Zecken in Deutschland und Europa
Infos zur aktuellen Zeckenlage und kuriose Fakten, die ihr bestimmt noch nicht wusstet

10. Oktober 2019

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Im Juni war ich auf ein ziemlich spannendes, wissenschaftliches Event zum Thema Zecken- und FSME-Vorsorge in München eingeladen. Jetzt denkt ihr sicher erstmal: Iiiih und wie unsexy! Das war nämlich auch mein erster Gedanke, bevor ich vor ca. 3 Jahren Zeckenbotschafterin für Leidenschaftnatur wurde. Da wir gerne und oft in der Natur unterwegs sind, haben wir in den letzten Jahren jedoch extrem oft Bekanntschaft mit den kleinen Blutsaugern machen müssen. Das Thema ist, dank Klimaerwärmung und europaweiter Ausbreitung, leider ein Dauerbrenner geworden. Es vergeht kein Jahr ohne Zeckenstiche. Und das mittlerweile das ganze Jahr über. Ich wurde also unbeabsichtigt zu einer Art Zeckenexpertin.

Copyright: © Pfizer | www.zecken.de

Als die Einladung zu dem Event mit dem Zecken-Spezialisten Professor (a.D.) Dr. Jochen Süss ins Haus flatterte, dachte ich also erstmal: Was soll da noch Neues kommen? Ich hatte aber durchaus noch ein paar Aha-Effekte, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Zecken sind nämlich ein ziemlich wichtiges Thema, das wirklich jeden von uns betrifft. Es sei denn man ist dauerhaft bettlägerig. Zudem kursieren auch immer noch unzählige Mythen und Falschinfos zu den blutsaugenden Parasiten. Über die gängigsten Mythen habe ich im Übrigen schon mal hier geschrieben.

Ich habe heute also mal eine Runde Zecken-Fakten für euch, die ihr garantiert noch nicht wusstet. Außerdem topaktuelle Infos zur derzeitigen Zeckenlage in Deutschland und Europa sowie Tipps, wie ihr euch vor Zecken schützt.

10 kuriose Fakten, die ihr bestimmt noch nicht über Zecken wusstet:

#1 Zecken nutzen Vögel als Shuttleservice und verbreiten sich so innerhalb Deutschlands und ganz Europa.

#2 Weltweit gibt es über 900 Zeckenarten.

#3 Das Zecken-Männchen stirbt nach der Paarung.

#4 Zecken können bis zu 3 Wochen unter Wasser überleben und überstehen auch eine 40 Grad Wäsche.

#5 Zecken können bis zu zwei Jahre ohne Nahrung überleben.

#6 Zecken riechen ohne Nase.

#7 Zecken gibt es auch unter dem Weihnachtsbaum.

#8 Zecken übertragen ca. 50 verschiedene Krankheitserreger. Die bekanntesten sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Wo und wann kommt man mit Zecken in Berührung?

Wer denkt, das Zecken kein Thema für ihn sind, liegt leider total daneben. Denn Zecken kann man sich wirklich überall in der Natur einfangen. Ob im Wald, auf der Wiese, im heimischen Garten, im Stadtpark oder sogar im Biergarten. Man muss nicht erst durchs Unterholz kriechen, um mit ihnen in Berührung zu kommen. Dafür reicht auch schon ein Spaziergang durch den Park.

Am Aktivsten sind die Spinnentiere im Übrigen morgens und abends, wenn die Luft noch feucht ist. Ist es sehr trocken und heiß, werden sie eher träge.

Menschen mit Haustieren werden zudem noch öfter mit Zecken konfrontiert. Gerade wenn Hunde intensiv im Unterholz unterwegs waren, sollte man sie danach gründlich absuchen. Es besteht sonst Gefahr, dass man sich die Parasiten ins Haus holt.

Aktuelle Infos über die Ausbreitung der Zecken und Gefahren:

Durch die Klimaerwärmung breiten sich Zecken immer weiter aus. Als Kind saß ich ständig im Gebüsch und bin in NRW nie mit Zecken in Berührung gekommen. Mittlerweile haben wir Dauerkontakt. Natürlich überträgt nicht jede Zecke automatisch einen gefährlichen Krankheitserreger, aber man sollte sich schon darüber bewusst sein, dass sie an die 50 verschiedenen Bakterien und Viren in sich tragen können. Manchmal sogar mehrere Krankheitserreger gleichzeitig. Nach unserer Süd-Norwegen-Reise vor zwei Jahren hatte ich nach mehreren Zeckenstichen, extrem starke Kopfschmerzen und wurde auf Borreliose und FSME getestet. Zum Glück hat sich nichts davon bestätigt, aber man ging von einer eher unbekannteren Krankheit aus, die durch Zecken übertragen werden kann Prophylaktisch bekam ich Antibiotika und die Kopfschmerzen verschwanden nach ca. 2 Wochen wieder.

