Reiseglückseeligkeiten

Warum das Reisen im Campervan zu meinen absoluten Highlights gehört

(Dieser Beitrag enthält neben jeder Menge Herzblut auch eine Prise Werbung) Wenn ich eins bin, dann Camping-Experte. Wer mich jetzt allerdings vor seinem geistigen Auge zelten und die Ravioli-Dose überm Gaskocher warm machen sieht, liegt total falsch. Natürlich habe ich schon gezeltet. Sogar wochenlang. Aber das ist öhm…. schlappe 25 Jahre her und nee danke, fürs Zelten bin ich mittlerweile echt nicht mehr geschaffen. Jedenfalls nicht, wenn es über ein Wochenende hinaus geht. So´n bisschen Komfort brauch ich dann schon.

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Ich bin totaler Experte wenn es um das Reisen im Campervan geht. Zugegeben, es waren keine angemieteten Vans sondern gekaufte und meine letzte Reise in so einem Bus ist nun auch schon wieder ein paar Jahre her. Aber nach 12 Monaten in Australien und 3 Monaten in Neuseeland, in denen ich Tag und Nacht in einem Campervan gelebt habe, kann man sich wohl schon als so ne Art kleiner Experte bezeichnen.

Meine Roadtrips im Campervan gehören zu den allercoolsten Reisen meines Lebens. Darum steht so ein Trip zusammen mit meinen Jungs mehr als fett auf meiner Bucket-Liste. Ihr wollt wissen warum? Und warum ich einen Campervan einem schnieken Hotelzimmer vorziehen würde?

Freiheit total!

Heute hier, morgen da. Nennt mich unstet, aber auf Reisen gibt es für mich kaum was Besseres. Ich möchte schließlich so viel wie möglich von einem Land sehen. Ein Campervan macht einen unglaublich frei in seinen Entscheidungen und man fährt einfach dorthin wohin einen der Wind weht. Stell ich mir besonders mit Kindern unglaublich praktisch vor. Denn gerade auf einem Familien-Roadtrip finde ich es immer total anstrengend, alle Unterkünfte vorbuchen zu müssen. Denn wer hat schon Lust mit der Brut im Auto zu übernachten, nur weil man spontan kein Hotelzimmer mehr gefunden hat? Außerdem liebe ich es auch einfach mal an einem Ort länger verweilen zu können, wenn ich es dort besonders toll finde.

12 Monate lang mein Zuhause. Ein Nissan Urvan Campervan. Hier im Nambung NP/ Pinnacles in Western Australia.

12 Monate lang mein Zuhause. Unser in Perth gekaufter Nissan Urvan Campervan. Hier im Nambung NP/ Pinnacles in Western Australia.

Aufwachen wo Du willst!

Wild campen ist in den meisten Ländern der Welt (rein theoretisch) verboten und es gibt nur ein paar wenige Ausnahmen wie z.B. in Norwegen oder Schweden (wo das Jedermanns-Recht gilt) oder Länder, wo nicht immer so genau hingesehen wird (Portugal). Nichtsdestotrotz winken z.T. empfindlich hohe Strafen wenn man sich einfach irgendwo hinstellt. Ich persönlich fand es eh immer ein bisschen unangenehm in der totalen Wildnis und Einsamkeit zu campieren (zuviel Horror-Filme geguckt?) oder gar von Ordnungshütern erwischt und verscheucht zu werden. Neben den z.T. überfüllten und teuren Campingplätzen gibt es aber auch immer noch die Möglichkeit Privatgrundstücke (z.B. von Bauern – nett nachfragen, ist klar ne?), Nationalparks oder Bush Camps für kleines Geld zu nutzen. Morgens aufwachen, die Tasse Kaffee in der Hand und direkt auf das Meer, die Berge oder gar nen neuseeländischen Gletscher zu starren. Unbezahlbar.

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3 Monate quer durch Neuseeland im Toyota LiteAce. Morgens am Strand von Kaikoura. Kaffee in der Hand und Wale & Delfine beobachten.

1000mal komfortabler als ein Zelt!

Ein Campervan ist eigentlich nichts Anderes als eine mobile Ferienwohnung und somit total komfortabel, denn man hat all seinen Kram immer bei sich. Kein lästiges Koffer ein- und auspacken. Alles wird am Anfang einmal in die Schränke geräumt und man muss sich nicht ständig an neue Betten gewöhnen. Ok, auf Dusche oder WC muss man bei den kleinen Modellen mitunter verzichten. Aber Tisch, Bett und Küche sind immer dabei. Und wer will bekommt Campervans ja mittlerweile in so richtigen Luxusausführungen und muss auf keinen Komfort mehr verzichten. Tolle weltweite Angebote findet Ihr bei Campanda, die mit 21.000 Fahrzeugen weltweit eine sehr große Auswahl haben.

