So siehts aus oder die ungeschönte Wahrheit

Mein perfektes Familien- und Reisebloggerleben

Man lese diesen Post bitte mit 2-3 Augenzwinkern. 

Die schöne heile Blogger- und Instagramwelt zeigt uns ja meist nur Szenen aus einem scheinbar perfekten Leben. Ordentliche, entzückende Kinder. Schicke, aufgeräumte Wohnungen. Perfekt sitzende Outfits und täglich frisch zubereitete Menüs, wie aus dem 5 Sterne Restaurant. Auch wenn ich all das hier (wohlwissend) nicht präsentiere, bekommt manch ein Leser vielleicht hin und wieder mal den Eindruck, Familie Hibbel würde im Geld schwimmen und wie die Jolie-Pitts ständig durch die Weltgeschichte jetten. Natürlich mit hervorragend erzogenen Globetrotter-Kindern, die sich überall auf der Welt zu benehmen wissen, perfekt mit Stäbchen essen und mit Ihren Gastgebern auf Mandarin unterhalten können.

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Den Zahn muss ich Euch heute leider mal ziehen. Hier ist nix perfekt und unser alter Ego „Hibbel“ ist Dauerprogramm. Vielleicht lesen alle Nicht-Eltern und die die es vielleicht nochmal irgendwann werden wollen, an dieser Stelle besser nicht weiter. 😉 Nicht das es Euch noch vergeht.

Na gut, Ihr habt es nicht anders gewollt.

1) Auch wenn ich Essen über alles liebe, wird aus mir nie ein Foodblogger, weil sich alles Essbare bei uns in kürzester Zeit in Luft aufzulösen scheint. Ich schleppe ständig tütenweise Lebensmittel in unser Haus, das in noch kürzerer Zeit in einem großen schwarzen Loch verschwindet. Unsere Küche befindet sich in chaotischem Zustand  wenn gekocht wird und ist in keinster Weise vorzeigbar. Und selbst wenn ich es mal schaffe unseren Tisch nett zu decken, sieht der nach kurzer Zeit wie nach einem atomaren Angriff aus. Da fliegen auch schon mal verhasste Brokkoliröschen durch die Gegend, die Serviette wird als Taschentuch benutzt und fliegt hinterher (also nicht von mir, sondern von meinen gut erzogenen Kindern) und fragt nicht, wie es unter dem Tisch aussieht. Kein Wunder, daß wir seit ein paar Monaten Ameisen als Untermieter haben. Ich sitze derweil fluchend und schimpfend dazwischen und frage mich, warum ich keine französischen Kinder haben, die sich bei Tisch angeblich immer top benehmen. Wie Foodblogger immer so tolle Fotos hinkriegen, ist für mich also ein absolutes Mysterium.

2) Punkt 1 ist der Grund warum wir quasi fast nie essen gehen. Am Ende sind wir in Schweiß gebadet, zu Tode genervt und haben viel Geld für nen Horrorabend ausgegeben.

3) Meine zwei Jungs sind die wilden Kerle in Person. Sie lieben sich und spielen oft zusammen. Aber noch öfter scheinen sie sich zu streiten und zu prügeln. Das machen sie dann natürlich auch nicht untereinander aus, sondern hängen im 5 Minuten-Takt heulend und zeternd an meinem Bein: Mama, der …. hat mich gehauen. Mama, aber der  ….. hat mich dafür geschubst und mir mein Lego-Raumschiff weggenommen. Der Lärmpegel in unserem Haus ist an manchen Tagen so hoch, daß ich befürchte die ganze Straße hört uns.

4) All das machen sie natürlich auch auf Reisen und in den „schicksten“ Hotels. Ein Wunder das wir nicht schon überall Hausverbot haben ;).

5) Unser 3jähriger ist ein Trotzkind, per excellence. Alles was sein großer Bruder nicht gemacht hat, macht er auf jeden Fall. Nach außen wirkt er lieb und fast schon schüchtern. Wenn aber irgendwas nicht so läuft wie er das gerne möchte, ist Holland in Not. Reist mal mit so einem Kind nach Asien, wo quasi jedes „Nein“ und „Ich weiß nicht“ schon einen Gesichtsverlust darstellt. Was mögen die wohl denken, wenn sich unser Sohn mitten im Supermarkt auf einmal kreischend auf die Erde wirft? Und mir wird gerade ganz schlecht, wenn ich an unseren nächsten Langstreckenflug denke.

