Meine Liebe zu Frankreich habe ich erst sehr spät entdeckt. Genauer gesagt im Herbst 2016, als wir unsere Ferien in der Bretagne verbrachten. Davor war ich meist nur kurz in Frankreich oder bin durchgereist. Seitdem hat mich dieses Land jedoch nicht mehr losgelassen und ich kann sagen: Frankreich ist kein Land, das man einfach „abhakt“. Es ist eher eines, das sich jedes Mal ein bisschen anders anfühlt. Je nachdem, wo man sich gerade aufhält. Manchmal ist es rau und wild, manchmal leicht und mediterran und manchmal überraschend ruhig, fast meditativ. Vielleicht ist genau das der Grund, warum es mich immer wieder dorthin zurückzieht.
Doch wo ist es eigentlich am schönsten? Und welche Region passt wirklich zu einem? In den letzten zehn Jahren haben wir sehr viele Ecken des Landes bereist und uns einen guten Überblick verschafft. Falls ihr also über einen Urlaub in Frankreich nachdenkt, nehme ich euch mit auf eine Reise durch meine liebsten Regionen und verrate euch meine persönlichen Tipps für Meer, Natur und Genuss. Nicht als klassische To-see-Liste, sondern als Gefühlskompass :).
[Aktualisierter Beitrag von Oktober 2022]

Urlaub in Frankreich:
Die schönsten Regionen für Meer, Natur & Genuss (mit persönlichen Tipps)
#1 Frankreichs Küsten: von rauer Nordküste bis mediterranes Lebensgefühl
Frankreich hat gleich zwei, wenn nicht sogar drei vollkommen unterschiedliche Küsten. Und genau darin liegt der Reiz, denn man kann völlig unterschiedliche Küstenlandschaften erleben – von nordisch rau bis mediterran leicht. Ob man nun am Ärmelkanal steht, die wilden Küsten des Atlantiks entdeckt oder an den warmen, seichten Stränden des Mittelmeers entspannt – man wähnt sich jedes Mal in einem ganz anderen Land. Und doch ist es immer Frankreich.
Hinzu kommen Inseln wie Korsika, die Île de Ré oder Île de Noirmoutier. Wer es ganz exotisch mag, kann sogar zwölf französische Überseegebiete mit Traumstränden, wie beispielsweise auf Martinique, Guadeloupe oder in Französisch-Polynesien besuchen ;).
#1.1 Hauts-de-France
Ganz im Norden Frankreichs, in der Region Hauts-de-France, beginnt die Reise eher leise. Hier verbindet der Ärmelkanal die Nordsee mit dem Atlantik, und die Küste wirkt fast ein wenig nordisch. Der Abschnitt zwischen Dunkerque und der Baie de Somme, der auch Opalküste genannt wird, hat etwas Besonderes.
Wenn sich das Wasser zurückzieht, entstehen weite Wattlandschaften, durchzogen von kleinen Wasserläufen. Wie an der deutschen Nordseeküste. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Seehunde beobachten. Auch wenn diese Region Frankreichs kein klassisches Urlaubsziel ist, lohnt es sich, die Opalküste mit ihren pittoresken Hafenstädtchen zu besuchen. Sie ist auf jeden Fall für Überraschungen gut.
Meine persönlichen Tipps:
- Der Drache von Calais
- Die Steilküsten Cap Blanc-Nez & Cap Gris-Nez
- Die bunten Belle-Epoque-Villen in Wimereux
- Europas größtes Meeresmuseum Nausicaá in Boulogne-sur-Mer
- Das Drachenfestival in Berck-sur-Mer
- Die weitläufige Baie de Somme





