Elterngedanken
Warum die Kindheit viel zu kurz ist und Leben mit einem Pubertierchen

14. Dezember 2017

Eltern zu sein, ist schon irgendwie ein total verrückter Zustand und ich frage mich oft, was sich die Natur wohl dabei gedacht hat. Man wird quasi über Nacht zu einer Mama/ einem Papa, muß funktionieren und wissen was das Richtige für dieses kleine Bündel Mensch ist, für das man nun die nächsten 18 Jahre Verantwortung trägt. Die ersten Jahre schlägt man sich mit Schlaflosigkeit bis zur totalen Erschöpfung herum, redet von sich nur noch in der dritten Person, putzt Nasen, wischt Hintern ab (und macht sonst noch so allerlei fieses Zeugs), trocknet Tränen, sammelt sein Kind zeternderweise vom Supermarktboden auf, muß auf unzählige Elternabende, Logopäden- und Ergotherapeuten-Termine etc. etc. Wie erschöpft man an manchen Tagen ist, wie fertig einen so kleine Zwerge machen können und wie sehr man sich darüber wundern kann, wo die Person geblieben ist, die man mal vor seinen Kindern war, können wohl nur  Menschen nachvollziehen, die sowas selber durchlebt haben.

Genauso platzt einem aber auch das Herz vor Glück und Liebe, wenn das eigene Kind die ersten Schritte läuft, lustige Sachen erzählt, sich kringelig lacht, voller Verwunderung und Begeisterung jedes Gänseblümchen entdeckt, die erste Gitarren-Aufführung hat, einem eine Umarmung oder gar ein „Mami, ich hab Dich lieb“ schenkt und man mit ihm am Patschehändchen durch die Welt läuft. Momente, für die man als Eltern lebt und man die Kindheit am Liebsten für immer festhalten möchte.

Jahrelang versuchen wir uns also in die Rolle der Eltern und Beschützer einzufinden und jedes Mal wenn wir denken, wir haben den Bogen nun raus, kommt….. die nächste Phase! Nun, die nächste Phase heißt bei uns bereits Pubertät und ich muß gestehen, dass mich diese ganz schön überrumpelt und wieder mal an meine Grenzen bringt. Denn ich hatte nicht damit gerechnet, ihr schon nach 10 Jahren zu begegnen. Offen gesagt bin ich emotional auch noch nicht so weit,  mich nach nur 10 Jahren von der Kindheit meines Sohnes zu verabschieden und ihn loszulassen.

Wenn ich auf meine eigene (vielleicht verklärte) Kindheit zurückblicke, sehe ich mich mit 10 Jahren noch mit Barbie-Puppen spielen und in Bäume klettern. Meine Pubertät setzte pünktlich mit ca. 13 Jahren ein und ähnliches hatte ich wohl auch für meinen Sohn im Kopf. Heute sehe ich jedoch 10jährige, die mich größenmäßig oftmals schon überragen (und ich bin 1,70 Meter groß) und bei denen bereits alles wächst und sprießt. Mein Sohn gehört zwar noch zur kleinen Fraktion, aber dafür wird bereits gemotzt, gemeckert, verweigert, diskutiert und geschämt. Zudem nimmt bei den allermeisten Kindern in diesem Alter das Handy bereits die allerwichtigste Funktion ein. Es wird gedaddelt, 150.000 sinnlose WhatsApp Nachrichten am Tag verschickt und heimlich wahrscheinlich Dinge angeschaut, die 10jährige besser noch nicht sehen sollten. Spätestens an diesem Punkt frage ich mich dann, wie wir es innerhalb von ein paar Jahrzehnten geschafft haben, die Kindheit so zu verkürzen? Gleichzeitig aber die Zeit der „Jugend“ so zu verlängern. Wer denkt denn heute schon mit 30 von sich, das er nur erwachsen ist?

Wir werden immer älter, aber unsere Kinder hatten nur so wenig Zeit Kinder zu sein. Und wir ergo auch so wenig Zeit ihre Kindheit, zwischen all dem Stress, zu genießen. Mir ist nicht ganz klar, warum Kinder erwiesenermaßen immer früher in die Pubertät kommen. Vielleicht liegt es an unserer Ernährung, dem ganzen Antibiotika und Mikroplastik, das unsere Nahrung verseucht oder unserem stressigen Leben. Ich glaube jedoch auch, dass wir Erwachsenen ein Stück weit mit verantwortlich dafür sind, das die Kindheit früher zuende ist.

Warum müssen alle Kinder, ab der 5. Klasse schon Smartphones mit uneingeschränktem Zugang zum Internet haben? Wann hat dieser Gruppenzwang bitte angefangen? Ein normales Handy zum Telefonieren tut es doch auch. Warum sieht Kleidung für Kinder heute aus wie die Miniatur-Version von Erwachsenen? Warum muß es schon Schminke oder Push-Up-BH´s für kleine Mädchen geben? Warum dürfen Kinder nicht mal Kinder sein und einfach draußen spielen, statt zu drölfzig verschiedenen Aktivitäten und Hobbies gekarrt zu werden? Wenn meine Kinder sich z.B. einfach mal spontan  zum Spielen verabreden wollen, ist das nicht möglich. Denn die Terminkalender der meisten Kinder sind voller, als die der Bundeskanzlerin. Und ja, die Schulen machen es leider auch nicht besser. Bei uns in NRW ist ab der 5. Klasse nämlich schon die weiterführende Schule angesagt und man hat das Gefühl, das die Kinder allein vom Leistungsdruck her, über Nacht erwachsen werden müssen.

