New York mit Kindern – Teil 1

Vom Monsun, Hostel-Leben und einer Nacht im Museum

Was habe ich mir vor unserer USA-Reise den Kopf zerbrochen. New York mit einem Klein- und einem Vorschulkind? Müssen wir uns den Stress wirklich antun?

Aber da es mit Air Berlin (mit denen wir zu Sonderkonditionen fliegen) keine große Airportauswahl an der Ostküste der USA gibt, wurde unsere Durchreisestation zu den Carolinas halt New York. Außerdem haben wir ja auch schon Bangkok „überlebt“ und die Flugzeit nach New York ist mit 8 Stunden halbwegs kindertaglich. Warum ich rückblickend trotzdem nur 48 Stunden New York gebucht habe, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Denn New York hat sich für uns als Kinderstadt schlechthin entpuppt. 

 

Aber fangen wir von vorne an. Unseren New York-Trip hatten wir wohlweislich auf das Ende unserer Reise gelegt. Wir waren bereits seit 3 Wochen in den USA und die Kinder somit schon an den american way of life gewöhnt. Wir sind von Charlotte nach La Guardia geflogen, was allein die Anreise schon zu einem kleinen Highlight gemacht hat. La Guardia liegt am Rand von Manhattan und die Aussicht beim Landeanflug ist demzufolge spektakulär. Und entspannt ist danach auch der schnelle Transfer nach Manhattan.

Gewohnt haben wir im HI Hostel an der Upper West Side, was für uns eine Top-Wahl war.
1.) hat das Hostel eine gute Lage und ist nur zwei Blocks vom Central Park und der Metro entfernt,
2.) sind die Preise (zumindest für eine 4köpfige Familie) für New York unschlagbar, 
3.) hat das Hostel ein hauseigenes, gutes und günstiges Bistro sowie eine große Gemeinschaftsküche (sehr praktisch mit Kindern) und
4.) sind die Familienzimmer riesig groß und blitzeblank. In jedem Motel haben wir weitaus schlechter gewohnt.

 

Und nein….wir waren nicht die Ältesten im Haus ;). Es haben tatsächlich auch Menschen im Rentenalter dort genächtigt und der Lärmpegel war auch nicht höher als in normalen Hotels.

 

Leider hatten wir echt Pech mit dem Wetter. In unserem Fall kam uns ein 24stündiger ununterbrochener Wolkenbruch dazwischen. Anfangs haben wir noch ganz tapfer dem Wetter getrotzt. Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker.

 

Aber als die Füsse dann irgendwann patschnass waren, blieb nur noch das Notfallprogramm: Museum. I was not amused. Kultur hatte ich irgendwie so gar nicht auf dem Schirm. Die gleiche Idee hatten zudem noch ca. 1000 andere Touris bei dem SauWetter. Aber das American Museum of National History ist wirklich sehenswert und eines der interessantesten Museen, das ich je gesehen habe. Definitiv ein Must See!

Wir waren alle total begeistert. Wo und wann sieht man schon mal so viele Urzeitskelette, kann innerhalb von Minuten von einem Kontinent zum nächsten reisen, sieht man einen lebensgroßen Blauwal und die Bewohner der Tiefsee oder kann sogar im Museum übernachten?

 

Schade das wir nur einen Nachmittag Zeit hatten. Ich hätte zu gerne eine Nacht im Museum verbracht.

 

Ein weiteres (Kinder)Highlight ist natürlich der Central Park. Allein schon wegen der vielen Eichhörnchen. Ich war aber auch echt erstaunt über die hohe Anzahl der Spielplätze. Irgendwie spukten mir immer die Worte „nicht kindertauglich“ in Bezug auf New York im Kopf herum. Hier habe ich jedenfalls mehr Spielplätze gesehen als in unseren Breitengraden.

 

Leider hat uns jedoch auch hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, so das ich mit weiteren Cenral Park-Tipps nicht dienen kann.

Aber mit welchen kinder- (und elterntauglichen) Aktivitäten wir uns dann in der restlichen (leider viel zu kurzen) Zeit in New York vergnügt haben, zeige ich Euch beim nächsten Mal. Nur soviel: wir waren alle geflasht.

Disclaimer: Vielen Dank an Hostelbookers.de, die uns dieses tolle Familienzimmer im HI Hostel zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung dazu ist völlig frei. 

