Meine winterlichen Lifehacks
12 Dinge, mit denen ich den Winterfrust vertreibe

17. Januar 2019

Kinnas, ich bin so wintermüde, dabei haben wir mindestens noch 2 Monate Durststrecke vor uns. Der Januar und Februar sind aber auch einfach meine persönlichen Gruselmonate. Zudem bin ich auch noch ein Februarkind. Keine Ahnung, was sich meine Eltern dabei gedacht haben, aber mit Usselwetter, Dunkelheit, Dauerschnupfnasen und Karneval kann man mich einfach so null hinterm Ofen vorlocken. Ein Wunder, dass ich da überhaupt rausgekommen bin und nicht gesagt habe: „Nee danke Mama, ich bleib noch ein Weilchen in Deinem warmen Muckelbauch.“ Während der Süden Deutschlands und Österreich im Schnee versinken sind, gibt es für das Rheinland wie immer auch kein einziges erhellendes Flöckchen. Der Winter macht es einem hierzulande echt nicht leicht. Da helfen nur ein paar echte Muntermacher und Winter-Lifehacks, um diese Zeit zu überstehen.

Meine winterlichen Lifehacks:

#1 Lesen, lesen und nochmals lesen.

Ich habe ein paar tolle Bücher zu Weihnachten geschenkt bekommen und auch welche gekauft und möchte euch zwei davon vorstellen. Eins meiner Lieblingsbücher ist derzeit: Eine kurze Geschichte der Menschheit* Eins der besten Sachbücher, das ich seit Langem gelesen habe und Pflichtlektüre, wenn man sich für die Geschichte und Zukunft unserer Spezies interessiert. Danach wundert einen allerdings nix mehr und ich bin immer noch unschlüssig, ob der Homo Sapiens nun der dümmste oder klügste Schachzug von Mutter Natur war. Das Buch ist klug, informativ, aber auch witzig geschrieben und man versteht es trotz vieler wissenschaftlicher und biologischer Fakten leicht.

Da mir die skandinavische Seele in die Wiege gelegt wurde, komme ich an so Büchern wie Nørth: Wie man das Beste aus langen Winternächten macht, die geheimen Zutaten für die perfekten Zimtschnecken findet und ein bisschen skandinavischer lebt – Die ganze Wahrheit über Skandinavien*  einfach nicht vorbei.

Die dänischen und schwedischen Autoren beschreiben auf sehr witzige Art und Weise und mit einem Augenzwinkern die kulturellen, kulinarischen, geschichtlichen und landschaftlichen Unterschiede zwischen den Skandinaviern. Also den Dänen, Schweden und Norwegern. Bei den Schweden ist alles lagom (nicht zu viel und nicht zu wenig) und (dank Abba, Ikea oder Volvo) immer cool im Flow. Die schwarzgekleideten, stylishen Dänen sitzen in ihren durchdesignten Hygge-Wohnung und fahren nachhaltig Fahrrad. Und die outdooraffinen Norweger rennen ständig die Berge hoch und runter und verbringen jedes Wochenende in ihrer Hütte mit Plumpsklo. Trotz der dunklen, endlosen Winter schaffen sie es dabei allesamt recht gelassen durch diese Zeit zu kommen und gehören immer wieder zu den glücklichsten Menschen auf diesem Planeten. Wobei ich ja finde, dass es mit Schnee, fantastischer Natur und genug Wohlstand auch nicht viel zu meckern gibt.

#2 Zimtschnecken Galore.

Derzeit duftet es hier ständig im Haus nach Kanelbullar und wenn ich nicht täglich ein bißchen Sport machen würde, würde ich wohl selber bald zur Zimtschnecke mutieren. Ein Rezept dazu kann ich euch leider nicht geben, da ich es ständig etwas verändere und noch an der perfekten, fluffigen Schnecke arbeite. Ich kann euch jedoch sagen, dass ein Hefeteig halb so wild ist. Habe mich selber lange nicht dran getraut.

#3 Mein täglicher Orangen-Ingwer-Kurkuma-Shot.

Bisher hat mich diesen Winter…. toitoitoi… noch kein fieser Virus ereilt. Ich schiebe es auf meinen täglichen Vitamin C-Powerbooster, wobei es auch an der winterlichen Einsamkeit meines Homeoffices liegen könnte ;).

