Die französische Atlantikküste
11 Tipps, für die zauberhafte Region Médoc Atlantique

27. Juni 2018

[Werbung da Pressereise/ Recherchereise] In den Pfingstferien waren wir in der wunderschönen Region Médoc Atlantique, einer dreiecksförmigen Halbinsel bei Bordeaux, die zwischen der Atlantikküste an der Biscaya, dem Mündungsarm Gironde und dem Meeresbecken von Arcachon liegt. Guckt Ihr hier auf der Karte. Schon unser Trip vor 2 Jahren in die Bretagne hatte uns total begeistert und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Die französische Atlantikküste ist einfach ein Träumchen. Ich liebe einfach diese wilden und ursprünglichen Strände und die kleinen Ortschaften mit den bunten Häuschen.

Anreise nach Médoc Atlantique:

Prinzipiell kann man die ca. 1.100 km bis nach Médoc Atlantique sehr gut mit dem Auto fahren. Nichtsdestotrotz muß man jedoch mind. 12 Stunden Fahrt (eher mehr) einplanen und die Zeit fehlte uns bei 8 Tagen Pfingstferien leider.  Wir sind daher von Düsseldorf über Paris nach Bordeaux Merignac geflogen. Montags und Freitags gibt es auch Direktflüge, die lagen für uns nur leider mal wieder sehr ungünstig. Vom Flughafen Bordeaux waren es dann mit dem Mietwagen nur noch ca. 45 km bis nach Lacanau, unserer Homebase für 8 Tage. Von dort aus haben wir jede Menge tolle Ausflüge in die Region  gemacht und die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

11 Tipps für die französische Atlantikküste in der Region Médoc Atlantique

#1 Die traumhaften Strände

Der Atlantik ist jetzt nicht unbedingt für sein Badewannenwasser bekannt und man sollte daher ein Faible für erfrischend-kühle und hohe Wellen haben. Die Strände sind jedoch ein absoluter Traum. Endlos, weiß, unverbaut und das Mekka für Surfer aus aller Welt. Auch wir waren sofort verknallt und hätten uns am Liebsten direkt ein Häuschen am Meer gekauft.

#2 Lacanau Océan

Der kleine Ort Lacanau Océan hat ein unaufgeregtes Surfer-Ambiente, das uns auf Anhieb total gut gefallen hat. Das Zentrum ist überschaubar, bietet jedoch eine sehr gute Auswahl an Shops, Cafés, Restaurants und Supermärkten. Von unserer Unterkunft, dem Campingplatz Le Tedey waren es ca. 5 km bis nach Lacanau Océan und wir haben uns dort fast jeden Abend den Sonnenuntergang angeschaut, waren ein bißchen bummeln oder sind essen gegangen. Wer es leger mag, dem empfehle ich unbedingt das Banana Surf Café. Super Burger und megaleckere Buddha Bowls. Die etwas gehobenere französische Küche bekommt man im Café Maritime, zu denen aber auch das coole Beach House direkt am Strand gehört. Ebenfalls sehr sehr lecker. Beide Restaurants sind direkt an der Promenade und haben Meerblick.

#3 Surflesson mit dem Lacanau Surf Club

Man ist nie zu alt, um etwas Neues auszuprobieren, nicht wahr? Ich bin nun wahrlich keine Wasserratte, aber ein Highlight unseres Trips war eindeutig der Surfkurs im Lacanau Surf Club. Leider hatten wir an dem Tag etwas Pech mit dem Wetter, denn innerhalb kürzester Zeit verschwand die Sonne hinter einer dichten Nebeldecke, die sich über den kompletten Strand legte.

Trotzdem hatten wir einen Heidenspaß, auch wenn wir schnell feststellen mußten, das Surfen megaanstrengend ist. Ständig wirft man sich mit seinem Board in die Wellen, versucht halbwegs Kurs zu halten und sich dann auch noch darauf zu stellen. Ehrlich gesagt war ich happy, mich 20 Sekunden lang halbwegs würdevoll darauf zu halten. Meist wurden wir von den Wellen durchgequirlt und schluckten literweise Salzwasser. Trotzdem: YAY! Es war mega und das werden wir, trotz unseres unglaublichen Muskelkaters danach, auf jeden Fall wiederholen. Kein Wunder übrigens, das Surfer fast immer einen Megabody haben. Es ist das perfekte Ganzkörper-Training. Hier hat sich das große Hibbel-Kind auch schon fast als kleiner Surferboy geoutet.

