Meine frühlingshafte Bucketliste
7 Dinge, die diesen Frühling anstehen: Microadventures, Gartengedöns und normannische Abenteuer

19. März 2019

Yeah! Da ist sie wieder: meine frühlingshafte Bucketlist. Ehrlich gesagt, habe ich meine Jahreszeiten-Previews selber ein bißchen vermisst. Dabei ist Vorfreude doch bekanntlich die schönste Freude. Ich finde es immer schön, sich kleine und große Highlights vor Augen zu halten. Nachdem es hier im Winter reisetechnisch wirklich extremst ruhig zu ging, scharre ich nun mit den Hufen. Ich glaube, so lange waren wir schon Ewigkeiten nicht mehr am Stück daheim.

Im Oktober waren wir in Singapur und Malaysia und seitdem nur noch zwei Wochenenden an der Nordsee. Der Winter war durch den frühlingshaften Februar zwar nicht ganz so lang, aber wirkliche Freunde werden wir wohl nicht mehr.  Gleichzeitig hat mich mein permanent schlechtes Fluggewissen aber davon abgehalten, spontan Flüge ins Warme zu buchen. Wer es verpasst hat: ich habe hier über meine Verantwortung als Reisebloggerin in Punkto Overtourism und Klimawandel geschrieben. Hier wird es dieses Jahr in Punkto Reisen also etwas gemächlicher zugehen, als in den letzten Jahren. Ich werde mich noch mehr auf Microadventures, Deutschland und Europa konzentrieren. Auch wenn mir das nicht immer leicht fällt.

Was steht im Frühling 2019 bei Planet Hibbel an?

#1 Der 12. Geburtstag meines großen Söhnchens und da schnüffel ich ja glatt ne Runde in mein Taschentuch. So langsam mutiert er zum Teenie und unsere gemeinsamen Reisejahre sind sicher bald gezählt. Das stimmt mich schon etwas traurig, aber so ist halt der Lauf der Dinge. Als mein erster Post auf Planet Hibbel online ging und wir unsere Elternzeit in Thailand verbrachten, war er gerade mal 4 Jahre und der Kurze 6 Monate alt. Da schrieb ich also noch über Windeln, Zahnen, Flüge mit Babies und Kindergartengedöns. Und nun stehen hier schon die ersten Teeniemarotten mit Null-Bock-Stimmung und Gefühlsausbrüchen an. Unsere Reisen wird das sicher sehr verändern und ich bin gespannt auf das, was da kommen wird.

#2 Die Osterferien wollten wir ganz ursprünglich in China verbringen. Diesen Trip habe ich wegen besagtem schlechtem Fluggewissen aufs nächste Jahr verschoben, denn wir waren ja gerade erst in Südostasien. Weniger fliegen ist 2019 halt das Motto. Dann wollten wir die Ferien in Südengland verbringen und haben dann, dank lauter Brexit-Hick-Hack, wieder umgeschwenkt. Nun geht es ans andere Ufer des Ärmelkanals, nämlich nach Frankreich in die Normandie. Ich freue mich total auf diesen Trip, denn nachdem wir letztes Jahr an der Französischen Atlantikküste und vor 3 Jahren in der Bretagne waren, habe ich mich endgültig in Frankreich verknallt. Tatsächlich hatte ich es zuvor nie so richtig dorthin geschafft. Shame on me!

Normannische Abenteuer rufen!

#3 Direkt danach geht es wahrscheinlich weiter an einen Ort in Europa, den ich jetzt noch nicht verrate. Vielleicht klappt es ja nicht, denn die Anreise ist für mich etwas kompliziert. Aber was tut man nicht alles, um neue Ecken zu erobern. Da kommen meine ollen Wikinger-Gene in mir hoch.

#4 Den Mai werde ich hoffentlich mit ganz viel Gartenliebelei verbringen. Unser Hochbeet ist bereits befüllt und die ersten Samen, sind auf der Fensterbank in unserem Mini-Gewächshaus gesät. Gerade das jüngste Hibbelkind ist immer mit Feuereifer dabei, wenn wir Wassermelonen, Paprika und Tomaten heranziehen. Er läuft jeden Morgen zur Fensterbank um nachzusehen, ob schon kleine Triebe herausgekommen sind.

Er liest daher auch fleißig Raus auf den Balkon!: Das große Handbuch für kleine Gärtner* vom Knesebeck Verlag, das Kindern in Schritt-für-Schritt-Anleitungen und anhand liebevoller Illustrationen, das Anbauen von Obst und Gemüse näherbringt. Es gibt einen übersichtlichen Saisonkalender und Tipps für das Anbauen von z.B. Zitronen, Radieschen, Avocados oder Erdbeeren. Außerdem werden viele Fragen rund um den Minigarten beantwortet. Was bedeutet biologische Landwirtschaft, warum kauft man im Winter besser keine Erdbeeren und welche Pflanzen beschützen sich gegenseitig vor Schädlingen?