Rezept für eine Person:

  • 3 Orangen pressen
  • je 1 daumennagelgroßes Stück frischen Ingwer und Kurkuma schälen
  • 1 Teelöffel Kokosöl
  • 1 Prise Pfeffer
  • alle Zutaten zusammen im Blender „mixen“
  • einschütten, Strohhalm aus bruchsicherem Glas* rein, fertich!

#4 Bei jedem Usselwetter raus und Vitamin D tanken.

Am Besten in farbenfrohen Klamotten, gegen das triste Grau. Letztes Wochenende sind wir sogar bei strömendem Regen durch den Hambacher Forst gestiefelt. Uns fiel so dermaßen die Decke auf den Kopf, dass uns alles egal war und sogar die Jungs ausnahmweise mal nicht gemeckert haben. Und das will schon was heißen. Ausflüge am Wochenende sind unser Überlebenselixier. Egal bei welchem Wetter.

Eigentlich sind die Kinder klamottentechnisch für diesen Winter echt gut gerüstet. Sie haben warme, schöne Jacken und wie jedes Jahr, neue Winterboots unserer Lieblingsmarke Keen*. Ich dachte eigentlich, ich könnte die mal mit Schneebildern vorstellen, aber ich glaube, das wird wohl nix mehr. Hier und hier und hier findet ihr im Übrigen weitere Posts zu unseren Winterschuhen und -klamotten.

Der KEEN Basin WP* (Foto links) ist schon seit Jahren der Dauerbrenner bei uns und wir hatten ihn schon in allen Größen. Dieses Mal hat der Kleine die Boots in schwarz mit gelb abgesetzten, elastischen Schnürsenkeln, die ein schnelles An- und Ausziehen ermöglichen. Ob Schneetage oder (wie bei uns im Rheinland) Matsch- und Schmuddelwetter: durch die 200g Keen.Warm Isolierung und die wasserdichte, atmungsaktive Keen.Dry Membran hat er immer warme und trockene Füße. Zudem sind die Schuhe durch die dicke Sohle robust und rutschsicher, aber auch gemütlich und komfortabel.

Der Große trägt den neuen und robusten KEEN Levo Winter WP*  (Foto rechts) in schwarz mit blauen Applikationen. Der Levo hat ein isoliertes, gepolstertes Innenfutter und ein wasserdichtes Obermaterial. Durch die Keen.Warm 200 g Isolation soll er bis zu -32°C standhalten. Die Innensohle mit Fußbett ist herausnehmbar und durch Cleansport NXT eine natürliche Geruchskontrolle. Auch dieser Boot hat ein Schnellschnürsystem. Sehr praktisch, auch wenn ich mich manchmal frage, ob die kids irgendwann noch in der Lage sind, sich anständig selber die Schuhe zu zubinden.

#5 Täglich eine kleine Sporteinheit.

Ich bin echt keine Sportskanone, aber meine tägliche Dosis Bewegung ziehe ich nun schon seit Monaten durch. Stolz bin. Man sollte echt nie vergessen, dass man seinem Körper damit wirklich etwas Gutes tut. Bei mir schwanken die Trainingseinheiten zwischen 4 und 30 Minuten. Derzeit schwöre ich z.B. auf tägliches Planking a la Mady Morrison (jede Seite 1 Minute). Die paar Minuten schafft selbst der letzte Sportmuffel vorm TV und man fühlt sich echt so viel besser.

#6 Einen winterlichen Kurztrip einlegen.

Für mich und Herrn Hibbel geht es als Nächstes für ein Wochenende ohne die kids nach Holland ans Meer. Shopping in Haarlem, ausschlafen, lange Strandspaziergänge und mit rotgefrorener Nase heiße Chocomel schlürfen. Ich freu mich wie Jeck drauf. Ob nun für einen Städtetrip nach Hamburg oder Berlin, ein Winterwochenende ins Allgäu oder in den Schwarzwald oder ein Wellnesstrip mit Freundinnen. Hauptsache weg und mal wieder was Anderes sehen.

#7 Die nächste große Reise planen.

Dafür eignet sich der Januar ja wohl optimal. Bucht man später ist eh das Beste weg und schöne bunte Sommerbilder halten einen irgendwie bei der Stange. Ich brüte derweil auch täglich. Und hier bei mir findet ihr ja jede Menge Reiseinspiration ;).

#8 Sich Sauna und Massagen gönnen.

Ich liiiieeebe Sauna, auch wenn ich nicht so sehr dieses Thermen-Feeling von verschwitzt, nackt und wie die Hühner auf der Stange sitzen, mag. Zum Glück habe ich eine Freundin mit eigener Sauna. Die bekommt in Kürze also mal wieder Besuch von mir ;). Und mein Thai-Massage-Gutschein müsste auch mal dringendst eingelöst werden.