Habt ihr eine Antwort? Ich bin echt gespannt, wie ihr das seht. Und habt ihr vielleicht auch schon 10jährige Kinder, die Pubertierchen sind? Ich befürchte ja, dass sich diese durch ein früheres Einsetzen nicht verkürzt, sondern einfach nur noch länger ist. Und ich beiß mir in den Hintern, dass ich seine Kindheit nicht noch viel mehr genossen und zelebriert habe.

PS: Im Übrigen werde ich mit meinem Pubertierchen bald allein nach London fliegen und die Welt von Harry Potter entdecken. Gemeinsame Zeit und Nähe ist glaube ich das Beste und Wichtigste, was man in stürmischen Zeiten braucht.

 

 

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28 Comments

  • Reply Annika 14. Dezember 2017 at 13:28

    Schluck. Mein älterer Sohn, mein Sorgenkind in der Trotzphase, wird im Mai 10. Ich genieße jeden Tag mit ihm, was jahrelang einfach nicht selbstverständlich war, beäuge argwöhnisch jedes Pickelchen auf seiner Nase und jeden Wachstumschub. Ich muss mich zum „Auf-den-Kopf-Küssen“ nicht mehr bücken. Es ist einfach so schön jetzt. Manchmal seufze ich laut: „Mensch, wenn du in der Pupertät bist, setzt du dich nicht mehr auf meinen Schoß und kommst nicht mehr zum Schmusen!“ und mein Sohn sagt dann: „Doch!“ und ich denke: „Wenn du wüsstest….“
    Ich bin ja Verfechter eines „Baby-Abos“. Ich bekomme ein Baby, und wenn es 1 Jahr alt wird, gebe ich es an jemanden weiter, der das Alter zwischen eins und zwei liebt (Fraktion: „Ich kann mit Babies nichts anfangen, die sind so klein und zerbrechlich!“.) Der gibt es weiter an jemanden, der Kinder im Alter ab 2 Jahren super findet usw. Ich würde das Kind dann mit 7 Jahren wieder übernehmen und behalten, bis es pupertiert. Es findet sich sicherlich auch jemand, der die Pupertät super herausfordernd und schön findet. Wäre das nichts?!? 😉

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:32

      Haha. Also ich glaube ein Baby-Abo wäre eher nix für mich. Ich möchte dann doch gerne jede Lebensphase meiner Kinder mitbekommen. Auch wenn es ziemlich anstrengende Phasen gibt, wo man sie hin und wieder gerne zur Adoption freigeben würde. Und ich würde so gerne sagen, daß ich die Pubertät genießen werde, aber ich befürchte die wird nicht so easy werden. Wir leben halt nicht in Papua Neuguinea und sind ein Naturvolk. Unter diesen Völkern gibt es die Pubertät in der Form, wie wir sie kennen, gar nicht. Da ist das Kind dann aber auch ab 13 ein Mann oder eine Frau und macht die gleichen Sachen wie die Großen. Es ist einfach so….. die Zeit mit den Kindern ist sehr sehr kurz und man muß sie genießen. Das vergisst man im stressigen Alltag nur allzu oft. GlG, Nadine

  • Reply Annika 14. Dezember 2017 at 13:28

    Schluck. Mein älterer Sohn, mein Sorgenkind in der Trotzphase, wird im Mai 10. Ich genieße jeden Tag mit ihm, was jahrelang einfach nicht selbstverständlich war, beäuge argwöhnisch jedes Pickelchen auf seiner Nase und jeden Wachstumschub. Ich muss mich zum „Auf-den-Kopf-Küssen“ nicht mehr bücken. Es ist einfach so schön jetzt. Manchmal seufze ich laut: „Mensch, wenn du in der Pupertät bist, setzt du dich nicht mehr auf meinen Schoß und kommst nicht mehr zum Schmusen!“ und mein Sohn sagt dann: „Doch!“ und ich denke: „Wenn du wüsstest….“
    Ich bin ja Verfechter eines „Baby-Abos“. Ich bekomme ein Baby, und wenn es 1 Jahr alt wird, gebe ich es an jemanden weiter, der das Alter zwischen eins und zwei liebt (Fraktion: „Ich kann mit Babies nichts anfangen, die sind so klein und zerbrechlich!“.) Der gibt es weiter an jemanden, der Kinder im Alter ab 2 Jahren super findet usw. Ich würde das Kind dann mit 7 Jahren wieder übernehmen und behalten, bis es pupertiert. Es findet sich sicherlich auch jemand, der die Pupertät super herausfordernd und schön findet. Wäre das nichts?!? 😉

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:32

      Haha. Also ich glaube ein Baby-Abo wäre eher nix für mich. Ich möchte dann doch gerne jede Lebensphase meiner Kinder mitbekommen. Auch wenn es ziemlich anstrengende Phasen gibt, wo man sie hin und wieder gerne zur Adoption freigeben würde. Und ich würde so gerne sagen, daß ich die Pubertät genießen werde, aber ich befürchte die wird nicht so easy werden. Wir leben halt nicht in Papua Neuguinea und sind ein Naturvolk. Unter diesen Völkern gibt es die Pubertät in der Form, wie wir sie kennen, gar nicht. Da ist das Kind dann aber auch ab 13 ein Mann oder eine Frau und macht die gleichen Sachen wie die Großen. Es ist einfach so….. die Zeit mit den Kindern ist sehr sehr kurz und man muß sie genießen. Das vergisst man im stressigen Alltag nur allzu oft. GlG, Nadine

