Das Safari Resort Beekse Bergen in Holland

Schlafen inmitten der wilden Tierwelt Afrikas

Ach Südafrika…. wie sehr ich dieses wundervolle Land mit seiner grandiosen Tierwelt vermisse, merke ich ausgerechnet in Holland. Das vergangene Wochenende haben wir nämlich im Safaripark Beekse Bergen in der holländischen Region Brabant verbracht. Ich muß gestehen, das meine Erwartungen erstmal nicht so hoch waren. Generell bin ich nämlich nicht so ein Riesenfan von Zoos und wie man Giraffen, Elefanten und Co. natürlich in die holländische Landschaft einbetten kann, konnte ich mir auch erstmal nicht so Recht vorstellen. Der Safaripark Beekse Bergen bekommt das jedoch ziemlich gut hin und und wir waren allesamt recht angetan von unserem holländischen Safari-Wochenende.

Schlafen inmitten wilder afrikanischer Tiere: das Safari Resort Beekse Bergen

Der Safaripark Beekse Bergen existiert bereits seit 50 Jahren, gerade im April neu eröffnet hat jedoch das superschöne Safari Resort, das Übernachten zwischen afrikanischen Tieren ermöglicht. Auf einem riesigen Areal entstanden verschiedene coole Unterkünfte wie Lodges, Baumhäuser und Safarizelte. Da die Anlage noch brandneu ist, sind auch die Häuser dementsprechend schick, modern und hochwertig. Nur die Außenbegrünung muß noch etwas wachsen und gedeihen.

Wir bewohnten eine freistehende 6 Personen-Lodge mit 3 Schlafzimmern, 3 Badezimmern plus kleiner Sauna, einem offenen Wohn-, Küchen- und Essbereich mit Panoramablick auf die „Savannenlandschaft“ sowie einer großen Terrasse mit überdachtem Essbereich und Schaukelstühlen. Die Lodges sind allesamt im afrikanischen Stil eingerichtet und wirklich sehr hübsch. Die Aussicht von der Terrasse auf die Savannen-Tierwelt ist jedoch das absolute Highlight.

Beim Frückstücken beobachteten wir eine Herde Straußen, die uns ebenfalls neugierig beäugte. Mittags zog eine große Gnu-Herde an unserem Wohnzimmerfenster vorbei und hinterließ eine riesige Staubwolke und abends galoppierten Giraffen in einem Affenzahn an uns vorbei. Wir waren gelinde gesagt aus dem Häuschen und ich muß zugeben, dass ich mir das nicht so cool vorgestellt hatte. Auch Watussi-Rinder mit mächtigen Hörnern, Nashörner, Zebras oder Dromedare ließen sich direkt vor unserer Lodge blicken und wir hatten wirklich das Gefühl, wieder in Südafrika zu sein.

Je nach Lage der Unterkunft schaut man auf eine der zwei Savannenlandschaften und vielleicht sogar auf das Löwengehege oder Bahari Beach mit seinen Seehunden. Am späten Abend hörten wir im Dunkeln die Löwen brüllen und mir wurde fast ein wenig mulmig zumute, denn mehr wildes Afrika-Feeling in unseren Breitengraden geht wirklich nicht.

Nahe an unserer Lodge befand sich das Zentralgebäude „Karibu Town“ samt Restaurant, Ranger Base Camp, Guest Service, Shop, kleinem Schwimmbad sowie Indoor- und Outdoorspielplatz. Im Restaurant Moto gibt es eine überschaubare, leckere Auswahl an afrikanisch inspirierten Gerichten und wir hatten das Glück an diesem lauen Maiabend draußen essen zu können. Die Jungs rannten derweil immer wieder zum Spielplatz oder schauten nach den Tieren. Da hatten auch wir Großen mal Zeit, entspannt unser Glas Wein zu trinken.

Safari mit dem eigenen Auto (und was man auf gar keinen Fall tun sollte)

Vom Resort aus kann man in ca. 20 Minuten zu Fuß in den Safaripark laufen oder mit dem Auto dorthin fahren und auf einem der großen Parkplätze parken. Den Park kann man dann wie einen Zoo durchwandern oder alternativ eine Safari mit dem Bus, Boot oder eigenen Auto machen. Wir entschieden uns für unser eigenes Auto und fuhren im Schritttempo durch die Wälder und Steppenlandschaften, um die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Das hatten an diesem Wochenende allerdings sehr viele Leute vor und daher standen wir fast schon ein wenig im Stau. Hier wäre es vielleicht zu Stoßzeiten besser, immer nur eine gewisse Anzahl an Autos gleichzeitig, auf das Gelände zu lassen.

