Geniessen: wenn nicht jetzt wann dann?
Plötzlich Middle Ager + der innere Frieden!

27. Februar 2015

Im Moment geht es hier mal wieder ein bisschen ruhiger zu. Das liegt  zum einen daran, daß ich mich organisatorisch auf das wohl größte Reiseblogger-Event des Jahres, die ITB in Berlin vorbereite. Aber auch daran, das mich pünktlich zu meinem Geburtstag vor ein paar Tagen die derzeit grassierende Grippe-Welle erwischt hat. Plus Magen Darm bei den Kindern. Ein Träumchen! Statt also meinen Geburtstag wie geplant mit Familie und Freunden zu feiern, habe ich allein in meinem Bett vor mich hingelitten, mich körperlich wie 83 gefühlt und hatte genug Zeit mir mal wieder Gedanken zum Thema „älter werden“ zu machen.

Nadine-Mix1

Frau Hibbel mit 2, 9, 25 Jahren und heute. Komischerweise gibt es kaum ein dauergewelltes Teenie-Bild von mir. Tzzz….

Denn auch wenn man mich schmeichelhafterweise immer für jünger hält als ich bin, muss ich doch zähneknirschend zugeben: mit 43 bin ich nun echt nicht mehr jung. Natürlich auch nicht alt. Aber irgendwas Mittelaltes dazwischen, mit dem ich mich selber manchmal noch gar nicht identifizieren kann. Menschen zwischen 40 und 60? Zu Hülfe! Da muss ich spontan erstmal an meine Eltern denken.  Dabei gehören meine Eltern mit 70 wohl schon zu den Senioren.

Middle Ager zu sein….daran muss ich mich immer noch gewöhnen. War ich nicht gerade erst Mitte 20, habe backpackend die Welt umrundet, in ner WG in Köln gelebt, war feiern und hatte coole, spannende Jobs? Kaum dreht man sich einmal um, hat man plötzlich zwei Kinder, lebt klassisch in nem Häuschen in der Vorstadt und macht Erwachsenen-Dinge. 😉 Plötzlich findet man Reisen in die Berge gar nicht mehr so spiessig wie früher, trinkt Rotwein aus echten Gläsern, ermahnt seine Kinder das Wasser nicht stundenlang laufen zu lassen, mäht regelmäßig den Rasen statt ihn wild wuchern zu lassen und geht mit Freunden lieber essen als sich in ne laute Kneipe zu stellen.

Aber wisst Ihr was? Das ist total in Ordnung so und ich vermisse mein Leben zwischen 20 und Ende 30 auch gar nicht mehr. All das was man in jungen Jahren so treibt war großartig, habe ich aber zigfach gemacht und hat sich für mich schlichtweg abgenutzt. Und auch wenn viele Leute sagen, sie wären gerne nochmal 20. Ich nicht. Noch nicht mal optisch. Ok, vielleicht ein bisschen faltenfreier und straffer. Aber mit 20 hatte ich noch voll das Babyface und ich gefalle mir tatsächlich heute besser als in jungen Jahren. Und ich finde es toll die Lebenserfahrung eines Middle Agers zu haben und möchte dieses Wissen auch nicht mehr hergeben.

Von mir aus dürfte die Zeit jetzt stehen bleiben. Denn vorm richtig alt werden hab ich schon Respekt. Mein 80er jähriger Onkel meinte dazu kürzlich:

„Der Mensch ist in seinem Dasein nur zweimal ein völlig Ganzes: Im gedankenlosen Genuß der Jugend und in der bedingungslosen Ergebung des Alters.“

Da genieß ich mein Middle Age-Dasein doch nochmal volle Kanne, bevor es mich eines Tages aus den Latschen haut.

Denn das Leben um die 40 hat auch viele Vorteile. Man hat seinen Platz in der beruflichen Welt (meist) gefunden, verfügt endlich über soviel Geld um sich auch mal Anschaffungen ohne größere Bauchschmerzen leisten zu können, schläft auf Reisen in schicken Unterkünften statt in gammeligen Hostels, ist man in jeder Hinsicht gelassener als früher und körperlich immer noch fit genug. Auch wenn es nicht mehr für durchzechte Nächte reicht ;).

