Die Rosa Granitküste in der Bretagne

300 Millionen Jahre bizarre Schönheit

Der aufmerksame Leser hat sicher mitbekommen, daß wir im Oktober in der Bretagne waren. Wahrscheinlich glaubt es mir bald keiner mehr, wenn ich schon wieder sage, daß ich mich total verknallt habe. Aber so isses. Was Länder angeht bin ich scheinbar ne treulose Tomate. Die Welt ist aber auch einfach zu schön um sich festzulegen. Wie dem auch sei, heute möchte ich euch eine Ecke der Bretagne zeigen, mit der sie mich sofort gekriegt hat: die Rosa Granitküste. Macht euch auf eine Bilderflut gefasst.

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Als ich vor zwei Jahren Fotos dieser bizarren Küstenlandschaft sah, war ich direkt hin und weg. „Das hat ja voll was von Australien. Da muss ich hin.“, war mein erster Gedanke. Und der Eindruck bestätigte sich, als ich dann endlich live vor den spektakulären rosa Granitfelsen im Norden der Bretagne stand. Die haushohen Felsen, die sich zwischen Trebeurden und Perros-Guirec an der Küste entlangziehen sind z.T. völlig bizarr und wirken wie Spielzeug von Riesen. Die markanten Granitsteine haben eine rötliche Färbung, die besonders dann zur Geltung kommen, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden. Wie der Ayers Rock. Wer weiß, vielleicht ist ja an dieser Stelle der Urkontinent Gondwana auseinandergebrochen und das sind die Überreste australischen Gesteins.

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Im kleinen Örtchen Perros-Guirec, haben wir direkt am Strand im Hotel Saint Guirec übernachtet. Ein modernes, kleines Hotel mit komfortablem Familienzimmer und einer wundervollen Aussicht auf die Plage de Saint Guirec, dem Schlößchen von Dieter Hallervorden und dem Wohnsitz von Gustave Eiffel. Das Saint Guirec ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Wanderung entlang der Côte de Granit Rose, die Teil des ingesamt 2000 km langen Zöllnerpfades ist. Der Wanderabschnitt ist hier jedoch gerade mal 4,7 km lang und daher kann man ihn super mit Kindern machen. Zudem ist er an Schönheit kaum zu überbieten.

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Hinter jeder Biegung gibt es etwas Neues zu entdecken. Die bis zu 35 Meter hohen, sich chaotisch stapelnden Felsen, erinnern manchmal an Nasen oder Dackel, man läuft durch Höhlen und Felsvorsprünge oder macht einen Stop am Leuchtturm Mean Ruz, der ebenfalls aus rosa Granitstein erbaut wurde. Für die Strecke braucht man bei einem gemütlichen Spaziergang gerade mal eine Stunde. Wir waren 2 1/2 Stunden unterwegs inkl. Picknick und Kletteraktionen.

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Auch gen Süden ist die Küste ein Traum. Irgendwann komme ich wieder und möchte auf jeden Fall mal eine längere Wanderung machen.

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Versteht ihr jetzt, warum ich total verliebt bin? Ist die Rosa Granitküste nicht ein Traum? Im Oktober sind die Temperaturen dort im Übrigen noch sehr moderat. Wir hatten tagsüber um die 16 bis 18 Grad. Zudem gibt es kaum noch Touristen und man hat viele Gegenden für sich allein. Irgendwann komme ich jedenfalls zurück. #versprechenanmichselbst

Offenlegung: Unsere Reise in die Bretagne wurde von Atout France und Bretagne Tourisme unterstützt. Meine Meinung bleibt davon unangetastet.

 

 

6 Kommentare

  1. Flögi sagt

    Wow, wo warst denn du schon wieder?? 🙂
    Es sieht megacool aus, ich müsste es mir merken, aber ich packe jetzt gerade Koffer und habe keine Energie und Zeit mehr für Blogs, ich blättere jetzt vor Urlaub ein letztes Mal nur schnell durch.
    Schaut etwas ähnlich auch, wie auf den Seychellen. 🙂
    Liebe Grüße

  2. wenn ich die Bilder sehe will ich auch gleich wieder zurück 🙂
    die Bretagne ist einfach so schön, mit der Familie fahren wir auch schon seit Jahren immer wieder hin, auch schon als ich selbst noch klein war

  3. Ich glaube für Frankreich ist das echt ne gute Reisezeit, der Oktober. Zwischen Juni und Mitte September ist es überall so unterirdisch teuer!
    Die Steine sindwirklichganz erstaunlich! Schade, dass es selbst von uns aus so weit weg ist!
    Gros bisou
    Sandra

    • Nadine sagt

      Ja, um die Ecke ist die Bretagne nicht gerade. Wir waren aber 10 Tage vor Ort und das war super. Und der Herbst ist eine tolle Zeit für diese Region. Wir hatten viele Ecken für uns allein. Günstig ist es aber auch im Herbst nicht unbedingt. Nur das Einkaufen in den Supermärkten fand ich z.T. krass günstig. Da bekommt man z.B. die allerbesten Käsesorten für lachhafte Preise. Ein Glas Wein kostet selbst in teureren Restaurants gerade mal 2,50 €. Zur Not ernährt man sich also einfach 2 Wochen von Wein, Baguette und Käse. 🙂 GlG/ Nadine

  4. Das ist aber schön da. Und das sag ich als jetzt nicht sooo der Frankreichfan. Ich hätte allerdings immer ein wenig Angst, dass mit oder den Jungs da so ein Monsterstein auf das Näschen fällt. Bei dem ein oder anderen Foto hab ich gezuckt. Vielleicht sollte ich mich doch noch mal an Frankreich anpirschen. Ist ja auch dumme Ecke und nachher verpass ich da noch was? Bussiiiii Anne

    • Nadine sagt

      Ich muß zugeben, daß ich Frankreich bisher auch nicht so auf dem Schirm hatte, Anne. Bis mir die Bretagne über den Weg lief. Die fand ich echt suuuuperschön. Gut, nah ist jetzt auch was Anderes. Sind mit dem Auto glaub ich schon auch fast 1000 km. Aber die Bretagne ist eine schöne Alternative, wenn man mal nicht bis ans Ende der Welt fliegen möchte und einfach in Europa bleiben will. Und im Oktober hat man die auch noch fast für sich allein.

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