Welche Verantwortung habe ich als Reisebloggerin?
Meine Gedanken zum Reise-Mainstream, Overtourism und der Klimaveränderung

4. Februar 2019

Bei meiner Reisebloggerkollegin Tanja von Taklyontour habe ich kürzlich einen Beitrag gelesen, der mich zum wiederholten Male ins Grübeln gebracht hat. Und da sie gleichzeitig zu einer Blogparade aufgerufen hat, werde ich heute mal zu ihrer Frage Stellung beziehen.

Wer meinen Blog schon länger liest, wird sicher bemerkt haben, dass ich schon seit einiger Zeit mit der weltweiten Entwicklung des Reisens hader. Und nicht nur aus Umweltschutzgründen. Bereits 2016 habe ich einen Post darüber geschrieben, dass Weltreisen fast schon Mainstream geworden sind und ich gar nicht weiß, wie ich das finden soll. All das, was mir dazu im Kopf herumschwirrt, kann ich kaum in einen Post fassen.

Welche Verantwortung habe ich als Reisebloggerin?

Wie bin ich zum Reisen und Bloggen gekommen?

Ich reise schon mein ganzes Leben lang um die Welt. Als Kind mit meinen Eltern, später allein und nun seit bald 12 Jahren mit meiner eigenen Familie. Ob mit meinen Eltern per Auto durch Marokko, Griechenland, Norwegen oder die Türkei 1985, trampend durch Costa Rica 1995, quer im Hühnerbus durch Laos, Vietnam und Kambodscha während meiner einjährigen Weltreise 1999, per Campervan einmal um den australischen Kontinent 2002 oder ins politisch-fragwürdige Myanmar 2006. Ich war schon immer unterwegs. Und das nicht, weil ich reich geboren bin, sondern weil Reisen schon immer einen extrem hohen Stellenwert bei uns hatte. Andere Leute sparen auf ein Eigenheim, ein teures Auto, gehen oft essen oder haben ein teures Hobby. Wir sparen ständig für unsere nächste Reise.

Es war also logische Konsequenz, dass ich das auch mit meinen Kindern fortführen würde. Planet Hibbel gibt es nun seit 7 Jahren und es fing alles mit unserer Elternzeit mit Baby und Kleinkind in Thailand an. Damals bekamen wir recht viel Gegenwind für unsere Reisepläne, so a la: Wie kann man das nur zwei kleinen Kindern zumuten! Ihr seid ja egoistisch! Viel zu gefährlich! etc. etc. Ich sah mich daher fast schon genötigt, mich zu verteidigen und wollte der Welt beweisen, dass das Reisen mit Kindern sehr wohl möglich und zudem auch noch toll und bereichernd ist. Damit habe ich viele Leser zum Reisen mit Kindern inspiriert und das war großartig und irgendwie lange fällig. Auch wenn das ursprünglich gar nicht mein Plan war und das Bloggen einfach zum Selbstläufer wurde. Für mich war klar, dass es mit Kindern nicht nur die Ostsee oder der Schwarzwald sein muß und ich finde es auch nach wie vor wichtig, das Eltern mutig sind und auch ihre Kleinen schon über den Tellerrand schauen lassen. Damit meinte ich jedoch nicht, dass man nur noch Fernreisen machen soll. Es ging mir immer auch um die kleinen Abenteuer, die man schon vor der Haustür erleben kann.

Wie sieht die aktuelle, globale Reiselage aus?

Das sich das ganze Thema Reisen zu einem wahren Mainstream entwickeln würde, der mir gar nicht unbedingt gefällt, hätte ich ehrlich gesagt nie gedacht. Und das ich sogar mal einen Beitrag schreiben würde, indem ich dafür plädiere weniger bzw. gewählter zu reisen, wäre mir sicher verrückt vorgekommen. Noch vor 7 Jahren sind die Menschen allgemein aber sehr viel weniger gereist und ich war mit dem Thema daher auch immer ein bißchen allein auf weiter Flur. Mittlerweile machen (in meiner Reiseblogger-Blase) jedoch megaviele Eltern in der Elternzeit eine halbe Weltreise mit Baby oder sind sogar mit 2-3 schulpflichtigen Kindern mehrere Monate unterwegs. Viele Menschen machen 2-5 Reisen pro Jahr. Mal eben für ein paar Tage nach New York, übers Wochenende nach Barcelona oder die Kreuzfahrt quer durchs Mittelmeer. Aber gerade diese kurzen Trip sind eine ökologische Voll-Katastrophe, denn sie produzieren enorm viel CO2, das widerum den Klimawandel extrem antreibt.

Langzeitreisen finde ich dagegen sehr unterstützenswert, denn sie sind wertvolle Lebenszeit und man hinterlässt (wenn man sich dafür nicht gerade zigmal in den Flieger setzt) sehr viel weniger CO2-Fußabdruck. Ob Deutschland, Spanien oder China – den Menschen geht es so gut wie nie zuvor und das wird auch ausgelebt und gezeigt. Reisen ist z.T. unfassbar günstig geworden und dadurch können sich sehr viel mehr Menschen exotische Reisen oder Wochenendtrips leisten, als noch vor ein paar Jahren. Airlines wie Ryan Air pushen das Ganze mit so Extremangeboten wie z.B. für 1,99 € nach Mallorca. Da ist selbst ein Busticket ins Nachbardorf teurer.

