Bauernhofurlaub mit Roter Hahn

Vom Hof am Schloss, den besten Käseknödeln der Welt und Vinschgerl Brot

Dieses Jahr machen wir mal Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol. Meine Jungs flippen bei dieser Ankündigung vor Begeisterung aus und ich bin ebenfalls happy. Schön, dass ich meine Kinder immer noch mit Aktivitäten in der Natur und nicht nur noch mit IPad, Playstation und Co. hinter dem Ofen vorlocken kann. Meine Jungs sind zwar keine Stadtkinder, aber ich finde trotzdem, dass sie im Alltag zuviel Zeit in der Schule, Kita, OGS und geschlossenen Räumen verbringen. Dabei sollten sie naturgemäß immer nur draußen herumrennen, in Bäume klettern und kleine Abenteuer erleben. Da wir auch kein Haustier haben, finde ich so einen Urlaub auf dem Bauernhof also auch mal schön.

Als wir am Hof am Schloss in dem kleinen Ort Lichtenberg im Vinschgau ankommen, werden wir herzlich von Manuela und Florian, den Jungbauern und Eltern von vier Kindern begrüßt. Der Hof ist einer von vielen zertifizierten familienfreundlichen Bauernhöfen der Marke Roter Hahn und liegt malerisch am Fuße der Burgruine Lichtenberg. Für Kinder ist der Bauernhof ein kleines Paradies, denn hier haben sie jede Menge Auslauf, Spielmöglichkeiten sowie Kontakt zu den Tieren des Hofes. Meine Jungs scheuchen nach der langen Fahrt erstmal die freilaufenden Hühner durch die Gegend und mir schwant, dass diese froh sein werden, wenn wir in einer Woche wieder abreisen ;).

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Aber erstmal ankommen und unsere gute Stube im traditionellen Südtiroler Stil beziehen. Unser Frühstück bekommen wir die nächsten 7 Tage morgens von Manuela direkt bis an die Haustür geliefert. Es besteht aus leckeren regionalen sowie hofeigenen frischen Produkten. Manuela und ihr Mann Florian haben wahrlich alle Hände voll zu tun. Neben der täglichen Arbeit auf dem Hof, verwalten sie 4 Ferienwohnungen, betreuen die großen und kleinen Gäste und verkaufen in ihrem kleinen Laden hausgemachte Produkte wie Almkäse, Fruchtaufstriche, Honig, Speck, Salami oder das Frischfleisch der eigenen Kälber.

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Die Kinder sehen in dieser Bauernhof-Woche, woher die Milch kommt und wie sie frisch von der Kuh wirklich schmeckt. Gehen morgens auf Eiersuche – die Hühner legen sie gerne quer über den Hof verteilt. Sie füttern die Kaninchen oder bekommen von Manuela erklärt, wie sie den Speck oder die Salami herstellt. Letzteres ist vielleicht nicht unbedingt schön anzuschauen, denn wo Tiere sterben, bleiben auch jede Menge Reste an Knochen etc. zurück. Aber mir ist es wichtig, dass meine Jungs sehen, dass Fleisch nicht nur im Supermarktregal „wächst“. Für jede Salamischeibe, die sie gerne essen, muss ein Tier sterben und daher sollte dieses mit Respekt behandelt und ein möglichst schönes sowie artgerechtes Leben geführt haben. Auf dem Hof am Schloss ist all das auf jeden Fall gegeben.

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Der Hof am Schloß ist für uns optimaler Ausgangspunkt für unsere Ausflüge in den Vinschgau. Die ersten Aktivitäten kann man direkt vor Haustür machen, denn dort beginnt der Nationalpark Stilfserjoch. Hier kann man schöne Wanderungen durch die Natur machen oder einfach nur einen gemütlichen Spaziergang zur Burgruine Lichtenberg.

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Unter der Dachmarke Roter Hahn sind über 1.600 Bauernhof-Betriebe in Südtirol vertreten. Ob allergiefreie Höfe, Weinhöfe, Vitalhöfe, historische Höfe, Reiter-, Bio-, Wander- oder Radlerhöfe. Es ist wahrlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Toll fanden wir z.B. auch den Birkenhof mit hofeigenem Schankbetrieb sowie Hofladen. Er liegt oberhalb von Schluderns und bietet eine tolle Aussicht auf den Ortler und den oberen Vinschgau. Man kann dort schöne Wanderungen machen, aber wir hatten leider Pech mit dem Wetter und konnten die Aussicht daher nur aus dem Auto heraus genießen. Das Essen des Birkenhofes ist wahrlich zum Niederknien und hätten wir hier eine Woche genächtigt, wäre ich wohl selber als Käseknödel nach Hause gerollt.

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Ein weiteres tolles Erlebnis hatten wir im Winklhof in Prad. Dort durften wir mit Bauer Alois und seiner Familie das Original Vinschgauer Brot backen. Außerdem konnten wir den Weg des Brotes vom eigenen Anbau des Ur-Korns über das Mahlen in der Mühle, dem Backvorgang bis zum Verkauf im eigenen Hofladen verfolgen.

