Kaunertal in Tirol

Warum dieses ruhige Alpental der perfekte Ort für einen nachhaltigen Sommerurlaub ist

by nadine

[Ein Beitrag von Co-Autorin Petra]

Ja, was ist es nur? Diese Frage stelle ich mir, seit ich im Kaunertal in Tirol angekommen bin. Irgendetwas ist hier anders, aber ich kann es nicht greifen. Es dauert bis zum nächsten Morgen, als ich dem ehemaligen Bürgermeister Josef „Bepi“ Raich zuhöre. Er erzählt, wie sich das Tal entwickelt und gewandelt hat. Mitten in seinem Beitrag weiß ich es: Es ist genau das, was Bepi beschreibt. Das Kaunertal ist ein Tal, das sich seine Geschichte und seinen Charakter bewahrt hat. Es hat nicht jeden Trend mitgemacht und wirkt gerade deswegen auf mich so authentisch und bodenständig. Ein Tal, in dem die Natur nicht nur Kulisse ist, wie es an manchen anderen Orten leider der Fall ist.

Dabei ist auch das Kaunertal ein Ort, der vom Tourismus lebt. Es gibt Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen ebenso wie Wanderwege, bewirtschaftete Almhütten und das Naturparkhaus, das den Naturpark Kaunergrat erlebbar macht. Und natürlich den Gletscher samt Skigebiet, das es seit den 1980er Jahren gibt. Doch das Kaunertal hat sich etwas bewahrt, was selten geworden ist: Die Menschen denken nicht in Superlativen. Höher, weiter, größer spielt dort keine Rolle. Das Kaunertal in Tirol ist auf jeden Fall der perfekte Ort für einen nachhaltigen Sommerurlaub. Ob allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie.

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in bezahlter Werbepartnerschaft mit dem Tourismusverband Kaunertal. Meine Eindrücke, Tipps und Schilderungen sind davon völlig unberührt und geben ausschließlich das wieder, was ich persönlich erlebt habe. Der Beitrag enthält zudem Werbe- und Affiliatelinks*. Tätigst Du über diesen Link eine Buchung, erhalte ich eine kleine Provision. Du bezahlst den gleichen Preis.

Kaunertal in Tirol:

Warum dieses ruhige Alpental der perfekte Ort für einen nachhaltigen Sommerurlaub ist

#1 Lohnt sich ein Urlaub im Kaunertal in Tirol?

Unbedingt. Das Tal hat nur 600 Einwohner. Es werden aber eher mehr als weniger, denn die Menschen ziehen nicht weg, sondern bleiben, auch die jungen. Egal, mit wem man spricht, da ist immer diese tiefe Verbundenheit mit den Bergen, der Natur und der Heimat. Und genau das ist es, was man spürt, selbst wenn man nur ein paar Tage zu Besuch ist. Vor allem, wenn ihr die Berge liebt, gerne draußen unterwegs seid und Wert auf einen Tourismus legt, der respektvoll mit der Natur umgeht.

#2 Nachhaltiger Tourismus

Seit diesem Jahr trägt das Kaunertal in Tirol das Österreichische Umweltzeichen, eine Auszeichnung, die nur Regionen erhalten, die sich nachweislich für nachhaltigen Tourismus und den Schutz ihrer Natur einsetzen. Das klingt zunächst abstrakt, wird vor Ort aber schnell erlebbar. Schon die Fahrt durch das Tal zeigt, wie vielfältig die Landschaft ist. 

Zu Beginn prägen saftige Wiesen und bewaldete Hänge das Bild, eingerahmt von imposanten Bergen, die trotzdem nie bedrückend wirken. Je weiter ihr der Kaunertaler Gletscherstraße folgt, desto karger und alpiner wird die Landschaft. Mit etwas Glück seht ihr Murmeltiere über die Hänge huschen, der türkis schimmernde Gepatsch-Stausee begleitet euch ein Stück des Weges und schließlich rückt der Gepatschferner immer näher.

#2.1 Klimawandel hautnah 

Dieser ist heute bereits der zweitgrößte Gletscher Österreichs und wird den ersten Platz vermutlich bald übernehmen, allerdings aus einem traurigen Grund. Denn der bisher größte Gletscher des Landes am Großglockner schmilzt gerade massiv. Aber auch die Gletscherwelt im Kaunertal verändert sich sichtbar. Der Klimawandel ist auch dort keine abstrakte Zukunftsprognose, sondern Teil der Landschaft.