#1.2 Normandie
Ein Stück weiter westlich beginnt eine meiner liebsten Regionen Frankreichs, die Normandie. Vielleicht liegt es an meinen Wikinger-Genen, aber schon auf meiner ersten Reise dorthin habe ich mich mit der wilden Küstenlandschaft, die oft an Irland oder England erinnert und der normannischen Geschichte verbunden gefühlt. Hier findet ihr steile Kreidefelsen, weite Strände und atmosphärische kleine Orte. Die Normandie wirkt mancherorts wie aus der Zeit gefallen und ist daher mein absoluter Geheimtipp, wenn ihr euch abseits der inzwischen recht beliebten Touristenpfade wie Étretat oder dem Mont-Saint-Michel bewegt.
Meine persönlichen Tipps:
- Die pittoreske Steilküste zwischen Le Tréport und Le Havre (Alabasterküste)
- Veules-les-Roses, eines der (zig ;)) schönsten Dörfer Frankreichs
- Die zahlreichen Bunker des Atlantikwalls
- Das malerische Fischerdörfchen Yport
- Die 5 D-Day Landungsstrände
- Der 70 Meter lange Teppich von Bayeux
- Jakobsmuscheln in Port-en-Bessin-Huppain
- Die bezaubernde kleine I’Ile de Tatihou
- Wanderung entlang des Nez de Jobourg
- Das Meeresmuseum Cité de la Mer in Cherbourg





#1.3 Bretagne
Noch ursprünglicher wird es in der Bretagne. Die Landschaft ist dort noch wilder, das Licht verändert sich ständig und das Meer zeigt sich oft von seiner ungezähmten Seite. Gleichzeitig gibt es kleine Buchten, versteckte Strände und charmante Orte, die fast ein wenig verwunschen wirken. Die Bretagne ist wahrscheinlich kein Ort für einen perfekten Strandurlaub, aber für alle, die das Ursprüngliche suchen und sich vielleicht mal ein wenig vor der Welt verstecken wollen ;).
Meine persönlichen Tipps:
- In der Domaine des Ormes im Baumhaus übernachten
- Wanderung entlang der Rosa Granitküste
- Ein Ferienhaus auf der I`le de Chevalier* anmieten
- Das mittelalterliche Dörfchen Locronan
- Das wilde Pointe du Raz
- Auf den Spuren von Kommissar Dupin in Douarnenez
- Die Wehrfestung von Concarneau
- Segeltörn entlang der Halbinsel Crozon
- Das Künstlerörtchen Pont Aven
- Die Hinkelsteine von Carnac





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#1.4 Loire-Atlantique
Die Region Loire-Atlantique zeigt eine Seite des Atlantiks, die oft ein wenig unter dem Radar läuft und genau das macht sie so besonders. Sie liegt direkt neben der Bretagne, dort, wo die Loire ins Meer mündet. Entlang der Küste reihen sich kleine Orte aneinander, die nicht auf große Inszenierung setzen, sondern ein entspanntes, beinah alltägliches Urlaubsgefühl vermitteln. Viele dieser Badeorte sind vor allem bei Franzosen beliebt, was man sofort spürt: auf den Märkten, in den kleinen Restaurants und beim abendlichen Spaziergang an der Promenade. Charakteristisch für diese Gegend sind die kleinen Fischerhäuser auf Stelzen. Bei Ebbe ragen sie aus dem Sand und verleihen der Küste ihren ganz eigenen Charme.
Meine persönlichen Tipps:
- Das Hafenviertel von Saint-Nazaire
- Der Strand von Pornichet
- Das Meeresungeheuer von Saint-Brevin-les-Pins
- Die Carrelets / traditionelle Fischerhütten auf Stelzen
- Ausflug nach Nantes




