Auf nach Kroatien!
Inselhopping mit der Familie in Dalmatien

13. Januar 2023

[Ein Beitrag von Co-Autorin Petra]

Kroatien und seine Inseln – das ist echt ein Dreamteam. Offiziell gibt es um die 1.200 Inseln dort, von denen aber nur knapp 70 bewohnt sind. Sie reihen sich wie an einer Schnur entlang der Küste, von Istrien und der Kvarner Bucht im Norden bis in den Süden Dalmatiens. Große sind dabei wie Krk, das sogar über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist und auch minikleine, auf denen nur ein Haus oder ein
Leuchtturm steht (die kann man teilweise auch mieten).

Ich liebe Inselhopping und in Kroatien geht das wirklich einfach, weil die Verbindungen zum Festland und auch untereinander super sind. Zudem ist Kroatien einfach ein tolles Reiseland – alleine das Wasser ist so traumhaft schön, dass man für immer in diesen tausend Schattierungen von Blau versinken möchte. Im vergangenen Sommer haben wir zwei Inseln rund um Zadar ausgetestet. Und die beiden würde ich euch nun mal gerne vorstellen. Und nachdem Nadine ihre Route von Zagreb aus bis in den Süden nach Dubrovnikbeschrieben hat, nehme ich euch nun mit auf zwei Inseln, die jede für sich einen ganz tollen Urlaub versprechen – und die sich auch prima miteinander kombinieren lassen.

Auf nach Kroatien!

Inselhopping mit der Familie in Dalmatien

Also, auf geht’s: Nach Ugljan, eine kleinen, feinen Insel direkt vor Zadar, die touristisch eher unter dem Radar fliegt und vor allem von den Locals frequentiert wird. Und nach Pag, deren Mondlandschaften spacig und wunderschön sind und die gleichzeitig mit dem Zrce Beach einen der bekanntesten Partystrände Kroatiens zu bieten hat (und daneben auch noch vieles andere, zum Glück).

#1 Ugljan: Ein echter Geheimtipp unter den Inseln in Kroatien

Ja, ich weiß, Geheimtipps sollte man eigentlich für sich behalten. Aber die Insel Ugljan ist es definitiv wert, dass man von ihr erzählt. Eben weil sie so wohltuend entspannt ist und so gar nichts mit Massenabfertigung zu tun hat. Es gibt ein paar süße kleine Fischerdörfer mit jeweils einem kleinen Hafen, in denen die Boote schaukeln und einer kleine Promenade mit Bars und ein paar Fischrestaurants, Pizzerien und Eisdielen. Überall gibt es Leitern und Einstiegsstellen ins Wasser – sowieso eines meiner absoluten Highlights im Kroatien: Dass man überall und ständig ins Wasser kann. In dieses unfassbar klare und in tausend Blauschattierungen funkelnde Wasser. Für jemanden wie mich, der nichts mehr liebt, als gleich in der Früh ins Meer zu springen, ist das ein Traum.

Und was macht man so auf Ugljan? Man genießt die Tage in diesem entspannten Flow. Geht baden, steigt auf ein SUP, paddelt ein wenig durchs Wasser, isst ein Eis oder trinkt einen Sprizz mit Blick aufs Wasser. Wer mag, nimmt die Fähre und ist in weniger als 30 Minuten in Zadar.

Tipp: Die Fußgängerfähre fährt direkt an die Anlegestelle in der Altstadt, während die Autofähren an der großen Marina etwas vom Zentrum entfernt Halt machen. Außerdem ist Ugljan durch eine Brücke mit der Inseln Pašman verbunden, die noch ursprünglicher ist und auf der es eine ganze Reihe einsamer Buchten, kleiner und einfacher Campingplätze und Robinson-Häuser gibt.

#2 Mit dem Boot nach Dugi Otok

Eine der Nachbarinseln von Ugljan ist Dugi Otok, die „lange Insel“ (und so ist sie wirklich: sehr, sehr langezogen). Sie ist spärlich bewachsen (wie viele der Inseln an der kroatischen Küste) und ein absoluter Traum für Individualurlauber, die mit dem Van oder dem Zelt unterwegs sind. Oder die sich eines der einsam gelegenen Robinson-Häuschen mieten, die in Buchten liegen, die oftmals nur zu Fuß erreichbar sind. Von Ugljan kommt man mit dem Motorboot rüber (wer keinen Führerschein hat, kann einen Skipper buchen). Kein günstiges Vergnügen (ein Tag mit Skipper und Sprit kommt auf etwa 400 bis 500 EUR), dafür aber ein ganz besonderes Erlebnis.