Erlebbar macht das die Ausstellung „Mit aller Kraft. Klima, Gletscher, Kaunertal“ im Sport- und Erlebniszentrum Quellalpin in Feichten. Sie erklärt anschaulich, wie Gletscher entstehen, warum sie sich verändern und welche Folgen das für den Alpenraum hat. Vor allem aber zeigt sie, wie das Kaunertal mit diesem Wandel umgeht. Nachhaltigkeit bleibt kein Schlagwort, sondern wird zum Teil des Urlaubs und auch des Alltags, nämlich indem Gäste und Einheimische gleichermaßen eingeladen werden, ihre Bergwelt besser zu verstehen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich das Kaunertal so anders anfühlt. Hier geht es nicht darum, immer neue Attraktionen zu schaffen oder Besucherrekorde zu brechen. Stattdessen erlebt ihr eine Region, die ihre Natur schützt, ihre Geschichte kennt und ihre Gäste daran teilhaben lässt.

Was bedeutet das Österreichische Umweltzeichen?

Das Österreichische Umweltzeichen ist das wichtigste staatliche Nachhaltigkeitssiegel Österreichs. Es zeichnet Regionen, Hotels und Betriebe aus, die sich nachweislich für Umwelt- und Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und einen verantwortungsvollen Tourismus engagieren.

Im Kaunertal zeigt sich das nicht nur auf dem Papier. Nachhaltigkeit begegnet euch hier ganz praktisch – etwa durch Naturparkprojekte, Umweltbildung, sanften Tourismus und zahlreiche Betriebe, die ebenfalls mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet wurden.

#3 Drei Erlebnisse im Kaunertal, die ihr nicht verpassen solltet

Wenn ihr einen Ort sucht, an dem Wandern und Bergsport mehr ist als ein Programmpunkt, an dem ein Gletscher zum Nachdenken anregt und Nachhaltigkeit nicht wie ein Marketingversprechen klingt, sondern ganz selbstverständlich gelebt wird, dann könnte auch für euch das Kaunertal in Tirol ein sehr gutes Ziel für entspannte Tage in den Bergen sein. Und was ihr dann unbedingt tun solltet, verrate ich euch jetzt.

#3.1 Eine Sternenwanderung mitmachen

Eins der Highlights gleich zu Beginn, denn das hier ist wirklich besonders: Im Kaunertal könnt ihr im Sommer Sternenwanderungen unternehmen. Zusammen mit Bergführer Andreas und dem Astronomie-As Philip geht ihr vom Gepatschhaus aus auf eine etwa dreistündige Tour durch die anbrechende Nacht. Es geht über Almwiesen und entlang des rauschenden Baches bis zur Sternenschale, einem Ort, an dem die Magie des Sternenhimmels ganz besonders wirken kann. Andreas und Philip erzählen euch alles über die Berge und den Nachthimmel: Sie zeigen euch Sternbilder, erläutern Geschichten aus der antiken Mythologie und berichten von der Besonderheit der Berge im Kaunertal. 

Es geht um das Licht und die Gestirne, um die Unendlichkeit der Galaxien und des Universums und darum, wie die Menschen sich schon immer von den Sternen angezogen fühlten. Satelliten huschen über den Nachthimmel, ein Flugzeug blinkt vorbei, und plötzlich erhellt doch tatsächlich eine riesige Sternschnuppe den Nachthimmel. Man fühlt sich wahnsinnig klein, wenn man in der extra für diese Touren gebauten Sternenschale, einem großen Holz-Rund, liegt und den Erzählungen und dem Wissen lauscht und gleichzeitig unheimlich stolz und erhaben, solch ein Wunder erleben zu dürfen. 

Gut zu wissen: Der Nachthimmel im Kaunertal ist übrigens so besonders, dass sich das Tal gerade um den Titel „Dark Sky“ bewirbt, den nur Orte mit extrem niedriger Lichtverschmutzung bekommen.

