Die Kitzbüheler Alpen in Tirol

Von meditativen Momenten, grandiosen Erlebniswelten und unserem ersten Mal Familienhotel

Es gibt Posts die gehen mir ganz leicht von der Hand und ich schreibe sie in einem Rutsch runter. Und es gibt Posts die fallen mir schwer. Dieser Tirol-Post gehört zur zweiten Kategorie. Wie soll ich in Worte fassen wie sehr uns die grandiose Natur der Tiroler Alpen geflasht hat, wieviel Spass die Kinder auf dieser Reise hatten und wie erstaunt ich über mich selber bin, daß mir so ein Urlaub gefallen würde? Ja ich gebe zu, Tirol bzw. die Berge gehörten mit auf meine Reise-Vorurteilsliste. Ich dachte irgendwie immer, daß ist nur was für Senioren, Wintersportler und Menschen die auf Après-Ski und DJ Ötzi stehen ;). Aber man lernt ja nie aus.

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Nachdem der Sommer in Tirol die ersten Tage noch ein wenig verhalten war, präsentierte sich er sich kurz darauf von seiner allerschönsten Seite. Grandioses Wetter ist natürlich immer ein großer Pluspunkt auf Reisen. Für uns wurde es ein Tiroler Sommertraum. 30 Grad und Sonnenschein. Auf der Alm abhängen, die Kühe und vorbeiziehenden Wolken beobachten und dabei auf diese unglaubliche Bergkulisse starren. Es gibt wirklich nicht viele Momente in meinem Leben, in denen mein Kopf mal so ganz leergefegt ist. Ich glaube ich könnte mittlerweile auch mal gut ne Woche wie der Almöhi und Heidi auf nem einsamen Berghof mit den Ziegen verbringen. Hat sicher was ganz Meditatives.

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Meditation hatten wir aber eher weniger, denn unser Programm war vollgepackt. Wir haben nämlich mit der Kitzbüheler Alpen Sommercard so ziemlich jede Alm der Region unsicher gemacht. Wenn schon Berge, dann bitte richtig. Da wir mit unserem 3jährigen noch keine großen Wandertouren machen können, war es großartig all die Gondelbahnen nutzen zu können. Jede ist anders und ein Erlebnis für sich. Und was uns dann oben auf den Almen erwartet hat, hat nicht nur unseren Kindern ein bisschen die Sprache verschlagen. Denn da gibt es Spielplätze und kleine Erlebniswelten, wie ich sie schöner fast noch nie irgendwo gesehen habe.

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Unser Favorit in den Kitzbüheler Alpen war Ellmis Zauberwelt. Ein verwunschener Wald mit vorwitzigen Kobolden, Wassergeistern die einen überraschend nass spritzen, Geheimgängen und Irrgärten. Aber eigentlich hat fast jede Alm-Themenwelt ihren Reiz und ist spannend für groß und klein. Und wenn die Eltern irgendwann mal keine Lust mehr auf Action haben, setzen sie sich einfach mit einem kühlen Getränk in den nächsten Liegestuhl und genießen das Bergpanorama, während die Kinder herumtollen. Und das Beste: diese Attraktionen sind umsonst und dazu ist es auch noch relativ leer. Kein Schlangestehen an der Bergbahn oder Nümmernchen ziehen, nur um mal schaukeln zu können. Wir waren ehrlich verblüfft. Wo gibts denn bitte sowas in Deutschland?

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Wenn wir nicht gerade in den Bergen unterwegs waren, haben wir die die Zeit in unserem Familienhotel genossen. Jaaa, Familienhotel. Ihr hört richtig. Und dazu noch all-inclusive. Ebenfalls ein Punkt meiner Reise-Vorurteilsliste. Ich konnte nie verstehen warum man sich als Eltern freiwillig noch mehr Kindergeschrei antuen will.

Das man seine kids aber mitunter kaum zu sehen bekommt, weil die im Kinderclub rumhängen oder mit ihren neuen Kumpels die Gegend unsicher machen, hatte ich völlig ausgeblendet. Das so ein Hotel total auf die Bedürfnisse von Eltern eingeht und genau weiß, was kleine Kinder brauchen. Und es dazu noch total angenehm ist, sich einfach mal nur von morgens bis abends den Hintern von einem superfreundlichen, aufmerksamen Personal hinterhertragen zu lassen ;).

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Wir hatten also äußerst entspannte Momente im Landgut Furtherwirt. Einziges Manko: noch einen Tag länger und ich wäre bei unseren Futterorgien am superköstlichen Tiroler Buffet des Hotels geplatzt. All-inclusive ist nicht gerade figurfreundlich. Jedenfalls nicht wenn man so undiszipliniert ist wie Frau Hibbel.

Was wir sonst noch so alles in Tirol entdeckt haben, warum man dort unbedingt mal im Sommer hinfahren sollte und wie unsere Reise ins Pillerseetal weiterging, erzähle ich Euch dann beim nächsten Mal. Ich schwelge nach diesem Post jedenfalls schwer in Erinnerungen und könnte mich schon wieder zurückbeamen.