Wie denke ich heute über das Thema Reiseblogger, Instagrammer und Co?

Im Zuge dieses großen Reisebooms sind natürlich auch unfassbar viele „Reise-Influencer“ wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Waren wir 2011 nur eine Handvoll Familienreiseblogger, ist seitdem eine unübersichtliche Anzahl an Blogs dazu gekommen, die ebenfalls über das Reisen (mit und ohne Kinder) schreiben. Mal abgesehen von den drölfzig Millionen Instagram Accounts, die ja erst nach den Blogs entstanden. Fast niemand schreibt einfach nur so über das Reisen, denn ein Blog ist schon lange nicht mehr nur ein Online-Tagebuch. Viele Blogs (wie meiner) sind gut funktionierende Kleinunternehmen geworden und natürlich möchte jeder etwas von diesem tollen Kuchen abhaben. Das hinter einem Blog jedoch nicht das schnelle Geld, leichte Arbeit und die hinterhergeworfenen Reisen stecken, ist den Meisten anfangs gar nicht klar. Ich habe in diesem Artikel daher schon mal mit ein paar Vorurteilen aufgeräumt, mit denen ich z.B. ständig so zu kämpfen habe.

Versteht mich nicht falsch! Ich habe das Reisen (und Bloggen) nicht für mich gepachtet und jeder hat ein Recht darauf die Welt zu entdecken (und ggfs. auch darüber zu schreiben). Das ist gut und wichtig. Ich finde nur, dass es sich schon seit einigen Jahren in eine falsche Richtung entwickelt. Gerade dieses Höher, Schneller, Weiter und die Sucht nach Ruhm auf Instagram finde ich ganz erschreckend. Besonders junge Influencer neigen dazu die Welt in einem Affenzahn abzugrasen. So nach dem Motto: Seht her…. schon 60 Länder in einem Jahr! Vorzugsweise junge, gutaussehende Pärchen lichten sich dann halbnackt an den ausgefallensten Orten der Welt ab und legen die Reise-Messlatte damit extrem hoch. Sie hetzen um die Welt, schießen perfekte Hochglanzbilder und bekommen von ihrer eigentlichen Reisen wahrscheinlich gar nichts mehr mit. Sie bekommen dafür extrem gute Koops in Hotels, die sich kein normaler Twen leisten kann und pushen damit den Reiseboom. Eine stinknormale Reise nach Fehmarn oder an die französische Atlantikküste erscheinen neben Hawaii, den Komoren oder Chile auf einmal dann ziemlich farblos und öde.

Welche Verantwortung trage ich gegenüber Land, Leuten, der Natur und unserer Erde?

Ich könnte nun natürlich denken, dass ich ja nur ein kleines Licht am Blogger-Horizont bin und mich das alles nichts angeht. Monatlich lesen jedoch eine nicht unerhebliche Zahl an Menschen meinen Blog und ich trage somit auch eine Verantwortung. Ich bin Teil dieses Influencer-Konstrukts, ob es mir gefällt oder nicht und fühle mich daher auch mitschuldig an diesem Verlauf. Auch ich habe mich viel zu oft ins Flugzeug gesetzt, bin mal eben für ein paar Tage nach Spanien oder Italien geflogen, habe schon Orte besucht, nur weil ich das IG-Bild dazu so toll fand und genau das Gleiche dann nochmal geschossen. Ich überlege daher schon seit einiger Zeit, wie ich weiterhin Reisebloggerin sein kann, diesen unfassbaren Hype ums Reisen aber nicht mehr unterstütze. Derzeit scheint es mir jedoch ein fast unlösbares Problem zu sein, mein Liebe zum Reisen und mein Verantwortungsgefühl für unsere Erde unter einen Hut zu bringen.

Denn Fakt ist nun mal, dass unser aller Reisewut der Erde in erheblichem Maße schadet. 2018 sind soviele Menschen ins Flugzeug gestiegen wie nie zuvor und mit dem unfassbaren CO2 Ausstoß pushen wir den Klimawandel extrem an. Niemand will verzichten, alle wollen immer mehr und gleichzeitig verdrängen wir, dass wir damit unser eigenes Grab schaufeln. Wir reisen in Massen nach Bali, verändern dort eine ganze Insel und hinterlassen unfassbare Müllberge. Wir erfreuen uns am schönen Wetter, an der Freundlichkeit der Menschen und an den coolen Cafes, Hotels und Restaurants, die eigens für uns gebaut wurden und fahren danach wieder nach Hause. Wohlwissend, das wir die Kultur und Natur der Balinesen für immer und unwiderbringlich verändern.