Extra Tipp: Eine Sternenwanderung solltet ihr rechtzeitig reservieren, denn die Touren sind sehr beliebt. Bester Monat ist August. Denn dann gibt es besonders viele Sternschnuppen und die Nacht beginnt bereits früher, so dass die Sterne und sogar die Milchstraße noch besser am Nachthimmel sichtbar sind.

#3.2 Das Gepatschhaus: die erste Alpenvereinshütte

Das Gepatschhaus, von dem aus die Sternentouren starten, ist die erste vom Alpenverein erbaute Hütte, sie wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen. Das ist auch die Basis für die lange Bergsteiger-Tradition im Kaunertal, die es bis heute gibt. Viele Kaunertaler haben sich als Bergführer ausbilden lassen und auch heute noch kann man Gletschertouren und andere Wanderungen mit Bergführer buchen. Die Touren über den Gletscher gibt es für alle Könnerstufen. Auch Kinder ab 8 Jahren können bei den einfachen Touren mitgehen, für ambitionierte Bergsteiger gibt es auch mehrtägige Touren.

Das Gepatschhaus könnt ihr auch tagsüber besuchen (ab dem frühen Abend ist die Gletscherstraße gesperrt und ihr kommt nur im Rahmen der Touren oder falls ihr dort übernachtet dorthin). Es gibt Leckeres aus der Tiroler Küche wie Gröstl, Knödel und Kaiserschmarrn und einen tollen Blick über das Tal und die umliegenden Berge. 

Extra Tipp: Mehr zum Programm am Gepatschferner wie Informationen zu Gletscherwanderungen und weiteren geführten Naturerlebnissen findet ihr hier.

#3.3 Wanderung durch die Verpeilschlucht zur Verpeilhütte

Keine Sorge: Ihr müsst nicht gleich zum Bergsteiger werden. Ganz normale Wanderungen könnt ihr im Kaunertal genauso unternehmen und das zu wunderbaren Orten wie der Verpeilhütte. Sie liegt landschaftlich so schön, dass ich am liebsten für immer dort auf der Terrasse sitzen geblieben wäre.  Schon der Weg dorthin ist spektakulär: Ihr startet unten im Tal und geht entlang des Verpeilbachs immer am Wasser entlang. Über Steige, Treppen und eine Hängebrücke geht es nach oben. Je höher ihr kommt, desto weiter öffnet sich der Blick auf die umliegende Bergwelt. Dann endet der Pfad am Bach und es gibt ein kleines Zwischenstück auf dem Forstweg bis zur Verpeilalm. Von dort geht es über Almwiesen und wieder am Bach entlang zur Hütte.

An der Verpeilhütte angekommen werdet ihr nicht nur mit einer fantastischen Aussicht belohnt, sondern auch mit leckerem Essen und dem schönen Ambiente der Hütte. Direkt nebenan fließt der Bach, perfekt für eine Abkühlung. Die Füße ins eiskalte Wasser halten, die Sonne genießen und einfach den Moment wirken lassen … manchmal braucht es gar nicht mehr für einen perfekten Tag in den Bergen.

Infos zur Wanderung:

Mit rund 800 Höhenmetern ist die Tour durchaus anspruchsvoll, technisch aber nicht besonders schwierig. Wer etwas Kondition mitbringt, kann sie auch mit älteren Kindern gut meistern. Ihr könnt die Wanderung auch in Abschnitten machen, also nur durch die Verpeilschlucht gehen und dann wieder über die Straße ins Tal zurückkehren. Ihr könnt aber auch mit dem Auto bis zur Alm fahren und dort vom Wanderparkplatz nur den 2. Teil der Tour zur Hütte machen. Achtung, die Straße ist holprig, euer Auto sollte nicht zu tief liegen.

Extra Tipp: Früh starten lohnt sich. Dann liegt die Verpeilschlucht noch angenehm im Schatten und auf der Verpeilhütte findet ihr leichter einen Platz auf der Sonnenterrasse. Für den Weg durch die Schlucht zahlt ihr mit der Summercard (bekommt ihr bei der Unterkunft mit eurer Buchung dazu) 3 Euro pro Person am Automaten am Eingang. Ohne die Summercard sind es 6 Euro.