Vinschgauer sind handtellergroße Fladenbrötchen aus Roggen-Weizen-Sauerteig sowie Hefe aus dem Südtiroler Vinschgau. Traditionell werden sie paarweise zusammenhängend gebacken. Den besonderen Geschmack bekommen die Vinschgauer durch die Gewürze Koriander, Fenchel und Kümmel. 

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Mehr Bio geht nicht und wenn ihr mal in Prad vorbeikommt, müsst ihr euch unbedingt ein frisches Vinschgerl am Winklhof kaufen. So lecker!

Weitere Inspirationen über Bauernhofurlaub mit Roter Hahn findet Ihr bei meinen Reisebloggerkollegen:

Christina von MrsBerry berichtet über Ihre Ferien auf dem Thomasegg-Hof im Sarntal
Ellen von Patotra hat den Funtnatscherhof in Völs am Schlern unsicher gemacht
Britta von Looping hatte eine entspannte Zeit auf dem Wernerhof in Bozen

Offenlegung: Wir wurden von Roter Hahn zu dieser Recherchereise eingeladen. Dies hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. 

10 Kommentare

  1. Uuuuh, toll! Davon abgesehen, dass ich Deine Einstellung logischerweise super finde, was Du den Jungs alles zeigst, und ich nun Lust auf ein bisschen Bauernhofurlaub habe, mag ich jetzt uuuunbedingt so ein Sauerteigkorianderfenchelbrot essen – hmmmm….
    LG /inka

    • Nadine sagt

      Das Brot ist der Hammer, Inka. So warm aus dem Ofen. Hmmm. Sowas bekommste hier gar nicht. Und ja, sowas wäre sicher auch mal was für Euch. Wenn die Anreise von Berlin aus mit dem Auto nicht so arschweit wäre ;/. LG, Nadine

  2. flögi sagt

    Super, das Zimmer und das Frühstück schauen auch sehr gut aus. Für Kinder bestimmt tolles Erlebnis. Einziges, der Geruch, was mich zurückhalten würde. 😉
    Liebe Grüße
    (Und was sagst du zu Portugal?)

    • Nadine sagt

      Liebe Flögi, ist ja für Dich fast umme Ecke. Für uns war die Anreise dann doch weit. 12 Stunden Auftofahrt machen wir nicht alle Tage. Und der Geruch war echt halb so wild. Muss an der guten Südtiroler Luft gelegen haben ;). Und Deine Portugal-Bilder schmachte ich natürlich an. Irgendwann muss ich nochmal hin und von Lissabon nach Porto reisen. LG, Nadine

  3. Bauernhofurlaub. Cool. Hab ich noch nie so richtig gemacht. Wie schade eigentlich und jetzt bekomm ich die Jungs wahrscheinlich nicht mehr dazu. Ach egal. Dann mach ich das mal mit Mister Ü alleine irgendwann. Bussl Anne

    • Nadine sagt

      Ich gebe zu, daß ich Bauernhofurlaub dann doch eher mit Kindern in Verbindung bringe. Aber tatsächlich gibt es ja auch reine Wellness-Bauernhöfe mit Heubad und Co. oder Wanderbauernhöfe. Das kannste dann 2050 oder so mit Herrn Ü machen ;). Aber spannend wär für Dich sicher so ein Hof wo lokale Produkte hergestellt werden, Brot gebacken oder Kräuter gesammelt werden. Vielleicht doch besser bald mal? Liebsten Gruß, Nadine

  4. Ich finde das eine tolle Idee mit dem Urlaub auf dem Bauernhof, denn als nicht Landkind weiß man oft nicht woher die Sachen kommen und wie sie hergestellt werden. Wir wohnen selber direkt auf dem Land und rundherum sind Bauernhöfe. Meine Kinder – heute schon groß – scahuen heute noch gern mal in den Stall oder schauen beim Schlachten zu. So nah dabei zu sein, ist eben für die Kinder viel schöner als im Supermarkt nur in das Regal zu packen.
    Allerdings kann ich den Stall- und oftmals auch Hofgeruch auch nach über 20 Jahren nur für kurze Zeit ertragen. Da seid ihr mit einer Woche Urlaub doch viel weiter als ich 🙂
    Viele Grüße
    Iris

    • Nadine sagt

      Hallo Iris, wir wohnen auch auf einem Dorf und klar wissen meine Kinder auch, daß es keine lila Kühe gibt ;). Aber so im Alltag kommen sie natürlich trotzdem nicht wirklich mit Hühnern und Co. in Kontakt. Bauernhof ist halt echt mal ne nette Abwechslung. Sowohl vom Alltag als auch vom normalen Reisen und Urlauben. Und Kuhstallgeruch ist eigentlich auch nicht so mein Ding. Der klebt ja meist noch Wochen in den Klamotten. Erstaunlicherweise war das auf dem Hof am Schloß nicht der Fall. Muß an der guten Südtiroler Luft liegen ;). LG, Nadine

  5. Boutique hotels sagt

    Ja, es ist immer eine gute Idee, einige Tage mit Kindern in einem Agritourismus-Haus zu verbringen und sie den Kontakt zur Natur und zu den Tieren erfahren lassen, die sie nur im Fernsehen oder auf dem Computer-Bildschirm sehen, wenn sie in der Großstadt aufwachsen.

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