Meine absolute Traumtour mit den Kindern wäre mal ein Trip quer durch die USA, Kanada, Norwegen oder auch Island.  Oder ein paar Tage nur mit Herrn Hibbel in so einem richtig coolen VW Bulli durch Cornwall. Wäre so ein Campervan-Trip was für Euch? Habt Ihr schon Erfahrung damit gemacht? Und wohin würdet Ihr gerne reisen wollen?

PS: Meine zwei Campervans liegen mittlerweile sicher schon auf einem australischen und neuseeländischen Autofriedhof. Rest in peace, Ihr Zwei! Ihr seid die allerbesten Weggefährten gewesen.

 

 

14 Kommentare

  1. Hallo Nadine,

    endlich habe ich durch deinen Bericht noch eine weitere Seite gefunden wo man sich nostalgische VW Bullis mieten kann. Mir war bis jetzt nur eine Seite bekannt wo man alte Surfcars in Portugal mieten kann, und eine coole Seite wo zwei Bullis im 70ziger Style in Holland vermietet werden. Mit so einem alten Bulli die Küstenstrasse entlang wäre echt ein Traum. Nächstes Jahr ist aber erstmal ein Wochenende mit einem alten VW Bus durch Holland geplant.

    Viele Grüße
    Christian

    • Nadine sagt

      Hachz ja…das wär auch mein Traum. Leider sind die Dinger immer so unverschämt teuer. Bin gespannt wie Euer Wochenende in Holland wird, Christian. Das kann man sich ja wenigstens leisten. GlG, Nadine

  2. Liebe Nadine,

    genau so ist es! Campervanferien sind einfach unschlagbar. Wir haben inzwischen auch so mehrere tausend Camperkilometer zusammen mit unseren Kindern zurückgelegt und jeden einzelnen genossen. Außer USA und Neuseeland würden wir gerne noch so einiges mittels Camper bereisen und tragen uns im Moment mit dem Gedanken, uns vielleicht einen kleinen Camper zu kaufen…, denn es gibt viel zu entdecken! Und mit Kindern einfach unschlagbar – Camper rocks!

    LG
    Hartmut

    • Nadine sagt

      Aaaaaw, mein Neid sei Dir gewiss, Hartmut. Ich will auch einen. Aber die haben ja den Wert einer halben Eigentumswohnung :/. In Schweden sind die wohl kaum bezahlbarer, oder? LG, Nadine

      • Nee, billiger sind die hier wohl nicht… nix ist wirklich billiger hier. 🙁
        Ist auch noch gar nicht entschieden… nicht sicher, dass das Ersparte reicht. Wäre aber schon toll, vor allem, da wir Dank „Jedermansrecht“ hier einfach campen können.
        LG, Hartmut

  3. Ich sachs doch immmerimmerwieder dem Herrn Ü: CAMPERVAN! Aber. Der Herr will nicht. Findet campen doof. Und viel zu heiß wenn die Sonne draufscheint. Najaokeee….das kann ja schon sein, aber die ganzen anderen unbezahlbaren Momente……tsss. Wenn der wüßte was er verpasst. Schlimmschlimm ;-D. Vielleicht krieg ich ihn aber ja doch nochmal irgendwann dazu…;-DD….Salamitaktik ;-D! Tschö du alter Horrorfilmgucker (Boah! Hab ich was verpasst?????) Anne

    • Nadine sagt

      Ich glaub ich muss mich mal mit Deinem Göttergatten unterhalten. So richtig geschwitzt habe ich ohne Quatsch nur ein einziges Mal in Australien. Da waren es nachts noch 40 Grad. Dubai-Style. Da wärste aber überall eingegangen ohne aircondition. Ansonsten hat es sich nachts meist relativ angenehm abgekühlt. Es kam eher mal vor, daß ich mir im australischen Winter einen in dem Ding abgefroren habe. 😉 Im Outback sind es nachts dann nämlich auch gerne mal nur 2 Grad. Und diese Mega-Camper (so wie ihr eins zu Fünft braucht) haben sicher eh jeden SchnickSchnack und auch ne fette Klimaanlage. Und ganz im Ernst…als wir in Australien unterwegs waren, geisterte kurz zuvor ein fieser Backpacker-Mörder durchs Land. Ist echt wahr. Da kann ich Dir Geschichten drüber erzählen ;).LG, Nadine