Und wie geht es euch mit dem älter werden? Hadert ihr damit und zählt jede neue Falte? Oder macht ihr euch kaum Gedanken darüber und geniesst einfach jeden Moment so wie er ist? 

 

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32 Comments

  • Reply MrsBerry 27. Februar 2015 at 11:33

    Ach Herzchen, mir steht die 40 noch bevor. Dann kannst du mich an die Hand nehmen und in das neue Middle Age Alter führen. Aber ehrlich gesagt, ich habe auf keinerlei Angst älter zu werden. Es gehört einfach dazu und jede Falte erzählt eine Geschichte.

    „All of these lines across my face
    Tell you the story of who I am
    So many stories of where I’ve been
    And how I got to where I am“
    [The Story Song von Brandi Carlile]

    Wenn ich Bilder aus meiner Jugend sehe muss ich auch immer laut lachen. Dauerwelle, dicke Brille und schreckliche Klamotten. Dann bleib ich lieber so alt wie ich bin und stehe mit beiden Beinen im Leben.

    Liebe Grüße
    Christina

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 9:57

      Stimmt. Wenn man sich Bilder von früher anschaut gruselt es mich auch immer ein bisschen. Diese Frisuren und Klamotten in den 80er und 90er Jahren haben nicht dazu beigetragen besser auszusehen. Lach. Aber wahrscheinlich denken wir das in 20 Jahren auch wieder über diese Zeit. Komm an mein Patschehändchen, Schärie! 40 ist halb so wild. Aber 50?? OMG!!!

  • Reply MrsBerry 27. Februar 2015 at 11:33

    Ach Herzchen, mir steht die 40 noch bevor. Dann kannst du mich an die Hand nehmen und in das neue Middle Age Alter führen. Aber ehrlich gesagt, ich habe auf keinerlei Angst älter zu werden. Es gehört einfach dazu und jede Falte erzählt eine Geschichte.

    „All of these lines across my face
    Tell you the story of who I am
    So many stories of where I’ve been
    And how I got to where I am“
    [The Story Song von Brandi Carlile]

    Wenn ich Bilder aus meiner Jugend sehe muss ich auch immer laut lachen. Dauerwelle, dicke Brille und schreckliche Klamotten. Dann bleib ich lieber so alt wie ich bin und stehe mit beiden Beinen im Leben.

    Liebe Grüße
    Christina

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 9:57

      Stimmt. Wenn man sich Bilder von früher anschaut gruselt es mich auch immer ein bisschen. Diese Frisuren und Klamotten in den 80er und 90er Jahren haben nicht dazu beigetragen besser auszusehen. Lach. Aber wahrscheinlich denken wir das in 20 Jahren auch wieder über diese Zeit. Komm an mein Patschehändchen, Schärie! 40 ist halb so wild. Aber 50?? OMG!!!

  • Reply Nina 27. Februar 2015 at 12:54

    Das hast Du wirklich sehr schön geschrieben! Meine Mutter hat mir sehr ähnliche Worte immer für die 30er gesagt. Dass man selbstbewusster ist, weil man mehr weiß, wer man ist; eine gewisse Lebenserfahrung etc.
    ich finde, sie hatte damit auch recht. Ich habe nach und nach gemerkt, dass mir auch im Job viele Dinge leichter fallen, einfach weil man zu sich und seiner Meinung mehr steht. Auch wenn ich es manchmal gruselig finde, wenn mich Studenten siezen (hey, wir sind doch ein Alter…oder?!), so gefällt es mir doch auch in den Mitte 30ern. Zur 40 hab ich ja noch Zeit, aber die wird sicher auch super. Bis dahin schlaf ich dann vielleicht auch mal wieder durch

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 9:59

      Danke schön, liebe Nina! Geniess die 30er. Meine Eltern haben immer gesagt das wäre die beste Zeit des Lebens. Aber vielleicht hat auch jede Zeit ihren gewissen Reiz. Und stimmt ja…ich find es auch voll schlimm wenn mich junge Leute plötzlich siezen. Fehlt nur noch das sie in der Bahn nen Platz für mich frei machen. ;)) GlG, Nadine