#1.5 Médoc Atlantique
Noch weiter südlich wird der Atlantik offener, breiter und fast endlos. Im Médoc Atlantique reihen sich kilometerlange Sandstrände aneinander, dahinter erstrecken sich Pinienwälder, die nach Sonne und Harz duften. Ein Ort, der das Gefühl von Freiheit perfekt einfängt, ist Lacanau Océan. Die entspannte Atmosphäre lockt besonders Surfer an, aber auch alle, die einfach mal durchatmen wollen. In der Nähe liegt die berühmte Dune du Pilat, die höchste Wanderdüne Europas. Von oben hat man einen fast unwirklich erscheinenden Blick: Auf der einen Seite liegt das Meer, auf der anderen erstrecken sich Pinienwälder. Ein Ort, der die Vielfalt dieser Region zeigt.
Meine persönlichen Tipps:
- Suferfeeling und chilige Vibes in Lacanau Océan
- Der mondäne Badeort Soulac-sur-Mer
- Die Dune du Pilat bei Arcachon
- Die bunten Fischerhäuschen von Port de Biganos
- Ausflug nach Bordeaux




#1.6 Côte d’Azur
Ganz anders präsentiert sich dagegen das Mittelmeer. Hier ist das Wasser ruhiger, wärmer und oft fast unwirklich türkis. Es gibt kleine Hafenorte und pastellfarbene Häuser, abends hört man das Klirren von Gläsern. Das Leben fühlt sich hier ein wenig leichter an, fast wie ein endloser Sommer. Im Juli und August kann es jedoch unglaublich heiß werden, die Preise sind extrem hoch und die Orte sind so voll, dass sie ihren besonderen Charme verlieren.
Wir haben die Côte d’Azur in den Osterferien bereist, was im Nachhinein die beste Entscheidung war. Die Landschaft zeigt sich zu dieser Zeit von ihrer schönsten Seite. Alles blüht, die Temperaturen sind angenehm mild und die Orte sind noch nicht überlaufen. Wir konnten durch kleine Gassen schlendern und am Meer sitzen, ohne das Gefühl zu haben, uns den Platz mit anderen teilen zu müssen. Dieses berühmte Côte-d’Azur-Gefühl war da, jedoch viel leiser und entspannter.
Meine persönlichen Tipps:
- Saint-Tropez in der Nebensaison
- Wanderung entlang des Sentier du littoral Saint-Tropez
- Die Kanäle von Port Grimaud
- Bummel durch Cannes
- Die Parfum-Hauptstadt Grasse
- Die Aussicht vom Colline du Château in Nizza
- Für Foodies: Der Gare du Sud in Nizza





#1.7 Hérault
Noch so eine Art Geheimtipp ist das Département Hérault, das an die südfranzösische Camargue grenzt und sich rund um Montpellier erstreckt. Hier findet man lange, helle Sandstrände, lagunenartige Küstenabschnitte und kleine Orte, die deutlich entspannter wirken als viele Hotspots an der Côte d’Azur. Gleichzeitig hat man jedoch das mediterrane Lebensgefühl, dass die Mittelmeerküste Frankreichs so besonders macht.
Meine persönlichen Tipps:
- Ein Bummel durch Sète
- Flamingos, Austern und Kanäle in den Étangs
- Beach Bar Le Spot am weitläufigen Strand von Aresquiers in Frontignan Plage
- Die Studentenstadt Montpellier
- Ein Haus mit direktem Strandzugang buchen





#1.8 Korsika
Korsika ist die viertgrößte Insel im Mittelmeer und äußerst vielfältig. Hier findet man raue Berglandschaften, malerische Täler und Schluchten, aber auch wunderschöne Strände, die zum Sonnenbaden und Surfen einladen. Besonders beliebt ist die Insel jedoch für das Schwimmen in wilden Flüssen. Glasklares Wasser, natürliche Wasserrutschen, Wasserfälle und tiefe Badegumpen. Ein Traum für kleine und große Kinder! Und wer ganz viel Zeit hat, kann von Korsika aus auch noch weiter nach Sardinien reisen.
Meine persönlichen Tipps:
- Camping auf Korsika
- Camping Funtana a l’Ora* bei Porto
- Übernachtung in Bonifaco (die Stimmung ist magisch)
- Campingplatz Le Camporolo in Prunete
- Canyoning
- Flussbaden in der Solenzara
- Mit dem Motorboot durch die glasklaren Buchten