#5 Obwohl ich eigentlich voll das Outdoor-Mädchen bin, bin ich doch viel zu selten in der Natur. Das liegt natürlich auch an unserem Wohnort, der nicht viel an spektakulärer Natur hergibt. Im Umkreis von 100 km haben wir gefühlt bereits jeden Stein umgedreht. Trotzdem zieht es uns so oft wie möglich nach draußen. Wer meinen Blog liest, weiß das wir große Eifel-Fans sind. Dort werden wir zum Glück fast immer fündig und entdecken etwas Neues, wie z.B. hier in Nideggen.

Passend zum Thema Outdoor und Natur, habe ich das Buch Into Nature: 100 kreative Wege dich mit der Natur zu verbinden* vom Knesebeck Verlag auf dem Nachttisch liegen. Ein Einschlafschmöker ist es nicht gerade, sondern vielmehr ein Notiz- und Eintragebuch. Es gibt viele Checklisten,  Challenges und Anleitungen, um sich mit der Natur zu verbinden. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob der Mensch so etwas benötigt. Denn aus meiner Sicht ist man automatisch mit der Natur verbunden, wenn man nur einmal achtsam durch den Wald läuft.  In den Himmel schauen und Wolken beobachten, Wind und Regen auf der Haut spüren oder Vogelgezwitscher lauschen. Ganz einfach.

Wahrscheinlich gibt es jedoch sehr viele Menschen, die genau das aber nicht mehr schaffen. Die nur noch gehetzt durch die Welt rennen, ständig auf ihr Smartphone starren und Konsum für das Lebenselixier halten. Und darüber vergessen, das auch wir Menschen Teil der Natur sind. Diese Leser können durch über 70 einfache Übungen wieder lernen, wie man die Natur im Alltag mit allen Sinnen wahrnimmt.

#6 Im Mai geht es dann mit einer Freundin gen Ostfriesland. Nachdem wir vor Kurzem auf Juist waren, habe ich mein Herz an lauschige Teezeremonien mit Kluntje und Sahne verloren. Das bedarf also dringender Wiederholung. Hoffentlich ist das Wetter dann etwas besser als bei unserem letzten Zusammentreffen. Da wehte uns nämlich Sturmtief Bennet halb vom Deich. Den Bericht dazu gibt es in Kürze, also stay tuned!

#7 Ja und bevor dann schon der Sommer in den Startlöchern steht, geht es wieder mal los mit einem Roadsurfer Campervan. Wir waren bereits vor 2 Jahren ein langes Wochenende an der holländischen Küste und die kids hatten riesigen Spaß. Im Moment denke ich darüber nach gen Schwarzwald zu jückeln. Vielleicht entscheiden wir aber auch ganz spontan, wohin der Wind uns weht. Oder habt ihr einen spektakulären Tipp für mich, wo wir für ein Wochenende mit unserem Campervan hindüsen sollten?

Habt ihr schon Frühlingspläne? Erzählt mal! Was steht bei euch an?

*Dieser Beitrag enthält mit * gekennzeichnete Produkte mit Link im Rahmen eines Affiliate-Programms. Alle verlinkten Materialien wurden von mir mit Sorgfalt ausgewählt. Wie immer empfehle ich nur Produkte, die ich auch selber benutze und/ oder kaufen würde. Falls Ihr über einen Link etwas bucht oder kauft, unterstützt Ihr mich mit einer kleinen Provision. Nur durch solche Einnahmen, kann ich diesen Blog (der nicht nur viel Zeit kostet, sondern auch Kosten produziert) überhaupt am Leben erhalten. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

 

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5 Comments

  • Reply Kerstin 19. März 2019 at 20:29

    Oh ja…. viele viele Pläne! Da wäre zunächst einmal mein Besuch der Leipziger Buchmesse, der schon übermorgen ansteht. Dann steht im April eine Caravan-Tour durchs Elsass an und im Mai ein Dachzelt-Festival. Ende Mai hatten wir eigentlich Schottland geplant, dank dieses Brexit-Zirkus ist es nun aber leider unsicher, ob wir nach dem Urlaub ohne Komplikationen mit unseren Hunden wieder in die EU einreisen können. Ohne die beiden verreisen wir nicht und ich würde sie auch nie im Leben irgendwo in Quarantäne lassen. Also ist Schottland gestrichen und stattdessen wollen wir nun mit Geländewagen und Dachzelt nach Sardinien.
    Seit Ende letzten Jahres gehen wir endlich wieder regelmäßig zum Bogenschießen und ich hoffe, dass wir im Frühling nun auch mal Zeit für Radtouren finden und unsere Kayaks zu Wasser lassen.
    Der Garten ist auch ein großes Thema: Ich will dieses Jahr in Hochbeeten ein wenig Gemüse anbauen und ansonsten an allen verfügbaren Stellen Wildblumen aussäen. Mein Mann wird mir einige Insektenhotels bauen und so hoffe ich, etwas zur Arterhaltung der Insekten beitragen zu können.
    Außerdem wird unser Hunde-Opi Spike wieder die Schulbank drücken und zusammen mit mir das Mantrailing erlernen. Er ist schon 12 und seit neun Jahren komplett blind, aber gerade deswegen könnte er bei der Nasenarbeit einen erheblichen Vorteil haben. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie er sich macht und werde sicherlich auch etwas dazu auf meinem Blog schreiben.

