Ein Mädelswochenende in Luxemburg

5 gute Gründe, für das schnuckelige Großherzogtum

Ich glaube, so schnell habe ich nach einer Reise noch nie einen Post runtergerockt, aber die Erinnerungen sind noch frisch und ich bin entzückt. Daher gibt es einen Tag nach meiner Rückkehr bereits einen Bericht über das schnuckelige Großherzogtum Luxemburg.

Erstmal: Shame on me! Luxemburg, obwohl so nah, war bisher ein weißer Fleck auf meiner Landkarte und hat mich auch nie sonderlich interessiert. Ich hatte wohl einfach nur eine langweilige Finanzmetropole im Kopf. Als dann die Wahl für ein Wochenende mit meinen drei Mädels auf Luxemburg fiel, war ich daher auch erstmal relativ unbeeindruckt und habe mich vorab kaum informiert. Umso größer war dann meine Überraschung wie hübsch, modern, grün, kosmopolitisch, lebendig und abwechslungsreich das kleine Land doch ist, das immerhin auch auf eine 1000jährige Geschichte zurückblicken kann.

5 gute Gründe, für ein Mädelswochenende in Luxemburg

#1 Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für 4 Mädels war erstmal nicht leicht. Ein Hotel kam nicht in Frage, daher fiel die Wahl schnell auf airbnb*. Aber auch dort war die Suche nach einer netten Unterkunft für unser Wochenende erstmal nicht so easy. Vieles war bereits ausgebucht und der Rest sah nach langweiligen Businessbuden aus. Aber wer suchet, der findet und so landeten wir in einer charmanten Altbauwohnung mit Flügeltüren in Bahnhofsnähe. Über die Lage und den Ausblick auf Bahngleise und landende Flugzeuge lässt sich sicher streiten, aber die Bude war schön, wir hatten phantastische Sonnenuntergänge und waren zu Fuß relativ schnell in der Innenstadt und nahe an Cafes und Restaurants.

#2 Nach unserer Ankunft dachte ich zugegeben erstmal: Ok! Meine Befürchtung bestätigt sich gerade. Langweilige Businesstadt! Aber Bahnhofsviertel sind wohl in keiner Stadt der Welt repräsentativ. Spätestens wenn man die Einkaufsstraße Avenue de la Gare mit seinen üblichen internationalen Modeketten verlässt und über die Brücke Richtung Altstadt und Festung läuft, wird klar, dass da etwas ganz Wunderbares kommt. Nicht umsonst wurde die Altstadt 1994 zum „UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit“ erklärt.

Die Ober- und Unterstadt mit den unzähligen historischen Gebäuden, schmiegt sich wie dahingegossen an die gewaltige Festungsmauer. Bei allerschönstem Frühlingswetter liefen wir  über den „Wenzelspfad“ entlang der alten Wehrmauern, durch die Kasematten, vorbei an Zitadellen und dem Flüsschen Alzette. Man kommt im Übrigen auch mit einer Gondel sowie einem Aufzug von der Unter- in die Oberstadt, wir sind jedoch alles gelaufen. Hübsch, hübscher, am Hübschesten! Mehr brauche ich dazu fast nicht sagen.

#3 Auch in der Altstadt reihen sich jede Menge nette Cafes, Restaurants und Shops aneinander. Zudem findet jeden Mittwoch und Samstag ein großer Wochenmarkt mit einer großen Auswahl an Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Pflanzen und lokalen Erzeugnissen auf der Place Guillaume II und der Place de Paris statt. Es summt und brummt in den Straßen von Luxemburg und man hört ein Sprachengewirr aus aller Welt. Zudem habe ich die Stadt als außerordentlich kinderfreundlich empfunden. Mal abgesehen von den spannenden Kasematten, die meine Jungs geliebt hätten, gibt es tolle Spielplätze, wie ich sie bei uns noch nicht gesehen habe.

#4 Von den knapp 600.000 Einwohnern Luxemburgs, sind 47,9 % Ausländer aus aller Welt und daher ist auch die Sprachensituation vielschichtig. Hauptsprache ist Luxemburgisch, ein moselfränkischer Dialekt, der deutsche aber auch französische Worte beinhaltet. Dadurch entstanden dann so lustig klingende Worte wie Mettwurscht, Bouneschlupp (Bohnensuppe) oder Gromperekichelcher (Kartoffelpuffer). Desweiteren wird Französisch, Deutsch und natürlich auch Englisch gesprochen. Man kann sich also immer verständigen. Diese multikulturelle Vielschichtigkeit spiegelt sich sich auch im Essen wieder und es gibt wahrscheinlich nichts, was es nicht gibt. Wir waren italienisch Essen im „Mama Loves You“, portugiesisch essen im „Lisboa II“ und frühstücken im „Table du Pain“ und „Ready“. Allesamt sehr lecker, aber auch etwas hochpreisiger.

#5 Last but not least, hat mich das malerische Umland von Luxemburg City total verzaubert. Luxemburg grenzt u.a. mit seinem Ardennenmassiv an die deutsche Eifel. Die spektakulären Schluchten, Höhlen und Wälder kannte ich auf der deutschen Seite schon durch einen Besuch in der Teufelsschlucht. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir noch eine kleine Wanderung durch das wunderschöne Müllerthal machen konnten, das auch als Luxemburgische Schweiz bekannt ist. Die bewaldeten Hochplateaus und bizarren Felsformationen sind wirklich der Hammer und man kommt sich vor wie in einem verwunschenen Zauberland, in dem man auf Trolle, Riesen, Feen und Einhörner trifft.

Vor dem Einstieg der spektakulären engen Felsformation „Perekop“ bei Berdorf, gibt es ein paar wenige Parkplätze. Von dort aus kann man dann eine schöne kleine Wanderung Richtung Wolfsschlucht machen oder auch direkt die 12 km lange Strecke laufen.

Luxemburg eignet sich wirklich hervorragend für ein Mädelswochenende und ich danke meinen Girls, für das bezaubernde Wochenende! Die Vierte im Bunde mußte wegen Krankheit leider Zuhause das Bett hüten, aber das nächste Mal ist sie hoffentlich wieder mit dabei. Und ich werde definitiv irgendwann mit meinen drei Kerlen wiederkommen, denn denen hätte Luxemburg auf jeden Fall auch gefallen.

Das letzte Mädelswochenende haben wir im Übrigen in Rotterdam verbracht, eine Stadt die ich auch sehr sehr cool fand.

Seit ihr schon mal in Luxemburg gewesen oder seit Ihr bisher (wie ich) auch immer nur blind daran vorbeigefahren? Dann wird es höchste Zeit, dem kleinen Land mal einen Besuch abzustatten. 

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2 Kommentare

  1. In Luxemburg war ich bisher ein mal vor 10 ,Jahren und merke gerade, wie viel ich von der Stadt schon wieder vergessen habe. Nach deinem Bericht habe ich jetzt wieder total Lust, die Erinnerungen aufzufrischen 🙂

    Liebe Grüße,
    Anni

    • Nadine sagt

      Immerhin warst Du schon mal vor 10 Jahren dort. Ich hatte es noch nicht mal auf dem Reiseschirm. 😉 Da sieht man mal wieder: das Gute liegt oft so nah. GlG, Nadine

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