„Dies und Das“ im Februar 2020
Geburtstagssause unterm Nordlicht, Raus & Machen und Virus-Wahnsinn

2. März 2020

Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber bisher finde ich 2020 ziemlich anstrengend. Ob Klimawandel, Corona, Rassismus, Syrien oder Rechtsruck – ich bin genervt bis gestresst von der täglichen Flut an Katastrophen. Der Februar beglückte uns zudem mit ständigem Regen und Sturm und man konnte an manchen Tagen kaum vor die Tür gehen. Da fiel es manchmal schon echt schwer sich auf die positiven Dinge des Lebens zu besinnen. Mir hilft da mittlerweile nur noch der Aus-Knopf und mich in die Offlinewelt und Natur zurückzuziehen. Wie gut also, dass wir im Februar für eine knappe Woche in der wunderschönen Eiswelt Nordnorwegens unterwegs waren und uns aus all dem Mal wieder rausziehen konnten.

„Dies und Das“ im Februar 2020

#1 Echte Fründe!

Es gibt so Freunde die siehste mitunter jahrelang nicht, aber dann ist es so, als wäre es erst gestern gewesen. Sweet 17 waren wir, als wir uns im Urlaub mit unseren Eltern auf Fuerteventura kennenlernten. Die Distanz Berlin / Düsseldorf überbrückten wir jahrelang mit ganz vielen Briefen. 30 Jahre später sitzen wir immer noch da. Mittlerweile mit nem Haufen Kindern im Gepäck und quatschen, als hätten wir uns gestern erst gesehen. Klappt btw auch zwischen Jungs und Mädels auf platonischer Ebene ;). Echte Fründe würd ich mal sagen und das finde ich in unseren schnelllebigen Zeiten einfach nur herzerwärmend.

#2 Raus und Machen!

Sehr inspirierend finde ich aktuell Christo Foerster mit seinem Projekt Raus und Machen. Nachdem ich mir auf Audible seinen sehr inspirierenden Abenteuer-Podcast angehört habe, hab ich voll Bock auf kleine Abenteuer vor der Haustür bekommen. Stand Up Paddeln auf dem See um die Ecke, Kanu fahren, Zelten im eigenen Garten, Nachtwanderung oder einfach mal zu Fuß bis nach Köln laufen ;). Zugegeben…. ich bin eine Memme. Eine Nacht allein im Wald wäre für mich undenkbar. Der Tenor ist jedoch, dass man für unvergessliche Momente nicht erst bis nach Alaska oder Bali reisen muß. Wenn man seine Augen öffnet und eine neue Einstellung entwickelt, kann man auch spannende Momente in seinen Alltag holen.

  *  *

#3 Geburtstagssause unterm Nordlicht

Da ich sehr oft Karneval Geburtstag habe und das bekanntermaßen nicht so meine favourite season ist, war ich mehr als froh, mich dieses Jahr nach Nordnorwegen verdrücken zu können. Wer mir auf Instagram folgt, wird sicher bemerkt haben, wie geflasht ich war. Bis zu minus 11 Grad, jede Menge Schnee, polare Eiswelten, Rentiere und Elche, eine Fahrt mit dem Hundeschlitten und mein Geburtstag unterm Nordlicht. Ich fühlte mich glatt wie die Eisprinzessin ;). Meine Stories dazu habe ich auf Instagram auch in meinen Highlights abgespeichert, falls ihr mal luschern wollt. In Kürze wird es hier auch den ersten Beitrag zu unserem Trip geben. Wenn ihr also Fragen zu unserem arktischen Trip habt, dann gerne her damit.

#4 Kleine Schritte werden groß!

Da taper ich gefühlt jahrelang mit meinem Stoffbeutelchen zum heimischen Bäcker. Erst wurde ich schräg angeschaut und mußte diskutieren. Geht nicht wegen Hygienevorschriften. Dann reichte man mir die Backwaren doch immer über die Theke. Und nun führte besagter Bäcker plötzlich eine Umweltkarte ein und belohnt jeden Kunden ab dem 10. verpackungsfreien Kauf mit einem Brot. Da sieht man man mal wieder, das man auch mit ganz kleinen Schritten etwas bewirken kann. Ich freu mich jedenfalls wie Jeck über die Aktion und finde sie echt nachahmenswert. Anreize statt Verbote!

Außerdem hat einer unserer Supermärkte nun eine Unverpackt-Ecke, was ich megacool finde. Unverpackt-Läden gibt es auf dem Land nämlich nicht und daher ist das ein echter Meilenstein in Punkto Nachhaltigkeit.

#5 Corona Overkill

Ob Panikmache oder nicht – Fakt ist, diese Corona Pandemie nervt total. Dank rheinischem Karneval ist das Virus nun auch schon in unserem Kreis angekommen und wir haben erste Verdachtsfälle an den Schulen. Man muß deswegen aber nicht in totale Outbreak Panik verfallen, (noch) nicht mit Gasmasken durch die Gegend laufen oder sämtliche Supermärkte leerkaufen. Es ist nämlich nicht ok, wenn es keine Desinfektionsmittel oder Babynahrung mehr zu kaufen gibt, weil manch einer nun allein einen Atomangriff in seinem Keller aussitzen könnte. Es sterben auch täglich Menschen an der Grippe, Malaria oder den Folgen von Verkehrsunfällen und wir drehen nicht total durch. Was sollen so Menschen wie die liebe Nina von The TBerg Family sagen, die in Peking leben und seit Wochen Homeschooling machen müssen und unter Ausgangssperren zu leiden haben?

