder sein wollte. Es ist, wie Du schreibst: Ich genieße die gemeinsame Zeit viel mehr, lasse mich in meiner Woche sehr auf die Kinder ein und bin entspannter, weil ich vieles in der Papawoche erledigen kann. Ich sehe mich nicht als schlechte Mutter, nur halt nicht als die, die man so im Kindergarten sieht. Und kenne sonst auch keine andere Mutter, mit der ich mich über die Situation unterhalten kann, deshalb habe ich Dich, eine mir fremde Person, gefragt. Und danke für Deine Antwort. LG. Anna

        • Reply Nadine 17. November 2015 at 14:53

          Liebe Anna, wer plant denn schon sowas? Man heiratet und bekommt Kinder und hofft das es ein Leben lang hält. Aber so läuft es ja oftmals leider nicht. Es gibt immer mehr alleinerziehende Menschen. Es ist super, das der Vater Deiner Kinder sich so einbringt. Ich kenne da ganz andere Fälle. Wo die Väter sich keinen Deut scheren und lieber mit der nächsten Perle ein Kind in die Welt setzen. z.B. Und Du bist natürlich keine schlechte Mutter, sondern eine besonders gute Mutter. Denn Du stellst Deine eigenen Bedürfnisse hinten an…..zum Wohl Deiner Kinder. Viele Mütter würden diese Weg nicht gehen, eben weil sie die Kinder nicht hergeben wollen oder sie für sich allein beanspruchen. Das ist aber egoistisch und schadet dem Kind mitunter. Und Deine Frage hatte ich eigentlich schon beantwortet (siehe oben): man gewöhnt sich eigentlich niemals so Recht daran. Aber man lernt mit den Umständen zu leben. So ergeht es mir jedenfalls. Ich wünsche Euch auf jeden Fall nur das Beste und lass Dich nicht von aussen beeinflussen. Mach einfach das, was das Beste für Euch ist. LG, Nadine

    • Reply Claire 24. Februar 2016 at 10:04

      Hi Anna!
      Das ist genau wie bei mir geht. Mein Sohn wird bald 5 und seit 14 Monate leben wir den Wechselmodell. Der Vater und ich verstehen uns ganz gut (auch wenn er noch meint, er wäre sauer auf mich) und wohnen knapp 500m von einander. Das Kind hat so zu sagen ein Umgebung und zwei Häuser. Er freut sich bei Papa zu sein aber auch bei mir zu leben. Ich bin täglich im Kontakt mit dem Vater und teilweise mit dem Kind auch, aber es gibt lange Zeitstrecken wo ich ihm nicht sehe (5 Tage) und es fällt mir sehr schwer. Ich bin traurig und emotional und mein neuen Partner spürt und leidet viel davon. Ich habe schon ein Paar gemeinsame romantischen Urlauben ruiniert mit meine Stimmung. Meistens als ich mein Kind unheimlich vermisst habe.

      Wie meistert Ihr das? Wie schafft Ihr der Zeit ohne Kind voll zu geniessen ohne schlechte Gefühle? Wie benimmt Ihr Euer neuen Partner gegenüber?

      Liebe Grüße
      Clarisse

  • Reply Anna 16. November 2015 at 14:18

    Hallo,
    es ist zwar ein älterer Artikel, aber über die google-Suche bin ich darauf gestoßen. Mein Mann und ich leben mit unseren Kindern (4 und 6) seit 1,5 Jahren das Wechselmodell (im Wochenwechsel). Wir wohnen knapp 3 km auseinander, die Kinder können also weiterhin die gleichen Sportvereine besuchen, ihre Freunde treffen etc egal ob sie bei mir oder ihrem Vater sind. Die Kinder scheinen auch gut mit dieser Situation zurecht zu kommen – wir nicht immer. Aber das wird nicht (jedenfalls nicht bewusst) über die Kinder ausgelebt. Letztens sagte eine Mutter aus dem Kindergarten, dass wenn man sich uns so anschaut man das Gefühl hat, es wäre das beste Familienmodell.
    Und trotzdem suche ich nach Gleichgesinnten (deshalb stieß ich auf deinen Artikel) und frage mich, welche Gefühle in dieser Situation „normal“ sind, welche vergehen oder mit welchen man lernt zu leben. Es ist heute definitiv einfacher, als am Anfang, aber irgendwie nicht das, was man sich vorgestellt hat…

    • Reply Nadine 16. November 2015 at 18:37

      Liebe Anna, was hast Du Dir denn vorgestellt? Ich persönlich glaube, daß es eigentlich überhaupt nicht den besten Weg gibt. Man muss ganz klar sagen, daß eine Trennung für Kinder immer scheisse ist. Und dann muss man halt als Eltern schauen wie man das Beste aus der miesen Situation rausholt. Für unseren Sohn was das die beste Lösung. Für mich (meinen Partner und seinen kleinen Bruder) sicher nicht. Da wäre es das Beste wenn er immer bei uns wäre. Klar gewöhnt man sich irgendwann ein Stück weit dran. Aber normal und alltäglich wird es eigentlich nie. Auch wenn mein Ex und ich uns relativ gut verstehen, führen wir zwischendurch immer wieder auch noch Kämpfe. Da ist es dann schon ätzend wenn man ständig Kontakt halten muss.Und je älter mein Sohn wird, desto mehr habe ich das Gefühl, daß mir die Zeit mit ihm davonläuft. Trennungen fallen mir also schwerer, je älter er wird. GlG, Nadine

      • Reply Anna 17. November 2015 at 10:38

        Liebe Nadine,
        ehrlich gesagt habe ich mir kurz vor der Trennung Gedanken darüber gemacht, ob ich ohne meinen Mann leben kann, Es war nicht „geplant“, dass ich auch jede zweite Woche auf meine Kinder verzichten muss. Ich habe auch nicht erwartet, dass mein Mann so viel Engagement an den Tag legt und es ihm wichtig ist, so intensiven Kontakt zu halten. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte mich nicht beschweren, denn ich sehe wie gut es den Kindern tun. Und würde jedem, dem es möglich ist, das Wechselmodell empfehlen. Den Kindern zuliebe!
        Ich schrieb Dir, um zu fragen, ob dieses „schlechte“ Gefühl bei der Trennung irgendwann weniger wird und ob man sich als Mutter daran gewöhnt, nicht die Mutter zu sein, die man vor Geburt der Kinder sein wollte. Es ist, wie Du schreibst: Ich genieße die gemeinsame Zeit viel mehr, lasse mich in meiner Woche sehr auf die Kinder ein und bin entspannter, weil ich vieles in der Papawoche erledigen kann. Ich sehe mich nicht als schlechte Mutter, nur halt nicht als die, die man so im Kindergarten sieht. Und kenne sonst auch keine andere Mutter, mit der ich mich über die Situation unterhalten kann, deshalb habe ich Dich, eine mir fremde Person, gefragt. Und danke für Deine Antwort. LG. Anna

        • Reply Nadine 17. November 2015 at 14:53

          Liebe Anna, wer plant denn schon sowas? Man heiratet und bekommt Kinder und hofft das es ein Leben lang hält. Aber so läuft es ja oftmals leider nicht. Es gibt immer mehr alleinerziehende Menschen. Es ist super, das der Vater Deiner Kinder sich so einbringt. Ich kenne da ganz andere Fälle. Wo die Väter sich keinen Deut scheren und lieber mit der nächsten Perle ein Kind in die Welt setzen. z.B. Und Du bist natürlich keine schlechte Mutter, sondern eine besonders gute Mutter. Denn Du stellst Deine eigenen Bedürfnisse hinten an…..zum Wohl Deiner Kinder. Viele Mütter würden diese Weg nicht gehen, eben weil sie die Kinder nicht hergeben wollen oder sie für sich allein beanspruchen. Das ist aber egoistisch und schadet dem Kind mitunter. Und Deine Frage hatte ich eigentlich schon beantwortet (siehe oben): man gewöhnt sich eigentlich niemals so Recht daran. Aber man lernt mit den Umständen zu leben. So ergeht es mir jedenfalls. Ich wünsche Euch auf jeden Fall nur das Beste und lass Dich nicht von aussen beeinflussen. Mach einfach das, was das Beste für Euch ist. LG, Nadine

    • Reply Claire 24. Februar 2016 at 10:04

      Hi Anna!
      Das ist genau wie bei mir geht. Mein Sohn wird bald 5 und seit 14 Monate leben wir den Wechselmodell. Der Vater und ich verstehen uns ganz gut (auch wenn er noch meint, er wäre sauer auf mich) und wohnen knapp 500m von einander. Das Kind hat so zu sagen ein Umgebung und zwei Häuser. Er freut sich bei Papa zu sein aber auch bei mir zu leben. Ich bin täglich im Kontakt mit dem Vater und teilweise mit dem Kind auch, aber es gibt lange Zeitstrecken wo ich ihm nicht sehe (5 Tage) und es fällt mir sehr schwer. Ich bin traurig und emotional und mein neuen Partner spürt und leidet viel davon. Ich habe schon ein Paar gemeinsame romantischen Urlauben ruiniert mit meine Stimmung. Meistens als ich mein Kind unheimlich vermisst habe.

      Wie meistert Ihr das? Wie schafft Ihr der Zeit ohne Kind voll zu geniessen ohne schlechte Gefühle? Wie benimmt Ihr Euer neuen Partner gegenüber?

      Liebe Grüße
      Clarisse

  • Reply Anna 24. Februar 2016 at 11:04

    Hallo Clarisse,
    die von Dir beschriebenen Gefühle und Situationen kenne ich nur allzu gut. Auch ich habe einen neuen Partner, der einiges mitmachen muss.
    Es wird weniger, keine Frage, denn am Anfang des Wechselmodells habe ich fast an jedem der Tage ohne Kinder getrauert. Oder bin auch Mal in einer schönen (Urlaubs)Situation von einer Sekunde auf die andere in Tränen ausgebrochen, weil ich sie mit den Kindern teilen wollte und zudem auch schlechtes Gewissen hatte, dass ich glücklich bin, obwohl sie nicht da sind. Es hat mich zerrissen!
    Dann kam noch dazu, dass ich glaubte, meinem neuen Partner immer wieder beweisen zu müssen, dass diese Trauer nur eine Sehnsucht nach meinen Kindern und nicht der Wunsch ist, in mein altes Leben (mit meinem Exmann) zurückzukehren. Dabei hat er es eigentlich (das weiß ich heute) gut differenzieren können.
    Ich habe mir dann eine neutrale Person gesucht, der ich alles mitteilen konnte ohne Angst zu haben, dass ich sie verletze. Und ich konnte dadurch meine Gefühle besser hinterfragen und einordnen. Mich selbst fragen, was für eine Frau ich bin und sein möchte und alte Rollenbilder durchleuchtet.
    Es ist aber immer noch sehr schwer.
    Schöner Gruß
    Anna

  • Reply Anna 24. Februar 2016 at 11:04

    Hallo Clarisse,
    die von Dir beschriebenen Gefühle und Situationen kenne ich nur allzu gut. Auch ich habe einen neuen Partner, der einiges mitmachen muss.
    Es wird weniger, keine Frage, denn am Anfang des Wechselmodells habe ich fast an jedem der Tage ohne Kinder getrauert. Oder bin auch Mal in einer schönen (Urlaubs)Situation von einer Sekunde auf die andere in Tränen ausgebrochen, weil ich sie mit den Kindern teilen wollte und zudem auch schlechtes Gewissen hatte, dass ich glücklich bin, obwohl sie nicht da sind. Es hat mich zerrissen!
    Dann kam noch dazu, dass ich glaubte, meinem neuen Partner immer wieder beweisen zu müssen, dass diese Trauer nur eine Sehnsucht nach meinen Kindern und nicht der Wunsch ist, in mein altes Leben (mit meinem Exmann) zurückzukehren. Dabei hat er es eigentlich (das weiß ich heute) gut differenzieren können.
    Ich habe mir dann eine neutrale Person gesucht, der ich alles mitteilen konnte ohne Angst zu haben, dass ich sie verletze. Und ich konnte dadurch meine Gefühle besser hinterfragen und einordnen. Mich selbst fragen, was für eine Frau ich bin und sein möchte und alte Rollenbilder durchleuchtet.
    Es ist aber immer noch sehr schwer.
    Schöner Gruß
    Anna

