Südafrika mit Kindern

Die Kapregion – ein Mikrokosmos an Highlights

Über 4 Monate ist es nun schon wieder her, daß wir mit Erlebe Familienreisen in Südafrika waren und ich habe es noch nicht geschafft, alle Eindrücke dieser großartigen Reise in Worte zu fassen. Daher nehme ich Euch heute mit in die wundervolle Kapregion, die eine wahre Fülle an Highlights bietet. Stellt Euch also mal auf eine unglaubliche Bilderflut ein. Die Kapregion in einen Beitrag zu packen, ist aber eigentlich auch fast unmöglich.

Unser Erlebe Familienreisen-Baustein „Sandburgen und Pinguinstrand“ war mit 4 Tagen/ 3 Nächten daher leider auch viel zu kurz, denn eigentlich könnte man auch einen ganzen Südafrika-Urlaub locker nur auf der Kap-Halbinsel verbringen.

#1 Hout Bay und der Chapmans Peak Drive

Unsere Basis für die Erkundung des Kaps war die Tarragona Lodge am Stadtrand von Hout Bay. Ein sehr gepflegtes 4 Sterne Bed & Breakfast mit leckerem Frühstück, geräumigen Zimmern und Blick auf die Berge von den Balkonen im 1. Stock. Die Zimmer im Erdgeschoss haben eine kleine Terrasse mit unmittelbarem Zugang in den großen Garten mit Pool. Das Bed & Breakfast ist sehr stilvoll, hat viele afrikanische Akzente und Herr Hibbel saß allabendlich in „seinem Präsidenten-Sofa“ und ließ den Tag mit einem Absacker in der Hand Revue passieren :).

Sehr angenehm fanden wir das Vertrauens-Prinzip sich an der gut gefüllten Hausbar selber bedienen zu dürfen. Ob Cola, Wein oder selbstgemixter Gin Tonic – jedes genommene Getränk wurde einfach auf dem entsprechenden Zimmer-Sheet notiert und am Ende des Aufenthaltes bezahlt.

Der Strandort Hout Bay ist unaufgeregt und besteht eigentlich nur aus ein paar kleinen Shops, Cafes und Restaurants. Er ist jedoch das Tor zum weltberühmten, 9 km langen Chapmans Peak Drive und der ist wahrlich ein absolutes Must-See.

Eins unserer abendlichen Highlights war im Übrigen das kinderfreundliche Restaurant Dunes direkt am Strand von Hout Bay. Füße im Sand, leckere unkomplizierte Gerichte, ein umzäunter Kinderspielplatz auf dem Gelände, Cocktail in der Hand und die schönsten Sonnenuntergänge, die man sich vorstellen kann. Müsst Ihr hin, falls Ihr mal in Hout Bay sein solltet.

Der Chapmans Peak Drive gehört mit zu den schönsten Küstenstraßen dieser Welt und schlängelt sich in 114 Kurven zwischen Meer und steilen Felswänden entlang von Hout Bay nach Noordhoek. Auf ca. halber Strecke gibt es auf 160 Höhenmetern einen wundervollen Look Out über Hout Bay, den ich mir am Liebsten auf eine Fototapete gedruckt hätte. Die einfache Fahrt über den Chapmans Peak Drive kostet gut angelegte 42 Rand Mautgebühr. Der alternative Fahrtweg ist lang und führt einmal um das Gebirgsmassiv herum.

#2 Der Long Beach von Noordhoek

Kommt man auf der anderen Seite des Chapmans Peak an, wird man vom Anblick auf den wunderschönen Long Beach von Noordhoek förmlich erschlagen. Der 8km lange Sandstrand lädt direkt zu einem stundenlangen Strandspaziergang ein. Leider stießen wir am Strand-Parkplatz auf Warnschilder, daß man sich doch bitte wegen Raubüberfällen,nicht weiter als 500 Meter entfernen solle. Nachzulesen in diesem Südafrika von A bis Z Beitrag von mir. Fanden wir ein wenig abtörnend und außerordentlich schade, denn der Strand ist wahrlich ein Traum.