#4 Austern probieren auf dem Wochenmarkt in Saint-Vivien-de-Medoc

Ob man Austern mag oder nicht, darüber lässt sich sicher streiten. Ich hatte sie vor Jahren schon mal in Schottland probiert und man kann mich mit schlabbrigen, salzigen und zudem noch lebenden Muscheln eindeutig jagen. Aber Austern gehören nun mal zu Frankreich wie Käse, Wein und Baguette, daher sollte man sich auf jeden Fall auch mal heranwagen. Wir haben am Stand von Gigas Meduli auf dem Wochenmarkt in Saint-Vivien-de-Medoc ein kleines Austern-Tasting gemacht und ich muß sagen, ich war superstolz auf unseren 11jährigen Sohn. Während ich gestreikt habe, hat er ohne mit der Wimper zu zucken eine Auster gegessen.

#5 Der mondäne Badeort Soulac-sur-Mer

Soulac-sur-Mer hat einen wunderschönen, endlosen Strand und kann zudem mit einer einzigartigen Architektur aufwarten, die an vergangene Bäder-Zeiten erinnert. Ich muß gestehen, das unser dieser Ort ein wenig überrascht hat, denn er scheint ein paar Jahre in Vergessenheit geraten zu sein. Viele wunderschöne, alte Häuser aus dem 19. Jahrhundert stehen leer oder verfallen vor sich hin. An anderen Stellen wird jedoch renoviert, aufgeräumt und aufpoliert, um sich für die kommende Sommersaison vorzubereiten. Als ob Soulac-sur-Mer eine Weile in einer Art Dornröschenschlaf lag.

#6 Weinprobe im Chateau Noaillac

Ebenso wie Austern essen, ist die Weinprobe in einem Chateau rund um Bordeaux ein absolutes Pflichtprogramm. Die Region ist weltberühmt für seinen Wein und wer diesen nicht probiert hat, hat das französische Weinherz sicher nicht erlebt. Ein Glück für uns, dass wir Wein lieben. Im Chateau Noaillac, haben wir eine kleine Führung bekommen und viel über den Wein des Médoc erfahren. An dieser Stelle habe ich mich wieder geärgert, dass wir nicht mit dem eigenen Auto dort waren, sonst hätten wir sicher ein paar Kartons mit nach Hause gekarrt.

#7 Die Dune du Pilat bei Arcachon

Die Dune du Pilat bei Arcachon ist Europas höchste Wanderdüne und in der Tat sehr beeindruckend. Sie ist bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang. Heutzutage kann man sie durch Treppen erklimmen, früher war der beschwerliche Aufstieg nur über die Düne möglich. Wir fühlten uns an diesem heißen Maitag ein bißchen wie in der Fremdenlegion ;), aber man muß sie einfach gesehen haben. Der Eintritt zur Düne ist frei, man  muß jedoch Parkgebühren zahlen. Die erste halbe Stunde ist kostenfrei, aber natürlich schafft man es in dieser Zeit nicht die Düne in Ruhe zu besteigen und zu genießen. Arcachon haben wir im Übrigen leider verpasst. 8 Tage sind dann halt doch zu kurz, um alles zu sehen.

#8 Die bunten Fischerhäuschen von Port de Biganos

In der Bucht von Arcachon gibt es natürlich noch einiges zu sehen. Wir hatten jedoch auf unserem Rückweg nach Lacanau nur Zeit für einen kleinen Stop am Port de Biganos. Der kleine Hafen, mit seinen traditionellen bunten Fischerhäuschen, ist einfach nur entzückend. Man hätte meinen können, aus einem der kunterbunten Hütten, schaut gleich Pippi Langstrumpf heraus.

#9 Wassersport am Lac d`Hourtin und Bummel durch Maubuisson

Da der Atlantik aufgrund seiner hohen Wellen, Strömungen und Temperaturen, nicht immer badegeeignet ist, eignet sich der nahegelegene Lac d`Hourtin perfekt für Familien mit Kindern. Denn das Wasser ist seicht, nahezu wellenfrei und warm. Auch dort kann man Wassersport treiben, wie z.B. Stand-Up Paddling, Windsurfen oder wie wir, ganz profan mit einem Tretboot samt Rutsche. Sämtliche Wassersport-Ausrüstung kann man direkt am Strand bei Maubuisson Nautic ausleihen. Da wir das zuvor noch nie gemacht hatten, war dieses Klischeeprogramm Pflicht und wir hatten riesigen Spaß dabei.

Anschließend sind wir Eis schleckend durch das lebhafte Örtchen Maubuisson gebummelt und haben einfach das süße französische Leben genossen.

#10 Mit dem Fahrrad die Gegend erkunden

Die Gegend rund um Lacanau hat ausgezeichnete Radwege, die man auch prima mit Kindern nutzen kann. Unser Campingplatz Le Tedey (den ich euch demnächst nochmal ausführlicher beschreiben werde), hatte einen Fahrradverleih. Die Räder waren tiptop und daher haben wir mit den Jungs ein paar Mal die nähere Umgebung erkundet. Viele Wege führen durch Pinienwälder, entlang der Seen oder Dünen.