  • Reply Anne 16. Juni 2016 at 22:04

    Hallo an euch. Eure Einträge sind leider schon so lang in der Vergangenheit, aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich mit jemandem von euch ( Anna, Clarisse, Nadine ) in Kontakt treten könnte. Ich lebe seit einem Jahr vom Papa meiner beiden Kinder ( 3 und 8 ) getrennt. Auch habe ich eine neue Partnerschaft, welche sozusagen das iTüpfelchen für die Trennung war. Mein neuer Partner und ich leben noch in getrennten Wohnungen, die Kinder sind aber inzwischen sehr vertraut mit dem neuen Partner. Aufgrund der Tatsache, dass der Papa wirklich ein toller Papa ist ( und schon immer war ) und ich für meine Kinder nicht wollte, dass sie einen Wochenendpapa haben, haben wir uns nach einigem Hin und Her und mehreren Versuchen von verschiedenen Aufteilungen für die 50:50 Variante entschieden. was ich bei der Trennung nicht gedacht habe ist, dass es mich so extrem auffristt, die Kinder nicht zu haben in der Papa Woche. Ich bin absolut unfähig teilweise irgendwas zu tun. Ich weine permanent, ich fühle mich schlecht und als Versagerin. Ich muss doch bei meinen Kindern sein, für sie da sein. Ich habe inzwischen angefangen, alles aufzuschreiben. Meine Wut, meine Trauer, meine Verzweiflung. Das hilft mir. Ich habe sogar schon 2 Termine bei einem Psychologen hinter mir, allerdings hat mir das bis dato nicht viel geholfen. Ich zweifle immer wenn die Kinder nicht da sind. An allem. An der neuen Beziehung, an der Trennung. Warum bin ich nur gegangen, frage ich mich permanent. Aber bin ich dann in meiner Woche, dann geht es mir gut. Ich hab die Kids, den neuen Partner und bin zufrieden. Nur Sonntag Abend, der letzte Abend vorm abgeben, bekomme ich es noch nicht einmal hin das Gute Nacht Lied ordentlich zu singen, weil der Kloß im Hals immer dicker wird.
    Die Kinder sind glaube ich die, die es bis jetzt am besten meistern. Das alles. Trennung, neue Wohnung mit Mama, Wechseln jede Woche zu Papa. Sie beschweren sich nicht und die kleine steckt es auch super weg. Es gibt ab und an mal Rückschläge, Tränen, mal das „ich vermisse Mama ( oder Papa ), was wir dann immer mit einem Anruf klären.
    aber ich frage mich, wird das bei mir irgendwann einfacher? Kann ich irgendwann genießen, dass ich in der freien Woche all die Dinge mache, welche ich sonst nicht machen kann? Lange Arbeiten, ins Kino gehen, Sport machen, spannte Kurztrips? Ich bin so dankbar, das mein neuer Partner so viel Kraft hat, dieses Wrack was er manchmal an seiner Seite hat zu unterstützen. Ich glaube 80 % der Männer wäre schon wieder abgehauen, zumal er seine eigenen Sorgen hat. Seine Ex zieht mit der kleinen weg – 2 Stunden Autofahrt. Nichts mehr mit mal schnell in der Woche seine Tochter holen, ein langes Wochenende verbringen, spontan einen Nachmittag was unternehmen, sie bei uns in unseren Alltag einbinden. Ja, er hat wahrhaftig auch Kummer und ist trotzdem immer da. Und trotz dessen schaffe ich es manchmal nicht den Kopf zu heben und zu sagen, mir geht es gut!
    Ich würde mich so gern mit Mamas austauschen die mich verstehen. Alle getrennten Mamas in meinem Umfeld haben ihre Kinder bei sich. Immer. Bis auf mal verlängerte Wochenenden oder einen Urlaub. Sonst ist alles geregelt. Ein Kinderzimmer, ein Schreibtisch, ein festes zu Hause. Sie versuchen mich zu verstehen aber niemand der es nicht selber erlebt kennt diesen Schmerz wenn man Montags sein Kind in den Kindergarten gibt und gefragt wird: „holst du mich heute ab Mama?“ und man muss „nein“ sagen. Weil man für die nächsten 7 Tage nicht abholen wird. Nicht weiß ob der Tag schön war, ob es Sorgen gibt oder sie einen Nachts vermissen. Man geht an leeren Kinderzimmern vorbei und ich versuche alle Aufräum- und Wäscheaktionen der Kinderzimmer am Montag zu machen, dass ich den Rest der Woche nicht in die leeren Zimmer muss.
    Ich würde mich über Antworten oder Kontakt freuen!!
    Anne

    • Reply Anna 17. Juni 2016 at 8:19

      Hallo liebe Anne,
      es macht mich sehr traurig Deinen Text zu lesen, denn ich habe mich auch so gefühlt. Aber nun etwas, was Dir vielleicht ein wenig hilft: Es ist besser geworden. Es ist nicht jede Woche gut, aber jedenfalls viel besser. Ich würde mich gerne mit Dir austauschen, denn als ich meinen Text hier drunter geschrieben habe, war ich auch auf der Suche nach Gleichgesinnten, nach jemandem der diese Gefühle versteht.
      Nadine, könntest Du meine E-Mail-Adresse an Anne weiterleiten?
      Danke und ein schöner Gruß
      Anna

    • Reply Moni 20. Juni 2016 at 13:47

      Hallo
      Ich bin hier auch so ziemlich alleine mit dem Wechselmodell…Seit einem Jahr Leben wir das,1 Woche Mama,eine bei Papa.Meine Söhne sind 13 und 14 und es klappt wirklich gut.Bis auf meine Trennungsdepression jede Woche.Es geht aber immer besser.Leider wohne ich in einem sehr konservativen Dorf und die Leute reden schlecht über mich,betiteln mich als Rabenmutter..Der Kv hat erst begonnen sich richtig um die Jungs zu kümmern nach der Trennung,er hängt den Superdaddy raus und alle bewundern ihn..Ich gehe 30 Std pro Woche arbeiten,vorher war ich Hausfrau.Somit in den Augen vieler eine schlechte Mutter.Nicht immer einfach für mich aber man gewöhnt sich dran.:)
      Liebe Grüße
      Moni

      • Reply Nadine 21. Juni 2016 at 9:27

        Hallo Moni, ich kann mir gut vorstellen was die auf einem Dorf Leute denken, aber die haben halt keine Ahnung. Ich würde sogar sagen, daß Du eine besonders gute Mutter bist, denn Du stellst Deine eigenen Belange und Gefühle zurück um Deine Kinder glücklich zu machen. Die meisten Frauen würden nur über ihre Leiche ihre Kinder hergeben, egal wie gut das Verhältnis der Kinder zu ihrem Vater ist. Das ist aus meiner Sicht reiner Egoismus und da wird irgendein Frust auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Mir fällt es weiß Gott auch nicht leicht, mein Kind ständig wieder gehen zu lassen. Aber mein Sohn ist glücklich. Und das ist wichtiger als mein Trennungsschmerz. Außerdem bin ich schon erwachsen und muss halt mit solchen Dingen umgehen können. Oder es halt lernen. Scher Dich also nicht darum was die Anderen denken und genieß jeden Moment den Du mit Deinen Jungs hast. LG und alles Gute, Nadine

        • Reply Anne 21. Juni 2016 at 21:21

          Hallo von mir.

          Nadine, danke erst einmal für den Austausch der Email Adressen von Anna und mir. Wir haben schon Kontakt miteinander aufgenommen..

          Moni, eine Frage an dich. Deine Kinder sind schon 13 und 14. Wie kommen die damit klar? Ich habe immer Angst, dass die Kinder sobald sie älter sind keine Lust mehr zum pendeln haben und dann dort bleiben, wo es eben gerade am bequemsten ist. Das die Kinder irgendwann keine Lust mehr haben ihren Freunden zu sagen wo sie gerade sind, in welchem Zuhause. Das sie uns als Eltern gegeneinander ausspielen – die Verlustängste „ausnutzen“. Kannst du sowas feststellen?

          Ich bin gespannt auf deine Antwort…

          Anne

  • Reply Anne 16. Juni 2016 at 22:04

    Hallo an euch. Eure Einträge sind leider schon so lang in der Vergangenheit, aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich mit jemandem von euch ( Anna, Clarisse, Nadine ) in Kontakt treten könnte. Ich lebe seit einem Jahr vom Papa meiner beiden Kinder ( 3 und 8 ) getrennt. Auch habe ich eine neue Partnerschaft, welche sozusagen das iTüpfelchen für die Trennung war. Mein neuer Partner und ich leben noch in getrennten Wohnungen, die Kinder sind aber inzwischen sehr vertraut mit dem neuen Partner. Aufgrund der Tatsache, dass der Papa wirklich ein toller Papa ist ( und schon immer war ) und ich für meine Kinder nicht wollte, dass sie einen Wochenendpapa haben, haben wir uns nach einigem Hin und Her und mehreren Versuchen von verschiedenen Aufteilungen für die 50:50 Variante entschieden. was ich bei der Trennung nicht gedacht habe ist, dass es mich so extrem auffristt, die Kinder nicht zu haben in der Papa Woche. Ich bin absolut unfähig teilweise irgendwas zu tun. Ich weine permanent, ich fühle mich schlecht und als Versagerin. Ich muss doch bei meinen Kindern sein, für sie da sein. Ich habe inzwischen angefangen, alles aufzuschreiben. Meine Wut, meine Trauer, meine Verzweiflung. Das hilft mir. Ich habe sogar schon 2 Termine bei einem Psychologen hinter mir, allerdings hat mir das bis dato nicht viel geholfen. Ich zweifle immer wenn die Kinder nicht da sind. An allem. An der neuen Beziehung, an der Trennung. Warum bin ich nur gegangen, frage ich mich permanent. Aber bin ich dann in meiner Woche, dann geht es mir gut. Ich hab die Kids, den neuen Partner und bin zufrieden. Nur Sonntag Abend, der letzte Abend vorm abgeben, bekomme ich es noch nicht einmal hin das Gute Nacht Lied ordentlich zu singen, weil der Kloß im Hals immer dicker wird.
    Die Kinder sind glaube ich die, die es bis jetzt am besten meistern. Das alles. Trennung, neue Wohnung mit Mama, Wechseln jede Woche zu Papa. Sie beschweren sich nicht und die kleine steckt es auch super weg. Es gibt ab und an mal Rückschläge, Tränen, mal das „ich vermisse Mama ( oder Papa ), was wir dann immer mit einem Anruf klären.
    aber ich frage mich, wird das bei mir irgendwann einfacher? Kann ich irgendwann genießen, dass ich in der freien Woche all die Dinge mache, welche ich sonst nicht machen kann? Lange Arbeiten, ins Kino gehen, Sport machen, spannte Kurztrips? Ich bin so dankbar, das mein neuer Partner so viel Kraft hat, dieses Wrack was er manchmal an seiner Seite hat zu unterstützen. Ich glaube 80 % der Männer wäre schon wieder abgehauen, zumal er seine eigenen Sorgen hat. Seine Ex zieht mit der kleinen weg – 2 Stunden Autofahrt. Nichts mehr mit mal schnell in der Woche seine Tochter holen, ein langes Wochenende verbringen, spontan einen Nachmittag was unternehmen, sie bei uns in unseren Alltag einbinden. Ja, er hat wahrhaftig auch Kummer und ist trotzdem immer da. Und trotz dessen schaffe ich es manchmal nicht den Kopf zu heben und zu sagen, mir geht es gut!
    Ich würde mich so gern mit Mamas austauschen die mich verstehen. Alle getrennten Mamas in meinem Umfeld haben ihre Kinder bei sich. Immer. Bis auf mal verlängerte Wochenenden oder einen Urlaub. Sonst ist alles geregelt. Ein Kinderzimmer, ein Schreibtisch, ein festes zu Hause. Sie versuchen mich zu verstehen aber niemand der es nicht selber erlebt kennt diesen Schmerz wenn man Montags sein Kind in den Kindergarten gibt und gefragt wird: „holst du mich heute ab Mama?“ und man muss „nein“ sagen. Weil man für die nächsten 7 Tage nicht abholen wird. Nicht weiß ob der Tag schön war, ob es Sorgen gibt oder sie einen Nachts vermissen. Man geht an leeren Kinderzimmern vorbei und ich versuche alle Aufräum- und Wäscheaktionen der Kinderzimmer am Montag zu machen, dass ich den Rest der Woche nicht in die leeren Zimmer muss.
    Ich würde mich über Antworten oder Kontakt freuen!!
    Anne

    • Reply Anna 17. Juni 2016 at 8:19

      Hallo liebe Anne,
      es macht mich sehr traurig Deinen Text zu lesen, denn ich habe mich auch so gefühlt. Aber nun etwas, was Dir vielleicht ein wenig hilft: Es ist besser geworden. Es ist nicht jede Woche gut, aber jedenfalls viel besser. Ich würde mich gerne mit Dir austauschen, denn als ich meinen Text hier drunter geschrieben habe, war ich auch auf der Suche nach Gleichgesinnten, nach jemandem der diese Gefühle versteht.
      Nadine, könntest Du meine E-Mail-Adresse an Anne weiterleiten?
      Danke und ein schöner Gruß
      Anna

    • Reply Moni 20. Juni 2016 at 13:47

      Hallo
      Ich bin hier auch so ziemlich alleine mit dem Wechselmodell…Seit einem Jahr Leben wir das,1 Woche Mama,eine bei Papa.Meine Söhne sind 13 und 14 und es klappt wirklich gut.Bis auf meine Trennungsdepression jede Woche.Es geht aber immer besser.Leider wohne ich in einem sehr konservativen Dorf und die Leute reden schlecht über mich,betiteln mich als Rabenmutter..Der Kv hat erst begonnen sich richtig um die Jungs zu kümmern nach der Trennung,er hängt den Superdaddy raus und alle bewundern ihn..Ich gehe 30 Std pro Woche arbeiten,vorher war ich Hausfrau.Somit in den Augen vieler eine schlechte Mutter.Nicht immer einfach für mich aber man gewöhnt sich dran.:)
      Liebe Grüße
      Moni

      • Reply Nadine 21. Juni 2016 at 9:27

        Hallo Moni, ich kann mir gut vorstellen was die auf einem Dorf Leute denken, aber die haben halt keine Ahnung. Ich würde sogar sagen, daß Du eine besonders gute Mutter bist, denn Du stellst Deine eigenen Belange und Gefühle zurück um Deine Kinder glücklich zu machen. Die meisten Frauen würden nur über ihre Leiche ihre Kinder hergeben, egal wie gut das Verhältnis der Kinder zu ihrem Vater ist. Das ist aus meiner Sicht reiner Egoismus und da wird irgendein Frust auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Mir fällt es weiß Gott auch nicht leicht, mein Kind ständig wieder gehen zu lassen. Aber mein Sohn ist glücklich. Und das ist wichtiger als mein Trennungsschmerz. Außerdem bin ich schon erwachsen und muss halt mit solchen Dingen umgehen können. Oder es halt lernen. Scher Dich also nicht darum was die Anderen denken und genieß jeden Moment den Du mit Deinen Jungs hast. LG und alles Gute, Nadine

        • Reply Anne 21. Juni 2016 at 21:21

          Hallo von mir.

