Frau Hibbel im Januar
Fünf Fragen am Fünften – die Monatskolumne

8. Januar 2018

Heiho! Die Weihnachtsferien sind zuende, wir sind von unserem Lübecker-Bucht- und London-Trip zurück und hier kehrt nach 2 Wochen Rumschluderei mal wieder etwas  „Ruhe und Ordnung“ ein. Zwei Dinge, die ich im sehr trubeligen Alltag mit zwei Jungs im Alter von 6 und 10 Jahren, sehr zu schätzen weiß – so schön es auch ist, in den Ferien endlich mal ausschlafen zu können und Fünfe gerade sein zu lassen.

Ab sofort habe ich das Haus vormittags wieder für mich allein, dafür aber eine Batterie an Dingen zu erledigen und jede Menge Posts in der Pipeline, die abgearbeitet werden wollen. Mööp! Hört sich gerade ein bisschen anstrengend an und da ich mich noch nicht so ganz aufraffen kann, prokrastiniere ich heute noch ein bißchen vor mich hin und beantworte lieber die 5 Fragen von Nic´s neuer Monatskolumne „Fünf Fragen am Fünften“, die ich sehr cool finde. Ich mag solche Einblicke ja.

Hier also meine 5 Fragen und Antworten im Januar (auch wenn der Schnee hier leider weit und breit nicht in Sicht ist):

1. Wann hast Du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?

Ich habe das Gefühl, ich träume ständig total irres Zeugs. Blöderweise bleibt es mir aber höchstens 5 Minuten in Erinnerung und dann habe ich den Traum auch schon wieder vergessen. Ich bin erstaunt, wie andere Menschen so detailliert ihre Träume beschreiben können. Bei mir tut sich da nur ein großes Loch auf. Muß mir das zu denken geben?

2. Bist du heute so, wie du es dir mit 16 vorgestellt hast?

Ganz ehrlich…. ich habe keine Vorstellung mehr davon, was ich mir mit 16 so gedacht habe, was ich sehr schade finde. Ich würde daher gerne mal eine Zeitreise machen und mich mit der Nadine unterhalten, die ich in den 80er Jahren war. Wahrscheinlich dachte ich, ich würde mit 45 schon tot überm Gartenzaun hängen oder Oma sein. Haha. Rückblickend glaube ich, dass ich ein komplett anderer Mensch war und mit meinem heutigen Ich nicht soviel gemein habe. Wobei…. gereist bin ich immerhin schon immer gerne. Ich glaube, dass sich viele meiner Charakterzüge erst ab 20 so richtig entwickelt haben. Vorher hatte ich keine Ahnung, wer ich eigentlich bin und wohin meine Reise gehen soll.

Krassomat! Frau Hibbel vor bald 30 Jahren.

3. Gibt es etwas, das du am alt werden richtig gut findest?

Nach Frage 2 kann ich auf jeden Fall mal sagen, dass ich nicht nochmal 16 Jahre alt sein möchte. Denn wenn das älter werden ein Gutes hat dann, dass ich nun weiß wer ich bin, was ich will und in vielen Dingen gelassener geworden bin. Ich sehe die Welt allerdings auch viel kritischer als früher, hinterfrage vieles und mache mir mitunter mehr Gedanken. Bin ich mit Mitte 20 noch ein Jahr um die Welt gereist und habe Armut und Umweltverschmutzung einfach so als gegeben hingenommen, kann ich das heute nicht mehr. Aber das ist so oder so ein ständiger Prozess…. weiß der Geier, was ich mir z.B. dabei gedacht habe, mir vor ein paar Jahren eine Winterjacke mit Echtpelz zu kaufen, wo ich doch sonst so auf Nachhaltigkeit achte…. würd ich jetzt auch nicht mehr machen.

Generell ist das optische älter werden anonsten natürlich echt Mist. Wer mag schon morgens im Spiegel Droopy Dog sehen? Andererseits: lieber alt werden, als jung sterben, oder? Trotzdem gruselt es mich davor, dass meine nächste Runde Zahl die 50 sein wird. Das ist ein Alter, das ich mit meinen Eltern verbinde, aber doch nicht mit mir. Wiederum haben sich die Menschen auch in dieser Hinsicht total verändert. Ob 25 oder 65….. in Zeiten, in denen sich junge Leute die Haare grau färben und ältere Menschen tätowiert und mit Baggy Jeans durch die Welt laufen, kann man das Alter oftmals nur noch schwer ermitteln. Daher ist mein Credo: Live your life and forget your age!