  • Reply Eva 14. Dezember 2017 at 14:15

    Ein echt toller Artikel! Meine Tochter ist sieben, von den Wutanfällen her denke ich aber auch manchmal, die Pubertät klopft schon an… Oder wird das nochmal deutlich schlimmer?
    Bei dem Leistungsdruck stimme ich dir absolut zu, ich hab Miriam hier in Nepal sogar ganz aus der Schule genommen, weil sie hier schon mit fünf total eingespannt war und keine Zeit mehr zum Spielen hatte… Echt Wahnsinn, dass einige Leute es so eilig haben, die Kindheit zu verkürzen – ohne diese Basis wird es glaube ich später nicht einfacher…

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:40

      Ähm, ihr lebt in Nepal und dort ist der Leistungsdruck in der Vorschule schon total groß? Ich staune. Das hätte ich jetzt echt nicht vermutet. Und ob es noch schlimmer wird, kann Dir wohl niemand sagen, denn das kommt ja auch immer total individuell auf das Kind an. Der Sohn meiner Freundin wird bald 14 und ist noch total zahm. Sowas gibt es also schon auch noch. Ach, ich finde es einfach nur so schade….. die Kindheit ist eigentlich so toll und das sie bei Vielen immer kürzer wird, gefällt mir so gar nicht. LG, Nadine

  • Reply Eva 14. Dezember 2017 at 14:15

    Ein echt toller Artikel! Meine Tochter ist sieben, von den Wutanfällen her denke ich aber auch manchmal, die Pubertät klopft schon an… Oder wird das nochmal deutlich schlimmer?
    Bei dem Leistungsdruck stimme ich dir absolut zu, ich hab Miriam hier in Nepal sogar ganz aus der Schule genommen, weil sie hier schon mit fünf total eingespannt war und keine Zeit mehr zum Spielen hatte… Echt Wahnsinn, dass einige Leute es so eilig haben, die Kindheit zu verkürzen – ohne diese Basis wird es glaube ich später nicht einfacher…

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:40

      Ähm, ihr lebt in Nepal und dort ist der Leistungsdruck in der Vorschule schon total groß? Ich staune. Das hätte ich jetzt echt nicht vermutet. Und ob es noch schlimmer wird, kann Dir wohl niemand sagen, denn das kommt ja auch immer total individuell auf das Kind an. Der Sohn meiner Freundin wird bald 14 und ist noch total zahm. Sowas gibt es also schon auch noch. Ach, ich finde es einfach nur so schade….. die Kindheit ist eigentlich so toll und das sie bei Vielen immer kürzer wird, gefällt mir so gar nicht. LG, Nadine

  • Reply Viermal Fernweh 14. Dezember 2017 at 22:32

    Unterschreibe ich sofort, was du geschrieben hast. Mein Großer wird 13 ? und wir sind mittendrin im Pupertieren. Da müssen wir jetzt durch. Eine gemeinsame Reise ist etwas Tolles, Verbindendes. Wir waren auch vor ein paar Jahren zu zweit in London und planen für 2018 etwas Ähnliches. Das schweißt richtig zusammen. Liebe Grüße, Ines

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:57

      Nun gut, mit 13 will ich nichts sagen. Ich finde das ist ein normales Alter für die Pubertät. 8,9 oder 10 finde ich jedoch eindeutig zu früh und sehr merkwürdig. Aber ich gebe Dir Recht…. gemeinsame Unternehmungen sind sicher auch mit Teenies noch total wichtig, um nicht den Draht zueinander zu verlieren. GlG, Nadine

  • Reply Viermal Fernweh 14. Dezember 2017 at 22:32

    Unterschreibe ich sofort, was du geschrieben hast. Mein Großer wird 13 ? und wir sind mittendrin im Pupertieren. Da müssen wir jetzt durch. Eine gemeinsame Reise ist etwas Tolles, Verbindendes. Wir waren auch vor ein paar Jahren zu zweit in London und planen für 2018 etwas Ähnliches. Das schweißt richtig zusammen. Liebe Grüße, Ines

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:57

      Nun gut, mit 13 will ich nichts sagen. Ich finde das ist ein normales Alter für die Pubertät. 8,9 oder 10 finde ich jedoch eindeutig zu früh und sehr merkwürdig. Aber ich gebe Dir Recht…. gemeinsame Unternehmungen sind sicher auch mit Teenies noch total wichtig, um nicht den Draht zueinander zu verlieren. GlG, Nadine

  • Reply dani 15. Dezember 2017 at 9:32

    Ach puh, ich bin da ja wieder sehr pragmatisch und direkt. Du kennst mich ja, hrhr. Und die Frage, WARUM das so ist, kannst du dir doch nur selber beantworten – weil du ihm eins gibst. Deswegen hat er ein Handy. Weil du ihn Whats App Nachrichten schreiben lässt, deswegen schreibt er die in deinen Augen sinnlosen Nachrichten. Und Schminke gibts, weil Eltern das kaufen. Weil Eltern heute alles machen, was ihre Kinder ihnen sagen, anstatt zu entscheiden, mal das Arschloch in der Mutter/Vater-Sohn/Tochter Beziehung zu sein, wenn es heißt: Vergiss es, kriegst du nicht. Das Wort NEIN kommt ja kaum noch vor in unserer Erziehung…

    Du bist die Erziehungsberechtigte. Du hast in der Hand was dein Kind so mit seiner Kindheit anstellt und du bist auch die Entscheidungsträgerin. Das sind nicht die Kinder – aber die meisten Eltern scheinen das heute zu vergessen. Nichts für ungut.