Wir pilgern alle zu den gleichen Orte und hinterlassen entnervte Einwohner. In Australien, Neuseeland oder Island sind soviel Deutsche unterwegs wie nie zuvor und es interessiert uns nicht, ob die Einheimischen von unserer Invasion beglückt sind. Man stelle sich das Ganze mal andersherum vor. Nicht auszudenken. Wir rennen wie die Lemminge durch Städte wie Venedig, Barcelona oder Amsterdam und posen uns durch heilige Tempel wie Angkor Wat oder Tikal und treten dabei die Kultur mit Füßen. Wir machen alles für tolle IG-Fotos und die Selbstinzenierung und besteigen dafür sogar den Kilimanjaro im Bikini. Wir wollen immer abgelegenere Orte wie die Antarktis oder den Dschungel Papua Neuguineas entdecken und vergessen bei all dem oft, worum es beim Reisen eigentlich geht.

„Nimm nur großartige Erinnerungen mit und hinterlasse nichts außer Fußspuren.“

– Chief Seattle

Worum geht es mir beim Reisen?

Nachdem das Reisen mittlerweile auch mein Job ist, natürlich darum euch zu inspirieren und meine Brötchen zu verdienen. Aber sicher nicht um euch zu beeindrucken. Für mich persönlich bedeutet Reisen an allererster Stelle immer noch unglaubliche Freiheit, Glück, Abenteuer und Selbstfindung. Ich komme nach jedem Trip total inspiriert, voller Tatendrang und Ideen nach Hause. Ich will meinen Horizont für alle Zeiten erweitern und niemals aufhören zu lernen. Ich möchte Erinnerungen und Gänsehautmomente sammeln. Und ich halte es für wichtig, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, um Wertschätzung, Toleranz und Weltoffenheit zu erlangen.

Wie geht es reisetechnisch auf Planet Hibbel weiter?

Für die Welt habe ich derzeit ehrlich gesagt wenig Hoffnung auf eine Veränderung. Denn es gibt genug Menschen, die gerade erst auf den Geschmack des Reisens kommen und jetzt so richtig loslegen. Da muß ich nur gen China schauen. Aber wer kann es ihnen verdenken? Da ich selber weitgereist bin, habe ich nicht das Recht irgendwem Vorschriften zu machen oder mit dem erhobenen Finger zu mahnen. Aber da ich viel gereist bin, sehe ich auch die gravierenden Veränderungen, die das Reisen in den letzten Jahren mit sich gebracht hat. Die sind oft positiv, weil sie politische Mißstände verändert oder Armut bekämpft haben. Durch die Zerstörung von Natur und Kultur haben sie aber leider auch sehr viel Negatives hinterlassen.

Ich möchte daher als gutes Reisevorbild voran gehen und das ein oder andere verändern. Bisher haben wir ca. einmal im Jahr eine Fernreise gemacht. Darauf zu verzichten fällt mir ehrlich gesagt megaschwer, denn ich liebe es weit zu reisen. Aber ich möchte versuchen sie zu reduzieren und z.B. nur alle 2 Jahre eine zu machen, dafür dann aber länger. Ich möchte insgesamt viel weniger fliegen, wenn es (z.B. auch durch Jobs) aber unumgänglich ist, bei Atmosfair meinen CO2-Ausstoß kompensieren. Ich möchte viel mehr Deutschland und natürlich Europa bereisen. Ich möchte insgesamt mehr über nachhaltiges Reisen schreiben und viel mehr ungewöhnliche Orte und Unterkünfte entdecken. Soll heißen, dass ich Ziele, die eh schon vom Tourismus überrannt werden, meiden möchte. Auch das fällt mir schwer, denn es gibt Orte wie z.B. Island oder die norwegischen Lofoten, die ich wahnsinnig gerne sehen möchte. Aber gerade diese Hipster-Reiseziele werden seit Jahren ganz extrem besucht. Ich werde über manch einen Trip vielleicht gar nicht mehr schreiben und Geheimtipps für mich behalten. Und ich werde auf Reisen öfters mal wieder still genießen und einfach das Handy ganz ausschalten.

Erzählt mal? Wie denkt ihr darüber? Kann man überhaupt noch reisen? Sollten wir alle besser Zuhause bleiben? Die Art wie wir reisen komplett überdenken? Oder einfach so weitermachen wie bisher?

 

 

 

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21 Comments

  • Reply Geraldine 4. Februar 2019 at 12:08

    Liebe Nadine,
    tja, das ist ein echtes Dilemma. Auch ich werde gelegentlich gefragt, ob das denn sein muss, Australien etc., aber Reisen gehört nun zu meinem Lebensunterhalt. Ich bin und war aber auch schon immer Europa- und Deutschlandfan, daher sind Fernreisen für mich nicht so wichtig, vor allem nicht mit Familie. Fernreise als Kurztrips kommen für mich mit Familie überhaupt nicht in Frage. Allerdings fliege ich gerade mit Familie auch gerne innerhalb Europas und nutze vor Ort einen Mietwagen, um wir etwa 12 Stunden oder noch mehr Anfahrt per Auto zu ersparen. Das ist immerhin nachhaltig bezüglich unserer physischen Kräfte und Nerven.
    Falls dir Fernreisen wichtig sind: Wie wäre es mit dem Prinzip alle drei Jahre eine Fernreise mit Familie, dafür dann durchaus etwas länger und/oder opulenter?
    Eine junge Kollegin hat ihren Job gekündigt, macht gerade eine Weltreise und reist zwei Jahre ohne Flugzeug. Aber mit Familie und Job ist das sehr unrealistisch.

