Dieses Jahr haben wir es über Karneval endlich geschafft, einen Kurztrip nach Antwerpen zu machen. Die belgische Stadt, deren Hafen bis heute zu den größten Europas gehört, stand schon lange auf meiner Must-See-Liste. Bereits im 16. Jahrhundert war Antwerpen ein reiches und kosmopolitisches Handelszentrum. Und das ist sie bis heute. Hier riecht es im Schatten von Schiffen, Rubens und gotischen Fassaden nach Salz, Geschichte und frischen Waffeln ;).
Wir waren zwei Nächte in der flämischen Metropole, haben aber schnell gemerkt: Antwerpen ist keine Stadt, die man schnell abhaken kann. Es ist eine Stadt, die zum Flanieren, Betrachten, Innehalten und Staunen einlädt. Drei Nächte wären daher besser gewesen. Glücklicherweise liegt Antwerpen von Köln aus nur 200 Kilometer entfernt. Daher weiß ich nun, dass ich definitiv noch einmal hinfahren muss. Falls ihr auch einen Kurztrip nach Antwerpen plant, habe ich hier mal ein paar coole Sehenswürdigkeiten, Museen und kulinarische Highlights für euch zusammengestellt.





Kurztrip nach Antwerpen:
Sehenswürdigkeiten, Museen und kulinarische Highlights
- Kurztrip nach Antwerpen:
- Sehenswürdigkeiten, Museen und kulinarische Highlights
- #1 Der Bahnhof Antwerpen-Centraal
- #2 Das Diamantenviertel
- #3 Chocolate Nation
- #4 Die Altstadt
- #5 Sint-Annatunnel
- #6 Het Steen
- #7 Rubenshuis
- #8 Das MAS und der Hafen
- #9 Das Hafenviertel Het Eilandje
- #10 Das trendige Het Zuid
- #11 Sehenswerte Museen
- #12 Mode und Shoppen
- #13 Unterkunftstipp
- #14 Kulinarische Entdeckungen
- #15 Wochenendmarkt am Theaterplein
- #16 Der Antwerp City Pass: Wann sinnvoll?
- #17 Was noch?
- Unser Fazit: Antwerpen, eine Stadt die nachwirkt
- Sehenswürdigkeiten, Museen und kulinarische Highlights
#1 Der Bahnhof Antwerpen-Centraal
Normalerweise muss man Bahnhöfen keinen längeren Blick widmen und sollte sie am besten so schnell wie möglich wieder verlassen. In Antwerpen (und übrigens auch in Gent) ist der Hauptbahnhof jedoch selbst schon ein Ziel. Wer mit dem Zug in Antwerpen-Centraal ankommt, versteht sofort, warum. Dieser Bahnhof gleicht einer Kathedrale und erinnert mit seinen Kuppeln, dem Marmor und den goldenen Details eher an einen Palast als an einen schnöden Bahnhof. Er wurde 1905 eröffnet und ist ein Symbol für die Blütezeit der Stadt. Der Bahnhof wirkt wie eine Filmkulisse und ist auf jeden Fall der schönste, den ich je gesehen habe.
Gut zu wissen: Ab September 2026 wird es zweimal täglich eine direkte Zugverbindung von Köln nach Antwerpen geben. Die Fahrt soll nur knapp zwei Stunden dauern. Geplante Zwischenhalte auf der Strecke sind unter anderem Aachen, Lüttich, Leuven und Brüssel-Zaventem (Flughafen).




#2 Das Diamantenviertel
Nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt beginnt das Diamantenviertel. Seit 1447 ist Antwerpen nämlich die Diamantenhauptstadt der Welt und damit eines der wichtigsten Zentren des weltweiten Diamantenhandels. Hier werden rund 80 % aller Rohdiamanten, sogenannte Rough Diamonds, gehandelt und geschliffen. All dies passiert hinter unscheinbaren Fassaden, und doch pulsiert hier das größte globale Diamanten-Netzwerk.
Ein Besuch im Diamantenviertel bedeutet nicht nur, glitzernde Steine zu sehen, sondern auch, ein Stück bewegte jüdische Geschichte der Stadt kennenzulernen. Bis heute ist die orthodoxe jüdische Präsenz im Diamantenviertel besonders auffällig. Seit Generationen arbeiten Angehörige dieser Gemeinschaft in der Branche. Männer mit schwarzen Hüten und Schläfenlocken sowie Frauen mit Perücken oder Kopfbedeckungen und langen Röcken gehören hier zum Straßenbild.
Extra Tipp: Nach unserem Besuch habe ich mir die sehenswerte Netflix-Serie „Rough Diamonds“ angeschaut, die im Diamantenviertel von Antwerpen spielt. Es geht um eine jüdische-othodoxe Familiendynastie, die in kriminelle Machenschaften verwickelt wird.
PIN IT AND SAVE IT FOR LATER!