    Wenn du willst, dass deine Kinder draussen spielen, dann geh mit ihnen raus. Das gehört auch zum Eltern-Dasein. Liegt eventuell auch daran, dass alle anderen Kinder heute in 224893480 Vereine und anderen Kram neben der Schule geschickt werden, anstatt sie einfach mal sein zu lassen.

    Wir werden ein Heer von unselbständigen Vollpfosten heranziehen, weil die Eltern sie bis sie 30 sind durch die Weltgeschichte helikoptern. (und das fängt an, wenn die Eltern jammern, weil es in der 5. Klasse endlich mal mit ein bisschen mehr Druck los geht (sorry, aber irgendwann muss doch der Kindergarten mit Herbstliederscheiße und Holzbastelkacke vorbeigehen!!!). Hat unsere auch und die Eltern flippen aus, mit Begründungen wie: „Ja aber, sie können doch nicht so viele Tests schreiben, weil unsere Tochter geht an drei Tagen in den Schwimmverein und hat am Wochenende Wettkämpfe.“ WTF hat das bitte den Lehrer zu interessieren?!)

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:55

      Hahahaha, Dani. Bitte mehr davon. Also erstmal zu mir. Ja, er hat ein Handy, aber er hat unterwegs kein Internet und kann ergo nix damit machen, außer während der endlosen Schulbusfahrt an einem Spiel rumdaddeln. Zuhause darf er ins WLAN, aber ich bin was Nutzungszeiten angeht, relativ streng. Da läuft nicht so viel. Er bekommt aber 5000 WhatsApp Nachrichten von seiner Klassengruppe und was ihm vielleicht andere Kinder draußen zeigen, z.B. Pornos und Co ….. nun darauf habe ich keinen Einfluss. Fakt ist jedoch, daß wir früher mit 10 null Zugang zu sowas hatten. Und das finde ich auch richtig, denn Bilder von Krieg, Gewalt und Co. rauben ihnen die Kindheit. Ansonsten sind wir am Wochenende ziemlich viel Outdoor unterwegs und nach der Schule lasse ich sie gerne auch einfach mal Kind sein und spielen. Gerne auch unbeobachtet von mir. Ich hab da nämlich gar keinen Bock drauf. Und Zeit sowieso nicht. Ich pflichte Dir in allen Punkten bei, bis auf die Schule. Ich glaube das läuft in Berlin a) schon mal anders, denn bei Euch gehen sie erst nach der 6 auf die weiterführende Schule, oder? b) Ist der Druck hier enorm groß und lt. der Lehrer auch viel größer als zu unserer Zeit. Viel mehr Stoff in kürzerer Zeit. Alle ächzen und stöhnen und wir Eltern mit ihnen. Die kids schaffen das mit 10 nämlich meist noch nicht allein. Also sitzen wir hier Tag für Tag und pauken zusammen. Oftmals nach einem Schultag, der bis 16 Uhr ging. Vielleicht ist Deine Tochter da viel fitter, als die meisten Kinder, die ich hier kenne, aber so ist die Lage bei uns. Und ich finde nun mal, daß das echt was gehörig schief läuft.

      • Reply Dani 18. Dezember 2017 at 16:32

        Kirsten: Ich schicke Herzchen! <3

        Nadine: Der Druck nimmt hier in der fünften Klasse ebenfalls zu – zusätzlich habe ich nicht vergessen, dass auch ich mal jung war und das in Bayern ;). Der Druck läuft hier so, dass sie in der 5. ordentlich anziehen und zwar so, dass viele Kids von ihren Grundschulschischi-Einsern abstürzen auf Vieren und Fünfen. Das ist quasi fast so was wie "Absicht", denn das erste halbe Jahr haben sie Zeit, sich zu fangen. In der Klasse meiner Tochter hagelt es derzeit jede Menge schlechte Noten (sogar Sechsen!…)

        Das Jahreszeugnis der 5. und das Halbjahreszeugnis der 6. Klasse ist dann dazu da, sich für ein Gymnasium zu "bewerben", denn hier nimmt dich nicht jedes. Ergo: Wenn du einen scheiß Schnitt hast, bist du sowieso raus. Fies ist aber auch: Du musst eine Gymnasiums-Wunschliste abgeben. Sie müssen also sorgfältig wählen, denn wenn das 1. Wunschgymnasium dich nicht nimmt, heißt das nicht, dass das 2. dich nimmt, weil schließlich hast du die ja nur als Nummer 2 angegeben – die Gymnasien hier können sich die Schüler aussuchen. Der Druck sieht hier also so aus: Wer in der 5. und 6. Klasse scheiß Noten hat, landet auf einer der weniger begehrten Gymnasien – und du als Elternteil kannst gar nix machen. Ich weiß jetzt noch nicht genau, was besser ist. Meine Tochter hatte den Lappen, nach der 4. aufs Gymnasium zu gehen (das gibt es hier nämlich auch), wollte aber nicht. Nach 2 Wochen in der 5. ihrer Grundschule bereut sie es (weil Klassenverband Mist, Lehrer/Stoff nicht anspruchsvoll genug und Eltern Meckerziegen).