          Nadine, danke erst einmal für den Austausch der Email Adressen von Anna und mir. Wir haben schon Kontakt miteinander aufgenommen..

          Moni, eine Frage an dich. Deine Kinder sind schon 13 und 14. Wie kommen die damit klar? Ich habe immer Angst, dass die Kinder sobald sie älter sind keine Lust mehr zum pendeln haben und dann dort bleiben, wo es eben gerade am bequemsten ist. Das die Kinder irgendwann keine Lust mehr haben ihren Freunden zu sagen wo sie gerade sind, in welchem Zuhause. Das sie uns als Eltern gegeneinander ausspielen – die Verlustängste „ausnutzen“. Kannst du sowas feststellen?

          Ich bin gespannt auf deine Antwort…

          Anne

  • Reply Nadine 17. Juni 2016 at 10:29

    Liebe Anne, liebe Anna!

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich Tröstendes sagen soll und ich kann Eure Trauer sehr gut verstehen und nachvollziehen. Auch mich plagt diese des Öfteren. Ich mache das nun schon seit über 6 Jahren und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, daß es einfacher wird. Mein Sohn kommt nach wie vor (bis auf gelegentliche Hangover) gut damit klar und möchte es auch nicht anders haben. Aber je älter er wird, desto mehr habe ich das Gefühl mir rennt die Zeit mit ihm davon. Er war knapp 3 als ich ihn gehen lassen musste, mittlerweile ist er 9. Und nicht mehr lange und er wird ein Teenie werden und eh nicht mehr viel Zeit mit uns verbringen wollen. Die Zeit mit den Kindern ist so oder so viel zu kurz.

    Ich für meinen Teil habe das „Glück“ noch ein zweites Kind mit meinem neuen Partner zu haben. Vielleicht tröstet mich mein kleiner Sohn ja über den wöchentlichen Verlust des Größeren hinweg? Ansonsten habe ich immer versucht so wenig wie möglich darüber nachzudenken. Hört sich zwar doof an, aber irgenwie ist das halt reiner Selbstschutz und funktioniert. Versucht einfach die Zeit ohne die Kinder für euch allein oder mit euren Partnern zu genießen. Denn es wird die Zeit kommen wo sie ganz ausziehen und was macht ihr dann? Auch immer nur Trübsal blasen? Damit ist ja keinem geholfen. Das Wichtigste ist halt das Wohl der Kinder. Und wenn es denen gut geht, müsst ihr lernen damit klarzukommen.

    Ein kleiner Tipp noch. Mir ist eine ganze Woche auch meist zu lang und unser knapp 5jähriger Sohn vermisst dann seinen großen Bruder auch immer sehr. Daher haben wir immer noch einen gemeinsamen Nachmittag in der Woche des Anderen. Mein Sohn kommt dann nach der Schule immer nach Hause und wird abends vom Papa wieder abgeholt. So überbrücken wir die Woche und es ist nicht ganz so lang.

    Ich wünsche Euch alles Liebe und hoffe das ihr einen Weg findet,
    Nadine

  • Reply Nadine 17. Juni 2016 at 10:29

    Liebe Anne, liebe Anna!

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich Tröstendes sagen soll und ich kann Eure Trauer sehr gut verstehen und nachvollziehen. Auch mich plagt diese des Öfteren. Ich mache das nun schon seit über 6 Jahren und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, daß es einfacher wird. Mein Sohn kommt nach wie vor (bis auf gelegentliche Hangover) gut damit klar und möchte es auch nicht anders haben. Aber je älter er wird, desto mehr habe ich das Gefühl mir rennt die Zeit mit ihm davon. Er war knapp 3 als ich ihn gehen lassen musste, mittlerweile ist er 9. Und nicht mehr lange und er wird ein Teenie werden und eh nicht mehr viel Zeit mit uns verbringen wollen. Die Zeit mit den Kindern ist so oder so viel zu kurz.

    Ich für meinen Teil habe das „Glück“ noch ein zweites Kind mit meinem neuen Partner zu haben. Vielleicht tröstet mich mein kleiner Sohn ja über den wöchentlichen Verlust des Größeren hinweg? Ansonsten habe ich immer versucht so wenig wie möglich darüber nachzudenken. Hört sich zwar doof an, aber irgenwie ist das halt reiner Selbstschutz und funktioniert. Versucht einfach die Zeit ohne die Kinder für euch allein oder mit euren Partnern zu genießen. Denn es wird die Zeit kommen wo sie ganz ausziehen und was macht ihr dann? Auch immer nur Trübsal blasen? Damit ist ja keinem geholfen. Das Wichtigste ist halt das Wohl der Kinder. Und wenn es denen gut geht, müsst ihr lernen damit klarzukommen.

    Ein kleiner Tipp noch. Mir ist eine ganze Woche auch meist zu lang und unser knapp 5jähriger Sohn vermisst dann seinen großen Bruder auch immer sehr. Daher haben wir immer noch einen gemeinsamen Nachmittag in der Woche des Anderen. Mein Sohn kommt dann nach der Schule immer nach Hause und wird abends vom Papa wieder abgeholt. So überbrücken wir die Woche und es ist nicht ganz so lang.

    Ich wünsche Euch alles Liebe und hoffe das ihr einen Weg findet,
    Nadine

  • Reply PAPA 11. November 2016 at 11:05

    da dieses Thema anscheinend lage anhält möchte ich einfach mal etwas einwerfen.
    Ich bin mal von der anderen Betrachtungsseite – ein Vater mit drei Kindern eines davon im wöchentlichen Wechsel und der Rest bei mir (Jungen 9 und 11, Mädchen 16).
    Auch ich kann von Verlustängsten und sich schlecht fühlen berichten aber gleichzeitig kann ich aus eigener Erfahrung die Aussage aus dem eigentlichen Artikel nur unterstützen.
    Man kann nie eine pauschale Regelung über alle stülpen.
    Im Prinzip haben alle meine Kinder jeder für sich eine eigene Regelung bekommen.
    Das ist schwer wenn Mutter und Vater auch noch 40 Stunden pro Woche arbeiten aber es wird am besten dem wichtigsten (den Kindern) gerecht.
    Bei uns hat das vor drei Jahren begonnen und ich kann es keinen Eltern empfehlen die nicht loslassen können oder bei denen einer es nicht kann.

  • Reply PAPA 11. November 2016 at 11:05

    da dieses Thema anscheinend lage anhält möchte ich einfach mal etwas einwerfen.
    Ich bin mal von der anderen Betrachtungsseite – ein Vater mit drei Kindern eines davon im wöchentlichen Wechsel und der Rest bei mir (Jungen 9 und 11, Mädchen 16).
    Auch ich kann von Verlustängsten und sich schlecht fühlen berichten aber gleichzeitig kann ich aus eigener Erfahrung die Aussage aus dem eigentlichen Artikel nur unterstützen.
    Man kann nie eine pauschale Regelung über alle stülpen.
    Im Prinzip haben alle meine Kinder jeder für sich eine eigene Regelung bekommen.
    Das ist schwer wenn Mutter und Vater auch noch 40 Stunden pro Woche arbeiten aber es wird am besten dem wichtigsten (den Kindern) gerecht.
    Bei uns hat das vor drei Jahren begonnen und ich kann es keinen Eltern empfehlen die nicht loslassen können oder bei denen einer es nicht kann.

  • Reply lisa 22. Januar 2017 at 3:01

    Liebe Wechseleltern!
    Aufgrund meiner Recherche zu Steuerklassen von Wechselmüttern und Wohnsitzregelungen von Wechselkindern bin ich auf diesen Austausch gestoßen…. Schön! Ich freue mich dass ihr euch ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und habe großen Respekt vor jeder akut- und Frischlingssituation in diesem Thema. Trennung mit Kindern ist niemals leicht, und die persönlichen Ego/Angst stolperfallen lauern an jeder Ecke und klingeln im Minutentakt….
    Nun möchte ich euch eins sagen: Alles wird gut, habt keine Angst!
    Ich praktiziere das Wechselmodell für ein kind seit 14 Jahren. Der Sohn ist jetzt 15.
    Die Tochter ist elf, das heisst ich habe auch noch das patchwork Modell 7 Jahre lang versucht, das war schön, aber Trennung gab es trotzdem und nun lebe ich halt mit zwei Kindern von zwei Vätern seit 6 Jahren wieder im Wechselmodell für zwei Kinder. Und ganz ehrlich: das ist total super für alle.
    Was ich daran schlecht finde: der Staat. Es gibt nach wie vor keine Möglichkeit zwei gleichberechtigte Hauptwohnsitze einzurichten, das ist wirklich der totale Skandal. Und dieses ständige Unterhaltsforderungsdesaster, die Behörden checken es echt nicht. Guten Tag, wir erziehen die Kinder gleichberechtigt, die Kosten werden hälftig geteilt, gewinn macht keiner, das war’s. Tschüss. Das versteht das Amt nie, die wollen immer irgendwen gerne eine Unterhaltsforderung ans Knie Nageln…. Nur eine Kindergeldadresse? Das finde ich echt unmöglich. Wenn man als Mutter nicht den Hauptwohnsitz innehat dann wird es auf egal welchem Amt echt schwierig, die verstehen das nicht und glauben sofort man sein die assi Mama aus dem sozialen Brennpunkt….. Der totale Behörden Rassismus.
    Und ja: heute weiss ich: ich bin Alleinerziehend – in der Hälfte der Zeit. Ich habe mich mit dem Begriff lange schwer getan, denn ich fand ich erziehe doch trotzdem gemeinsam mit den Vätern, ich dachte immer niemand von uns Eltern wäre Alleinerziehend. Das stimmt aber nicht ganz, in Wahrheit ist es so: wer allein ist, erzieht allein. Wer mit Partner lebt (ob Vater oder Mutter oder nicht), erzieht zusammen. Steuerklassen checken das alles nicht, aber so einfach ist das.
    Zur Kinder- und Elternpsychologie: ganz ehrlich, für die Kinder ist das Modell super, die Kinder lieben es und das Leben ist einfach so, total sebstverständlich, montags Wechsel nach der Schule, von hier nach dort, von da nach hier. Bei uns ist das Leben mega anders als bei den Vätern, das stimmt. Der Sohn beschreibt das folgendermaßen: Hier kriege ich dies, beim Vater jenes, brauchen und lieben tu ich beides, und selbst wenn ich keins von beiden am Ende genauso machen würde, so habe ich doch viele Optionen gesehen und bin dadurch ultraflexibel und echt gut vorbereitet und einfach mega locker mit unterschiedlichen lebensstilen.
    Die Tochter sagt einfach nur: Hä, ist doch alles toll, was sollen wir kochen?
    Zu den sorgenvollen Müttern, deren Herz blutet zur Kinder Übergabe: ja, ich verstehe euch total. Aber: eure Trauer hat echt nix mit dem eigentlichen kinderherz zu tun, Kinder checken Schwingungen nur echt schnell und stellen sich total drauf ein, sowas nenne ich allgemeine Erwachsenensorgenübernahme. Wenn man die Kinder fühlen lässt das der Wechsel okay ist, dann finden sie ihn auch okay. Wenn das Kind allerdings fühlt dass das Elternteil Mühe hat und verunsichert ist und intern nicht losslässt, dann bekommt das Kind monsterviel emotionale Angst und Last aufgeschüttet. So einfach ist das.
    Mein Sohn zum Beispiel hat so einen Vater, dem ging das lange so, der Vater hat dem Kind das Gefühl aufgetopft dass das Leben nur heile wäre durch die Anwesenheit des Kindes. Warum? Weil er nichts mit sich anfangen konnte. Weil ihm langweilig war ohne Kind. Weil er sich dann nicht mehr vollständig gefühlt hat. Weil er Angst hatte. Das war super anstrengend für das minikind, er hat sich mega verantwortlich gefühlt für Vaters Wohlergehen…..
    All das waren echt nicht die Sorgen des Kindes, sondern des Elternteils. In Wahrheit ist das nämlich vollkommener quatsch, dem Kind geht es super da wo es sich befindet, Kinder leben nämlich mega gern im Präsenz, oder zumindest würden sie das gern. Darum soll man als Eltern seine eigenen Sorgen dann halt bitte mal alleine hantieren, dafür ist man nämlich erwachsen.
    Die einzig ernsthaften Ratschläge die ich nach 15 Jahren wechselmodell geben kann:
    * respektiere das andere Elternteil, und zwar vollkommen bedingungslos, es ist total egal ob du ihn heute noch magst oder nicht, es ist ein Elternteil genau wie du und damit gleichviel wert – ausserdem hätte man ja Gründe dafür dass nun ausgerechnet dieser Mensch zum Elternteil wurde. Also leb damit. Oder erfinde die Zeitmaschine, das wäre auch eine Variante.
    * Kinder haben überhaupt keinen Stress mit unterschiedlichen Regel oder Eigenarten in verschiedenen Haushalten. Nur man selbst regt sich drüber auf dass der Vater oder die Mutter Dinge völlig anders hantiert. Kinder wissen einfach: bei Mama ist es so und bei Papa anders, ist doch super, entspann dich.
    * leb dein eigenes Leben, nutze dieses wunderbare potenzial der freien Zeit und checke dass es nicht drum geht wie viel, sondern was du für eine Zeit mit den Kindern verbringst.
    * sei supernachsichtig wenn der expartner Entscheidungen trifft die du nicht gut findest. Es geht dich nichts an.
    * wechselmodell heisst dass man an dem Ort zusammen festgetackert ist an dem sich beide Eltern befinden. Sri Lanka? Super! Wenn das andere Elternteil da auch bock drauf hat.
    * neue Partnerschaft: schön! Aber sorry baby, ich habe da noch zwei drei commitments aus der Vergangenheit…. Wenn man das wechselmodell wählt dann übernimmt man damit eine Verantwortung für mehr als nur die eigene lebensplanung. Fernbeziehung in München ist supertoll, dafür hat man ja die kinderfreien Wochen. Neuer Partner und die Kinder einpacken und plötzlich wegziehen und Happy family in München spielen? Nein. Vergiss es.
    * eifersucht und egomoves: verlern das ganz schnell, rechthaben auch – das ist sowieso nicht wichtig.
    * bei ernsthaften Problemen: Mediation, niemals Jugendamt, Ämter verkomplizieren alles meistens. Es sei denn Mann hat einen unausweichlichen echten Grund.
    * vergiss niemals den Vater anzurufen wenn du lust hast über dein Kind zu sprechen. Es gibt keinen anderen Menschen auf der Welt der deine Liebe und Bewunderung teilen kann.
    * wenn du einen Konflikt hast mit dem kind und nicht weisst was du tun sollst – Ruf den Vater an. Es ist super wichtig total ehrlich zu sein und beide Eltern wissen es zu schätzen wenn man sie um Rat konsultiert.
    * wenn die Trennung frisch oder das Verhältnis problematisch ist: man den Wechsel easy über Schule oder Kindergärten, niemals an der Haustür mit Vater/Mutter Übergabe. Egal wie sehr du bock hast auf Konfrontation – lass es.
    * alles wird gut! Deine Kinder und du werden heile aus der Nummer rauskommen und ganz wunderbar gross werden.