Trotzdem beunruhigt mich als Asthmatikerin eine Lungenerkrankung mit 2%iger Sterblichkeitsrate aber natürlich auch. Zudem ärgere ich mich über die Lage an den Schulen, an denen es z.T. noch nicht mal Seife auf den Toiletten gibt und Corona scheinbar auch nicht groß thematisiert wird. Genauso wenig wie gesunde Ernährung oder der Klimawandel. Die Chance, das meine (und unser aller) Kinder Viren jeglicher Art nach Hause schleppen und in der Weltgeschichte verteilen ist also immer recht hoch. Einziger Wehrmutstropfen Lichtblick (danke für den Hinweis, Annika ;)) …. an Kindern scheint das Virus fast spurlos vorüber zu gehen.

Hier findet ihr mal einen seriösen Beitrag über Corona und wie wir das Virus halbwegs unter Kontrolle halten können.

Wir haben im Übrigen unser privates Lager so aufgefüllt, das wir für ca. 7-10 Tage autark eine Quarantäre oder anderweitige Notstände überstehen könnten. In Ländern wie Schweden ist es vom Gesetzgeber sogar Pflicht, das sich Haushalte bis zu 72 Stunden allein versorgen können. Problematische Zeiten können ja auch mal durch den Klimawandel, Überschwemmungen, Stromausfälle, Terrorattacken oder Cyberangriffe entstehen. Wie seht ihr das? Habt ihr vorgesorgt oder lasst ihr spontan alles auf euch zukommen?

#6 Film-Liebelei

Als alter Serien-Junkie tue ich mich mittlerweile immer etwas schwer mit Filmen. In Zeiten von Marvel-Superhelden und Mega-Animationen gibt es gibt nur noch selten Movies, die mich richtig fesseln. Im Februar habe ich dann aber direkt zwei gesehen, die ich euch sehr ans Herz legen kann.

The Aeronauts mit Eddie Redmayne und Felicity Jones fand ich großartig. Der Film basiert auf wahrer Begebenheit und handelt vom  Meteorologen James Glashier, der im Jahr 1862 mit seinem Fesselballon auf etwa 8.800 Meter stieg, was eine bis dato noch von keinem Menschen erreichte Höhe war. Im Februar lief der Film auf Amazon Prime.

Herrlich schräg und unterhaltsam fand ich auch den koreanischen Film Parasite, der dieses Jahr einen Oscar gewonnen hat. Die Sozialsatire beginnt im Untergeschoss eines völlig abgeranzten Hauses, in der die Familie Kim in größter Armut lebt und endet im Keller der sehr reichen und privilegierten Familie Park. Mehr verrate ich jetzt nicht, da der Film mehrfach Wendungen hat, mit denen man gar nicht rechnet. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr sehenswert.

So, lieber März… ich zähle auf Dich und hoffe, das es endlich mal wieder etwas Licht, Sonnenschein und Wärme am Horizont zu sehen gibt. Wie war euer Februar so? Ich habe den Eindruck, das Viele das neue Jahr als so leidlich empfinden.

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5 Comments

  • Reply Ricarda Nieswandt 3. März 2020 at 13:43

    Oh Aeronauts muss ich mir unbedingt angucken! Danke für den Tipp!

    Und Parasite fand ich auch ganz großartig!!! Sehen wir uns bald mal wieder? Liebe Grüße, Ricarda

    • Reply nadine 4. März 2020 at 7:34

      Ja, klar. Immer gerne, Ricarda!

  • Reply Teresa 4. März 2020 at 7:33

    Das sieht ja nach einem Megatrip aus, liebe Nadine. Bin gespannt auf Deine Berichte. Danke für die Filmtipps und ja, mit Corona und der aktuellen Weltlage geht es mir wie Dir. Falls Du also in eine einsame Hütte auswanderst, nimm mich bitte mit. Liebe Grüße, Teresa

  • Reply Annika 4. März 2020 at 10:57

    „Einziger Wehrmutstropfen…. an Kindern scheint das Virus fast spurlos vorüber zu gehen.“
    Liebe Nadine, du meinst doch sicher: „einziger Lichtblick“?!?
    Oder hattest du gerade ein Kinder-Overkill und hast Angst vor der Quarantäne 😉
    Liebe Grüße,
    Annika

    • Reply nadine 4. März 2020 at 11:30

      Haha! Danke für den Hinweis, Annika. Auch wenn ich manchmal den Kinder-Overkill habe, so schlimm ist es dann doch noch nicht. 😉 Es ist natürlich sehr beruhigend zu wissen, dass das Virus an Kindern halbwegs spurlos vorübergeht. LG, Nadine

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