Urlaub in Kroatien
Unsere Reiseroute, Erfahrungen und Tipps während der Hochsaison

6. Januar 2023

Kroatien ist am 1.1.2023 endlich Mitglied des Schengen-Raums geworden und hat seine Landeswährung Kuna in den Euro eingetauscht. Dadurch sind Reisen in das beliebte Balkanland ein Stück einfacher geworden. Lästige Grenzkontrollen und Umrechnungskurse fallen weg. Zudem lockt es mit angenehmen Temperaturen, traumhaft klarem Wasser und ist von Deutschland aus gut mit dem eigenen Auto erreichbar. Nur auf endlose Traumstrände muss man an der kroatischen Adria verzichten, da die Küste weitestgehend verkarstet ist.

Da wir im Juni/ Juli 2022 das erste Mal in Kroatien waren, kann ich dies weitestgehend bestätigen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Kroatien schon lange kein Schnäppchen mehr ist und in den Sommermonaten mancherorts wirklich aus allen Nähten platzt. Uns war natürlich klar, dass Kroatien während der Ferienzeit voll ist. Da wir jedoch einen Balkan-Roadtrip gemacht haben, wollten wir an den obligatorischen Highlights auch nicht ungesehen vorbei fahren. Nun haben wir sie also gesehen und ich kann bekräftigen: plant einen kurzen, gut organisierten Besuch ein, macht jedoch besser außerhalb der Hotspots Urlaub. Es ist wirklich unangenehm voll.

Urlaub in Kroatien:

Unsere Reiseroute, Erfahrungen und Tipps während der Hochsaison

Plant ihr eine Reise nach Kroatien im Sommer 2023? Dann habe ich mal unsere Reiseroute, Erfahrungen und Tipps für einen Trip in der Hochsaison für euch zusammengefasst.

Reiseroute

Start unseres Roadtrips war die Hauptstadt Zagreb, die wir von Deutschland aus mit dem Nachtzug erreicht haben. Von dort aus ging es in 3 Wochen quer durch Dalmatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und zurück.

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#1 Zagreb – Kroatiens entspannte Hauptstadt

Über Zagreb habe ich hier schon berichtet. Kroatiens Hauptstadt ist auch in den Sommermonaten sehr entspannt und wenig überfüllt. Zudem ist es, im Gegensatz zur Küste, günstiger. Es lohnt sich daher unbedingt mal einen Stop einzulegen, die charmante Ober- und Unterstadt, das Ausgehviertel Tkalčićeva sowie den Kriegstunnel Grič zu erkunden.

#2 Die Plitvicer Wasserfälle – UNESCO Weltnaturerbe

Eines der absoluten Highlights von Kroatien ist der Nationalpark Plitvicer Seen. Die türkisblauen Lagunen und Seen, gurgelnden Bächlein und imposanten Wasserfälle sind wirklich traumhaft schön. Bisher habe ich noch kein vergleichbares Naturhighlight dieser Art in Europa gesehen. Die Plitvicer Wasserfälle sind daher zu Recht extrem beliebt. Ca. 1 Million Besucher:innen pro Jahr können nicht falsch liegen. Wenn man seine Schönheit also irgendwie genießen möchte, besucht man den Nationalpark am besten in der Nebensaison und vermeidet die Stoßzeiten. Die meisten Tourist:innen reisen mit dem Bus von der Küste aus an und erreichen den Nationalpark gegen 10/11 Uhr.

Unser Tipp: Da wir von Zagreb aus mit dem Mietwagen kamen, haben wir eine Nacht im kleinen Ort Korenica eingelegt. Der liegt ca. 18 km vom Entrance 2 Parkplatz entfernt. Dadurch waren wir recht flexibel und konnten uns spontan für einen Besuch am späten Nachmittag entscheiden. Ursprünglich wollten wir frühmorgens in den Park, mit Kind wären wir aber eh nicht den ganzen Tag gewandert. Daher hat uns ein ca. 3-stündiger Besuch gereicht. Zudem waren die Tickets am Nachmittag günstiger als morgens.

Zwischenzeitlich haben sich die Preise aber schon wieder verändert und Tickets kann man mittlerweile auch online buchen. Checkt daher Preise, Öffnungszeiten, Parkplätze und Co. direkt hier. Ende Juni war es natürlich voll, aber wir haben gegen 16 Uhr sofort einen Parkplatz gefunden und mussten weder für den Ticketkauf noch das Elektroboot lange Schlange stehen.

Gewohnt haben wir im Übrigen in dieser privaten, kleinen Unterkunft mit Pool*. Sie ist günstig und prima für eine Nacht. Lecker und für kleines Geld haben wir im Bistro-Pizzeria L`Mat, direkt im Ortskern von Korenica, gegessen.