    Ich liebe meine kinderwochen! Und finde meine eigenen Wochen superschön und total wichtig….

    L

  • Reply lisa 22. Januar 2017 at 3:01

    Liebe Wechseleltern!
    Aufgrund meiner Recherche zu Steuerklassen von Wechselmüttern und Wohnsitzregelungen von Wechselkindern bin ich auf diesen Austausch gestoßen…. Schön! Ich freue mich dass ihr euch ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und habe großen Respekt vor jeder akut- und Frischlingssituation in diesem Thema. Trennung mit Kindern ist niemals leicht, und die persönlichen Ego/Angst stolperfallen lauern an jeder Ecke und klingeln im Minutentakt….
    Nun möchte ich euch eins sagen: Alles wird gut, habt keine Angst!
    Ich praktiziere das Wechselmodell für ein kind seit 14 Jahren. Der Sohn ist jetzt 15.
    Die Tochter ist elf, das heisst ich habe auch noch das patchwork Modell 7 Jahre lang versucht, das war schön, aber Trennung gab es trotzdem und nun lebe ich halt mit zwei Kindern von zwei Vätern seit 6 Jahren wieder im Wechselmodell für zwei Kinder. Und ganz ehrlich: das ist total super für alle.
    Was ich daran schlecht finde: der Staat. Es gibt nach wie vor keine Möglichkeit zwei gleichberechtigte Hauptwohnsitze einzurichten, das ist wirklich der totale Skandal. Und dieses ständige Unterhaltsforderungsdesaster, die Behörden checken es echt nicht. Guten Tag, wir erziehen die Kinder gleichberechtigt, die Kosten werden hälftig geteilt, gewinn macht keiner, das war’s. Tschüss. Das versteht das Amt nie, die wollen immer irgendwen gerne eine Unterhaltsforderung ans Knie Nageln…. Nur eine Kindergeldadresse? Das finde ich echt unmöglich. Wenn man als Mutter nicht den Hauptwohnsitz innehat dann wird es auf egal welchem Amt echt schwierig, die verstehen das nicht und glauben sofort man sein die assi Mama aus dem sozialen Brennpunkt….. Der totale Behörden Rassismus.
    Und ja: heute weiss ich: ich bin Alleinerziehend – in der Hälfte der Zeit. Ich habe mich mit dem Begriff lange schwer getan, denn ich fand ich erziehe doch trotzdem gemeinsam mit den Vätern, ich dachte immer niemand von uns Eltern wäre Alleinerziehend. Das stimmt aber nicht ganz, in Wahrheit ist es so: wer allein ist, erzieht allein. Wer mit Partner lebt (ob Vater oder Mutter oder nicht), erzieht zusammen. Steuerklassen checken das alles nicht, aber so einfach ist das.
    Zur Kinder- und Elternpsychologie: ganz ehrlich, für die Kinder ist das Modell super, die Kinder lieben es und das Leben ist einfach so, total sebstverständlich, montags Wechsel nach der Schule, von hier nach dort, von da nach hier. Bei uns ist das Leben mega anders als bei den Vätern, das stimmt. Der Sohn beschreibt das folgendermaßen: Hier kriege ich dies, beim Vater jenes, brauchen und lieben tu ich beides, und selbst wenn ich keins von beiden am Ende genauso machen würde, so habe ich doch viele Optionen gesehen und bin dadurch ultraflexibel und echt gut vorbereitet und einfach mega locker mit unterschiedlichen lebensstilen.
    Die Tochter sagt einfach nur: Hä, ist doch alles toll, was sollen wir kochen?
    Zu den sorgenvollen Müttern, deren Herz blutet zur Kinder Übergabe: ja, ich verstehe euch total. Aber: eure Trauer hat echt nix mit dem eigentlichen kinderherz zu tun, Kinder checken Schwingungen nur echt schnell und stellen sich total drauf ein, sowas nenne ich allgemeine Erwachsenensorgenübernahme. Wenn man die Kinder fühlen lässt das der Wechsel okay ist, dann finden sie ihn auch okay. Wenn das Kind allerdings fühlt dass das Elternteil Mühe hat und verunsichert ist und intern nicht losslässt, dann bekommt das Kind monsterviel emotionale Angst und Last aufgeschüttet. So einfach ist das.
    Mein Sohn zum Beispiel hat so einen Vater, dem ging das lange so, der Vater hat dem Kind das Gefühl aufgetopft dass das Leben nur heile wäre durch die Anwesenheit des Kindes. Warum? Weil er nichts mit sich anfangen konnte. Weil ihm langweilig war ohne Kind. Weil er sich dann nicht mehr vollständig gefühlt hat. Weil er Angst hatte. Das war super anstrengend für das minikind, er hat sich mega verantwortlich gefühlt für Vaters Wohlergehen…..
    All das waren echt nicht die Sorgen des Kindes, sondern des Elternteils. In Wahrheit ist das nämlich vollkommener quatsch, dem Kind geht es super da wo es sich befindet, Kinder leben nämlich mega gern im Präsenz, oder zumindest würden sie das gern. Darum soll man als Eltern seine eigenen Sorgen dann halt bitte mal alleine hantieren, dafür ist man nämlich erwachsen.
    Die einzig ernsthaften Ratschläge die ich nach 15 Jahren wechselmodell geben kann:
    * respektiere das andere Elternteil, und zwar vollkommen bedingungslos, es ist total egal ob du ihn heute noch magst oder nicht, es ist ein Elternteil genau wie du und damit gleichviel wert – ausserdem hätte man ja Gründe dafür dass nun ausgerechnet dieser Mensch zum Elternteil wurde. Also leb damit. Oder erfinde die Zeitmaschine, das wäre auch eine Variante.
    * Kinder haben überhaupt keinen Stress mit unterschiedlichen Regel oder Eigenarten in verschiedenen Haushalten. Nur man selbst regt sich drüber auf dass der Vater oder die Mutter Dinge völlig anders hantiert. Kinder wissen einfach: bei Mama ist es so und bei Papa anders, ist doch super, entspann dich.
    * leb dein eigenes Leben, nutze dieses wunderbare potenzial der freien Zeit und checke dass es nicht drum geht wie viel, sondern was du für eine Zeit mit den Kindern verbringst.
    * sei supernachsichtig wenn der expartner Entscheidungen trifft die du nicht gut findest. Es geht dich nichts an.
    * wechselmodell heisst dass man an dem Ort zusammen festgetackert ist an dem sich beide Eltern befinden. Sri Lanka? Super! Wenn das andere Elternteil da auch bock drauf hat.
    * neue Partnerschaft: schön! Aber sorry baby, ich habe da noch zwei drei commitments aus der Vergangenheit…. Wenn man das wechselmodell wählt dann übernimmt man damit eine Verantwortung für mehr als nur die eigene lebensplanung. Fernbeziehung in München ist supertoll, dafür hat man ja die kinderfreien Wochen. Neuer Partner und die Kinder einpacken und plötzlich wegziehen und Happy family in München spielen? Nein. Vergiss es.
    * eifersucht und egomoves: verlern das ganz schnell, rechthaben auch – das ist sowieso nicht wichtig.
    * bei ernsthaften Problemen: Mediation, niemals Jugendamt, Ämter verkomplizieren alles meistens. Es sei denn Mann hat einen unausweichlichen echten Grund.
    * vergiss niemals den Vater anzurufen wenn du lust hast über dein Kind zu sprechen. Es gibt keinen anderen Menschen auf der Welt der deine Liebe und Bewunderung teilen kann.
    * wenn du einen Konflikt hast mit dem kind und nicht weisst was du tun sollst – Ruf den Vater an. Es ist super wichtig total ehrlich zu sein und beide Eltern wissen es zu schätzen wenn man sie um Rat konsultiert.
    * wenn die Trennung frisch oder das Verhältnis problematisch ist: man den Wechsel easy über Schule oder Kindergärten, niemals an der Haustür mit Vater/Mutter Übergabe. Egal wie sehr du bock hast auf Konfrontation – lass es.
    * alles wird gut! Deine Kinder und du werden heile aus der Nummer rauskommen und ganz wunderbar gross werden.

    Ich liebe meine kinderwochen! Und finde meine eigenen Wochen superschön und total wichtig….