  • Reply Nina 27. Februar 2015 at 12:54

    Das hast Du wirklich sehr schön geschrieben! Meine Mutter hat mir sehr ähnliche Worte immer für die 30er gesagt. Dass man selbstbewusster ist, weil man mehr weiß, wer man ist; eine gewisse Lebenserfahrung etc.
    ich finde, sie hatte damit auch recht. Ich habe nach und nach gemerkt, dass mir auch im Job viele Dinge leichter fallen, einfach weil man zu sich und seiner Meinung mehr steht. Auch wenn ich es manchmal gruselig finde, wenn mich Studenten siezen (hey, wir sind doch ein Alter…oder?!), so gefällt es mir doch auch in den Mitte 30ern. Zur 40 hab ich ja noch Zeit, aber die wird sicher auch super. Bis dahin schlaf ich dann vielleicht auch mal wieder durch

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 9:59

      Danke schön, liebe Nina! Geniess die 30er. Meine Eltern haben immer gesagt das wäre die beste Zeit des Lebens. Aber vielleicht hat auch jede Zeit ihren gewissen Reiz. Und stimmt ja…ich find es auch voll schlimm wenn mich junge Leute plötzlich siezen. Fehlt nur noch das sie in der Bahn nen Platz für mich frei machen. ;)) GlG, Nadine

  • Reply Flögi 27. Februar 2015 at 13:28

    Hallo Nadine!
    Uhh ist es ein Thema…
    Zuerst alles Gute nachträglich zum Geburtstag!
    Ich werde heuer 40! Ich habe schon längere Zeit dauerhaft Gedanken darum. Nicht wegen 40, sondern, weil ich das Gefühl habe, je älter ich werde, desto schneller rast das Leben (die Zeit) mir vorbei und irgendwie wahnsinnig schnell sind die letzten 10 Jahre weg, und ich fürchte, so geht es mit dem ganzen Leben und hipp-hopp ist alles vorbei. Alte Menschen sagen oft zu mir, „unser Leben ist so kurz“ – und es sagen 80-90-jährigen und ich denke immer dabei, ahh, was erzählen sie einen Quatsch, so viele Jahre zu leben ist doch nicht kurz. Aber tatsächlich, ich merke es auch, die Zeit beschleunigt sich irgendwie und auch was wir erleben, soll es Reise oder egal was sein, ich erinnere mich nicht mehr so fest an Details wie früher. Irgendwie wird alles oberflächlicher und damit die Zeit schneller. Irgendwie habe ich das Gefühl, unser ganzes Leben besteht nur aus Arbeiten und diese mini Inslen, die paar Wochen Urlaube im Jahr, das sind nur unser echtes Leben und wir müssen uns zwischen zwei Urlauben immer nur durchkämpfen, am Leben zu bleiben. Das ist so wenig für ein Menschensleben, so wenig Zeit wirklich nur für sich selbst zu haben.
    Liebe Grüße

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:01

      Aaaah Flögi….was heisst denn nochmal heuer? Bald oder jetzt? Muss ich schon gratulieren? Oder hast Du erst noch Geburtstag? Heuer ist so ein Begriff den man hier im Rheinland nicht kennt. Und ja Du hast so Recht. Die Zeit rennt, es ist echt gruselig. Wie mag es einem erst mit 80 ergehen? Da ist ein Jahr wie 2 Wochen. Schlimm. GlG, Nadine