#2 Frankreichs grüne Seite: Natur, Ruhe und Kultur
Es gibt Gegenden in Frankreich, da wird es plötzlich ganz still. Es gibt weder Strandpromenaden noch Trubel oder To-do-Listen. Stattdessen erwarten einen weite Landschaften, kleine Dörfer und Uhren, die langsamer zu ticken scheinen. Genau hier, im grünen Hinterland, zeigt sich eine Seite Frankreichs, die viele unterschätzen. Man fährt durch sanfte Hügel, vorbei an Feldern, Wäldern, Weinbergen und alten Steinhäusern. Diese Regionen sind perfekt, wenn man einfach mal raus will und nur ein Gefühl von Weite und Ruhe sucht. Quasi das emotionale Pedant zum Meer ;).
#2.1 Das Elsass
Okay, ich gebe zu, mit dem Elsass stelle ich euch eine vergleichsweise trubelige Region vor. Die wahnsinnig pittoresken Ortschaften mit den hübschen Fachwerkhäusern und blumengeschmückten Gassen werden nämlich seit ein paar Jahren von Touristen aus aller Welt überflutet. Das ist kaum verwunderlich, denn manche Dörfer dienten sogar als Vorlage für Disney-Verfilmungen und wirken wie ein lebendig gewordenes Märchenbuch. Und wer Wein liebt, kann sich hier natürlich auch durch die zahlreichen Weinstuben entlang der Elsässer Weinstraße probieren. Man sollte Wochenenden, Feiertage und Ferienzeiten daher möglichst meiden. Ich bin mir allerdings sicher, dass es außerhalb der Saison immer noch sehr entschleunigt zugeht.
Meine persönlichen Tipps:
- Die Märchenbuchstadt Colmar
- Das Écomusée d’Alsace
- Pittoreske Dörfchen wie Kaysersberg, Eguisheim & Riquewihr
- Das MAUSA Vauban Streetart Museum
- Das mittelalterliche Château du Haut-Kœnigsbourg
- Das pittoreske Strasbourg
- Die Burgruine Château Fleckenstein





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#2.2 Die Vogesen
Wer absolute Ruhe sucht, wird sie in den Vogesen, die im Hinterland des Elsass liegen, auf jeden Fall finden. Dichte Wälder, klare Seen und weite Ausblicke prägen hier die Landschaft. Man kann wandern, durchatmen und das Gefühl genießen, wirklich draußen zu sein. Hier sagen sich Fuchs und Hase wahrlich gute Nacht ;). Wem das zu ruhig ist, dem empfehle ich, eine Reise in die Vogesen mit einem Aufenthalt im Elsass zu kombinieren.
Meine persönlichen Tipps:
- Übernachtung in den Nutchel Cabins
- Wanderung auf den 1000 Meter hohen Donon
- Besuch des Mémorial de Alsace-Moselle
- Das Oberlin Museum




#2.3 Die Bourgogne
Die Bourgogne wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, was dazu führt, dass viele Reisende, auf dem Weg gen Süden, einfach durch sie hindurchfahren. Genau deshalb solltet ihr sie jedoch unbedingt entdecken! Hier prägen sanfte Hügel, endlose Weinberge und kleine Dörfer, aber auch bezaubernde Städte wie Dijon oder Beaune das Bild. Die Bourgogne ist das Herz des Burgunderweins. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie eine extrem wohltuende Gelassenheit ausstrahlt ;). Wir haben hier bisher nur eine Nacht verbracht, aber beim nächsten Mal werden wir der Bourgogne auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit widmen.
Meine persönlichen Tipps:
- Genussvolle Atmosphäre in Beaune
- Die Altstadt von Dijon
- Das entspannte Chalon-sur-Saône





