12 Jahre unterwegs als Familie
Meine Erfahrungen und Tipps für entspannte Reisen mit Kindern

3. Oktober 2019

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Unglaublich wie die Zeit vergeht. Schlappe 12 Jahre reisen wir nun schon mit unseren Kindern durch die Weltgeschichte. Die Jungs sind mittlerweile 12 und 8 Jahre alt und aus den Kleinis sind richtige Kerlchen geworden. Manch ein Leser erinnert sich vielleicht noch an meine ersten Beiträge hier im Oktober 2011. Damals planten wir unsere zweimonatige Elternzeit in Thailand. Seitdem ist wirklich extrem viel passiert und wir haben unzählige Reisen durch Deutschland, Europa und rund um den Globus gemacht. Ich kann mich mittlerweile also als echte Familienreise-Expertin bezeichnen. Daher habe ich mal meine Erfahrungen und Tipps für entspannte Reisen mit Kindern zusammengefasst.

Meine Erfahrungen und Tipps für entspannte Reisen mit Kindern

#1 Traut euch!

Der erste Trip mit Baby ging mit meinem damals 6 Monate alten Sohn, ganz klassisch nach Mallorca. Beim zweiten Kind waren wir dann schon viel wagemutiger. Als er 6 Monate alt war, reisten wir direkt für zwei Monate nach Thailand. Auch wenn 2012 alle noch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, dass wir unserem Baby eine Fernreise antun. Dabei hatte der die beste Babyzeit, die man nur haben kann.

Mit täglichem Babyschwimmen, frischen Mangos vom Baum und völlig kinderverrückten Thais. In den vergangenen 7 1/2 Jahren hat sich das Reiseverhalten der Menschen sehr verändert. Gerade Familien sind viel mutiger geworden. Mag sein, dass wir Familienreiseblogger da einen kleinen Anteil dran haben ;). Daher kann ich immer nur wieder sagen: Traut euch und entdeckt die Welt mit euren Kindern. Und dabei geht es gar nicht um eine halbe Weltreise. Auch Deutschland und Europa hat viele spannende Ecken.

#2 Kinder lieben Abenteuer!

Wir sind mit unseren Kindern durch die Straßen von New York, London oder Bangkok gelaufen. Wir haben den Old Man of Storr in Schottland oder den Torghatten in Norwegen erklommen. Wir haben das Burj Khalifa in Dubai und spektakuläre Baumwipfelpfade im Saarland oder auf Rügen bestiegen. Wir waren Parasailen in Italien und Surfen an der Französischen Atlantikküste. Wir sind auf Kamelen durch Marokkos Wüste geschaukelt und haben mit Warzenschweinen in Südafrika gekuschelt.

Auch Kinder lieben Abenteuer!

Klar, sollte man mit Kindern krisengeschüttelte Orte sowie Länder, in denen gefährliche Krankheiten lauern, meiden. Aber Kinder sind in der Regel robuster, flexibler und anpassungsfähiger, als die Erwachsenen es ihnen zutrauen. Schließlich werden Kinder auch in allen anderen Ländern der Welt groß. Ob nun in Grönland, Dänemark oder Timbuktu.

Mal ganz davon abgesehen finde ich, das Reisen mit Kindern mitunter stressfreier sind, als der Alltag daheim. Also traut euch einfach! Und lasst euch nicht von anderen Menschen einreden, dass das nicht möglich ist. Ihr kennt eure Kinder am besten und könnt einschätzen, was für sie machbar ist.

#3 Immer im Reisegepäck!

In Thailand hat man uns mal sämtliche Babysachen geklaut. Unser Kind musste daraufhin wochenlang in thailändischen HelloKitty-Polyestershirts und schwitzigen Plastikwindeln durchs Land reisen. War jetzt nicht so cool, hat er jedoch unbeschadet überstanden ;). Meine Erfahrung ist also, dass man auch im Ausland fast alles zu kaufen bekommt.

Vieles entspricht jedoch nicht unbedingt unseren Ansprüchen. Ich empfehle daher unbedingt sämtliche Drogerieprodukte wie z.B. Sonnencreme, Insektenschutz, Cremes und Co. von Zuhause mitzubringen. Sie sind bei uns fast immer günstiger und auch von besserer Qualität. Das Gleiche gilt für Babynahrung in Form von Milch und Gläschen. Alternativ kann man aber natürlich auch vor Ort frisches Obst und Gemüse kaufen, kochen und pürieren. So habe ich es in Thailand mit der Beikost gemacht und hatte daher sogar einen Pürierstab im Koffer. Den brauche ich jetzt glücklicherweise nicht mehr.

Außerdem hat jedes Kind immer einen kleinen, selber gepackten Rucksack dabei. Der enthält das Lieblingskuscheltier, Bücher und kleine Spielzeuge. Mittlerweile sind meine Kinder groß genug und dürfen auf langen Autofahrten oder Flügen auch am Tablet Filme gucken oder zocken.

#4 Gesundheit auf Reisen!

Das Thema „Gesundheit auf Reisen“ ist mir extrem wichtig. Daher haben wir eine Reisekrankenversicherung für die ganze Familie und immer eine sehr gut ausgestattete Reiseapotheke im Gepäck. Außerdem ein Erste-Hilfe-Kit sowie Schutz gegen die Sonne, Insekten und Mücken. Diese Ausstattung hat sich in den letzten 12 Jahren immer etwas verändert und an das Alter der Kinder angepasst. Wir besprechen jede Reise vorab mit unserem Kinderarzt. Standardmedikamente gegen Schmerzen, Fieber, allergische Reaktionen, Magenverstimmungen, Übelkeit etc. haben wir immer im Gepäck.