#11 Essen, essen und nochmals essen

Gut, das ist jetzt nicht unbedingt ein Tipp der speziell für die Region Médoc Atlantique steht. Großartig essen, kann man mit Sicherheit überall in Frankreich. Für uns steht regionales Essen auf Reisen jedoch auch immer sehr im Vordergrund und ist somit ein großes Thema. Ich könnte mich stundenlang im Supermarkt oder auf Wochenmärkten aufhalten und mich durch das Angebot an Lebensmitteln stöbern. Und das ist in Frankreich mit all dem Wein und Käse, frischem Obst und Gemüse, Meeresfrüchten, köstlichen Eissorten und Küchlein natürlich besonders hoch. Gerade Wein und Käse sind besonders günstig und mutieren so zum Hauptnahrungsmittel ;). Ein Glas Wein im Restaurant kostet gerade mal 2,50 €. Ich würde euch liebend gerne mehr Bilder vom köstlichen Essen zeigen, aber mit meiner Familie ist das schwer. Kaum hingesehen, haben die sich schon darüber hergemacht.

So und nun bitte her mit euren Tipps, falls ihr schon mal im Médoc Atlantique gewesen seid. Was haben wir verpasst und warum müssen wir unbedingt wieder hinfahren? 

Offenlegung: Wir wurden von Atout France, Nouvelle Aquitaine, Médoc Atlantique und Camping Le Tedey zu dieser unbezahlten Presse-/ Recherchereise eingeladen. Beiträge dieser Art könnte ich nicht schreiben, wenn ich mir nicht ein eigenes Bild vor Ort machen würde. Da meine Reise keine Vorgaben enthielt, könnt Ihr euch wie immer darauf verlassen, dass mein Bericht meine eigene Meinung und Begeisterung widerspiegelt.

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10 Comments

  • Reply Thore 27. Juni 2018 at 17:24

    Im Sommer lohnt es sich noch mehr und wer ohne französisch Kenntnisse auskommen möchte oder muss, sollte einen Blick auf den Campingplatz von Le Gurp werfen:
    http://wiederlos.de/le-gurp-elektrisierendes-camping

    • Reply Nadine 28. Juni 2018 at 8:19

      Hallo Thore, warum lohnt es sich im Sommer noch mehr? Wenn ich mir die galaktischen Preise in den Sommerferien anschaue, fand ich Pfingsten etxrem gut. Aber das Wetter ist sicher stabiler. LG, Nadine

  • Reply Claudia 28. Juni 2018 at 8:22

    Danke für die tollen Tipps und die traumhaften Bilder. Jetzt freue ich mich umso mehr auf unseren Trip an die Atlantikküste. LG, Claudia

  • Reply Flögi 28. Juni 2018 at 13:17

    Sehr schön. Steht auch auf irgendwelcher Wunschliste ganz hinten an der Reihe…Leider stehen dort zu viele Ziele.
    Liebe Grüße

    • Reply nadine 5. Juli 2018 at 11:42

      Tzzz, das hab ich jetzt überhört, Flögi ;).

  • Reply Corinna 1. Juli 2018 at 14:30

    Danke für den tollen Bericht! Ich liebe die französische Atlantikküste! Wir waren bisher immer weiter südlich unterwegs, zwischen Biarritz und Seignosse (toll zum Surfen). Wir sind schon mit dem eigenen Auto gefahren mit Zwischenstopp in der Auvergne, wo es uns auch sehr gut gefallen hat. Und noch ein Tipp zur Anreise: Seit vor kurzem die Schnellstrecke Paris-Bordeaux eröffnet wurde (2h mit TGV), kann man z.B. ab Mannheim in etwas mehr als sechs Stunden mit ICE und TGV nach Bordeaux fahren.
    Liebe Grüße
    Corinna

    • Reply nadine 5. Juli 2018 at 11:43

      Danke für das Lob und Deinen Tipp, Corinna. Eine Freundin von mir hat die Strecke auch schon mehrfach mit der Bahn gemacht. Für uns wäre das aber nichts, weil wir dann vor Ort nicht mehr mobil wären. Und mit Bus und Bahn da rumgurken, könnte ich mir dann doch nicht vorstellen. GlG, Nadine

  • Reply Antonia 3. Juli 2018 at 11:40

    Der Post macht so große Urlaubssehnsucht. Am liebsten würde ich gleich die Koffer packen. Aber immerhin kommt die Region jetzt auf meine Liste, wo ich unbedingt mal hinmöchte. Danke fürs „Mitnehmen“
    Liebe Grüße, Antonia

    • Reply nadine 5. Juli 2018 at 11:45

      Danke schön, liebe Antonia. Das wäre mit Sicherheit auch eine Ecke für Euch. Aber erstmal steht bei euch ja eine große Veränderung an. 😉 LG, Nadine

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