 

15 Kommentare

  1. Ach, bei dir bekomme ich immer Fernweh. Was für ein schöner und interessanter Bericht. Kann man mal wieder sehen was man sich doch täuschen kann. Toll dass ihr so positive Erfahrungen machen konntet….abgesehen vom Wetter natürlich.

    Liebe Grüssle

    Nova

  2. Das Hostel ist ja super! Meinste da krieg ich auch drei Kids rein??? Ach, wahrscheinlich nicht, aber macht nix, wir sind ja eh schon an die 2 Zimmervariante gewöhnt, irgendwann gehts halt nicht mehr. Ich merke je mehr du über USA berichtest, desto mehr Lust bekomme ich da doch mal hinzufahren. ICH WILL NOCH MEHR HÖREN ;-)))!!! Winkewinke auch an den armen von Nesselsucht geplagten Junior……wie gruselig ;-(!!!….Anne

    • Das Zimmer ist riesig. Ein Zustellbett wäre sicher noch möglich. Müsstet Ihr ggf. mal anfragen. Aber Ihr könnt ja mit Eurer Meute auch direkt nen ganze Dorm anmieten ;). Und diesmal hat es leider den Mini-Mann erwischt.

  3. Oh New York….ich liebe es…und wenn unser Nachwuchs soweit ist hoffe ich sehr, dass wir auch nochmal den Weg dorthin finden! Und das sicher nicht nur 48 Stunden! 🙂 In dem Museum waren wir damals nicht, aber es hat was von diesem Film „Nachts im Museum“….spielt der vielleicht sogar dort? Ganz tolle Eindrücke….trotz Regenwetter!

    • Ja, das ist das Museum aus dem Film. Die Atmosphäre dort ist wirklich sehr cool und eine Nacht da zu verbringen stell ich sehr witzig vor.

  4. Die Unterkunft schaut wirklich sehr gut aus. Schade wegen dem Regen! Und solche Naturhistorische Sachen schaue ich auch immer gerne an. Das Eichhörnchen schaut so auf, wie die auf dem Yucatan. Ich liebe sie auch. Liebe Grüße

  5. Ohhhhh, das Museum muss sicherlich der Hit gewesen sein. *__* Ich liebe sowas und finde, dass die Amis das 100 mal besser machen als hierzulande (einfachv mehr „Entertainment“), den Bildung muss ja nicht zwangsläufig trocken und langweilig sein. 🙂

    Liebe Grüße
    Christina

    PS: OCH MENNO!! Das ist doch gemein, ich will dich doch endlich mal treffen. 🙁 Aber irgendwann schaffen, wir es, ok? Spätestens zur nächsten Photokina und sonst komm ich dich einfach besuchen. 😉

  6. Ohje, sowas ärgerliches mit dem Wetter. Aber schön das ihr trotzdem losgezogen seit 🙂
    Und das Zimmer sieht ja mal sehr toll aus!

    LG
    Manuela

  7. Oh es ist Ewigkeiten her, dass wir in New York waren – und mit den Kindern noch nie! Dein Bericht macht mir große Lust 🙂 Der Hoteltip klingt super. Liebste Grüße, Anette

  8. Ich finde es super, wenn Leute mit Kindern auch mal solche Ziele wie New York ansteuern. Und das es klappt, beweist ihr ja 😉

  9. Dein Bericht macht richtig Lust auf mehr! Ich würde sehr gerne mal mit den Kids New York besuchen. Für den Fall, dass es klappt, behalte ich schon mal deinen Hoteltipp im Hinterkopf!

    Ich würde gerne von meinem Blog auf deine New York Artikel verlinken – hoffe, das ist okay für dich 🙂

    • frau hibbel sagt

      Liebe Antje, das darfst Du natürlich – kein Problem. Und ich freue mich, wenn ich andere Familien zu NY inspirieren kann.

  10. Pingback: New York: Broadway-Glamour und Manhattan im magischen Licht | mee(h)r-erleben.de

  11. Ah wow da ist der Artikel… Ich verliebe mich immer mehr in die Idee, mit dem Neuen noch nach New York zu fliegen… Unsere Traumstadt… Hachz… Ich hüpfe mal rüber zum nächsten Artikel.

    Allerbeste Grüße
    Jules

  12. …ähnliche Befürchtungen vor der Reise hatten wir auch und waren dann ebenfalls überwältigt – ja, uns ging es genauso – abschliessend dennoch: New York mit (sicherlich auch ohne) Kinder ist super; noch dazu habe ich die Amerikaner immer als äußerst kinderfreundlich erleben dürfen.
    Noch viele tolle Reisen wünsche ich…

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