Sanfter Winterurlaub in der Region Innsbruck
4 coole Outdoor-Aktivitäten mit Kindern

24. März 2022

Bevor wir im Laufschritt in den Frühling starten, geht es heute nochmal zurück in unseren wunderschönen Winterurlaub in der Region Innsbruck. Ende Februar waren wir nämlich ein paar Tage in Tirols Landeshauptstadt unterwegs und hatten eine tolle Zeit mit Citylife und coolen Outdoor-Aktivitäten im Schnee.

Besonders für unseren 10jährigen Sohn war das ein absolutes Highlight, denn er liebt Winterurlaub. Für uns Erwachsene war es natürlich ebenfalls ein ziemlich abwechslungsreicher Trip, denn wir konnten alle Annehmlichkeiten der Stadt mit Aufenthalten in der winterlichen Natur verbinden. Da wir keine klassischen Wintersport-Urlauber sind, konnten wir uns so erstmal langsam an das Thema Alpinsport herantasten.

Offenlegung: Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand im Rahmen einer bezahlten Zusammenarbeit mit Innsbruck Tourismus. Bei der Umsetzung des journalistischen Inhalts war ich vollkommen frei und und es ist mein Anspruch unsere Erfahrungen ganz objektiv und unbeeinflusst darzustellen.

Sanfter Winterurlaub in der Region Innsbruck: 4 coole Outdoor-Aktivitäten mit Kindern

Ökologisch sanfter Winterurlaub! Geht das in Zeiten von Klimakrise, gigantischen Seilbahnprojekten und beschneiten Pisten überhaupt? Ich muss gestehen, dass ich diese Art von Urlaub relativ kritisch sehe und mir weder krasse Ski Action noch Aprés Parties vorstellen kann.

Winterurlaub verbinde ich eher mit sanften Outdoor-Aktivitäten, die mich zur Ruhe kommen lassen. Dazu gehört z.B. unsere Fahrt mit dem Hundeschlitten durch Nordnorwegens tief verschneite Landschaft. Aber das ist natürlich auch eine Frage des Alters. Würde man unseren Sohn fragen, würde er sich am liebsten mit dem Snowboard den nächsten Hang hinunterstürzen ;). Damit also alle auf ihre Kosten kommen, haben wir ein paar Outdoor-Aktivitäten ausprobiert, die uns allen Spaß gemacht haben.

#1 Schneeschuhwandern am Patscherkofel

Auf Schneeschuhen durch die verschneite Bergwelt zu wandern, ist eine wunderbare Möglichkeit Naturerlebnis und Sport miteinander zu verbinden. Schneeschuhwandern ist nicht schwer, dennoch sollte man ein paar Regeln beachten. Wir waren zwar schon mal in Nordnorwegen auf Schneeschuhen unterwegs, in den Alpen zu wandern, ist aber doch nochmal etwas Anderes. Wir waren daher froh, den erfahrenen Guide Guido Vianello an unserer Seite zu haben. Denn neben der passenden Ausrüstung, steht natürlich auch das Thema Lawinensicherheit und Rücksicht auf die Lebensräume vieler Tierarten im Fokus.

Als Anfänger hält man sich daher am besten immer an ausgewiesene Ski- und Wanderrouten, sonst bewegt man sich schnell abseits der Pisten und in sensiblen Schutzzonen. Gerade im Winter sind viele Tiere störanfällig und schnell gestresst. Der Deutsche Alpenverein gibt auf der Seite Natürlich auf Tour ebenfalls viele hilfreiche Tipps für naturverträgliche Schneeschuhwanderungen.

Wir haben unsere kleine Schneeschuh-Tour am Patscherkofel gemacht, der Innsbrucks Hausberg ist. Die Talstation der Patscherkofel  Bergbahn erreicht man ab der Innenstadt mit dem Linienbus in ca. 20 Minuten. Mit der Innsbruck Card sind sowohl der Bus als auch die Fahrt mit der Bergbahn kostenfrei. Das passende Equipment konnten wir uns im Intersport an der Talstation Patscherkofel ausleihen. Ausgestattet mit Schneeschuhen und Stöcken ging es anschließend mit der Patscherkofelbahn hoch auf 2000 Meter Höhe.  Ab der Bergstation kann man dann über einen aussichtsreichen Höhenweg mit 360 Grad-Panorama hinauf zum Gipfel des Patscherkofel wandern.