    Liebe Grüße von Geraldine

    • Reply nadine 4. Februar 2019 at 12:58

      Liebe Geraldine, danke für Dein Feedback.

      Ja, es ist ein echtes Dilemma. Erst Recht wenn Reisen auch noch der Job ist. Andererseits denke ich über die Menschen, die in der Braunkohle arbeiten auch: „Dann bilde Dich halt weiter und mach was in Punkto nachhaltiger Energie! Braunkohle ist keine Option mehr. “ Also kann ich ja schlecht für alle Zeiten daran festhalten und sagen: geht nur mit zig Flugreisen pro Jahr!
      Wie ich schon schrieb, werde ich unsere Fernreisen auf alle 2 Jahre (oder mehr) beschränken, dafür dann aber länger reisen. Wobei das mit meinem Mann, der in Anstellung mit den üblichen 6 Wochen pro Jahr, auch nicht so leicht ist. Und Weltreise kommt für uns allein aus Kostengründen auch nicht in Frage. Habe ich aber immerhin schon alles vor meinen Kindern gemacht. Daher habe ich da wenigstens keinen Nachholbedarf.

      Und ja, 20 Stunden Anreise per Zug oder Auto sind kräfte- und nervenzehrend. Erst Recht mit Kindern im Schlepptau. Aber auch hier sollten Flugreisen dann genau überdacht werden. Wenn dann länger und möglichst CO2 ausgleichen.
      Diese „mal eben übers Wochenende für nen Appel und ein Ei“-Mentalität geht aus meiner Sicht einfach nicht mehr. Wir tragen alle Verantwortung für unsere Zukunft. Und die ist mit gerade mal 11 Jahren!!! ein Szenario, das man nun wirklich nicht mehr ferne Zukunft nennen kann.
      Liebe Grüße,
      Nadine

  • Reply Janett 4. Februar 2019 at 14:52

    Ich bin gut 25 Jahre meines Lebens gar nicht wirklich weit gereist. Erst dadurch das ich in der DDR geboren wurde und Ausflüge maximal nach Potsdam oder an die Ostsee gingen, anschließend durch Geldmangel. Über das Thema Nachhaltigkeit habe ich mir nie wirklich Gedanken gemacht. Wir sind immer mit der Bahn gefahren oder gewandert als ich klein war – mittlerweile sind die beiden Reisearten eh die mir am liebsten und auch die die wohl am besten sind. Als „Kurzreiseblog“ hab ich mich bewusst auf Europa gestürzt – aber ja – ich fahre auch viel lieber mit der Bahn nach London als das ich Fliege. Einige Ziele sind aber schlichtweg nur mit dem Flieger zu erreichen. Jetzt nach Barcelona fliegen wir Lufthansa – ich finde die Idee gut – einen CO2 Ausgleich zu zahlen. Einen Großteil unserer Kurzreisen werden wir dieses Jahr mit dem Zug oder Auto bestreiten und eine Fernreise ist nicht geplant. Und ja – es werden auch ein paar Ziele dabei sein die für Overtourism bekannt sind. Ich bin gespannt wie stark dies sich im Februar in Barcelona äußert.

    Was ich jedoch unterwegs (egal ob in Deutschland oder im Ausland) erschreckend finde ist der Umgang mit Müll. Am liebsten würde ich ständig eine Kralle und eine Mülltüte dabei haben. Warum schaffen es die Menschen nicht ihren Dreck hinter sich wegzuräumen?

    • Reply nadine 5. Februar 2019 at 8:55

      Liebe Janett! Ja, das Reisen war in der DDR gezwungenermaßen natürlich total nachhaltig, weil man ja gar nicht weit kam. Das war natürlich Mist, andererseits denke ich manchnal, dass wir Menschen das wohl ohne konsequente Verbote und Einschränkungen auch nicht auf die Kette kriegen werden. Solange wir eine lange Leine haben, werden wir diese wohl auch bis zum Anschlag ausreizen. Und ja…. Kurzreisen sind für mein Empfinden schon ein Problem, wenn es mal schnell für wenig Geld übers Wochenende nach Barcelona geht. Aber ich finde, Du findest da schon gute nachhaltige Ansätze und machst Dir Gedanken. Das Du mit der Bahn nach London gefahren bist, fand ich z.B. großartig und CO2 Ausgleich sollte am Besten Pflicht werden. Am Besten on top wenn man sein Flugticket kauft. Dann überdenkt man das Ganze vielleicht auch nochmal. Und zum Müll fällt mir auch nichts mehr ein. Auch hier Coffe to Go Becher am Feldrand. Die Leute schmeißen das einfach auf der Fahrt aus dem Auto. Da packe ich mir ständig an den Kopf. GlG, Nadine

