Kleine Lifehacks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag
Unsere wöchentliche Obst- und Gemüse-Biokiste

25. Juni 2018

[Dieser Beitrag enthält Werbung für die Biokiste, auch wenn alles aus eigener Tasche bezahlt wurde.] Dies nur zur Sicherheit und um diesen EU-Datenschutz-Internet-Abmahn-Irrsinn entgegenzuwirken.

Kann man sich in eine Obst- & Gemüse-Biokiste verlieben? Nun, ich bin es augenscheinlich, denn ich fiebere jedem Mittwoch entgegen und freu mich immer wie Bolle, wenn der Lieferant mit der prall gefüllten Biokiste vor unserer Haustür steht. Keine Ahnung, warum ich so lange gebraucht habe, bis ich mir endlich mal eine bestellt habe, aber nun möchte ich nicht mehr ohne Biokiste leben. Seit 2 Jahren kämpfe ich nun schon gegen den alltäglichen Plastikirrsinn an und es ist immer noch höchst kompliziert. Vieles bekommt man nun mal schlichtweg nicht ohne Plastikverpackung. In vielerlei Hinsicht habe ich es jedoch schon geschafft auf Glas, Papier, Pappe oder Edelstahl umzustellen und damit unsere gelbe Tonne auf die Hälfte zu reduzieren. Hier habe ich z.B. mal irgendwann über 17 Tipps, für mehr Nachhaltigkeit in Küche und Bad geschrieben.

Bei Obst und Gemüse war das eigentlich relativ easy. Wenn man nämlich nicht gerade im Discounter einkauft, bekommt man vieles lose und das packe ich dann einfach in meine mitgebrachten Netze. Oft bin ich dafür von Pontius nach Pilatus gegurkt – sprich vom Supermarkt, zum Biomarkt, zum Wochenmarkt, zum Hofladen. Das kostet natürlich jede Menge Zeit und auf dem Lande auch Sprit. Daher bin ich nun ziemlich happy über meine Biokiste, die mir viel Fahrerei erspart und einfach jeden Mittwoch vor unsere Haustür geliefert wird.

Den Warenkorb unserer Biokiste kann ich selber bearbeiten und für eine Woche reinpacken, was wir brauchen. Unser Lieferant ist da zum Glück sehr gut aufgestellt und liefert auch Milchprodukte, Eier und viele andere Produkte, die es z.T. auch im Bioladen gibt. Klar kaufe ich auch manches noch im Supermarkt dazu, denn alles kaufe ich nun mal nicht in Bioqualität. Aber im Großen und Ganzen kommen wir mit der Obst- und Gemüseauswahl recht gut, eine Woche lang über die Runden. In der Kiste sind dann z.B. Bananen, Aprikosen, Kiwis, Mangold, Broccoli, Süßkartoffeln, Gurke, Zucchini, Salat und Tomaten. Das variiert natürlich wöchentlich.

Zum Kostenpunkt:

Viele Leute denken, so ein Biokauf wäre viel zu teuer und gehen daher zum Discounter. Ich persönlich finde ja, dass man mit einer Biokiste sehr viel überlegter und gezielter einkauft und ergo, gar nicht so viel mehr Geld ausgibt. Im Discounter kauft man oft zuviel ein und Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht. Das hat dann zur Folge, dass wieder zu viele Nahrungsmittel im Mülleimer landen. Ich kaufe dann halt nur eine Paprika und nicht direkt eine ganze Plastikschale voll. Kostenpunkt unserer Biokiste liegt bei ca. 28-35 € inkl. 2,50 € Lieferung. Das finde ich für eine 4köpfige Familie völlig in Ordnung. Und zudem habe ich uns und der Umwelt etwas Gutes getan.

Wie handelt ihr das? Habt ihr schon mal über eine Biokiste nachgedacht? Falls nicht, googelt doch einfach mal. Vielleicht gibt es in eurer Ecke ja auch Höfe, die Euch beliefern.

PS. Habt ihr eigentlich Bock auf mehr so kleine Lifehacks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag? Ich freu mich, wenn ich da mal den ein oder anderen kleinen Tipp mit Euch teilen und inspirieren kann.