    L

    • Reply Stefanie 10. Juli 2018 at 7:26

      Wow, danke für diesen Artikel und den tollen Kommentar. Wir praktizieren das Modell seit 3,5 Jahren mit allen Höhen und Tiefen. In unserem Ort und im Kindergarten bin ich auf viel Unverständnis gestoßen. Wie schaffst du es nur, deine Kinder eine ganze Woche nicht zu sehen? Also ICH könnte das nicht- so etwas musste ich häufig hören. So dumm und unreflektiert das auch ist- ich habe nach der Abgabe der Kinder freitags im KiGa häufig das Wochenende durch geheult und war auch den Rest der Woche völlig unfähig, etwas zu tun. Freude empfinden in den Wochen ohne die beiden fällt mir auch nach so langer Zeit noch schwer- es kommt mir vor wie ein Verrat an den beiden. Es gibt hier niemanden, mit dem ich meine Gefühle teilen kann. Die Ausweglosigkeit aus dieser Situation nimmt mir manchmal die Luft. In den Wochen mit den Kindern bin ich glücklich, gehe voll in meiner Aufgabe auf und verbringe jede Sekunde mit den beiden. Das geht so weit, dass mein Großer Angst hatte, seinen Wunsch zu äußern, mal bei seinem Freund übernachten zu dürfen. Das hat mich aufgeweckt- die Kinder haben ein Recht auf Normalität. Das verlangt mir mitunter alle Kraft ab. Meine Gedanken drehen sich auch heute um nichts anderes. Ich mache mir Vorwürfe und die Schuld, die ich empfinde erdrückt mich fast. Inzwischen werden wir von Außenstehenden wie der Klassenlehrerin, der Erzieherin im KIGa und anderen getrennten Eltern gelobt für unsere Leistung. Denn das ist es, was zählt: unsere Kinder sind glücklich. Sie haben Mama und Papa, sie hören nie ein böses Wort über den jeweils anderen (auch nicht von den ExSchwiegereltern- das muss Bedingung sein), sie können ihr Leben einfach weiter führen. Auch, wenn es mich zerreißt, der Schmerz jetzt zu meinem Leben gehört wie ich es mir nie vorstellen konnte, erfüllt es mich auch mit stolz, dass wir das so schaffen. Ich habe auch erkannt, dass ich Hilfe brauche- jemand zum reden, bei dem ich weinen kann auch nach drei Jahren noch und auch, wenn ich die Trennung wollte. Mit Jemandem, der nicht urteilt sondern zuhört. Leider habe ich davon hier niemanden. Deshalb war es unglaublich tröstlich, diese Erfahrungen hier zu lesen. Vielleicht hat jemand Lust, sich austauschen- ich glaube, das würde vielen helfen.
      Steffi

  • Reply lisa 22. Januar 2017 at 3:28

    Die wichtigste Regel von allen:

    DEIN KIND IST NICHT DEIN BESITZ. DU KANNST ES NICHT FÜR DICH ALLEINE BEHALTEN NUR WEIL DU ES SO VERMISST. DAS KIND VERBRINGT AUCH SEHR GERN ZEIT MIT ANDEREN MENSCHEN DIE IHM GENAUSO WICHTIG SIND.
    Also entspann Dich und Tu dir gutes und vergiss den Ego Einsamkeits Bin Ich Eine Schlechte Mutter Quark. Das interessiert die Kinder in Wahrheit wirklich so viel: null.

    Also mach dich locker und entspann dich.

    • Reply Nadine 23. Januar 2017 at 21:50

      Liebe Lisa, vielen lieben Dank für Deinen Megakommentar und Deine Sichtweise. Sehr spannend!

      Wechselmodell mit zwei Kindern stelle ich mir aber auch schon krass anstrengend vor. Hast Du die Kinder dann immer zeitgleich bei Dir? So aneinander vorbei wär ja auch großer Mist, denn dann sehen die sich ja kaum. Mir tut es immer besonders für meine zwei Jungs leid, daß sie sich ja doch relativ wenig sehen. Der Kleine vermisst eigentlich immer seinen großen Bruder.

      Das mit dem Behördenkram ist mir persönlich eigentlich relativ wurscht, liegt aber vielleicht auch daran, daß mein Ex und ich das auch so ganz gut geregelt bekommen. Klar ist es lästig, daß ich allein das Kindergeld bekomme und dann erstmal wieder die Hälfte an ihn überweisen muß, aber per Dauerauftrag hat man ja dann auch nicht so oft damit zu tun.

      Das mein Sohn das Modell liebt kann ich so nicht unbedingt unterschrieben, aber es gibt auch keine Alternative für ihn. Es möchte am Liebsten, daß wir alle zusammen wohnen, damit er niemanden mehr vermissen muß. Aber alles Andere ist für ihn total selbstverständlich und er denkt da glaub ich relativ wenig drüber nach. Noch. Warten wir mal ab wie er das als Teenie sieht.

      Ansonsten kann ich Dir in fast allen Punkten nur Recht geben. Klar ist diese wöchentliche Trennung von meinem Kind nie schön, aber wenn ich ihm die Zeit mit seinem Vater nicht gebe, weil ich das nicht aushalte, dann ist das halt ein reiner Egotrip und ich ignoriere was mein Kind möchte. Trennungen sind scheiße, aber man hat ja meist einen triftigen Grund warum man sich getrennt hat. Für das Kind ist die Trennung seiner Eltern auch furchtbar und es kann noch nicht mal etwas dafür. Wenn ich das als Erwachsener alles gar nicht aushalte, bleibe ich am Besten meinem Kind zuliebe mit dem Mann/ der Frau zusammen bis es groß ist. Ansonsten kann man das einfach nicht auf dem Rücken seiner Kinder austragen. Aber ob das die bessere Option ist, sei mal dahingestellt. Liebe Grüße, Nadine

      • Reply Nadine 24. Januar 2017 at 9:07

        PS: Eine Sache noch, Lisa …..so ganz und gar nicht in die Erziehung des Anderen einmischen, finde ich etwas schwierig. Ich finde man sollte schon in den Grundregeln versuchen an einem Strang zu ziehen. Das klappt bei uns auch nicht immer. Mir ist es z.B. echt wichtig, daß meine Jungs selbständig werden. Wenn mein Sohn bei mir ist, üben wir das auch immer mit vielen kleinen Dingen. Z.B. Tisch decken, Klamotten für den nächsten Tag abends rauslegen, Tasche selber packen etc. Wenn er das aber bei seinem Vater gar nicht oder nur selten machen muß und der immer alles für ihn regelt, ist alles für die Katz. Dann bekomme ich nach einer Woche wieder ein Kind zurück, daß sich total bequem zurücklegt. Aber da hilft dann wiederum nur reden, reden, reden.

  • Reply lisa 22. Januar 2017 at 3:28

    Die wichtigste Regel von allen:

    DEIN KIND IST NICHT DEIN BESITZ. DU KANNST ES NICHT FÜR DICH ALLEINE BEHALTEN NUR WEIL DU ES SO VERMISST. DAS KIND VERBRINGT AUCH SEHR GERN ZEIT MIT ANDEREN MENSCHEN DIE IHM GENAUSO WICHTIG SIND.
    Also entspann Dich und Tu dir gutes und vergiss den Ego Einsamkeits Bin Ich Eine Schlechte Mutter Quark. Das interessiert die Kinder in Wahrheit wirklich so viel: null.

    Also mach dich locker und entspann dich.

    • Reply Nadine 23. Januar 2017 at 21:50

      Liebe Lisa, vielen lieben Dank für Deinen Megakommentar und Deine Sichtweise. Sehr spannend!

      Wechselmodell mit zwei Kindern stelle ich mir aber auch schon krass anstrengend vor. Hast Du die Kinder dann immer zeitgleich bei Dir? So aneinander vorbei wär ja auch großer Mist, denn dann sehen die sich ja kaum. Mir tut es immer besonders für meine zwei Jungs leid, daß sie sich ja doch relativ wenig sehen. Der Kleine vermisst eigentlich immer seinen großen Bruder.

      Das mit dem Behördenkram ist mir persönlich eigentlich relativ wurscht, liegt aber vielleicht auch daran, daß mein Ex und ich das auch so ganz gut geregelt bekommen. Klar ist es lästig, daß ich allein das Kindergeld bekomme und dann erstmal wieder die Hälfte an ihn überweisen muß, aber per Dauerauftrag hat man ja dann auch nicht so oft damit zu tun.

      Das mein Sohn das Modell liebt kann ich so nicht unbedingt unterschrieben, aber es gibt auch keine Alternative für ihn. Es möchte am Liebsten, daß wir alle zusammen wohnen, damit er niemanden mehr vermissen muß. Aber alles Andere ist für ihn total selbstverständlich und er denkt da glaub ich relativ wenig drüber nach. Noch. Warten wir mal ab wie er das als Teenie sieht.

      Ansonsten kann ich Dir in fast allen Punkten nur Recht geben. Klar ist diese wöchentliche Trennung von meinem Kind nie schön, aber wenn ich ihm die Zeit mit seinem Vater nicht gebe, weil ich das nicht aushalte, dann ist das halt ein reiner Egotrip und ich ignoriere was mein Kind möchte. Trennungen sind scheiße, aber man hat ja meist einen triftigen Grund warum man sich getrennt hat. Für das Kind ist die Trennung seiner Eltern auch furchtbar und es kann noch nicht mal etwas dafür. Wenn ich das als Erwachsener alles gar nicht aushalte, bleibe ich am Besten meinem Kind zuliebe mit dem Mann/ der Frau zusammen bis es groß ist. Ansonsten kann man das einfach nicht auf dem Rücken seiner Kinder austragen. Aber ob das die bessere Option ist, sei mal dahingestellt. Liebe Grüße, Nadine

      • Reply Nadine 24. Januar 2017 at 9:07

        PS: Eine Sache noch, Lisa …..so ganz und gar nicht in die Erziehung des Anderen einmischen, finde ich etwas schwierig. Ich finde man sollte schon in den Grundregeln versuchen an einem Strang zu ziehen. Das klappt bei uns auch nicht immer. Mir ist es z.B. echt wichtig, daß meine Jungs selbständig werden. Wenn mein Sohn bei mir ist, üben wir das auch immer mit vielen kleinen Dingen. Z.B. Tisch decken, Klamotten für den nächsten Tag abends rauslegen, Tasche selber packen etc. Wenn er das aber bei seinem Vater gar nicht oder nur selten machen muß und der immer alles für ihn regelt, ist alles für die Katz. Dann bekomme ich nach einer Woche wieder ein Kind zurück, daß sich total bequem zurücklegt. Aber da hilft dann wiederum nur reden, reden, reden.

  • Reply Stefan 27. Januar 2017 at 10:51

    Auch wenn es in erster Linie um das Wohl der Kinder geht, trotzdem muss auch über die finanzielle Seite gesprochen werden. Wir stehen vor der Entscheidung ob das Modell genutzt wird oder nicht. Meine Noch-Frau verdient deutlich weniger als ich. Daher ist sehr wohl ein Ausgleich zu zahlen und rechtliche Dinge sind noch gar nicht vom Gesetzgeber geklärt. Die Berechnung des Unterhalts gestaltet sich sehr schwierig und unterliegt groben Schätzungen über die laufenden Kosten, eine genaue Zahl ist sehr schwer zu ermitteln.
    Die Aussage „keiner muss dem anderen Unterhalt bezahlen“ trifft überhaupt nicht zu!!

    • Reply Nadine 27. Januar 2017 at 11:05

      Hallo Stefan, wir hatten das hier schon mal in den Kommentaren und unter solchen Voraussetzungen hast Du natürlich Recht. Wenn einer der Elternteile so viel weniger verdient als der Andere, macht Unterhalt natürlich durchaus Sinn und muß irgendwie berechnet werden. Mein Ex-Mann verdient zwar auch mehr als ich, aber da ich die ersten Jahre trotzdem für unseren Lebensunterhalt aufkommen konnte und mittlerweile in einer „neuen“ Beziehung lebe, haben wir nie darüber gesprochen. Das macht es für alle Beteiligten natürlich einfacher.

    • Reply moni 1. Februar 2017 at 13:20

      Hallo
      Genau an dem kauen wir auch rum.. Ich verdiene mit fast 80%arbeiten halb so viel wie mein ex. Ich war zu lange weg vom Arbeitsmarkt.. Das begreift er nicht.. Mit 100%arbeiten würde es auch nicht reichen. Und er ist der Meinung das er mir keinen Unterhalt mehr zahlen möchte. Es ist so schwierig diese laufenden Kosten zu berechnen, ich verzweifle beinahe daran! Lg Moni

  • Reply Stefan 27. Januar 2017 at 10:51

    Auch wenn es in erster Linie um das Wohl der Kinder geht, trotzdem muss auch über die finanzielle Seite gesprochen werden. Wir stehen vor der Entscheidung ob das Modell genutzt wird oder nicht. Meine Noch-Frau verdient deutlich weniger als ich. Daher ist sehr wohl ein Ausgleich zu zahlen und rechtliche Dinge sind noch gar nicht vom Gesetzgeber geklärt. Die Berechnung des Unterhalts gestaltet sich sehr schwierig und unterliegt groben Schätzungen über die laufenden Kosten, eine genaue Zahl ist sehr schwer zu ermitteln.
    Die Aussage „keiner muss dem anderen Unterhalt bezahlen“ trifft überhaupt nicht zu!!

    • Reply Nadine 27. Januar 2017 at 11:05

      Hallo Stefan, wir hatten das hier schon mal in den Kommentaren und unter solchen Voraussetzungen hast Du natürlich Recht. Wenn einer der Elternteile so viel weniger verdient als der Andere, macht Unterhalt natürlich durchaus Sinn und muß irgendwie berechnet werden. Mein Ex-Mann verdient zwar auch mehr als ich, aber da ich die ersten Jahre trotzdem für unseren Lebensunterhalt aufkommen konnte und mittlerweile in einer „neuen“ Beziehung lebe, haben wir nie darüber gesprochen. Das macht es für alle Beteiligten natürlich einfacher.