  • Reply Flögi 27. Februar 2015 at 13:28

    Hallo Nadine!
    Uhh ist es ein Thema…
    Zuerst alles Gute nachträglich zum Geburtstag!
    Ich werde heuer 40! Ich habe schon längere Zeit dauerhaft Gedanken darum. Nicht wegen 40, sondern, weil ich das Gefühl habe, je älter ich werde, desto schneller rast das Leben (die Zeit) mir vorbei und irgendwie wahnsinnig schnell sind die letzten 10 Jahre weg, und ich fürchte, so geht es mit dem ganzen Leben und hipp-hopp ist alles vorbei. Alte Menschen sagen oft zu mir, „unser Leben ist so kurz“ – und es sagen 80-90-jährigen und ich denke immer dabei, ahh, was erzählen sie einen Quatsch, so viele Jahre zu leben ist doch nicht kurz. Aber tatsächlich, ich merke es auch, die Zeit beschleunigt sich irgendwie und auch was wir erleben, soll es Reise oder egal was sein, ich erinnere mich nicht mehr so fest an Details wie früher. Irgendwie wird alles oberflächlicher und damit die Zeit schneller. Irgendwie habe ich das Gefühl, unser ganzes Leben besteht nur aus Arbeiten und diese mini Inslen, die paar Wochen Urlaube im Jahr, das sind nur unser echtes Leben und wir müssen uns zwischen zwei Urlauben immer nur durchkämpfen, am Leben zu bleiben. Das ist so wenig für ein Menschensleben, so wenig Zeit wirklich nur für sich selbst zu haben.
    Liebe Grüße

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:01

      Aaaah Flögi….was heisst denn nochmal heuer? Bald oder jetzt? Muss ich schon gratulieren? Oder hast Du erst noch Geburtstag? Heuer ist so ein Begriff den man hier im Rheinland nicht kennt. Und ja Du hast so Recht. Die Zeit rennt, es ist echt gruselig. Wie mag es einem erst mit 80 ergehen? Da ist ein Jahr wie 2 Wochen. Schlimm. GlG, Nadine

  • Reply Janett 27. Februar 2015 at 15:25

    Komisch was so Erkältungen manchmal für Gedanken heraufbeschwören. Kenn ich auch. Also das Denken. Und auch das Altern. Ich finde es lustig, das ich immer eine komplett andere Lebensplanung für mich hatte. Ich dachte das ich mit Mitte 30 schon mit 5 Kindern und nem Mann irgendwo in der Pampa sitze. Und nun. Hab ich mit Mitte 30 meine 20er. Auch wenn ich merke, das mich die 35 im Kopf schon erreicht hat. Dieses Kindliche Auge ist weg und fehlt mir machmal… Sei es drum, wie alt man ist, ich finde jedes Alter hat seine Besonderheiten. Und ich finds toll das wir quasi „Nachbarn“ sind 😀

  • Reply Janett 27. Februar 2015 at 15:25

    Komisch was so Erkältungen manchmal für Gedanken heraufbeschwören. Kenn ich auch. Also das Denken. Und auch das Altern. Ich finde es lustig, das ich immer eine komplett andere Lebensplanung für mich hatte. Ich dachte das ich mit Mitte 30 schon mit 5 Kindern und nem Mann irgendwo in der Pampa sitze. Und nun. Hab ich mit Mitte 30 meine 20er. Auch wenn ich merke, das mich die 35 im Kopf schon erreicht hat. Dieses Kindliche Auge ist weg und fehlt mir machmal… Sei es drum, wie alt man ist, ich finde jedes Alter hat seine Besonderheiten. Und ich finds toll das wir quasi „Nachbarn“ sind 😀

  • Reply Jutta 27. Februar 2015 at 16:24

    Ganz ehrlich? Wenn mich jemand nach meinem Alter fragt, muss ich meist grübeln und nachrechnen. Das ist immer völlig ausgeblendet, weil ich mich in jedem Alter total wohl fühle (gefühlt habe) : ) Hoffentlich seid ihr alle wieder fit! Sonnige Grüße, Jutta

    • Reply frau hibbel 2. März 2015 at 15:12

      Haha…das geht mir immer genauso. Muss auch erstmal nachrechnen und wunder mich dann.

  • Reply Jutta 27. Februar 2015 at 16:24

    Ganz ehrlich? Wenn mich jemand nach meinem Alter fragt, muss ich meist grübeln und nachrechnen. Das ist immer völlig ausgeblendet, weil ich mich in jedem Alter total wohl fühle (gefühlt habe) : ) Hoffentlich seid ihr alle wieder fit! Sonnige Grüße, Jutta

    • Reply frau hibbel 2. März 2015 at 15:12

      Haha…das geht mir immer genauso. Muss auch erstmal nachrechnen und wunder mich dann.