 

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6 Comments

  • Reply Nova 26. Juni 2018 at 6:02

    Finde ich gut! Selbst lasse ich zwar nicht liefern, aber ich habe hier ja reichliche Angebote alles frisch von den Erzeugern direkt vor Ort oder auf dem Bauernmarkt holen zu können. Sicher ist es teilweise eingeschränkt weil tatsächlich auf die Saison bezogen, aber ich verzichte gerne auf etwas wenn es nicht frisch ist. Ein Supermarkt hat halt meist nur Importware, zudem dann oftmals überteuert. Das ist hier auch ein Unterschied, man bekommt vor Ort die Sachen noch günstiger als im Supermarkt.

    Wünsche dir noch einen schönen Tag und sende liebe Grüsse

    N☼va

    • Reply Nadine 27. Juni 2018 at 7:50

      Liebe Nova, nach Teneriffa muß ja zudem auch noch jeder Apfel eingeflogen werden. Da kauft man wirklich besser lokal ein und unterstützt die Bauern der Insel. Ich war allerdings mal ganz schockiert, das ich auf La Palma kaum Fisch kaufen konnte. Der wird scheinbar direkt von der Insel aufs Festland und in den Rest der Welt verschifft. Auf Teneriffa ist das sicher besser, weil die Insel viel größer ist, oder? LG, Nadine

  • Reply Mareike 26. Juni 2018 at 9:27

    Schön zu hören, dass ihr auch von der Biokiste überzeugt seid. Wir bekommen sie seit acht Jahren und ich möchte es nicht missen. Es erspart uns einen kompletten Wocheneinkauf und kommt bei uns praktischerweise Freitags.
    Wir lassen uns tatsächlich nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Eier, Milch, Joghurt (den Naturjoghurt in den 500g Gläsern), Käse und ein Brot liefern. Mittlerweile haben wir meine Schwiegermutter überzeugt (oder besser gesagt der WDR mit einem Bericht über das Leid der Milchkühe in klassischer Milchviehwirtschaft) ihre Milch auch über uns zu bestellen und den Nachbarn bestellen wir immer Eier mit.
    Es ist schön zu sehen wie sehr sich auch die Kinder immer freuen mittags in die Kiste zu schauen, was der Bauer uns jetzt wieder eingepackt hat.

    • Reply Nadine 27. Juni 2018 at 7:46

      Liebe Mareike,

      meine Jungs fiebern der Kiste auch schon immer entgegen und sind gespannt was drin ist. Die staunen dann über total bunten Mangold, ziemlich krüppelige (aber leckere) Möhren und das Kiwis z.T. auch richtig lustige Formen haben können und nicht nur wie ein genormtes Ei aussehen. Und ja, der Aspekt mit der Milchviehwirtschaft ist leider auch so ein Thema. Ich trinke fast nur noch Hafermilch im Kaffee. Ob das nun besser ist, sei mal dahingestellt. Aber ich fühle mich besser damit. GlG, Nadine

  • Reply Nadine 27. Juni 2018 at 7:46

    Liebe Mareike,

    meine Jungs fiebern der Kiste auch schon immer entgegen und sind gespannt was drin ist. Die staunen dann über total bunten Mangold, ziemlich krüppelige (aber leckere) Möhren und das Kiwis z.T. auch richtig lustige Formen haben können und nicht nur wie ein genormtes Ei aussehen. Und ja, der Aspekt mit der Milchviehwirtschaft ist leider auch so ein Thema. Ich trinke fast nur noch Hafermilch im Kaffee. Ob das nun besser ist, sei mal dahingestellt. Aber ich fühle mich besser damit. GlG, Nadine

  • Reply Nadine 27. Juni 2018 at 7:50

    Liebe Nova, nach Teneriffa muß ja zudem auch noch jeder Apfel eingeflogen werden. Da kauft man wirklich besser lokal ein und unterstützt die Bauern der Insel. Ich war allerdings mal ganz schockiert, das ich auf La Palma kaum Fisch kaufen konnte. Der wird scheinbar direkt von der Insel aufs Festland und in den Rest der Welt verschifft. Auf Teneriffa ist das sicher besser, weil die Insel viel größer ist, oder? LG, Nadine

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