Der Panarbora Erlebnispark im Oberbergischen Land

Ein Wochenende im Baumhaus und auf Wipfelpfaden

Als ich einer Freundin, die im Bergischen Land wohnt, vor ein paar Wochen erzählte, daß wir übers Wochenende in den Naturerlebnispark Panarbora im oberbergischen Städtchen Waldbröhl fahren würde, guckte sie mich erstmal mit großen Augen an. „Panarbora? Was ist denn das? Noch nie von gehört. Und das soll bei uns in der Nähe sein?“

Scheinbar hat sich im Umkreis von Köln noch nicht herumgesprochen, daß im Bergischen Land bereits im September 2015 ein ganz großartiger Baumwipfelpfad inkl. Informations- und Bildungszentrum, Abenteuerspielplatz sowie Höhlen- und Heckenlabyrinth eröffnet hat. Außerdem gibt es eine ganz besondere Jugendherberge, die aus globalen Dörfern sowie Baumhäusern besteht. Wir waren daher auch direkt Feuer und Flamme, als wir kurz nach der Eröffnung die Möglichkeit hatten, in einem der Baumhäuser zu übernachten und den Baumwipfelpfad zu entdecken.

Das Panarbora liegt ca. 50 km östlich von Köln und ist mit dem Auto in ca. einer Stunde zu erreichen. Da wir bereits im Mai in der nahegelegen Jugendherberge Morsbach übernachtet und dort die Maus-Wanderung absolviert hatten, kannten wir uns in der Ecke bereits etwas aus. Wer einfach mal raus aus der Stadt will und Natur und Ruhe sucht, ist hier genau richtig.

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Die Baumhäuser sind eigentlich eher Stelzenhäuser, die ins Grün gebaut wurden. Das merkt an ihnen aber nicht wirklich an, wenn man gemütlich auf der Terrasse sitzt und in die Baumwipfel schaut. Besonders Abends ist die Aussicht in den Sternenhimmel, aufgrund der geringen Lichtverhältnisse im Oberbergischen Land, galaktisch. Die Baumhäuser selbst sind ganz nach meinen Geschmack. Schlichtes, aber hochwertiges Design und ein tolles Badezimmer. Unser Haus hatte bequeme Stockbetten für 6 Personen, die man (ganz Jugendherberge) selber be- und abzieht. Aus meiner Sicht fehlte jedoch zumindest mal ein kleiner Kühlschrank und eine Kaffeemaschine, um sich mit einem Getränk und einem Snack an den Tisch setzen zu können.

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Der Erlebnispark wurde auf einem ehemaligen Kasernengelände errichtet und ist recht weitläufig. Neben den globalen Dörfern (Afrika, Asien und Südamerika-Dorf), wo Schulklassen oder befreundete Familien prima übernachten können, gibt es einen Barfußpfad, verschiedene Naturlehr-Stationen, ein Höhlensystem und Heckenlabyrinth sowie einen Spielplatz. Das ganze Gelände ist von einem Zaun umgeben, so daß Kinder schön dort spielen und auch mal auf eigene Faust durchs Gebüsch streifen können. Einziges kleines Manko: die Anlage ist noch so neu, daß sie einfach noch nicht natürlich wachsen konnte. Das Labyrinth besteht z.B. nur aus hüfthohen spärlichen Büschen und überhaupt wirkt alles noch ein bisschen kahl. Als wir da waren, hatten wir schlappe 35 Grad und auf dem Spielplatz war es ohne ein schattiges Plätzchen kaum auszuhalten. Aber in Punkto Vegetation muß man wohl einfach ein bißchen Zeit ins Land ziehen lassen.

Bewohner der Jugendherberge können im Übrigen Halbpension im modernen Panarbora-Restaurant buchen, das innen und außen Platz für 200 Gäste bietet. Abends gibt es in der Regel ein warmes Menü, morgens ein Frühstücksbuffet. Prinzipiell erinnert hier nicht mehr viel an die vergangenen Zeiten einer Jugendherberge. Außer, das man nach dem Essen sein Tablett selber wegräumen und den Tisch abwischen muß.

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Herzstück des Panarbora ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm und der 1635 Meter lange Baumwipfelpfad. Beides ist barrierefrei und kann somit auch perfekt mit Kinderwagen oder Rollstuhl erklommen werden. Oben angekommen, hat man eine wunderschöne Aussicht über das ganze Bergische Land. Der Pfad ist an den höchsten Stellen 23 Meter hoch und man steht wahrlich in den Baumkronen. Zudem gibt es sechs Lern- und Erlebnisstationen und die Jungs sind vor lauter Aufregung so schnell von einem Punkt zum Nächsten gerannt, daß wir relativ schnell durch waren. Wir sind den Pfad dann einfach noch ein zweites Mal, diesmal mit Freunden im Gepäck, gelaufen.

Planet Hibbels Familienreise-Fazit:

Der Baumwipfelpfad ist sehr sehr toll geworden und definitiv ein Must-See. Und auch die globalen Dörfer sind eine coole Abwechslung zu den üblichen Jugendherbergen. Allerdings fanden wir die Preise relativ hoch, was sicher nicht jede Familie zu einem Besuch veranlassen wird. Wer kann, sollte sich einen Besuch jedoch nicht entgehen lassen und vielleicht zusätzlich noch über eine kleine Wanderung im schönen Bergischen Land nachdenken. In der Gegend gibt es viele Wanderwege, die auch mit Kindern machbar sind. Wir haben ja bereits den Maus-Wanderweg gemacht und der Waldmythenweg mit seinen Elfen, Zwergen, Riesen und Einhörnern steht noch auf der Agenda.

Offenlegung: Wir wurden vom Panarbora eingeladen. Dies hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung.

2 Kommentare

  1. Ja cool mönsch! Ich liebe Baumhäuser und obwohl mein Bruder da ja round the corner lebt, hab ich tatsächlich auch noch nie was von den Dingern gehört! Ich wollte immer schon mal in Baumhäusern übernachten, denn erzählte ich dir eigentlich schonmal, dass ich meine halbe Kindheit auf der Kastanie vor meinem Elternhaus verbracht habe? Ich Äffchen! Immer schon! Hach. Vielleicht wird ja nächstes Jahr mal was draus! Tschöhööö Anne

    • Nadine sagt

      Na dann wird es ja dann mal Zeit, daß Du Deinen Bruder besuchst und Ihr direkt einen Abstecher dorthin macht. Der Waldwipfelpfad ist echt toll. Und ich hege ja auch so ne komische Liebe zu Baumhäusern. Dieses Jahr hab ich direkt dreimal in so nem Ding übernachtet. Vielleicht sollte ich mir direkt eins in unser Apfelbäumchen bauen und da einziehen. 🙂

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