#2.4 Das Périgord
Das Périgord im Südwesten Frankreichs ist eine Region, die man nicht „besichtigt“, sondern erlebt. Es besticht durch seine sanften Hügel, idyllischen Dörfer und eine Landschaft, die sofort entschleunigt. Besonders prägend sind die zahlreichen Schlösser und liebevoll angelegten Gärten, die der Region etwas fast Märchenhaftes verleihen. Dazu kommen die berühmten Höhlen mit prähistorischen Malereien, die einen faszinierenden Einblick in eine längst vergangene Zeit geben.
Meine persönlichen Tipps:
- Die Höhle von Lascaux
- Höhlenwohnungen rund um Les Eyzies
- Das Château des Milandes (Wohnort von Josephine Baker)
- Die Gärten von Marqueyssac und Eyrignac
- Die romantischen Örtchen Sarlat und Saint-Léon-sur-Vézère
- Das Château de Losse
- Übernachtung im Schloss*





#2.5 Das Loire-Tal
Auch das Loire-Tal, das oft auf seine berühmten Schlösser reduziert wird, gehört für mich zu dieser grünen Seite Frankreichs. Zwischen all den historischen Bauwerken erstreckt sich nämlich eine weitläufige, sanfte Flusslandschaft, die sich wunderbar mit dem Fahrrad oder ganz entspannt mit dem Auto erkunden lässt. Gerade abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zeigt sich eine Ruhe, die viele überrascht. Hier befindet sich unter anderem die geheimnisvolle Unterwelt der Troglodyten. Es gibt weit verzweigte Höhlensysteme, die man zum Teil mit dem Fahrrad durchfahren kann. Und in manch einer dieser Felswohnungen kann man sogar übernachten.
Meine persönlichen Tipps:
- Das mittelalterliche Städtchen Saumur
- Die Felswohnungen von Turquant
- Besuch der geheimnisvollen Troglodyten
- Das historische Blois
- Tim & Struppis „Château Cheverny“





#2.6 Die Provence
Und dann ist da noch die Provence, eine Region, die viele sofort mit duftenden Lavendelfeldern, Märkten und mediterranem Lebensgefühl verbinden. Abseits der bekannten Postkartenmotive präsentiert sie sich jedoch überraschend ruhig und weitläufig. Zwischen sanften Hügeln, Olivenhainen und kleinen Dörfern findet man immer wieder Orte, an denen die Zeit langsamer zu vergehen scheint.
Meine persönlichen Tipps:
- Der Bilderbuchort Saint-Rémy-de-Provence
- Die Gorges du Verdon
- Ein Ferienhaus im Provence-Style mieten
- Die Papststadt Avignon besuchen
- Durch die Lavendelfelder streifen




#3 Frankreichs Städte: Mehr als nur Paris
Paris ist ohne Frage beeindruckend. Große Boulevards, weltberühmte Sehenswürdigkeiten und ein ganz besonderes Flair sind Gründe genug, die Stadt mindestens einmal im Leben zu besuchen. Auch ich war bei unserem letzten Besuch wieder einmal hin und weg. Und trotzdem: Frankreich besteht nicht nur aus seiner Hauptstadt. Wer ein bisschen weiter schaut, entdeckt Städte, die oft entspannter, persönlicher und manchmal sogar überraschend vielseitig sind.
#3.1 Nantes
Nantes ist kreativ, ein bisschen unkonventionell und angenehm entspannt. Alte Industrieflächen wurden hier in lebendige Kulturorte verwandelt, was der Stadt eine ganz eigene Dynamik gibt. Besonders spannend ist die Mischung aus Geschichte und moderner Kunst, die sich überall im Stadtbild wiederfindet. Gleichzeitig liegt die Loire direkt vor der Tür und bringt eine gewisse Ruhe mit hinein. Das Highlight von Nantes ist der mechanische Elefant der Les Machines de L’île, der mehrmals täglich zum Leben erwacht.
Weiterreise: Wer in Nantes ist, kann dies perfekt mit einem Aufenthalt in der Bretagne oder der Region Loire-Atlantique verbinden.