4. Welcher Geruch verursacht bei dir Kindheitserinnerungen?

Interessanterweise ist Berlin der Geruch meiner Kindheit. Der Geruch des Aufzugs im Berliner-Nachkriegshaus meiner Oma, die Luft im Frühling in den Straßen Charlottenburgs oder der Duft der Seife, die mein Vater gefühlt schon immer benutzt hat. Da meine Eltern sich bereits getrennt haben, als ich ganz klein war, bin ich in meiner Kindheit in den Ferien immer zwischen Düsseldorf und Berlin hin- und hergependelt. Das bedeutete für mich in den ersten Jahren immer, eine mühsame Reise mit dem Auto durch die Ostzone. Später bin ich dann als alleinreisendes Kind mit PanAm, Air France oder British Airways von Düsseldorf nach Berlin und zurück geflogen. Das war für mich immer ein riesiges Abenteuer und immer eine große Freude bei meiner Familie und in meiner zweiten Heimat sein zu können.

Berlin! Der Duft meiner Kindheit.

5. Welche übernatürliche Superkraft hättest du gern?

Hätte ich gerne eine? Ich weiß es gar nicht. Natürlich würde ich gerne irgendwie heimtückische Krankheiten nur mit Handauflegen heilen oder Weltfrieden stiften können. Aber das würde wahrscheinlich dazu führen, dass die ganze Welt an meine Tür klopft. Viel zu anstrengend.

Ich würde allerdings manchmal echt gerne irgendwelchen Trotteln (z.B. Raser, die uns von der Autobahn drängeln und unser Leben gefähren) eine Gehirnwäsche verpassen können. Die würden danach dann nur noch mit max. 120 km/h glücklich über die Straßen tuckern. Und ich würde mich wirklich sehr gerne beamen können. Einfach mal so an einen schönen Maledivenstrand…. das wär schon was. Man könnte das ja auch, auf sagen wir 5 mal pro Jahr, beschränken. Inklusive meiner family natürlich. Würde auf jeden Fall den CO2-Ausstoß auf diesem Planeten verbessern, wenn wir nicht mehr alle durch die Gegend fliegen müssten, oder?

Jetzt Ihr, wenn Ihr Lust habt! Hier oder direkt bei Nic. Ich fänds auch echt spannend, mal ein bisschen mehr über meine Leser zu erfahren. 

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12 Comments

  • Reply Sina 8. Januar 2018 at 13:57

    Die Idee ist toll. Macht man das immer am 5. des Monats und wer stellt die Fragen?
    Lustiger Weise habe ich nie wirklich Posts die abgearbeitet werden müssen. Ab und zu mal einer, aber auch sonst ist bei mir noch alles immer so spontan. Ich habe noch viel über ibiza im Kopf, jedoch je weiter ich vom Sommer entfernt bin habe ich immer das Gefühl es passt nicht und so schreibe ich nicht. Ich lasse mich dann lieber immer wieder zu Rezepten verführen. Eurodisney habe ich komplett ausgelassen, aus Angst es passt null 🙈

    • Reply Nadine 9. Januar 2018 at 11:37

      Liebe Sina, Du kannst bei Nic aka Luzia Pimpinella mitmachen. Ist in meinem Beitrag verlinkt und die Kolumne ist noch den ganzen Monat offen. Und ja, es ist schwierig über etwas zu schreiben, was schon mehrere Monate her ist. Vor allen Dingen wenn man in der Zwischenzeit schon wieder zig andere Sachen gemacht hat. Aber ich mag auch nicht 5 Posts über das gleiche Ziel hintereinander wegschreiben. Daher lasse ich immer etwas Luft dazwischen. Ist ja sonst öde. LG, Nadine

  • Reply Sina 8. Januar 2018 at 13:57

    Die Idee ist toll. Macht man das immer am 5. des Monats und wer stellt die Fragen?
    Lustiger Weise habe ich nie wirklich Posts die abgearbeitet werden müssen. Ab und zu mal einer, aber auch sonst ist bei mir noch alles immer so spontan. Ich habe noch viel über ibiza im Kopf, jedoch je weiter ich vom Sommer entfernt bin habe ich immer das Gefühl es passt nicht und so schreibe ich nicht. Ich lasse mich dann lieber immer wieder zu Rezepten verführen. Eurodisney habe ich komplett ausgelassen, aus Angst es passt null 🙈

    • Reply Nadine 9. Januar 2018 at 11:37

      Liebe Sina, Du kannst bei Nic aka Luzia Pimpinella mitmachen. Ist in meinem Beitrag verlinkt und die Kolumne ist noch den ganzen Monat offen. Und ja, es ist schwierig über etwas zu schreiben, was schon mehrere Monate her ist. Vor allen Dingen wenn man in der Zwischenzeit schon wieder zig andere Sachen gemacht hat. Aber ich mag auch nicht 5 Posts über das gleiche Ziel hintereinander wegschreiben. Daher lasse ich immer etwas Luft dazwischen. Ist ja sonst öde. LG, Nadine

  • Reply Nic {luzia pimpinella} 8. Januar 2018 at 18:34

    Ich mags, wenn du prokrastinierst…. 😉 Weil ich mich freue, dass du mitmachst, Nadine.