An der Nordspitze von Dugi Otok liegt ein Wrack, um das ihr easy auch mit Kindern schnorcheln könnt. Kein Geheimtipp – es ist Ziel eigentlich aller Boote, die hier rübergefahren kommen. Aber es lohnt sich total! Ich kenne kaum einen anderen Spot, der so gut zugänglich ist – die meisten anderen Wracks in der kroatischen Adria liegen recht tief, so dass man gut tauchen können muss, um dorthin zu kommen. Fährt man etwas an der Westküste der Insel entlang kommt man an den Sakarun Beach, einen weiteren Top-Spot, weil das Wasser unfassbar schön smaragdgrün schimmert. Meiner Meinung nach könnt ihr ihn aber gerne auslassen, denn er ist sowieso voller Partyboote und wirklich entspannt ist es dort nicht.

#3 Die Golubinka Sea Cave

Fahrt lieber weiter zur Golubinka Sea Cave, einer Höhle, die nur vom Wasser aus erreichbar ist und in die ihr reinschwimmen könnt. Keine Sorge, das geht tatsächlich easy, selbst der Vierjährige ist (mit Schwimmweste ausgestattet) hineingepaddelt. Man muss durch einen recht schmalen Spalt und steht dann plötzlich in einem meterhohen Felsendom, in den von oben das Licht hineinscheint. Das Wasser ist dann nur noch knietief, es ist richtig kühl dort drin und die Stimmung einfach unfassbar schön.

#4 Der alte U-Boot-Hafen

Wer noch mehr erleben will: Auf der anderen Seite der Insel gibt es einen ebenso faszinierenden Ort: einen alten U-Boot-Hafen aus dem 2. Weltkrieg. Man kann dort mit einem kleinen Boot hineinfahren und sich einmal in die Zeitmaschine begeben – absolut krass! U-Boote gibt’s dort keine mehr, aber die Türen und Treppen in den glatten Felswänden sind noch zu erkennen. Ein Hoch auf unseren Skipper, der uns dort hingeführt hat! Südlich von Dugi Otok beginnen übrigens die Kornaten, eines der Top-Segelreviere
überhaupt. Von Zadar oder Šibenik aus kann man zu mehrtägigen Segeltörns dorthin aufbrechen, ein absoluter Klassiker (entsprechend viele Boote sind natürlich auch unterwegs).

#5 Pag: Die Partyinsel mit den Mond-Schafen

Als ich meinem Vater erzählte, dass wir im Sommer nach Pag fahren, kam er erst mal mit einer Anekdote um die Ecke. Er erzählte mir davon, wie er in den 60er Jahren mit der ganzen Family nach Pag auf Verwandtenbesuch fuhr. Ein Teil meiner Familie kommt nämlich aus Slowenien, ein paar versprengte kroatische Tanten gibt es wohl auch. „Ehrlich gesagt erinnere ich mich vor allem daran, dass da überall Schafe waren. Und ständig gab es Käse zu essen“, meinte er nur trocken.

Käse und Schafe gibt es immer noch. Abgesehen davon hat sich Pag seit dem Besuch meines Vaters dann aber wohl doch etwas verändert. Stichwort Partyinsel. Am Zrce Beach in Novalja hämmern den ganzen Sommer über die Beats, die Insel gilt auch als das „Ibiza Kroatiens“. Rund um das Epizentrum Novalja bemerkt man das auch – für uns, die grade aus dem superentspannten Ugljan rübergefahren kamen, war das tatsächlich einen Tick too much. Hier hatte ich das einzige Mal auf unserer Reise das unangenehme Gefühl, dass mir das alles zu voll ist. Ansonsten war die Reisezeit Anfang September nämlich ein Hit.

Wie gut, dass Pag aber ansonsten noch viel mehr zu bieten hat! Tolle Buchten zum Beispiel und einzigartig spektakuläre Landschaft, die aussieht wie auf dem Mond (vor allem im Süden, wo es eine Brücke zum Festland gibt (Zadar ist eine gute Stunde entfernt) oder im Nordosten, wo in Zigljen die Fähre in nur knapp 15 Minuten Fahrzeit übersetzt.