#3.4 Naturpark Kaunergrat

Wer die alpine Landschaft nicht nur erleben, sondern auch verstehen möchte, sollte dem Naturparkhaus im Naturpark Kaunergrat einen Besuch abstatten. Der Naturpark verbindet gleich fünf Tiroler Täler und gehört zu den artenreichsten Schutzgebieten der Alpen. Das Naturparkhaus ist der Mittelpunkt und unbedingt einen Besuch wert. Nicht nur wegen seiner beeindruckenden Lage hoch über dem Tal, sondern auch wegen der toll aufbereiteten Ausstellung mit dem Titel „Magie der Vielfalt“. Dort geht es um den Lebensraum des Naturparks, um Flora und Fauna ebenso wie um die Menschen, die dort leben. 

Und auch das Naturparkhaus ist ein Treffpunkt für alle, nämlich Urlauber und Einheimische. Gemeinsam sitzt man auf der Terrasse des Restaurants im obersten Stock und genießt die Aussicht, vor sich ein Backhendl oder einen Teller Knödel. Das Leben kann schön sein in den Bergen. 

Beginnt euren Besuch am besten an der Aussichtsplattform „Gacher Blick“. Von dort eröffnet sich ein beeindruckender Blick über das obere Inntal und die umliegende Bergwelt. Direkt nebenan liegt das Piller Mooreines der höchstgelegenen und bedeutendsten Hochmoore Österreichs. Auf dem Moor-Rundweg erfahrt ihr, wie diese faszinierenden Landschaften entstehen und warum Moore heute eine so wichtige Rolle für Klima- und Naturschutz spielen. Gerade weil Moore derzeit wieder stärker in den Fokus rücken, fand ich diesen Abschnitt besonders spannend. Vom Naturparkhaus ist es ein etwa 30-minütiger Spaziergang zum Moor, der Rundweg dort dauert etwa eine Stunde.

Besonders schön finde ich, dass der Naturpark nicht bei Informationstafeln endet. Ranger nehmen Besucher regelmäßig mit hinaus in die Natur und vermitteln ihre Begeisterung für die Region auf eine sehr persönliche Weise. Genau das macht für mich den Unterschied: Man erlebt die Landschaft nicht nur. Man beginnt, sie zu verstehen.

Mein Tipp: Plant für den Naturpark mindestens einen halben Tag ein. Die Kombination aus Gacher Blick, Piller Moor und Naturparkhaus lässt sich wunderbar miteinander verbinden und gehört für mich zu den schönsten Ausflügen im Kaunertal. Gerade dann, wenn ihr mehr über die Region erfahren möchtet als nur die schönsten Fotospots. Und schaut auch den Fußboden im Nationalparkhaus an, der Teppich dort hat nämlich eine besondere Eigenschaft. Er ist nämlich eine Karte des kompletten Naturparks.

#4 Zwei Hotels, die perfekt zum Kaunertal passen

Im Kaunertal findet ihr statt riesiger Hotelresorts, charmante Unterkünfte mit Gastgebern, bei denen man sich sofort willkommen fühlt. Zwei davon möchte ich euch besonders ans Herz legen. Nicht nur, weil ich dort übernachtet oder sie besucht habe, sondern weil beide auf ihre ganz eigene Weise zeigen, wofür das Tal steht: herzliche Gastfreundschaft, Verbundenheit mit der Natur und viel Liebe zum Detail. Dabei könnten die beiden Hotels unterschiedlicher kaum sein.

#4.1 Hotel Weisseespitze: Wellness mit Blick auf die Berge

Das Hotel Weisseespitze war ein super Ausgangspunkt für meine 3 Tage im Kaunertal und ehrlich gesagt hätte ich mir dafür kaum einen schöneren Ort wünschen können. Nach einem langen Tag in den Bergen im neuen Spa-Bereich zu entspannen und dabei den Blick über die Gipfel schweifen zu lassen, gehört definitiv zu den Momenten, die noch lange nachwirken. 

