Mit dem Campervan an die Mosel
Unser Familientrip mit dem VW California von Roadsurfer

18. Juni 2019

Vor 2 Jahren waren wir mit einem VW California von Roadsurfer in Noord Holland. Da wir das alle ziemlich cool fanden, bestand unbedingt  Wiederholungsbedarf. 2017 hatte Roadsurfer gerade erst als Start Up seine ersten Filialen in München und Frankfurt eröffnet. Letztes Jahr ist dann lustigerweise direkt in unserem Ort eine weitere Filiale hinzugekommen. Seitdem deckt Roadsurfer nun auch den Raum Köln/ Düsseldorf ab und besitzt dort mittlerweile einen großen Fuhrpark an verschiedenen Campervan-Modellen. Mal ganz davon abgesehen, haben sie sich seit ihrer Eröffnung zu Deutschlands beliebtester Campervan-Vermietung gemausert und noch viele weitere Standorte hinzubekommen. Der Erfolg ist wohlverdient. Denn die Wagen sind klasse und der Service ist immer top! Ich winke an dieser Stelle mal virtuell meinem Dorf-Nachbarn Thorsten zu, der die Filiale in Köln/ Düsseldorf leitet.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen bei Roadsurfer im Übrigen hoch im Kurs. Mit ihrem Partner climate partner  zahlen sie den CO2 Ausgleich für alle gefahrenen Kilometer ihrer Busse. Und das übernehmen sie, nicht ihre Kunden. Finde ich megagut!

Wir waren dieses Mal über Christi Himmelfahrt wieder mit einem VW California unterwegs. Den kannten wir ja bereits von unserem letzten Trip sehr gut und wussten daher, dass er perfekt für uns Vier ist. Hier könnt ihr mehr über unser Wochenende in Holland sowie die Ausstattung des VW Californias lesen. Mittlerweile kann man auch den luxuriösen Mercedes Marco Polo anmieten. Mein Favorit ist und bleibt jedoch der California.

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Mit dem Campervan von Roadsurfer an die Mosel und in die Luxemburgische Schweiz

Diesmal stand für uns fest, das wir in Deutschland und der näheren Umgebung bleiben wollen. Wir hatten uns dafür die Strecke entlang der Mosel bis nach Trier und von dort aus in die Luxemburgische Schweiz vorgenommen. Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour, die ich euch unbedingt ans Herz legen kann. Allerdings mit Einschränkungen, die ihr unbedingt beachten solltet.

Feiertage und Ferienzeiten bitte unbedingt meiden!

Über die verlängerten Wochenenden ist diese Gegend nämlich extrem beliebt und somit auch ziemlich überlaufen. Gerade bei Campern ist die Region sehr posh. D.h. ihr steht mitunter in einer Kolonne aus Wohnmobilen, von der Größe eines Tiny Houses. Durch bekannte Orte wie Cochem oder Traben Trarbach mußten wir ungesehen durchfahren. Es gab keine Möglichkeit zu parken. Und das obwohl unser Bus immer der Kleinste war und stadttauglich ist. Die Campingplätze waren z.T. völlig überfüllt und spontan war auch nur schwer etwas zu finden. Über das Phänomen Camping Massentourismus hatte ich mich hier schon mal ausgelassen. Meidet also wenn möglich Feiertage und Ferienzeiten. Dann werdet ihr mit Sicherheit einen wunderschönen Trip haben.

#1 Die Ehrbachklamm im Rhein-Mosel-Dreieck

Für den ersten Tag hatten wir uns eine Wanderung durch die Ehrbachklamm im Rhein-Mosel-Dreieck vorgenommen. Von einem der Parkplätze sind wir hin und zurück ca. 10 km gewandert. Bis zur Klamm sind es ein paar km, aber die Strecke ist hübsch und es gibt eigentlich immer etwas zu entdecken. Tote Minischlangen, alte jüdische Friedhöfe, kleine Wasserfälle oder Burgen. In der Klamm benötigt man unbedingt festes Schuhwerk, denn es geht über Stock und Stein und Holzbrücken. Die Jungs fanden es total spannend, da immer wieder Kletterpartien angesagt waren. Nur Christi Himmelfahrt solltet ihr für diese Wanderung unbedingt meiden, denn sonst trefft ihr auf jede Menge betrunkener Männer mit literweise Bier im Rucksack.

