Die Halbinsel Inderøy im Trøndelag

Vom Goldenen Umweg und galaktischen Ausblicken

Unsere Reise durchs norwegische Trøndelag ging von Moss aus weiter über den Goldenen Umweg, einem ca. 25 km langen Rundweg auf der Halbinsel Inderøy. Diese Gegend sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man mal die kulinarische und künstlerische Seite des Landes kennenlernen möchte. In dieser Region gibt es ca. 25 Bauernhöfe, die im Zusammenschluss in kleinen Hofläden und Cafes lokale Spezialitäten und Kunsthandwerk anbieten.

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Wer sich also mit Schafffellen, selbstgestrickten Norwegersocken- und Pullis oder Bildern und Skulpturen heimischer Künstler eindecken möchte, ist hier richtig. Zudem wird hier sehr großen Wert auf lokales, ökologisches Essen gelegt. Wenn Ihr z.B. mal das weltbeste Blaubeer-Eis oder köstlichen Blauschimmel-Käse aus eigener Produktion probieren möchtet, legt unbedingt einen Stop bei der Käserei Gangstad Gårdsysteri ein.

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Auf einem Plateau hoch über dem Trondheimfjord liegt außerdem das stylishe Restaurant Øyna und bietet eine grandiose Aussicht über die Region Inderøy. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander. Das Gebäude besteht aus viel Holz, Glas und Grasdächern, hat eine große Wiese und einen kleinen Spielbereich, auf dem sich Kinder austoben können. Das Interior ist skandinavisch modern und das lokale Essen ausgezeichnet. Alle Produkte werden von den umliegenden Höfen geliefert und bei der Aussicht möchte man am Liebsten ewig verweilen.

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Übernachtet haben wir dann nur 10 Laufminuten vom Øyna entfernt, im absolut bezaubernden Husfrua Hotell. Die Besitzer des Husfrua Gardshotell Lise und Per Magnus hatten 2008 die wahnwitzige Idee das alte Bauernhaus der Großeltern von 1866 zu sanieren und es an einem anderen Ort wiederaufzustellen. Fragt mich nicht, wie sie das 18 Meter lange und 42 Tonnen schwere Haus per LKW die Berge hoch und runtergekarrt haben, aber sie haben es irgendwie geschafft. Und nun thront das alte historische Gut auf dem Sakshaug-Berg und hat einen galaktischen Ausblick über den Trondheimfjord.

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Das Haupthaus des Husfrua hat 8 Zimmer und ist total hübsch und mit superviel Liebe zum Detail komplett im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtet. Die Dielen knarren wenn man das Haus betritt, von allen Wänden schauen einen die Ahnen der Familie an und der morgendliche Blick aus den kleinen Sprossenfenstern ist der Wahnsinn. Wann wacht man schon mal so auf? Oder bin ich im Himmel?

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Während wir Großen morgens in Ruhe unser superleckeres Bio-Frühstück mit den Köstlichkeiten der Region wie Käse, Wurst, Joghurt, Müsli, Marmelade und selbstgebackenem Brot und Brötchen im Frühstücksraum genießen, sind unsere Jungs schon wieder on tour und entdecken den Rest des Bauernhofs. Stundenlang werden die Hasen und Giseline, das niedliche Hängebauchschwein gefüttert und gestreichelt. Eine Nacht ist eigentlich viel zu kurz.

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Neben den Zimmern kann man auch drei moderne Holzhäuschen anmieten, die für uns Vier jedoch leider zu klein waren. Sehr schade, denn die Cabins sind total gemütlich und hätten uns auch gefallen. Sie sind platztechnisch, aber nur für 2 Personen und ein Kleinkind ausgerichtet. Ich hoffe also auf den Bau weiterer Hütten für 4 Personen.

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Lise hat auf Ihrem Hof im Übrigen auch noch einen bezaubernden kleinen Interior-Shop mit all dem typisch skandinavischen Schnick Schnack von Bloomingville oder Nordahl. Außerdem verkauft sie ein paar ausgewählte Trödelfundstücke. Fragt besser nicht…… Ich komme das nächste Mal jedenfalls mit dem Auto wieder. Denn diverse Bilder, Gläser und Co. lassen sich nicht so richtig gut per Flugzeug transportieren.

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Wie Lise es schafft neben Ihrem eigenen Bauernhof und zwei Kindern auch noch das Hotel und den Shop zu managen, bei Bedarf für Ihre Gäste zu kochen und zwischendurch entflohene Kühe wieder einzufangen (wir durften deswegen ne halbe Stunde nicht das Haus verlassen ;), ist mir ein Rätsel. Sie macht es jedenfalls top und ich möchte mich an dieser Stelle nochmal für Ihre außerordentliche Gastfreundschaft bedanken!

Planet Hibbels Familienreise-Fazit: Das Husfrua Hotell ist ein Träumchen und gehört zu den Must-Do-See-Sleeps im Trondelag. Es ist total schön für Familien, da die Kinder viel Platz zum Spielen und Kontakt zu den Tieren haben. Mal ganz abgesehen von der unglaublichen Aussicht und dem superleckeren Essen.

Offenlegung: Unsere Entdeckungsreise durch die Region Trøndelag wurde von VisitNorway und Trøndelag unterstützt.

7 Kommentare

  1. Siehste und zack….schon wieder ein Einsatzort für unseren LKW ;-D! Gibt aber dann ne lange Fahrt…hahaha…..dann müssen wir auf so Brummiparkplätzen nachts anhalten und in diesen Minikabinen pennen…..wie gruselig! Ich weiß ja nicht. Hey….aber sonst war die Idee mit dem LKW nicht schlecht! Smak, Anne

    • Nadine sagt

      Wie jetzt…gruselig? Die Kabinen sind super. Voll nett eingerichtet und auch nicht kleiner als ein Hotelzimmer. Oder meinst Du die Brummiparkplätze? 😉

  2. Liebe Nadine
    Hilfe, Fernweh! Da möchte ich auch mal hin. Am liebsten sofort!
    Danke für den schönen Bericht und die tollen Fotos!
    Liebe Grüsse,
    Ellen

    • Nadine sagt

      Danke schön, liebe Ellen! Norwegen ist aber auch ein Träumchen und echt toll für Familien. LG, Nadine

  3. Der Nachttopf im Zimmer ist der Hammer. Was ist wenn jemand es tatsächlich benutzt? Ob es dann für die entsprechende Hygiene auch gesorgt wird? Hehe, sorry, aber als Krankenschwester war es mein erster Gedanke. 🙂 Liebe Grüße

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