#3 Chocolate Nation
Direkt gegenüber vom prachtvollen Hauptbahnhof, geht es um die süßeste Verführung Belgiens: Schokolade. Im Chocolate Nation werden Besucher:innen mit auf eine multimediale Reise von der Kakaobohne bis zur fertigen Praline genommen. In diesem Museum erfährt man nicht nur, wie Kakao angebaut und verarbeitet wird, sondern auch, welche Rolle Belgien in der Geschichte der Schokolade spielt.
Besonders spannend sind die Vorführungen der Chocolatiers und natürlich die Kostproben am Ende des Rundgangs. Hier könnt ihr direkt aus mehreren Schokobrunnen flüssige Schokolade naschen. Himmlisch! Chocolate Nation gilt als das größte belgische Schokoladenmuseum der Welt und ist damit ein idealer Ort für alle, die Antwerpen auch mit allen Sinnen erleben möchten.
Gut zu wissen: Mit dem Antwerp City Pass ist der Eintritt in die Chocolate Nation kostenfrei.



#4 Die Altstadt
Das Herz Antwerpens schlägt auf dem Grote Markt. Hier stehen prachtvolle Zunfthäuser mit reich verzierten Giebeln und in der Mitte des Platzes steht der Brabobrunnen, der an die Legende zur Entstehung des Stadtnamens erinnert. Rund um den Grote Markt laden zahlreiche Cafés und Restaurants dazu ein, das lebendige Treiben zu beobachten. Von hier aus führen kleine Gassen durch die charmante Altstadt, vorbei an historischen Fassaden, Boutiquen und versteckten Innenhöfen.





#4.1 Die Liebfrauenkathedrale
Über der Altstadt erhebt sich die Liebfrauenkathedrale Antwerpen (Onze-Lieve-Vrouwekathedraal). Ihr filigraner Turm ragt 123 Meter in den Himmel und sie ist damit das höchste Kirchengebäude der Benelux-Staaten. Leider haben wir die Kirche nicht zu Öffnungszeiten erwischt, drinnen hängen jedoch Meisterwerke von Peter Paul Rubens, die man sich doch einmal anschauen sollte. Dadurch versteht man besser, warum Antwerpen im Goldenen Zeitalter eine der bedeutendsten Städte Europas war.


#4.2 Der Vlaeykensgang
Mitten in der Altstadt versteckt sich ein Ort, den viele Besucher leicht übersehen: der Vlaeykensgang. Die schmale Gasse stammt aus dem 16. Jahrhundert und verbindet die Oude Koornmarkt mit der Pelgrimstraat. Kopfsteinpflaster, alte Backsteinfassaden, Laternen und kleine Innenhöfe mit romantischen Restaurants verleihen dem Vlaeykensgang eine fast geheimnisvolle Atmosphäre. Wer Antwerpen erkundet, sollte unbedingt einen kurzen Abstecher in diese pittoreske Passage machen.



#5 Sint-Annatunnel
Der Sint-Annatunnel liegt ganz in der Nähe der Altstadt und verbindet diese seit 1933 mit dem linken Ufer der Schelde. Besonders sind die originalen Holzrolltreppen, die den Weg nach unten zu einem kleinen Zeitreise-Erlebnis machen. Wer mag kann den durch den langen Tunnel auf die andere Uferseite laufen, denn dort erwartet einen ein schöner Ausblick auf die „Skyline“ von Antwerpen.

