Das Hugodrom in Remscheid

Indoor Action für Outdoorkinder und Couchkartoffeln

[Werbung] Ich bin ja ein totaler Freund von Outdoor-Action für Kinder. Ich finde, die müssen mit ihren Freunden raus, die Welt entdecken und kleine Abenteuer erleben. Im Wald Stöcke sammeln, am See Steinchen schmeißen, auf Bäume klettern, Höhlen bauen, Zauberstäbe schnitzen oder kichernd im Gras sitzen und Blumenkränze flechten. Von all dem machen unsere Kinder heutzutage jedoch viel zu wenig. Stattdessen verbringen sie unfassbar viel Zeit in der Kita und in der Schule, haben organisierte und bewachte betreute Freizeit und Terminpläne wie kleine Manager. Zudem verbringen sie für meinen Geschmack viel zu viel Zeit mit Handyspielen, am PC oder vor dem Fernseher. Auch meine Jungs werden davon natürlich magisch angezogen und wenn ich sie vor die Wahl stellen würde ob Wald oder Playstation), wüsste ich, wofür sie sich entscheiden würden. Die könnten den ganzen Tag lang auf der Couch hocken und einen viereckigen Kasten anstarren. Zu meinem Leidwesen.

Noch habe ich das Thema aber zum Glück in der Hand und sorge dafür, dass sie neben den Medien ausreichend Bewegung und frische Luft bekommen. Was aber tun, an nasskalten Herbst- oder dunklen Wintertagen, wo man noch nicht mal seinen Hund vor die Tür jagen würde? Gerade nach einem „gemütlichen Wochenende“ zuhause, drehen meine Jungs irgendwann total durch. Völlig unausgelastet, könnten sie abends um acht plötzlich Bäume ausreißen und fangen wilde Kissenschlachten an. Einmal am Tag müssen wir mit der Bande also raus. Bei Wind und Wetter, scheuchen wir sie wenigstens einmal um den Block.

Eine Alternative dazu sind Indoor-Spielhallen, auf die die meisten Eltern so gar keine Lust haben. Uns inklusive. Zu laut, zu heiß, zu voll, zu stinkig, zu viele Viren und Bakterien etc etc. Alle Eltern hassen diese „Spielhöllen“, aber alle Kinder lieben sie. Ich finde jedoch, dass nichts dagegen spricht hin und wieder mal eine zu besuchen, denn mal ehrlich…… eigentlich ist das für uns Eltern doch sehr entspannend. Die Kids sind voll in Action und kommen nur ab und an verschwitzt und mit roten Wangen zurück, um was zu trinken, während wir entspannt unseren Latte Macchiatto schlürfen.

Der Hugodrom Indoor Action Park in Remscheid Lennep

Wir haben daher kürzlich, das erst im Mai eröffnete Hugodrom in Remscheid Lennep unter die Lupe genommen. Das Hugodrom befindet sich in einem riesigen Lager- und Verkaufsraum von Hudora, der bekannten Marke für Freizeitgeräte wie Scooter, Skate- und Longboards, Trampoline, Schlitschuhe etc. Und genau diese Geräte kann man sich auch alle an der Verleihbar ausleihen und testen. Das Hugodrom bezeichnet sich selber als einen Indoor-Spielplatz der etwas anderen Art, denn das Konzept soll auch Erwachsene dazu animieren, sich mal wieder in Bewegung zu setzen. Schlittschuhe gibt es daher z.B. auch in Erwachsenengrößen.

Sowohl die Website als auch die Gestaltung der Spielhalle und des Restaurants haben uns direkt angesprochen. In der gemütlichen Bewegbar, gibt es jeden Sonntag von 10 bis 14 Uhr ein all-you-can-eat Brunch für 12,90 € pro Person. Der Eintritt ist dann inklusive. Ansonsten gibt es eine gute Auswahl an Snacks und Getränken und wer mag, kann hier natürlich auch Kindergeburtstag feiern.

Der Eintritt kostet für das erste Kind 14,99 € pro Tag inkl. 5 € Einkaufsgutschein, Fahrzeug- und Schlittschuhverleih, das zweite Kind 11,99 € und Erwachsene und Kinder unter 3 Jahren sind frei. Der Preis ist also eher im höheren Segment, aber wir hatten den Eindruck, dass sich dies dafür auch an der Qualität positiv bemerkbar macht.

Sehr cool fanden wir die Hudora Pump Track, wo man mit dem Scooter rumflitzen kann und die Kletterwand. Außerdem gibt es eine Hüpfburg, eine kleine Slackline, ein Trampolin, Tischtennis, Kicker und diverse Balanceboards. Zudem eine Kunsteisbahn, auf der sich meine kleinen Eislaufanfänger ausprobieren konnten. Wobei ich schon das Gefühl hatte, dass es sich auf dem „Plastikeis“ nicht ganz so gut eislaufen lässt.

So weit so gut, denn an diesem Tag war die Besucherzahl sehr überschaubar. Was aber, wenn es mal richtig voll wird? Aus meiner Sicht, ist die Halle dann viel zu klein und ein kleines Trampolin oder eine Tischtennisplatte reichen nicht für zig Kinder aus.  Nach Lesen der Website hatten wir uns alles viel größer und aufwendiger vorgestellt. Die Jungs hätten z.B. gerne mal eine echte Skatepipe ausprobiert und auch im Vergleich zu anderen Indoor-Spielhallen war die Auswahl an Geräten eher klein. Wir fanden also, dass im Hugodrom noch sehr viel Ausbaupotenzial besteht, zumal es ja eigentlich auch Eltern ansprechen soll, mitzumachen.

Unser Fazit:

Die Idee des Hugodroms finden wir klasse, denn es geht darum die Generation Playstation in Bewegung zu bringen.  Sowohl die Großen als auch die Kleinen. Das Hugodrom versucht für Sport zu begeistern und man hat die Möglichkeit verschiedenste Sportgeräte auszuprobieren. Das Ambiente ist ansprechend und auch Eltern halten das mal ein paar Stündchen aus. Das Konzept ist aber definitiv noch ausbaufähig. Wir sind danach jedenfalls noch eine Runde mit den Kids durch den Remscheider Wald gerannt, denn zum Auspowern hats an dem Nachmittag bei unseren Jungs dann noch nicht gereicht.

Zu welcher Sorte Eltern gehört Ihr denn? Habt Ihr eine Phobie gegen Indoor-Spielhallen oder findet Ihr sie klasse? Und wie würdet Ihr eine Spielhalle gestalten, wenn Ihr mitreden dürftet?

Offenlegung: Wir haben das Hugodrom auf Einladung getestet. Unsere Meinung bleibt davon wie immer unangetastet.

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