        Aber mir geht es nicht um "bei mir ist es schwerer als bei dir" – es ist nur anders und ich finde generell, unser Schulsystem hat so ein paar Macken. Glücklicherweise habe ich durchaus das Glück, dass meine Tochter NOCH keine Probleme in der Schule hat (bis auf, dass sie rumheult, wenn sie mit einer 2 statt einer 1 nach Hause kommt…grmpf) – ich schätze, das habe ich unter anderem ihrem großen Bruder und tatsächlich den vielen Reisen zu verdanken. Sie ist in Englisch mit großem Abstand eine der Besten in der Klasse und der große Bruder bringt ihr natürlich auch ständig irgendwelches Zeug bei (und erwartet natürlich auch viel von ihr…) – und du weißt ja eh, durch diese Wechselei zwischen zwei Elternhäusern war sie schon sehr früh gezwungen, an "Erwachsenen"-Dinge (wie packen z.B. und nix zu vergessen) zu denken, damit sie dann nicht beim falschen Elternteil liegen. (und ich weiß nicht, ob ich die Geschlechterkeule schwingen soll, vom Hörensagen heißt es ja immer, das Jungs einfach ein bisschen länger brauchen – ich finde ja, Bewegung kommt an vielen Schulen schon in der 5. viel zu kurz und gerade Jungs könnten das da durchaus noch mehr brauchen als Mädels.)

        Was die Whatsapp-Geschichten angeht: Kenn ich. Wir gucken einmal die Woche drüber – sie weiß, wenn sie Mist baut, ist das Telefon erstmal weg. Ich erkläre ihr aber auch, wieso sie manche Dinge nicht darf und welche Auswirkungen es haben könnte… (das ist nervig, aber machbar 😉 Keine Duckfaces vom Zwerg!) – und in gewisser Weise hast du übrigens Einfluss – denn wenn Pornos in einem Grundschulchat verschickt werden, dann fällt das schon in einen viel schwierigeren Bereich. Da gehören die Eltern eingeschaltet (und evtl. sogar der Lehrer). So was hätte bei uns Konsequenzen. (Hatten wir nur mit Gewaltandrohung – nicht viel geiler, aber immerhin hatten sie was an).

        UFF! Monolog off!
        Am Ende werden aber auch unsere Kids erwachsen und ich finde, du bist jemand, der das schon ganz ganz ganz gut hinkriegt – und in Kindern steckt immer Arbeit 😉

        • Reply Nadine 19. Dezember 2017 at 8:56

          Oha! Na gut, das hört sich in der Tat auch recht bescheiden an mit Eurer Schule, Dani. Das deutsche Schulsystem müsste so dringenst mal refomriert werden. Wenn ich bei meiner Familie in Norwegen bin und sehe wie es dort läuft, fühle ich mich in jeglicher Hinsicht immer wie die arme Verwandte aus Deutschland. Ist mir ein Rätsel, warum Deutschland immer auf so steinalten Dingen beharrt, sich nicht endlich mal öffnet und vielleicht auch was bei den Skandinaviern abschaut. Was Pornos und Co. angeht, meinte ich nicht WhatsApp, sondern einfach Videos die die sich irgendwo draußen in einer Gruppe reinziehen. Da habe ich keinen Einfluss drauf. Und was Jungs und Mädchen angeht….. Mädchen sind de fakto fast immer weiter, bzw. denken einfach anders. Das ist kein Klischee und hat auch nichts mit der Geschlechterkeule zu tun. Ich habe ja schließlich zwei Söhne und staune in meinem 3 Männer-Haushalt ganz oft über deren „Denkweise“. Frauen ticken einfach anders. Die Selbständigkeit von der Du sprichst, kann ich bei meinem Sohn nämlich, trotz Wechselmodell, nicht beobachten.. Da arbeiten wir immer noch schwer dran. Da ist der Kleine oft fitter und denkt mehr mit. Man kann Menschen wohl einfach nicht über einen Kamm scheren. Jeder ist anders und einzigartig. Und das ist ja auch gut so.

    • Reply Kirsten 15. Dezember 2017 at 16:59

      Ich bin gerade sehr froh über deine Antwort. Ich denke genauso. Meine Kinder sind schon wieder raus aus der Pubertät und fast erwachsen (21 und 18), aber die Erziehungsberechtigung habe ich auch jetzt noch nicht ganz aufgegeben. Und Gruppenzwang gab es bei mir nicht. Wenn ich nicht einverstanden war, dann habe ich nicht mitgemacht. Schminken dürfte sich meine Tochter ab 13. Ich fand die Zeit der Pubertät auch nur halb so wild. Ich denke man sollte seine Kinder ab dieser Zeit als Partner wahrnehmen, die Techte und Pflichten haben. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Und diskutieren? Tja, das liegt bei uns in der Familie.. Wir diskutieren und streiten viel und oft, aber das Ergebnis gilt dann für alle und alle müssen sich dran halten

      • Reply Nadine 18. Dezember 2017 at 8:38

        Liebe Kirsten, da Deine Kinder aber auch schon 21 und 18 sind, hattest Du den Stress mit Handys ab 10 aber auch noch nicht, oder? Denn Smartphones gibt es ja nun erst seit 10 Jahren und das die kids eins mit 10 oder z.T. noch viel früher bekommen, gab es 2007 de fakto noch nicht. Ich verweigere mich auch oft, was diesen Gruppenzwang angeht. Wenn es z.B. darum geht, ein Riesenbohei um die Kindergeburtstage mit Geschenken für die Gäste zu machen oder ich 50 Muffins für die Schulklasse am Geburtstag meines Sohnes (Kinder, Lehrer, Integrationshelfer, OGS-Betreuer etc.) backen soll. Und da könnte ich jetzt noch zig Beispiele nennen. Ich mache vieles nicht mit, auch wenn es alle Mütter mittlerweile stöhnend und ächzend mitmachen.