#3.2 Bordeaux
Bordeaux strahlt Eleganz aus, ohne abgehoben zu wirken. Die hellen Fassaden, weiten Plätze und die Nähe zur Garonne verleihen der Stadt eine fast schon südliche Leichtigkeit. Gleichzeitig ist Bordeaux tief mit dem Thema Genuss verbunden. Wein, gutes Essen und lange Abende gehören hier ganz selbstverständlich dazu. Bordeaux ist eine Stadt, die sich perfekt eignet, um einfach durch die Straßen zu treiben und den Moment zu genießen.
Weiterreise: Wer Bordeaux besucht, sollte danach unbedingt weiter an die wunderschönen Strände des Médoc Atlantique fahren.

#3.3 Lyon
Lyon ist die drittgrößte Stadt Frankreichs und versteckt sich doch immer ein wenig im Schatten von Paris. Dabei gehört Lyons Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe und sie verbindet Geschichte und Moderne auf eine sehr entspannte Art und Weise. Besonders bekannt ist Lyon für seine Küche, denn hier wird Genuss wirklich gelebt und nicht inszeniert. Zwischen Rhône und Saône entsteht so eine Atmosphäre, die gleichzeitig urban und angenehm entschleunigt ist.
Weiterreise: Lyon eignet sich perfekt für einen Zwischenstopp auf der Reise nach Südfrankeich.

#3.4 Amiens
Amiens, eine Stadt in Nordfrankreich, haben viele nicht auf dem Schirm und genau deshalb ein kleiner Geheimtipp. Die Stadt überrascht mit einer Mischung aus beeindruckender Architektur und entspannter Atmosphäre. Neben der beeindruckenden Kathedrale und den charmanten, bunten Vierteln entlang kleiner Kanäle kann man hier auch das wunderschöne Haus von Jules Verne besuchen und durch die schwimmenden Gärten („Hortillonnages”) fahren.
Weiterreise: Amiens kann man perfekt mit einer Reise durch die Hauts-de-France verbinden.

#3.5 Perpignan
Perpignan fühlt sich schon ein bisschen mehr nach Spanien als nach Frankreich an und genau das macht den Reiz dieser Stadt aus. Die Nähe zur spanischen Grenze spiegelt sich in der Architektur, der Küche und der entspannten, sonnigen Atmosphäre wider. Farbenfrohe Gassen, lebendige Plätze und das warme Licht des Südens verleihen Perpignan eine ganz eigene Energie. Gleichzeitig ist man von hier aus schnell am Mittelmeer oder in den Pyrenäen. Perfekt für alle, die Stadt und Natur verbinden möchten.
Weiterreise: Perpignan kann man perfekt mit einem Urlaub im Hérault verbinden oder auch weiter an die spanische Costa Brava fahren.

#3.6 Arles
Arles trägt seine Geschichte ganz offen zur Schau, denn hier prägen römische Bauwerke, enge Gassen und warme Steinfarben das Stadtbild. Gleichzeitig liegt über allem dieses besondere Licht der Provence, das die Stadt fast golden wirken lässt. Künstler wie Van Gogh haben sich genau davon inspirieren lassen, und bis heute spürt man diese kreative Energie.
Weiterreise: Arles lässt sich wunderbar mit der Provence oder der Côte d’Azur verbinden.