Und weil so viele Leute gefragt haben, ob wir das waren, die an diesem Wochenende verrückterweise mitten im Geparden-Gehege ausgestiegen sind. Nein, natürlich nicht. Das war eine französische Familie samt Kleinkind, die mitten im Raubtier-Gehege auf die Idee kam aus ihrem Auto auszusteigen und einen Spaziergang einzulegen. Das das natürlich, pardon… völlig unverantwortlich ist, muß ich wahrscheinlich keinem normalen Menschen sagen. Die Geparden hatten es schnell auf das kleine Kind abgesehen und die Familie musste um ihr Leben laufen. Zum Glück ist nichts passiert, aber man kann über soviel Leichtsinn nur den Kopf schütteln. Wilde Tiere sind auch in einem Tierpark noch wilde Tiere und gefährlich. Überall stehen Warnhinweise, bitte Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Tiere nicht zu füttern. Daran sollte man sich natürlich auch tunlichst halten.

Was man auf keinen Fall tun sollte: im Raubtier-Gehege aussteigen und spazieren gehen!!

Trotzdem kann es einem jedoch gut passieren, dass z.B. eine Herde Giraffen auf die Idee kommt, ein Auto abzulecken. Leider nicht unseres, dabei hätten unsere Karre gut mal eine Wäsche gebrauchen können.

Jeep-Safari mit Ranger Rick

Für uns gab es am nächsten Tag noch eine exklusive -Jeep-Safari mit Ranger Rick, der mit uns querfeldein und ganz nah an die Tiere heranfuhr. Wir erfuhren u.a., das Büffel sehr aggressiv sind, jedes Blättchen angreifen und daher gefährlicher als Löwen sind. Wir wissen jetzt, dass Giraffen nicht gerade die hellsten Sterne am Tier-Firmament sind und warum sie alles was ihnen begegnet, ablecken (haha). Wir begegneten Baby Zebras und Baby Giraffen aus nächster Nähe (Quietsch!) und erfuhren, dass Elefanten sich schnell langweilen und in Beekse Bergen daher mit Pavianen zusammenleben. Ein witziger, spannender und kurzweiliger Trip! Danke an Ranger Rick, der aufgrund seines Entertainment-Potenzials auch den YouTube-Kanal des Safari Parks bedient.

Die Übernachtungen im Safari Resort sind zugegeben, kein Schnäppchen. Wenn man jedoch bedenkt, was eine Reise für eine Familie nach Afrika kostet und sich zudem viele Eltern auch davor scheuen, so einen Trip mit ihren Kindern zu machen, ist Beekse Bergen eine sehr gute Alternative. Die Unterkünfte sind superschön und man wähnt sich aufgrund der Nähe zu den Tieren, mitunter auch wirklich in Afrika. Unsere Light-Safari in Südafrika letztes Jahr war auf jeden Fall nicht soviel aufregender. Ok, bis auf das Warzenschwein in unserem Zimmer. Das ist aber nun auch wirklich nicht zu toppen.

Offenlegung: Wir wurden vom Beekse Bergen Safari Resort und Visit Brabant eingeladen. Ein herzliches Dankeschön dafür. Meine Meinung bleibt davon jedoch wie immer unangestastet.

3 Kommentare

  1. Wow, das sieht ja cool aus. Ich gebe zu, ich habe noch nie von dem Park gehört. Danke für den Tipp. Das wäre ja mal was, um unsere Afrika-Sehnsucht zu stillen. So viele Giraffen haben wir damals nicht gesehen, da kamen maximal zwei vorbei.
    Liebe Grüße, Ines

    • Nadine sagt

      Wir haben auf unserer Safari damals auch nur 3-4 Giraffen aus der Ferne gesehen. In so einem Resort kommt man natürlich recht nah dran. Klar, ist das nicht das Gleiche wie in Freiheit, aber auch nicht soviel anders wie in so einem kleineren Camp in Afrika. Da sind die Tiere ja quasi auch eingezäunt. Wir fanden es echt cool. Kann ich nur empfehlen. LG, Nadine

  2. Ein super Tipp – vielen Dank! Zumal ich schon lange von einer Safari träume, allerdings bisher das Geld fehlte 🙂 Vielleicht versuchen wir es da erstmal mit der Light-Variante in Holland. Da muss man dann noch nicht mal ins Flugzeug steigen.
    Liebe Grüße, Anna

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