6) Ich bin eigentlich sehr ordentlich. In einem Haushalt mit 3 Männern ist das allerdings ein Kampf gegen Windmühlen. Nasse Handtücher und schmutzige Wäsche landen grundsätzlich zerknüllt in irgendeiner Ecke. Unser Sofa wird dreimal täglich auseinandergenommen um irgendwelche Raumschiff-Burgen-Höhlen zu bauen. Deko ist mittlerweile fast nicht mehr vorhanden, weil das Wohnzimmer zum Fussballplatz mutiert ist. Und fragt nicht, wie oft ich am Tag gefragt werde wo denn das xyz-Legoteil, die Milch, die Fernbedienung etc. ist. Auch wenn die Sachen direkt vor der Nase meiner Mitbewohner stehen. Wir brauchen sicher nicht weiter darüber reden, daß deshalb auch in den nächsten 15 Jahren kein Interior-Blogger mehr aus mir wird. Auch wenn ich das Thema eigentlich liebe.

7) Ausgehen? Was ist das? Mit zwei Kindern im Alter von 3 und 7 kommt man als Paar definitiv nur sehr selten dazu. Sich einmal die Woche einen gemeinsamen Abend zu gönnen, hört sich toll an, muss man sich aber leisten können. Und da wir auch keine Familie haben, die regelmäßig als Babysitter aushilft, liegt die traurige Ausgehfrequenz bei max. 2-4 Abenden pro Jahr. Da sollte man meinen, daß man zu den wenigen Gelegenheiten dann wenigstens die Korken knallen lässt. Wir gucken uns dann meist ab 00 Uhr mit kleinen Augen an und hoffen, daß der Andere schon genauso müde ist, wie man selbst.

8) Geht man selten aus, braucht man ergo auch wenig schicke Klamotten. Manch eine Mutter schafft es vielleicht auch in High Heels und Röckchen ne gute Figur im Sandkasten zu machen. Ich käm mir glaub ich ziemlich Banane vor und bevorzuge für solche Events dann doch eher Jeans und Chucks. Was nicht heisst, daß ich mich nicht mal gerne aufbretzel und keinen Wert auf Mode legen. Am Wochenende kommt man uns besser nicht vor 14 Uhr besuchen, weil die halbe   ganze Familie bis dahin noch im Pyjama rumlungert. Okee, ich seh schon…Modebloggerin werd ich in diesem Leben wohl auch nicht mehr.

9) Als Eltern muss man sich ständig zu Arbeiten allerniedrigster Art herunterlassen. Ich gehe hier jetzt besser nicht ins Detail, aber ich denke alle Eltern nicken jetzt zustimmend. Bei einem neugeborenen Baby ist das vielleicht alles irgendwie noch niedlich. Ab einem gewissen Alter ist es nur noch fürchterlich. Auch bei den eigenen Kindern.

10) Ja, wir reisen relativ viel. Auch ohne im Geld zu schwimmen. Viele fragen mich, wie wir das immer so machen. Da kann ich dann nur sagen, daß alles eine Frage der Priorität ist. Wir haben kein Wohneigentum, fahren keine dicken, teuren Autos und geben nicht viel Geld für Punkt 2 oder 7 aus. Außerdem achten wir auch auf Reisen auf unser Geld und leben nicht nach dem Prinzip „einmal im Jahr gönnen wir uns mal richtig was“. Und zu guter Letzt profitiere ich natürlich auch von meinem Reiseblog, der uns einiges ermöglicht, wofür ich sehr dankbar bin. Aber das bedeutet auch eine Menge Arbeit und eigentlich nie richtige Ferien, so wie man sie als Nicht-Blogger hat.

Wie Ihr seht, ist Bloggen eine schöne Scheinwelt. Aber mal ehrlich….in der Regel lesen wir Blogs doch alle nur, um uns inspirieren zu lassen, oder? Von leckeren Kochrezepten, tollen Klamotten, stylishen Wohnungen oder coolen Reisen. Ich mag auch nicht nur Werbe-Posts lesen und glaube auch nicht daran, daß ein Blogger immer nur happy und zufrieden ist. Aber wer will denn schon dauerhaft deprimierende Posts lesen oder Fotos von flodderähnlichen Zuständen sehen? Also ich nicht.