#6 Lieblingsorte auf Pag

Besonders entspannt ist es im Norden (wenn man Novalja hinter sich gelassen hat) und den solltet ihr euch deswegen nicht entgehen lassen. Dort ragt die Halbinsel Lun wie ein Finger in die Adria. Oben an der Spitze liegt das Örtchen Lun und dort findet ihr die spektakulären Olivengärten mit Bäumen die an die 2000 Jahre alt sind. Die Bäume wachsen dort in ihrer wilden Form, also quasi die Urvariante der kultivierten Olivenbäume. Man kann durch das 24 Hektar große Areal bis in den Ort schlendern. Dort gibt’s die tolle Pizzeria Haluga, die auch perfekt für einen Sundowner geeignet ist.

Von Lun aus fahren Boote auf die Nachbarinsel Rab, was perfekt ist für einen Tagesauflug dorthin (auf Rab gibt es einen der wenigen Sandstrände der Gegend und außerdem eine süße Altstadt). Zudem könntet ihr den kleinen Ort Šimuni auf eure Liste setzen – klein und fein mit den üblichen Fischerbooten (eine echte Bilderbuchkulisse) und noch dazu mit meinem Gastro-Geheimtipp gesegnet: In der Konoba Didova Kuća werden nämlich alle glücklich. die mit Cevapcici und Fischplatten nicht so viel anfangen können – es gibt nämlich auch tolle vegetarische und sogar vegane Gerichte! Mehr dazu unten im Infoteil.

#7 Lohnt sich eine Reise nach Pag?

Grundsätzlich ist Pag eine Insel, die ich wärmstens empfehlen kann. Klar, es gibt den Partytourismus rund um Novalja, aber den kann man gut ausblenden. Denn ansonsten ist die Insel sehr chilig und einfach super schön. Karg und steinig, aber gerade deswegen total einzigartig. Der Norden ist ein toller Ausgangspunkt für Entdeckungen, allerdings muss man schon etwas Fahrerei einplanen, weil die Insel so langgezogen ist. Dafür hat man dort auch wirklich alles: Einsame Buchten und Naturerlebnis, Party (wer mag) und einzigartige Landschaft.

Der Hauptort heißt übrigens auch Pag und liegt ziemlich in der Inselmitte. Dort gibt es auch weitläufige Salinen, neben Käse ist nämlich das Salz (großkörnig wie Fleur de Sel) einer der Verkaufsschlager der Insel. Viele Buchten erreicht man übrigens nur zu Fuß oder per Boot. Also am besten gute Schuhe mitnehmen. Oder ein SUP.

Infos: Meine Top-Empfehlungen für die Inseln Ugljan und Pag

Beide Inseln lassen sich wie gesagt gut miteinander kombinieren. Als Drehscheibe könnt ihr Zadar nutzen: Wir sind erst von Zadar nach Ugljan übergesetzt, dann zurück nach Zadar und von dort auf über die südliche Brücken-Verbindung nach Pag gefahren. Vom Nordosten Pags sind wir dann wieder per Fähre zurück aufs Festland übergesetzt und dann weiter auf der Küstenstraße nach Norden (man kann hier natürlich noch weitere Inseln einbauen wie Rab oder Krk oder auch noch einen Abstecher nach Istrien
machen).

#8 Ugljan: Glamping und Beach Bars

Wer gerne campt, dem sei der Camping Ugljan schwer ans Herz gelegt. Wir hatten dort eine Woche lang ein Mobile Home gemietet, das so rein gar nichts mehr mit den Blechkisten zu tun hat, die man mit Mobile Homes so gemeinhin in Verbindung bringt. Eher kleine Tiny Houses mit riesengroßer Terrasse und schicker Ausstattung, dazu in der XL Variante sogar 3 Schlafzimmer. Perfekt für größere Familien.

Außerdem gibt es wunderschöne Glamping-Zelte direkt am Strand (für 4 Personen) und Stellplätze. Einen
kleinen Pool, eine wunderschöne Bucht samt chilliger Beach Bar und ein super nettes junges Team, das den Platz führt. Einer der schönsten Campingplätze auf dem ich jemals war. Absolute Empfehlung.
Buchen könnt ihr die Mobile Homes auf dem Camping Ugljan übrigens hier*. Weitere Informationen zu den Glamping-Zelten und den Stellplätzen findet ihr auf der Website.