Wir haben die erste Nacht dann direkt auf dem Campingplatz Historische Mühle Vogelsang bei Brodenbach verbracht. Der Wanderweg zur Klamm führt direkt am Platz vorbei. Der Campingplatz liegt sehr idyllisch in einem bewaldeten Tal und ist recht hübsch. Nur die sanitären Anlagen fand ich jetzt nicht so dolle. Ein Stellplatz mit Strom kostet ca. 28 € für 2 Erwachsene und 2 Kinder

#2 Entlang der Mosel bis nach Bernkastel-Kues

Ab Brodenbach ging es dann ca. 100 km immer am Moselufer entlang. Die Gegend ist wirklich wunderschön und es ist kein Wunder, dass Touristen aus aller Welt diese Region lieben. Leider mussten wir (wie oben beschrieben) durch Cochem und Traben Trarbach ungesehen durchfahren. Es war völlig überfüllt und die Parkplatzsuche ein sinnloses Unterfangen. Dafür haben wir am Ende des Tages dann aber doch wenigstens noch einen Stop in Bernkastel-Kues einlegen können, dessen Altstadt fast ein wenig an Harry Potters Winkelgasse erinnert

Da wir für diese Nacht keinen Campingplatz vorgebucht hatten, gestaltete sich die Suche schwer. Letzten Endes haben wir dann einen Stellplatz auf dem Campingplatz Neumagen-Drohn hinter Bernkastel-Kues gefunden. Der erste Eindruck, wenn man das dunkle Gasthaus und die Rezeption betritt, ist wenig einladend. Der Platz ist jedoch schön, liegt direkt am Ufer der Mosel und die sanitären Einrichtungen sind gepflegt. Der Platz kostet für 2 Erwachsene und 2 Kinder 25 €, jedoch ohne Strom.

#3 Ein Abstecher nach Trier

Trier stand schon lange auf meiner to-see-Liste, daher haben wir direkt einen Abstecher dorthin gemacht. Wir waren dann jedoch nur für 2 Stunden dort, denn auch Trier war extrem voll. Mit Campervan empfehle ich unbedingt einen der ausgewiesenen Park & Ride Parkplätze zu nutzen, denn Parken ist in der Innenstadt recht schwierig. Da wir mit dem Bus kein Parkhaus ansteuern wollten, haben wir einen der Busparkplätze in der Innenstadt genutzt. Der kostet 5 € die Stunde. So weit so gut. Allerdings fand ich es ziemlich besucherunfreundlich, dass man die Parkgebühren nur in bar und in Kleingeld zahlen kann. Zahllose ausländische Touristen standen fragend vor dem Parkautomaten und wunderten sich.

Da Trier vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet wurde und daher die älteste Stadt Deutschlands ist, sind die römische Porta Nigra, die Kaiserthermen und das Amphitheater natürlich die Highlights.

#4 Abenteuerwanderung in der Luxemburgischen Schweiz

Letzter Stop war dann der Campingplatz Freibad Echternachbrück, direkt an der Grenze zu Luxemburg. Ich sag mal so…. wer Bock auf Freibadfeeling hat, wird hier sein Glück finden. Wir waren eher etwas abgetörnt, von den Menschenmassen in Badehose und den staubigen Stellplätzen. Der Platz liegt jedoch eigentlich ganz schön direkt am Flüsschen Sauer und wenn man die Brücke nach Echternach überquert ist man direkt in Luxemburg.

Unser eigentliches Ziel war das Mullerthal, das ich bereits im letzten Jahr während meines Luxemburg-Trips besucht hatte. Für eine Wanderung mit den Kindern hatten wir uns den Wanderweg B2 ab Berdorf ausgesucht, der absolut grandios ist. Ängstlich darf man jedoch nicht sein. Bereits am Anfang fängt die Wanderung mit einer gerade mal 40 cm breiten Felsspalte an, durch die man sich hindurchquetschen muß. Danach geht es dann weiter durch bizarre Schluchten, verwunschene Felslandschaften, stockdunkle Höhlen (für die Räuberhöhle benötigt man unbedingt eine Taschenlampe), über Brücken und entlang meterhoher Kletterwände. Die Kulisse ist wahrlich märchenhaft und obwohl das Thermometer an diesem Tag 30 Grad anzeigte, war es im Wald und in der Felslandschaft angenehm kühl.

Wildcamping an der Mosel:

Wildcampen ist an der Mosel im Übrigen verboten. In den 80er Jahren war das noch möglich. Ich erinnere mich nämlich an wildes Camping mit meinen Eltern, Onkel, Tante und Cousinen im Zelt direkt am Moselstrand.Es gibt jedoch immer wieder mal ausgewiesene Campervan-Stellplätze auf erschlossenen Wiesen, die dann zwischen 5 und 10 € kosten. Also unbedingt die Augen danach aufhalten. Der Stellplatz in Veldenz kostet z.B. pro Nacht inkl. Strom und Wasser nur 8 €. First come, first serve. Sanitäre Anlagen gibt es jedoch nicht, daher kam das mit unserem kleinen Van leider nicht in Frage. Dafür ist es aber immer toll, wenn man einfach spontan irgendwo am Moselufer halten kann, Tisch und Stühle auspackt und sich einfach ein kleines Mittagessen zaubert.

