Ausflugstipp im Juni: Wanderung über Vulkane und durch Ur-Meere
Der Gerolsteiner Felsenpfad in der Vulkaneifel

25. Juni 2020

Die Vulkaneifel, nordwestlich von Koblenz ist das einzige aktive Vulkangebiet in Mitteleuropa. Wir haben die Region bereits mehrfach erkundet und waren jedesmal fasziniert, was Naturgewalten hier geformt und hinterlassen hat. Wer vermutet in der Eifel z.B. schon Geysire oder unterirdische, begehbare Lavaströme? Die letzten Ausbrüche liegen zwar schlappe 10.000 Jahre zurück, aber die Tage las ich in einer Zeitung, dass es unter der Vulkaneifel mal wieder gewaltig brodelt. Das hat z.B. zur Folge, dass wir am Rhein alle Jubeljahre von Mini-Erdbeben getroffen werden. Ich habe die bisher zwar immer verschlafen, kenne aber viele Berichte von Menschen, die die seismische Aktivität gespürt haben.

Die Region ist auf jeden Fall superspannend und gehört aus meiner Sicht zu den Highlights in Deutschland. Zum Glück hat sich das bisher noch nicht so herumgesprochen und daher hat man viele tolle Ausflugsspots mehr oder weniger für sich allein. Im Juni waren wir auf dem  Gerolsteiner Felsenpfad wandern und diesen Tipp teile ich gerne mit euch. Vielleicht seid ihr ja in den Sommerferien in der Ecke. Dann nix wie hin.

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Der Gerolsteiner Felsenpad in der Vulkaneifel

Unsere Wanderung startete in der Kleinstadt Gerolstein, dessen Name den meisten Menschen wohl durch das Gerolsteiner Mineralwasser bekannt ist. Hier steht auch die Hauptzentrale, die das kohlensäurehaltige Wasser aus 250 Meter Tiefe pumpt. Auf der Wanderung über den 8 km langen Felsenpfad lauft ihr daran vorbei. Gerolsteiner bietet Interessierten auch Werksbesichtigungen an.

Gerolstein selber ist eine recht unaufgeregte Stadt, liegt aber sehr pittoresk am 390 Millionen Jahre alten Munterley-Massiv, dem ältesten Riff Deutschlands. Einst war hier ein Ur-Meer und man kann mancherorts immer noch nach Fossilien graben.

Start und Ende der Wanderung:
Falls ihr mit dem Auto kommt, könnt ihr am Besten auf der Digoinstraße unterhalb der Dolomitenfelsen oder auf einem der zahlreichen Parkplätze rund um den Hauptbahnhof parken. Wer mit der Bahn anreist, kann ansonsten aber auch direkt von dort loswandern.

Die Rundwanderung „Gerolsteiner Felsenpfad“:
Die ca. 8,2 km lange Rundwanderung kann man von beiden Seiten beginnen. Wir haben uns das Finale, den Munterley-Felsen und die Buchenlochhöhle, jedoch für das Ende der Wanderung aufgespart. Wir sind also rechts herum gelaufen. Durch Baumalleen, Felder und Wiesen bis hin zur Kasselburg. Wegen der Kontaktbeschränkungen haben wir uns einen Besuch gespart und sind daran vorbeigewandert. Es geht durch Wälder, in denen im Mai ohne Ende Waldmeister wächst, bis hin zum Geoacker. Dort können Kindern nach Fossilien suchen, während die Eltern auf eine der Holzliegen, die Aussicht über das Kylltal genießen können.

Unterwegs sieht man immer wieder Spuren der letzten Vulkanausbrücke wie Lavaströme oder kleine Maare. Das Highlight ist aber definitiv der Aufstieg zum 237 Meter hohen Munterley-Plateau. Mitten im Wald liegt die tolle Buchenlochhöhle, die einst Neanderthalern Schutz bot. Bevor man dann wieder den Abstieg ins Tal macht, hat man noch einen tollen Ausblick vom Munterleymassiv auf Gerolstein.

Für die Wanderung haben wir ca. 3,5 Stunden gebraucht. Wir sind aber auch sehr gemütlich gelaufen und haben immer wieder kleine Pausen gemacht. Da der Weg bergauf und bergab geht, sollten Kinder schon gut zu Fuß sein.

Interessant scheint auch die Wanderung über den Gerolsteiner Keltenpfad zu sein. Vielleicht machen wir das beim nächsten Mal. Seid ihr schon mal in der Ecke gewesen und habt ggfs. noch Tipps für uns?

Mein Lesestoff für die Eifel*:

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