Ganz in der Nähe des Campings liegt die Beach Bar Bičikleta – ein wunderschöner Ort um zur blauen Stunde einen Aperitif zu nehmen und auf die Lichter von Zadar zu schauen. Cooles Boho-Feeling, tolle Drinks und kleine Snacks. Und einen Steg mit direktem Zugang ins glasklare Wasser gibt es auch noch.
Der Hauptort Preko ist schon deshalb gesetzt, weil dort die Fähren aufs Festland fahren.

Auch sonst kann man dort eine gute Zeit verbringen, es gibt eine ganze Reihe netter Restaurants am Wasser. Unbedingt ausprobieren solltet ihr den dortigen Aquapark – so nennen sich in Kroatien die schwimmenden Action-Burgen aus aufgeblasenen Türmchen, Trampolinen und Rutschen, die es an vielen Orten gibt. Schaut einfacher aus als es ist – nach einer halben Stunde in dieser Ninja Warrior Version eines Wasserparks hatte ich am nächsten Tag den Muskelkater des Todes.

#9 Beach Bar Empfehlung auf Ugljan

Noch eine Beach Bar Empfehlung: Die Skakaona Bar gehört zum Areal des Urlaubsresorts Zelena Punta in Kuklijca ganz im Süden der Insel, man kann aber auch als Nicht-Gast hin. Das Resort selbst macht den Anschein, noch ein wenig in den 70er stecken geblieben zu sein, aber die Bar ist ein echter Hit und superschick. Die Preise auch, dafür gibt es aber ein absolut bezauberndes Licht zur Goldenen Stunde.

Auch die Fischerorte Kali (dort gibt es sogar ein Wasserballfeld mitten im Hafenbecken), Lukoran und Sutomišcica entdeckt man ganz einfach, indem man hinfährt und sich dort ein wenig treiben lässt, in einer der Bars einen Drink nimmt oder auf einen Teller voll frischem Fisch in eines der Restaurants einkehrt.

#10 Pag: Bilderbuchbuchten und Sterneküche

Vorweg: Auf Pag kann man richtig gut essen. Und zwar nicht nur Käse! Die Konoba Didova Kuća habe ich euch oben schon empfohlen, genauso wie die Pizzeria in Lun. Daneben rate ich euch, einen Abstecher zum Restaurant Boškinac zu machen. Das hat sogar einen Stern im Guide Michelin – und daneben noch einen etwas alltäglicheren Teil,eine Konoba (das kroatische Wort für Taverne) nämlich. Dort sitzt man super nett an langen Holztischen und das Essen ist bodenständiger, aber nicht minder gut. Wer mit
Kindern kommt, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben (vermutlich besser als im Sterne- Teil, aber das darf jeder selbst entscheiden).

Außerdem ein Muss auf Pag sind natürlich Touren zu den absolut sensationellen Buchten der Insel. Meine Lieblingsbucht liegt in der Nähe unseres Ferienhauses, ich verrate euch nicht wie sie heißt, müsst ihr selbst herausfinden ;). Eines Spätnachmittags bin ich dorthin gelaufen und war tatsächlich völlig alleine dort. In einer Landschaft die so surreal war, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Wie ein Fjord auf dem Mond. Dazu leuchtete das Festland gegenüber im Licht der untergehenden Sonne in einem absolut spektakulären Pink-Orange – ich habe es nicht aufs Foto bekommen. Manche Momente muss man sich einfach im Herzen bewahren. Man kann dort auch super schnorcheln – unter Wasser sieht das Ganze ebenfalls aus wie auf dem Mond.

#11 Folklore auf der Halbinsel Lun

Baden in schönen Buchten und gutes Essen könnt ihr auch in Crnika auf der Halbinsel Lun verbinden – dort kann man zu Fuß zu ein paar schönen kleinen Buchen laufen und dann in der super urigen Konoba Cnrika einkehren. Man sitzt direkt am Wasser in dem kleinen Hafen, trinkt Weißwein und isst eine viel zu große Fischplatte (auf die man dann viel Schnaps kippen muss 😉 ) … und am Nebentisch singt eine Truppe Männer kroatische Volkslieder. Mehr Folklore geht nicht, aber so verbringt man einen super Nachmittag
mit hervorragender Stimmung.