#6 Het Steen
Ebenfalls direkt an der Schelde liegt Het Steen, Antwerpens älteste erhaltene Festung aus dem 13. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich die Tourist Information und die interaktive Ausstellung The Antwerp Story, die Besucher auf eine multimediale Reise durch die Geschichte und Gegenwart der Stadt mitnimmt. In mehreren Räumen erfährt man auf moderne und überraschende Weise, was Antwerpen geprägt hat. Perfekt als Einstieg für alle, die die Stadt besser verstehen möchten.

#7 Rubenshuis
Wer kennt ihn nicht, den barocken Künstler Peter Paul Rubens, der von 1577 bis 1640 lebte und der für seine zahlreichen Werke bekannt ist, die sich heute in den größten Museen der Welt befinden? Er war jedoch nicht nur Maler, sondern auch Diplomat, Netzwerker und Unternehmer. Sein Haus, ein Stadtpalais im italienischen Stil mit Innenhof und Garten, diente daher auch als Werkstatt, Treffpunkt und Bühne. Das Rubenshuis liegt nur wenige Gehminuten von der Haupteinkaufsstraße Meir entfernt und kann normalerweise besichtigt werden. Leider ist das Wohnhaus wegen Renovierungsarbeiten jedoch noch bis 2030 geschlossen.
Geöffnet sind jedoch der Garten, die Bibliothek und die Rubens Experience. Letztere befindet sich im renovierten Bereich des Museums und ermöglicht es Besucher:innen mithilfe moderner audiovisueller Tools und Filme, tiefer in das Leben und die Werke von Rubens einzutauchen.
Gut zu wissen: Wer unbedingt auch das Wohnhaus von Rubens besuchen möchte, sollte seinen Besuch besser vertagen. Ich fand die interaktive Ausstellung zwar interessant, allerdings fehlte mir ein wichtiges Highlight. Mit dem Antwerp City Pass ist der Eintritt in die Rubens Experience jedoch kostenfrei.



#8 Das MAS und der Hafen
Antwerpen ohne Hafen? Undenkbar. Das Wasser hat die Stadt geprägt, wirtschaftlich wie kulturell. Wer dieses maritime Erbe verstehen möchte, besucht am besten das Museum aan de Stroom, kurz MAS. Schon das Gebäude ist ein Statement: roter Sandstein, der stapelartig übereinandergeschichte wurde, Glaswellen und eine fantastische Aussicht. Von der Dachterrasse im 9. Stockwerk blickt man über ganz Antwerpen, Hafenbecken, Kräne, Schiffe und die weite Schelde. Im Inneren erzählt das Museum von Handel, Migration und Globalisierung sowie der Rolle Antwerpens als Diamantenstadt. Wir haben das Museum jedoch nicht besucht.
Gut zu wissen: Der Ausblick ist kostenlos und unbezahlbar schön. Ihr könnt, ohne Eintritt zu bezahlen, die 9 Stockwerke des MAS über die Rolltreppen erreichen.




#9 Das Hafenviertel Het Eilandje
Wer genug Zeit hat, kann vom MAS aus noch einen Spaziergang durch das weitläufige, alte Hafenviertel „Het Eilandje” machen. Hier befinden sich unter anderem das architektonisch außergewöhnliche Hafenhaus und das interessante Red Star Line Museum, das sich mit der Auswanderungsgeschichte Europas befasst. In den alten Lagerhäusern haben sich außerdem hippe Cafés niedergelassen.
Gut zu wissen: Werft unbedingt auch einen Blick in das historische Felix Pakhuis, ein ehemaliges Lagerhaus aus dem 19. Jahrhundert. Es befindet sich schräg gegenüber vom MAS. Das Gebäude diente früher zur Lagerung von Waren wie Getreide, Zucker oder Wein und wurde später aufwendig renoviert. Heute verbindet es seine industrielle Geschichte mit modernem Design und bildet damit die perfekte Kulisse für den urbanen WOLF Sharing Food Market (siehe #13 Kulinarische Entdeckungen).






#10 Das trendige Het Zuid
Wer das trendige, etwas ruhigere Antwerpen erleben möchte, spaziert ins Viertel Het Zuid. Hier findet man breite Boulevards, schicke Jugendstilhäuser, Galerien, Antiquitätenläden, Streetart sowie coole Bars und gemütliche Cafés. Außerdem befinden sich hier mehrere Museen, darunter das KMSKA (Königliches Museum der Schönen Künste), das M HKA (Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen) und das FOMU (Fotomuseum Antwerpen).
Gut zu wissen: Macht unbedingt auch einen Bummel über die Kloosterstraat, die am Rande von Het Zuid liegt. Sie ist bekannt für ihre vielen Antiquitätenläden, Vintage-Shops und Galerien, die auch sonntags geöffnet sind.






