Raus aus dem Haus
Unsere Themenwanderung im Naturpark Taunus: Letzte Ernte im Wald

11. Dezember 2019

[Werbung – In Zusammenarbeit mit der AOK Hessen]

Ein Spaziergang im Wald ist für mich immer sowas wie eine Therapiestunde. Habe ich einen schlechten Tag, geht es mir nach einer Runde durch unseren Hauswald unter Garantie besser. Dass das nicht nur Einbildung ist, ist längst wissenschaftlich bewiesen. Wir Menschen sind Teil der Natur, genau wie Bäume, Vögel oder Eichhörnchen. Und wenn wir in den Wald gehen, sind wir Zuhause. In unserer digitalisierten, sich immer schneller drehenden Welt vergessen wir das nur leider allzu oft.

Im November waren mein Mann und ich einen Tag im wunderschönen Taunus unterwegs und haben an einer geführten Themenwanderung der AOK Hessen teilgenommen. Es ging um die „Letzte Ernte im Wald„. Also z.B. um Früchte, Nüsse, Eicheln etc. die wir am Ende des Herbstes in der Natur finden und zu Nahrung verarbeiten können. So wie es unsere Vorfahren Jahrtausende zuvor gemacht haben. Als Zivilisationskind, das nur den Supermarkt kennt, bin ich in solchen Dingen leider sehr unwissend. Sicher könnte ich keine 2 Tage im Wald überleben, weil ich mich direkt am nächstbesten Pilz vergiften würde.

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November und die letzte Ernte im Wald

Unsere 3stündige Wanderung startete an einem Sonntag um 11 Uhr am Eingang des Taunus Informationszentrums in Oberursel. Erstmal hieß es: Handy aus! Denn bei dieser Wanderung soll man mal wieder ganz offline und im Einklang mit der Natur sein. Unsere Tourführerin Frau Klee erklärte unserem Trüppchen von ca. 12 Leuten unterwegs die unterschiedlichen Bäume, Sträucher und Früchte und wie man sie ggfs. nutzen kann. Ich wusste bis dato jedenfalls nicht, dass 200 Gramm Bucheckern so giftig sind, dass sie ein Pferd töten können, man aus einer kleinen Menge aber ein schmackhaftes Risotto kochen kann.

Wenn wir durch den Wald laufen, fallen uns üblicherweise nur die bekannten Beerensorten, Pilze, Eicheln oder Holunderdolden auf. Aber wer weiß schon, dass man aus Eicheln einen Kaffee und aus Birkenblättern einen Tee kochen kann? Das man Hagebutten zu Marmelade einkochen und aus Maronen Kuchen backen kann? Auch aus längst vergessenen Früchten wie Berberitze, Mispel und Kornelkirsche lassen sich Köstlichkeiten zaubern. Eichelkaffee und Maronenkuchen durften wir im Übrigen am Ende unserer Wanderung verköstigen und ich kann nur sagen, dass es eine überraschende Erfahrung war.

Bei dieser Wanderung ging es im Übrigen nicht um Pilze. Das Thema ist einfach zu komplex und benötigt daher eine eigene Themenwanderung, die man im Oktober machen konnte. Die Pilzwanderung der AOK Hessen war dieses Jahr im Übrigen so beliebt, dass sie innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war. „In die Pilze zu gehen“ erlebte 2019 ein Revival, hatte aber auch einige Todesfälle zur Folge. Wer sich mit Pilzen nicht gut auskennt, sollte vorab also auf jeden Fall einen Kurs belegen.

Raus aus dem Haus

Raus aus dem Haus“ ist eine kostenfreie Aktion, die von der AOK Hessen angeboten wird. Sie wurde ins Leben gerufen, da immer mehr Menschen unter Dauerstress und psychischen Problemen leiden. Die thematisch geführten Touren sollen gestresste Menschen wieder mit der Natur verbinden und sie dadurch beruhigen und erden. Und das ganz ohne Handy und fernab vom Zivilisationsstress.

Neben den regelmäßig stattfindenden Themenwanderungen in hessischen Naturparks, werden je nach Jahreszeit, auch Kräuter- oder Pilzwanderungen, Wildkräuterkochkurse, Kanutouren oder Survival-Trainings angeboten. Für 2019 sind keine Aktionen mehr geplant, aber die AOK Hessen feilt hinter den Kulissen schon fleißig an spannenden Touren für das Jahr 2020.

Im Übrigen ist die Teilnahme kostenlos und man muss kein Mitglied bei der AOK Hessen sein, um teilnehmen zu können. Die Touren sind jedoch anmeldepflichtig und man bekommt eine Anmeldebestätigung per Mail mit allen wichtigen Daten und Infos.

Das der November nicht nur grau und trist ist, habe ich spätestens diesen November begriffen. Denn gerade im letzten Herbstmonat gibt die Natur nochmal alles, bevor sie in den Winterschlaf fällt. Durch einen vernebelten, blätterbunten Wald zu laufen, hat wirklich etwas Magisches und ich fühlte mich danach wahrlich geerdet, glücklich und befreit.

Meine Buchtipps und Utensilien zum Thema „Letzte Ernte im Wald“*:

              

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in bezahlter Zusammenarbeit mit der AOK Hessen. Redaktionelle Beiträge dieser Art könnte ich nicht schreiben, wenn ich mir nicht ein eigenes Bild vor Ort machen würde. Da meine Reise jedoch keine Vorgaben enthielt, könnt ihr euch wie immer darauf verlassen, dass mein Bericht meine eigene Meinung und Begeisterung widerspiegelt.

* Dieser Beitrag enthält mit * gekennzeichnete Produkte mit Link im Rahmen eines Affiliate-Programms. Alle verlinkten Materialien wurden von mir mit Sorgfalt ausgewählt. Wie immer empfehle ich nur Produkte, die ich auch selber benutze und/ oder kaufen würde. Falls Ihr etwas über diese Links kauft, unterstützt Ihr mich mit einer kleinen Provision. Nur durch solche Einnahmen, kann ich diesen Blog überhaupt am Leben erhalten. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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2 Comments

  • Reply nic 11. Dezember 2019 at 21:06

    Das hat meine Oma alles noch getan und oft davon gesprochen, denn im Krieg gab’s oft nichts anderes zu essen, Dann wurde eben Vogelbeer-Hagebuttenmarmelade gekocht (Vitamin-C -Bombe) oder die Bucheckern gesammelt und der geringe ölige Anteil ausgepresst, sofern sie nicht gemahlen wurden. Eichelkaffee kenne ich noch aus Kinderjahren. Es gibt so viele eßbare Pflanzen und Früchte vor unseren Füßen…♥nic

    • Reply nadine 12. Dezember 2019 at 9:29

      Liebe Nic, ich denke unsere Großeltern haben allein durch die Kriegszeit sehr viele Dinge aus dem Wald gegessen. Mittlerweile kaufen alle Superfoods aus Südamerika, dabei gibt es hier auch so viele heimische Früchte, Beeren und Co. die total gesund, aber in Vergessenheit geraten sind. Man kann sich ja auch aus Brennnesseln ne Suppe oder einen Tee kochen. Kommt mir zwar auch schräg vor, aber warum denn eigentlich nicht? Eichelkaffee fand ich in der Tat etwas eigenartig und hat mich mehr an Tee erinnert. Aber wer weiß…. da die Kaffeepflanzen ja wegen der Klimaerwärmung aussterben, müssen wir vielleicht irgendwann auf solche Alternativen umschwenken. Ich fand das Thema auf jeden Fall total spannend. GlG, Nadine

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