#12 Extra-Tipp: Das schönste Ferienhaus auf Pag (ach was: in ganz Kroatien!)

Wenn ich euch nun diesen Tipp verrate, dann möchte ich gerne, dass ihr versprecht, ab sofort regelmäßig Planet Hibbel zu lesen und uns helft, damit unsere Reichweite in den Himmel zu heben 😉 – denn so ein Juwel wie die Villa Fjaka verrät man eigentlich nur guten Freunden (wenn überhaupt).

Ich hab sie gefunden nach einer endlosen Suche nach genau dem: Ein Haus am Wasser mit Pool, für das man nicht erst die Großtante beerben muss, um sich einen Urlaub dort leisten zu können. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das eine der besten Unterkünfte war, die wir jemals hatten. Das Haus ist perfekt geschnitten für 2 Familien, es hat einen Pool und einen wunderschönen Garten, eine Dachterrasse, von der aus man über die kroatische Inselwelt blickt und die schönsten Sonnenuntergänge ever erlebt. Die Küche ist tiptop ausgestattet, es fehlt einfach an nichts.

Noch dazu hat dieses Juwel eine der nettesten Vermieterinnen, die es gibt. Zrinka ist eine gebürtige Pagerin, die einen Teil des Jahres in London verbringt und die Villa über den Sommer an Gäste vermietet. Alle Tipps, die ihr oben über Pag lesen könnt, stammen von ihr. Vom Haus aus erreicht ihr eine kleine Bucht in 10 Minuten über einen Trampelpfad. Direkt nebenan ist ein Campingplatz, wo ihr beim Bäcker einkaufen könnt, außerdem kommen mehrmals die Woche ein Fischhändler und ein Ober- und
Gemüseverkäufer. Sagte ich perfekt? Ja. Perfekt. (Und wie gesagt – nicht den Deal vergessen: Ab sofort regelmäßig hier reinschauen!) Die Villa Fjaka ist buchbar bei AirBnB oder über die eigene Website.

#13 Anreise-Tipps: Wie komme ich nach Zadar und an die dalmatinische Küste?

Mit dem Auto braucht ihr (ohne Verkehr) von München aus 8,5 bis 9 Stunden nach Zadar. Ein Stopp in Slowenien bietet sich an, denn da fährt man auf der Route via Salzburg kommend ohnehin durch (wir waren eine Nacht in Bled, was ganz hübsch ist, aber meiner Meinung nach überteuert und überbewertet). Seit 1.1.2023 ist Kroatien Teil des Schengen-Raumes, das heißt, die aufwändigen Grenzkontrollen (hat uns über eine Stunde Wartezeit gekostet) fallen weg.

Nadelöhr ist leider der Karawankentunnel zwischen Kärnten und Slowenien – daher lohnt es sich eventuell alternative Routen zu checken, wenn man unbedingt an den Hauptreisetagen unterwegs sein muss (z.B. über Triest).

Mit dem Zug kommt ihr via Zagreb nach Zadar. Auf Ugljan könnt ihr euch auch öffentlich gut bewegen (es gibt ein ganz gutes Busnetz), auf Pag würde ich auf jeden Fall ein Auto empfehlen. Die ÖBB bietet ab Wien übrigens Autoreisezüge nach Split an. Zadar hat auch einen Flughafen – aber hey, ihr seid hier bei Planet Hibbel. Ich glaube, Fluganreise innerhalb Europas lassen wir als Thema ;).

#14 Reisezeit: Wann nach Kroatien?

Die kroatische Küste ist eine Sommerdestination, keine Frage. Wie Nadine bereits beschrieben hat, ballt sich in den Ferienmonaten an manchen Orten einfach alles. Da wir Bayern das Glück haben, späte Sommerferien zu haben, konnten wir unseren liebsten Ferienslot Ende August/Anfang September nutzen. Dann ist es schon merklich ruhiger (man muss es nur aushalten können, mit lauter Bayern unterwegs zu sein 😉 ). In Zadar war Anfang September immer noch recht viel los, aber bei Weitem nicht so ein Andrang
wie bei Nadine im Juli. Wer kann, dem würde ich empfehlen, ansonsten auf Anfang/Mitte Juni (außerhalb der Pfingstferien!) auszuweichen. Zu der Zeit war ich schon einige Male zum Tauchen in Kroatien – das Wasser ist dann noch eher frisch, aber man kann schon baden und es ist definitiv noch ruhiger.