Übelkeit auf Reisen:

Meine Kinder sind zum Glück selten krank auf Reisen, aber natürlich kam es schon vor. In der Regel hatten wir dann mit Fieber, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden zu tun. Ein für uns gut wirksames Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen ist Vomex A Sirup.

Pflichttext: Vomex A® Sirup, 330 mg/100 ml:
Wirkstoff: Dimenhydrinat. Anwendungsgebiet: Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit. Warnhinweise: Enthält Sucrose (Zucker). Stand: 10/2017-1.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, 83607 Holzkirchen, Deutschland

Das hatte ich auch schon vor den Kindern immer in meiner Reiseapotheke. Seitdem wir mit Kindern reisen, ist es jedoch unverzichtbar geworden. Ob Seekrankheit, verkorkster Magen, Reiseübelkeit im Auto oder Flugzeug oder Magen-Darm-Virus, irgendwas ist immer. Bei Groß und Klein. Und gegen diese 5 Arten der Übelkeit hilft das Mittel auf jeden Fall.

Wie sehr habe ich z.B. gelitten, als ich mir in Mexiko oder Myanmar den Magen an kontaminierten Speisen verdorben habe. Auch Reiseübelkeit im Flugzeug, Auto oder auf dem Schiff ereilt meinen großen Sohn immer wieder mal. Mit Schrecken erinnere ich mich daran, als er sich auf unserem Roadtrip durch Schottland mal im vollbepackten Auto übergeben musste. Und nachdem sich unser kleiner Sohn am letzten Schultag und kurz vor unserem Abflug nach Singapur einen Magen-Darm-Infekt einfing, sind wir auch in der Hinsicht vollends erprobt. Ein krankes Kind, das auf einem 12 Stunden-Flug alle 20 Minuten auf die Bordtoilette rennen muss, braucht kein Mensch. Einer der übelsten Reisemomente unserer Familiengeschichte. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Es gibt viele Arten von Übelkeit und jede ist unangenehm. Vomex A Sirup haben wir daher auf jedem längeren Trip im Handgepäck. Aber es gibt auch andere Darreichungsformen von Vomex. Gerade auf Schiffsreisen verabreiche ich den Sirup ca. 30-60 Minuten vorher prophylaktisch, um einer Übelkeit vorzubeugen. Viel hilft hier übrigens nicht viel. Es ist wichtig, sich immer an die genaue Dosierung zu halten.

#5 Reist (umwelt) bewusst!

Die Menschen reisen so viel wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Dieses massenhafte Reisen hat leider fatale Auswirkungen auf unseren Planeten. Auch wir haben in 12 Jahren die ein oder andere Fern- und Flugreise gemacht und dabei einen ziemlich miesen CO2-Fußabdruck hinterlassen. Das sich Reisen je in so eine verquere Richtung verändert, hätte ich nie für möglich gehalten.

Als Familienreisebloggerin wollte ich immer nur dazu inspirieren, die Welt mit Kindern zu entdecken. Es geht beim Reisen mit Kindern nicht ums Länder sammeln, den coolsten Insta-Spot oder schon vor Eintritt ins Schulalter alle Kontinente zu bereisen. Es geht nur darum, mit ihnen bewusst und auf Augenhöhe die Welt zu entdecken und sich Zeit zu nehmen.

Gerade unterwegs, sollten wir Erwachsenen es Kindern mal gleichtun und einfach jeden Grashalm stundenlang inspizieren. Kinder können das, was wir längst verlernt haben. Zeit und Muße haben! Es gibt zudem auch so viele wunderschöne, magische Orte in Deutschland und Europa. In der Sächsischen Schweiz oder im Mullerthal in Luxembourg wähnt man sich fast in China. An den Fjorden Norwegens oder am Königssee in Bayern findet man auch ein Stück Neuseeland. Und an den Stränden von Menorca oder Sardiniens fühlt man sich wie in der Karibik.

#6 Fürs Reisen ist man nie zu jung!

Immer wieder hört man Sprüche wie: Das lohnt sich nicht mit kleinen Kindern. Da haben die noch nichts von. Später erinnern sie sich gar nicht daran. Ich glaube jedoch, dass wir jede Erinnerung in den tiefsten Windungen unseres Gehirns abspeichern und diese unseren Charakter formen. Nach jeder Reise konnte ich einen enormen Entwicklungssprung bei meinen Kindern beobachten. Jeder Blick über den dörflichen Tellerrand hinaus, hat sie entscheidend geprägt.

Meine Kinder sprechen auch Jahre später noch von den Traumstränden auf den Malediven oder den Bären in Kanada. Und ja, auch von den negativen Dingen, wie den Slums in Südafrika. Das mögen vielleicht nur noch Erinnerungsfetzen sein. Durch unsere Gespräche über all unsere Reisen, halten wir diese Erinnerungen jedoch lebendig. Und diese vielen, unglaublich tollen Momente und Abenteuer haben uns als Familie für immer zusammengeschweißt.

Oder wie seht ihr das?

Weitere Tipps von mir zum Thema Fernreisen mit Kindern findet ihr auch auf dem Vomex Magazin.

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand im Zuge einer bezahlten Zusammenarbeit mit Vomex A/Klinge Pharma.

 

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2 Comments

  • Reply Anke 7. Oktober 2019 at 10:59

    Ich bin seit Jahren stille Leserin und wollte einfach mal Danke sagen! Für all Deine tollen Beiträge und Deine authentische und ehrliche Art. Ein Lichtblick in dieser Internetwelt. Mach bitte weiter so. LG, Anke

    • Reply nadine 7. Oktober 2019 at 11:37

      Aaaaw! Was soll ich sagen? Danke von ♥, liebe Anke. Das freut mich sehr.

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