  • Reply Flögi 4. Februar 2019 at 16:13

    Hallo Nadine, ich finde auch, daß es extrem geworden ist. Ich habe vor ca. 2 Monaten eine Fernsehsendung gesehen von 10 Orten in Europe, die so überlaufen sind, daß die Verwaltungen sogar eine Sperrung für Monaten machen, daß sich die Natur erholen kann oder überlegen nur begrentze Besucherzahlen zu einrichten. Schrecklich! Aberr was darf ich sagen? Wir reisen auch sehr viel und wollen damit nicht aufhören. In der Reportage redeten sie auch davon, daß Städte, wo eben wegen billigen Flüge und Hotels zu viel Tourismus war, wollen die Hotelpreise sehr hochheben, es in Grenzen zu halten, und ich muß sagen, ich habe das Gefühl, so seit zwei Jahren werden die Flüge und Hotels immer teurer. Früher bestanden wir darauf, wir geben auf gar keinen Falls mehr als 50 Euro pro Tag für uns beide für Hotelzimmer aus, jetzt finden wir nicht mehr unter 80 und die Flüge sind sehr teuer geworden!
    Leider lassen die Touristen auch extrem viel Müll hinter sich und manche Orte haben damit sehr großes Problem. Ich meine nicht nur das, was der Mensch in der Natur wegwirft, sondern daß der Müllabfuhr und Müllverarbeitung generell ein Problem bedeutet!
    Wir versuchen wenigstens darauf zu achten, daß wir in der Natur null Müll hinerlassen. Aber oft stehen wir da völlig shockiert, wenn wir sehen, wie es für anderen komplett egal ist. 🙁
    Ich gehöre nicht zu denen, die coole Bilder posten wollen und wir wollen immer mehr Naturreisen machen, und nicht mehr Städte und so. …
    Liebe Grüße

    • Reply nadine 5. Februar 2019 at 9:18

      Liebe Flögi! Ja, ihr reist viel und ich bin die Letzte, die diesen Wunsch und Drang nicht versteht und nachvollziehen kann. Aber vielleicht könnt ihr als Ausgleich ja doch mal über einen CO2 Ausgleich nachdenken und das Geld dann wieder an anderer Stelle einsparen? Das gleicht den Flug zwar nicht aus, aber man tut wenigstens irgendwas. Ich finde es geht halt nicht mehr, immer nur zu sagen: „Ich will nicht verzichten.“ Will ich auch nicht und es fällt mir auch mehr als schwer. Aber ich finde wir haben einfach keine Wahl mehr. 11 Jahre ist ein sehr nahes Szenario und wenn wir 2030 immer mehr Klimaflüchtlinge, Hitzekatastrophen, Feuersbrünste, Überschwemungen und Co. haben, wird Dir das sicher auch nicht gefallen, oder? Leider reagieren die Menschen aber immer erst, wenn es sie persönlich betrifft. Nur dann wird es zu spät sein. Und das mit dem Müll ist nochmal eine andere Baustelle. Da muß man halt seinen Konsum auch extrem überdenken. Keine Coffee to Go-Becher, keine Plastik-Wasserflaschen etc. Geht alles, aber man muß sich echt mit dem Thema beschäftigen. Ich schleppe z.B. immer eine Flasche mit mir herum, die ich auch auffüllen kann und kaufe mir nie Wasserflaschen. Ok, in Asien…. da blieb uns manchmal keine andere Wahl. Aber hierzulande braucht kein Mensch Wasser in Plastikflaschen. Das mit den Preisen für Unterkünfte ist mir auch schon aufgefallen, aber das ist ja weltweit so. Auch unsere Mieten steigen ja immer krasser an und sind mitunter kaum noch bezahlbar. GlG, Nadine

  • Reply Kurzreisen ade? Warum ich überfüllte Städte hasse und was ich von Overtourismus halte 4. Februar 2019 at 17:03

    […] Nadine macht sich Gedanken zum nachhaltigen Reisen […]

  • Reply Tanja 4. Februar 2019 at 18:00

    Liebe Nadine,
    wieder mal authentische und wahre Worte. Auch in Europa gibt es noch viele recht unbekannte, nicht überlaufene Reiseziele, die wunderschön sind. Wie du oben ganz zurecht erwähnst ist Island ja bekanntlich eines der meist „gehyptesten“ Länder Europas. Würde ich unheimlich gerne mal hin und die Naturschönheiten bewundern, der Gedanke an Touristenmassrn schreckt uns so ab, dass wir das Ziel ganz weit weggeschoben haben.

    Vielen lieben Dank, dass du bei der Blogparade mitgemacht hast. Ich bin sehr gespannt, wo es euch in der nächsten Zeit hinverschlägt.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Reply nadine 5. Februar 2019 at 13:30

