Glücklichmacher im März
Digital Detox, Friesenliebe und analoge Achtsamkeit

2. April 2019

Unglaublich! Nun ist tatsächlich schon wieder das erste Viertel des Jahres rum. Im März steppte hier hinter den Kulissen der Bär und ich versuche daher immer wieder mal den Stop-Schalter zu drücken. Ehrlich gesagt, ist mir derzeit aber ganz extrem nach einsamer Insel. Trotzdem gab es im März natürlich auch wieder ein paar echte Glücklichmacher. Ob Digital Detox, Friesenliebe, gemeinsame Zeit, supernette Worte über Planet Hibbel oder einfach nur kuscheligen Netflix-Stunden.

In stürmischeren Zeiten muß man es sich erst Recht gut gehen lassen. Und dazu gehören ganz viele analoge Momente, um sich mal wieder zu erden. Nicht immer leicht, wenn man Blogger ist. Denn vieles sieht man irgendwann nur noch durch den Sucher der Kamera oder die Welt der Sozialen Netzwerke. Beides habe ich im März oft weggepackt.

Tschöö März! Oh hello, April!

#1 Friesenliebe:

Ziemlich slow war unser Wochenende auf der Nordseeinsel Juist. Warum, wieso, weshalb lest ihr hier! Dummerweise tobte nämlich das Sturmtief Bennet während unseres Aufenthalts über die Insel. Rückblickend fand ich diese Wucht der Natur mit prasselndem Regen und Windböen Stärke 9 aber auch toll. Vielleicht weil es meinen Kopf mal wieder so richtig freigepustet hat.

Vorab hatten wir ein kleines Tête-à-Tête mit Greetsiel, das Herr Hibbel und ich noch lebhaft aus Kindheitstagen mit den Eltern in Erinnerung hatten. Das ist derweil vom verschlafenen Ostfriesendörfchen zum hippen Touri-Hotspot mutiert. Ich muß gestehen, dass ich fast nicht wusste, wie ich nun diese Metamorphose finden soll. Aber Ostfriesland hat mich mit seiner entzückenden, niederländischen Architektur und gemütlicher Teatime gekriegt. Und aus diesem Grund geht es auch bald wieder in die Richtung.

#2 Instagram-Pause:

Ach Instagram! Eigentlich mag ich Dich ja sehr. In den letzten Wochen stellte sich bei mir jedoch mal wieder zunehmender Verdruss und Langeweile ein. Ob ausgelutschte Instagram-Hotspots, perfekt inszenierte Wohnungen, durchdesignte Kinder, perfekte Bikinifiguren etc. etc. Irgendwas macht dieses ständige zur Schau stellen mit uns Menschen und ich habe zunehmend das Gefühl, es ist nichts Gutes.

Ja, auch ich bin durch meinen Blog-Job Teil dieses Konstrukts. Aber immer wieder plagt mich auch Übersättigung und diesmal dachte ich mir: Stop! Jetzt lege ich einfach mal ne richtige Pause ein. Und wissta was? Es tut sooo gut. Denn mal ehrlich: wie oft verdaddelt man dort wertvolle Zeit. Schnell werden aus 5 plötzlich 30 Minuten. Und wie oft ist man deprimiert, weil man Sonntags öde aufm Sofa rumhängt, während Andere auf Hawaii oder St. Barth rumhüpfen.  Nee, Instagram muß gerade echt mal pausieren und ich mache nur das Nötigste.

#3 Achtsamkeit:

Auslöser war u.a. auch das wundervolle Buch „Slow. Einfach Leben.“, das ich euch hier schon mal vorgestellt hatte. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Irgendwas muß ich in meinem Leben ändern, wenn ich mal aus dieser „Keine Zeit“-Falle rauskommen will. Ich schreibe also Wochenpläne, um mich besser zu strukturieren. Fokussiere mich auf Single-Tasking, statt Multi-Tasking (etwas, das mir sehr schwer fällt). Apps wie Facebook oder Messenger habe ich schon vor einem halben Jahr von meinem Handy verbannt. Nun wurden auch noch Twitter und IG in die hinterletzte Ecke verschoben. Das sind auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten, aber ich bemerke schon erste Veränderungen. Statt Leerzeiten mit dem Handy zu vertrödeln, lese ich nun ein Buch und mache täglich Sport und 10minütige Meditationen. Ich trinke in Ruhe einen Kaffee und hänge meinen Gedanken nach. Oder ich spiele mit meinen Kindern einfach mal wieder ne Runde Backgammon. So ausgelutscht das Wort Achtsamkeit mittlerweile auch sein mag. Es ist doch so wichtig, in dieser sich immer schneller drehenden Welt.