  • Reply Gordana 28. Februar 2015 at 9:47

    Erstmal möchte ich mich Janett anschliessen in der Meinung wie verblüffend eine Erkältung sich gedanklich auswirken kann. Ich denke es liegt daran, dass man im Alltag mit Beruf und Kindern eher selten Zeit zum Reflektieren hat. So unangenehm eine Erkältung auch ist, aber sie gibt einem dann die Zeit dazu (ein kleiner Beitrag dem „Rotz“ was Positives abzugewinnen;-).
    Ich werde dieses Jahr 40. Eigentlich dachte ich, dass ich Falten gar nicht so schlimm finde, weil sie von Lebenserfahrung zeugen. Wenn ich dann aber manchmal morgens so mein Gesicht betrachte, naja, irgendwie ist es mir dann doch nicht so ganz egal. Aber das dauert meist nur kurz, denn dann holt mich ja mein Morgenalltag ein 🙂
    Ich habe es genossen 20 und 30 zu sein und auch alles dazwischen, aber nochmal dahin? Nein. Ich geniesse die Gelassenheit die das Alter bringt. Wirklich zu wissen, dass nichts so heiss gegessen wird wie es gekocht wird. Und egal wie klischeemäßig es klingt, Kinder bringen ein Stück Unbeschwertheit zurück, einen klaren Blick auf die Dinge. Gerade gestern Abend wollte meine 3-jährige Tochter wissen warum ich nicht mit Socken schlafe so wie sie? Als ich antwortete, dass meine Füße doch mal Atmen sollten, so nachts, meinte sie: „Das geht doch gar nicht. Füße haben doch keinen Mund.“
    Ich bin mit einem Grinsen im Gesicht eingeschlafen. Dann ist auch jede Falte egal.

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:03

      Danke für Deinen netten Kommentar, liebe Gordana! Ich seh das ganz genauso wie Du. Klar sind mir Falten auch nicht egal. Aber Lebenserfahrung zu haben und einfach auch mal gelassener zu sein…das ist schon cool. Der Weg dahin kostet einen aber auch manch graues Haar. That´s life. Und irgendwie isses ja auch gut so. LG, Nadine

  • Reply Gordana 28. Februar 2015 at 9:47

    Erstmal möchte ich mich Janett anschliessen in der Meinung wie verblüffend eine Erkältung sich gedanklich auswirken kann. Ich denke es liegt daran, dass man im Alltag mit Beruf und Kindern eher selten Zeit zum Reflektieren hat. So unangenehm eine Erkältung auch ist, aber sie gibt einem dann die Zeit dazu (ein kleiner Beitrag dem „Rotz“ was Positives abzugewinnen;-).
    Ich werde dieses Jahr 40. Eigentlich dachte ich, dass ich Falten gar nicht so schlimm finde, weil sie von Lebenserfahrung zeugen. Wenn ich dann aber manchmal morgens so mein Gesicht betrachte, naja, irgendwie ist es mir dann doch nicht so ganz egal. Aber das dauert meist nur kurz, denn dann holt mich ja mein Morgenalltag ein 🙂
    Ich habe es genossen 20 und 30 zu sein und auch alles dazwischen, aber nochmal dahin? Nein. Ich geniesse die Gelassenheit die das Alter bringt. Wirklich zu wissen, dass nichts so heiss gegessen wird wie es gekocht wird. Und egal wie klischeemäßig es klingt, Kinder bringen ein Stück Unbeschwertheit zurück, einen klaren Blick auf die Dinge. Gerade gestern Abend wollte meine 3-jährige Tochter wissen warum ich nicht mit Socken schlafe so wie sie? Als ich antwortete, dass meine Füße doch mal Atmen sollten, so nachts, meinte sie: „Das geht doch gar nicht. Füße haben doch keinen Mund.“
    Ich bin mit einem Grinsen im Gesicht eingeschlafen. Dann ist auch jede Falte egal.