Die Aussicht war wirklich wundervoll und wir haben die Stille und das Panorama einfach nur genossen. Besonders weit sind wir dabei jedoch nicht gekommen. Erstens ist es doch relativ schweißtreibend auf Schneeschuhen den Berg hochzuwandern und zweitens war unser Sohn wegen all des Schnees so aus dem Häuschen, dass wir alle 5 Minuten stehen bleiben mussten. Rheinländische Kinder kennen Schnee halt meist nur aus dem Fernsehen ;).

Tipp: Geführte Schneeschuhwanderungen für Familien sind Teil des Aktivprogramms für Gäste. Wer länger als 2 Nächte in der Region bleibt, erhält die kostenfreie Welcome Card, die ein breitgefächertes Angebot an Winteraktivitäten, Preisreduzierungen und die gratis Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stellt.

#2 Powerrodeln am Rangger Köpfl

Ein Rodelerlebnis der ganz besonderen Art erlebten wir am Rangger Köpfl. Die knapp 8 km lange Naturrodelbahn erreicht man mit der Oberperfuss Bergbahn und die Strecke nach Oberperfuss wird im 30 Minuten-Takt mit dem Linienbus ab Innsbruck befahren. Die erste Bergbahn Peter Anich 1 bringt einen hoch auf 1360 m Höhe, wo sich auch der Rodelschlitten-Verleih und das Panorama-Restaurant Stiglreith befindet.

Nachdem wir unsere Schlitten (3 Stück für 20 €) ausgeliehen hatten, ging es mit der zweiten Bergbahn Peter Anich 2 hoch auf 1560 m Höhe. Ab hier beginnt dann die lange, kurvige und abwechslungsreiche Rodelbahn. Wer mag kann jedoch noch weitere 45 Minuten zu Fuß bis zur Rosskogelhütte hochwandern und ab dort die gesamten 8 km hinunter rodeln. Unser Sohn war jedoch nicht mehr zu halten, denn das Schlittenfahren war sein absolutes Highlight. Also rauf auf die Rodel und ab ins Tal.

Während Mann und Sohn direkt juchzend von dannen pesten, eierte ich erstmal herum und hatte Mühe nicht aus der Bahn zu fliegen. Diese Rodelstrecke ist de fakto nichts für rheinische Flachlandtiroler mit schwachen Nerven. Was zur Folge hatte, dass mich mehrere 6-jährige überholten ;).

Vorsichtig und mit Bedacht fahren sollte man dennoch, denn die Rodelbahn hat enge Kurven, die mitunter vereist sein können. Fotos machen konnte ich von der Strecke leider nicht, aber hier könnt ihr einen Blick in meine Österreich Highlight-Stories werfen. Die Fahrt war de fakto sehr viel schneller als es die Videosequenzen glauben lassen.

Tipp: Die Rodelstrecke wird täglich bis 22 Uhr beleuchtet. Jeden Dienstag und Freitag könnt ihr bei ausreichender Schneelage sogar bis 24 Uhr Nachtrodeln.

#3 Skilanglaufen im Sellraintal

Auf Skiern stehen stand schon sehr lange auf unserer Agenda. Der Mann hatte zumindest schon mal einen Mini-Skikurs gemacht, aber für das Kind und mich war es ein Debüt. Und das, obwohl meine norwegische Großmutter mit Langlauf-Skiern an den Füßen auf die Welt gekommen ist ;). Für mich stand jedoch immer fest, dass Abfahrtski nicht meins ist. Langlaufen in der Loipe musste es also sein. Daher waren wir megahappy über den Langlaufski-Crashkurs von Mani Cooper, Großbritanniens einziger weiblicher Skispringerin.

Die Skier für unseren Tag auf der Loipe bekamen wir bei Die Börse, die unterschiedlichstes Sportequipment vermieten. Danach ging es im privaten Shuttle in 30 Minuten weiter nach Lüsens. Der kleine Ort befindet sich in einem Seitenarm des rund 10 km langen Sellraintals in den Stubaier Alpen. Das Sellraintal gehört zu den wenigen Bergsteigerdörfern Österreichs und ist sehr idyllisch und ruhig gelegen. Kaum angekommen ging es dann auch schon auf die Skier und wir cruisten nach einer kurzen, knackigen Einweisung unserer Skilehrer Mani und James Cooper dann auch schon die Loipe hoch und runter.