      Liebe Tanja, diesen Post zu schreiben, ist mir sehr schwer gefallen, eben weil ich Fernreisen liebe und noch so viele Orte auf meiner Bucketliste stehen habe. Aber wir müssen aufhören, das zu zerstören was wir lieben. Und das tun wir leider. Mit jeder Flugreise und mit jedem weiteren Besucher an Orten, die bereits jetzt aus allen Nähten platzen. Island würde mich auf total interessieren, aber mehr Touris als Isländer, die alle die gleichen Ecken abgrasen finde ich total abtörnend. Das Gleiche scheint gerade mit den Faröer Inseln und Tromsø zu passieren. Touristen aus aller Welt, die in Scharen kommen. Wo wir hinfahren? Ganz „unspektakulär“ nach Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Polen. Alles Ziele, die wir erstmal ohne Flugzeug erreichen können. Ich versuche mein „CO2“ Konto zu schonen, damit ich nächstes Jahr vielleicht eine weitere, längere Reise machen kann. Die ist dann zwar auch Mist, aber so gar nicht mehr, kann ich mir gerade auch noch nicht vorstellen. LG, Nadine

  • Reply Hartmut 4. Februar 2019 at 22:53

    Liebe Nadine,
    wichtig Gedanken, die du hier schön formuliert hast. Auch wir machen uns natürlich viele Gedanken zu diesem Thema und arbeiten auch ständig an unserem Alltag, um ihn noch umweltverträglicher und CO2-neutraler zu machen.
    Wie ich schon mal an anderer Stelle erwähnt habe, wurden bei uns einstimmig im Familienrat die Kanadareise im Sommer und der schon seit längerer Zeit angedachte Londonwochenendausflug abgesagt. Das fiel uns noch nicht mal so wirklich schwer (ok, Kanada schmerzt schon irgendwie; darauf hatten wir uns schon irgendwie gefreut…). Im Moment schauen wir uns nach Alternativen um, noch ist nichts entschieden. Auf der anderen Seite sind wir ja letztes Jahr einiges geflogen, so dass wir sowieso in einer CO2-Schuld stehen (trotz CO2-Kompensation, die man ja heute bequem und einfach bereits bei der Buchung gleich mit erledigen kann). Gar nicht fliegen ist halt das einzig wirklich Wahre.

    Ist allerdings nicht immer so einfach, so ganz ohne Fliegerei kommen wir halt auch nicht aus. Manchmal ist die Sehnsucht nach der Familie in Deutschland eben doch so groß oder es steht dort ein grösseres Fest an, so dass man mal schnell runterfliegen will. Aber wir versuchen eben auch, Fernreisen zumindest zeitlich so lange auszudehnen wie es nur geht (wann wir allerdings das nächste Mal 9 Monate am Stück frei machen können, steht noch in den Sternen…).

    Zum Thema Mitverantwortung der Reiseblogger etc kann ich dir nur Recht geben, auch wenn ich schwer beurteilen kann, wieviele Menschen man letztendlich wirklich in ihren Reiseentscheidungen beeinflusst, nur weil man mal ein paar Zeilen über eine bestimmte Reise geschrieben hat. Kurztrips mit dem Flieger habe ich allerdings noch nie empfohlen.
    Persönlich lass ich mich dadurch nur bedingt beeinflussen. Und von irgendwelchen Hochglanzinstagrammbildern und -sternchen sowieso nicht. Aber vermutlich bin ich dafür eben schon zu alt 😉 Auf mich hat das eher die gegenteilige Wirkung… ich mache lieber meine eigenes Ding (was nicht heisst, dass ich nicht auch Dinge toll finden kann, die schon Leute vor mir gemacht haben oder die viele andere auch machen).

    Wie auch immer, schwieriges Thema, mit dem man sich heutzutage aber auseinandersetzen muss, allein wegen unseren Kindern und deren Zukunft. Bei uns stehen nun jedenfalls auch erstmal ausschliesslich Europareisen an, wobei wir natürlich Pläne für die Zukunft manchen, wo auch Fernziele anvisiert werden. Auch wenn ich arbeitstechnisch nicht muss, so finde ich es ja auch schon schön, ab und zu mal in ferne Länder zu reisen.

    LG aus dem winterlichen Schweden,
    Hatmut

    • Reply nadine 5. Februar 2019 at 13:47

      Hei Hartmut! Ich finde ihr macht das super, auch wenn ich Dein Bedauern um Euren Kanada-Trip sehr gut nachvollziehen kann. Aber ihr seid ja gerade erst sehr lange unterwegs gewesen und da kann man sein CO2-Konto ja auch mal schonen. Von Schweden aus wegzukommen ist natürlich viel schwerer, als von der Mitte Europas. Man will ja auch nicht immer nur in der Arktis Urlaub machen und Familie ist natürlich auch ein großer Punkt. Aber wie haben die Menschen das früher gemacht? Sind ausgewandert und haben sich mitunter nie wieder oder nur alle Jubeljahre mal wiedergesehen. So wie meine norwegische Oma ihre Familie in Trondheim. Ich finde es großartig was da gerade in Schweden für eine Bewegung in Form von Greta Thunberg entsteht und denke, Deine Kinder werden davon auch ganz extrem beeinflusst. Wenn dicke Reisen bei allen Kids auf einmal uncool werden sollten, dann hat man in der Tat eine richtige Bewegung. In diesem Fall ist die ja sogar mal positiv. Und was die Beeinflussung angeht…. Du bist 1. ein Mann und für manche Dinge auf IG sicher weniger empfänglich als Frauen. Ich sag nur Mode, Deko und Schischi ;). Und 2. hat es auf jeden Fall auch was mit dem Alter zu tun. Ich liebe IG, aber was ich da manchmal sehe, törnt mich auch total ab. Und das kommt meist von recht jungen Leuten. Die haben aber oft zigtausend Follower und beeinflussen sehr wohl. Besonders auch in Punkto Reisen. Wie dem auch sei…. wir werden weiterreisen. Nur irgendwie anders und seltener. Für die Zukunft unserer Kinder. LG nach Schweden, Nadine