Wir hatten mit dem Roadsurfer mal wieder eine tolle Zeit, die Kinder lieben es und das Wetter war bombastisch. Da sieht man mal wieder, das man nicht immer weit reisen muß, um tolle Dinge zu erleben. Ich habe euch hier mal unsere genaue Route auf Google Maps hinterlegt. Sicher haben wir das ein oder andere Highlight verpasst. Um die zu entdecken, müssen wir wohl eindeutig nochmal an einem normalen Wochenende wiederkommen. Also falls ihr noch Tipps für die Gegend habt, dann unbedingt hier damit.

Offenlegung: Da dieser Beitrag Verlinkungen enthält und das nach derzeitiger Rechtslage als Werbung gilt, kennzeichne ich ihn hiermit als WERBUNG. Bitte beachtet jedoch, dass fast alle meine Beiträge persönliche Tipps, Menschen oder Orte enthalten. Dies geschieht entweder im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl oder als persönliche Empfehlung. Der Roadsurfer wurde uns für dieses Wochenende kostenlos zur Verfügung gestellt. Beiträge dieser Art könnte ich nicht schreiben, wenn ich mir nicht ein eigenes Bild machen würde. Da meine Reise keine Vorgaben enthielt, könnt Ihr euch wie immer darauf verlassen, dass mein Bericht meine eigene Meinung und Begeisterung widerspiegelt. Jede bezahlte Kooperation auf Planet Hibbel wird explizit auch als solche gekennzeichnet.

 

 

 

 

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4 Comments

  • Reply Oli 19. Juni 2019 at 10:07

    Wir sind mit dem Roadsurfer schon bis nach Norwegen gefahren und das war super. Da hat man ja auch noch das Jedermannsrecht und kann tatsächlich noch wie „früher“ campen. VG; Oli

  • Reply Kerstin 19. Juni 2019 at 14:49

    Servus! Als leidenschaftliche Camperin kann ich dem nur beipflichten: Über lange Wochenenden sollte man diese Art des Urlaubs an deutschen Hotspots eher vermeiden!
    Ja, Camping ist zu einer Massenbewegung, zu einem Milliardengeschäft geworden. Aber ist das schlimm? Ich finde nicht. Die Menschen lieben halt die Freiheit und Spontanität, die man mit dieser Art des Urlaubs hat. Und ob da nun einer mit Zelt oder mit einem Wohnmobil in Reisebusgrösse vorfährt, ist mir herzlich egal.
    Die Wanderung durch die Ehrbachklamm findest Du übrigens auch auf meinem Blog unter dem Reiter „Tiere & Natur“ und ein Wochenende in einem der Tiny Häuschen der Historischen Mühle Vogelsang unter „Hotels & Co.“ Ich hoffe, Ihr habt auch im Restaurant gegessen? Der Chef Christian selber zaubert dort echte Leckereien und sogar mit den Kräutern, die drumherum wachsen.
    Ursprünglichkeit und weniger Massentourismus findest Du eher auf den Campingplätzen im Harz oder in Thüringen. Dort sind wir auch sehr gerne, denn diese Gegenden haben eine Menge zu bieten.

    ♥liche Grüße,
    Kerstin

    • Reply nadine 23. Juni 2019 at 21:48

      Liebe Kerstin, ich verfolge ja immer eure tollen Campingtrips und bei euch sieht das auch ganz toll aus. Ihr könnt allerdings auch außerhalb der Hochsaison und Schulferienzeiten reisen. Ich weiß nicht, ob Sardinien oder das Elsass im Hochsommer noch so schön sind. Und in der Zeit hat man dann leider auch keine Freiheit und Spontanität mehr. Denn man kann nicht einfach frei entscheiden, wo man über Nacht bleiben will, weil dann mitunter alles schon total ausgebucht ist. Freunde von uns wollen im Sommer die französische Atlantikküste mit dem Camper entlangreisen. Da sie jetzt schon keine Campingplätze mehr finden, vergeht ihnen fast die Lust. Wahrscheinlich muß man zukünftig echt nach Rumänien oder Albanien ausweichen. Da findet man das im Sommer sicher noch. Aber fühlt man sich dort dann sicher? Ich kenne mich campingtechnisch in Europa zu wenig aus. Und ja, der Harz und Thüringen stehen eindeutig auch noch auf meiner Liste. Für ein Wochenende ist das für uns jedoch zu weit entfernt. GlG, Nadine

  • Reply Flögi 19. Juni 2019 at 16:39

    Wunderschön! Diese Gegend interessierrt mich auch sehr.
    Liebe Grüße

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