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:03

      Danke für Deinen netten Kommentar, liebe Gordana! Ich seh das ganz genauso wie Du. Klar sind mir Falten auch nicht egal. Aber Lebenserfahrung zu haben und einfach auch mal gelassener zu sein…das ist schon cool. Der Weg dahin kostet einen aber auch manch graues Haar. That´s life. Und irgendwie isses ja auch gut so. LG, Nadine

  • Reply Sabine 3. März 2015 at 0:39

    Welch wahrer Artikel, toll geschrieben… ich genieße mein Middle Age ebenfalls in vollen Zügen, man hat die Lebensweisheit und Erfahrung, die man mit 20 noch nicht hat, aber auch noch nicht die Beschwerlichkeiten des Alters. Allerdings muss man die 20er und 30er durchgemacht haben, um die Mitte 40 genießen zu können.
    Wie du so schön schreibst… es ist ein Prozess und irgendwann ist ein Glas Wein mit Freunden zu Hause etwas Besonderes.

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:05

      Danke schön, liebe Sabine! Also hoch die Tassen und auf die großartigen 40er. Auf das wir jeden Tag bestmöglich geniessen :). LG, Nadine

  • Reply Sabine 3. März 2015 at 0:39

    Welch wahrer Artikel, toll geschrieben… ich genieße mein Middle Age ebenfalls in vollen Zügen, man hat die Lebensweisheit und Erfahrung, die man mit 20 noch nicht hat, aber auch noch nicht die Beschwerlichkeiten des Alters. Allerdings muss man die 20er und 30er durchgemacht haben, um die Mitte 40 genießen zu können.
    Wie du so schön schreibst… es ist ein Prozess und irgendwann ist ein Glas Wein mit Freunden zu Hause etwas Besonderes.

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:05

      Danke schön, liebe Sabine! Also hoch die Tassen und auf die großartigen 40er. Auf das wir jeden Tag bestmöglich geniessen :). LG, Nadine

  • Reply SaNdra 6. März 2015 at 15:43

    Liebes Hibbelchen,
    Die ganze Zeit wollte ich mir Zeit nehmen, um deinen Post zu kommentieren, doch dann hat das Alltagsgedudel meinen Plan übertönt. Heute, nachdem ich das Hörbuch „Fliehkräfte“ von Stephen Thome zu Ende gehört habe, viel mir dann wieder ein, was dieses unbestimmte Gefühl etwas vergessen zu haben, in mir hervorgerufen hat!
    Mir kam es komisch vor, sagen zu können, oder zu müssen, dass etwas 30 Jahre zurückliegt, von dem ich erzählte. Damit fing es an.
    Dass die Kinder bald gehen und unsere Anrufe und Nachfragen, obs ihnen gut gehe, ihnen lästig werden, so wie die meiner Mutter mir lästig geworden sind. Irgendwann sind meine Eltern dann nicht mehr da – ein Zustand, den ich mir weder vorstellen noch akzeptieren kann. Und doch werde ich es müssen! So wie alle vor mir und alle, die nach mir kommen!
    Davor habe ich Angst: vor den seelischen Schmerzen, die mir das Leben noch bereiten wird. Nicht vor den Falten, den Tränensäcken und der Menopause!
    Trotzdem möchte ich nicht mehr zwanzig sein, diese Unsicherheit, das ständige Befürchten etwas falsch gemacht zu haben. Ich geniesse mein erlangtes Selbstbewusstsein, geniesse es zu wissen wo die Reise hingeht und diese Reise solange wie möglich auszukosten. Was anderes können wir eh nicht tun!
    Um es mit einer Platitüde abzurunden: c’est la vie!