Mein Special Moment: Im beheizten Infinity Pool kann man schon ab 7 Uhr morgens seine Bahnen ziehen und beobachten, wie die Sonne die Berggipfeln ins erste Licht des Tages taucht. Für einen faulen Nachmittag sind die Day Beds auf der Wiese vor dem Spa-Bereich der absolute Lieblingsplatz. Der Blick über die Berge ist einfach gigantisch schön

Auch die großzügigen Zimmer greifen die Ruhe des Kaunertals auf. Große Fenster holen die Bergwelt nach drinnen und sorgen dafür, dass man am liebsten einfach noch ein wenig sitzen bleibt und die Aussicht genießt. Dazu kommen ein schön designter Restaurantbereich, aufmerksamer Service und eine Atmosphäre, die angenehm unaufgeregt wirkt, genau wie das Kaunertal selbst.

Barrierefreies Hotel? Das steckt dahinter

Besonders beeindruckt hat mich, dass Barrierefreiheit nicht als Zusatzangebot verstanden wird, sondern ganz selbstverständlich dazugehört. Die Weisseespitze zählt zu den wenigen Hotels in den Alpen, die konsequent auf die Bedürfnisse von Gästen mit Mobilitätseinschränkungen ausgerichtet sind, ohne dabei auf Komfort oder modernes Design zu verzichten. Ein schönes Beispiel dafür, wie Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werden kann. 

Die Ausrichtung auf Inklusion macht das Hotel unglaublich offen, weitläufig und großzügig. Im Restaurantbereich ebenso wie im Spa-Bereich. Für mobilitätseingeschränkte Personen ist dieses barrierefreie Hotel eine absolute Empfehlung. 

Neben dem Hotel gibt es außerdem einen Campingplatz, der ebenso zur Anlage gehört. Wenn ihr dort mit dem Zelt oder dem Camper steht, könnt ihr den Spa-Bereich mitnutzen und zum Beispiel einen Brötchenservice in Anspruch nehmen. Hier könnt ihr das Hotel Weisseespitze direkt buchen*.

#4.2 Natur Alpin Hotel Feichtner Hof: Boutiquehotel mit Stil und Herz

Der Feichtner Hof hat mich aus einem ganz anderen Grund beeindruckt. Das Hotel wird von zwei Frauen mit viel Herzblut geführt und genau das spürt man schon beim Betreten. Statt Standard erwartet euch hier eine persönliche Atmosphäre und viele liebevolle Details.

Besonders schön sind die neu gestalteten Zimmer im obersten Stockwerk. Jedes ist individuell eingerichtet und verbindet modernes Design mit natürlichen Materialien und viel Gemütlichkeit. Vor allem die Lärchenzimmer sind ein Traum, denn sie duften nicht nur wie ein Bergwald, sondern bieten auch einen traumhaften Ausblick über den Ort, das Tal und die Berge. Dazu kommt ein kleiner, feiner Wellnessbereich, der perfekt ist, um nach einem aktiven Outdoor-Tag zur Ruhe zu kommen.

Auch das Thema Nachhaltigkeit wird hier nicht groß inszeniert, sondern selbstverständlich gelebt. Der Feichtner Hof trägt das Österreichische Umweltzeichen und setzt in vielen Bereichen auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen und regionale Qualität. Zusammen mit der zentralen Lage in Feichten ist das Hotel für mich eine tolle Wahl für alle, die stilvolles Ambiente, persönliche Gastfreundschaft und nachhaltiges Reisen miteinander verbinden möchten. Hier könnt ihr das Natur Alpin Hotel Feichtner Hof direkt buchen*.

#5 Praktische Tipps für euren Sommerurlaub im Kaunertal

#5.1 Wann ist die beste Reisezeit für das Kaunertal?

Das Kaunertal ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, je nachdem, was ihr erleben möchtet. Für Wanderungen, Naturerlebnisse und Ausflüge eignen sich vor allem die Monate Juni bis September. Dann sind die meisten Wanderwege geöffnet, Almen bewirtschaftet und auch geführte Touren wie Gletscher- oder Sternenwanderungen finden regelmäßig statt.

Besonders reizvoll ist der August. Die Nächte werden langsam wieder länger und rund um die Sternschnuppennächte bietet das Kaunertal ideale Bedingungen, um den außergewöhnlich klaren Nachthimmel zu erleben.

Auch der Winter hat seinen ganz eigenen Charme. Das Gletscherskigebiet gilt als schneesicher und bleibt bewusst überschaubar. Statt Massentourismus setzt das Kaunertal auch hier auf Klasse statt Masse, also auf einen naturnahen Winterurlaub mit Skifahren, Winterwandern, Langlaufen und Schneeschuhwanderungen. Ein Konzept, das gut zur nachhaltigen Ausrichtung der Region passt.

