Der VW California von Roadsurfer

Mit Kids und Campervan gen Noord-Holland

Campervans liebt irgendwie fast jeder, oder? Als wir Ende Mai unseren VW California von Roadsurfer in Empfang nahmen, starrte uns auf den Straßen Kölns (gefühlt) jedenfalls erstmal jeder zweite Passant neidvoll hinterher. Wer kann es ihnen verdenken? Nach 14 Jahren Abstinenz gab es endlich wieder Campervan-Feeling für mich und ich war gelinde gesagt aus dem Häuschen. Und auch der Rest meiner Bande war sofort verknallt in unsere Irene Ideal, einen niegelnagelneuen VW T6.  Bei allerfeinstem Sommerwetterchen cruisten wir für 4 Tage gen holländische Nordseeküste.

Wir hatten das tolle Aussteiger Modell mit der neuesten California Ausstattung, Markise und Dachträger sowie einem vollautomatischem Aufstelldach. Zusätzlich hatten wir einen Fahrradträger, auch wenn wir unsere Bikes für die kurze Zeit (leider) nicht dabei hatten. Die zwei Jungs schliefen oben im Aufstelldach auf der bequemen Matratze mit Lattenrost und wir Großen unten, auf der zum Bett umgebauten Sitzbank. Wären die Jungs nicht vor lauter Aufregung morgens um kurz vor 6 quietschvergnügt aufgewacht, hätte ich geschlafen wie Gott in Frankreich. Die Fenster kann man unten nämlich alle abdunkeln, das Aufstelldach ist aber so hell wie ein Zelt. So wurden es drei kurze, aber glückliche Nächte. Mit dem letzten Sonnenstrahl ins Bett und mit dem Ersten wieder raus.

Das Aussteiger Modell kommt mit einer voll ausgestatteten Küche mit 42 l Kühlbox, zwei Flammen-Gaskocher, Edelstahl-Spülbecken, Stauraum, Besteckschublade, Wassertank und allen notwendigen Küchenutensilien. Der Wagen ist geräumig und hat genug Stauraum für 2-4 Personen. Zumindest für ein verlängertes Wochenende und bei schönem Wetter. Campingtisch und Stühle sind in der Heckklappe und der Seitentür des Wagens integriert. Man merkt, daß dieser Bus gut durchdacht ist und jede noch so kleine Nische sinnvoll genutzt wird.

Beim Kochen muß man sich zu Viert natürlich gut organisieren, aber wenn man einfache kleine Gerichte kocht, klappt das alles bestens. Wir hatten uns ein paar Dinge wie Gewürze, ein selbstgemachtes Pesto, Essig und Öl bereits von zuhause mitgebracht. Sehr ans Herz legen für so einen Campingtrip möchte ich Euch in dem Zusammenhang das großartige Kochbuch „The Great Outdoors“ vom Umschau Verlag. Der Author Markus Sämmer, begeisterter Outdoorjunkie, Camper und Koch, hat 120 leckere Gerichte zusammengestellt, die man auf so einer Tour easy machen kann. Ob Frühstück, schneller Snack, Abendessen oder Grillrezepte. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dazu gibt es unglaublich tolle Outdoor-Bilder, die direkt Lust auf Camping machen. Und da man so ein dickes Buch in der Regel nicht auf Reisen mit sich rumschleppt, gibts das Ganze auch nochmal als praktisches Reiseheftchen.

Ziel unseres Trips war ein strandnaher Campingplatz in Noord Holland. Hier trafen wir auf unsere Camping-Compagnons, die Travelistos, die an dem Wochenende mit dem Einsteiger-Modell von Roadsurfer unterwegs waren. Das Wetter war bombastisch und wir haben gegrillt, gequatscht, gelacht und die lauen Abende romantisch unter der Campingmarkise verbracht.

Unsere 4 kleinen Jungs waren derweil ständig in den Büschen unterwegs, haben Fußball gespielt, am Strand Krebse gefangen oder Sandburgen gebaut. Glück kann so einfach sein.

Noord-Holland eignet sich perfekt für ein Campingwochenende mit Kindern. Bei schönem Wetter pilgert zwar gefühlt ganz Holland und das Rheinland an die Küste und die Übernachtungspreise sind hoch, aber es lohnt sich trotzdem. Denn wenn die Holländer eins drauf haben, dann Camping und Coolness. Ich wünschte, Camping wäre in Deutschland auch nur annähernd so locker und unkonventionell.

Planet Hibbels Familienreise-Fazit:

Und wie war nun unser erstes Mal Campervan mit Kindern? Auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Freiheit pur für die kids. Morgens aufwachen und einfach direkt raus in die Natur zum Spielen. Ich hätte das Ganze jedoch auch gerne mal so richtig outdoor ausgetestet und nicht nur auf einem überfüllten Campingplatz. Das ist in unseren Breitengraden aber leider schwierig. Und würden wir das nun wiederholen? Eindeutig JA! Für ein verlängertes Wochenende würde ich immer wieder einen VW California T6 anmieten. Für eine mehrwöchige Reise zu Viert bräuchten wir dann aber doch ein etwas größeres Modell. Spätestens wenn das Wetter mal schlechter ist, wird es wahrscheinlich dann doch sehr beengt. Der Van und Service von Roadsurfer hat uns auf jeden Fall überzeugt und wenn sie jetzt noch eine Dependance in Köln eröffnen, sind wir sicher wieder mit an Bord.

Offenlegung: Unsere Reise wurde von Roadsurfer unterstützt. Meine Meinung bleibt davon wie immer unangetastet.

 

 

4 Kommentare

  1. Das freut mich, wenn ich so was sehe, Das in der heutigen Zeit es auch noch junge Leute gibt, die es vorziehen einfachen und schöne Urlaube zu machen !

  2. Flögi sagt

    Der Camperwagen ist super toll!
    Wow, diese Zwiebelblumenfelder, die sind echt der Knaller!
    Super Gegende. Menschm ich habe gerade drei neue Reiseführer und mindestens 5 neue (alte) Ziele, und so wenig freie Zeit….
    Liebe Grüße

  3. Schööööön! Der Campervan ist ja der Hit!Vielleicht sollte ich mir einfach so einen kaufen, vor des Mannes Bude stellen und da einziehen? 😀
    LG /inka

  4. Hallo Nadine,
    schicker Bus, kann man nicht anders sagen. Geräumig? Nja… aber wie du schon sagst. Ein verlängertes Wochenende und bei schönem Wetter. Wir planen ja 4-5 Wochen Norwegen im Sommer in einem vergleichbaren (wenn auch nicht so schicken Modell, dafür einen halben Meter länger… immerhin!) älteren VW-Camper. Bin ehrlich gesagt schon gespannt, wie das ausgehen wird.

    Tolle Bilder, und um die Lichterkette beneide ich dich, wie du ja weißt 😉
    LG
    Hartmut

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