  • Reply Corinna 5. Februar 2019 at 17:03

    Liebe Nadine,
    ich finde es toll, dass du dir als Reisebloggerin so viele wichtige Gedanken machst. Und freue mich sehr, dass du zukünftig noch mehr über nachhaltiges Reisen berichten möchtest.
    Vor lauter Flut an Bloggern, lese ich eigentlich nur noch deinen Blog regelmäßig, alles andere überfordert mich 😉
    Wir sind letztes Jahr mit dem Zug nach Cornwall gefahren und es zerrte teilweise schon sehr an den Nerven, und das ohne Kinder! Man muss schon einen großen Willen haben, diese Art des Reisens strikt durchzuziehen. Aber ich denke, wenn sich jeder nur ein paar Gedanken macht und eben nicht jedes Jahr zig Kurztrips macht, ist schon einiges gewonnen. Wir werden dieses Jahr trotzdem auch wieder fliegen, aber in einen eher untouristischen Teil Andalusiens!
    Mach weiter so!
    Lieben Gruß
    Corinna

    • Reply nadine 6. Februar 2019 at 13:31

      Liebe Corinna! Oh, das freut mich sehr. Ja, es ist wirklich eine Flut und ich lese tatsächlich auch nur ein paar ganz regelmäßig. Aber das liegt natürlich an der Thematik. Wenn ich nicht nach China reisen will, lese ich logischerweise auch keine Reiseberichte über China. Nun ich bin ehrlich…. ich ziehe meinen Hut vor Jedem der mit dem Zug oder gar Rad quer durch Europa fährt. Aber für uns kommt das nicht in Frage. Ich nehme gerne den Zug für Städtetrips. Aber in the middle of nowhere aus der Bahn auszusteigen (wie z.B. in Cornwall) und dann mit Gepäck und zwei Kindern auf den nächsten Bus zu warten, kann ich mir nicht vorstellen. Da bleibe ich echt lieber daheim. Wäre halt cool, wenn das Thema Elektroauto mal endlich ausgebaut werden würde. Aber solange die unbezahlbar sind und ich die vor unserem Haus gar nicht aufladen kann, sehe ich da auch noch keine Möglichkeit. Hier sind halt unbedingt Politik und Wirtschaft gefragt, aber die treten in Deutschland ja derzeit leider eher auf der Stelle. Euch fröhliches und nachhaltiges Weiterreisen. LG, Nadine

  • Reply Hartmut 5. Februar 2019 at 22:41

    Haha… ja, für Mode, Deko und vor allem Schischi bin ich wirklich nicht empfänglich! Im übrigen bin ich aber auch ein IG-Fan. Ich denke im übrigens, dass es wirklich so wahr, dass man sich jahrelang oder auch nie mehr gesehen hat, wenn man früher sehr weit von einander entfernt wohnte. Genauso wie wir früher fast nie mit unseren Verwandten in den USA telefonierten, da es einfach viel zu teuer war. Fasse dich kurz, hieß die Devise und nur einmal im Monat hat man vielleicht für 3-5 Minuten telefoniert… aber das war damals… vielleicht kommen wir in Zukunft wieder da hin – weniger ist mehr!
    LG
    Hartmut

  • Reply Nina | Lemons and Luggage 5. Februar 2019 at 23:11

    Ich finde den CO2-Ausgleich ueber Atmosfair oder aehnliche Organisationen echt wichtig. Perfekt kann eh niemand sein, ob man reist oder nicht. So eine „Kleinigkeit“ kann man sich aber definitiv leisten, wenn man sich den Rest der Reise leisten kann, und das ist schon etwas.

    • Reply nadine 6. Februar 2019 at 13:34

      Liebe Nina! So sehe ich das auch. Klar muß ich (je nach Strecke) dann auch schon mal ein paar Hundert Euro zu Viert draufpacken, aber wenn ich mir schon einen Trip in die Ferne leiste und das auf Kosten unseres Planeten mache, dann sollte mir diese Spende das Ganze wert sein. Wenn man dafür einfach mal auf irgendein schnell gekauftes Zeugs verzichtet, hat man das Ganze wieder drin. LG, Nadine

  • Reply Chantel | The Vegan Travelers 6. Februar 2019 at 12:47

    Ein echt wichtiges Thema, zu dem es wohl keine ideale Lösung gibt. Trotz der Umweltbelastung finde ich, dass Reisen nach wie vor viele Vorteile bieten und ein wichtiger Bestandteil für mehr Weltoffenheit und gegen Rassismus, Ausgrenzung, etc. ist. Allerdings kommt es da natürlich auch sehr darauf an, wie und mit welcher Motivation man reist. Dabei müssen Reisen auch nicht unbedingt immer klimaschädlich sein: Wir haben als Dauerreisende keine Wohnung mehr, wodurch wir nicht heizen müssen, einen geringeren Stromverbrauch haben, usw. Auch wenn man zum Beispiel trampt und couchsurft oder wildcampt beansprucht man die Umwelt kaum. Nimmt man bei jedem Strandspaziergang etwas Müll mit, kann man so seinen Fußabdruck weiter kompensieren.