#4 Planet Hibbel in der Für Sie:

Sehr gefreut habe ich mich auch über die netten Worte der Zeitschrift Für Sie über meinen Blog. Angenehm ehrlich, humorvoll und authentisch! Und das in Kombi mit einem Quokka. Aaaaaw ♥!

#5 Süchtigserien:

In einem Rutsch weggeguckt, habe ich ein paar neue Süchtigserien, wie z.B. „The Widow“ mit Kate Beckinsale oder „You – Du wirst mich lieben“. Danach überdenkt man jedoch jedes weitere Bild, das man in die Weltgeschichte postet. Außerdem schnüffel ich aktuell bei Hape Kerkelings Buch „Der Junge muß an die frische Luft“ ins Taschentuch. Hat mir mein Söhnchen zu Weihnachten geschenkt.

#6 Maastricht:

Maastricht ist eine meiner niederländischen Lieblingsstädte. Mein letzter Besuch lag allerdings schon sage und schreibe fast 5 Jahre zurück. Guckt ihr hier: Tipps für Maastricht.  Es wurde also mal wieder dringend Zeit für einen Besuch. Zusammen mit meiner lieben  Bloggerfreundin Eva vom Hiddengem Blog habe ich Maastricht einen Tag lang unsicher gemacht. Und vor lauter Quatschen und Bummeln glatt das Fotografieren vergessen. Foto-Ausbeute habe ich daher kaum, dafür jedoch einen schönen analogen Tag verbracht. Und genau so sollte das auch sein.

#7 Virtual Reality: 

Was finden meine Jungs nur am Daddeln so toll? Ich habe tatsächlich ja noch nie Gefallen an PC Spielen jeglicher Art gefunden. Ich tue mich also immer etwas schwer, diese Sucht Leidenschaft nachempfinden zu können. Um mitzureden, mußte ich das also wohl mal selber ausprobieren. Gemeinsam mit meiner Freundin und unseren 2 großen Söhnen haben wir uns dafür ins Holocafe in Düsseldorf aufgemacht. Zu Viert sind wir in die krasse Welt eines bedrohten Wüstenplaneten eingetaucht. Wir haben im Team mit Feuerblitzen, Bogen und Plasmablitzen gegen Drohnen gekämpft. Dafür trugen wir Virtual Reality Brillen und hatten Controller in den Händen.

Nach 30 Minuten Voll-Action waren wir total ausgepowert, vergnügt und aufgeputscht. Ich hatte allerdings auch dröhnende Kopfschmerzen. Spaß hat es definitiv gemacht und ich kann nun etwas besser nachvollziehen, was Jungs so toll daran finden. Ich finde die Spiele jedoch definitiv zu krass für Kinder unter 12 Jahren. Und Abenteuer vor der Tür sollten immer noch Vorzug haben.

Und wie lief euer März so? Gab es Highlights oder glorreiche Momente?

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1 Comment

  • Reply Viermal Fernweh 2. April 2019 at 13:39

    Das klingt nach einem guten Plan Nadine. Egal wie ausgelutscht das Wort Achtsamkeit ist, es zu tun ist megawichtig. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und die schöne Scheinwelt im www macht auf Dauer nicht glücklich.
    Nach langem Überlegen habe ich gemerkt, dass ich auch etwas ändern muss. Und nun nehme ich mir ein Kurzsabbatical, ich kann es immer noch nicht glauben. 🙂
    Danke für den Buchtipp, Slow wird hoffentlich auf meinem Geburtstagstisch liegen. Liebe Grüße, Ines

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