    Zitat „.. in Zeiten, in denen sich junge Leute die Haare grau färben und ältere Menschen tätowiert und mit Baggy Jeans durch die Welt laufen, kann man das Alter oftmals nur noch schwer ermitteln. Daher ist mein Credo: Live your life and forget your age!“

    DAS unterschreibe ich ganz fett. Es ist auch mein Credo. Wenn ich meine Schwiegereltern sehe, die mittlerweile um die 75 sind und immer noch cool unterwegs, dann ist das auch für mich ein Beweis, das es genau so ist. So lange die Gesundheit mitspielt, fühlt man sich wahrscheinlich sein Leben lang etliche Jahre jünger als man eigentlich ist. Und das ist gut so.

    Ganz liebe Grüße
    Nic

    P.S. Ich hoffe, du bist im Februar auch dabei, die Fragen sind im aktuellen Post schon online… 😉

    • Reply Nadine 9. Januar 2018 at 11:35

      Genau so. Die Zeiten wo ältere bis alte Menschen sich alt fühlen müssen sind definitiv vorbei. Bestes Beispiel ist Iris Apfel mit ihren 96 Jahren. Ist das mal ne coole Socke? So will ich bitte auch werden ;). Und ich versuche gerne wieder dabei zu sein, liebe Nic. Ich mag solche Kolumnen, die den Durchschnitts-Bloggeralltag ein wenig aufpeppen und bunter machen ;). GlG, Nadine

  • Reply Nic {luzia pimpinella} 8. Januar 2018 at 18:34

    Ich mags, wenn du prokrastinierst…. 😉 Weil ich mich freue, dass du mitmachst, Nadine.

    Zitat „.. in Zeiten, in denen sich junge Leute die Haare grau färben und ältere Menschen tätowiert und mit Baggy Jeans durch die Welt laufen, kann man das Alter oftmals nur noch schwer ermitteln. Daher ist mein Credo: Live your life and forget your age!“

    DAS unterschreibe ich ganz fett. Es ist auch mein Credo. Wenn ich meine Schwiegereltern sehe, die mittlerweile um die 75 sind und immer noch cool unterwegs, dann ist das auch für mich ein Beweis, das es genau so ist. So lange die Gesundheit mitspielt, fühlt man sich wahrscheinlich sein Leben lang etliche Jahre jünger als man eigentlich ist. Und das ist gut so.

    Ganz liebe Grüße
    Nic

    P.S. Ich hoffe, du bist im Februar auch dabei, die Fragen sind im aktuellen Post schon online… 😉

    • Reply Nadine 9. Januar 2018 at 11:35

      Genau so. Die Zeiten wo ältere bis alte Menschen sich alt fühlen müssen sind definitiv vorbei. Bestes Beispiel ist Iris Apfel mit ihren 96 Jahren. Ist das mal ne coole Socke? So will ich bitte auch werden ;). Und ich versuche gerne wieder dabei zu sein, liebe Nic. Ich mag solche Kolumnen, die den Durchschnitts-Bloggeralltag ein wenig aufpeppen und bunter machen ;). GlG, Nadine

  • Reply Andrea 8. Januar 2018 at 19:12

    Ich hätte auch gern die Beamerfähigkeit mit Blick zum Meer. Ich muss in letzter Zeit öfters an das Märchen „Der Fischer und seine Frau denken“, wo es heißt “ Geh nur hin, sie hat/ist es schon“. Dann überlege ich mir im Spaß, was der Fischer alias mein Mann, sich für mich wünschen soll. So ein kleines Wunschkonzert wäre doch ab und an nicht schlecht. 16 will ich auch nicht mehr sein.

    • Reply Nadine 10. Januar 2018 at 18:12

      Definitiv. Dabei muß ich dann an das Sams mit seinen Wunschpunkten denken, was ich immer wieder mit meinen Kindern lese. 😉 LG, Nadine

  • Reply Andrea 8. Januar 2018 at 19:12

    Ich hätte auch gern die Beamerfähigkeit mit Blick zum Meer. Ich muss in letzter Zeit öfters an das Märchen „Der Fischer und seine Frau denken“, wo es heißt “ Geh nur hin, sie hat/ist es schon“. Dann überlege ich mir im Spaß, was der Fischer alias mein Mann, sich für mich wünschen soll. So ein kleines Wunschkonzert wäre doch ab und an nicht schlecht. 16 will ich auch nicht mehr sein.

    • Reply Nadine 10. Januar 2018 at 18:12

      Definitiv. Dabei muß ich dann an das Sams mit seinen Wunschpunkten denken, was ich immer wieder mit meinen Kindern lese. 😉 LG, Nadine

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