So und nun mal Butter bei die Fische. Wie sieht das bei Euch aus?

 

27 Kommentare

  1. Das hast Du sehr schön geschrieben! 🙂 Was bin ich gespannt, wie es bei uns in 2-3 Jahren aussieht! Mir wird momentan klar, dass ich jetzt noch mehr putzen sollte, weil Madame begonnen hat, sich im Wohnzimmer rückwärts rumzuschieben und auch ganz gerne den Boden ableckt. Pragmatisch gesehen könnte ich sagen, super Putzfrau, die wir da nahezu kostenlos engagiert haben. Aber ich vermute, dass das irgendwann nach hinten losgeht 😀 Außerdem sitzt sie seit kurzem mit am Tisch und wirft natürlich permanent alles runter. Zum über den Tisch werfen reicht es noch nicht. Dem Temperament nach zu urteilen vermute ich aber, dass das bald beginnen wird.
    Achso, und nießen, während der Brei im Mund ist, ist momentan auch angesagt…auf die Klamotten-Thematik muss ich daher wohl nicht näher eingehen?! Und trotzdem möchte ich nie, nie, nie, nie, nie wieder tauschen 🙂 Dafür gibts für mich im November mal ein Wochenende Auszeit. Darauf freue ich mich. Und vielleicht zieh ich dann auch mal wieder was nettes an.
    LG Nina

    • frau hibbel sagt

      Dann genießt die kinderfreie Zeit, liebe Nina. Danach geht man wieder gestärkt an das verrückte Familienleben ran. Zumindest für die ersten öhm…2-3 Stunden? 😉

  2. Hach… – du sprichst mir aus der Seele. Was soll ich sagen, bei uns sieht es quasi genau so aus. Es gibt viele gute Gründe, warum ich einen Reiseblog und keinen Mode-, Food- oder Interior Design-Blog schreibe ;-). Ich kämpfe auch täglich gegen das Chaos an – und gewinne eigentlich nie.
    Aber nachdem ich gestern die beiden Kids für ein paar Tage zu Oma und Opa gebracht habe, macht sich hier gerade eine fürchterliche Stille breit. Nicht auszuhalten… – und ich vermisse die beiden jetzt schon schrecklich und freue mich auf das Chaos, wenn sie in ein paar Tagen wieder zurück sind. Verrückt, oder?

  3. Flögi sagt

    Also, ich habe dies alles nicht gedacht, was du am Anfang geschrieben hast, was man bestimmt über euch denke würde. 🙂
    Alles was du beschreibst, ist mir völlig, die normale Vorstellung mit zwei Kindern, und habe auch nicht anderen Eindruck bis jetzt gehabt.
    Mit dem Geld für die Reisen, kommt die Frage auch bei uns sehr oft vor, oft neidisch…aber es ist genau das gleiche, wie bei Euch, nur bei uns steht Reise (statt Kinder, die wir nicht haben) auf der ersten Stelle und alles anderes ist nicht wichtig, also außer den monatlichen Mußausgaben (Haushaltskosten) geben wir kaum Geld aus und alles sparen wir nur für die Reisen.
    Liebe Grüße

  4. Genial! So muss das sein! Ich finde das gehört sich so mit Kindern. Dieser Wahnsinn macht locker. Glaub ich zumindest ;-D. Bei uns geht´s tatsächlich inzwischen gesitteter zu, aber die Jungs sind ja verglichen mit einem Baby auch schon echt uralt. Wobei……jetzt geht´s ja langsam los mit der Pubertätspartyphase……ich hab schon wirklichen Grusel vor dem Tag, an dem ich mal kurz mit Herrn Ü auswärts bin und bei der Heimkehr ein Horde völlig besoffener und kotzender Teenies in meinem (bestenfalls nur) Wohnzimmer finde. Ich hab da immer den mahnenden Zeigefinger unseres Bauleiters im Kopf, der, als wir die Toilette im Erdgeschoss weggeplant haben, sagte: “ Aber Sie wissen schon, dass jeder Pubertierende im volltrunkenen Zustand damit rechnet an dieser Stelle eine Toilette zu finden……..da wird dann ja jetzt ihr Einbauschrank stehen……vielleicht sollten Sie zu gegebener Zeit einen Eimer darin plazieren!?“——–H-I-M-M-E-L!!!! Sagte ich was von wegen „locker“???? ;-S Grüßls vom in den Lodderhaushalt ;-D! Anne