    Dir einen tollen Frühling und P. S. Die Normandie ist großartig! Wir waren letzten Sommer dort und haben uns sehr verliebt.

    ♥ liche Grüße,
    Kerstin

    • Reply nadine 20. März 2019 at 13:10

      Liebe Kerstin! Das sind ja tolle Pläne und vom Dachzelt-Festival habe ich wirklich noch nie gehört. Aber sicher wirst Du drüber berichten. Ja, der Brexit macht glaub ich gerade halb Europa einen Strich durch die Rechnung. Man kann ja wirklich gar nichts planen. Uns war das Risiko auch zu groß, in einem 30 km Stau in Calais zu stehen und selbst ne Woche vor dem offiziellen Austrittsdatum ist ja immer noch nichts klar. Selbst im Kongo geht es wahrscheinlich geordneter zu. Harhar. Euch auch einen tollen Frühling mit vielen erinnerungswrüdigen Momenten. GlG, Nadine

  • Reply Mareike 20. März 2019 at 9:13

    Das sind ja viele schöne Pläne und vielen Dank für den Buchtipp „raus auf den Balkon“, das ist für unsere Tochter bestimmt auch super spannend.
    Bei uns steht heute an die Vorzucht der Tomaten etc zu beginnen, nachdem wir uns vor anderthalb Wochen auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf wieder eingedeckt haben. Das kann ich übrigens sehr empfehlen, wenn man auch gern mal neue Sachen ausprobieren möchte oder einfach nur mal andere Tomaten haben mag 🙂

    Für euren Roadtrip kann ich euch das Mullerthal in Luxemburg ans Herz legen (http://www.mullerthal.lu/de/entdecken/wandern). Das ist wunderbar verwunschen, toll zum Wandern, Kraxeln und entdecken.
    Dazu kann man in Luxemburg natürlich auch direkt ein wunderbares Stück europäischer Geschichte entdecken, wenn ihr beispielsweise nach Schengen fahrt. auch gibt es im Umland Reste der Maginot-Linie anzugucken, wenn Interesse an Kriegsgeschichte besteht.
    Luxemburgstadt hast Du ja schon erkundet, aber vielleicht wollen Deine Männer dort auch mal hin.

    Eine andere Ecke Deutschland, die wir auch wunderschön finden, ist Thüringen. Da kann ich Dir Erfurt als Stadt ans Herz legen und drum herum gibt es einfach so viel zu entdecken. Da lohnt sich auch auf alle Fälle eine Stadtführung mitzumachen, die sind richtig gut.
    Einkehren müsst ihr dort auf jeden Fall bei Goldhelm und ein Eis essen.
    Da ihr ja schon mal in Weimar gewesen seid, wäre vielleicht Eisenach mit der Wartburg ein schöner Stopp, auch der Baumkronenpfad bei Bad Langensalza oder die „drei Gleichen“ sind einen Ausflug wert.

    Genieße den Frühling und ich bin auch schon sehr gespannt auf euren Sommer-Urlaub. Wir haben Frankreich erstmal verschoben und wollen dieses Jahr nach Slowenien.

    • Reply nadine 20. März 2019 at 13:14

      Liebe Mareike, Wahnsinn….. Du weißt ja bestens Bescheid, wo wir schon waren :). Das Mullerthal ist in der Tat ganz ganz toll. Auf dem Rückweg von Luxemburg habe ich dort einen Stop mit meinen Freundinnen eingelegt, aber ich muß unbedingt mit den Jungs nochmal hin. Vielen Dank auch für all die anderen wunderbaren Tipps. Von Thüringen kennen wir auch noch nichts außer Weimar. Slowenien ist auch megaschön, aber ich war dort vor fast 20 Jahren. Seitdem hat sich natürlich alles verändert. Ich wünsche Dir auch einen wunderbaren Frühling! Alles Liebe, Nadine

  • Reply Ina von sport-tours-travels.de 25. März 2019 at 23:27

    Liebe Nadine,
    genau so ist es -auch die Natur vor der Haustür kann glücklich machen. Ich liebe die freien Blicke und die Felder, circa. 3 km von meinem Zuhause entfernt. Bald blühen dort Rapsfelder und überall in der Stadt Bäume, Sträucher und Blumen. Aber mit dem eigenen Garten kann ich nichts anfangen – das wäre für mich eine unbeliebte Arbeit.
    Liebe Grüße
    Ina

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