Disclaimer: Dieser Post entstand in Kooperation mit Tirol Werbung, der Region Kitzbüheler Alpen und dem Landgut Furterwirth. Ein herzliches Dankeschön für die nette Zusammenarbeit. Meine Meinung zu Tirol bleibt davon unangetastet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11 Kommentare

  1. Flögi sagt

    Hallo Nadine,
    sehr schöne Fotos. Ich muß immer wieder lächeln, wie du schon in mehreren Posts es wiederholst, daß du dachtest Berge wären für Senioren. 🙂 Irgendwie ganz schön naiv und süß. 😉 Ich bin verrückt nach dieser Berglandschaft, seit ich hier lebe und ich muß noch sagen, doch gibt es so was auch in Deutschland, in den Karwendel- und Wettersteingebirgen, an der Deutsch-Össi Grenze. Es gibt super Wandetouren, super 2-3 Klammen, kleine wunderschöne Bergseen…usw…Vielleicht wenn die Kinder etwas größer werden….Wir waren seit zwei Jahren nicht wandern, einfach Zeitmangel, oder an dem freien Tag Regen gehabt, aber vor zwei Tagen hat es endlich geklappt. Ich muß sagen, ich merke die kleinsten Schönheiten und damit hat sich unsere Wanderung ganz schön lang gezogen, weil ich in jeder 2. Minute Schmetterlinge und andere Insekten fotografiert habe.
    Liebe Grüße

    • frau hibbel sagt

      Naja…Du willst ja auch nicht nach London, dabei ist das so ne Hammertraumstadt. Würde ich also nicht als naiv bezeichnen. 😉 Es gibt halt Dinge die einen interessieren oder nicht. Ich hatte definitiv eine falsche Vorstellung. Wandern und Berge war immer etwas was ich mit meinen Eltern in Zusammenhang (also gleich spiessig 😉 ) gebracht habe. Vielleicht musste ich erst älter werden um meine Einstellung zu ändern. Wenn ich wie Du in der Nähe der Berge leben würde, wäre ich wahrscheinlich jedes Wochenende da. GlG, Nadine

  2. Das klingt nach einem super Familienurlaub. Ich muss zugeben, dass wir eher die Wintersport-Touristen sind, aber ich glaube wir sollten auch mal im Sommer vorbeischauen. Echt tolle Fotos.
    Viele Grüße, Antonia

    • frau hibbel sagt

      Ja, das solltet Ihr. Gerade mit Kindern ist das auf den Almen im Sommer echt ein Paradies. Wir haben hin und weg. LG, Nadine

  3. ein wirklich toller bericht, klingt nach einem schönen urlaub #demlesen und #denbildern nach!!!
    ich strenge mich jetzt mal etwas mehr an, mir tirol als reiseziel „auszumalen“…

    sonnigen gruß!
    stefanie

  4. Tolle Bilder hast du mitgebracht. Es freut mich dass du bzw. ihr in den Bergen eine schöne Zeit hattet.
    Ich will auch mit einem kleinen Kälbchen schmusen 🙂

    LG
    Manuela

  5. Ich bin gerade durch Zufall auf deinen großartigen Blog gestoßen und muss bei jedem gelesenen Blogpost zustimmend nicken oder grinsen – ihr scheint eine tolle Familie zu sein und ich finde deine Einstellung (gerade im Schlechtes-Gewissen-Post) genau richtig. Schön, dass du darüber schreibst!
    Wir planen gerade mit unseren fast dreijährigen Jungs die nächste Reise – nach Kapstadt, wenn alles klappt – und ich kann es kaum abwarten. Ich liebe das Unterwegssein mit ihnen, Neues zu entdecken und ihnen einen Eindruck von der Welt zu vermitteln. Es gibt doch kaum etwas Besseres…
    Liebe Grüße aus München!

    • frau hibbel sagt

      Hallo liebe „Heirat“????

      Ist das echt Dein Name? Erstmal danke für die Blumen. Wie lieb. Und freu. 🙂 Reisen mit Kindern ist immer gut. Ob nach Wanne-Eickel oder Kapstadt. Hauptsache raus in die Welt. Euer Plan hört sich ja spannend an. Das versuche ich auf jeden Fall mal ein bisschen zu verfolgen. Auch wenn es bei der Flut an tollen Blogs mittlerweile leider echt schwierig geworden ist. GlG und viel Spaß bei der weiteren Planung, Nadine

  6. Alci sagt

    Da sollte man… da sollte man… hach! Da sollte man doch schon ECHT früher mal einen genaueren Blick in nen Blog werfen, der einem… ja irgendwie… ein bisschen nahe steht! Hach!

    Supertoll ist er, liebes Hibbelmädchen, ich könnt mich kringelig lachen, immer noch oder wieder. Ich für meinen Teil habe grad letzte Woche für mich leider erkannt, dass ich nicht mehr verreisen darf 🙁 Die Anpassungsschwierigkeiten danach werden immer größer, und ich kann mich in sowas ja echt gut reinsteigern… nuja. Und es waren „nur“ vier Tage Lüneburger Heide. Aber was für welche. Ich bin einfach kein Hesse und werde nie einer sein. Aber für ein Heilmittel dagegen bin ich hier in Deinem Blog wohl nicht richtig… au wei.

    Naja, zumindest wollt ich mich hier längst überfällig gemeldet haben, mit viel Respekt, ganz viel Neid, Verwunderung, was ich alles verpasst hab und winkenden Grüßen in die… Runde… die sich hier sicher auch ein wenig rumtreiben wird 🙂

    Liebste Alci-Grüße ♥

    • frau hibbel sagt

      Alci, altes Haus ♥! I´m excited. Ich freu mich immer von Dir zu hören, auch wenn es nur alle Lichtjahre mal ist ;). Wie jetzt? Du warst 4 Tage in der Lüneburger Heide und hattest nen Kulturschock? Oder wie? Bedingt kann ich das ja verstehen. Je nach Bundesland komm ich mir ja auch manchmal wie ein Ausländer oder gar Alien vor. 🙂 Keine Ahnung wer sich hier noch so rumtummelt aus der Runde…ich glaube nicht viele, denn die sind mit Haus, Kind & Hof wahrscheinlich alle ganz busy und haben dem Bloggen abgeschworen. Lustig…wenn man bedenkt das ich ohne unsere illustre Runde gar nicht hier wäre ;). Allerliebste Grüße und lass Dich wieder mal hier blicken, Nadine

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