  4. Sowas ist auch einfach nur herrlich, und das habe ich in 88 in CDN gemacht….von Manitoba aus bis an die Westküste. Angehalten wo wir wollten, immer einen Campingplatz gesucht, darunter auch oft einfach im Wald, mit Pumpsklo (absolut sauber) und immer der Möglichkeit auch zu grillen und meist gab es Picknicktable. Da passierte es dann öfters das ein Eichhörnchen über den Tisch zu einem gehopst kam, nicht zu vergessen die Rehe die auf einmal neben einem standen. Den Urlaub werde ich auch nie vergessen, und wenn nochmal eine größere Reise dann auch von Ost nach West CDN in einem kleinen Campervan. Mehr Freiheit geht gar nicht.

    Liebe Grüssle

    N☼va

    • Nadine sagt

      Genau DAS ist es was ich am Campen liebe. Jetzt will ich am Liebsten sofort los, liebe Nova. Einmal kreuz die quer durch Kanada. Das wärs. LG, Nadine

  5. Es gibt wirklich nichts besseres als ein Roadtrip mit Camper. Wir waren gerade erst für einige Wochen in Spanien. In den verstecktesten Buchten schlafen, spontan weiterfahren, ich will schon wieder los. Island oder Norwegen wären super.

  6. Vor ein paar Jahren haben wir uns in Neuseeland den Luxus eines Campers gegönnt und eine fantastische Zeit gehabt! Aktuell sind unsere finanziellen Reserven von der Anschaffung eines Campere meilenweit entfernt, reisen wollen wir trotzdem! Also waren wir letztes Jahr mit Kombi und Zelt vier Wochen in Skandinavien unterwegs! Ohne vorgebbuchte Route, nur mit einem groben Plan und dem damals einjährigen! Mit guten Matten und notfalls mal zwei Pullovern wars echt komfortabel! Zumal der Sohn weder vorher noch danach je so zuverlässig geschlafen hat! Er hatte immer kleine Aufgaben (halt die Zeltstange-/räum irgendwas irgendwohin/kletter im Auto, wir haben zu tun) und alle paar Nächte einen neuen, großen Spielplatz vor der Tür! Im kommenden Jahr wollen wir uns an Norwegen wagen! Vielleicht auch mal wildcampen! Ich freue mich auf jeden Fall sehr!
    Es ist immer wieder schön, von deinen Reisen und Überlegungen zu lesen!

    • Nadine sagt

      Vielen lieben Dank, Tina! Ich habe dieses Jahr in Norwegen so einige Familien mit kleinen Kindern und Zelten gesehen. Das wird Euch sicher gefallen. Norwegen ist ein absoluter Traum! GlG, Nadine

  7. Hallo Nadine,
    ja, so ein Camperurlaub ist unschlagbar, kein lästiges Koffer ein- und auspacken, das Essen ist stets an Board und mitten in der Natur übernachten.
    Wir haben damit schon 3 tolle Touren durch die USA/Alaska gemacht und planen schon an der nächsten Tour 🙂
    Allerdings ist es in den Sommerferien nicht so wildromantisch wie mit deinem Bulli, denn wer in den großen Nationalparks einen Stellplatz erhaschen will, sollte rechtzeitig buchen. Das Buchungsfenster für den Campground öffnet meist 6 Monate im Voraus und die Plätze sind schnell ausgebucht. Wir haben bei unserer ersten Tour keinen Platz mehr im Yosemite Park bekommen und mussten dann leider ausserhalb campen. USA mit schulpflichtigen Kindern und spontan campen ist ein kleiner Widerspruch, aber dennoch gehört USA auch zu unseren Traumzielen.

    Außerdem ein dickes Lob für deinen tollen Blog, den ich als stiller Leser verfolge. Zufällig bin ich hier auf Hartmut gestoßen, mit dem wir uns in Costa Rica in den Hot Springs bei einem entspannenden Bad nett unterhalten haben. Die Welt ist doch sehr klein 😉

    • Nadine sagt

      Liebe Sabine, vielen Dank für Dein nettes Lob und ja, die Welt ist echt ein Dorf. Aber vielleicht mutieren Menschen deren Leidenschaft das Reisen ist, ja früher oder später einfach zum Blogger. Daher war es unausweichlich, daß Du Harmtut hier finden würdest. 😉 LG, Nadine

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