#3 Cape of Good Hope

Gar nicht mal sooo spektakulär fand ich dafür das Kap der Guten Hoffnung. Wie das halt immer so ist mit dem nördlichsten oder südlichsten Punkt eines Landes, ragen auch hier einfach nur Felsen in den Ozean. Trotzdem ist der Nationalpark natürlich ein Must-See, denn es laufen einem mitunter freilebende Paviane und Strauße über den Weg. Außerdem ist die Fahrt dorthin wunderschön und die Strände sind ebenfalls ein Traum. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 125 Rand für Erwachsene und 65 Rand für Kinder und er schließt gegen 17 Uhr. Man sollte aber  sowieso lieber früher als später vor Ort sein, um den Busladungen an Touristen zu entgehen. Dann muß man mitunter nämlich in einer Schlange mit lauter Chinesen und Indern stehen, um vor dem berühmtem Cape of Good Hope-Schild ein Erinnerungsfoto zu schießen.

#4 Muizenberg Beach und Kalk Bay

Die bunten Strandhäuschen von Muizenberg Beach kennt wahrscheinlich jeder von Fotos. Sie sind die Attraktion am Kap, auch wenn sie mittlerweile längst verlassen sind und vor sich hin rotten. Der Strand ist endlos und unzählige junge Leute versuchen sich hier mit einem Surfkurs. Aber Achtung! Haie lauern immer an der südafrikanischen Küste und das Meer ist saukalt. Bis auf meinen Zeh war ich nicht einmal auf unserer Reise im Wasser.

Shoppingtechnisch gibt es in Südafrika außerhalb von Kapstadt nicht viele Orte, wo man mal ein paar Souvenirs kaufen kann. Daher schlagt unbedingt zu, falls Ihr in der Ecke sein solltet. Gerade in Kalk Bay gibt es ein paar nette Vintage-Läden. Für all den Kram hätte ich dann aber leider noch einen Schiffscontainer nach Hause benötigt.

#5 Die Whale Coast Route

Wie der Name schon sagte, gibt es an der Whale Coast Route zwischen Juli und Oktober jede Menge Wale zu sehen. Als wir im Februar / März dort waren, war leider keine Wal-Saison, dafür geht es in dieser Region dann aber auch sehr viel entspannter zu. Rund um Hermanus gibt es ein paar hübsche Weingüter, einen Cliff Path Walking Trail sowie das hübsche Örtchen Stanford, das einen Abstecher lohnt. Außerdem sollte man unbedingt die spektakuläre Küstenstraße von Hermanus nach Gordons Bay nehmen.

#6 Pinguinstrände

Der wahrscheinlich bekannteste Strand, um die niedlichen afrikanischen Pinguine hautnah zu beobachten, ist Boulders Beach auf der Kap-Halbinsel. Wir sind ehrlich gesagt nur daran vorbeigefahren, denn er war uns einfach zu überfüllt. Dafür hatten wir uns aber bereits die Stony Point Penguin Colony in Betty´s Bay angeschaut, auf der Strecke zwischen Hermanus und Gordons Bay. Die Pinguine sitzen zwar nicht, wie in Boulders Beach, auf blendendweißem Sand, dafür hat man aber sehr viel mehr Ruhe um sich die possierlichen Kerlchen anzuschauen.  Der Eintritt kostet 10 Rand und die Öffnungszeiten sind von 8 bis 17 Uhr.

#7 Stellenbosch und das Weingut Babylonstoren

Ich muß gestehen, daß mich Stellenbosch jetzt nicht so sehr aus den Latschen gehauen hat. Als wir dort ankamen, war es unglaublich heiß, die Landschaft ergo relativ verdörrt und es loderten immer wieder Buschfeuer auf. Auch Stellenbosch fand ich, aufgrund der vielen Schwarzen die dort überall „herumlungerten“, eher deprimierend als nett. Die ganze Gegend inklusive der Buschfeuer hat mich sehr an Australien erinnert, nur das ich die australischen Winelands sehr viel schöner finde. Tatsächlich habe ich aus dem Grund auch gar keine Fotos von Stellenbosch.

