Mannheim auf zwei Reifen
Natur-Route, Rhein-Picknick und Streetart-Radtour

18. Juli 2022

Nachdem ich euch kürzlich das urbane Mannheim vorgestellt habe, zeige ich euch heute, was man mit Kindern outdoormäßig in der Stadt unternehmen kann. Da unsere Söhne mittlerweile 11 und 15 Jahre alt sind, sind Zoos und Spielplätze naturgemäß nicht mehr ganz so interessant. Nur durch Häuserschluchten, Shops und Museen zu laufen aber auch nicht.

Heranwachsende brauchen auch immer körperliche Betätigung und (auch wenn sie es selber nicht wissen ;)) mal etwas Natur vor der Nase. Da Mannheim hübsche Parks hat und direkt am Rhein und Neckar liegt, gibt es also auch genug Grün. Wir haben uns daher auf Leihräder geschwungen, um die Stadt mal aus einer anderen Perspektive zu erkunden.

Offenlegung: Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand in bezahlter Zusammenarbeit mit Tourismus Stadt Mannheim GmbH. Meine Meinung bleibt davon unberührt und es ist mein Anspruch unsere Erfahrungen ganz objektiv und unbeeinflusst darzustellen.

Mannheim auf zwei Reifen: Natur-Route, Rhein-Picknick und Streetart-Radtour

Mannheim lässt sich nämlich recht gut mit dem Rad erkunden. Die Stadt verfügt über ca. 250 km ausgewiesene Radwege und zahlreiche verkehrsarme Tempo-30-Zonen. Zudem bieten sich Radausflüge in die Umgebung an. Es sind nämlich gerade mal 21 km bis ins pittoreske Heidelberg und 16 km bis nach Schwetzingen, die ehemalige Sommerresidenz des Kurfürsten. Wer richtig sportlich ist, kann sogar auf dem Neckartal-Radweg bis nach Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg fahren.

So viel Zeit hatten wir leider nicht, daher haben wir es auf Mannheims Natur-Route entspannt angehen lassen. Dafür sind wir entlang der Rheinpromenade und durch den Waldpark bis zum Strandbad Mannheim-Neckarau und zurück geradelt. Normalerweise kann man unterwegs noch einen Stopp auf der idyllischen Reißinsel einlegen, auf der seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Sie wird jedoch jedes Jahr von März bis einschließlich Juni gesperrt, damit die Tiere ihren Nachwuchs in Ruhe großziehen können.

Naturidylle: der Mannheimer Waldpark und die Rheinauen

Startpunkt der ca. 12 km langen Radtour war unser Hotel. Von dort aus ging es auf direktem Wege zur nahegelegenen Rheinlandvorstraße, die in die Rheinpromenade übergeht. Auf dem Weg dorthin fährt man an der Graffiti-Galerie an der Hochstraße vorbei. Man trifft in Mannheim jedoch gefühlt an jeder Ecke auf Streetart. Auf der Rheinuferpromenade kann man dann ganz entspannt in die Pedalen treten und kommt automatisch in den Waldpark.

Der großflächige Park führt entweder direkt am Fluss entlang oder mitten durch den üppig gewachsenen Auenwald. Man hat also immer Vogelgezwitscher und/ oder Flussrauschen im Ohr. Am Bellenkrappen, einen Seitenarm des Rheins, geht es dann weiter Richtung Strandbad. Dort gibt es nicht nicht nur Liege- und Spielflächen, sondern auch einen Spielplatz, Grillplätze, Badmintonfelder und das Restaurant PURiNO. Hier kann man sich dann nochmal mit Blick aufs Wasser stärken, bevor es ganz entspannt zurück in die City geht.

TIPP: Räder für Erwachsene könnt ihr euch ganz unkompliziert bei Radsport Altig anmieten. Das Kinderrad wurde uns jedoch freundlicherweise von Der Radladen zur Verfügung gestellt.

Must Do: Picknick in den Rheinauen

Sehr ans Herz legen kann ich euch ein idyllisches Picknick in den Rheinauen. Dafür bestellt ihr euch am besten einen der leckeren Picknickkörbe von Die Metzgerei vor. Das Bistro liegt quasi auf dem Weg, direkt im Mannheimer Ortsteil Lindenhof. Wir hatten einen „Dolce-Vita“-Picknickkorb mit Panini und Obstsalat sowie einen „Wellness-Picknickkorb“ für Vegetarier mit Wraps und Gemüse-Sticks. Getränke für die Kinder sowie eine Flasche Wein waren ebenfalls enthalten.

Schöne Picknickstellen gibt es im Waldpark und in den Rheinauen überall, wir haben uns jedoch für ein Plätzchen unter knorrigen alten Bäumen, mit Blick auf das Dock von Viking River Cruises entschieden.

Streetart-Radtour durch die Neckarstadt-West

Eine Radtour lohnt sich auch, um die ca. 40 großformatigen Murals und unzähligen Graffitis der Stadt zu entdecken. Die Bekanntesten findet man direkt in der Innenstadt, es gibt aber auch einige Streetartwerke in der Neckarstadt-West & -Ost. Man kann dafür eine Tour zum Thema Stadt.Wand.Kunst buchen, diese aber auch auf eigene Faust entdecken.

Da die Wege in der Neckarstadt etwas weiter sind und man auch den Neckar überqueren muss, würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, die Strecke mit dem Rad zu machen. Am besten überquert man dafür die Jungbuschbrücke und fährt von dort aus Richtung Zeppelinstraße. Auch am Herzogenriedpark, der in der Neckarstadt-Ost liegt, gibt es Streetart. So könnt ihr Natur und Kunst direkt miteinander verbinden.

Im weitläufigen Herzogenriedpark findet man im Übrigen das „Wunder von Mannheim“, eine Multihalle der besonderen Art. Sie wurde zur Bundesgartenschau 1975 erbaut und ist die größte, freitragende Holzgitterschalenkonstruktion der Welt. Aktuell wird sie allerdings saniert. Wir haben diesen Park leider nicht mehr gesehen und sind dafür über den Alten Messplatz und die Kurpfalzbrücke zurück in die Innenstadt. Am Alter Messplatz findet ihr im Übrigen das ALTER – eine öffentliche Freizeitfläche samt Biergarten, Basketballplatz, Tischtennisplatten, eine Pumptrack etc. Auch Spiel- und Sportgeräte können hier kostenfrei und gegen ein Pfand ausgeliehen werden. Hier kann man eine coole Pause mit Kindern einlegen.

Die Kunstwerke findet ihr am besten anhand der Mural Map, die ihr an der Tourist Information bekommt oder euch hier kostenlos downloaden könnt.

Hinweis: Aktuell putzt sich Mannheim für die BUGA 2023 heraus, die vom 14.4. bis 08.10.2023 stattfinden wird. Es gibt daher einige Baustellen in der Stadt und wir mussten mit unseren Rädern das ein oder andere Mal Umwege suchen. Nicht alle Radwege sind derzeit also einwandfrei befahrbar.

Weitere tolle Tipps für Mannheim findet ihr hier:

Mannheims Spielplätze: Unser Guide zu den grünen Ecken der Stadt

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1 Comment

  • Reply Ein Reiseblogger 29. Juli 2022 at 11:24

    Ich hatte vor die Buga nächstes Jahr tatsächlich mit dem Fahrrad zu besuchen und werde mir nun meiner Entscheidung immer sicherer. Gibt ein paar schöne Plätze dort und ich werde das dann wohl mit einer kleinen Sightseeing Tour verbinden. Vielen Dank für den tollen Artikel =)

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