    • Reply nadine 7. Februar 2019 at 9:34

      Nein, eine ideale Lösung gibt es da wohl nicht. Am Besten für die Erde wäre es wohl, wenn wir alle wieder in unsere Höhlen ziehen würden. Aber auch das klappt bei über 7,6 Milliarden Menschen nicht mehr. Auf meinen 2 Jahren Weltreise habe ich (bis auf ein paar Flüge) auch sehr nachhaltig gelebt. Immer nur in billigen Bambushütten gewohnt, mit den Einheimischen quer durchs Land Bus gefahren, keine Handys und Internet, local food etc. etc. Aber man kann halt auch nicht für alle Zeiten so leben. Wenn man älter wird, wird man doch meist sesshaft und bekommt Kinder. Und dann muß man sich durch diesen Alltagsdschungel mit den zig Vorschriften, Erwartungen, Regeln und gegebenen Dingen kämpfen und tut halt irgendwie sein Bestes. Also genießt euer Langzeitreiseleben, solange es geht. LG, Nadine

  • Reply Mareike 6. Februar 2019 at 13:05

    Hallo Nadine,
    ich finde es schon sehr wichtig in der heutigen Zeit zu überlegen wie und wohin man reist.
    Allerdings ist es denke ich wirklich ein Unterschied, ob man ein- zweimal im Jahr eine (längere) Urlaubsreise macht oder ob man dauernd durch Deutschland oder ins nahe Ausland fliegt. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es 200 innerdeutsche Flüge am Tag gibt. das finde ich schockierend viel und denke, dass da ein gut funktionierendes Bahnnetz Wunder wirkend könnte.

    Wir selbst sind mit Leib und Seele Camper. Wir sind mit unserem VW Bus und Dachzelt zwischen Oster- und Herbstferien so oft wie möglich unterwegs. mal nen Wochenende, mal länger, wie es sich ergibt.
    Gerne nutzen wir unsere weit (über Deutschland und diverse mitteleuropäische Länder) verstreut lebenden Freunde, um sie zu besuchen (und umgekehrt genauso). Dies machen wir meist mit dem eigenen Bus oder, wenn es weit im Voraus fest steht, auch mal mit der Bahn.
    Zu Hause sehen wir zu, dass wir das Auto so oft wie möglich stehen lassen.
    Die großen Kinder kommen Mit Fahrrad und Roller überall selbständig hin und der kleine fährt Laufrad oder kommt in die Fahrradkarre, die wir gern auch als „Einkaufs-Transporter“ missbrauchen 🙂

    Ich finde der erste und fast wichtigste Schritt ist, dass man sich bewusst macht wie man Leben möchte, was man seinen Kindern mitgeben/bewaren möchte und darauf aufbauend dann schaut, was man als einzelner tun kann, um dies auf eine möglichst nachhaltige Weise zu tun.

    • Reply nadine 7. Februar 2019 at 9:42

      Hallo Mareike,
      grundsätzlich ist natürlich jeder Flug schlecht für die Umwelt, aber ich finde auch, dass hier an allererster Stelle z.B. bei den Inlandsflügen und unzähligen Geschäftsreisen angesetzt werden sollte. Morgens hin, abends zurück. Warum kann man da nicht skypen? Auch wenn es vielleicht netter ist, sich persönlich zu sprechen, müsste hier dringend was geschehen. Leider ist die Bahn oft keine Alternative, es sei denn Du willst nach München, Hamburg oder Berlin. Aber fahr mal nach Saarbrücken. Das ist wie ne halbe Weltreise mit 5 mal umsteigen. Und ich finde es super, dass ihr so wenig das Auto nutzen müsst. Wir wohnen auf einem Dorf und ohne geht es hier wirklich gar nicht. Wenn der Sportverein 6 km im entfernten Nachbardorf ist, kommt der 7jährige da halt noch nicht allein hin. Und wenn der Bus nur einmal die Stunde fährt, ist das auch keine Option. Ich persönlich wünsche mir viel mehr Umweltschutz, aber uns sind oft die Hände gebunden. Elektroauto? Können wir uns nicht leisten und auch nicht aufladen. Klimafreundliches Haus? Wir wohnen zur Miete und der Vermieter hält das nicht für wichtig. Mehr ÖPNV? Nicht mal der Schulbus meines Sohnes fährt regelmäßig. Oft muß ich meinen Sohn zur Schule bringen, weil der Bus schlichtweg nicht kam. Etc. Etc. Da sind ganz eindeutig Politik und Regierung gefragt. GlG, Nadine

  • Reply Welche Verantwortung haben wir als (Reise)Blogger? – 14. Februar 2019 at 19:52

    […] Nadine von Planet Hibbel, […]

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