Buschfeuer rund um Stellenbosch, dessen Qualm den Horizont verdunkelt

Was mich allerdings wirklich umgehauen hat, war das 300 Jahre alte Weingut Babylonstoren, mit seinen Obst- und Gemüsegärten, dem Irrgarten aus Opuntien, den freilaufenden Hühnern, netten kleinen Shops, dem Deli im Teegarten mit dem entzückenden Glashaus, den kleinen Teichen mit Lotosblüten und dem Weingut mit Verkostung. Wir hätten uns hier gut und gerne den ganzen Tag aufhalten können. Der Eintritt kostet 10 Rand und die Öffnungszeiten sind von 10 bis 17 Uhr. Geht also auch hier am Besten eher früher als später hin und versucht unter der Woche zu kommen. Dann wandelt man u.U. auch mal ganz allein durch die wundervollen Gärten.

#8 Der Kirstenbosch Botanical Garden

Last but not least, ist der Kirstenbosch Botanical Garden auf jeden Fall einen Abstecher wert. Er liegt am Fuße des Table Mountain und vom Tree Canopy Walkway hat man einen großartigen Ausblick auf die Berge und den weitläufigen Botanischen Garten. Der Baumwipfelpfad ist im Übrigen viel kürzer als man denkt und besteht eigentlich nur aus dem kleinen Schlenker, den Ihr auf dem Foto seht. Der Eintritt in den Park kostet 55 Rand für Erwachsene und 15 Rand für Kinder und die Öffnungszeiten sind in der Regel von 8 bis 18 oder 19 Uhr. Im Cafe des Parkes kann man btw ein sehr leckeres Shakshouka essen.

Könnt Ihr noch oder seid Ihr schon völlig erschlagen von der Flut an Bildern ;)? Die Auswahl der drölfzig Bilder hat mich aber auch echt völligst überfordert, denn die Kapregion ist einfach nur ein Träumchen. Habt Ihr Geheimtipps für diese Ecke?

Mehr über unseren Aufenthalt in der Nyaru Game Lodge mit Timon und Pumbaa könnt Ihr hier nachlesen und warum ich mich in eine Straußenfarm irgendwo im Nirgendwo verliebte, erfahrt Ihr hier.

Offenlegung: Unsere Reise wurde von Erlebe Familienreisen unterstützt. Meine Meinung bleibt davon unangetastet.

 

 

 

 

 

 

5 Kommentare

  1. Katrin Michailow sagt

    Südafrika ist ein Traum. Wir kommen auf alle Fälle wieder. Empfehlung: Grotto Beach bei Hermanus mit der Bar Dutchies. Der Beach ist breit, leer und sauber!

    • Nadine sagt

      Von Hermanus haben wir irgendwie gar nicht soviel gesehen, außer den Cliff Path Walk und den Hafen. Das Umland fand ich aber auch sehr toll. Danke für den Tipp, Katrin! LG, Nadine

      • Katrin sagt

        Wir haben auch nur eine Nacht dort verbracht, da der Stop nur zur Überbrückung von Distanz gedacht war. Wir waren aber sehr angetan von dem Ort. Der Spielplatz in der Nähe des Hafens, wo man den Ozean vor der Nase hat und die Ausläufer der grünen „Hügel“ im Hintergrund… fantastisch.
        Ebenfalls kann ich nur bestätigen, dass man von Kapstadt aus die spektakuläre Küstenstrasse nehmen sollte. Die war der absolute Knaller!!

  2. Wenn ich die Bilder sehe, könnte ich direkt wieder in den Flieger steigen. Einfach großartig, besonders mag ich Dein Foto im Gewächshaus. 🙂 Wir haben auch in Hout Bay gewohnt, fanden den Ort sehr entspannt und sind von dort in alle Himmelsrichtungen gefahren. Liebe Grüße, Ines

  3. Hach, ich kanns gar nicht mehr erwarten, wenn ich deine tollen Bilder sehe, Nadine! Die Weinregion werden wir auslassen, aber in der Haut Bay werde ich ganz sicher an einem Abend bei Sonnenuntergang im Dunes auf deinen Tipp anstoßen 🙂
    Liebe Grüße
    Gela

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