Kleine Lifehacks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag
Easy peasy Waschmittel selber machen

8. Oktober 2018

Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen, nachhaltigen Lifehack, der wirklich total leicht selber zu machen ist: DIY Waschmittel.

Fakt ist nämlich, dass viele konventionelle Waschmittel Gifte enthalten, die nicht nur uns, sondern auch unserer Umwelt schaden. Gerade von diesen neuartigen Liqid Caps sollte man unbedingt die Finger lassen. Kinder dürfen diese auf gar keinen Fall in die Finger bekommen oder gar essen. Darin sind aggressive und hochkonzentrierte Stoffe wie Äthanol, Polymere und Wasserstoffperoxid enthalten, die starke Reizungen auslösen können und wahrscheinlich auch sämtliche Kleinstlebewesen im Wasser abtöten. Vom Mikroplastik als Füllmaterial wollen wir gar nicht erst sprechen. Auch Weichspüler enthalten krasse Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe und manch ein Inhaltsstoff steht im Verdacht krebserregend zu sein. Zudem enthalten Weichspüler Rinderfett, um die Fasern glatt und weich zu machen. Ich finds ziemlich eklig.

Aus diesem Grund mache ich seit ca. 2 Jahren unser Waschmittel selber und das ist so einfach, dass es fast lachhaft ist. Zudem ist es günstig und macht die Wäsche sauber und weich. Auch diese Waschmittel-Bausteine, die man in großen, relativ hochpreisigen Plastikbehältern kaufen kann, braucht man nicht wirklich. Dieses Waschmittel hier, kann wirklich jeder ganz leicht selber machen.

Zutaten zur Herstellung von Waschmittel:

Seife klein raspeln oder direkt die Seifenspäne verwenden und zusammen mit 4 EL Soda in einem Topf mit 2 Liter Wasser aufkochen und auflösen. Da dies eine Weile dauern kann, am Besten einen Schneebesen zur Hilfe nehmen und immer wieder umrühren. Ca. eine Stunde stehen lassen und dann erneut unter Rühren kurz aufkochen. Ätherisches Öl hinzufügen. Wenn die Flüssigkeit erkaltet, wird sie meist recht fest und dann kann man sie nur schwer in die Flaschen umfüllen. Daher ist es besser, die Masse nach ca. 24 Stunden nochmal aufzukochen. Dadurch verbinden sich die Inhaltsstoffe besser. Dann mit einem Trichter in die Behälter abfüllen. Vor jedem Benutzen werdet ihr die Flaschen aber nochmal kräftig schütteln müssen, um die Masse cremiger zu machen. Wenn es zu fest geworden ist, einfach nochmal ein bißchen heißes Wasser zufügen, erneut schütteln und ab ins Waschpulverfach der Maschine.

Hört sich jetzt vielleicht komplizierter an, als es ist. Aber glaubt mir, es ist supereasy. Die Wäsche wird garantiert sauber und weich und ihr habt ein gutes Gewissen. Zudem sind die Kosten echt lachhaft. Auch wenn ein Kilo Savon Marseille in der Erstanschaffung um die 18 Euro kostet, kommt man wirklich lange damit aus. Ihr benötigt ja immer nur 30 Gramm davon.

Noch was:

Statt Weichspüler kann man auch gut Essig im Spülfach nutzen. Hat den gleichen Effekt, allerdings ist die Wäsche komplett duftfrei. Nur falls ihr denkt, Essig würde einen sauren Geruch hinterlassen. Zudem hat Essig auch noch einen entkalkenden Effekt.
Bei weißer Wäsche könnt ihr einfach einen Esslöffel Soda oder auch ein Päckchen Backpulver mit in die Wäschetrommel geben. Alter Trick von meiner 96jährigen Oma, der garantiert funktioniert. Ihr braucht also auch keine krassen Bleichmittel.
Für hartnäckige Flecken nutze ich vorab Gallseife. Einfach mit Wasser aufschäumen, in den Fleck einmassieren und ab in die Wäsche. Damit gehen fast immer die Flecken raus. Und falls doch mal ein Fleck drin bleibt, wie z.B. von Möhren oder Blaubeeren, dann legt die Wäsche zum Trocknen in die pralle Sonne. Die Sonnenstrahlen sorgen dafür, dass mitunter auch hartnäckige Flecken ausbleichen.

 

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht Waschmittel selber zu machen? Meine Freundin findet mich ja voll ökig, ist aber selber mit DIY-Waschmittel ihrer Eltern groß geworden ;).

 

Mehr Beiträge auf meinem Blog zum Thema Nachhaltigkeit könnt ihr hier nachlesen.

 

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5 Comments

  • Reply Corinna 8. Oktober 2018 at 20:37

    Hallo Nadine,
    das klingt ja echt super einfach! Wie viel von dem Mittel nimmst du denn pro Waschgang?
    Lieben Gruß Corinna

    • Reply nadine 9. Oktober 2018 at 9:45

      Liebe Corinna,
      das mache ich ehrlich gesagt nach Gefühl. So wie bei einem herkömmlichen flüssigen Waschmittel auch. Aber da es ja nun keine Chemiekeule ist, sicher eher etwas mehr als zu wenig. LG, Nadine

  • Reply Ute 10. Oktober 2018 at 9:10

    Die Herstellung hört sich gar nicht kompliziert an und das Waschmittel ist recht fix hergestellt. Das werde ich ausprobieren und auch endlich mal Essig zum Weichspülen verwenden. Vielen Dank für die Anregung!

    • Reply nadine 10. Oktober 2018 at 11:10

      Liebe Ute, es ist wirklich so gar nicht kompliziert und ich bin üblicherweise eher so der Honk, wenn es um DIY geht. Ich mache mir im Übrigen direkt meist mehr. Diesmal waren es 4 Liter und die nutze ich dann auch ein paar Wochen. LG, Nadine

  • Reply Jana 11. Oktober 2018 at 22:38

    Liebe Nadine, das habe ich schon sehr lange vor und werde es jetzt endlich mal umsetzen! Für die Herstellung eines selbstgemischten Geschirrspülmittels habe ich schon alle „Zutaten“ da, bestimmt kann ich davon dann gleich noch etwas für das Waschmittel verwenden (ich muss nochmal ins Rezept gucken) und dann gleich 2 herkömmliche Produkte ersetzen. Danke für den Anstoß! (P.S. Und ich bin ein großer Fan Deiner nachhaltigen Themen.) Schöne Grüße, Jana

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