    • frau hibbel sagt

      Hahaha…….ok, in den Wandschrank kotzen ist in der Tat noch ein bisschen schlimmer als 3-4 mal am Tag nasse, vollgek.. Klamotten zu wechseln. Versuche gerade Deinen Rat zu befolgen. Und was soll ich Dir sagen….die Ekelgrenze des Herrn M. scheint extrem hoch zu sein ;)). Ich glaube die Woche toppen wir um Längen :(. Ich also nix locker….

  5. schöner article und ja, ich mag auch diese tollen, aufgeräumten, schönen,… perfekten posts zu DIY, Interior, travel & more
    Aber!
    Noch lieber ist mir bei Blogs die Mischung aus Inspiration und #soistdaswahrelebeneben
    Bei dir lese ich sehr gerne!
    Sonnigen Gruß
    Stefanie

    • frau hibbel sagt

      Vielen lieben Dank, Stefanie. Da freu ich mich aber sehr, daß Du meinen Blog so siehst. ♥

  6. Ein ganz hervorragender Bericht. Es ist immer schön zu hören, dass es woanders ähnlich aussieht wie in den eigenen vier Wänden. Wiseo meint man eigentlich oft, dass es das immer nur bei einem selber gibt? Wir haben auch zwei Jungs und die rocken die Bude hier total. Bin oft geneigt das Essen für den kleinsten direkt unterm Tisch zu servieren, weil da landet sowieso das meist Essen

    • frau hibbel sagt

      Gute Idee, Christian. Essen unterm Tisch finden die wahrscheinlich eh viel spannender und ich kann mich wahrscheinlich sogar mal in Ruhe mit dem Mann unterhalten. 😉 Und ja, es ist in der Tat beruhigend zu hören, daß auch andere Eltern darüber nachdenken, die Super-Nanny anzurufen. Chrchrchr…

  7. Klasse geschrieben und so einige Male hatte ich Bilder vor Augen (oh weia *gg*)

    Ich kann mich immer für Menschen freuen wenn sie Urlaub oder kleine Reisen machen, solange sie auf dem Boden bleiben und nicht ihre Nase hoch tragen. Sowas mag ich nämlich absolut nicht, und das in jeder Situation. Habe am WE und gestern wieder feststellen können wie toll ich als „Ausländerin“ hier akzeptiert werde, während man oftmals über die Deutschen das Wort loco hört 😉

    Liebe Grüssle

    N☼va

  8. Das ist das ware Leben. Danke für deinen ungefilterten Bericht ! Wenn du übrigens mal einen Babysitter brauchst, sag gerne bescheid – ich kann mich da gerne mal versuchen 😀 (bin eigentlich ziemlich Stressresistent).

    Wenn ich das jetzt so lese, weiß ich auch wie meine Mutter sich gefühlt hat. Bei uns war das glaub ich ähnlich. Die „französischen Kinder“ erträgt man glaub ich auch nur eine Woche und dann fragt man sich, warum die einen „Stock im A…“ haben.

    • frau hibbel sagt

      Danke für das Angebot, liebe Janett. Wenn Du einmal bei uns zu Besuch warst, überlegst Du Dir das sicher nochmal ;)). Wobei man bei fremden Kindern ja meist viel stressresistenter ist, als bei den Eigenen. Haha….das mit dem Stock würde mich ja jetzt doch mal genauer interessieren.