        Es geht hier aber auch gar nicht so sehr um mich, sondern um die Allgemeinheit. Und ich finde, die ist (neben der Evolution) mit daran Schuld, daß unsere Kinder immer früher schon kleine Erwachsene sind. Und was die Pubertät angeht, ist einfach jeder Mensch anders. Ich war z.B. echt halb so wild, meine Bruder dagegen…. uiuiui! Ich gebe Dir Recht, daß man seine Kinder ab einem gewissen Alter eher als „Partner“ sehen und sich von der Rolle des „Vormunds“ verabschieden sollte. Sonst bekommt man nur ohne Ende Stress. Mit 10 sind die aber noch nicht so weit, daß ich einen gleichwertigen Partner aus ihnen machen kann. Da überwiegen dann noch ganz oft die Babyanflüge. Mit 15 sieht die Sache dann schon wieder anders aus. LG / Nadine

  • Reply dani 15. Dezember 2017 at 9:32

    Ach puh, ich bin da ja wieder sehr pragmatisch und direkt. Du kennst mich ja, hrhr. Und die Frage, WARUM das so ist, kannst du dir doch nur selber beantworten – weil du ihm eins gibst. Deswegen hat er ein Handy. Weil du ihn Whats App Nachrichten schreiben lässt, deswegen schreibt er die in deinen Augen sinnlosen Nachrichten. Und Schminke gibts, weil Eltern das kaufen. Weil Eltern heute alles machen, was ihre Kinder ihnen sagen, anstatt zu entscheiden, mal das Arschloch in der Mutter/Vater-Sohn/Tochter Beziehung zu sein, wenn es heißt: Vergiss es, kriegst du nicht. Das Wort NEIN kommt ja kaum noch vor in unserer Erziehung…

    Du bist die Erziehungsberechtigte. Du hast in der Hand was dein Kind so mit seiner Kindheit anstellt und du bist auch die Entscheidungsträgerin. Das sind nicht die Kinder – aber die meisten Eltern scheinen das heute zu vergessen. Nichts für ungut.

    Wenn du willst, dass deine Kinder draussen spielen, dann geh mit ihnen raus. Das gehört auch zum Eltern-Dasein. Liegt eventuell auch daran, dass alle anderen Kinder heute in 224893480 Vereine und anderen Kram neben der Schule geschickt werden, anstatt sie einfach mal sein zu lassen.

    Wir werden ein Heer von unselbständigen Vollpfosten heranziehen, weil die Eltern sie bis sie 30 sind durch die Weltgeschichte helikoptern. (und das fängt an, wenn die Eltern jammern, weil es in der 5. Klasse endlich mal mit ein bisschen mehr Druck los geht (sorry, aber irgendwann muss doch der Kindergarten mit Herbstliederscheiße und Holzbastelkacke vorbeigehen!!!). Hat unsere auch und die Eltern flippen aus, mit Begründungen wie: „Ja aber, sie können doch nicht so viele Tests schreiben, weil unsere Tochter geht an drei Tagen in den Schwimmverein und hat am Wochenende Wettkämpfe.“ WTF hat das bitte den Lehrer zu interessieren?!)

    • Reply Nadine 15. Dezember 2017 at 9:55

      Hahahaha, Dani. Bitte mehr davon. Also erstmal zu mir. Ja, er hat ein Handy, aber er hat unterwegs kein Internet und kann ergo nix damit machen, außer während der endlosen Schulbusfahrt an einem Spiel rumdaddeln. Zuhause darf er ins WLAN, aber ich bin was Nutzungszeiten angeht, relativ streng. Da läuft nicht so viel. Er bekommt aber 5000 WhatsApp Nachrichten von seiner Klassengruppe und was ihm vielleicht andere Kinder draußen zeigen, z.B. Pornos und Co ….. nun darauf habe ich keinen Einfluss. Fakt ist jedoch, daß wir früher mit 10 null Zugang zu sowas hatten. Und das finde ich auch richtig, denn Bilder von Krieg, Gewalt und Co. rauben ihnen die Kindheit. Ansonsten sind wir am Wochenende ziemlich viel Outdoor unterwegs und nach der Schule lasse ich sie gerne auch einfach mal Kind sein und spielen. Gerne auch unbeobachtet von mir. Ich hab da nämlich gar keinen Bock drauf. Und Zeit sowieso nicht. Ich pflichte Dir in allen Punkten bei, bis auf die Schule. Ich glaube das läuft in Berlin a) schon mal anders, denn bei Euch gehen sie erst nach der 6 auf die weiterführende Schule, oder? b) Ist der Druck hier enorm groß und lt. der Lehrer auch viel größer als zu unserer Zeit. Viel mehr Stoff in kürzerer Zeit. Alle ächzen und stöhnen und wir Eltern mit ihnen. Die kids schaffen das mit 10 nämlich meist noch nicht allein. Also sitzen wir hier Tag für Tag und pauken zusammen. Oftmals nach einem Schultag, der bis 16 Uhr ging. Vielleicht ist Deine Tochter da viel fitter, als die meisten Kinder, die ich hier kenne, aber so ist die Lage bei uns. Und ich finde nun mal, daß das echt was gehörig schief läuft.