Tipp: Ein Schnupperkurs im Langlaufen ist ebenfalls Teil des Aktivprogramms im Rahmen der Welcome Card. Wer wenig Zeit hat, sollte sich einen privaten Skilehrer gönnen. Gerade bei Langlaufski sind die Techniken schnell erlernt und mit persönlichem Ansporn macht es nochmal doppelt so viel Spaß. Hierfür kann ich euch James Cooper nur ans Herz legen. Die Ausdauer muss man sich jedoch hart erarbeiten. Nach 2 Stunden hatte ich bereits Muskelkater an mir völlig unbekannten Stellen ;).

Gut zu wissen: Mani Cooper ist gerade mal 18 Jahre jung und schreibt bereits Geschichte. Sie trat 2020 bei den Winter Youth Olympic Games in Lausanne in der Nordischen Kombination an und hat bereits ein persönliche Nachricht von Eddie the Eagle bekommen. Ich bin mir sicher, dass wir noch viel von dieser powergeladenen, jungen Frau hören werden, die wirklich ein absolutes Herzchen ist. Ein herzliches Dankeschön an Mani für ihren unermüdlichen Einsatz unseren Sohn auch nach ca. 150 Mal hinfallen zu motivieren und an ihren coolen Daddy James Cooper, der uns blutigen Anfängern eine mentale Unterstützung war :).

#4 Traumkulisse und Abenteuer auf der Innsbrucker Nordkette

Nach all der sportlichen Aktivität im Schnee freute ich mich erstmal auf etwas Muskel-Entspannung. Dafür fuhren wir vom Stadtzentrum mit den Nordkettenbahnen rauf auf die Nordkette, Österreichs größten Naturpark. Die Nordkette ist neben dem Patscherkofel, Innsbrucks zweiter Hausberg und man ist daher in gerade mal 30 Minuten auf der Spitze. Von oben hat man einen atemberaubenden 360°-Blick auf Innsbruck und den Naturpark Karwendel.

Die 1.905 m hoch gelegene Seegrube ist das Wintersportgebiet der Innsbrucker. Durch die schnelle Anbindung fahren die Einheimischen auch schnell nach der Uni oder dem Büro eine Runde Ski. Die Seegrube ist zudem Treffpunkt für Innsbrucks Ski und Snowboard-Elite und mit dem Nordkette Skylinepark ist hier ein actionreicher Snowpark entstanden, der mit zahlreichen Kickern, Rails und Obstacles lockt. Aber auch für Kinder und Anfänger gibt es jede Menge Entertainment, Übungspisten, Geräteverleih, Kinderbetreuung und Co.

Uns verschlug es beim Anblick auf die Karrinne, die zu den steilsten Skirouten Europas gehören soll, allerdings den Atem. Wer weiter rauf zum Hafelekar, dem Top of Innsbruck fährt, kann bei einem Gefälle von 70 % den Berg hinuntersausen. Wir beließen es da lieber bei einem kleinen Spaziergang und genossen in aller Ruhe den Blick auf das majestätische Karwendelgebirge. Im Übrigen haben wir auf 2.334 m Höhe eine kleine versteinerte Muschel gefunden. Spätestens in diesem Moment wurde uns wieder mal klar, dass die Welt im ständigen Wandel ist und wir Menschen mit unseren Sorgen und Nöten, nur Mikro-Staubkörnchen im Universum sind. 

Tipp: Die Fahrt zum  Top of Innsbruck startet an der Station Congress, nur 5 Minuten entfernt von der Altstadt und dem Goldenen Dachl. Die Berg- und Talfahrt ist mit der Innsbruck Card inklusive. Mit der modernen Hungerburgbahn fährt man, mit Ausstiegsmöglichkeit am Alpenzoo, in nur acht Minuten auf die Hungerburg. Von dort aus geht es weiter auf die 1.905 m hoch gelegene Seegrube, wo ein Umstieg in die Hafelekarbahn in nur zweieinhalb Minuten zum Top of Innsbruck, möglich ist. Vorher unbedingt eine Pause im Restaurant Seegrube einlegen und bei einem Sprizz die atemberaubende Sicht auf Innsbruck genießen.

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