#5.2 Wie komme ich am besten ins Kaunertal?

Mit dem Auto erreicht ihr das Kaunertal über die Inntalautobahn und die Ausfahrt Prutz. Von dort führt die Kaunertalstraße direkt ins Tal. Von München aus dauert die Anreise je nach Verkehr rund drei Stunden. Alternativ zur Inntalautobahn könnt ihr den Fernpass via Garmisch nehmen oder über den Arlberg kommend anreisen.

Wer lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, fährt mit der Bahn bis Landeck-Zams und steigt dort in den Linienbus ins Kaunertal um. Viele Unterkünfte unterstützen ihre Gäste außerdem bei der Planung einer möglichst nachhaltigen Anreise.

Mein Tipp: Nutzt die Anreise mit der Bahn und kombiniert sie zum Beispiel mit einem Stopp in Innsbruck oder München.

PIN IT AND SAVE IT FOR LATER!

#5.3 Wie buche ich die schönsten Erlebnisse?

Viele der besonderen Angebote im Kaunertal, etwa die Sternenwanderungen, Gletscherwanderungen oder Ranger-Touren, finden in kleinen Gruppen statt und sind entsprechend schnell ausgebucht. Gerade in den Sommerferien empfiehlt es sich deshalb, die Wunschtermine frühzeitig zu reservieren.

Die meisten Erlebnisse lassen sich bequem über den Tourismusverband Kaunertal oder direkt bei den jeweiligen Anbietern buchen. Viele Gastgeber helfen euch ebenfalls gerne bei der Planung und Reservierung. Nützliche Links findet ihr unten in der Linkliste.

#5.4 Für wen eignet sich das Kaunertal?

Das Kaunertal ist ideal für alle, die die Berge aktiv erleben und gleichzeitig Ruhe genießen möchten. Wanderer, Naturliebhaber, Familien mit wanderbegeisterten Kindern und alle, die bewusst auf der Suche nach ursprünglichen Regionen sind, finden hier beste Voraussetzungen. Jubel und Trubel werdet ihr vergeblich suchen. Dafür bekommt ihr Ruhe, Entspannung und ganz viel Natur. Ich denke, ich weiß, was ihr wählen werdet.

Das Kaunertal ist übrigens auch ein tolles Ziel für einen Familienurlaub. Auch wenn es hier im Text nicht explizit um Kinder ging: Für Kinder ebenso auch wie für Teenager ist das Kaunertal in meinen Augen ein tolles Ziel. Gerade der Gletscher ist ein Ort, den die Kids gesehen haben sollten. Weil sich hier ganz anschaulich der Klimawandel erleben lässt. Denn so deprimierend das sein kann, es ist wichtig zu verstehen, was passiert. Und eine Gletschertour mit einem coolen Bergführer ist ein Erlebnis, das auch Teens beeindruckt. 

#6 Mein Fazit: Tirol abseits der Pfade

Das Kaunertal ist auch für mich, obwohl ich Tirol inzwischen ziemlich gut kenne und oft dort unterwegs bin, eine echte Entdeckung. Gerade weil es anders ist und genau deshalb so überrascht. Klein, fein und cozy – das sind Dinge, die ich an Reisezielen mag. Superlative brauche ich nicht. Und genau das ist es auch, was mich an manchen anderen Orten inzwischen stört.

„Das Kaunertal ist sicherlich eines der unbekanntesten Täler Tirols“, sagte ein Freund aus Innsbruck zu mir, bevor ich losgefahren bin. Jetzt weiß ich, dass er recht hatte. Und auch wenn der Tourismus in den Bergen wichtig ist und jede Region von Gästen lebt, lohnt es sich, Orte wie das Kaunertal kennenzulernen. Orte, die zeigen, dass Tourismus und Authentizität kein Widerspruch sein müssen. Dass man wachsen kann, ohne sich selbst zu verlieren. Und dass es manchmal genau die leisen Töne sind, die am längsten nachklingen. 

Hier findet Ihr weitere Reiseinspirationen für Österreich:

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