      • Reply Dani 18. Dezember 2017 at 16:32

        Kirsten: Ich schicke Herzchen! <3

        Nadine: Der Druck nimmt hier in der fünften Klasse ebenfalls zu – zusätzlich habe ich nicht vergessen, dass auch ich mal jung war und das in Bayern ;). Der Druck läuft hier so, dass sie in der 5. ordentlich anziehen und zwar so, dass viele Kids von ihren Grundschulschischi-Einsern abstürzen auf Vieren und Fünfen. Das ist quasi fast so was wie "Absicht", denn das erste halbe Jahr haben sie Zeit, sich zu fangen. In der Klasse meiner Tochter hagelt es derzeit jede Menge schlechte Noten (sogar Sechsen!…)

        Das Jahreszeugnis der 5. und das Halbjahreszeugnis der 6. Klasse ist dann dazu da, sich für ein Gymnasium zu "bewerben", denn hier nimmt dich nicht jedes. Ergo: Wenn du einen scheiß Schnitt hast, bist du sowieso raus. Fies ist aber auch: Du musst eine Gymnasiums-Wunschliste abgeben. Sie müssen also sorgfältig wählen, denn wenn das 1. Wunschgymnasium dich nicht nimmt, heißt das nicht, dass das 2. dich nimmt, weil schließlich hast du die ja nur als Nummer 2 angegeben – die Gymnasien hier können sich die Schüler aussuchen. Der Druck sieht hier also so aus: Wer in der 5. und 6. Klasse scheiß Noten hat, landet auf einer der weniger begehrten Gymnasien – und du als Elternteil kannst gar nix machen. Ich weiß jetzt noch nicht genau, was besser ist. Meine Tochter hatte den Lappen, nach der 4. aufs Gymnasium zu gehen (das gibt es hier nämlich auch), wollte aber nicht. Nach 2 Wochen in der 5. ihrer Grundschule bereut sie es (weil Klassenverband Mist, Lehrer/Stoff nicht anspruchsvoll genug und Eltern Meckerziegen).

        Aber mir geht es nicht um "bei mir ist es schwerer als bei dir" – es ist nur anders und ich finde generell, unser Schulsystem hat so ein paar Macken. Glücklicherweise habe ich durchaus das Glück, dass meine Tochter NOCH keine Probleme in der Schule hat (bis auf, dass sie rumheult, wenn sie mit einer 2 statt einer 1 nach Hause kommt…grmpf) – ich schätze, das habe ich unter anderem ihrem großen Bruder und tatsächlich den vielen Reisen zu verdanken. Sie ist in Englisch mit großem Abstand eine der Besten in der Klasse und der große Bruder bringt ihr natürlich auch ständig irgendwelches Zeug bei (und erwartet natürlich auch viel von ihr…) – und du weißt ja eh, durch diese Wechselei zwischen zwei Elternhäusern war sie schon sehr früh gezwungen, an "Erwachsenen"-Dinge (wie packen z.B. und nix zu vergessen) zu denken, damit sie dann nicht beim falschen Elternteil liegen. (und ich weiß nicht, ob ich die Geschlechterkeule schwingen soll, vom Hörensagen heißt es ja immer, das Jungs einfach ein bisschen länger brauchen – ich finde ja, Bewegung kommt an vielen Schulen schon in der 5. viel zu kurz und gerade Jungs könnten das da durchaus noch mehr brauchen als Mädels.)

        Was die Whatsapp-Geschichten angeht: Kenn ich. Wir gucken einmal die Woche drüber – sie weiß, wenn sie Mist baut, ist das Telefon erstmal weg. Ich erkläre ihr aber auch, wieso sie manche Dinge nicht darf und welche Auswirkungen es haben könnte… (das ist nervig, aber machbar 😉 Keine Duckfaces vom Zwerg!) – und in gewisser Weise hast du übrigens Einfluss – denn wenn Pornos in einem Grundschulchat verschickt werden, dann fällt das schon in einen viel schwierigeren Bereich. Da gehören die Eltern eingeschaltet (und evtl. sogar der Lehrer). So was hätte bei uns Konsequenzen. (Hatten wir nur mit Gewaltandrohung – nicht viel geiler, aber immerhin hatten sie was an).

        UFF! Monolog off!
        Am Ende werden aber auch unsere Kids erwachsen und ich finde, du bist jemand, der das schon ganz ganz ganz gut hinkriegt – und in Kindern steckt immer Arbeit 😉

        • Reply Nadine 19. Dezember 2017 at 8:56

          Oha! Na gut, das hört sich in der Tat auch recht bescheiden an mit Eurer Schule, Dani. Das deutsche Schulsystem müsste so dringenst mal refomriert werden. Wenn ich bei meiner Familie in Norwegen bin und sehe wie es dort läuft, fühle ich mich in jeglicher Hinsicht immer wie die arme Verwandte aus Deutschland. Ist mir ein Rätsel, warum Deutschland immer auf so steinalten Dingen beharrt, sich nicht endlich mal öffnet und vielleicht auch was bei den Skandinaviern abschaut. Was Pornos und Co. angeht, meinte ich nicht WhatsApp, sondern einfach Videos die die sich irgendwo draußen in einer Gruppe reinziehen. Da habe ich keinen Einfluss drauf. Und was Jungs und Mädchen angeht….. Mädchen sind de fakto fast immer weiter, bzw. denken einfach anders. Das ist kein Klischee und hat auch nichts mit der Geschlechterkeule zu tun. Ich habe ja schließlich zwei Söhne und staune in meinem 3 Männer-Haushalt ganz oft über deren „Denkweise“. Frauen ticken einfach anders. Die Selbständigkeit von der Du sprichst, kann ich bei meinem Sohn nämlich, trotz Wechselmodell, nicht beobachten.. Da arbeiten wir immer noch schwer dran. Da ist der Kleine oft fitter und denkt mehr mit. Man kann Menschen wohl einfach nicht über einen Kamm scheren. Jeder ist anders und einzigartig. Und das ist ja auch gut so.