    Du bist eine tolle Frau! Sei stolz darauf und geniesse es!
    Gros bisou
    Sandra

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:08

      Snief, snief, schnüffel, schluchz…..Danke Du allerliebstes Brüsseler Schnittchen! Jetzt weiß ich fast nicht was ich sagen soll. Ja, was sind schon ein paar Falten und Cellulite gegen die Gebrechen im Alter? Ich kann zwar noch nicht mitreden, aber habe schon eine gewisse Vorstellung und echt Respekt vor dieser Zeit. Andererseits: lieber alt werden als jung sterben, ne? Geniessen wir also jeden Tag so gut es geht und freuen uns darüber, das wir hier sein dürfen. Gruss und Kuss, Nadine

  • Reply SaNdra 6. März 2015 at 15:43

    Liebes Hibbelchen,
    Die ganze Zeit wollte ich mir Zeit nehmen, um deinen Post zu kommentieren, doch dann hat das Alltagsgedudel meinen Plan übertönt. Heute, nachdem ich das Hörbuch „Fliehkräfte“ von Stephen Thome zu Ende gehört habe, viel mir dann wieder ein, was dieses unbestimmte Gefühl etwas vergessen zu haben, in mir hervorgerufen hat!
    Mir kam es komisch vor, sagen zu können, oder zu müssen, dass etwas 30 Jahre zurückliegt, von dem ich erzählte. Damit fing es an.
    Dass die Kinder bald gehen und unsere Anrufe und Nachfragen, obs ihnen gut gehe, ihnen lästig werden, so wie die meiner Mutter mir lästig geworden sind. Irgendwann sind meine Eltern dann nicht mehr da – ein Zustand, den ich mir weder vorstellen noch akzeptieren kann. Und doch werde ich es müssen! So wie alle vor mir und alle, die nach mir kommen!
    Davor habe ich Angst: vor den seelischen Schmerzen, die mir das Leben noch bereiten wird. Nicht vor den Falten, den Tränensäcken und der Menopause!
    Trotzdem möchte ich nicht mehr zwanzig sein, diese Unsicherheit, das ständige Befürchten etwas falsch gemacht zu haben. Ich geniesse mein erlangtes Selbstbewusstsein, geniesse es zu wissen wo die Reise hingeht und diese Reise solange wie möglich auszukosten. Was anderes können wir eh nicht tun!
    Um es mit einer Platitüde abzurunden: c’est la vie!

    Du bist eine tolle Frau! Sei stolz darauf und geniesse es!
    Gros bisou
    Sandra

    • Reply frau hibbel 9. März 2015 at 10:08

      Snief, snief, schnüffel, schluchz…..Danke Du allerliebstes Brüsseler Schnittchen! Jetzt weiß ich fast nicht was ich sagen soll. Ja, was sind schon ein paar Falten und Cellulite gegen die Gebrechen im Alter? Ich kann zwar noch nicht mitreden, aber habe schon eine gewisse Vorstellung und echt Respekt vor dieser Zeit. Andererseits: lieber alt werden als jung sterben, ne? Geniessen wir also jeden Tag so gut es geht und freuen uns darüber, das wir hier sein dürfen. Gruss und Kuss, Nadine

  • Reply Birgit 6. April 2015 at 12:20

    ein Teenie aus meiner Sicht 😀 Ich werde dieses Jahr noch 52 und richte mir gerade meinen Blog ein, von dem ich hoffe, dass er sich in diesem Jahr mit vielen (Kurz)-Reisen füllen wird.

    Ich zähle keine Falten, aber es ist mir bewusst, dass die Restlebenszeit deutlich weniger wird und ich frage mich, wie viele vermeintlich gute Jahre ich noch habe. Aber: ich bin kein Einzelschicksal – das macht macht’s leichter. Liebe Grüße!

  • Reply Birgit 6. April 2015 at 12:20

    ein Teenie aus meiner Sicht 😀 Ich werde dieses Jahr noch 52 und richte mir gerade meinen Blog ein, von dem ich hoffe, dass er sich in diesem Jahr mit vielen (Kurz)-Reisen füllen wird.

    Ich zähle keine Falten, aber es ist mir bewusst, dass die Restlebenszeit deutlich weniger wird und ich frage mich, wie viele vermeintlich gute Jahre ich noch habe. Aber: ich bin kein Einzelschicksal – das macht macht’s leichter. Liebe Grüße!

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