Auch der September nach den Ferien ist sicherlich eine herrliche Reisezeit. Ansonsten empfiehlt es sich, früh zu buchen und die Top-Spots zumindest du den Stoßzeiten lieber zu meiden. Wer sich ein Haus wie die Villa Fjaka mietet, ist ohnehin autark und kann das dann ganz gut steuern. Übrigens hatten wir im September ganz schön viel Regen – und zwar nicht nur mal ein Gewitter, sondern einen ganzen Tag Dauerregen.

Das liegt wohl an der Lage vor dem Festland mit recht hohen Bergen, wo sich die Wolken gerne mal festhängen. Vor allem Pag ist tatsächlich niederschlagsreicher als man bei der karstigen Landschaft vermuten würde, statistisch gibt es im September nämlich 7 Regentage. Also neben der Badehose am besten noch ne Regenjacke mitnehmen. Just in case.

PIN ME:

#15 Fazit: Kroatien mit Kindern? Unbedingt!

Ich habe unsere Kroatien-Tour wirklich geliebt. Wir hatten das seit Jahren vor, es aber immer aufgeschoben, weil wir dachten, die Kinder wären zu klein bzw. bräuchten einen Sandstrand. Aber das brauchen sie gar nicht (mehr)! Sogar der Vierjährige ist begeistert mit dem SUP gepaddelt, geschnorchelt und hat zusammen mit den anderen kleine Hütten aus Treibgut in einsamen Buchten gebaut.

Wir haben Seeigel-Skelette hochgetaucht und Seegurken bestaunt, sind im letzten Licht der untergehenden Sonne von Felsen ins Wasser gesprungen, haben die erst etwas zurückhaltende und dann total herzliche Art der Kroaten zu schätzen gelernt, haben super gegessen, gemeinsam gekocht, haben die Landschaft mit ihrer kargen Landschaft bestaunt und geduldig gewartet, bis alle Schafe auf Pag die Straße wieder geräumt hatten.

Am Ende meinten die Kinder: „Was, das waren jetzt nur zwei Wochen? Uns kommt das so viel länger vor!“ Und wenn du das sagst, dann weißt du: Das war eine perfekte Reise. Weil so viel passiert ist, dass du meinst, du wärst ein ganzes Jahr unterwegs gewesen.

Und, wie wäre es jetzt mit einer Reise nach Kroatien? Habt ihr noch mehr Tipps für das nächste kroatische Inselhopping? Schreibt sie uns einfach in die Kommentare!

Über die Co-Autorin:

Petra lebt mit ihrer Familie im Umland von München und hat beruflich als PR Managerin für einen großen Reiseveranstalter jahrelang die Welt bereist. Als Mutter von drei Kids weiß sie mittlerweile die Vorzüge von Zielen vor der Haustür sehr zu schätzen. Deshalb trifft man sie auch gerne mal auf einem Berg an. Der darf in Bayern stehen, aber auch sehr gerne in den österreichischen Alpen oder in Südtirol.

Ab und zu überkommt sie dann aber doch die Sehnsucht nach Meer und Sand zwischen den Zehen – da trifft es sich gut, dass man von Oberbayern recht schnell in Italien ist. Auf ihrem Blog allesinklein.com schreibt sie über die kleinen und feinen Momente des Familienlebens. Und auch sonst ist das Schreiben ihr täglicher Begleiter – in ihrem Job als selbständige Redakteurin und Texterin.

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2 Comments

  • Reply Gabriele Tröger 16. Januar 2023 at 14:32

    Liebe Petra, liebe Nadine, das sind megaschöne Fotos und tolle Tipps. Bei diesem unglaublichen Licht wird einem im wintergrauen Berlin ganz warm ums Herz. Kroatien hat schon viele tolle Ecken, wir müssen auch mal wieder hin. Herzliche Grüße von den „Hierdadorts“ Gabi und ;Michael

  • Reply Gela 17. Januar 2023 at 20:19

    Liebe Petra,
    danke für die mega-vielen Tipps und die tollen Eindrücke. Wir haben ja nun schon zweimal die nördlichen Teile Kroatiens bereist. Langsam wirds Zeit, dass wir uns mal weiter vorwagen. So ein Inselhopping wäre definitiv was für mich als Inselfan.
    Liebe Grüße
    Gela

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