Durch die milden Winter überleben Zecken die kalte Jahreszeit mittlerweile und sind nahezu das ganze Jahr über aktiv. Dadurch verlängert sich wiederum auch die Zeit, in der sie auf Wirtssuche gehen und Krankheitserreger, wie FSME-Viren, übertragen können So breiten sich auch die FSME-Risikogebiete in Deutschland weiter aus. In diesen Gebieten ist die Übertragung von FSME-Viren besonders hoch. Waren früher insbesondee Gebiete in Süddeutschland als FSME-Risikogebiet ausgewiesen worden wandert das Virus mittlerweile immer weiter in Richtung Norden. So ist das Emsland in Niedersachsen seit dem Frühjahr 2019 ein weiteres FSME-Risikogebiet. Hier könnt ihr euch über weitere Risikogebiete in Deutschland informieren.

Wie sich eine FSME bemerkbar macht und wie ihr euch schützen könnt, darüber habe ich bereits hier geschrieben.

Gefährliche Zeckengattung in Deutschland: Tropenzecke

Wenn ihr meint, es geht nicht mehr schlimmer, dann seid gewarnt vor der Hyalomma-Zecke. Ich habe sie höchstpersönlich in einer verschlossenen Schale auf dem Event kennenlernen dürfen. Das Besondere an dieser tropischen Zeckengattung ist, dass sie größer und lebhafter ist, als unser heimischer Gemeine Holzbock. Sie wird drei- bis fünfmal so groß wie eine normale Zecke, hat gestreifte Beine und kann gefährliche, tropische Krankheitserreger wie den des Krim-Kongo-Fiebers übertragen. Im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock oder zur Auwaldzecke, die nur passiv auf einem Grashalm sitzen und warten, ist die Hyalomma sehr aktiv. Als Jäger erkennt sie Warmblütler auf ca. 10 Meter Entfernung und kann ihr anvisiertes Ziel mehrere hundert Meter verfolgen. Sie ist also spinnenähnlich schnell. Mich gruselt es allein bei der Vorstellung.

Über Zugvögel ist die Tropenzecke im letzten Jahr vermehrt nach Deutschland gelangt , gleich mehrere davon wurden bei Pferden auf einem Reiterhof in NRW gefunden. Zum Glück war bisher jedoch keine Einzige mit einem gefährlichen Krankheitserreger infiziert. Sie breitet sich allerdings weiter aus, denn die Hyalomma liebt heißes, trockenes Klima. Und mit unseren stetig heißer werdenden Sommern, fühlt sie sich hierzulande pudelwohl.

Wie wir mit dem Thema Zecken umgehen:

Ich gebe zu, dass ich mich vor Zecken etwas ekel und die ersten Jahre fast schon panisch reagiert habe, wenn einer von uns wieder mal eine hatte. Zecke am Augenlid (wie hier) ist aber auch äußerst unschön. Das hat sich mittlerweile gelegt und ich habe erst vor Kurzem ganz ruhig und lässig bei einem Kind eine Zecke entfernt.

Mittlerweile habe ich aber auch raus, wie ich die Tiere am Besten und Schnellsten entferne. Ich persönlich schwöre dabei auf eine einfache Zeckenzange. Dazu wird die Zecke, ohne sie am Körper zu quetschen, dicht über der Einstichstelle gefasst und dann gerade aus der Haut herausgezogen, nicht quetschen. Danach wird die Einstichstelle direkt desinfiziert. Die Zecke sollte beim Entfernen nicht gedreht und auf keinen Fall mit Klebstoff oder Öl beträufelt werden. Sollten Teile der Zecke in der Haut verbleiben, keine Panik. Sie werden vom Körper abgestoßen. Auch diese Erfahrung habe ich schon persönlich gemacht.

Alternativ gibt es auch Zeckenkarten, die man immer mit sich im Portemonnaie herumtragen kann. Wenn ihr die Zecke entfernt habt, zerdrückt diese sofort mit einem festen Gegenstand.

Bestenfalls wird man natürlich gar nicht erst von einer Zecke gestochen. Daher habe ich immer Anti-Insektenspray in der Tasche, wenn wir in der Natur unterwegs sind und wir tragen lange Hosen und Socken. Nichtsdestotrotz kann die Zecke aber auch einfach auf der Hose sitzen und stundenlang am Körper herumwandern, bis sie die perfekte Stelle gefunden hat, um zuzustechen. Es macht also Sinn lange, helle Kleidung zu tragen, damit man die Zecke schnell sieht. Absuchen des Körpers nach einem Aufenthalt in der Natur sollte also obligatorisch sein.

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Last but not least, sind wir alle Vier gegen FSME geimpft. Wir sind ständig in der Natur und reisen oft quer durch Deutschland und Europa. Da möchte ich mir nicht ständig Sorgen über eine mögliche Ansteckung mit dem gefährlichen Erreger machen.

Habt ihr schon Bekanntschaft mit Zecken gemacht und wie waren bisher eure Erfahrungen?

Offenlegung: Dieser Beitrag ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Pfizer entstanden. Redaktionelle Beiträge dieser Art könnte ich nicht schreiben, wenn ich mir nicht vor Ort ein eigenes Bild machen und Recherche zu dem Thema betreiben würde.

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