    • Reply Kirsten 15. Dezember 2017 at 16:59

      Ich bin gerade sehr froh über deine Antwort. Ich denke genauso. Meine Kinder sind schon wieder raus aus der Pubertät und fast erwachsen (21 und 18), aber die Erziehungsberechtigung habe ich auch jetzt noch nicht ganz aufgegeben. Und Gruppenzwang gab es bei mir nicht. Wenn ich nicht einverstanden war, dann habe ich nicht mitgemacht. Schminken dürfte sich meine Tochter ab 13. Ich fand die Zeit der Pubertät auch nur halb so wild. Ich denke man sollte seine Kinder ab dieser Zeit als Partner wahrnehmen, die Techte und Pflichten haben. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Und diskutieren? Tja, das liegt bei uns in der Familie.. Wir diskutieren und streiten viel und oft, aber das Ergebnis gilt dann für alle und alle müssen sich dran halten

      • Reply Nadine 18. Dezember 2017 at 8:38

        Liebe Kirsten, da Deine Kinder aber auch schon 21 und 18 sind, hattest Du den Stress mit Handys ab 10 aber auch noch nicht, oder? Denn Smartphones gibt es ja nun erst seit 10 Jahren und das die kids eins mit 10 oder z.T. noch viel früher bekommen, gab es 2007 de fakto noch nicht. Ich verweigere mich auch oft, was diesen Gruppenzwang angeht. Wenn es z.B. darum geht, ein Riesenbohei um die Kindergeburtstage mit Geschenken für die Gäste zu machen oder ich 50 Muffins für die Schulklasse am Geburtstag meines Sohnes (Kinder, Lehrer, Integrationshelfer, OGS-Betreuer etc.) backen soll. Und da könnte ich jetzt noch zig Beispiele nennen. Ich mache vieles nicht mit, auch wenn es alle Mütter mittlerweile stöhnend und ächzend mitmachen.

        Es geht hier aber auch gar nicht so sehr um mich, sondern um die Allgemeinheit. Und ich finde, die ist (neben der Evolution) mit daran Schuld, daß unsere Kinder immer früher schon kleine Erwachsene sind. Und was die Pubertät angeht, ist einfach jeder Mensch anders. Ich war z.B. echt halb so wild, meine Bruder dagegen…. uiuiui! Ich gebe Dir Recht, daß man seine Kinder ab einem gewissen Alter eher als „Partner“ sehen und sich von der Rolle des „Vormunds“ verabschieden sollte. Sonst bekommt man nur ohne Ende Stress. Mit 10 sind die aber noch nicht so weit, daß ich einen gleichwertigen Partner aus ihnen machen kann. Da überwiegen dann noch ganz oft die Babyanflüge. Mit 15 sieht die Sache dann schon wieder anders aus. LG / Nadine

  • Reply Model und Mama 16. Dezember 2017 at 22:39

    Au Weia wenn ich das alles lese genieße ich jetzt noch mehr die Zeit mit meinen zwei- und fünfjährigen Kids. Mein Sohn kommt im Sommer 2018 in die Schule und ich habe gerade so ne Phase, wo ich die Kindergartenzeit nicht richtig loslassen kann.

    Im Januar 2018 mache ich mit ihm zusammen alleine eine Abschiedsreise nach Fuerteventura. Abschied davon, einfach in der Nebensaison wenn es hier grau und kalt ist in die Sonne zu fliegen. Und Abschied von dieser unbeschwerten Kindergartenzeit. Wo wir die Kids um 8 Uhr 45 vorbeibringen. Schule geht eine Stunde eher los. 🙂

    Hoffentlich vergeht die Zeit nicht so schnell bis er zehn ist. Im Mai wird er sechs. 😉

    • Reply Nadine 18. Dezember 2017 at 8:24

      Oh ja, das solltet ihr echt genießen. Das was alle älteren Menschen sagen, stimmt leider total. Die werden so schnell groß. Und wenn die kids nun auch noch ab 8 Jahren in die Pubertät kommen, bleibt kaum noch was übrig. Ich finde das so schade. GlG, Nadine

  • Reply Model und Mama 16. Dezember 2017 at 22:39

    Au Weia wenn ich das alles lese genieße ich jetzt noch mehr die Zeit mit meinen zwei- und fünfjährigen Kids. Mein Sohn kommt im Sommer 2018 in die Schule und ich habe gerade so ne Phase, wo ich die Kindergartenzeit nicht richtig loslassen kann.

    Im Januar 2018 mache ich mit ihm zusammen alleine eine Abschiedsreise nach Fuerteventura. Abschied davon, einfach in der Nebensaison wenn es hier grau und kalt ist in die Sonne zu fliegen. Und Abschied von dieser unbeschwerten Kindergartenzeit. Wo wir die Kids um 8 Uhr 45 vorbeibringen. Schule geht eine Stunde eher los. 🙂

    Hoffentlich vergeht die Zeit nicht so schnell bis er zehn ist. Im Mai wird er sechs. 😉

    • Reply Nadine 18. Dezember 2017 at 8:24

      Oh ja, das solltet ihr echt genießen. Das was alle älteren Menschen sagen, stimmt leider total. Die werden so schnell groß. Und wenn die kids nun auch noch ab 8 Jahren in die Pubertät kommen, bleibt kaum noch was übrig. Ich finde das so schade. GlG, Nadine

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