#4 Frankreich auf Rädern: die schönsten Roadtrips für Entdecker
Frankreich ist wie gemacht für Roadtrips. Nicht nur wegen der gut ausgebauten Straßen, sondern vor allem wegen der Vielfalt auf vergleichsweise kurzer Distanz. Man kann morgens durch kleine Dörfer fahren, mittags an einem Fluss picknicken und abends am Meer sitzen, ohne endlose Strecken zurücklegen zu müssen.
- Eine besonders abwechslungsreiche Strecke führt durch die Normandie und weiter in die Bretagne. Perfekt für alle, die Küste, kleine Orte und viel Weite erleben möchten.
- Ebenso schön ist ein Roadtrip durch das Loiretal, wo sich Schlösser, Flusslandschaften und charmante Städte ganz entspannt verbinden lassen.
- Wer es sonniger mag, wird eine Route durch die Provence lieben, mit Lavendelfeldern, Märkten und diesem besonderen Licht des Südens.
- Und auch das Périgord eignet sich wunderbar für einen genussvollen Roadtrip, bei dem weniger die Strecke als vielmehr die vielen kleinen Zwischenstopps im Mittelpunkt stehen.
#5 Genussvolles Frankreich: reisen mit allen Sinnen
In wohl kaum einem anderen Land der Welt wird Essen und Genuss so großgeschrieben wie in Frankreich. Nicht umsonst heißt es „Essen wie Gott in Frankreich”. Dieses Land bereist man nicht einfach nur, sondern schmeckt, riecht und erlebt es mit allen Sinnen. Ein frisches Baguette am Morgen, ein Pain au Chocolat am Nachmittag, ein Markt voller regionaler Produkte, frische Austern in einem Strandlokal oder ein Glas Wein am Abend – es sind oft diese kleinen, genussvollen Momente, die in Erinnerung bleiben.
Besonders intensiv erlebt man dieses Lebensgefühl in der Bourgogne, wo sich Weinberge, kleine Dörfer und eine tiefe Verwurzelung in der Kulinarik verbinden. Auch das Elsass steht mit seinen Weinstraßen, gemütlichen Stuben und einer Küche, die französische und deutsche Einflüsse vereint, für Genuss. In der Provence wird Genuss zum Lebensgefühl: Märkte, Olivenöl, Lavendel und lange Abende im Freien gehören einfach dazu. Im Périgord zeigt sich eine eher bodenständige, ursprüngliche Seite, geprägt von regionalen Spezialitäten, traditionellen Rezepten und einer großen Liebe zum Detail. Auch die Bretagne hat kulinarisch ihren ganz eigenen Charakter. Hier dreht sich vieles um das Meer: Frische Austern, Muscheln und Fischgerichte gehören ebenso dazu wie herzhafte Galettes und süße Crêpes. Dazu ein Glas Cidre – und schon wird aus einem einfachen Essen ein kleines Erlebnis.




Mein Frankreich-Fazit:
Viele Regionen Frankreichs lassen sich gar nicht nur einer Kategorie zuordnen. Genau das macht das Reisen in diesem Land so vielfältig und oft auch überraschend. Für uns gehört Frankreich deshalb seit ein paar Jahren zu den liebsten Reisezielen in Europa. Habt ihr eine Lieblingsregion in Frankreich? Und wo sollten wir auf jeden Fall noch hinreisen? Wenn ich mir das so recht überlege, kennen wir nämlich noch sehr viele Ecken gar nicht.
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3 comments
oh, ich freue mich so, dass Du Frankreich zu schätzen gelernt hast! ich liebe Frankreich seit jeher und finde es so schade, dass wir so eine Sprachbarriere zu unserem Nachbarland haben. Dein Beitrag ermutigt hoffentlich mehr Menschen, sich dieses Land einmal näher anzuschauen!
liebe Grüße
Corinna
Außer im Disneyland waren wir (meist mit Sohn) schon in allen oben beschriebenen Regionen und egal wo, es war immer herrlich. Mein Städtehighlight ist ganz klar Nantes. Müsste ich gezwungenermaßen eine Gegend herauspicken würde ich das Périgord/Dordogne wählen, die Vielfalt von Kultur und Natur ist so schön.
Das Languedoc-Roussillon und die Auvergne sind auch sehr empfehlenswert…..Ach eigentlich ist Frankreich einfach überall ein tolles Urlaubsland.
Danke Martina! Das ist gut zu wissen und dann haben wir ja noch die ein oder andere Ecke, die wir in Frankreich unbedingt entdecken müssen. VlG, Nadine