  9. Du hast mit allem Recht – so normal ist das Leben – auch bei uns! Wobei: die Posts in denen man Schwächen zeigt oder eben die „nicht perfekte Welt“ haben eigentlich immer die meisten Klicks 🙂

  10. Sehr erfrischend und sooo wahr. 🙂 Vieles wird mit den Jahren leichter, nur bei Punkt 6 habe auch ich die Hoffnung aufgegeben. Viele Grüße, Ines

  11. Word. Genauso schauts aus.
    Doch manchmal ertappe ich mich ebensolche scheinbar perfekten Bilder von diesen unechten Momenten zu machen, in denen alles stimmt. Und dann? Dann schau ich sie mir an und glaube für 3 Sekunden, dass es wirklich so ist. Hübsch, sauber, aufgeräumt, gesund, glücklich, organisiert und überhaupt. :-))
    Habt ein schönes Wochenende! Wir fahren morgen mal ins Elsass und folgen Euren Spuren!
    LG, Katja

    • frau hibbel sagt

      Also ich fand bei Euch sah es genauso perfekt aus wie auf Deinen Bilder, liebe Katja. Aber ich kann mir gut vorstellen wie es am Tag danach aussah. 😉 Viel Spass im Elsass. Bin gespannt was Du berichten wirst. Wetter ist ja herrlisch!!

  12. Hihi, natürlich bei uns IMMMER ALLES super und happy und zufrieden. ;D
    Ich hab zwar keine Kinder dabei, aber das Chaos, dass ich verursache ist schon schlimm genung. ^___^
    Und das mit dem ständing reisen ist wirklich nur eine Frage der Priorität. Wenn man zwei Voll-Zeit-Gehälter heimbringt und sonst fast keine teuren Hobbys, dann steckt man halt alles in Flugtickets, Benzintanks und Kameraausrüstung. 😀
    Aber ist doch schön so, oder?
    Und irgendwann sind die Kinder auch mal größer und der Brokkoli fliegt nur noch ganz selten durchs Zimmer.

    Liebste Grüße
    Christina

  13. Endlich spricht mir mal einer aus dem Herzen. Ich kann sie nämlich langsam nicht mehr lesen, düse Posts mit dem Greengate Geschirr, den Kommentaren über den Lieblingsmann und diese perfekten Häusern! Natürlich lasse ich mich gerne inspirieren und sehe gerne schönes Interieur, aber ich finde es auch erfrischend, mal was bodenständiges zu lesen!!
    Danke dafür!

    • frau hibbel sagt

      Danke schön liebe Jutta! HIer geht es auf jeden Fall mal mehr als bodenständig zu. Hätte jedenfalls hin und wieder nix gegen schickes Geschirr und gebügelte Kinder am Tisch einzuwenden ;).

  14. Das klingt alles herrlich vertraut. Ich erinnere mich an einen Urlaub vor drei Jahren … beim Vorbeischlendern an einem Restaurant stach uns das Käsefondue ins Auge. Was für eine dämliche Idee – die im Horrordinner endete. Niemals vorher habe ich ein Fondue so schnell hinter mich gebracht.
    Liebe Grüße in die alte Heimat,
    Steffi

  15. Gundula sagt

    Danke Danke Danke!! Ich bin Blog-Leserin aus Leidenschaft. Um dann regelmäßig heftigste Sinnkrisen angesichts meines chaotischen, ungestylten und unperfekten Familienlebens zu bekommen. Mein Selbstwertgefühl als Mama, Ehefrau und gut ausgebildete, eigentlich emanzipierte und moderne Frau saust in den Keller und meine „Ab heute wird alles anders-To-Do-Liste“ wächst in den Himmel. Unglaublich, was wir alles NICHT machen! Dann muss ich mich selber zur Ordnung rufen, mich fragen, wie es wohl rechts und links des wunderschönen Bildausschnitts aussieht, was alles aus dem Weg geräumt oder nicht fotografiert und auch nicht erzählt wurde. Als nächstes schaue ich mit dem „Blog-Blick“ durch meine Wohnung, durch meinen Tag und durch mein Leben. Und merke, dass ich nicht so schlecht abschneide. Wenn ich dann noch seinen herrlich ehrlichen und Artikel lese, bin ich wieder glücklich und Selbstwertgefühl und To-Do-Liste pendeln sich wieder auf einem normalen Niveau ein.

    Vielen Dank und ganz liebe Grüße!
    Gundula

    • frau hibbel sagt

      Danke schön, liebe Gundula! 🙂 So schön ich es auch immer finde mir Inspirationen aus den perfekt durchgestylten Blogs zu ziehen, so sehr stressen mich diese auch manchmal. Tut also dann immer mehr als gut zu lesen/ hören, daß der alltägliche Wahnsinn andere Eltern genauso im Griff hat wie uns. Ich weiß also sehr genau was Du meinst. LG, Nadine

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