Brandenburg

Die Uckermark – eine vergessene Idylle

Ich nehme an, als Peter Fox seinen „Haus am See“ Song geschrieben hat, war er gerade in Brandenburg. 🙂 Der Landkreis Uckermark in Brandenburg besteht nämlich scheinbar nur aus Seen. Große Seenketten, über die man bis nach Berlin oder gar an die Ostsee schippern kann. Oder unzählige kleine und größere, glasklare Waldseen. Selbst wenn man scheinbar Ewigkeiten durch den Wald fährt, schimmert immer irgendwann irgendwo was Blaues hervor.

 

Ein Paradies für Wassersportler. Wobei hier nicht der laute Wassersport wie Wasserski, Motorboote etc. gemeint ist. Sondern eher das ruhige, gemütliche Dahingleiten per Kanu oder Hausboot durch die wunderschöne Natur.

 

Entspannt auf dem Steg sitzen, Enten füttern, angeln oder die Wildgänse und Wasservögel die in Scharen über die Seen fliegen zu beobachten, hat selbst meine Jungs zu kleinen Buddhas werden lassen.

 

Hier sagen sich stellenweise wirklich Fuchs und Hase Gute Nacht. Die Natur ist zum Teil so ursprünglich wie ich sie noch nirgendwo in Deutschland gesehen habe. Nicht umsonst gibt es hier also eine Flora und Fauna wie man sie andernorts schon lange vermisst. Damit das so bleibt stehen 60 % der Landschaft unter Naturschutz.

Habt Ihr schon mal Biber gesehen? Hier kann man sie tatsächlich noch in freier Wildbahn beobachten. Wenn man nicht gerade mit zwei Rabauken um die Ecke kommt, die laut nach den Bibern schreien ;).

 

Und auch die Dörfer scheinen zum Teil aus einer anderen Zeit zu stammen. Es ist jedoch eine Idylle die trügerisch ist. Denn diese Region Deutschlands verödet mehr und mehr. Es gibt kaum Arbeit, also zieht die Jugend weg. Und das, obwohl die Uckermark nur 90 km nördlich von Berlin liegt.

Wenn ich in die Uckermark fahre ist es fast so, als würde ich eine ferne noch unentdeckte Perle bereisen. So als wäre ich in Thailand vor 30 Jahren. Und das mitten in Deutschland.

 

Und während ich das hier so schreibe, weiß ich fast nicht, ob ich Euch dieses „Shangri-La“ ans Herz legen soll. Denn Tourismus verändert nun mal die noch so kleinste Welt für immer.

13 Kommentare

  1. Wunderschön beschrieben und traumhaft schöne Fotos. Das ist wirklich Idylle pur und mit dem Song konnte ich es sofort in Verbindung bringen (ich mag den Song)

    Ja, ich habe in CDN sie schon live sehen und beobachten können und war fasziniert von ihnen und auch deren Größe.

    Wünsche dir und deinen Lieben ein traumhaft schönes Wochenende und sende liebe Grüsse

    Nova

  2. Das sind ja herrliche Bilder! Ich kenne diesen Teil Deutschlands tatsächlich überhaupt noch nicht – eine Schande!
    Ein wunderschönes Wochenende
    von barbara

  3. Bin hin und weg…tolle Fotos… gleich noch ein paar mal anschauen.
    Hab ein schönes Wochenende und ein tolles Bloggertreffen.
    Sylvia und Tibi

  4. Das klingt nach einer wunderbaren Idylle – und so schön fotografiert, liebe Frau Hibbel! Die Fotos geben genau die Stimmung wieder, die Du beschreibst. Hoffe, ich komme da auch mal hin…zum Entspannen und dahingleiten…Liebste Grüße und viel Spaß beim Bloggertreffen, Anette

  5. Ohh, es gibt so viele wunderschöne Orte, von denen man vielleicht nie im Leben hört. Ich würde da auch gerne hinfahren. Es gibt dort bestimmt viele Wasservögel, die ich immer so gerne beobachten un fotografieren mag. LG

  6. Hach, meine Heimat 🙂
    Musste leider auch von dort fort, um in Berlin Arbeit finden zu können. Kehre aber gern (gerade im Sommer) übers Wochenende zurück, um durch die Wälder zu fahren und am See zu entspannen.
    Schöne Bilder.

    • Nein, das wundert mich nicht. Ich wäre als Jugendlicher auch direkt nach Berlin gegangen. Aber gäbe es eine schnellere Straßenverbindung als die 96 würden vielleicht mehr Berufstätige pendeln. Wobei eine Autobahn quer durch die Idylle auch nicht die Lösung sein kann. Schwierig….

    • Es geht eine Autobahn quer durch die Uckermark und die wird auch ordentlich von Pendlern von und nach Berlin genutzt. Allerdings von Leuten, die es sich leisten können (Architekten, Anwälte, Schauspieler, Bankmanager).

    • Die 11? Die liegt von Lychen aus gesehen aber ziemlich abseits vom Schuss. Da gibt es keine Alternative zur 96. Und immerhin wohnen in der Uckermark Architekten, Anwälte, Künstler und Co. Die wollen ja schließlich auch mal einkaufen, schick essen gehen etc. Vielleicht bewirkt das ja doch mal einen Aufschwung in der Region. Ich fahre schon seit Ewigkeiten nach Lychen. Nach der Wende poppten dort die Geschäfte aus dem Boden. Mittlerweile werden es von Jahr zu Jahr weniger.

  7. Ich glaub – ich muss auch mal in die Uckermark. Ist ja echt voll schön dort. Und wahrscheinlich auch unglaublich entspannend und ruhig. Könnte ich mal gebrauchen. So ein Jetsetleben ist schon ganz schön anstrengend. Und so ein Bloggerleben manchmal auch 😀

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