#3 Zadar – Meeresorgel und Gruß an die Sonne

Zadar hat eine hübsche, historische Altstadt, die auf einer Halbinsel liegt und ein Spaziergang führt durch eine 3000-jährige Geschichte. Überall findet man Überreste römischer Bauwerke, alte Stadtmauern und Tore. Zudem gibt es eine tolle Promenade, von der aus man einen phantastischen Sonnenuntergang genießen kann. Hier liegt auch die berühmte Meeresorgel und der Platz „Gruß an die Sonne“, der in den Abendstunden in allen erdenklichen Farben illuminiert wird.

Im Sommer wird es jedoch so voll, dass man kaum seine eigenen Füße, geschweige denn die Orgel oder Illumination, sehen kann. Spart euch daher besser einen Besuch in den Abendstunden und besucht die Stadt morgens.

Unser Tipp: Gewohnt haben wir in Kožino, ca. 8 km von Zadar entfernt, in dieser schönen Ferienwohnung* mit unmittelbarem Zugang zum Meer. Viel machen konnte man nicht, dafür aber herrlich entspannen. Im Umkreis von 5-7 km gab es mehrere große Supermärkte. Selbstverpflegung war also kein Problem. Ansonsten fanden wir die Umgebung und auch die Strände aber eher uninteressant.

Co-Autorin Petra war im September 22 mit ihrer Familie jedoch auf der nahegelegenen Insel Pag und war begeistert. Auch die vorgelagerten Inseln sollen sehr viel ruhiger und wunderschön sein. Würden wir nochmal in diese Region reisen, würden wir auf jeden Fall mal einen mehrtägigen Segeltörn machen.

#4 Dubrovnik – Auf den Spuren von Games of Thrones

Vor Dubrovnik hatte uns jeder gewarnt: Vollkommen überlaufen und durch die Kreuzfahrtschiffe und den Games of Thrones-Hype zu Tode geliebt. Da wir auf unserem Rückweg von Montenegro aber daran vorbeigefahren sind, wollten wir es dennoch sehen. Dubrovnik atmet Geschichte und die charakteristische Altstadt ist fast vollständig von einer pittoresken Stadtmauer aus dem 16. Jh. umgeben. Games of Thrones haben wir btw noch nie gesehen, daher ließen uns die zahlreichen Touren rund um die Drehorte kalt.

Ja, die Stadt ist wirklich ein Kleinod, aber leider stimmen alle Warnungen. Es ist fast unmöglich einen Parkplatz an den steilen Hängen von Dubrovnik zu ergattern. Fahrt auf gar keinen Fall mit einem Campervan in die Stadt rein – man kommt wahrscheinlich nie wieder raus. Hat man dann endlich einen Parkplatz gefunden, schiebt man sich mit drölfzigtausend Menschen durch das Stadttor und die engen Gassen. Wir fanden es so gruselig, dass wir nach 1 1/2 Stunden die Nase voll hatten.

Unser Tipp: Eine Übernachtung in Dubrovnik erspart man sich im Sommer besser. Wir haben zum Glück eine im nahegelegenen Neum eingelegt, das zu Bosnien-Herzegowina gehört und sehr viel günstiger ist. Möchte man Dubrovnik noch halbwegs beschaulich erleben, kommt man wahrscheinlich am besten um 6 Uhr morgens oder im tiefsten Winter.

#5 Split – Die schöne Hauptstadt Dalmatiens

Split´s historische Altstadt wurde im 4. Jahrhundert vom römischen Kaiser Diokletian erbaut und man hat das Gefühl durch ein einziges Freilichtmuseum zu laufen. Dies wird besonders durch die verkleideten Legionäre unterstrichen, die sich vor den 4 magischen Toren oder dem Diokletianpalast postieren. Innerhalb der Stadtmauer wandelt man durch unzählige Gässchen, Innenhöfe und Torbögen. Dazwischen gibt es zahlreiche hippe Shops, Bars, Cafés, Restaurants und Hotels. Sehr hübsch ist auch die Hafenpromenade, an denen Händler abends ihre Stände aufbauen.

Split ist wirklich wunderschön und hat uns persönlich am besten gefallen, aber fragt auch hier nicht nach Besucherzahlen. Es war wirklich sehr sehr voll und einen Parkplatz hat man nur mit Müh und Not gefunden. Auch Split kann man sich daher eigentlich nur morgens anschauen, denn abends ist in den Altstadtgassen kein Durchkommen mehr.

Unser Tipp: Gewohnt haben wir in Podstrana, ca. 10 km von Split entfernt. Unsere Unterkunft scheint es jedoch nicht mehr zu geben. Hier war es vergleichsweise entspannt und direkt am Meridien gibt es einen (für kroatische Verhältnisse) recht schönen Strand und den coolen, aber hochpreisigen Gooshter Beach Club.

Erzählt mal! Seid ihr in der absoluten Hochsaison schon nach Kroatien gereist? Wo seid ihr gewesen und was sind eure Erfahrungen? Ich habe z.T. haarsträubende Geschichten von meiner Freundin gehört, die mit ihrer Familie Ende Juli auf der Insel Krk war. Die Insel muss extrem überfüllt gewesen sein und sie fuhren enttäuscht früher heim.

PIN ME:

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