    • Reply moni 1. Februar 2017 at 13:20

      Hallo
      Genau an dem kauen wir auch rum.. Ich verdiene mit fast 80%arbeiten halb so viel wie mein ex. Ich war zu lange weg vom Arbeitsmarkt.. Das begreift er nicht.. Mit 100%arbeiten würde es auch nicht reichen. Und er ist der Meinung das er mir keinen Unterhalt mehr zahlen möchte. Es ist so schwierig diese laufenden Kosten zu berechnen, ich verzweifle beinahe daran! Lg Moni

  • Reply Simone 15. März 2017 at 11:01

    Hallo,
    euer Thema beschäftigt auch uns gerade über die Maßen. Ich habe zwei Kinder von meinem Ex, bin mittlerweile glücklich verheiratet und habe noch ein drittes Kind. Die letzten drei Jahre haben wir das Wechselmodell genutzt, weil wir es für das Beste hielten, werden aber jetzt neu überlegen.
    Die große Tochter ist ein Papakind, ihrem Papa auch sehr ähnlich und kommt dann eine Woche mit Großfamilie und eine Woche zu zweit nicht gut klar. Sie schießt dazwischen, wo sie kann, versucht, ihren Bruder (den mittleren) aufzuwiegeln und macht es meinem Ehemann schwer. Auf ihn hört sie nicht und der kleinste Bruder interessiert sie nur wenig. Das mittlere Kind dagegen ist geradezu verliebt in den kleinen Bruder, will bei uns nie weg, hat für sich zwei Papas, braucht den leiblichen aber lieber nur ab und zu.
    Auch wenn es nie meine Absicht war, wird es wohl darauf hinauslaufen, aus meiner Tochter ein Einzelkind zu machen, die zwei Kleinen bei uns zu lassen. Das fühlt sich komisch an, kommt aber den Kindern entgegen. Sie sind jetzt 8, 5 und 1 und strahlen aus, dass sie lieber die Kontinuität hätten. Wir wohnen auch in der gleichen Stadt und werden wohl zumindest die Nachmittage dann nutzen, um die Tochter bzw. den Sohn sehen zu können. Aber Schlafen, Kuscheln und Alltag scheint eben bei meiner Tochter eher mit dem Papa zu gehen, für meinen Mittleren eher bei mir, außerdem liebt er seine Rolle als großer Bruder, welche ihm die Schwester dann in ihrer Woche bei uns immer abspricht (ohne sich selbst einzubringen).

    Es ist schön zu wissen, dass sich mittlerweile viele Eltern lange und ernsthaft damit auseinandersetzen. Bei meiner Trennung hätte ich mir nie vorstellen können, dass mein Ex sich so um die Kinder bemüht, das hat er schließlich auch vorher nicht. Aber er liebt die Kinder und die Zeit mit ihnen ist sein gutes Recht. Dass meine Tochter sich im Zweifel für ihren Papa entscheidet, hat mich schwer getroffen, aber auch da darf mein Egoismus nicht siegen. Die Wechsel machen einen Alltag immer schwer, die Umgewöhnungsphase dauert bei beiden lange.
    Es zerreißt mir das Herz, meine Tochter nur noch als Wochenendmama zu sehen, meinen Kindern gegenseitig zumindest teilweise das Geschwister weguznehmen, aber dem Naturell wird es entgegenkommen. Auch mein „Einfluss“ auf meine Tochter und ihre Erziehung, ihr Weltbild werde ich dann wohl nicht mehr so prägen können, aber das ist wohl eh egoistisch und bei ihrem ausgeprägten Selbst schon gelaufen. Mich aus der Verantwortung zu ziehen, ist ein Vorwurf, den ich mir dabei wohl immer wieder selbst mache. Die Gefahr, dass sie sich dann noch weiter von uns und mir entfernt, ist ja auch nicht ganz vin der Hand zu weisen. Aber vielleicht ist es dann auch einfach für alle geklärter, entspannter, mein Ex und ich sind sehr verschieden und leben auch so.

    Vielleicht ist es nicht für immer, der Weg zurück steht immer offen, aber zur Zeit sehen wir es als das Beste. Und egal, was wir machen und wie wir es machen, es wird immer Momente geben, in denen es sich richtig anfühlt und dann wieder welche, wo sich alles falsch anfühlt.

    Ab den Osterferien fangen wir damit an, ich bin gespannt und nervös. Aber die Tochter freut sich schon auf die Papazeit.

    Der Unterhalt wird dann sicher auch wieder ein Thema, welches wir neu klären müssen, obwohl es ja noch immer hälftig läuft.

    Ich werde woh lnoch öfter hier ein bisschen lesen, es hilft ein bisschen, damit klarzukommen.

    LG Simone

  • Reply Simone 15. März 2017 at 11:01

    Hallo,
    euer Thema beschäftigt auch uns gerade über die Maßen. Ich habe zwei Kinder von meinem Ex, bin mittlerweile glücklich verheiratet und habe noch ein drittes Kind. Die letzten drei Jahre haben wir das Wechselmodell genutzt, weil wir es für das Beste hielten, werden aber jetzt neu überlegen.
    Die große Tochter ist ein Papakind, ihrem Papa auch sehr ähnlich und kommt dann eine Woche mit Großfamilie und eine Woche zu zweit nicht gut klar. Sie schießt dazwischen, wo sie kann, versucht, ihren Bruder (den mittleren) aufzuwiegeln und macht es meinem Ehemann schwer. Auf ihn hört sie nicht und der kleinste Bruder interessiert sie nur wenig. Das mittlere Kind dagegen ist geradezu verliebt in den kleinen Bruder, will bei uns nie weg, hat für sich zwei Papas, braucht den leiblichen aber lieber nur ab und zu.
    Auch wenn es nie meine Absicht war, wird es wohl darauf hinauslaufen, aus meiner Tochter ein Einzelkind zu machen, die zwei Kleinen bei uns zu lassen. Das fühlt sich komisch an, kommt aber den Kindern entgegen. Sie sind jetzt 8, 5 und 1 und strahlen aus, dass sie lieber die Kontinuität hätten. Wir wohnen auch in der gleichen Stadt und werden wohl zumindest die Nachmittage dann nutzen, um die Tochter bzw. den Sohn sehen zu können. Aber Schlafen, Kuscheln und Alltag scheint eben bei meiner Tochter eher mit dem Papa zu gehen, für meinen Mittleren eher bei mir, außerdem liebt er seine Rolle als großer Bruder, welche ihm die Schwester dann in ihrer Woche bei uns immer abspricht (ohne sich selbst einzubringen).

    Es ist schön zu wissen, dass sich mittlerweile viele Eltern lange und ernsthaft damit auseinandersetzen. Bei meiner Trennung hätte ich mir nie vorstellen können, dass mein Ex sich so um die Kinder bemüht, das hat er schließlich auch vorher nicht. Aber er liebt die Kinder und die Zeit mit ihnen ist sein gutes Recht. Dass meine Tochter sich im Zweifel für ihren Papa entscheidet, hat mich schwer getroffen, aber auch da darf mein Egoismus nicht siegen. Die Wechsel machen einen Alltag immer schwer, die Umgewöhnungsphase dauert bei beiden lange.
    Es zerreißt mir das Herz, meine Tochter nur noch als Wochenendmama zu sehen, meinen Kindern gegenseitig zumindest teilweise das Geschwister weguznehmen, aber dem Naturell wird es entgegenkommen. Auch mein „Einfluss“ auf meine Tochter und ihre Erziehung, ihr Weltbild werde ich dann wohl nicht mehr so prägen können, aber das ist wohl eh egoistisch und bei ihrem ausgeprägten Selbst schon gelaufen. Mich aus der Verantwortung zu ziehen, ist ein Vorwurf, den ich mir dabei wohl immer wieder selbst mache. Die Gefahr, dass sie sich dann noch weiter von uns und mir entfernt, ist ja auch nicht ganz vin der Hand zu weisen. Aber vielleicht ist es dann auch einfach für alle geklärter, entspannter, mein Ex und ich sind sehr verschieden und leben auch so.

    Vielleicht ist es nicht für immer, der Weg zurück steht immer offen, aber zur Zeit sehen wir es als das Beste. Und egal, was wir machen und wie wir es machen, es wird immer Momente geben, in denen es sich richtig anfühlt und dann wieder welche, wo sich alles falsch anfühlt.

    Ab den Osterferien fangen wir damit an, ich bin gespannt und nervös. Aber die Tochter freut sich schon auf die Papazeit.

    Der Unterhalt wird dann sicher auch wieder ein Thema, welches wir neu klären müssen, obwohl es ja noch immer hälftig läuft.

    Ich werde woh lnoch öfter hier ein bisschen lesen, es hilft ein bisschen, damit klarzukommen.

    LG Simone

  • Reply Kasel 27. März 2017 at 11:02

    SUper beitrag kann vieles bestätigen was erzählt wird aber auch die finanzielle seite sollte nicht außen vor gelassen werden. Dennoch war dies ein sehr interessanter beitrag und hat mir ein paar „Tipps“ mit auf dem weg gegeben wie man besser mit scheidungskinder umgehen sollte ist für mich beruflich sehr interessant.

  • Reply Kasel 27. März 2017 at 11:02

    SUper beitrag kann vieles bestätigen was erzählt wird aber auch die finanzielle seite sollte nicht außen vor gelassen werden. Dennoch war dies ein sehr interessanter beitrag und hat mir ein paar „Tipps“ mit auf dem weg gegeben wie man besser mit scheidungskinder umgehen sollte ist für mich beruflich sehr interessant.

  • Reply Sven 6. Mai 2017 at 16:36

    Ich bin von dem 50/50-Wechselmodell überzeugt gewesen und froh, dass es vorm Familiengericht auf meinen Vorschlag hin auch angenommen wurde. Die beiden Kids (5, 8) kommen mit der abwechselnden Zeit bei Mama oder Papa sehr gut zurecht. Wir pflegen im Gegensatz zu den meisten anderen sehr kurze Intervalle, sprich Wechsel alle 2-3 Tage. Der „zeitliche Entzug“ für die Kinder ist überschaubar. Dadurch gibt es quasi nie Tränen, wenn es von A nach B oder umgekehrt geht. Okay, die Kontakte mit dem Ex-Partner sind dadurch vermutlich noch häufiger als sonst. Aber Hauptsache, die Kinder kommen damit sehr gut hin. Das allein ist es wert.

  • Reply Sven 6. Mai 2017 at 16:36

    Ich bin von dem 50/50-Wechselmodell überzeugt gewesen und froh, dass es vorm Familiengericht auf meinen Vorschlag hin auch angenommen wurde. Die beiden Kids (5, 8) kommen mit der abwechselnden Zeit bei Mama oder Papa sehr gut zurecht. Wir pflegen im Gegensatz zu den meisten anderen sehr kurze Intervalle, sprich Wechsel alle 2-3 Tage. Der „zeitliche Entzug“ für die Kinder ist überschaubar. Dadurch gibt es quasi nie Tränen, wenn es von A nach B oder umgekehrt geht. Okay, die Kontakte mit dem Ex-Partner sind dadurch vermutlich noch häufiger als sonst. Aber Hauptsache, die Kinder kommen damit sehr gut hin. Das allein ist es wert.

  • Reply Mama sucht Rat 25. Mai 2017 at 4:30

    Hallo ich bin eine Mama von 2 Kindern, die etwas ratlos ist und hofft hier Hilfe zu bekommen.

    Meine Situation ist folgende:
    Ich bin Mama von 1 Tochter und 1 Sohn (1 und 3) die bei mir leben und 1 Tochter (10) die bei dem Vater lebt.
    Mit den Vater der 10 Jährigen ist alles friedlich gelaufen und der Umgang wird individuell geplant.
    Mit dem Vater meines Sohnes ist es ein absoluter Kampf und Umgang musste gerichtlich entschieden werden, so dass er alle 2 Wochen von Freitag bis Sonntag zu seinem Vater geht. Sehr komplizierte Geschichte.
    Er hat aber auch eine sehr enge Bindung zum Vater meiner Tochter.

    Nun zu meinem eigentlichen Problem: Umgangsregelung für meine Jüngste.
    Momentan ist es so, das sie auf Wunsch ihres Vaters nicht bei ihm übernachtet auch, wenn wir in einem Haus aber getrennten Wohnungen wohnen. Er nimmt sie momentan Samstagsvormittags bis Abends und Sonntagsvormittags bis Sonntagsabends.
    Sonst sieht sie Ihn oft nur Minutenweise bis hin zu mehrerer Tage gar nicht.
    Sie hat auch schon 2-3x bei ihm übernachtet. Dies schien für sie so kein Problem zu sein, sondern eher für ihren Vater.
    Ich muss dazu sagen, sie hat auf jeden Fall ihre Probleme mit dieser Regelung und schläft an diesen beiden Tagen wo er sie den ganzen Tag nimmt sehr schlecht ein. So dass sie nicht zu ihrer gewohnten Uhrzeit zu Bett geht sondern erst 3h später.

    Nun ist es so, dass ich aus dem Haus ausziehen werde und er dann
    das Wechselmodell möchte. Vorher lehnt er jede feste Regelung ab.
    Sein Wunsch wäre 5 Tage bei ihm und 9 Tage bei mir.
    Ich befürworte es durchaus, dass sie bei ihm übernachtet, da dieses Hin und her für sie zu unruhig und verwirrend ist.
    Für meinen Sohn will er gar keine feste Umgangsregelung machen, aus Gründen, die aus der angespannten Situation mit dem Vater meines Sohnes herrühren. Finde ich allerdings schade.