#11 Sehenswerte Museen
Antwerpen bietet eine beeindruckende Museumsvielfalt. Von großen Kunsthäusern wie dem KMSKA über moderne Konzepte im MAS bis hin zu Spezialmuseen wie dem MoMu – ModeMuseum Antwerpen. Egal ob alte Meister, Mode oder Stadtgeschichte, hier findet jeder ein Museum, das perfekt zum eigenen Interesse passt.
#11.1 Das Königliche Museum der Schönen Künste
Das KMSKA zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Belgiens und beeindruckt mit einer einzigartigen Verbindung aus historischer und moderner Architektur. Die Sammlung reicht von flämischen Meistern wie Rubens bis hin zu moderner Kunst und wird in einer außergewöhnlich inszenierten Ausstellung präsentiert. Allein die Eingangshalle ist so opulent, dass sie schon einen Besuch wert ist.





#11.2 Museum Plantin-Moretus
Besonders sehenswert und hübsch fanden wir auch das Museum Plantin-Moretus. Es ist UNESCO-Weltkulturerbe und gewährt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des Buchdrucks. Hier wandelt man durch die original erhaltenen Räume von Christoph Plantin, der ein einflussreicher französischer Buchdrucker und Verleger im 16. Jahrhundert war und die Officina Plantiniana in Antwerpen gründete.
Gut zu wissen: Mit dem Antwerp City Pass ist der Eintritt zu beiden Museen kostenfrei.




#12 Mode und Shoppen
Antwerpen ist seit Jahrzehnten eine Modestadt. Bereits in den 1980er Jahren sorgten die „Antwerp Six“, zu denen Designer wie Dries Van Noten gehörten, international für Aufsehen. Rund um die Nationalestraat und im Modeviertel gibt es daher jede Menge Concept Stores, kleine Boutiquen und Vintage-Läden. Hier geht einem wahrlich das Shoppingherz auf. Leider haben die Geschäfte sonntags größtenteils geschlossen. Plant dies bei einem Besuch daher unbedingt ein.
Die Haupteinkaufsstraße von Antwerpen ist die Meir. Sie verbindet den Antwerpen-Centraal Bahnhof mit der Altstadt und ist gesäumt von großen internationalen Modeketten, historischen Gebäuden, Shoppingmalls (Shopping Stadsfeestzaal) und eindrucksvoller Architektur.
Extra Tipp: Stattet unbedingt dem BOZA café einen kleinen Besuch ab, dass direkt in einer Seitenstraße der Meir liegt. Auch wenn ihr keinen Kaffee trinken wollt ;). Die Location in der historischen Handelshalle ist einfach atemberaubend. Direkt auf der Meir befindet sich zudem der tolle Schokoladenshop „The Chocolate Line”, der schon selbst wie ein kleines Rubens-Museum daherkommt.





#13 Unterkunftstipp
Wir haben mit unserem 14-jährigen Teenager zwei Nächte in den Luxury Suits Royal by Rikas Hotels* verbracht. Die süße kleine Wohnung mit einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer mit Schlafcouch, einer Küchenzeile, Bad und Terrasse hat wirklich die perfekte Lage, denn man steht in drei Gehminuten auf der Haupteinkaufsstraße „Meir”. Da wir ausnahmsweise mit dem Auto vor Ort waren, konnten wir zudem einen privaten Parkplatz in einer nahegelegenen Garage dazubuchen.