#9 Ausmisten, aufräumen und putzen.

Ok, hört sich eher uncool an, aber ich finde es befreit ungemein sich von Ballast und Dreckecken zu trennen. Der Feudel ist im Januar jedenfalls mein ständiger Begleiter.

#10 Kuscheln und netflixen.

Das war zugegeben schon das November und Dezember-Programm, aber es nützt ja nix. Solange ich mit der Couch noch nicht verschmilze, geht es gerade noch. Meine Serien im Januar: 6. Staffel Vikings, 3. Staffel Tod in Belfast (ein krasses, unerwartetes Ende), 7. Staffel Homeland und 1. Staffel Sexual Education (ich finds sehr witzig). Habt ihr noch Serientipps?

#11 Farbe ins Haus holen.

Ob mit frischen Blumen, einer neuen Farbe an der Wand oder einem neuen Pullover rot, orange oder gelb. Knallbunt soll 2019 ja der neueste Schrei werden.

#12 Freunde und Bekannte treffen.

Raus in die Welt lautet das Motto. Auf ein spontanes Fika-Date ins Cafe, mal wieder ins Kino, das neue Restaurant testen, ein schönes Abendessen zuhause planen oder mal wieder eine Ausstellung besuchen.

Ach, wisst ihr was? So doof ist der Winter eigentlich doch nicht, wenn ich mir das hier so durchlese. Machen wir es uns einfach wie die Skandinavier hyggelig (dänisch) oder koselig (norwegisch) und genießen einfach jede Zeit. Ob mit oder ohne Schnee. Der nächste Frühling und Sommer kommt auf jeden Fall! Wie kommt ihr denn am Besten durch den Winter?

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6 Comments

  • Reply Birte 18. Januar 2019 at 11:09

    Hallo liebe Nadine, ich bin gerade von Instagram „rübergeschwappt“, weil ich doch gleich mal gucken wollte, welche tollen Tipps du hast. Mir geht es nämlich genau wie dir – obwohl ich ebenfalls ein Februarkind bin 😉 Das „North“-Buch kommt sofort auf meine Leseliste – ich habe mir ohnehin gerade vorgenommen, sie noch ein bisschen abzuarbeiten, bevor die Tage wieder (noch) länger werden! Liebe Grüße, Birte

    • Reply nadine 21. Januar 2019 at 14:37

      Liebe Birte, ja, wir Februarkinder haben es echt nicht leicht. Zumal da auch oft alle krank sind. Akku ist dann wohl leer nach dem langen Winter :/. Das North-Buch ist total nett und ich habe oft gelacht. Zudem bekommt man ein paar Inspirationen, wie die Skandinavier das all die Monate so durchhalten. Wir schaffen das also auch ;). GlG, Nadine

  • Reply Hartmut 21. Januar 2019 at 22:47

    Hallo Nadine,
    Nørth klingt ja spannend. Glaubst du, dass ist auch was für mich? Und wenn du noch eine Netflixserie suchst, kann ich dir „Atypical“ ans Herz legen. Fand ich super.
    LG aus dem Norden,
    Hartmut

    • Reply nadine 22. Januar 2019 at 18:10

      Ja, da fragst Du mich jetzt was, Hartmut. Ich finde das Buch toll und auch witzig. Aber ist es auch was für Männer? Es kommen auf jeden Fall auch Wikinger drin vor, Grundzüge der skandinavischen Politik, Mythen, Feste, Könige etc. etc. Nicht nur Kochrezepte und Einrichtungstipps. Und danke für den Netflix-Tipp. Schau ich mir mal an. Hast Du Vikings gesehen? Meine absolute Lieblingsserie. Bisschen blutrünstig vielleicht, aber seeeehr cool. LG nach Sverige, Nadine

  • Reply Hartmut Vogt 22. Januar 2019 at 21:05

    Nee, Vikings kenne ich nicht. Gibt es auch im schwedischen Netflix nicht – oder zumindest nicht unter diesem Namen… hmmm, vielleicht haben sie sich gedacht, dass das nix für uns Nordlichter ist? Wer weiß…
    LG ins Rheinland.
    Hartmut

    • Reply nadine 23. Januar 2019 at 9:17

      Das gibt es glaub ich auch nur auf Amazon Prime. Und ja klar…. haha…… zu hart für euch schwedische Weicheier. 😉 LG, Nadine

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