    Allerdings habe ich eher Bauchschmerzen mit einem direkten Wechsel von Heute auf Morgen von recht wenig sehen von Papa und viel sehen von Mama, zu nahezu gleich oft mit Mama und Papa Zeit verbringen. Sie liebt ihren Papa, die Oma, ihre Mama und ihren Bruder über alles und wird auch von allen über alles geliebt.

    Ich kann mir dieses unechte Wechselmodell an sich gut vorstellen, da es mir mehr Zeit für meinen Sohn geben würde und mir ein freies Wochenende bringen würde.

    Wie kann man es für die Kleine von Mama und Ihren Bruder zu ihrem Papa diesen Wechsel vor allem am Anfang so angenehm wie möglich gestalten?
    Ich möchte einfach, dass meine Kinder es so einfach wie möglich haben, da die Situation zwischen mir und dem Vater meines Sohnes eh schon sehr belastend für alle Beteiligten ist.

    Über Ratschläge und Tipps würde ich mich freuen.

    • Reply Nadine 30. Mai 2017 at 17:26

      Hallo „Mama sucht Rat“, ich habe zwar keinen speziellen Tipp für Dich (dafür bin ich auch zu wenig Expertin), möchte Dir aber für Deinen offenen Kommentar danken. Vielleicht kannst Du Dich mal an Pro Familia wenden? Die haben sehr gute Therapeuten und haben uns in der Sache damals sehr geholfen. Absonsten haben vielleicht andere Leser einen Rat für Dich. Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und das ihr die Situation für alle Beteiligten bestmöglich meistert. LG, Nadine

  • Reply Mama sucht Rat 25. Mai 2017 at 4:30

    Hallo ich bin eine Mama von 2 Kindern, die etwas ratlos ist und hofft hier Hilfe zu bekommen.

    Meine Situation ist folgende:
    Ich bin Mama von 1 Tochter und 1 Sohn (1 und 3) die bei mir leben und 1 Tochter (10) die bei dem Vater lebt.
    Mit den Vater der 10 Jährigen ist alles friedlich gelaufen und der Umgang wird individuell geplant.
    Mit dem Vater meines Sohnes ist es ein absoluter Kampf und Umgang musste gerichtlich entschieden werden, so dass er alle 2 Wochen von Freitag bis Sonntag zu seinem Vater geht. Sehr komplizierte Geschichte.
    Er hat aber auch eine sehr enge Bindung zum Vater meiner Tochter.

    Nun zu meinem eigentlichen Problem: Umgangsregelung für meine Jüngste.
    Momentan ist es so, das sie auf Wunsch ihres Vaters nicht bei ihm übernachtet auch, wenn wir in einem Haus aber getrennten Wohnungen wohnen. Er nimmt sie momentan Samstagsvormittags bis Abends und Sonntagsvormittags bis Sonntagsabends.
    Sonst sieht sie Ihn oft nur Minutenweise bis hin zu mehrerer Tage gar nicht.
    Sie hat auch schon 2-3x bei ihm übernachtet. Dies schien für sie so kein Problem zu sein, sondern eher für ihren Vater.
    Ich muss dazu sagen, sie hat auf jeden Fall ihre Probleme mit dieser Regelung und schläft an diesen beiden Tagen wo er sie den ganzen Tag nimmt sehr schlecht ein. So dass sie nicht zu ihrer gewohnten Uhrzeit zu Bett geht sondern erst 3h später.

    Nun ist es so, dass ich aus dem Haus ausziehen werde und er dann
    das Wechselmodell möchte. Vorher lehnt er jede feste Regelung ab.
    Sein Wunsch wäre 5 Tage bei ihm und 9 Tage bei mir.
    Ich befürworte es durchaus, dass sie bei ihm übernachtet, da dieses Hin und her für sie zu unruhig und verwirrend ist.
    Für meinen Sohn will er gar keine feste Umgangsregelung machen, aus Gründen, die aus der angespannten Situation mit dem Vater meines Sohnes herrühren. Finde ich allerdings schade.

    Allerdings habe ich eher Bauchschmerzen mit einem direkten Wechsel von Heute auf Morgen von recht wenig sehen von Papa und viel sehen von Mama, zu nahezu gleich oft mit Mama und Papa Zeit verbringen. Sie liebt ihren Papa, die Oma, ihre Mama und ihren Bruder über alles und wird auch von allen über alles geliebt.

    Ich kann mir dieses unechte Wechselmodell an sich gut vorstellen, da es mir mehr Zeit für meinen Sohn geben würde und mir ein freies Wochenende bringen würde.

    Wie kann man es für die Kleine von Mama und Ihren Bruder zu ihrem Papa diesen Wechsel vor allem am Anfang so angenehm wie möglich gestalten?
    Ich möchte einfach, dass meine Kinder es so einfach wie möglich haben, da die Situation zwischen mir und dem Vater meines Sohnes eh schon sehr belastend für alle Beteiligten ist.

    Über Ratschläge und Tipps würde ich mich freuen.

    • Reply Nadine 30. Mai 2017 at 17:26

      Hallo „Mama sucht Rat“, ich habe zwar keinen speziellen Tipp für Dich (dafür bin ich auch zu wenig Expertin), möchte Dir aber für Deinen offenen Kommentar danken. Vielleicht kannst Du Dich mal an Pro Familia wenden? Die haben sehr gute Therapeuten und haben uns in der Sache damals sehr geholfen. Absonsten haben vielleicht andere Leser einen Rat für Dich. Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und das ihr die Situation für alle Beteiligten bestmöglich meistert. LG, Nadine

  • Reply Diana 24. Januar 2018 at 21:27

    Hallo, das Thema ist zwar schon recht alt, aber ich sah es erst heute. Ich fand die Beiträge sehr interessant und vielschichtig.
    Wir leben das Wechselmodell seit 16Monaten mit 3 gemeinsamen Kindern (7Jahre und 3 jährige Zwillinge).
    Das Vermissen sprach mir sehr aus dem Herzen.
    Hat schon jemand die Ängste erwähnt? Die Ängste welche Auswirkungen es auf die Kinder haben könnte? Ich habe ständig Angst, dass sie später bindungsunfähig oder sonstiges sein könnten. Sie wirken jetzt wie fröhliche, ausgeglichene Kinder auf mich. Aber ich sorge mich um ihr Seelenheil. Jeden Tag…
    Das Vermissen wird mal besser, mal schlimmer. Ich hoffe so oft, es wird ihm zu viel und er will es aufgeben, tut er aber nicht.

    • Reply Nadine 25. Januar 2018 at 12:21

      Liebe Diana, wir leben das Wechselmodell nun seit über 8 Jahren. Es hat viele Vorteile für das Kind (für mich eigentlich weniger), aber natürlich auch Nachteile. Ängste habe ich natürlich auch, aber die hat man als Mutter ja eigentlich immer. Ich schiebe merkwürdige Verhaltensweisen bei meinem Sohn auch gerne mal auf das Wechselmodell, aber ob er nicht auch genauso wäre, wenn er immer bei mir wäre?? Man weiß es nicht. Kinder die in normalen Familien leben, haben ja auch Probleme und vielleicht seltsame Züge. Ich glaube wir müssen uns davon frei machen, daß nur Eltern bzw. die Mutter ein Kind erziehen können. In Naturvölkern erzieht ja schließlich das ganze Dorf mit. Und wir müssen uns auch davon frei machen, daß uns unsere Kinder gehören. Wir haben sie auf die Welt gebracht und begleiten sie, bis sie groß sind. Aber sie gehören uns nicht. Nichtsdestotrotz kann ich Deine Ängste sehr gut nachvollziehen und finde sie menschlich und normal für Eltern. Einen richtigen Weg gibt es wohl leider nicht. Trennungen mit Kindern sind per se einfach immer Mist. Ich wünsche Euch alles Liebe, Nadine

  • Reply Diana 24. Januar 2018 at 21:27

    Hallo, das Thema ist zwar schon recht alt, aber ich sah es erst heute. Ich fand die Beiträge sehr interessant und vielschichtig.
    Wir leben das Wechselmodell seit 16Monaten mit 3 gemeinsamen Kindern (7Jahre und 3 jährige Zwillinge).
    Das Vermissen sprach mir sehr aus dem Herzen.
    Hat schon jemand die Ängste erwähnt? Die Ängste welche Auswirkungen es auf die Kinder haben könnte? Ich habe ständig Angst, dass sie später bindungsunfähig oder sonstiges sein könnten. Sie wirken jetzt wie fröhliche, ausgeglichene Kinder auf mich. Aber ich sorge mich um ihr Seelenheil. Jeden Tag…
    Das Vermissen wird mal besser, mal schlimmer. Ich hoffe so oft, es wird ihm zu viel und er will es aufgeben, tut er aber nicht.

    • Reply Nadine 25. Januar 2018 at 12:21

      Liebe Diana, wir leben das Wechselmodell nun seit über 8 Jahren. Es hat viele Vorteile für das Kind (für mich eigentlich weniger), aber natürlich auch Nachteile. Ängste habe ich natürlich auch, aber die hat man als Mutter ja eigentlich immer. Ich schiebe merkwürdige Verhaltensweisen bei meinem Sohn auch gerne mal auf das Wechselmodell, aber ob er nicht auch genauso wäre, wenn er immer bei mir wäre?? Man weiß es nicht. Kinder die in normalen Familien leben, haben ja auch Probleme und vielleicht seltsame Züge. Ich glaube wir müssen uns davon frei machen, daß nur Eltern bzw. die Mutter ein Kind erziehen können. In Naturvölkern erzieht ja schließlich das ganze Dorf mit. Und wir müssen uns auch davon frei machen, daß uns unsere Kinder gehören. Wir haben sie auf die Welt gebracht und begleiten sie, bis sie groß sind. Aber sie gehören uns nicht. Nichtsdestotrotz kann ich Deine Ängste sehr gut nachvollziehen und finde sie menschlich und normal für Eltern. Einen richtigen Weg gibt es wohl leider nicht. Trennungen mit Kindern sind per se einfach immer Mist. Ich wünsche Euch alles Liebe, Nadine

  • Reply Lukas 11. Februar 2018 at 3:42

    Ich bin entfremdeter Vater einer Tochter, bald 5 Jahre… Meine Ex boykottiert das Wechselmodell, glaubt wie so manche hier das Recht zu haben, darüber zu entscheiden, weil es gerade so in ihren persönlichen Lebensplan passt. Denkt eigentlich irgendjemand jemals daran, dass es für Väter genauso schlimm ist sein Kind den Großteil der Zeit nicht zu sehen?? Denkt eigentlich irgendjemand an das Kind, das von seinem einzigen und eigentlichen Vater entfremdet wird, nur weil ein NEUER PARTNER eifersüchtig sein könnte oder weil die Mutter keinen Bock mehr auf den Alten hat? Ich könnte kotzen. Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen, war rund um die Uhr für meine Tochter da. Jetzt ist – wie so oft bei den Single-Moms-By-Choice – ein NEUER PAPA da, der als Ersatz offenbar völlig ausreicht. Langsam verstehe ich Väter die ausrasten und Amok laufen. Es ist nur noch zum Kotzen, dieser Egoismus der sogenannten MÜTTER. Ihr werdet eure Strafe alle noch bekommen

    • Reply Nadine 12. Februar 2018 at 17:13

      Lieber Lukas! Ich gebe Dir vollkommen Recht und es tut mir echt leid, daß Du in so einer Situation steckst. Aber so wie es Mütter gibt, die meinen das alleinige Recht auf das Kind zu haben, gibt es auch genug Männer, die sich einen Scheiß um ihre Kinder kümmern. Man kann das also gar nicht pauschalisieren. Ich finde es super, das es mittlerweile so viele Männer gibt, die sich als Väter 100 % einbringen und finde, die haben es auch mehr als verdient respektiert und geachtet zu werden. Da gibt es keinen Unterschied zur Mutter. Auch Väter lieben und vermissen ihre Kinder und bringen sich genauso gut, wenn nicht sogar oft besser als eine Mutter, ein. Nichtsdestotrotz war es aber auch jahrtausendelang anders. Die Männer waren wochenlang unterwegs um das Mammut zu jagen und die Mütter haben sich alleine um den Nachwuchs gekümmert. Die Evolution ist in unseren Köpfen vielleicht in dieser Zeit stehen geblieben. Zumindest bei manchen Menschen. Ich versuche es immer so zu betrachten: meine Kinder sind nicht mein Eigentum und haben das Recht auf Menschen die sie lieben, umsorgen und erziehen. In Naturvölkern erzieht oft das ganze Dorf mit. Ich habe keinen alleinigen Anspruch auf sie, auch wenn ich als Mutter natürlich sehr gut nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt seine Kinder (die man immerhin 9 Monate ausgetragen und geboren hat) ziehen zu lassen. Ich habe meinen Sohn gehen lassen, als er 2 Jahre alt war und glaub mir, es hat mir fast das Herz zerbrochen. Aber seinem Vater auch. Eine Trennung mit Kindern ist echt der größte Scheiß und ich finde man muß seinen Kindern zuliebe das Beste aus der Situation machen. Leider denken die allermeisten Eltern dabei erstmal nur an sich selber und wie es ihnen dabei geht. Hast Du denn auch das Sorgerecht oder nur sie? LG, Nadine