Gut wissen: Die gesamte Antwerpener Innenstadt ist eine Umweltzone, die nur von Fahrzeugen befahren werden darf, die den Zulassungsbedingungen entsprechen. Diese könnt ihr hier überprüfen und müsst euren Wagen dafür vorab registrieren. Ohne diese Zulassung drohen hohe Strafen.
#14 Kulinarische Entdeckungen
Wer liebt sie nicht? Belgische Schokolade, Waffeln, Fritten und Bier! Darüberhinaus ist Belgien jedoch auch für besonders kreative und exzellente Kulinarik bekannt. Ich habe hier jedenfalls schon sehr oft sehr gut gegessen. In Antwerpen bringt die internationale Geschichte zudem Aromen aus aller Welt auf den Teller.
Hier mal meine drei Food-Favoriten, die ihr in Antwerpen unbedingt ansteuern solltet.
- Die Brasserie Appelmans ist ein lebhafter Klassiker direkt an der Kathedrale. Hier bekommt man belgische Küche in stilvollem, aber lässigem Ambiente. Es gibt auch eine coole Bar mit chilliger Musik. Perfekt um den Abend ausklingen zu lassen.
- Das Fiera gehört zu den Restaurants, die man in diesem Leben nicht mehr vergisst. Das erstklassige (aber auch hochpreisige) Restaurant beeindruckt vor allem mit seiner spektakulären Location in der ehemaligen Handelsbörse aus dem 15. Jahrhundert. Hohe Decken, Palmen, Kerzenschein und köstliche 4-5 Gänge-Menüs eignen sich perfekt für einen ganz besonderen Anlass.
- Im WOLF Sharing Food Market, direkt gegenüber vom MAS, geht es dagegen mit internationaler Streetfood-Vielfalt sehr urban zu. Ideal, wenn jeder etwas anderes essen möchte und man sich einfach durchprobieren will.











#15 Wochenendmarkt am Theaterplein
Am Wochenende findet jeden Sonntagvormittag, in der Regel von 8:00 bis etwa 13:00 Uhr (im Sommer oft bis ca. 14:00 Uhr), der bekannteste Wochenendmarkt rund um den Theaterplein (Vogelenmarkt) statt. Zwischen Streetfood, Blumenständen und kleinen Alltagsfunden lässt sich hier wunderbar das echte Antwerpen spüren.

#16 Der Antwerp City Pass: Wann sinnvoll?
Wir hatten während unseres Aufenthalts den Antwerp City Pass. Er lohnt sich vor allem, wenn ihr die Stadt aktiv entdecken möchtet, also Museen besuchen, Sehenswürdigkeiten von innen sehen und vielleicht auch mal spontan Bus oder Tram fahren möchtet. Gerade für zwei bis drei Tage nimmt er euch den Druck, ständig über Eintrittspreise nachzudenken, und ihr könnt euch einfach treiben lassen. Da wir während unseres Aufenthalts nicht nur schönes Wetter, sondern auch richtiges Schneegestöber hatten, konnten wir den Pass direkt bei mehreren Museumsbesuchen nutzen.
Wenn ihr jedoch lieber durch Gassen schlendert, Cafés entdeckt und die Atmosphäre aufsaugt, statt viele Museen „abzuhaken“, braucht ihr ihn eher nicht. Denn Antwerpen funktioniert auch wunderbar ganz ohne festen Plan.
#17 Was noch?
Stattet unbedingt auch der wunderschönen Kulturerbe-Bibliothek Hendrik Conscience einen Besuch ab. Sie hatte leider geschlossen, als wir dort waren. Außerdem könnt ihr gut einen Spaziergang durch den Botanischen Garten (Plantentuin) machen, der eine kleine Oase mitten in der Stadt ist. Und auch die Sint Carolus Borromaeuskirche am Conscienceplein ist ein barockes Meisterwerk und man wähnt sich glatt in Italien. Ich sag ja…. zwei Tage sind eigentlich zu kurz für Antwerpen.





Unser Fazit: Antwerpen, eine Stadt die nachwirkt
Nachdem ich nun schon in Brüssel, Gent, Mechelen und Brügge war, muss ich gestehen: Ich kann mich kaum entscheiden, welche dieser flämischen Städte die schönste ist, denn jede hat ihre ganz eigenen Reize. Fakt ist jedoch, dass Antwerpen mit seinem Hafen, den jahrhundertealten, prunkvollen Hallen und Gebäuden sowie dem jüdischen Viertel besonders kosmopolitisch wirkt.
Zwischen Kunst und Kommerz, Hafen und Historie, Avantgarde und alten Gassen strahlt sie eine Atmosphäre aus, die gleichzeitig lebendig und angenehm unaufgeregt ist. Man kann es nur schwer beschreiben. Ihr müsst sie euch wohl einfach selbst ansehen ;).
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