  • Reply Lukas 11. Februar 2018 at 3:42

    Ich bin entfremdeter Vater einer Tochter, bald 5 Jahre… Meine Ex boykottiert das Wechselmodell, glaubt wie so manche hier das Recht zu haben, darüber zu entscheiden, weil es gerade so in ihren persönlichen Lebensplan passt. Denkt eigentlich irgendjemand jemals daran, dass es für Väter genauso schlimm ist sein Kind den Großteil der Zeit nicht zu sehen?? Denkt eigentlich irgendjemand an das Kind, das von seinem einzigen und eigentlichen Vater entfremdet wird, nur weil ein NEUER PARTNER eifersüchtig sein könnte oder weil die Mutter keinen Bock mehr auf den Alten hat? Ich könnte kotzen. Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen, war rund um die Uhr für meine Tochter da. Jetzt ist – wie so oft bei den Single-Moms-By-Choice – ein NEUER PAPA da, der als Ersatz offenbar völlig ausreicht. Langsam verstehe ich Väter die ausrasten und Amok laufen. Es ist nur noch zum Kotzen, dieser Egoismus der sogenannten MÜTTER. Ihr werdet eure Strafe alle noch bekommen

    • Reply Nadine 12. Februar 2018 at 17:13

      Lieber Lukas! Ich gebe Dir vollkommen Recht und es tut mir echt leid, daß Du in so einer Situation steckst. Aber so wie es Mütter gibt, die meinen das alleinige Recht auf das Kind zu haben, gibt es auch genug Männer, die sich einen Scheiß um ihre Kinder kümmern. Man kann das also gar nicht pauschalisieren. Ich finde es super, das es mittlerweile so viele Männer gibt, die sich als Väter 100 % einbringen und finde, die haben es auch mehr als verdient respektiert und geachtet zu werden. Da gibt es keinen Unterschied zur Mutter. Auch Väter lieben und vermissen ihre Kinder und bringen sich genauso gut, wenn nicht sogar oft besser als eine Mutter, ein. Nichtsdestotrotz war es aber auch jahrtausendelang anders. Die Männer waren wochenlang unterwegs um das Mammut zu jagen und die Mütter haben sich alleine um den Nachwuchs gekümmert. Die Evolution ist in unseren Köpfen vielleicht in dieser Zeit stehen geblieben. Zumindest bei manchen Menschen. Ich versuche es immer so zu betrachten: meine Kinder sind nicht mein Eigentum und haben das Recht auf Menschen die sie lieben, umsorgen und erziehen. In Naturvölkern erzieht oft das ganze Dorf mit. Ich habe keinen alleinigen Anspruch auf sie, auch wenn ich als Mutter natürlich sehr gut nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt seine Kinder (die man immerhin 9 Monate ausgetragen und geboren hat) ziehen zu lassen. Ich habe meinen Sohn gehen lassen, als er 2 Jahre alt war und glaub mir, es hat mir fast das Herz zerbrochen. Aber seinem Vater auch. Eine Trennung mit Kindern ist echt der größte Scheiß und ich finde man muß seinen Kindern zuliebe das Beste aus der Situation machen. Leider denken die allermeisten Eltern dabei erstmal nur an sich selber und wie es ihnen dabei geht. Hast Du denn auch das Sorgerecht oder nur sie? LG, Nadine

  • Reply Stephan 2. März 2018 at 13:39

    Hallo,

    wir leben das Wechselmodell bereits seit zwei Jahren und ich bin meiner Ex-Freundin mittlerweile sehr dankbar, dass sie diesen Weg mit uns eingeschlagen hat. Die Trennung kam damals unverhofft und auch hier war ein neuer Partner im Spiel, der mittlerweile auch bei ihr wohnt. Ich wollte das Wechselmodell damals sofort, auch wenn ich es erst gar nicht kannte. Wer beschäftigt sich schon vorher damit? Meine Ex-Freundin war erst skeptisch. Auch sie konnte sich eine Trennung vom Kind nicht vorstellen. Glücklicherweise hat sie eingesehen, dass der Papa unter der Trennung vom Kind genauso leidet und dass das Kind beide Elternteile gleichwertig liebt und vermisst. Bei einer Familienberatung kam dann der letzte Anstoß. Die Beraterin war glücklicherweise Pro-Wechselmodell. Sie gab uns auch einige wichtige Tipps für die Umsetzung.
    Statt nun die Energie in einen Rosenkrieg zu stecken – denn ich war verletzt und wütend, sehr wütend – entschied ich mich dazu, all meine Energie dafür einzusetzen, meiner Tochter und mir ein schönes zweites Zuhause zu schaffen. Denn die Familie war sowieso nicht mehr zu retten. Das wichtigste dafür, dass es funktioniert, ist, dass man seine eigenen Bedürfnisse und Kränkungen zurückschraubt, damit man sich später noch in die Augen schauen kann. Mittlerweile kommen meine Ex-Freundin und ich ganz gut zurecht und es hat sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Darüber bin ich froh, denn das macht es für alle Beteiligten leichter, vor allem für unsere Tochter.
    Die Anfangszeit war schwierig, weil ich selber noch mit der Trennung zurechtkommen musste. Aber es hat sich alles zum Guten entwickelt. Heute haben wir oft mehr mit dem Abschied zu kämpfen als unsere Tochter. Sie weiß genau wann der Wechsel ansteht und freut sich auf das jeweils andere Elternteil. Die Abschiede fallen dann oft kurz und schmerzlos aus. Ich bin zufrieden damit, denn sie leidet scheinbar nicht mehr darunter. Das war anfangs anders. Ich denke je offener man damit umgeht, um so besser. Wichtig ist, dass man sich an Absprachen hält und wichtige Dinge gemeinsam entscheidet. Bei uns hat nun jeder seinen Weg gefunden, damit vernünftig zu leben. Und ja, auch ich genieße die freien Zeiten, wenn sie mal nicht da ist, freue mich aber wie verrückt, wenn sie wiederkommt. Durch die Pausen kann man wieder neue Energie schöpfen und dem Kind seine ganze Liebe schenken. Ich bin sehr glücklich, dass ich damals dafür gekämpft habe und dass sich alles so gut entwickelt hat.

    Wer Fragen hat, kann diese gerne stellen.

    Schöne Grüße
    Stephan Marquardt

  • Reply Stephan 2. März 2018 at 13:39

    Hallo,

    wir leben das Wechselmodell bereits seit zwei Jahren und ich bin meiner Ex-Freundin mittlerweile sehr dankbar, dass sie diesen Weg mit uns eingeschlagen hat. Die Trennung kam damals unverhofft und auch hier war ein neuer Partner im Spiel, der mittlerweile auch bei ihr wohnt. Ich wollte das Wechselmodell damals sofort, auch wenn ich es erst gar nicht kannte. Wer beschäftigt sich schon vorher damit? Meine Ex-Freundin war erst skeptisch. Auch sie konnte sich eine Trennung vom Kind nicht vorstellen. Glücklicherweise hat sie eingesehen, dass der Papa unter der Trennung vom Kind genauso leidet und dass das Kind beide Elternteile gleichwertig liebt und vermisst. Bei einer Familienberatung kam dann der letzte Anstoß. Die Beraterin war glücklicherweise Pro-Wechselmodell. Sie gab uns auch einige wichtige Tipps für die Umsetzung.
    Statt nun die Energie in einen Rosenkrieg zu stecken – denn ich war verletzt und wütend, sehr wütend – entschied ich mich dazu, all meine Energie dafür einzusetzen, meiner Tochter und mir ein schönes zweites Zuhause zu schaffen. Denn die Familie war sowieso nicht mehr zu retten. Das wichtigste dafür, dass es funktioniert, ist, dass man seine eigenen Bedürfnisse und Kränkungen zurückschraubt, damit man sich später noch in die Augen schauen kann. Mittlerweile kommen meine Ex-Freundin und ich ganz gut zurecht und es hat sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Darüber bin ich froh, denn das macht es für alle Beteiligten leichter, vor allem für unsere Tochter.
    Die Anfangszeit war schwierig, weil ich selber noch mit der Trennung zurechtkommen musste. Aber es hat sich alles zum Guten entwickelt. Heute haben wir oft mehr mit dem Abschied zu kämpfen als unsere Tochter. Sie weiß genau wann der Wechsel ansteht und freut sich auf das jeweils andere Elternteil. Die Abschiede fallen dann oft kurz und schmerzlos aus. Ich bin zufrieden damit, denn sie leidet scheinbar nicht mehr darunter. Das war anfangs anders. Ich denke je offener man damit umgeht, um so besser. Wichtig ist, dass man sich an Absprachen hält und wichtige Dinge gemeinsam entscheidet. Bei uns hat nun jeder seinen Weg gefunden, damit vernünftig zu leben. Und ja, auch ich genieße die freien Zeiten, wenn sie mal nicht da ist, freue mich aber wie verrückt, wenn sie wiederkommt. Durch die Pausen kann man wieder neue Energie schöpfen und dem Kind seine ganze Liebe schenken. Ich bin sehr glücklich, dass ich damals dafür gekämpft habe und dass sich alles so gut entwickelt hat.

    Wer Fragen hat, kann diese gerne stellen.

    Schöne Grüße
    Stephan Marquardt

  • Reply Jule 8. April 2018 at 15:33

    Hallo zusammen,
    Ich bin auf diese Seite zum ersten mal gestoßen, und bin ueberracht, wie sehr sich unsere Emotionen gleichen. Meine Söhne sind 11 und 14, ich lebe seit 7 Jahren das WechselModell. Mein exmann und ich haben kürzere Abstände, alle 3 bis vier Tage ist der Wechsel. Die trennungsphasen machen mir immer noch absolut zu schaffen, es gelingt mir oft nur , wenn ich psychisch stabil bin, damit zufrieden zu sein. Aber in schwachen Phasen ist das der horror.. Ich lebe mit meinem Partner zusammen, der arbeitslos ist und eine chronische Krankheit hat. Wenn die Kinder bei uns sind, kann ich mich davon ablenken. Wenn sie gehen wird mir wieder die ganze Belastung bewusst. Den Kindern geht es inzwischen gut mit der Lösung, nur ich komm irgendwie nicht wirklich an. Wenn sie kommen, sehbich schon wieder den Abschied. Inzwischen bin ich echt depressiv, und trinke vor allem zu viel Alkohol, besonders am Abschiedstag, wenn sie dann uebers wochende beim papa sind. Sie sind auch mit ihm in der schönen grossen Wohnung geblieben, was auch immer Schwermut auslöst bei mir. Aber ich habe die Trennung gemacht, von daher fand ich es damals gerecht, das mein Mann bleiben darf und ich gehe. Ich bin immer noch stark an die Bilder von damals gebunden, wenn ich die Kinder zB zu ihrem papa fahre. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich werde nie mehr glücklich:(

  • Reply Jule 8. April 2018 at 15:33

    Hallo zusammen,
    Ich bin auf diese Seite zum ersten mal gestoßen, und bin ueberracht, wie sehr sich unsere Emotionen gleichen. Meine Söhne sind 11 und 14, ich lebe seit 7 Jahren das WechselModell. Mein exmann und ich haben kürzere Abstände, alle 3 bis vier Tage ist der Wechsel. Die trennungsphasen machen mir immer noch absolut zu schaffen, es gelingt mir oft nur , wenn ich psychisch stabil bin, damit zufrieden zu sein. Aber in schwachen Phasen ist das der horror.. Ich lebe mit meinem Partner zusammen, der arbeitslos ist und eine chronische Krankheit hat. Wenn die Kinder bei uns sind, kann ich mich davon ablenken. Wenn sie gehen wird mir wieder die ganze Belastung bewusst. Den Kindern geht es inzwischen gut mit der Lösung, nur ich komm irgendwie nicht wirklich an. Wenn sie kommen, sehbich schon wieder den Abschied. Inzwischen bin ich echt depressiv, und trinke vor allem zu viel Alkohol, besonders am Abschiedstag, wenn sie dann uebers wochende beim papa sind. Sie sind auch mit ihm in der schönen grossen Wohnung geblieben, was auch immer Schwermut auslöst bei mir. Aber ich habe die Trennung gemacht, von daher fand ich es damals gerecht, das mein Mann bleiben darf und ich gehe. Ich bin immer noch stark an die Bilder von damals gebunden, wenn ich die Kinder zB zu ihrem papa fahre. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich werde nie mehr glücklich:(

  • Reply 4 Blogartikel die das Herz berühren - 30. August 2018 at 11:25

    […] 2. Teilzeit-Mama + Wechsel-Kind – Planet Hibbel […]

  • Leave a Reply

    Wichtiger Hinweis, bevor Du einen Kommentar abschicken kannst:

    Wenn Du einen Kommentar abschickst, erklärst Du Dich mit der Speicherung des oben angegebenen Namens und der E-Mailadresse durch diese Website einverstanden. In meiner Datenschutzerklärung erfährst Du mehr dazu.